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Dokumentenidentifikation DE69414225T2 17.06.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0655234
Titel Schminkzusammensetzung in Maskaraform enthaltend mindestens ein Wachs und ein Pseudo-latex
Anmelder L'Oréal S.A., Paris, FR
Erfinder Piot, Bertrand, F-92250 La Garenne-Colombes, FR;
Debert, Daniele, F-91600 Savigny Sur Orge, FR;
Patraud, Jeanne, F-75013 Paris, FR
Vertreter Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München
DE-Aktenzeichen 69414225
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 24.11.1994
EP-Aktenzeichen 944026897
EP-Offenlegungsdatum 31.05.1995
EP date of grant 28.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.1999
IPC-Hauptklasse A61K 7/032
IPC-Nebenklasse A61K 7/48   A61K 7/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung hat zum Gegenstand eine kosmetische Zubereitung zum Schminken, insbesondere der Wimpern, die "Mascara-Zubereitung" genannt wird und die eine Zusammenstellung bzw. ein Gemisch wenigstens eines Wachses und eines Pseudolatex enthält.

Es ist allgemein üblich, Mascara-Zubereitungen herzustellen, die wenigstens ein Wachs enthalten. Indessen wird dieses niemals allein verwendet, da sich das Schminken mit derartigen Zubereitungen sehr mühsam gestaltet, da sie zur Bildung eines nicht-homogenen Films auf den Wimpern führen, der sich unmittelbar nach dem Trocknen in zerplatzende Schuppen umwandelt.

Um dieses Problem zu überwinden, wurde in dem französischen Patent FR 83.09997 (2.528.699) und dem französischen Patent FR 84.17661 (2.573.305) die gemeinsame Verwendung wenigstens eines Wachses und eines filmbildenden Polymers vorgeschlagen, das in Lösung in der wässrigen Phase zugegen ist.

Man hat in gleicher Weise in der Patentanmeldung PCT WO/92/21316 Zubereitungen zur Behandlung der Haare und der Wimpern vorgeschlagen, die zusammen bzw. in Mischung ein Silicon, einen Latex und ein Mittel zum Suspendieren des Latex und des Silicons und/oder ein Dickungsmittel enthalten.

Außerdem wurden Mascara-Zubereitungen vorgeschlagen, die kein Wachs enthalten. So wurde beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung KOKAI 57-62,216 eine wässrige Mascara-Zubereitung beschrieben, die als filmbildendes Mittel einen Synthese-Latex enthält.

Wenn auch diese Zubereitungen eine bestimmte Verbesserung der Qualität von Schminke- Produkten erlaubt haben, hat man nun in überraschender und unerwarteter Weise festgestellt, daß man bei der gemeinsamen bzw. in Mischung erfolgenden Verwendung wenigstens eines Wachses und eines bestimmten Pseudolatex, der aus Teilchen eines Polymers mit partiell neutralisierten Carbonsäure-Funktionen besteht, Mascara-Zubereitungen enthält, die ausgezeichnete kosmetische Qualitäts-Eigenschaften zeigen. Tatsächlich verbessern diese nach der Aufbringung signifikant die Streckung und die Krümmung der Wimpern und sind außerdem mit Wasser beseitigbar.

Es wird betont, daß unter dem Ausdruck "Pseudolatex" eine Suspension verstanden wird, die aus allgemein spherischen bzw. kugelförmigen Teilchen eines Polymers besteht, die durch Dispergieren eines Polymers in einer geeigneten wässrigen Phase erhalten wurden.

Der Ausdruck "Pseudolatex" sollte nicht mit dem Ausdruck "Latex" oder "synthetischer Latex" verwechselt werden, der in gleicher Weise eine Suspension ist, die aus Teilchen eines Polymers besteht, die direkt durch Polymerisation eines oder mehrerer Monomere einer geeigneten wässrigen Phase erhalten wurden.

Genauer gesagt, hat die vorliegende Erfindung zum Gegenstand eine Mascara-Zubereitung, die als Gemisch enthält:

(a) einen Pseudolatex, bestehend aus Teilchen eines filmbildenden Polymers mit Carbonsäure-Funktionen mit einem mittleren Durchmesser zwischen 10 und 300 nm, wobei das Polymer ausgewählt ist unter:

i) polyethoxylierten Copolymeren von Vinylacetat/Crotonsäure;

ii) Vinylacetat-Crotonsäure-Copolymeren;

iii) Terpolymeren von Vinylacetat, Crotonsäure und Vinylneodecanoat;

iv) Copolymeren von N-Octylacrylamid, Methylmethacrylat, Hydroxypropylmethacrylat, Acrylsäure und t-Butylaminoethylmethacrylat;

v) alternierenden Copolymeren von Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid, die einfach mit Butanol verestert sind;

vi) Terpolymeren von Acrylsäure, Ethylacrylat und N-t-Butylacrylamid; und

vii) Polymeren, die der folgenden allgemeinen Formel entsprechen:

worin:

R, R' und R", die gleich oder verschieden sein können, für ein Wasserstoffatom oder einen Methyl-Rest stehen;

m, n und t 1 oder 2 bedeuten;

R&sub1; für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkyl-Rest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen steht;

R&sub2; für ein Wasserstoffatom, einen Methyl-, Ethyl-, t-Butyl-, Ethoxy-, Butoxy- oder Dodecyloxy-Rest steht;

R&sub3; für ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-Rest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder einen Alkoxy-Rest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen steht;

Z für einen zweiwertigen Rest aus der Gruppe steht:

-CH&sub2;-, -CH&sub2;-O-CH&sub2;- und -CH&sub2;-O-(CH&sub2;)&sub2;-;

v für 10 bis 91% steht, vorzugsweise für 36 bis 84%, bezogen auf das Gewicht;

w für 3 bis 20% steht, vorzugsweise für 6 bis 12%, bezogen auf das Gewicht;

x für 4 bis 60% steht, vorzugsweise für 6 bis 40%, bezogen auf das Gewicht;

y für 0 bis 40% steht, vorzugsweise für 4 bis 30%, bezogen auf das Gewicht; und

v + w + x + y gleich 100% ist;

wobei die Carbonsäure-Funktionen des Polymeren mit Hilfe eines monobasischen, nicht-flüchtigen Mittels auf einen Neutralisationsgrad zwischen 10 und 80% neutralisiert sind und dieses Mittel allein verwendet wird;

und der Pseudolatex in einer Menge zwischen 0,8 und 20, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Gew.-% der Trockenbestandteile vorhanden ist, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung; und

(b) mindestens ein Wachs mit einem Schmelzpunkt zwischen 60ºC und 110ºC, vorzugsweise zwischen 65ºC und 100ºC, in einem Mengenanteil zwischen 2 und 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Vorzugsweise liegt das Gewichtsverhältnis des neutralisierten Pseudolatex, ausgedrückt als Gewichtsmenge Trockensubstanz, zum Wachs zwischen 0,025 und 2, noch spezieller zwischen 0,05 und 1.

Von den polyethoxylierten Vinylacetat-Crotonsäure-Copolymeren kann man insbesondere nennen die Produkte "Aristoflex A" mit einer Säurezahl 56 von der Firma Hoechst.

Als Vinylacetat-Crotonsäure-Copolymere kann man das Produkt "Luviset CA66" mit der Säurezahl 65 (Vinylacetat/Crotonsäure: 90/10) von der Firma BASF nennen.

Von den Terpolymeren aus Vinylacetat, Crotonsäure und Vinylneodecanoat kann man das Produkt "Résine 28-29-30" mit der Säurezahl 65 von der Firma National Starch nennen.

Als Copolymere von N-Octylacrylamid, Methylmethacrylat, Hydroxypropylmethacrylat, Acrylsäure und t-Butylaminoethylmethacrylat kann man das Produkt "Amphomer LV71" mit der Säurezahl 137 von der Firma National Starch verwenden.

Von den alternierenden Copolymeren von Methylvinylether und Maleinsäurenanhydrid, die einfach mit Butanol verestert sind, kann man das Produkt "Gantrez ES425" mit der Säurezahl 260 (Methylvinylether/Maleinsäureanhydrid: 50/50) von der Firma GAF nennen.

Als Terpolymere von Acrylsäure, Ethylacrylat und N-t-Butylacrylamid kann man insbesondere das Produkt "Ultrahold 8" mit der Säurezahl 62 von der Firma BASF nennen.

Als Copolymere der Formel (I) kann man insbesondere diejenigen nennen, die in dem französischen Patent FR 78.30596 (2.439.798) beschrieben sind, und insbesondere die folgenden Copolymere:

- Vinylacetat/Crotonsäure/Vinyl-t-butyl-4-benzoat (65/10/25);

- Vinylacetat/Crotonsäure/Vinyl-t-butyl-4-benzoat/Vinylneodecanoat (57/10/25/8);

- Vinylacetat/Crotonsäure/Vinyl-t-butyl-4-benzoat/Vinylneodecanoat (70/10/10/10);

- Vinylacetat/Crotonsäure/Vinylbenzoat/Vinylneodecanoat (70/10/10/10);

- Vinylacetat/Crotonsäure/Vinyl-t-butyl-4-benzoat/Allylstearat (70/10/10/10).

Die filmbildenden Polymere mit Carbonsäure-Funktionen, wie sie oben definiert wurden, sind synthetische Polymere, die unlöslich in Wasser sind und vorzugsweise ein mittleres Molekulargewicht zwischen 5.000 und 700.000 aufweisen, gemessen beispielsweise durch sterische Ausschlußchromatographie.

Der Pseudolatex der kosmetischen Zubereitungen gemäß der Erfindung wird nach bekannten Verfahrensweisen der Herstellung von Pseudolatices erhalten, jedoch unter Berücksichtigung bestimmter Besonderheiten, die nachfolgend im einzelnen genannt sind.

Das allgemeine Verfahren der Herstellung von Pseudolatices besteht darin, ein in Wasser unlösliches Polymer in einem organischen Lösungsmittel zu lösen, das in Wasser löslich oder teilweise löslich ist, unter Rühren die so erhaltene Lösung in dem Wasser dispergiert und anschließend das organische Lösungsmittel durch Verdampfung unter Vakuum entfernt. Dies führt zu einer Suspension, die aus Teilchen des Polymers besteht, deren Größe allgemein unterhalb vom um liegt.

Im Rahmen dieser allgemeinen Vorgehensweise ist die Verwendung eines oberflächenaktiven Mittels bzw. Tensids, einer Mischung von oberflächenaktiven Mitteln bzw. Tensiden oder eines kolloiden Schutz-Polymers oder auch einer Mischung eines oberflächenaktiven Mittels bzw. Tensids und eines kolloiden Schutz-Polymers unerläßlich im Hinblick auf den Erhalt einer guten Stabilisierung der Teilchen.

Die filmbildenden Polymere mit Carbonsäure-Funktionen, wie sie oben definiert wurden, können bei der Herstellung des Pseudolatex nicht als solche verwendet werden, sondern müssen auf einen Neutralisationsgrad unterhalb von 100% im Hinblick darauf neutralisiert werden, ihre vollständige Solubilisierung im Wasser zu vermeiden.

Man hat festgestellt, daß es durch eine partielle Neutralisation der Polymere möglich ist, besonders stabile Pseudolatices in Abwesenheit von hydrophilen Stabilisierungmitteln oder Tensiden oder auch kolloiden Schutz-Polymeren zu erhalten.

Der Neutralisationsgrad der filmbildenden Polymere mit Carbonsäure-Funktionen muß also exakt in der Weise bestimmt werden, daß sie in Wasser unlöslich bleiben, dabei jedoch in dem organischen Lösungsmittel löslich sind.

Es versteht sich, daß die Obergrenze des Neutralisationsgrads, die es sich empfiehlt, nicht zu überschreiten, damit das Polymer in Wasser unlöslich bleibt, eine Funktion der Natur jedes filmbildenden Polymers mit Carbonsäure-Funktionen ist. In allgemeiner Weise liegt dieser Neutralisationgrad zwischen 30 und 80%, vorzugsweise zwischen 40 und 70%, wenn das Polymer weniger als 2 meq/g Carbonsäure-Funktionen aufweist, und liegt zwischen 10 und 50%, vorzugsweise zwischen 10 und 40%, wenn das Polymer mehr als 2 meq/g Carbonsäure-Funktionen aufweist.

Gemäß der Erfindung erfolgt die Neutralisation der Carbonsäure-Funktionen mittels eines monobasischen, nicht-flüchtigen Mittels, das beispielsweise gewählt ist aus einer mineralischen Base wie beispielsweise Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid oder aus einem Aminoalkohol, gewählt aus der Gruppe, die besteht aus 2-Amino-2-methyl-1-propanol (AMP), Triethanolamin, Triisopropanolamin (TIPA), Monoethanolamin, Diethanolamin, Tris[(2-hydroxy-)1-propyl-]amin, 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol (AMPD) und 2-Amino-2-hydroxymethyl-1,3-propandiol.

Bei der Herstellung des Pseudolatex, der in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet wird, erfolgt die Neutralisation der Carbonsäure-Funktionen des filmbildenden Polymers in situ, in der Lösung des Polymers in dem organischen Lösungsmittel durch Zugabe der bestimmten Menge der monobasischen, nicht-flüchtigen Verbindung. Das verwendete organische Lösungsmittel muß ein flüchtiges Lösungsmittel oder eine Mischung derartiger Lösungsmittel sein, die einen Siedepunkt aufweisen, der unterhalb desjenigen von Wasser liegt, und muß mischbar oder partiell mischbar mit Wasser sein.

Das organische Lösungsmittel, wie es vorstehend definiert wurde, ist vorzugsweise gewählt aus Aceton, Methylethylketon, Tetrahydrofuran, Methylacetat, Ethylacetat, Isopropanol und Ethanol.

Nach Erhalt der Lösung des partiell neutralisierten Polymers in dem organischen Lösungsmittel stellt man dann eine Emulsion her, indem man unter Rühren der erhaltenen organischen Lösung eine geeignete Menge Wasser zusetzt, das gegebenenfalls ein Antischaummittel enthält, dessen Funktion es ist, die spätere Verdampfung der organischen Phase zu erleichtern.

Nach einer Variante des wie vorstehend definierten Verfahrens kann die Neutralisation der Carbonsäure-Funktionen des Polymers in Lösung in dem organischen Lösungsmittel während der Bildung der Emulsion durchgeführt werden, indem man eine wässrige Lösung, die die erforderliche Menge der monobasischen, nicht-flüchtigen Verbindung enthält, zugießt.

Während der Bildung der Emulsion erfolgt das Rühren vorzugsweise mittels eines Scher- Dispergators des Typs Moritz oder Ultra-Turrax oder Raineri, der mit ausfahrenden Schaufeln ausgestattet ist.

Die so erhaltene Emulsion ist insbesondere stabil, ohne daß es nötig ist, ein oberflächenaktives Mittel bzw. Tensid in dem Umfang zu verwenden, in dem die Carboxylat-Gruppen des Polymers an der Grenzfläche mit Wasser angeordnet sind und die Tröpfchen vor einem Koaleszieren durch elektrostatische Abstoßung schützen.

Nach Bildung der Emulsion bei einer Temperatur zwischen Umgebungstemperatur und etwa 70ºC verdampft man unter verringertem Druck das organische Lösungsmittel bis zu seiner vollständigen Entfernung, wobei die Verdampfung vorzugsweise unter leichtem Erwärmen durchgeführt wird.

Man erhält so einen Pseudolatex, d. h. eine wässrige Dispersion der Teilchen des filmbildenden Polymers, die frei ist von jeglichem Tensid oder anderem stabilisierenden hydrophilen Mittel und die dabei sehr stabil bleibt.

Die auf das Gewicht bezogene Konzentration des filmbildenden Polymers in Form von Teilchen in dem so erhaltenen Pseudolatex liegt allgemein zwischen 5 und 50% und vorzugsweise zwischen 10 und 25%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Pseudolatex.

Die mittlere Größe der Teilchen liegt zwischen 10 und 300 nm und liegt vorzugsweise unter 250 nm.

Die Polydispersität der Größe der Teilchen ist relativ niedrig entsprechend diesem Verfahren zur Herstellung des Pseudolatex. Sie wird gemessen bei quasi-elastischer Lichtstreuung und liegt allgemein zwischen 0,1 und 0,40, vorzugsweise unterhalb von 0,35.

Man kann in die in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendeten Pseudolatices im Hinblick auf eine Verbesserung ihrer kosmetischen und mechanischen Eigenschaften ein Plastifizierungsmittel in einem Mengenanteil zwischen 5 und 40%, vorzugsweise zwischen 10 und 30%, angegeben als Gewichtsmenge unter Bezug auf das Gewicht des filmbildenden Polymers, einarbeiten, wobei sich dieses Mittel entsprechend seinem Verteilungskoeffizient zwischen den Teilchen und der wässrigen Phase des Pseudolatex verteilt.

Das Plastifizierungsmittel, das vom hydrophilen oder hydrophoben Typ sein kann, wird vorzugsweise in Mischung in dem organischen Lösungsmittel während der Herstellung des Pseudolatex eingearbeitet, insbesondere dann, wenn es vom hydrophoben Typ ist.

Wenn das Plastifizierungsmittel vom hydrophilen Typ ist, kann es nach der Bildung des Pseudolatex in die wässrige Phase eingearbeitet werden.

Von den plastifizierenden Mitteln, die in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man die folgenden nennen:

- die Produkte mit der Bezeichnung "Carbitole" der Firma Union Carbide, insbesondere das Produkt "Carbitol" (oder Diethylenglykolethylether), das Produkt "Methylcarbitol" (oder Diethylenglykolmethylether), das Produkt "Butylcarbitol" (oder Diethylenglykolbutylether) oder auch das Produkt "Hexylcarbitol" (oder Diethylenglykolhexylether);

- die Produkte mit der Bezeichnung "Cellosolve" der Firma Union Carbide, insbesondere das Produkt "Cellosolve" (oder Ethylenglykolethylether), das Produkt "Butylcellosolve" (oder Ethlenglykolbutylether) oder das Produkt "Hexylcellosolve" (oder Ethylenglykolhexylether);

- die Derivate von Propylenglykol, insbesondere Propylenglykolphenylether, Propylenglykoldiacetat, Dipropylenglykolbutylether, Tripropylenglykolbutylether sowie die Produkte mit der Bezeichnung "Dowanol" der Firma Dow Chemical, insbesondere das Produkt "Dowanol PM" (oder Propylenglykolmethylether), das Produkt "Dowanol DPM" (oder Dipropylenglykolmethylether) und das Produkt "Dowanol TPM" (oder Tripropylenglykolmethylether).

Weiter kann man nennen:

- Diethylenglykolmethylether oder das Produkt "Dowanol DM" der Firma Dow Chemical;

- mit 40 Molen Ethylenoxid ethoxyliertes Rizinusöl, wie es beispielsweise vertrieben wird von der Firma Rhône Poulenc unter der Bezeichnung "Mulgofen EL-719";

- Benzylalkohol;

- Triethylcitrat, wie es von der Firma Pfizer unter der Bezeichnung "Citroflex-2" vertrieben wird;

- 1,3-Butylenglykol;

- Diethyl-, Dibutyl- und Diisopropylphtalate und -adipate;

- Diethyl- und Dibutyltartrate;

- Diethyl-, Dibutyl- und 2-Diethylhexylphosphate; und

- die Ester von Glycerin wie beispielsweise Glycerindiacetat (Diacetin) und Glycerintriacetat (Triacetin).

Man verwendet mit Vorzug ein plastifizierendes Mittel, das gewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus Dipropylenglykolmethylether, Tripropylenglykolmethylether, Diethyladipat und Diisopropyladipat.

Die in den Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendeten Wachse sind gewählt unter festen und harten Wachsen tierischen, pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Ursprungs und deren Mischungen.

Die Härte der Wachse, gemessen mit der Methode des Eindringens einer Nadel, liegt allgemein zwischen 3 und 40.

Diese Verfahrensweise, die in den Normen NFT 004 und ASTM D5 beschrieben ist (französische bzw. amerikanische Normen) besteht darin, bei einer Temperatur von 25ºC die Tiefe des Eindringens (ausgedrückt in Zehnteln eines Millimeters) einer standardisierten Nadel, die 2,5 g wiegt und in einem Nadelhalter angeordnet ist, der 47,5 g wiegt (zusammen also 50 g) zu messen, die für 5 s auf das Wachs gestellt wird.

Von den tierischen Wachsen kann man Bienenwachs, Lanolinwachs und China-Insektenwachs nennen.

Von den pflanzlichen Wachsen kann man insbesondere Reiswachs, Carnaubawachs, Candelillawachs, Ouricurry-Wachs, Wachs aus Kork-Fasern, Zuckerrohrwachs, Japanwachs und Sumac-Wachs nennen.

Von den mineralischen Wachsen kann man insbesondere Montanwachs, mikrokristalline Wachse, Paraffine und Ozokerit nennen.

Von den Synthese-Wachsen kann man insbesondere Wachse aus Polyethylen, durch Fischer- Tropsch-Synthese erhaltene Wachse und wachsartige Copolymere sowie deren Ester nennen.

Man kann in gleicher Weise in den Zubereitungen gemäß der Erfindung Wachse verwenden, die erhalten wurden durch katalytische Hydrierung tierischer oder pflanzlischer Öle, die lineare oder verzweigte C&sub8;- bis C&sub3;&sub2;-Fettketten aufweisen.

Von diesen kann man insbesondere hydriertes Jojobaöl, hydriertes Sonnenblumenöl, hydriertes Rizinusöl, hydriertes Koprah-Öl und hydriertes Lanolin-Öl nennen.

Die Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung können außerdem Pigmente enthalten. Diese Pigmente können organische oder mineralische Pigmente sein oder können in gleicher Weise perlmutartige Pigmente sein. Derartige Pigmente sind wohlbekannt und sind insbesondere beschrieben in dem Patent FR 83.09997 (2.528.699).

Der Mengenanteil der Pigmente in den Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung liegt allgemein zwischen 3 und 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, was der gewünschten Färbung und Intensität der Färbung folgt.

Die Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung können in unterschiedlichen Formen vorliegen. Sie können insbesondere vorliegen in Form von Emulsionen, Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Wasser-in-Öl-Emulsionen oder in Form von Dispersionen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung können diese in Form von Emulsionen vorliegen, die wenigstens ein anionisches oder nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel bzw. Tensid in einem Mengenanteil enthalten, der zwischen 2 und 30 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Von den anionischen oberflächenaktiven Mitteln, die allein oder in Mischung verwendet werden können, kann man insbesondere die Alkalimetall-Salze, Ammonium-Salze, Amin- Salze oder Aminoalkohol-Salze der folgenden Verbindungen nennen:

- Alkoylsulfate, Alkoylethersulfate, Alkoylamidsulfate, Ethersulfate, Alkoylarylpolyethersulfate, Monoglyceridsulfate;

- Alkoylsulfonate, Alkoylamidsulfonate, Alkoylarylsulfonate, alpha-Olefinsulfonate, Paraffinsulfonate;

- Alkoylsulfosuccinate, Alkoylethersulfosuccinate, Alkoylamidsulfosuccinate;

- Alkoylsulfosuccinamate;

- Alkoylsulfoacetate, Alkoylpolyglyerincarboxylate;

- Alkoylphosphate, Alkoyletherphosphate;

- N-Acylsarcosinate, N-Acylpolypeptidate, Acylisethionate und N-Acyltaurate.

Unter den Begriffen "Alkoyl" und "Acyl", wie sie vorstehend verwendet wurden, versteht man eine Kette, die allgemein 12 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist.

Man kann in gleicher Weise als in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendbare anionische oberflächenaktive Mittel bzw. Tenside, Fettsäure-Salze nennen, beispielsweise solche von Ölsäure, Rizinolsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, den Säuren von Koprah-Öl oder hydriertem Koprah-Öl und insbesondere die Amin-Salze wie beispielsweise Aminstearate.

Man kann auch als anionische oberflächenaktive Mittel bzw. Tenside Acyllactylate nennen, deren Acylrest 8 bis 20 Kohlenstoffatome umfasst, sowie Polyglykolethercarbonsäuren, die die folgende Formel aufweisen:

R&sub4;-(OCH&sub2;-CH&sub2;)n-OCH&sub2;-COOH

worin R&sub4; für einen linearen Alkyl-Rest steht, der 12 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist, und n eine ganze Zahl zwischen 5 und 15 ist, sowie die Salze der genannten Säuren. Man verwendet mit Vorzug als anionisches oberflächenaktives Mittel bzw. Tensid Aminstearate.

Von den nicht-ionischen oberflächenaktiven Mitteln, die allein oder in Mischung in den Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man insbesondere Alkohole, Alkoylphenole und polyethoxylierte, polypropoxylierte oder Polyglycerin-Fettsäuren mit einer Fettkette nennen, die 8 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist.

Man kann in gleicher Weise Copolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid, Kondensate von Ethylenoxid und Propylenoxid an Fettalkohole, polyethoxylierte Fettamide, polyethoxylierte Fettamine, Ethanolamide, Ester von Fettsäuren mit Glycerin, ethoxylierte oder nichtethoxylierte Ester von Fettsäuren mit Sorbitan, Ester von Fettsäuren mit Saccharose, Ester von Fettsäuren mit Polyethylenglykolen, Phosphorsäuretriester und Ester von Fettsäuren mit Glucose-Derivaten nennen.

Man kann in gleicher Weise Kondensationsprodukte eines Monoalkohols, eines alpha-Diols, eines Alkoylphenols, eines Amids oder eines Diglykolamids mit Glycidol oder einer Vorstufe von Glycidol nennen, wie sie beschrieben wurden in dem französischen Patent FR 71.17206 (2.091.516) und die folgende Formel aufweisen:

R&sub5;-CHOH-CH&sub2;-O-(CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;-O)p-H

worin R&sub5; für einen aliphatischen, cycloaliphatischen oder arylaliphatischen Rest steht, der vorzugsweise zwischen 7 und 21 Kohlenstoffatome aufweist, wobei die aliphatischen Ketten Ether-Gruppen, Thioether-Gruppen oder Hydroxymethylen-Gruppen tragen können, und p eine ganze Zahl zwischen 1 und 10 ist.

Man kann außerdem die Verbindungen der Formel

R&sub6;O-[C&sub2;H&sub3;O-(CH&sub2;OH)]q-H

nennen, die in dem Patent FR 1.477.048 beschrieben sind, worin R&sub6; für einen Alkoyl-Rest, Alkenyl-Rest oder Alkoylaryl-Rest steht und q ein statistischer Wert zwischen 1 und 10 ist.

Man kann außerdem die Verbindungen der Formel

R&sub7;CONH-CH&sub2;-CH&sub2;O-CH&sub2;-CH&sub2;O-(CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;-O)r-H

nennen, die in dem französischen Patent FR 76.31975 (2.328.763) beschrieben sind, worin R&sub7; für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Rest steht, der gegebenenfalls eine oder mehrere hydroxylierte Gruppe(n) tragen kann und 8 bis 30 Kohlenstoffatome aufweist, wobei diese Verbindungen natürlichen oder synthetischen Ursprungs sind und r eine ganze Zahl oder Dezimalzahl zwischen 1 und 5 ist und für den mittleren Kondensationsgrad steht.

Man verwendet vorzugsweise als nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel bzw. Tensid eine Mischung von einem oder mehreren Öl(en) und/oder einem Fettalkohol oder polyethoxy lierten oder polyglycerinierten Alkoholen wie beispielsweise polyethoxylierten Stearylalkoholen oder polyethoxylierten Cetylstearylalkoholen.

Die Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung können außerdem wenigstens einen herkömmlichen Zusatzstoff umfassen, der gewählt ist aus einem Weichmacher, einem Konservierungsmittel, einem Sequestrationsmittel, einem Parfüm, einem Verdickungsmittel, einem Öl, einem Silicon, einem Cohäsionsmittel, einem alkalisierenden oder acidifizierenden Mittel, einem wasserlöslichen Polymer sowie einem Zuschlagsstoff.

Die in den Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendbaren Verdickungsmittel können natürlichen oder synthetischen Ursprungs sein.

Von den Verdickungsmitteln natürlichen Ursprungs kann man insbesondere die Gummen diverser Typen nennen, z. B. Gummi arabicum, Guar-Gummi oder Caruba-Gummi.

Unter den Verdickungsmitteln synthetischen Ursprungs kann man insbesondere die Cellulose-Derivate wie beispielsweise Hydroxyethylcellulose und Carboxymethylcellulose, die Stärke-Derivate, die Celluloseether-Derivate, die quaternäre Ammonium-Gruppen aufweisen, die kationischen Polysaccharide, die Salze von Acryl-Polymeren und Methacryl- Polymeren, die Polyene und die Polysiloxane nennen.

Man kann in gleicher Weise eine Verdickung der Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung durch Zusatz einer Mischung aus Polyethylenglykol und Polyethylenglykolstearat und/oder -distearat oder einer Mischung von Phosphorsäureestern und Fettamiden erhalten.

Von den wasserlöslichen Polymeren, die in den Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man insbesondere die Protein-Derivate tierischen oder pflanzlichen Ursprungs und insbesondere die Derivate von Keratin wie beispielsweise Hydrolysate von Keratin und Keratinsulfonsäure-Derivate, Polyvinylpyrrolidon, Vinyl- Copolymere wie beispielsweise das Copolymer von Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid oder das Copolymer von Vinylacetat und Crotonsäure, Glykoaminoglykane, Hyaluronsäure und ihre Derivate und Desoxyribonucleinsäuren und ihre Salze nennen.

Von den Zuschlagsstoffen, die in den Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man insbesondere diejenigen nennen, die in der französischen Patentanmeldung FR 91.10791 (2.680.681) beschrieben sind.

Es werden nun zu Zwecken der Veranschaulichung mehrere Herstellungsbeispiele von Pseudolatices sowie Beispiele von Mascara-Zubereitungen gemäß der Erfindung angegeben.

Beispiele der Herstellung eines Pseudolatex Beispiel I Herstellung eines Pseudolatex des Copolymers aus Vinylacetat/Crotonsäure/Vinyl-t-butyl-4- benzoat (65/10/25), neutralisiert zu 50% nach seiner Säurezahl

Die Herstellung dieses Copolymers ist beschrieben in Beispiel 19 des französischen Patents FR 78.30596 (2.439.798), und das Copolymer liegt vor in Form von Kugeln mit einem Durchmesser von 0,5 bis 1 mm.

40 g des vorstehend definierten Copolymers (Säurezahl: 65) wurden in kleinen Mengen unter Rühren einer homogenen Lösung von 110 g Aceton, 2,07 g 2-Amino-2-methyl-1-propanol (Menge, die 50% Neutralisation nach der Säurezahl entspricht) und 8 g Tripropylenglykolmonomethylether zugesetzt. Nach Rühren bei Umgebungstemperatur für 30 min war das Polymer vollständig gelöst.

Der so erhaltenen organischen Phase setzte man in etwa 5 min unter Rühren mit Hilfe eines Scher-Dispergators des Typs Ultra-Turrax bei 2.000 U/min eine wässrige Phase zur Herstellung einer Emulsion zu, die aus 109,54 g Wasser, das einem Ionenaustausch unterworfen worden war, und 0,456 g eines Silicon-Antischaummittels ("Burst RSD10") bestand. Nach dem Ende der Zugabe der wässrigen Phase bei Umgebungstemperatur setzte man das Rühren für 10 bis 15 min fort, was zum Erhalt einer durchscheinenden und stabilen Emulsion führte.

Man konzentrierte die Emulsion mit Hilfe eines Rotationsverdampfers unter partiellem Vakuum bei einer Temperatur unterhalb von 45ºC. Nach vollständiger Beseitigung des Acetons erhielt man eine stabile milchartige und wenig viskose Dispersion.

Die Größe der Teilchen wurde unter quasi-elastischer Diffusion des Lichts mit einem Gerät mit der Bezeichnung "Coulter" (Modell M4) gemessen und ergab die folgenden Ergebnisse:

- Mittlere Teilchengröße: 67 nm;

- Polydispersitätsfaktor: 0,22.

Beispiel II Herstellung eines Pseudolatex des Copolymers aus N-Octylacrylamid/Methylmethacrylat/ Hydroxypropylmethacrylat/Acrylsäure/t-Butylaminoethylmethacrylat ("Amphomer LV71" der Firma National Starch), neutralisiert zu 30% nach seiner Säurezahl

Nach einer Vorgehensweise, die der vorgehend beschriebenen Vorgehensweise analog war, stellte man bei Umgebungstemperatur einen Pseudolatex aus 150 g des Copolymers "Amphomer LV71 ", das einer homogenen Lösung von 1.063 g Tetrahydrofuran, 9,80 g 2- Amino-2-methyl-1-propanol (Menge, die einer 30%igen Neutralisation nach der Säurezahl des Copolymers "Amphomer LV71" entsprach) und 30 g Tripropylenglykolmonomethylether zugesetzt worden war, und einer wässrigen Phase, die aus 812 g Wasser, das einem Ionenaustausch unterworfen worden war, und 1,71 g eines siliconhaltigen Antischaummittels ("Burst RSD 10") entsprach.

Man erhielt so einen Pseudolatex, dessen Konzentration an Polymer 15 Gew.-% betrug, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Die Größe der Teilchen wurde unter quasi-elastischer Lichtstreuung mit einem Gerät mit der Bezeichnung "Coulter" (Modell M4) gemessen und ergab die folgenden Ergebnisse:

- Mittlere Teilchengröße: 299 nm;

- Polydispersitätsfaktor: 0,33.

Beispiel III Herstellung eines Pseudolatex des Copolymers aus Vinylacetat/ Crotonsäure (90/ 10) ("Luviset CA66" der Firma BASF), neutralisiert zu 50% nach seiner Säurezahl

60 g des Copolymers "Luviset CA66" in Form eines Pulvers (Säurezahl: 65) wurden in kleinen Mengen unter Rühren einer homogenen Lösung von 22,5 g Methylethylketon, 3,5 g 2-Amino-2-methyl-1-propanol (AMP) (Menge, die einer 50%igen Säureneutralisation nach der Säurezahl des Copolymers "Luviset CA66" entsprach) und 12 g Tripropylenglykolmonomethylether zugegeben.

Nach Fortsetzen des Rührens für die Zeit von 30 min war das Copolymer vollständig gelöst. Der so erhaltenen organischen Phase setzte man unter Rühren mit Hilfe eines Dispergators mit der Bezeichnung "Moritz" bei 2.500 U/min eine wässrige Phase zur Herstellung der Emulsion zu, die aus 325 g Wasser, das einem Ionenaustausch unterworfen worden war, und 0,69 g eines siliconhaltigen Antischaummittels ("Burst RSD10") bestand.

Die Zugabe der wässrigen Phase erfolgte in einer Zeit von etwa 15 min. anschließend hielt man den Vorgang des Rührens noch für weitere 15 min bei 3.000 U/min aufrecht. Man erhielt so eine Emulsion mit milchartigem Aussehen und mittlerer Viskosität.

Anschließend verdampfte man das gesamte organische Lösungsmittel mit Hilfe eines Rotationsverdampfers unter partiellem Vakuum und Erwärmen auf etwa 40 bis 45ºC. Das Verdampfen wurde fortgesetzt bis zur vollständigen Entfernung des Methylethylketons unter Berücksichtigung des Azeotrops mit Wasser.

Die entfernte Wassermenge, die zur Bildung des Azeotrops erforderlich war, wurde anschließend der Dispersion wieder zugegeben und so ein Pseudolatex erhalten, der eine Konzentration an filmbildendem Polymer von 15% aufwies. Der erhaltene Pseudolatex war stabil, hatte ein undurchsichtiges, leicht bläuliches Aussehen und eine mittlere Viskosität.

Die Größe der Teilchen wurde unter quasi-elastischer Lichtstreuung mit einem Gerät mit der Bezeichnung "Coulter" (Modell M4) gemessen und ergab die folgenden Ergebnisse:

- Mittlere Teilchengröße: 247 nm;

- Polydispersitätsfaktor: 0,47.

Beispiele für Mascaras Beispiel 1: Mascara-Creme Komponente A:

- Triethanolaminstearat 12,0 g

- Bienenwachs 6,0 g

- Carnaubawachs 1,0 g

- Paraffin 3,5 g

Komponente B:

- Schwarze Eisenoxide 6,0 g

Komponente C:

- Hydroxyethylcellulose (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Cellosize QP" von der Firma Amerchol) 1,0 g

- Gummi arabicum 2,0 g

- Keratinhydrolysat 1,8 g

Komponente D:

- Pseudolatex von Beispiel I 5,0 g

- Konservierungsmittel nach Belieben

- Wasser bis auf 100 g

Diese Mascara wurde erhalten, indem man die Bestandteile der Komponente A auf 85ºC brachte. Dem setzte man die Komponente B zu, und man rührte mittels eines Turbinenrührers.

Man erhitzte anschließend das Wasser der Zubereitung zum Sieden, setzte die Konservierungsmittel zu, erwärmte anschließend auf 85ºC und setzte die Bestandteile der Komponente C zu.

Man gab dann die erhaltene wässrige Phase (85ºC) der Komponente A (80ºC) unter Rühren mit Hilfe eines Turbinenrührers zu (Emulgierung bei 30ºC) und setzte zum Schluß den Pseudolatex der Komponente D zu und rührte mit Hilfe eines Flügelrührers.

Beispiel 2: Mascara

Man stellte nach derselben Verfahrensweise wie in Beispiel 1 eine Mascara her, die die folgende Zusammensetzung aufwies:

Komponente A:

- Triethariolaminstearat 8,0 g

- Glycerinstearat (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Geleol" von der Firma Gattefosse) 3,0 g

- Bienenwachs 8,0 g

- Carnaubawachs 2,0 g

- Paraffin 5,0 g

Komponente B:

- Schwarze Eisenoxide 5,0 g

Komponente C:

- Hydroxyethylcellulose (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Cellosize QP" von der Firma Amerchol) 1,2 g

- Gummi arabicum 2,0 g

Komponente D:

- Pseudolatex von Beispiel III 7,0 g

- Konservierungsmittel nach Belieben

- Wasser bis auf 100 g

Beispiel 3: Mascara

Man stellte nach derselben Verfahrensweise wie in Beispiel 1 eine Mascara her, die die folgende Zusammensetzung aufwies:

Komponente A:

- Triethanolaminstearat 12,0 g

- Bienenwachs 5,0 g

- Carnaubawachs 1,5 g

- Paraffin 4,0 g

Komponente B:

- Kohleschwarz (Ruß) 3,0 g

Komponente C:

- Hydroxyethylcellulose (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Cellosize QP" von der Firma Amerchol) 0,8 g

- Gummi arabicum 2,0 g

- Keratinhydrolysat (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Kerasol" von der Firma Croda) 2,0 g

Komponente D:

- Pseudolatex von Beispiel II 13,3 g

- Konservierungsmittel nach Belieben

- Wasser bis auf 100 g

Man verglich die kosmetische Wirkung dieser Mascara mit derjenigen einer Mascara, die erhalten wurde durch Ersetzen des Pseudolatex von Beispiel 11 in derselben Zusammensetzung durch dieselbe Menge einer Lösung des filmbildenden Polymers "Amphomer LV71", neutralisiert zu 100% nach seiner Säurezahl mit 2-Amino-2-methyl-1-propanol (15 %ige Lösung). Wenn man die Mascara gemäß der Erfindung verwendete, waren die Wimpern nach dem Schminken deutlich länger und zeigten eine mehr ausgeprägte rümmung als die Wimpern, die mit Hilfe der Vergleichsmascara behandelt worden waren.


Anspruch[de]

1. Mascara-Zubereitung, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Gemisch enthält:

a) einen Pseudolatex, bestehend aus Teilchen eines filmbildenden Polymeren mit Carbonsäurefunktionen mit einem mittleren Durchmesser zwischen 10 und 300 nm, wobei das Polymer ausgewählt ist unter:

i) polyoxyethylenierten Copolymeren von Vinylacetat und Crotonsäure,

ii) Vinylacetat / Crotonsäure-Copolymeren,

iii) Terpolymeren von Vinylacetat / Crotonsäure / Vinylneodecanoat,

iv) Copolymeren von N-Octylacrylamid / Methylmethacrylat / Hydroxypropylmethacrylat / Acrylsäure / tert.-Butylaminoethylmethacrylat,

v) alternierenden Copolymeren von Methylvinylether / Maleinsäureanhydrid, einfach verestert mit Butanol,

vi) Terpolymeren von Acrylsäure / Ethylacrylat / N-tert.-butylacrylamid, und

vii) Polymeren entsprechend der allgemeinen Formel:

in der:

R, R' und R", die gleich oder verschieden sein können, ein Wasserstoffatom oder ein Methylrest darstellen,

m, n und t 1 oder 2 bedeuten,

R&sub1; einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen darstellt,

R&sub2; ein Wasserstoffatom, einen Methyl-, Ethyl-, tert.-Butyl-, Ethoxy-, Butoxy- oder Dodecyloxyrest darstellt,

R&sub3; ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt,

Z einen zweiwertigen Rest aus der Gruppe: -CH&sub2;-, -CH&sub2;-O-CH&sub2;- und -CH&sub2;-O-(CH&sub2;)&sub2; bedeutet,

v für 10 bis 91%, vorzugsweise 36 bis 84 Gew.-%,

w für 3 bis 20%, vorzugsweise 6 bis 12 Gew.-%,

x für 4 bis 60%, vorzugsweise 6b is 40 Gew.-%, und

y für 0 bis 40%, vorzugsweise 4 bis 30 Gew.-% steht,

wobei v + w + x + y gleich 100% ist,

wobei die Carbonsäurefunktionen des Polymeren mit Hilfe eines monobasischen, nichtflüchtigen Mittels auf einen Neutralisationsgrad zwischen 10 und 80% neutralisiert sind, wobei dieses Mittel als einziges verwendet wird, und

der Pseudolatex in einer Menge zwischen 0,8 bis 20%, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Gew.-% der Trockenbestandteile, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, vorhanden ist, und

b) mindestens ein Wachs mit einem Schmelzpunkt zwischen 60ºC und 110ºC, vorzugsweise zwischen 65ºC und 100ºC, in einer Menge zwischen 2 und 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

2. Mascara-Zubereitung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis zwischen dem neutralisierten Pseudolatex, ausgedrückt als Gewicht der Trockenbestandteile, und dem Wachs zwischen 0,025 und 2 liegt.

3. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer mit Carbonsäurefunktionen ein mittleres Molekulargewicht zwischen 5.000 und 700.000 aufweist.

4. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer mit Carbonsäurefunktionen mit Hilfe eines monobasischen, nichtflüchtigen Mittels neutralisiert ist, das ausgewählt ist unter: Soda, Kali, 2-Amino-2-methyl-1-propanol, Triethanolamin, Trüsopropanolamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Tri-[(2-hydroxy)-1- propyl]-amin, 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol und 2-Amino-2-hydroxymethyl- 1,3-propandiol.

5. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer mindestens 2 mAq/g Carbonsäurefunktionen hat, wobei der Neutralisationsgrad zwischen 30 und 80% und vorzugsweise zwischen 40 und 70% liegt.

6. Maskara-Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer über 2 mÄq/g Carbonsäurefunktionen aufweist, wobei der Neutralisationsgrad zwischen 10 und 50% und vorzugsweise zwischen 10 und 40% liegt.

7. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pseudolatex einen Weichmacher in einer Menge zwischen 5 und 40 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des filmbildenden Polymeren, enthält, wobei der Weichmacher gemäß seines Verteilungskoeffizienten zwischen den Teilchen und der wäßrigen Phase des Pseudolatex verteilt ist.

8. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Wachs aus der Gruppe gewählt ist, die aus Bienenwachs, Lanolinwachs, Chinawachs (chinesisches Insektenwachs), Reiswachs, Carnaubawachs, Candelillawachs, Ouricurrywachs, Korkfaserwachs, Zuckerrohrwachs, Japanwachs, Sumacwachs, Montanwachs, mikrokristallinen Wachsen, Paraffinen, Ozokerit, Polyethylenwachsen und hydrierten Ölen besteht.

9. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich Pigmente in einer Menge zwischen 3 und 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.

10. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsion oder einer Dispersion vorliegt.

11. Mascara-Zubereitung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer Emulsion vorliegt, die mindestens ein anionisches oder nichtionisches oberflächenaktives Mittel in einer Menge zwischen 2 und 30 Gew.-% enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

12. Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich mindestens ein herkömmliches Additiv enthält, das ausgewählt ist unter einem Weichmacher, einem Konservierungsmittel, einem Sequestrationsmittel, einem Parfüm, einem Verdickungsmittel, einem Öl, einem Silikon, einem Kohäsionsmittel, einem Mittel zum Alkalisieren oder Ansäuern, einem wasserlöslichen Polymeren sowie einem Zuschlag.

13. Verwendung einer Mascara-Zubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche zum Schminken der Wimpern zum Verlängern und/oder Biegen.

14. Verfahren zum Schminken der Wimpern, dadurch gekennzeichnet, daß es darin besteht, auf die Wimpern eine Mascara-Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 aufzubringen.







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