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Dokumentenidentifikation DE19756243A1 24.06.1999
Titel Fadenliefergerät
Anmelder Iro AB, Ulricehamn, SE
Erfinder Magnusson, Patrik Jonas, Boras, SE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Anmeldedatum 17.12.1997
DE-Aktenzeichen 19756243
Offenlegungstag 24.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.06.1999
IPC-Hauptklasse B65H 51/20
IPC-Nebenklasse D04B 15/48   D04B 27/10   D03D 47/34   D05C 15/18   G01L 5/04   
Zusammenfassung Fadenliefergerät (F) mit stationärer Speichertrommel (2) für einen aus nebeneinanderliegenden Windungen eines Fadens (Y) bestehenden Fadenvorrat (V), mit einer außerhalb der Speichertrommel in einem Sensorgehäuse (6) angeordneten Sensorvorrichtung (S), die wenigstens einen beweglich gelagerten Fühlerarm (A) aufweist, der sich von seiner Lagerung (5) mit einem einen Fühlerfuß (8a bis 8c) tragenden Fühlerarmteil (7a bis 7c) bis in den Bewegungsweg der Bindungen entlang der Speichertrommel erstreckt und von den Windungen mechanisch aus einer Grundstellung verlagerbar ist, mit einer den Fühlerarm in Richtung zur Grundstellung beaufschlagenden Federanordnung (B), und mit einer signalerzeugenden Abtastvorrichtung (T) für die jeweilige Stellung des Fühlerarms, sind die Federanordnung (B) und die Abtastvorrichtung (T) auf derselben Seite der Lagerung (5) angeordnet wie der den Fühlerfuß (8a bis 8c) tragende Fühlerarmteil (7a bis 7c). Dadurch läßt sich selbst für mehrere Sensorfunktionen Bauraum sparen und eine außerordentliche kompakte, universell für unterschiedliche Fadenliefergerät-Typen verwendbare Sensorvorrichtung erzielen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fadenliefergerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.

Ein Fadenliefergerät mit einer solchen Sensorvorrichtung ist aus der Bedienungs- und Wartungsanleitung IWF 9 007, IWF 9 107, IWF 9 207 der Firma IRO AB, mit der Referenznummer 07-8930-0812-01/9647, S. 10, 43, 44, 50, 51 und 53 bekannt. In der Sensorvorrichtung sind zwei Fühlerarme übereinanderliegend und derart angeordnet, daß ihre Fühlerfüße den Fadenvorrat an zwei in Vorschubrichtung der Fadenwindungen auf der Speichertrommel hintereinander liegenden Stellen auf An- bzw. Abwesenheit abtasten. Jeder Fühlerarm ist als zweischenkeliger Drahtbügel ausgebildet, dessen abgekröpfter Fühlerfuß aus dem Sensorgehäuse nach unten vorsteht. Jeder Fühlerarm besitzt eine eigene Schwenkachse, auf der eine Hülse festklemmbar ist, die einen den Fühlerarm über die Schwenkachse zur dem Fühlerfuß entgegengesetzten Seite verlängernden Arm trägt. Dieser Arm greift mit seinem Ende in die Abtastvorrichtung ein, die im Sensorgehäuse bzw. am Gehäuse der Fadenliefervorrichtung an der dem Fühlerfuß abgewandten Seite der Schwenkachse angebracht ist. In der Abtastvorrichtung ist ein optoelektronischer Schalter vorgesehen, der bei Abschattung durch den Arm ein Signal erzeugt. An der Abtastvorrichtung ist eine Biegefeder verankert, die sich in Richtung zu den Schwenkachsen der beiden Fühlerarme erstreckt und jeden Arm derart beaufschlagt, daß der Fühlerfuß unabhängig von der Einbaulage des Fadenliefergeräts elastisch nachgiebig in seiner Grundstellung belastet wird. Die Sensorvorrichtung enthält viele Einzelteile, benötigt in Richtung der Achse der Speichertrommel und quer dazu viel Bauraum, erfordert besondere Sorgfalt und Fachkenntnisse bei der Einstellung, und zeigt unter schwierigen Betriebsbedingungen ein ggfs. unruhiges Ansprechverhalten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fadenliefergerät der eingangs genannten Art zu schaffen, das sich durch eine kompakte Sensorvorrichtung mit wenigen Einzelteilen und einem präzisen und dennoch unempfindlichen Ansprechverhalten auszeichnet. Diese Aufgabe ist sowohl für ein Fadenliefergerät mit nur einem Fühlerarm als auch mit mehreren Fühlerarmen zu lösen.

Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

In dem die Abtastvorrichtung für den jeweiligen Fühlerarm und auch die Federanordnung, die den Fühlerarm in Richtung auf seine Grundstellung beaufschlagt, auf derselben Seite-der Lagerung in das Sensorgehäuse integriert sind wie der den Fühlerfuß tragende Fühlerarmteil, wird in Richtung der Achse der Speichertrommel erheblicher Bauraum gespart. Ferner reduziert sich die Anzahl der notwendigen Einzelteile der Sensorvorrichtung spürbar. Quer zur Achse der Speichertrommel wird ebenfalls Bauraum eingespart, da sich die einzelnen, kooperierenden Teile eng beieinander anordnen lassen. Dies ist insbesondere von Vorteil, falls die Sensorvorrichtung mit mehreren Fühlerarmen und entsprechend vielen Zubehörteilen ausgestattet wird. Dank der kompakten Anordnung werden schädliche Vibrationen vermieden, so daß sich ein stabiles und noch feinfühliges Ansprechverhalten erzielen läßt.

Die Anzahl der Einzelteile läßt sich auf kleinem Bauraum gemäß Anspruch 2 dadurch reduzieren, daß jeder Fühlerarmteil direkt mit seiner Abtastvorrichtung und der Federanordnung zusammenwirkt, d. h. ohne die Notwendigkeit zusätzlichen bewegungsübertragenden Zubehörs.

Die Herstellung und Montage werden gemäß Anspruch 3 vereinfacht, wenn der Fühlerarmteil mit seinem Fühlerfuß lösbar verbunden ist.

Gemäß Anspruch 4 ist der Fühlerarmteil bereits mit dem Betätiger und dem Anschlag ausgebildet, die er für die Zusammenarbeit mit seiner Abtastvorrichtung und der Federanordnung benötigt. Dies hat herstellungstechnische Vorteile.

Gemäß Anspruch 5 wird auf baulich einfache Weise das Entstehen schädlicher parasitärer Vibrationen vermieden, die das Ansprechverhalten beeinflussen könnten. Das Federelement hat nämlich nicht nur die Aufgabe, unabhängig von der Einbaulage des Fadenliefergeräts die Belastung des Fühlerarms in Richtung auf seine Grundstellung zu erzeugen, sondern zusätzlich und ohne nennenswerten baulichen Mehraufwand das Entstehen pendelnder Schwingbewegungen des Fühlerarms unter ungünstigen Betriebszuständen, ggfs. beim Entstehen schon abzudämpfen. Erreicht wird dies durch eine sich hubabhängig einstellende Federverhärtung in einem Bewegungsbereich des Fühlerarms, in den dieser außerhalb der eigentlichen Abtastung der An- oder Abwesenheit des Fadenvorrates aufgrund der Arbeitsdynamik gelangen kann. Die dadurch erzwungene Dämpfung verhindert einen unerwünschten Aufschaukeleffekt, ohne das Arbeiten des Fühlerarms beim Abtasten der An- bzw. Abwesenheit des Fadens zu beeinträchtigen. Umgekehrt verbessert diese Dämpfwirkung das korrekte Arbeiten des Fühlerarms innerhalb seines eigentlichen Arbeitsbereiches.

Gemäß Anspruch 6 werden die Federung des Fühlerarms und die vorerwähnte Dämpfung auf baulich einfache Weise bewerkstelligt.

Gemäß Anspruch 7 läßt sich das Einsetzen der Dämpfung wie erforderlich einstellen, zweckmäßigerweise von gut zugänglicher Stelle außerhalb des Sensorgehäuses.

Gemäß Anspruch 8 wird zum Abtasten ein Optodetektor verwendet, der bei hoher Betriebssicherheit kostengünstig ist und präzise arbeitet. Der Optodetektor läßt sich in der kompakten Sensorvorrichtung geschützt plazieren. Ein Optodetektor ist jedoch nur eine Möglichkeit zum Abgreifen der Arbeitsbewegungen des Fühlerarms. Genausogut könnte ein berührungsloser induktiver, elektrischer oder elektromagnetischer, pneumatischer Detektor oder ein auf Kontakt ansprechender Schalter verwendet werden. Die Ausgangssignale der Abtastvorrichtung werden zweckmäßigerweise zum Steuern des Antriebs des Fadenliefergeräts bzw. zur Fehlerüberwachung im Fadenliefergerät bzw. einem Fadenverarbeitungssystem verwendet, von dem das Fadenliefergerät eine Komponente ist.

Gemäß Anspruch 9 ist der Betätiger der Abtastvorrichtung in den Fühlerarmteil integriert. Er übernimmt eine zusätzliche Funktion, indem er die Endstellung des Fühlerarmteils bestimmt.

Gemäß Anspruch 10 wird ein sehr sauberer Signalübergang der Abtastvorrichtung auf baulich einfache Weise erzielt, weil sich die Abdeckkante mit der Abdeckfläche überlappen kann, und den Strahlengang dann zuverlässig unterbricht. Die Zusammenarbeit zwischen der Abdeckkante und der Abdeckfläche schafft mit anderen Worten einen raschen Übergang zwischen voller Abschattung und überhaupt keiner Abschattung des Strahlengangs, wodurch die Signalauswertung vereinfacht und der für die Signalauswertung erforderliche elektronische Aufwand verringert werden.

Gemäß Anspruch 11 wird das vorerwähnte Ziel auf baulich besonders einfache Weise erreicht.

Gemäß Anspruch 12 wird das Ansprechverhalten der Sensorvorrichtung dadurch verbessert, daß auch bei ungünstigen Betriebszuständen der Führungsarmteil in der stationären Führungsgabel geführt oder zumindest gegen seitliche Ausweichbewegungen abgestützt wird. Auf diese Weise lassen sich vor allem seitliche Schwingungen des Führungsarmteils bereits im Entstehen abdämpfen.

Herstellungs- und montagetechnisch günstig ist gemäß Anspruch 13 der Optodetektor mit seiner Halterung auf einer Platine im Sensorgehäuse angeordnet. Die Platine kann eine Zusatzfunktion übernehmen, indem sie eine Abdeckung des Inneren des Sensorgehäuses nach außen bildet und gegebenenfalls sogar als Hubbegrenzer für den Fühlerarm dient. Die Durchtrittsöffnung für den Fühlerfuß kann klein sein, so daß Verschmutzungen kaum eindringen bzw. einfache Zusatzmaßnahmen ausreichen, um das Eindringen von Verschmutzungen zuverlässig zu vermeiden.

Herstellungstechnisch günstig ist der Fühlarmteil ein Kunststofformteil, der auf der die Lagerung bildenden Achse sitzt und relativ zu dieser schwenkbar ist. Der Fühlerfuß wird nur in die Steckfassung eingesteckt und darin positioniert, zweckmäßigerweise verstellbar, so daß die Grundstellung des Fühlerarms alleine durch die Einstellung des Fühlerfußes in der Steckfassung bewerkstelligbar ist.

Gemäß Anspruch 15 wird bei einer Sensorvorrichtung mit mindestens zwei Fühlerarmen die Anzahl der Einzelteile und der Bauraum reduziert, weil alle Fühlerarme eine gemeinsame Achse besitzen, und weil auch die Federelemente oder das einzige alle Fühlerarme beaufschlagende Federelement platzsparend unterbring bar ist. Dabei ist es besonders wichtig, daß die Umschaltvorrichtung zum Dämpfen keine weiteren Komponenten benötigt, weil dasselbe Federelement für die Dämpfungsfunktion herangezogen wird, das auch für die Belastung des Fühlerarms in Richtung auf seine Grundstellung benutzt ist.

Gemäß Anspruch 16 sind die Fühlerfüße baugleiche Formteile aus Metall. Dies ist herstellungstechnisch günstig, weil für für unterschiedliche Funktionen eingesetzte Fühlerarme derselben Sensorvorrichtung jeweils der gleiche Fühlerfuß benutzbar ist. Die kontinuierliche Fläche des Fühlerfußes, mit der dieser am Faden anliegt, verhindert außerordentlich wirksam das bei üblichen Fühlerfüßen in Form offener Bügel gefürchtete Sammeln von Verunreinigungen, wie Flusen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn der Fühlerfuß einem sogenannten Fadenbruchsensor angehört, der am Aufwickelende des Fadenvorrates praktisch permanent auf dem Fadenvorrat aufliegt und während des normalen Betriebs keine Ausweichbewegungen ausführt, mit denen er gesammelte Flusen oder einen Flusenschweif verlieren könnte.

Anhand der Zeichnung wird eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische und perspektivische Teilschnittansicht von Hauptkomponenten eines Fadenliefergeräts,

Fig. 2 eine perspektivische Teilschnittdarstellung ähnlich der von Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,

Fig. 3 einige Komponenten aus den Fig. 1 und 2 in perspektivischer Darstellung und herausgelöst aus dem Gesamtverbund,

Fig. 4 einen Querschnitt eines Details in einer Endstellung eines Fühlerarmteils, und

Fig. 5 einen Querschnitt entsprechend Fig. 4, in einer anderen Stellung des Fühlerarmteils.

In Fig. 1 ist von einem nur fragmentarisch gezeigten Fadenliefergerät F, beispielsweise einem Schußfaden-Liefergerät für eine Webmaschine, ein Aufwickelelement 1 einer Speichertrommel 2 angedeutet, der eine mit dem nicht gezeigten Gehäuse oder einem nicht gezeigten Gehäuseausleger verbundene Sensorvorrichtung S zugeordnet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind drei Fühlerarme A vorgesehen, die sich annähernd zueinander parallel in Richtung der Achse der Speichertrommel 2 erstrecken und einen aus Windungen eines Fadens Y bestehenden Fadenvorrat V auf der Speichertrommel 2 überwachen. Der Fadenvorrat V wird durch eine relative Drehbewegung zwischen dem Aufwickelorgan 1 und der Speichertrommel 2 (im vorliegenden Fall einer stationären Speichertrommel 2) mit einer axialen Größe gebildet, die automatisch gesteuert wird, um trotz kontinuierlichen oder intermittierenden Fadenverbrauchs ein Leeren der Speichertrommel 2 zu vermeiden. Der Fadenvorrat V übergreift eine längsverlaufende Vertiefung 3 in der Speichertrommel 2. Auf diese Vertiefung 3 sind Fühlerfüße 8a bis 8c ausgerichtet, deren jeder unter Federkraft in einer Grundstellung haltbar ist, in der er, zweckmäßigerweise ohne Berührungskontakt, in die Vertiefung 3 eingreift und durch den Fadenvorrat V aus der Grundstellung in Fig. 1 nach oben verlagerbar ist. Der in Fig. 1 linke Fühlerfuß 8a kann einem Fadenbruchwächter angehören, der anspricht, sobald die ersten Windungen des Fadenvorrats V ausbleiben. Der Fühlerfuß 8b kann einem Minimalsensor angehören, der die minimal zulässige axiale Größe des Fadenvorrats V überwacht und bei Abwesenheit des Fadenvorrats V in diesem Bereich den Antrieb des- Aufwickelorgans 1 aktiviert, um den Fadenvorrat V zu ergänzen. Der Fühlerfuß 8c gehört beispielsweise einem sogenannten Maximalsensor an, der bei Verlagerung aus der in Fig. 1 gezeigten Grundstellung den Antrieb des Aufwickelorgans 1 abschaltet oder verzögert, weil die zulässige Maximalgröße des Fadenvorrats erreicht ist.

Jeder Fühlerarm A besteht aus einem Fühlerarmteil 7a bis 7c und dem bereits erwähnten Fühlerfuß 8a bis 8c. Diese beiden Komponenten können getrennt hergestellt und dann miteinander verbunden sein, um den jeweiligen Fühlerarm A zu bilden. Alle drei Fühlerarme A sind auf einer gemeinsamen Achse 5 in einem Sensorgehäuse 6 schwenkgelagert, wobei sich die Achse 5 in etwa quer zur Richtung der Achse der Speichertrommel 2 erstreckt. Alternativ wäre es möglich, die Achse 5 parallel zur Achse des Speicherkörpers 2 anordnen, und die Fühlerarmteile A quer zur Achse der Speichertrommel 2 zu orientieren.

Im Sensorgehäuse ist ferner eine Federanordnung B vorgesehen, der eine Umschaltvorrichtung D zugeordnet ist. Das Sensorgehäuse 6 ist beispielsweise in einen Ausleger 4 des nicht gezeigten Fadenliefergerätgehäuses integriert. Jedem Fühlerarm A ist ferner eine Abtastvorrichtung T zugeordnet, die abhängig von der jeweiligen Schwenklage des Fühlerarms wenigstens ein Signal für eine zugeordnete Überwachungs- oder Steuervorrichtung erzeugt. Die Abtastvorrichtung T kann einem optoelektronischen, elektrischen, elektronischen oder elektromagnetischen Detektor zugeordnet sein, der die Schwenkstellung des zugehörigen Fühlerarms A berührungslos abtastet, oder ein elektrischer Schalter sein, der durch den Fühlerarm betätigbar ist. Die Federanordnung B und die Abtastvorrichtungen T sind an derselben Seite der Achse 5 angeordnet wie die die Fühlerfüße 8a bis 8c tragenden Fühlerarmteile 7a bis 7c. Dabei liegen die Abtastvorrichtungen T unterhalb und die Federanordnung B oberhalb der Fühlerarmteile 7a bis 7c.

Aus der vergrößerten Darstellung der Sensorvorrichtung S in Fig. 2 ist zu entnehmen, daß jeder Fühlerarmteil 7a bis 7c ein Formteil, z. B. aus Kunststoff (Spritzgußformteil), ist, in den eine Steckfassung 9 für den Fühlerfuß 8a bis 8c ein Anschlag 14 für die Federanordnung B und ein Betätiger 13 für die Abtastvorrichtung T baulich integriert sind.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß die Sensorvorrichtung S mehr oder weniger als die drei gezeigten Fühlerarme A aufweisen kann.

Die Fühlerfüße 8a bis 8c sind bei der gezeigten Ausführungsform baugleich. Jeder Fühlerfuß 8a bis 8c ist beispielsweise ein Metallformteil, z. B. ein Druckgußteil, mit einer eine kontinuierliche Fläche 10 definierenden Fußspitze und zwei annähernd parallelen und beabstandeten Schenkeln 11, von denen ein Schenkel 11 in die jeweilige Steckfassung 9 eines Fühlerarmteils 7a bis 7c eingesteckt und darin gegebenenfalls mittels eines Sicherungselementes 20 lagegesichert ist. Der jeweils andere Schenkel 11 endet frei bzw. ist auf die jeweils erforderliche Länge gekürzt. Die Breite jedes Fühlerfußes 8a bis 8c ist größer als der Abstand zwischen benachbarten Fühlerarmteilen 7a bis 7c, ermöglicht durch eine seitliche Versetzung der Steckfassung 9 des Fühlerarmteils 7b. Gegebenenfalls sind die Steckfassungen 9 auf den Fühlerarmteilen 7a bis 7c in deren Längsrichtung verstellbar, um die Relativpositionen der Fühlerfüße 8a bis 8c einstellen zu können.

Jedem Fühlerarmteil 7a bis 7c ist eine stationäre Führungsgabel 12 zugeordnet, zwischen deren Zinken der Fühlerarmteil 7a bis 7c geführt oder zumindest an einem seitlichen Ausweichen gehindert wird. Die Anschläge 14 auf den Fühlerarmteilen 7a bis 7c befinden sich im gleichen Abstand von der Achse 5 und tragen oberseitige gerundete Flächen 15, die an Federelementen 16a bis 16c der Federanordnung E anliegen und den Druck dieser Federelemente aufnehmen, um jeden Fühlerfuß 8a bis 8c in seiner Grundstellung (s. den in Fig. 2 rechten Fühlerfuß 8c) elastisch nachgiebig zu halten, bis er durch die Hebekraft des Fadens Y aus der Grundstellung verlagert wird. Die in Fig. 2 gezeigten Federelemente 16a bis 16c gehören zweckmäßigerweise einem einzigen Federelement an, das bei 17 im Sensorgehäuse 6 verankert ist. Die Federelemente 16a bis 16c sind Biegefedern, zweckmäßigerweise Blattfedern, die frei auskragen. Die Umschaltvorrichtung D enthält für jedes Federelement 16a bis 16c einen individuell verstellbaren Dämpffortsatz 18, z. B. eine Schraube, die von außerhalb des Sensorgehäuses S zugänglich und auf einen Berührungsbereich 19 mit dem zugeordneten Federelement 16a bis 16c ausgerichtet ist. Innerhalb des normalen Arbeitsspiels der Fühlerfüße 8a bis 8c gelangen die Federelemente 16a bis 16c nicht in Berührung mit dem Dämpfvorsprung 18. Erst wenn infolge einer übermäßigen Dynamik ein größerer Hub des Fühlerarms A auftreten sollte, gelangt sein Federelement 16a bis 16c gegen den Dämpfvorsprung 18. Da dessen Berührungsbereich 19 beispielsweise an der der Verankerung 17 abgewandten Seite der Fläche 15 liegt, verhärtet sich dann das Federelement 16a bis 16c deutlich, wodurch die Schwingbewegung des Fühlerarms A sofort abgedämpft und dieser wieder in seinen normalen Arbeitsbereich zurückgedrängt wird.

Die Abtastvorrichtungen T sind beispielsweise auf einer Platine B angeordnet, die Durchgangsöffnungen 32 für die Schenkel 11 der Fühlerfüße 8a bis 8c aufweist und Leiterbahnen und gegebenenfalls andere elektrische oder elektronische Komponenten trägt.

In Fig. 3 ist ein abgeschnittenes Ende 21 eines Schenkels 11 eines Fühlerfußes 8c angedeutet. Dieses abgeschnittene Ende 21 könnte dazu benutzt werden, bei Anlage an der Unterseite der Platine P eine Hubbegrenzung nach oben für den zugeordneten Fühlerarm A zu bilden. Ferner ist in Fig. 8 erkennbar, daß jeder Betätiger 13 eine an der Unterseite des Fühlerarmteils 7a bis 7c angeformte Fahne ist, die entsprechend den Fig. 4 und 5 u. a. dazu dient, die untere Endstellung jedes Fühlerarmteils 7a bis 7c in Zusammenarbeit mit einem stationären Anschlag 30 zu begrenzen.

In den Fig. 4 und 5 ist der optoelektronische Detektor der Abtastvorrichtung T gebildet von einem Emitter E und einem darauf ausgerichteten Empfänger R, zwischen denen ein Strahlengang 23 vorliegt. Die Abtastvorrichtung T ist in eine, beispielsweise auf der Platine P festgelegte, gabelförmige Halterung 24 integriert. Die Halterung 24 besitzt eine maulförmige Vertiefung 25 für den Betätiger 13, beispielsweise des Fühlerarmteils 7a. Am Grund der Vertiefung 25 ist der Anschlag 30 vorgesehen, beispielsweise gebildet durch einen Einsatz 26. Im Einsatz 26 ist eine Vertiefung 27 vorgesehen, die beiderseits durch Abdeckflächen 29 begrenzt wird und es einem an der Unterseite der Fahne 13 vorgesehenen Vorsprung 28 gestattet, in der in Fig. 4 gezeigten Endstellung in die Vertiefung 27 einzutauchen. Diese Endstellung wird definiert durch Auflage der unteren Seite des Betätigers 13 auf dem Anschlag 30. In dieser Endstellung überlappt sich eine am Vorsprung 28 vorgesehene, quer zum Strahlengang 23 liegende Abdeckkante 31 mit den Abdeckflächen 29, um den Strahlengang 23 zuverlässig abzuschatten. Ist hingegen bei Verlagerung des Fühlerfußes 8a nach oben der Fühlerarmteil 7a gegen die Kraft seines Federelementes 16a angehoben, bis der Vorsprung 28 aus der Vertiefung 27 ausgetreten und die Überlappung zwischen der Abdeckkante 31 und den Abdeckflächen 29 aufgehoben ist, dann ist der Strahlengang 23 durchgängig. Je nach Auslegung der Abtastvorrichtung- wird entweder in der Endstellung gemäß Fig. 4 oder in der Stellung gemäß Fig. 5 ein Signal erzeugt, das die Steuerungs- oder Überwachungsvorrichtung registriert und auswertet. Die mechanische Überlappung zwischen der Abdeckkante 31 und der Abdeckfläche 29 führt zu einem raschen Übergang zwischen der vollen Abschattung des Strahlengangs 23 und der vollen Freigabe des Strahlengangs 23, wobei sich ein kräftiger Signalübergang ergibt und die Abtastvorrichtung T bereits auf einen kleinen Hubweg des Fühlerarmteils 7a anspricht.


Anspruch[de]
  1. 1. Fadenliefergerät (F) mit einer Speichertrommel (2) für einen aus nebeneinanderliegenden Windungen eines Fadens (Y) bestehenden Fadenvorrat (V), mit einer außerhalb der Speichertrommel in einem Sensorgehäuse (6) angeordneten Sensorvorrichtung (S), die wenigstens einen beweglich gelagerten Fühlerarm (A) aufweist, der sich von seiner Lagerung (5) mit einem einen Fühlerfuß (8a bis 8c) tragenden Fühlerarmteil (7a bis 7c) bis in den Bewegungsweg der Windungen entlang der Speichertrommel erstreckt und von den Windungen mechanisch aus einer Grundstellung verlagerbar ist, mit einer den Fühlerarm in Richtung zur Grundstellung beaufschlagenden Federanordnung (B), und mit einer signalerzeugenden Abtastvorrichtung (T) für die jeweilige Stellung des Fühlarms, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnung (B) und die Abtastvorrichtung (T) auf derselben Seite der Lagerung (5) angeordnet sind wie der den Fühlerfuß (8a bis 8c) tragende Fühlerarmteil (7a bis 7c).
  2. 2. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühlerarmteil (7a bis 7c) direkt mit der Abtastvorrichtung (T) und mit der Federanordnung (B) zusammenwirkt, die, vorzugsweise im Bewegungsweg des Fühlerarms an sich gegenüberliegenden Seiten im Sensorgehäuse (6) angeordnet sind.
  3. 3. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühlerarmteil (7a bis 7c) und der Fühlerfuß (8a bis 8c) als getrennte Komponenten ausgebildet und, vorzugsweise lösbar, miteinander verbunden sind.
  4. 4. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Fühlerarmteil (7a bis 7c) ein Betätiger (13) der Abtastvorrichtung (T) und ein Anschlag (14) für die Federanordnung (B) vorgesehen sind.
  5. 5. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnung (B) ein Federelement (16a bis 16c) und eine federwegabhängige Umschaltvorrichtung (D) aufweist, mit der ab einem vorbestimmbaren Verlagerungshub des Fühlerarms (A) aus der Grundstellung eine Federkrafterhöhung bzw. Federverhärtung des Federelements (16a bis 16c) einstellbar ist.
  6. 6. Fadenliefergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement (16a bis 16c) eine frei auskragende Biegefeder, vorzugsweise eine Blattfeder, ist, die den Fühlerarmteil (7a bis 7c), vorzugsweise dessen Anschlag (14), beaufschlagt, und daß an der dem Fühlerarm abgewandten Seite des Federelements ein die Umschaltvorrichtung (D) bildender Dämpffortsatz (18) auf das Federelement ausgerichtet ist, dessen Angriffspunkt (19) am Federelement in Längsrichtung des Federelements gegenüber dem Angriffspunkt des Fühlerarmteils am Federelement versetzt ist.
  7. 7. Fadenliefergerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpffortsatz 18, vorzugsweise eine verstellbare Verstellschraube, im Sensorgehäuse (6) von außen zugänglich angeordnet ist.
  8. 8. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastvorrichtung (D) einen Optodetektor aus Sender und Empfänger (E, R) aufweist und in einer gabelförmigen Halterung (24) im Sensorgehäuse (6) angeordnet ist, zwischen deren Gabelzinken der Fühlerarmteil (7a bis 7c) bzw. dessen Betätiger (13) eingreift.
  9. 9. Fadenliefergerät nach den Ansprüchen 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätiger (13) eine am Fühlerarmteil (7a bis 7c) angeordnete Fahne zum Abschatten des Strahlengangs (23) des Optodetektors ist, und daß, vorzugsweise, die Fahne auf einen eine Endstellung des Fühlerarmteils begrenzenden Anschlag (30) aufsetzbar ist.
  10. 10. Fadenliefergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne einen Vorsprung (28) mit einer quer zum Strahlengang (23) liegenden Abdeckkante (31) aufweist, daß neben dem Bewegungsweg der Fahne wenigstens eine stationär außerhalb des Strahlengangs stationär angeordnete Abdeckfläche (29) vorgesehen ist, die sich von der dem Fühlerarmteil gegenüberliegenden Seite bis nahe zum Strahlengang (23) erstreckt, und daß die Abdeckkante (31) durch den Strahlengang (23) hindurch bis zur Überlappung mit der Abdeckfläche (29) in die Endstellung bewegbar ist.
  11. 11. Fadenliefergerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß für den Vorsprung (28) der Fahne eine zwei Abdeckflächen (29) für die Abdeckkante (31) bildende Eintauchvertiefung (27) vorgesehen ist, vorzugsweise im Anschlag (30).
  12. 12. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine stationäre Führungsgabel (12) vorgesehen ist, deren Zinken den Fühlerarmteil (7a bis 7c) in dessen Bewegungsrichtungen zur und aus der Grundstellung führen.
  13. 13. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, daß der Optodetektor mit seiner Halterung (24) auf einer im Sensorgehäuse (6) an der der Speichertrommel (2) zugewandten Seite des Fühlerarmteils (7a bis 7c) positionierte Platine (P) angeordnet ist, in der wenigstens eine Durchtrittsöffnung (32) für den Fühlerfuß (8a bis 8c) vorgesehen ist.
  14. 14. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühlerarmteil (7a bis 7c) ein Kunststofformteil mit wenigstens einer Steckfassung (9) und auf einer die Lagerung (5) bildenden Achse im Sensorgehäuse (6) schwenkbar ist, und daß der Fühlerfuß (8a bis 8c) mit einem Schenkel (11) in die Steckfassung (9) eingesteckt ist.
  15. 15. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorvorrichtung (S) mindestens zwei, vorzugsweise drei, nebeneinanderliegende Fühlerarme (A) mit unterschiedlich langen, auf einer gemeinsamen Achse (5) gelagerten Fühlerarmteilen (7a bis 7c) aufweist, und daß die Federanordnung (B) drei einzelne Federelemente (16a bis 16c) oder ein einziges, alle Fühlerarme beaufschlagendes Federelement umfaßt.
  16. 16. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, daß die Fühlerfüße (8a bis 8c) für alle vorgesehen Fühlerarme (A) baugleiche Formteile aus Metall sind, deren jeder eine als kontinuierliche Fläche ausgebildete Fußspitze (10) und zwei beabstandete Schenkel (11) aufweist, von denen einer in die Steckfassung (9) eingesetzt ist, während der andere Schenkel frei ausläuft.






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