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Dokumentenidentifikation DE19756503A1 24.06.1999
Titel Kehlmaschine
Anmelder Michael Weinig AG, 97941 Tauberbischofsheim, DE
Erfinder Englert, Heinrich, 97922 Lauda-Königshofen, DE
Vertreter Jackisch-Kohl und Kollegen, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 19.12.1997
DE-Aktenzeichen 19756503
Offenlegungstag 24.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.06.1999
IPC-Hauptklasse B65G 49/00
IPC-Nebenklasse B27C 1/08   
Zusammenfassung Die Kehlmaschine hat eine Transportbahn, auf der Werkstücke aus Holz, Kunststoff und dergleichen transportierbar sind. Sie werden mit einer Transporteinrichtung an Werkzeugen vorbeigeführt.
Um die Kehlmaschine so auszubilden, daß ein einwandfreier Durchlauf der Werkstücke durch die Kehlmaschine gewährleistet ist, weist die Kehlmaschine eine Überwachungseinrichtung auf, mit der die Transportgeschwindigkeit der Werkstücke auf der Transportbahn überwacht wird. Bleibt eines der Werkstücke während seines Transportes durch die Kehlmaschine hängen oder verringert sich seine Transportgeschwindigkeit, wird dies von der Überwachungseinrichtung erfaßt.
Die Kehlmaschine eignet sich zur Bearbeitung von Hölzern, die anschließend zu Fenster- oder Türrahmen zusammengesetzt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kehlmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Mit Kehlmaschinen können beispielsweise Hölzer bearbeitet werden, die anschließend zu Fenster- oder Türrahmen zusammengesetzt werden. Die Hölzer werden mit der Transporteinrichtung, die vorzugsweise Transportwalzen sind, auf der Transportbahn an Werkzeugen vorbei geführt, an denen die Hölzer entsprechend bearbeitet werden. Vor und hinter den Werkzeugen sind Andruckelemente angeordnet, die die Werkstücke an die gegenüberliegende Tisch- oder Anschlagfläche drücken und damit die Werkstücke sauber führen, um eine hohe Bearbeitungsqualität zu erhalten. Beim Durchlauf der Hölzer durch die Kehlmaschine kann es vorkommen, daß die Hölzer aufgrund eines zu starken Anpreßdruckes der Andruckelemente oder eines zu starken oder eines zu geringen Anpreßdruckes der Transportvorrichtung hängen bleiben. Auch im Bereich der Werkzeuge kann es zu Transportschwierigkeiten der Werkstücke kommen. Außerdem können Unterschiede in der Holzoberflächenbeschaffenheit, in der Holzart und der Rohholzstärke Transportschwierigkeiten verursachen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Kehlmaschine so auszubilden, daß ein einwandfreier Durchlauf der Werkstücke durch die Kehlmaschine gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Kehlmaschine erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Kehlmaschine wird die Transportgeschwindigkeit der Werkstücke auf der Transportbahn überwacht. Bleibt eines der Werkstückes während seines Transportes durch die Kehlmaschine hängen oder verringert sich seine Transportgeschwindigkeit, wird dies von der Überwachungseinrichtung erfaßt. Sie gibt dann entsprechende Signale ab, die einer Weiterverarbeitung zugeführt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Signale der Überwachungseinrichtung dazu herangezogen werden, den Anpreßdruck der Transporteinrichtung und Andruckelemente auf die Werkstücke zu verringern oder zu erhöhen, um die Werkstücke wieder in der erforderlichen Geschwindigkeit durch die Kehlmaschine zu transportieren.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.

Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 in Seitenansicht und in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Kehlmaschine,

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Kehlmaschine gemäß Fig. 1.

Die Kehlmaschine dient zum Bearbeiten von Werkstücken aus Holz, Kunststoff und dergleichen. Der grundsätzliche Aufbau einer Kehlmaschine ist bekannt und wird darum nicht im einzelnen beschrieben. Die Kehlmaschine hat eine Transportbahn 1, auf der die zu bearbeitenden Werkstücke transportiert werden. Zum Transport der Werkstücke sind in bekannter Weise Transportwalzen 2 vorgesehen, die auf den Werkstücken aufliegen und drehbar angetrieben werden. Mit den Transportwalzen 2 werden die Werkstücke in bekannter Weise Werkzeugen 3 bis 7 zugeführt, mit denen die Werkstücke in noch zu beschreibender Weise bearbeitet werden.

Das Werkzeug 3 befindet sich im Bereich unterhalb der Transportbahn 1 und sitzt auf einer drehbar angetriebenen horizontalen Spindel. Mit dem Werkzeug 3 wird die Unterseite des Werkstückes während seines Durchlaufes durch die Kehlmaschine bearbeitet. Die Transportbahn 1 ist im Bereich des Werkzeuges 3 unterbrochen, so daß seine Messer an die Unterseite des Werkstückes gelangen können.

In Transportrichtung 9 ist mit Abstand hinter dem Werkzeug 3 das um eine vertikale Achse drehbare Werkzeug 4 angeordnet. Es befindet sich, in Transportrichtung 9 gesehen, auf der rechten Seite der Transportbahn 1. Mit dem Werkzeug 4, das auf einer vertikalen Spindel drehfest sitzt, wird die in Transportrichtung 9 rechte Längsseite des Werkstückes bearbeitet. Damit die Werkstücke während ihres Transportes durch die Kehlmaschine einwandfrei gegenüber den Werkzeugen 3 bis 7 ausgerichtet sind, liegen die Werkstücke während ihres Transportes mit ihrer rechten Längsseite an Anschlägen 10, 16 an. Um die Spanabnahme durch das Werkzeug 4 einstellen zu können, ist der Anschlag 10 quer zur Transportrichtung 9 verstellbar.

Das Werkzeug 4 sitzt auf einem Querschieber 11, der sich vorzugsweise senkrecht zur Transportrichtung 9 der Werkstücke erstreckt. Mit dem Querschieber 11 kann das Werkzeug 4 quer, vorzugsweise senkrecht zur Transportrichtung 9, verschoben werden, um unterschiedliche Werkzeuge 4 in bezug auf den Anschlag 16 einstellen zu können.

In Transportrichtung 9 hinter dem Werkzeug 4 befindet sich das Werkzeug 5, das sich auf der, in Transportrichtung 9 gesehen, linken Seite der zu bearbeitenden Werkstücke befindet. Das drehfest auf einer vertikalen Spindel sitzende Werkzeug 5 ist zusammen mit der Spindel auf einem weiteren Querschieber 12 gelagert, der quer, vorzugsweise senkrecht zur Transportrichtung 9 der Werkstücke, verschoben werden kann, um eine Anpassung an unterschiedlich breite Werkstücke zu ermöglichen. Die beiden Querschieber 11,12 liegen mit Abstand voneinander. Die Oberseiten der Querschieber 11, 12 liegen vorteilhaft in einer Ebene mit der Oberseite der Transportbahn 1, so daß die Werkstücke beim Übergang von der Transportbahn 1 auf die Querschieber 11, 12 störungsfrei gefördert werden können. Die Oberseiten der Querschieber 11, 12 können aber auch tiefer liegen. Dann bilden separate Tischplatten in diesem Bereich die Transportbahn 1.

In Transportrichtung 9 liegt mit Abstand hinter dem Werkzeug 5 das Werkzeug 6, das drehfest auf einer horizontalen Spindel sitzt, die im Bereich oberhalb der Transportbahn 1 angeordnet ist. Mit dem Werkzeug 6 wird die Oberseite der Werkstücke bearbeitet, beispielsweise geradegehobelt. Mit geringem Abstand vor und hinter dem Werkzeug 6 befinden sich Andruckelemente 13, 14, mit denen das Werkstück während der Bearbeitung durch das Werkzeug 6 gegen die Transportbahn 1 in bekannter Weise gedrückt wird.

Das Werkzeug 7 und eine Tischwalze 8 sind im Bereich unterhalb der Transportbahn 1 auf horizontalen Spindeln angeordnet.

Auf der Kehlmaschine lassen sich die unterschiedlichsten Bearbeitungen der Werkstücke in einfacher Weise durchführen. Sind die Werkzeuge 3 bis 7 entsprechend den Fig. 1 und 2 eingestellt, werden die Werkstücke, die längs des in Transportrichtung 9 sich erstreckenden Anschlages 10, 16 transportiert werden, zunächst mit dem Werkzeug 4 an ihrer Unterseite geradegehobelt. Unmittelbar anschließend wird mit dem Werkzeug 4 die in Transportrichtung 9 rechts liegende Längsseite des Werkstückes geradegehobelt. Mit dem linken Werkzeug 5 wird die in Transportrichtung 9 liegende linke Längsseite des Werkstückes geradegehobelt und damit die fertige Werkstückbreite bestimmt. Mit dem nachfolgenden Werkzeug 6 wird die Oberseite und mit dem Werkzeug 7 nochmals die Unterseite des Werkstückes bearbeitet.

Die Werkzeuge 4 bis 7 können Profilwerkzeuge sein und Profilmesser tragen, die eine gewünschte Profilgebung haben. Damit werden die entsprechenden Seiten des Werkstückes profiliert.

Nach dem Durchgang durch die Kehlmaschine sind die Werkstücke an allen Seiten bearbeitet. Sie werden mit geringem Abstand hintereinander an den verschiedenen Werkzeugen 3 bis 7 vorbeigeführt, welche die entsprechenden Bearbeitungen an den Werkstücken vornehmen.

Dem Werkzeug 5 sind Andruckelemente 17, 18 zugeordnet, die sich jeweils vor und hinter dem Werkzeug befinden und das Werkstück an der gegenüberliegenden Anschlagfläche 16 halten.

Dem Werkzeug 4 gegenüberliegend befindet sich eine Überwachungseinheit 19, die zwei um eine vertikale Achse drehbare Rollen 20, 21, Räder, Walzen oder dergleichen aufweist. Sie stehen in Richtung auf das Werkzeug 4 aus der Überwachungseinheit 19 vor und liegen an der in Transportrichtung 9 linken Längsseite des Werkstückes während dessen Bearbeitung durch das Werkzeug 4 an. Die Drehachsen der Rollen 20, 21 liegen, in Transportrichtung 9 gesehen, vor und hinter der vertikalen Drehachse des Werkzeuges 4. Die Rollen 20, 21 sind um ihre Achsen frei drehbar.

Die Überwachungseinheit 19 ist Teil einer Absaughaube 22, an der auch die Andruckelemente 17,18 vorgesehen sind. Die Rollen 20, 21 sind somit auf die Lage des Werkzeuges 5 eingestellt. Die Überwachungseinheit 19 kann aber auch eine selbständige Baueinheit an der Kehlmaschine sein.

Die Rollen 20, 21 bilden auch Andruckrollen, die das Werkstück an der gegenüberliegenden Anschlagfläche 10,16 halten.

Die Transportwalzen 2 werden in bekannter Weise drehbar angetrieben und sind an einem Träger 23 aufgehängt, der sich in Transportrichtung 9 mit Abstand oberhalb der Transportbahn 1 befindet. Je nach Dicke der zu bearbeitenden Werkstücke kann der Träger 23 mit den Transportwalzen 2 mit unterschiedlichen Abständen zur Transportbahn 1, vorzugsweise zusammen mit dem oberen Werkzeug 6, verstellt werden. Die Transportwalzen 2 können um eine horizontale Achse 24 geschwenkt werden, die an nach unten vom Träger 23 abstehenden Tragelementen 25 vorgesehen sind, um Dickenunterschiede des Werkstückes auszugleichen. Die Transportwalzen 2 sind mit jeweils einem Ausleger 26 auf den Schwenkachsen 24 gelagert. Eine solche Anordnung und schwenkbare Lagerung der Transportwalzen 2 ist bei Kehlmaschinen bekannt und wird darum auch nicht näher beschrieben.

Um einen einwandfreien Transport der Werkstücke durch die Kehlmaschine zu gewährleisten, dürfen die Transportwalzen 2 und die Andruckelemente 13, 14, 17, 18 nicht mit einem zu hohen oder einem zu geringen Druck auf den Werkstücken aufliegen. Bei einem zu hohen Druck der Transportwalzen 2 und der Andruckelemente 13, 14, 17, 18 auf die Werkstücke werden diese zu fest gegen die Transportbahn 1 bzw. den Anschlag 16 gedrückt, so daß die Gefahr besteht, daß die Werkstücke hängen bleiben. Auch bei einem zu geringen Auflagedruck der Transportwalzen 2 auf den Werkstücken besteht die Gefahr, daß die Transportwalzen 2 durchrutschen und die Werkstücke auf der Transportbahn 1 stehen bleiben. Ein zu geringer Druck an den Andruckelementen kann eine schlechte Bearbeitungsqualität zur Folge haben. Außerdem können Unterschiede in der Holzoberflächenbeschaffenheit, in der Holzart und der Rohholzstärke Transportschwierigkeiten verursachen. Aus diesem Grunde ist die Kehlmaschine mit der Überwachungseinheit 19 versehen, die selbsttätig den zum einwandfreien Transport der Werkstücke erforderlichen Anpreßdruck auslöst. Die Drehzahl der Rollen 20, 21 wird mit Sensoren 29 erfaßt, deren Signale einer Regel- und Steuereinheit 28 zugeführt werden.

Mit den (nicht dargestellten) Antrieben werden die Transportwalzen 2 gleichsinnig drehbar angetrieben. Sie können mit einer geriffelten, verzahnten oder gummierten Oberfläche versehen werden, um die Griffigkeit auf den Werkstücken zu erhöhen. Werden die Werkstücke auf der Transportbahn 1 transportiert, liegen die Rollen 20, 21 an der linken Längsseite der Werkstücke an und werden entsprechend gedreht. Die Sensoren 29 erfassen die Drehung der Rollen 20, 21 und senden entsprechende Signale an die Regel- und Steuereinheit 28, welche die Drehzahl mit einer vorgegebenen Soll-Drehzahl vergleicht. Solange die Drehzahl der Rollen 20, 21 oberhalb einer vorgegebenen Drehzahl liegt, werden die Werkstücke ordnungsgemäß transportiert und bearbeitet. Sollte der Anpreßdruck der Transportwalzen 2 und der Andruckelemente 13, 14, 17, 18 zu hoch sein und die Werkstücke zu stark gegen die Transportbahn 1 und den Anschlag 10, 16 gedrückt werden, beginnen die Transportwalzen 2 durchzurutschen und die Drehzahl der Rollen 20, 21 abzunehmen. Dies wird von den Sensoren 29 erkannt, die entsprechende Ist- Signale an die Regel- und Steuereinheit 28 senden. Sinkt die Drehzahl der Rollen 20, 21 unter einen vorgegebenen Sollwert, sendet die Regel- und Steuereinheit 28 entsprechende Regelsignale an die Druckregeleinheiten 15, die den jeweiligen Druck so weit verringern, daß die Werkstücke wieder mit der erforderlichen Geschwindigkeit transportiert werden. Dementsprechend nimmt die Drehzahl der Rollen 20, 21 zu. Die Sensoren 29 senden entsprechende Signale an die Regel- und Steuereinheit 28. Sobald die Drehzahl der Rollen 20, 21 einen vorgegebenen Sollwert wieder erreicht hat, wird die Druckverringerung beendet und gegebenenfalls wieder die Standardwerte eingestellt, indem die Regel- und Steuereinheit 28 entsprechende Signale an die Druckregeleinheiten 15 liefert.

Ist umgekehrt der Anpreßdruck der Transportwalzen 2 zu gering und wird das Werkstück nicht oder nur mit einer unzureichenden Geschwindigkeit transportiert, wird dies von den Sensoren 29 der Rollen 20, 21 ebenfalls erfaßt. Die Sensoren 29 liefern entsprechende Signale an die Regel- und Steuereinheit 28, die dementsprechend die Druckregeleinheiten 15 so regelt bzw. steuert, daß die Transportwalzen 2 mit dem erforderlichen Anpreßdruck am Werkstück anliegen. Sobald der Anpreßdruck der Transportwalzen 2 auf die Werkstücke ausreichend hoch und die Werkstücke dementsprechend mit der erforderlichen Geschwindigkeit auf der Transportbahn 1 transportiert werden, nimmt dementsprechend die Drehzahl der Rollen 20, 21 zu. Die von den Sensoren 29 gelieferten Signale veranlassen die Regel- und Steuereinheit 28, ein entsprechendes Stoppsignal an die Druckregeleinheiten 15 zu senden.

Die Fig. 1 und 2 zeigen die Möglichkeit, anstelle der Überwachungseinheit 19 eine Überwachungseinheit 19' in der Kehlmaschine vorzusehen. Diese Überwachungseinheit 19' hat frei drehbare Rollen oder Räder 30, die auf den Wellen 31 der Transportwalzen 2 sitzen. Diese Räder 30, die scheibenförmig ausgebildet sind, haben gleichen Durchmesser wie die Transportwalzen 2, die drehfest auf den Wellen 31 sitzen. Beim Transport der Werkstücke liegen somit die frei drehbaren Räder 30 auf den Werkstücken auf. Jedem Rad 30 ist ein Sensor 27 (Fig. 1) zugeordnet, mit dem die Drehung der Räder 30 erfaßt werden kann. Diese Sensoren 27 sind an die Regel- und Steuereinheit 28 angeschlossen.

Die Überwachungseinheit 19' arbeitet in gleicher Weise wie die Überwachungseinheit 19. Werden die Werkstücke auf der Transportbahn 1 transportiert, werden die auf den Werkstücken aufliegenden Räder 30 gedreht. Die Sensoren 27 erfassen die Drehung der Räder 30 und senden entsprechende Signale an die Regel- und Steuereinheit 28, welche die Drehzahl mit einer vorgegebenen Soll-Drehzahl vergleicht. Solange die Drehzahl der Räder 30 oberhalb einer vorgegebenen Drehzahl liegt, werden die Werkstücke ordnungsgemäß transportiert und bearbeitet. Sollte der Anpreßdruck der Transportwalzen 2 und der Andruckelemente 13, 14, 17, 18 zu hoch sein und die Werkstücke zu stark gegen die Transportbahn 1 und die Anschläge 10, 16 gedrückt werden, beginnen die Transportwalzen 2 durchzurutschen und die Drehzahl der Räder 30 abzunehmen. Die Sensoren 27 senden entsprechende Signale an die Regel- und Steuereinheit 28. Sinkt die Drehzahl der Räder 30 unter einen vorgegebenen Sollwert, sendet die Regel- und Steuereinheit 28 entsprechende Regelsignale an die Druckregeleinheiten 15, die den jeweiligen Druck so weit verringern, daß die Werkstücke wieder mit der erforderlichen Geschwindigkeit transportiert werden. Dann nimmt die Drehzahl der Räder 30 zu, so daß die Sensoren 27 entsprechende Signale an die Regel- und Steuereinheit 28 senden. Sobald die Drehzahl der Räder 30 einen vorgegebenen Sollwert wieder erreicht hat, wird die Druckverringerung beendet und gegebenenfalls wieder die Standardwerte eingestellt, indem die Regel- und Steuereinheit 28 entsprechende Signale an die Druckregeleinheiten 15 liefert.

Ist der Anpreßdruck der Transportwalzen 2 zu gering und wird das Werkstück nicht oder nur mit einer unzureichenden Geschwindigkeit transportiert, wird dies aufgrund der abnehmenden Drehzahl der Räder 30 von den Sensoren 27 erfaßt. Sie liefern entsprechende Signale an die Regel- und Steuereinheit 28, die dementsprechend die Druckregeleinheiten 15 so regelt bzw. steuert, daß die Transportwalzen 2 mit dem erforderlichen Anpreßdruck auf dem Werkstück aufliegen. Ist der Anpreßdruck auf die Werkstücke ausreichend hoch und werden sie dementsprechend mit der erforderlichen Geschwindigkeit auf der Transportbahn 1 transportiert, nimmt die Drehzahl der Räder 30 zu. Die von den Sensoren 27 gelieferten Signale veranlassen die Regel- und Steuereinheit 28, ein entsprechendes Stoppsignal an die Druckregeleinheiten 15 zu senden.

Die Kehlmaschine kann selbstverständlich auch beide Überwachungseinheiten 19 und 19' enthalten. Ebenso ist es möglich, zusätzlich oder anstelle dieser Überwachungseinheiten die Räder bzw. Rollen, die beim Transport an den Werkstücken zur Anlage kommen, sowie die zugehörigen Sensoren an jeder geeigneten Stelle in der Kehlmaschine vorzusehen, beispielsweise im Anschlag oder im Maschinentisch.

Die Sensoren und Räder bzw. Rollen sind für sich bekannt.

Die beschriebene Regelung des Anpreßdruckes auf die Werkstücke erfolgt selbstverständlich erst dann, wenn sich in der Kehlmaschine ein Werkstück befindet. Dementsprechend wird (werden) die Überwachungseinheit(en) erst dann freigeschaltet, wenn an deren Position ein Werkstück in die Kehlmaschine gelangt ist. Entsprechende Einrichtungen, wie Lichtschranken, Näherungsschalter oder dergleichen können für diese Zwecke eingesetzt werden. Erst wenn sie ein entsprechendes Signal abgeben, werden die Überwachungseinheiten freigegeben, so daß sie in der beschriebenen Weise die Geschwindigkeit der Werkstücke in der Kehlmaschine überwachen können.

Auf die beschriebene Weise kann sehr einfach die zum störungsfreien Betrieb der Kehlmaschine erforderliche Transportgeschwindigkeit der Werkstücke auf der Transportbahn 1 überwacht werden. Es besteht darum nicht die Gefahr, daß die Werkstücke in der Kehlmaschine beispielsweise infolge zu hohen oder zu geringen Anpreßdruckes hängen bleiben.

Die von den Sensoren 27 bzw. 29 an die Regel- und Steuereinheit 28 gesandten Signale können auch dazu herangezogen werden, den Träger 23 mit den Transportwalzen 2 in der Höhe zu verstellen. Die Regel- und Steuereinheit 28 sendet entsprechende Steuersignale an eine (nicht dargestellte) Verstelleinrichtung für den Träger 23. So können die Transportwalzen 2 beispielsweise stärker auf das Werkstück verstellt werden, falls es notwendig ist.

Ebenso ist es möglich, auch die Andruckelemente durch entsprechende Signale der Regel- und Steuereinheit 28 vom Werkstück notfalls abzuheben.

Es ist auch möglich, zur Überwachung der Transportgeschwindigkeit Sensoren einzusetzen, die direkt die Geschwindigkeit des Werkstückes messen, d. h. nicht über vom Werkstück angetriebene Rollen.

Weiterhin kann auch die Antriebsleistung des Vorschubmotors für die Transportwalzen 2, vorzugsweise der Motorstrom des Vorschubmotors, während des Durchlaufes der Werkstücke gemessen und als zusätzlicher Parameter in der Regel- und Steuereinheit 28 verarbeitet werden. Ein Ansteigen des Motorstroms deutet wie die Verringerung der Drehzahl auf Transportschwierigkeiten hin.


Anspruch[de]
  1. 1. Kehlmaschine mit einer Transportbahn, auf der Werkstücke aus Holz, Kunststoff und dergleichen transportierbar sind, die mittels einer Transporteinrichtung an Werkzeugen vorbei geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehlmaschine mindestens eine Überwachungseinrichtung (19, 19') aufweist, mit der die Transportgeschwindigkeit der Werkstücke auf der Transportbahn (1) überwacht wird.
  2. 2. Kehlmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (19, 19') wenigstens einen Fühler (20, 21; 30) aufweist, der die Transportgeschwindigkeit der Werkstücke erfaßt.
  3. 3. Kehlmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (20, 21; 30) ein Rad ist, das an einer Seite der Werkstücke während deren Transport durch die Kehlmaschine anliegt.
  4. 4. Kehlmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rad (20, 21; 30) um eine quer, vorzugsweise senkrecht zur Transportrichtung (9) der Werkstücke liegende Achse drehbar ist.
  5. 5. Kehlmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fühler (20, 21; 30) ein Sensor (27, 29) zugeordnet ist, der die Drehgeschwindigkeit des Fühlers (20, 21; 30) erfaßt.
  6. 6. Kehlmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (19) einen Träger (22) aufweist, an dem der Fühler (20, 21) gelagert ist.
  7. 7. Kehlmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (22) quer, vorzugsweise senkrecht zur Transportrichtung (9) der Werkstücke verstellbar ist.
  8. 8. Kehlmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (22) Teil einer Absaughaube ist.
  9. 9. Kehlmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (2, 23) angetriebene Transportwalzen (2) aufweist, die auf den Werkstücken aufliegen.
  10. 10. Kehlmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (30) auf einer Welle (31) der Transportwalzen (2) frei drehbar gelagert ist.
  11. 11. Kehlmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (30) gleichen Durchmesser wie die auf derselben Welle (31) drehfest mit ihr verbundene Transportwalze (2) hat.
  12. 12. Kehlmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (27, 29) an eine Regel/Steuereinheit (28) angeschlossen ist.
  13. 13. Kehlmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß an die Regel/Steuereinheit (28) die Transporteinrichtung (2, 23) angeschlossen ist.
  14. 14. Kehlmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßdruck der Transportwalzen (2) und von Andruckelementen (13, 14, 17, 18) in Abhängigkeit von Signalen der Regel/Steuereinheit (28) einstellbar ist.
  15. 15. Kehlmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (19') einem Werkzeug (4) quer zur Transportrichtung (9) der Werkstücke gegenüberliegt.
  16. 16. Kehlmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (19') Teil einer Absaughaube (22) ist.
  17. 17. Kehlmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (30) der Überwachungseinrichtung (19') ein Andruckelement ist.






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