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Dokumentenidentifikation EP0718171 01.07.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0718171
Titel Wankbegrenzer
Anmelder ABB Daimler-Benz Transportation (Technology) GmbH, 13627 Berlin, DE
Erfinder Rösler, Jörg, Dipl.-Ing., D-90537 Feucht, DE;
Weeger, Engelbert, Dipl.-Ing., D-90441 Nürnberg, DE
DE-Aktenzeichen 59506026
Vertragsstaaten AT, CH, DE, FR, LI
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 05.12.1995
EP-Aktenzeichen 951191105
EP-Offenlegungsdatum 26.06.1996
EP date of grant 26.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.07.1999
IPC-Hauptklasse B61F 5/24
IPC-Nebenklasse B61D 3/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wankbegrenzer für die Begrenzung von Wankausschlägen von Wagenkästen.

Wankbegrenzer in Form von Rückstellmomente erzeugenden Torsionsstäben mit endseitigen, bei einer Relativneigung von Wagenkasten und Fahrwerk gegensinnig verdrehten Betätigungshebeln sind bei Schienenfahrzeugen mit Luftfedern, wie dem "IC-Experimental" der Deutschen Bundesbahn, bekannt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Wankbegrenzer zu schaffen, der Wankbewegungen zuläßt, diese jedoch auf ein bestimmtes Maß begrenzt und der auch nachträglich einfach einzubauen ist.

Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmalen gelöst. Fortbildungen und vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen umfaßt.

Erfindungsgemäß sind im oberen Bereich des Portals zwischen zwei Wagenkästen zwei Gelenklager angeordnet, wobei ein erstes Gelenklager an einer Konsole des erstens Wagenkastens und ein zweites Gelenklager im wesentlichen horizontal und seitlich versetzt zu dem ersten Gelenklager an einer Konsole des zweiten Wagenkastens angeordnet ist. An dem ersten Gelenklager ist in einem Lagerbock eine Gleitbuchse quer zur Längsachse des Wagenkastens angeordnet, in der eine Schubstange gleitend geführt ist, die an ihrem einen Ende mit dem zweiten Gelenklager verbunden ist. Auf der Schubstange sind auf beiden Seiten neben dem Lagerbock Federelemente mit Anschlägen für diese angeordnet.

Die Federelemente weisen vorteilhafterweise eine stark progressive Kennlinie auf, wodurch auf einen relativ guten Wankbetrieb in den ersten zwei Dritteln des Gesamtwegs im letzten Drittel die Federkraft stark ansteigt und so den Ausschlag relativ sanft beendet.

Die Federelemente sind vorteilhafterweise unter Vorspannung eingesetzte Gummihohlfedern. Die Gelenklager sind elastische Kugellager, vorzugsweise Festlager.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen beispielhaft näher beschrieben. Dabei zeigen:

  • Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Portal mit Wankbegrenzung;
  • Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A - A der Fig. 1;
  • Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie C - C der Fig. 1.

Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein Portal zwischen zwei Wagenkästen 1, 2. Am ersten Wagenkasten 1 ist mittig eine Konsole 3 angeordnet, die eine erste Gelenklagerung 5 trägt. Diese Gelenklagerung besteht aus einem Kugelzapfen 15, der als Festlager auf einem Bolzen 15' angeordnet ist, der fest mit der Konsole 3 verbunden ist. Mit der Lagerschale 16 des Gelenklagers 5 ist, auf der der Konsole entgegengesetzten Seite, eine Halterung 18 für eine Abdeckung 17 verbunden. Mit der Lagerschale 16, bzw. mit der diese tragenden Halterung 16' ist ein Lagerbock 9 verschweißt. Der Lagerbock 9 trägt eine Gleitbuchse 10, die horizontal und quer zu der Längsachse des Wagenkastens 1 angeordnet ist. In der Gleitbuchse 10 ist eine Schubstange 8 gleitend geführt, die an ihrem einen Ende mit einem zweiten Gelenklager 6 verbunden ist, das, seitlich und horizontal versetzt zu dem ersten Gelenklager 5 an einer Konsole 4 des zweiten Wagenkastens 2 angeordnet ist. Neben dem Lagerbock 9 sind auf beiden Seiten Gummihohlfedern 11, 12 auf die Schubstange 8 gesteckt und durch Anschläge 13, 14 die fest mit der Schubstange 8 verbunden sind, unter Vorspannung gehalten.


Anspruch[de]
  1. Wankbegrenzer für die Begrenzung von Wankausschlägen von Wagenkästen,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß im oberen Bereich des Portals zwischen zwei Wagenkästen (1, 2) zwei Gelenklager (5, 6) angeordnet sind,

    wobei ein erstes Gelenklager (5) an einer Konsole (3) des erstens Wagenkastens (1) und ein zweites Gelenklager (6) im wesentlichen horizontal und seitlich versetzt zu dem ersten Gelenklager (5) an einer Konsole (4) des zweiten Wagenkastens (2) angeordnet ist, daß an dem ersten Gelenklager (5) in einem Lagerbock (9) eine Gleitbuchse (10) quer zur Längsachse des Wagenkastens angeordnet ist,

    daß in der Gleitbuchse (10) eine Schubstange (8) gleitend geführt ist, die an ihrem einen Ende mit dem zweiten Gelenklager (6) verbunden ist,

    und daß auf der Schubstange (8) auf beiden Seiten neben dem Lagerbock (9) Federelemente mit Anschlägen für diese angeordnet sind.
  2. Wankbegrenzer nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Federelemente eine stark progressive Kennlinie aufweisen.
  3. Wankbegrenzer nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Federelemente unter Vorspannung eingesetzt sind.
  4. Wankbegrenzer nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Federelemente Gummihohlfedern (11, 12) sind.
  5. Wankbegrenzer nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Gelenklager elastische Kugellager sind.
  6. Wankbegrenzer nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Gelenklager Festlager sind.






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