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Dokumentenidentifikation DE19821028C1 19.08.1999
Titel Fadenklemmvorrichtung für Figurschußfäden bei Jacquardmaschinen
Anmelder Mageba Textilmaschinen GmbH & Co., 54470 Bernkastel-Kues, DE
Erfinder Stang, Hans-Peter, 54470 Bernkastel-Kues, DE;
Steinbach, Lorenz, 54470 Bernkastel-Kues, DE
Vertreter Serwe, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 54290 Trier
DE-Anmeldedatum 11.05.1998
DE-Aktenzeichen 19821028
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.08.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.08.1999
IPC-Hauptklasse D03D 47/34
IPC-Nebenklasse D03C 3/42   
Zusammenfassung Figurschußfäden, z. B. an Jacquard-Webmaschinen werden nur entsprechend der figürlichen Ausgestaltung des Gewebes von Zeit zu Zeit eingetragen. Während der Zeit des Stillstandes werden die Figurschußfäden unter Spannung gehalten und entsprechend der Anforderung freigegeben. Bekannt sind dazu Fadenklemmvorrichtungen, die durch Fadenspannungsunterschiede im Figurschußfaden gesteuert sind.
Zur Erzielung eines gleichmäßigeren Gewebeaufbaus und zur Vermeidung von Beschädigungen der Figurschußfäden durch die Klemmvorrichtung wird vorgeschlagen, die Fadenklemmvorrichtung über die Harnischschnur bzw. über die zugeordnete Figurschußfadenschlitze zu steuern.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fadenklemmvorrichtung für Figurschußfäden bei Jacquardmaschinen.

Diese Figurschußfäden, wie sie z. B. an Jacquard-Webmaschinen vorkommen, werden nur entsprechend der figürlichen Ausgestaltung des Gewebes von Zeit zu Zeit eingetragen. Während der Zeit des Stillstandes muß jedoch der Figurschußfaden unter Spannung gehalten werden und darf lediglich auf Anforderung freigegeben werden.

Bei den bislang bekannten derartigen Klemmvorrichtungen für die Figurschußfäden ist eine Fadenführung so angeordnet, daß beim Abziehen von Faden die Klemmeinrichtung unwirksam und beim Nachlassen der Fadenspannung des Figurschußfadens um einen vorbestimmten Betrag wirksam ist. Diese aufgrund der Fadenspannungsunterschiede des Figurschußfadens wirkende Klemmvorrichtung führt zu einer starken mechanischen Beanspruchung des Figurschußfadens. Die Erfahrung zeigt weiterhin, daß durch die auftretenden unterschiedlichen Fadenspannungen im Figurschußfaden das hergestellte Gewebe ungleichmäßig ist, z. B. einen ungleichen Kantenaufbau aufweist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Fadenklemmvorrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, die bei geringer mechanischer Belastung des Figurschußfadens eine genaue Einführung des Figurschußfadens bei gleichbleibender Spannung gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Fadenklemmvorrichtung über die Harnischschnur der zugeordneten Figurschußfadenlitze gesteuert ist.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Klemmvorrichtung eine federbelastete Klemmplatte zum Festlegen des Figurschußfadens auf, die über einen Seilzug oder dergleichen mit der Harnischschnur der zugeordneten Figurschußfadenlitze verbunden ist. Vorteilhaft wirkt die Klemmplatte mit einem schwenkbaren Hebel zusammen, dessen eines Ende über einen Seilzug oder dergleichen mit der Harnischschnur der zugeordneten Figurschußfadenlitze verbunden ist.

Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform weist die Klemmvorrichtung eine federbelastete Klemmplatte zum Festlegen des Figurschußfadens auf, die durch einen Elektromagneten in Freigabestellung bewegbar ist, wobei der Elektromagnet durch die elektronische Steuerung der Harnischschnur der zugeordneten Figurschußfadenlitze gesteuert ist.

Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine mechanisch betätigte Fadenklemmvorrichtung in Klemmstellung,

Fig. 2 die Fadenklemmvorrichtung nach Fig. 1 in Freigabestellung,

Fig. 3 eine elektronisch betätigte Fadenklemmvorrichtung in Klemmstellung und

Fig. 4 die Fadenklemmvorrichtung nach Fig. 3 in Freigabestellung.

Nach den Fig. 1 bis 4 wird ein Figurschußfaden 1 in bekannter Weise über eine Figurschußfadenlitze 2 eingeführt. Die Figurschußfadenlitze 2 wird in bekannter Weise über eine Harnischschnur 3 einer Jacquardmaschine 4 bewegt, wobei die Steuerung der Harnischschnur 3 in der Regel auf elektronische Weise erfolgt.

Nach den Fig. 1 bis 4 besteht die Klemmvorrichtung aus einer federbelasteten Klemmplatte 5, die mit einer Gegendruckplatte 6 zusammenwirkt.

Wie die Fig. 1 bis 3 zeigen, preßt die federbelastete Klemmplatte 5 in Klemmstellung den Figurschußfaden 1 auf die Gegendruckplatte 6, so daß der Figurschußfaden 1 gehalten ist.

Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, ist mit der federbelasteten Klemmplatte 5 ein schwenkbarer Hebel 7 verbunden, dessen eines Ende über einen Seilzug 8 mit der Harnischschnur 3 der zugeordneten Figurschußfadenlitze 2 verbunden ist. Wird die Harnischschnur 3 von der Jacquardmaschine angesteuert und so der Seilzug 8 gezogen, so wird der Hebel 7 gleichfalls in die in Fig. 2 dargestellte Stellung bewegt, so daß der Figurschußfaden 1 freigegeben ist.

Bei der Ausführungsform der Klemmvorrichtung nach den Fig. 3 und 4 ist die Klemmplatte 5 mit einem Elektromagneten 9 verbunden, der durch den Steuerungsimpuls der Jacquardmaschine 4 für die Harnischschnur 3 der zugeordneten Figurschußfadenlitze 2 gesteuert ist.

Die vorgeschlagene Lösung hat den Vorteil, daß dann, wenn die Figurschußfadenlitze 2 über die zugeordnete Harnischschnur 3 durch die Jacquardmaschine betätigt wird, gleichzeitig auch die Klemmvorrichtung betätigt wird und freigegeben wird, so daß der Figurschußfaden 1 ungehindert ohne die Fadenspannung zu verändern in das Gewebe eintreten kann. Dies ist nicht nur für einen Eintragsschuß möglich, sondern auch für mehrere Schußeintragungen hintereinander. Da die Steuerung der erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung unabhängig von der Fadenspannungsveränderung des Figurschußfadens 1 ist, bleibt die vorgegebene Fadenspannung stets gleich, so daß ein gleichmäßiger Gewebeaufbau, insbesondere der Kanten, gewährleistet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Fadenklemmvorrichtung für Figurschußfäden bei Jacquardmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemmvorrichtung (5, 6) über die Harnischschnur (3) der zugeordneten Figurschußfadenlitze (2) gesteuert ist.
  2. 2. Fadenklemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemmvorrichtung (5, 6) eine federbelastete Klemmplatte (5) zum Festlegen des Figurschußfadens (1) aufweist, die über einen Seilzug (8) oder dergleichen mit der Harnischschnur (3) der zugeordneten Figurschußfadenlitze (2) verbunden ist.
  3. 3. Fadenklemmvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte (5) mit einem schwenkbaren Hebel (7) zusammenwirkt, dessen eines Ende über einen Seilzug (8) oder dergleichen mit der Harnischschnur (3) der zugeordneten Figurschußfadenlitze (2) verbunden ist.
  4. 4. Fadenklemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemmvorrichtung (5, 6) eine federbelastete Klemmplatte (5) zum Festlegen des Figurschußfadens (1) aufweist, die durch einen Elektromagneten in Freigabestellung bewegbar ist, wobei der Elektromagnet (9) durch die elektronische Steuerung der Harnischschnur (3) der zugeordneten Figurschußfadenlitze (2) gesteuert ist.






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