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Dokumentenidentifikation DE19849860A1 02.09.1999
Titel Gerät zum Erwärmen von Wasser, insbesondere Warmwasserheizkessel
Anmelder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Erfinder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Vertreter Depmeyer, L., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., 30823 Garbsen
DE-Anmeldedatum 29.10.1998
DE-Aktenzeichen 19849860
Offenlegungstag 02.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.1999
IPC-Hauptklasse F24H 9/16
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einem Gerät zum Erwärmen von Wasser, insb. jedoch von einem Warmwasserheizkessel, mit einer Verbrennungskammer im Oberteil des Gerätes und darunter befindlichen Wärmetauschern, wobei sich unten im Gerät eine Sammelwanne für das Kondensat und ferner eine Neutralisationseinrichtung für das Kondensat befindet, der auch das in der Abgasleitung anfallende Kondensat zugeleitet wird. Um die bekannten Schubladen für die Neutralisationseinrichtung als außerhalb des Gerätes befindliche Vorrichtung überflüssig zu machen, ist erfindungsgemäß die Neutralisationseinrichtung innerhalb der Sammelwanne angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Erwärmen von Wasser, insb. Warmwasserheizkessel, mit einer Verbrennungskammer im Oberteil des Gerätes und darunter befindlichen Wärmetauschern, wobei sich unterhalb eines unten gelegenen Wärmetauschers eine Sammelwanne für das im Gerät anfallende Kondensat und ferner eine Neutralisationseinrichtung für das Kondensat befindet, der auch das in der Abgasleitung des Gerätes anfallende Kondensat zuführbar ist

Bei den bekannten Geräten dieser Art befindet sich die Neutralisationseinrichtung unterhalb der Sammelwanne für das Kondensat; diese Einrichtung ist als Schublade ausgeführt, die das der Neutralisation dienende Mittel aufnimmt und von der Vorderseite des Gerätes her bedienbar ist. Das in der Sammelwanne anfallende Kondensat steht dabei über einen Überlauf bzw. einen damit zusammenwirkenden Geruchsverschluß mit dem Behälter für die Neutralisation in Verbindung.

Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die bekannten, schnell herausziehbaren und wieder einführbaren Schubladen einen besonderen Aufwand darstellen, zumal sie einen eigenen Aufnahmeraum haben müssen. Zudem erfordern sie im Regelfalle eine zusätzliche Abdeckung und einen eigenen Abfluß für das neutralisierte Medium. Es versteht sich, daß unter diesen Voraussetzungen auch ein erhöhter Platzbedarf erforderlich wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erwähnten Nachteile zu vermeiden, um so auf eine Schublade verzichten zu können.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß die Neutralisationseinrichtung innerhalb der Sammelwanne angeordnet. Für die Neutralisationseinrichtung wird somit nicht mehr ein zusätzlicher Raum bzw. eine außerhalb des Gerätes befindliche Vorrichtung benötigt, vielmehr wird das Vorhandensein einer Sammelwanne ausgenutzt, um einerseits das Kondensat zu sammeln und andererseits die erwünschte Neutralisation herbeizuführen.

Zweckmäßigerweise wird dabei unterhalb des ganz unten im Gerät liegenden Wärmetauschers ein Leitblech angeordnet, das das Kondensat mit Vorteil im wesentlichen an die Stelle innerhalb des Gerätes leitet, an der auch das aus der Abgasleitung kommende Kondensat anfällt.

Das aus dem Gerät und der Abgasleitung kommende Kondensat wird dann durch die Neutralisationseinrichtung geführt und kann dann vorzugsweise an der Seite ggfs. über einen Geruchsverschluß abgeleitet werden, die der Abgasleitung an der Rückseite des Gerätes gegenüberliegt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen

Fig. 1 einen senkrechten Teilschnitt durch einen schematisch wiedergegebenen Warmwasserheizkessel und

Fig. 2 einen abgewandelten Kessel in Teilseitenansicht, ebenfalls im Teilschnitt.

In einem im wesentlichen quaderförmigen, meist gut isolierten Gehäuse 1 mit Vorderwand 2, Rückwand 3 und Boden 4 befindet sich im Oberteil die Verbrennungskammer 5 mit einem durch Gas oder Öl betriebenen Brenner 6. Die Verbrennungskammer 5 befindet sich insg. in einem Wärmetauscher 7, dem das kalte Wasser bei 8 zugeführt wird. Bei 9 wird das erwärmte Wasser abgezogen.

Unterhalb des Wärmetauschers 7 ist ein weiterer Wärmetauscher 10 montiert, dem Verbrennungsluft bei 11 zugeleitet wird. Die erwärmte Luft gelangt über eine Leitung 12 zum Brenner 6, der in bekannter Weise über ein Gebläse verfügt.

Das Innere des Gerätes wird nach unten durch eine Kondensatkammer 13 abgeschlossen. In dieser befindet sich ein schräg nach hinten unten zur Rückwand 3 hin gerichtetes Leitblech 14 für das sich im Gerät ansammelnde Kondensat. Das Leitblech 14 hat im Bereich der Rückwand 3 eine Ausnehmung 15, durch die das Kondensat nach unten in die Neutralisationseinrichtung 16 abfließen kann.

Diese Einrichtung wird nach unten hin vom Boden 4 begrenzt, jedoch erstrecken sich wechselseitig vom Boden 4 einerseits und vom Leitblech 14 andererseits wechselseitig senkrechte Wände 16', um so das Kondensat durch das durch eine Schraffur angedeutete Neutralisationsmittel - meist ein Granulat - durch dieses Mittel hindurchzuführen.

Im Bereich der Vorderwand 2 des Gerätes ist im Boden 4 eine Aussparung 4' vorgesehen, von der aus das neutralisierte Kondensat ggfs. über einen Geruchverschluß einer Abflußleitung zugeführt werden kann, die mit 17 bezeichnet ist. Dabei ist es zweckmäßig, bei der in Strömungsrichtung des Kondensats vorne liegende Abteilung 18 und die unterhalb der Aussparung 16 befindliche Abteilung 19 von Neutralisationsmitteln freizuhalten.

Da sich der Austritt 20 der Abgase nahe oberhalb der Ausnehmung 15 befindet, kann auch das in der Abgasleitung anfallende Kondensat der Neutralisationseinrichtung 16 im Sinne des Pfeiles 21 zugeleitet und im übrigen so behandelt werden wie das im Gerät anfallende Kondensat.

Die vorerwähnte Einrichtung ist über die meist entfernbaren bzw. klappbaren Seitenwände des Gerätes zugänglich.

Die erfindungsgemäße Anordnung und Ausbildung der Neutralisationseinrichtung 16 hat den Vorteil, daß sich besondere Vorrichtungen außerhalb des Gehäuses 1 erübrigen. Zudem ergibt sich eine Platzersparnis und ggfs. eine bessere Reaktion des Neutralisationsmittels innerhalb des warmen Gehäuses 1.

Bei der Ausführung gemäß Fig. 1 weist das Leitblech 14 nur an seinem der Rückwand 3 bzw. dem Austritt 20 zugekehrten Ende eine Ausnehmung 15 auf, durch die das vom Leitblech 14 kommende Kondensat nach unten hin abfließen kann. Demgegenüber ist gemäß Fig. 2 vorgesehen, auch an dem Endbereich des Leitbleches 14 eine Durchbrechung 22 anzuordnen, der dem Austritt 20 bzw. der Ausnehmung 15 abgekehrt ist. Die Durchbrechung 22 hat dabei die Aufgabe, einen Teil der Abgase in die zur Aufnahme der Neutralisationsmittel dienende Kammer, insb. in die Abteilung 18 einzuleiten. Da die dort eingeleiteten Abgase wegen eines Geruchsverschlusses nicht in die Abflußleitung 17 eindringen können, streichen sie über die Neutralisationseinrichtung 16, wozu die Wände 16 Löcher 23 erhalten. Der Teilfluß der Abgase ist mit den Pfeilen 24 angezeigt. Die beiden Ströme der Abgase haben den Vorteil, daß sich insg. die Geschwindigkeit der Abgase verringert und zudem auch noch eine zusätzliche Abkühlung des unten gelegenen Teilstromes eintritt. Dadurch wird die Kondensation verbessert.

Um zu verhindern, daß über die Durchbrechung 22 Kondensat unmittelbar in die Abteilung 18 gelangen kann, ist es zweckmäßig, wenn die Durchbrechung 22 von einem umlaufenden, nach oben gerichteten Kragen 25 umschlossen ist, der gewissermaßen einen Abschlußdeich bildet.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum Erwärmen von Wasser, insb. Warmwasserheizkessel, mit einer Verbrennungskammer im Oberteil des Gerätes und darunter befindlichen Wärmetauschern, wobei sich unterhalb eines unten gelegenen Wärmetauschers eine Sammelwanne für das im Gerät anfallende Kondensat und ferner eine Neutralisationseinrichtung für das Kondensat befinden, der auch das in der Abgasleitung anfallende Kondensat zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Neutralisationseinrichtung (16) in der Sammelwanne (Kondensatkammer 13) angeordnet ist.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Neutralisationseinrichtung (16) ein Leitblech (14) für das Kondensat angeordnet ist, durch das das Kondensat in den Bereich der Stelle des Gehäuse (1) für das Gerät geleitet wird, an der die Abgase das Gehäuse (1) verlassen.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (14) zur Rückwand (3) des Gehäuses (1) abfällt, durch die die Abgase abgeführt werden.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neutralisationseinrichtung (16) wechselseitig vom Boden des Gehäuses (1) und vom Leitblech (14) ausgehende Wandungen (16') aufweist, zwischen denen das Neutralisationsmittel angeordnet ist.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß von den Wandungen (16') Abteilungen gebildet sind, wobei die erste und die letzte Abteilung (18, 19) von Neutralisationsmitteln praktisch frei ist.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Auslauf (17) für das neutralisierte Kondensat im Bereich der Vorderwand (2) des Gehäuses (1) für das Gerät befindet.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (14) in dem Endbereich eine Durchbrechung (22) für Abgase aufweist, der der Abgasableitstelle abgekehrt ist.
  8. 8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Durchbrechung (22) geführten Abgase über die Neutralisationseinrichtung (16) durch das Leitblech (14) zum Austritt (20) der Abgase aus dem Gerät leitbar sind.
  9. 9. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechung von einem umlaufenden, nach oben gerichteten Kragen (25) umschlossen ist.
  10. 10. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei geneigter Anordnung des Leitbleches (14) sich die Durchbrechung praktisch an der höchsten Stelle des Leitbleches (14) befindet.
  11. 11. Gerät nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Abgase oberhalb und ein anderer Teil der Abgase unterhalb des Leitbleches (14) zum Austritt (20) der Abgase geführt ist.






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