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Dokumentenidentifikation DE19705437C2 09.09.1999
Titel Güllepumpstation
Anmelder Zunhammer, Sebastian, Dipl.-Ing. (FH), 83301 Traunreut, DE
Erfinder Zunhammer, Sebastian, Dipl.-Ing. (FH), 83301 Traunreut, DE
DE-Anmeldedatum 13.02.1997
DE-Aktenzeichen 19705437
Offenlegungstag 03.09.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse A01C 3/02
IPC-Nebenklasse F04B 53/08   A01C 23/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Pumpstation zum Fördern von Gülle gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Derartige Pumpstationen sind im allgemeinen mobil, das heißt, sie werden als Anhänger hinter einem Schlepper zum Einsatzort transportiert, oder sie werden als Pumpeinheit an der Dreipunktaufnahme eines Schleppers montiert und an ihren Einsatzort befördert. Die Pumpstationen werden im allgemeinen über einen Zapfwellenantrieb betrieben, wobei über die Zapfwelle üblicherweise eine Hydraulikpumpe angetrieben wird, mittels der die Förderpumpen für die Gülle angetrieben werden (s. bspw. Fa. Hugo Vogelsang GmbH, Essen, Prospekt "Rota-Cut").

Die Güllepumpstation kann sowohl mit Hilfe einer genormten Dreipunktaufnahme an einem Schlepper montiert werden, als auch als landwirtschaftlicher Anhänger an landwirtschaftlichen Zugfahrzeugen mitgeführt werden. Auch völlig autarke Pumpstationen mit eigenem Hydraulikkreislauf sind bekannt.

Hydraulikantriebe erhitzen das von ihnen geförderte Hydrauliköl, so daß es gekühlt werden muß. Dazu sind Öhlkühler bekannt, in denen das Hydrauliköl zirkuliert und fremdgekühlt werden muß. Dieses kann durch Lüfter erfolgen, die den Ölkühler mit kühlem Luftstrom versorgen.

Kühler für die separate Kühlung des Hydrauliköles sind konstruktiv aufwendig, baulich nicht immer einfach in den Geräten unterzubringen und erfordern auf jeden Fall einen hohen zusätzlichen Aufwand.

Zusätzliche Ölkühler sind zudem räumlich nicht immer einfach in der Anlage unterzubringen und auch leicht Beschädigungen ausgesetzt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einer Güllepumpstation eine Kühlung der zur Förderung der Gülle erforderlichen Hydraulikflüssigkeit zu ermöglichen, ohne daß der bauliche Aufwand ungewöhnlich erhöht werden muß.

Diese Aufgabe wird durch eine Güllepumpstation mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Gülleumfüllstation liegen vor allem darin, daß ohne großen baulichen Aufwand eine Kühlung der Hydraulikflüssigkeit erfolgen kann, und daß die Güllepumpstation einfach aufgebaut sein und autark arbeiten kann.

Anhand eines Ausführungsbeispieles wird die Erfindung mit Hilfe der Zeichnungen noch näher erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Güllepumpstation als Anhänger an einem Schlepper;

Fig. 2 eine Einzelheit aus der Güllepumpstation, darstellend einen Güllezerkleinerer mit Ölkühler;

Fig. 3 eine ummantelte Gülleleitung und

Fig. 4 eine Gülleleitung mit Außentasche.

In Fig. 1 ist eine Güllepumpstation 1 auf einem Anhängeraufbau 2 dargestellt. Der Anhängeraubau 2 ist an einem Schlepper 3 angekoppelt, der über eine Zapfwelle 4 einen Hydraulikmotor 5 der Güllepumpstation 1 antreibt. Der Hydraulikmotor 5 saugt auf seiner Eingangsseite 6 Güllle G an. Die angesaugte Gülle G wird über einen Zerkleinerer 7 gefördert und in eine Ausgangsleitung 8 transportiert. Dabei betreibt der Hydraulikmotor 5 mit Hilfe des hydraulischen Antriebsfluids (Hydrauliköl H) sowohl die Förderpumpe 9 als auch den Zerkleinerer 7 für die Gülle G.

Der Zerkleinerer 7 ist als Einzelheit aus Fig. 1 in Fig. 2 dargestellt. Da dieser an sich bekannt ist, soll hier nur auf die erfindungswesentlichen Bauelemente, hier also den Außenmantel 10 eingegangen werden. Am Außenmantel 10 des Zerkleinerers 7 befindet sich eine Außentasche 11, die unmittelbar auf dem Außenmantel 10 angeschweißt ist. Die Größe der Außentasche 11 wird nach Maßgabe der erforderlichen Kühlung gewählt. Jedenfalls ist eine Wandung des als Außentasche 11 ausgebildeten Behälters der Hydraulikflüssigkeit H integrierter Bestandteil des Gehäuses des Zerkleinerers 7, nämlich dessen Außenmantel 10. Über eine Einlaßleitung He strömt die Hydraulikflüssigkeit H in die Tasche 11 ein, wird dort durch die im Zerkleinerer 7 strömende Gülle G gekühlt, fließt aus einer Auslaufleitung Ha wieder aus und schließt damit den Hydraulikkreislauf wieder.

In gleicher Weise ist ein derartiger Behälter als Innentasche vorstellbar, was hier aber nicht näher erläutert werden muß.

Nun ist die Art der Ummantelung des Güllebehältnisses 8 letztendlich unerheblich, es kommt nur darauf an, daß die Hydraulikflüssigkeit in einem so innigen Kontakt zum Güllebehältnis steht, daß ein wirkungsvoller Temperaturübergang gewährleistet ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Vorratsbehälter für die Hydraulikflüssigkeit gleichzeitig das Wärmetauschergehäuse ist - wie in den Ausführungsbeispielen dargestellt.

Diese Maßnahme wird in ganz besonders vorteilhafter Weise durch die Ausführungsbeispiele gemäß der Fig. 3 und 4 verdeutlicht.

Gemäß Fig. 3 ist die Leitung zur Förderung der Gülle G von einer zylindrischen Ummantelung 12 umgeben. Diese Ummantelung 12 der Gülleleitung 8 ist so ausgestaltet, daß durch den Durchfluß der Gülle G die Hydraulikflüssigkeit H in der Ummantelung 12 entsprechend gekühlt wird. Durch einen Einfüllstutzen E wird die Hydraulikflüssigkeit H in die Ummantelung 12 eingefüllt und dadurch das Hydrauliknetz der Güllepumpstation 1 aufgefüllt. Mittels eines Auslaßstutzens A kann die Hydaulikflüssigkeit wieder aus dem Kreislauf abgelassen werden. Während des Betriebes zirkuliert die Hydraulikflüssigkeit H und strömt über die Einlaßleitung He in die Ummantelung 12 ein, kommt dort mit der Gülleleitung 8 in innigen Kontakt - wird also durch die strömende Gülle G gekühlt - und tritt durch die Auslaßleitung Ha wieder aus der Ummantelung 12 aus.

In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei der eine Außentasche 13 auf die Gülleleitung 8 geschweißt ist. Die Gülle G strömt durch die Gülleleitung 8 und kühlt die in der Außentasche 13 zirkulierende Hydraulikflüssigkeit H. Diese Ausführungsform ist besonders einfach herzustellen, da eine derartige Außentasche 13 an beliebiger Stelle auf der Gülleleitung 8 montiert werden kann.

Grundsätzlich ist es auch nicht erforderlich, daß der als Tasche oder Ummantelung ausgebildete Kühlkörper auf dem von Gülle durchströmten Behältnis aufgeschweißt ist, jede andere geeignete Befestigung ist möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Pumpstation zum Fördern von Gülle (G) mittels Einrichtungen, die von einem unter Druck stehendem fließenden Medium (H) bevorzugt Hydrauliköl, hydraulisch angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium (H) mittels eines Wärmetauschers (11, 12, 13) durch die Gülle (G) gekühlt wird.
  2. 2. Pumpstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher als Vorratsbehälter (11, 12, 13) für das Medium (H) ausgebildet ist und innigen Kontakt mit einem Gülle (G) enthaltenden Behältnis (7, 8) hat.
  3. 3. Pumpstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (11, 12, 13) für das Medium (H) sich unmittelbar an der Wandung des Gülle (G) enthaltenden Behältnisses (7, 8) befindet und mit diesem eine körperliche Einheit bildet.
  4. 4. Pumpstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (11, 12, 13) für das Medium (H) und das Güllebehältnis (7, 8) zumindest eine gemeinsame Wandung aufweisen.
  5. 5. Pumpstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (11) für das Medium (H) sich auf einem Gehäuse eines Zerkleinerers (7) für die Feststoffe enthaltende Gülle (G) befindet.
  6. 6. Pumpstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Vorratsbehälter für das Medium (H) als Tasche (13) an der Wandung eines Gülleleitungsrohres (8) befindet.
  7. 7. Pumpstation nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Tasche (13) an der Innen- oder Außenwandung des Gülleleitungsrohres (8) befindet.
  8. 8. Pumpstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (12) für das Medium (H) ein Gülleleitungsrohr (8) zylindrisch umschließt.
  9. 9. Pumpstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als landwirtschaftlicher Anhänger (2) ausgebildet ist.
  10. 10. Pumpstation nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie Bestandteil eines Gülletransportfahrzeugs ist.
  11. 11. Pumpstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als mobile Einheit an einem Kraftfahrzeug montierbar ist.
  12. 12. Pumpstation nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf einer Dreipunktaufnahme eines Schleppers montierbar ist.






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