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Dokumentenidentifikation DE19742772C2 09.09.1999
Titel Zwischenboden für einen Doppelstockwagen
Anmelder Talbot GmbH & Co. KG, 52070 Aachen, DE
Erfinder Altenburg, Klaus, Dr.-Ing., 52146 Würselen, DE;
Zimmermann, Michael, Dipl.-Ing., 52066 Aachen, DE
DE-Anmeldedatum 27.09.1997
DE-Aktenzeichen 19742772
Offenlegungstag 08.04.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse B61D 1/06
IPC-Nebenklasse B61D 17/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zwischenboden für einen doppelstöckigen Eisenbahnwagen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein Zwischenboden dieser Art ist beispielsweise aus der EP 0 697 319 A1 bekannt. Dort ist ein doppelstöckiger Eisenbahnwagen gezeigt, dessen Wagenkasten aus Paneelen besteht, die eine Sandwich-Struktur aufweisen. Mehrere Paneele sind jeweils zu ringförmigen Abschnitten zusammen gefügt. Die ringförmigen Abschnitte sind mit ihren Breitseiten in Längsrichtung des Wagenkastens aneinander gesetzt. Mit ihren Schmalseiten sind sie hingegen an durchlaufende Träger angeschlossen, wobei neben zwei Untergurten und zwei Dachlängsträgern in der Mitte einer jeden Seitenwand auch noch ein mittlerer Seitenwandträger vorgesehen ist. Auf diesen Seitenwandträgern ruht sodann auch der Zwischenboden, der sich von einer Wagenlängsseite zur anderen erstreckt. Dazu ist lediglich ausgeführt, dass die Paneele des Zwischenbodens längs und quer zum Wagenkasten angeordnet sein können in Abhängigkeit von dessen Abmessungen. Zusätzlich sind die bekannten Sandwich-Paneele mit inneren Rahmenelementen und an ihren Rändern mit randseitigen Verbindungselementen ausgesteift.

Obwohl das bekannte Fahrzeug in extrem leichter Bauweise ausgeführt ist, so bestehen beispielsweise die mittleren Seitenwandträger, die hier allein von Interesse sind, aus extrudierten Profilen mit einer recht komplexen Querschnittsform. Ähnliches gilt für die randseitigen Verbindungselemente der Sandwich-Paneele, ganz abgesehen von den zusätzlichen inneren Rahmenelementen, welche in ihrer Gesamtheit die ganze Konstruktion des Wagenkastens verkomplizieren und verteuern.

Aus der EP 0 790 168 A1 ist ein Wagenkastenaufbau für einen einstöckigen Eisenbahnwagen bekannt. Ähnlich dem vorbeschriebenen Aufbau ist der bekannte Wagenkasten aus rechteckigen Seitenwand-, Dach- und Bodenelementen zusammen gesetzt, die mit ihren schmalen Stirnseiten jeweils an einen Ober- bzw. Untergurt angeschlossen und dabei quer zur Fahrtrichtung des Wagenkastens angeordnet sind. Die bekannten Aufbauelemente sind als Hohlkammerprofile ausgebildet und unterscheiden sich darin von Sandwich-Elementen. Untereinander sind die Hohlkammerprofile über Anschlussnasen formschlüssig verbunden und obendrein noch miteinander verschweißt.

Aus der DE 195 37 498 A1 ist schließlich ein einstöckiger Wagenkasten in segmentierter Schalenbauweise mit schwimmend gelagerter Innenverkleidung bekannt geworden. Im Detail besteht der bekannte Wagenkasten aus der vorkomplettierten Bodengruppe in herkömmlicher Stahlprofildifferential- oder Aluminiumprofilintegralbauweise, den damit verbundenen Stirnwänden sowie mit dem räumlichen Gerippe verbundenen Seitenwandschalenelementen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zwischenboden für einen Doppelstockwagen anzugeben, der freitragend ist und keine zusätzlichen Querträger benötigt. Der Zwischenboden soll einfach in seinem Aufbau sein und aus gleichartigen und möglichst gleich großen Teilen bestehen, die ohne Schwierigkeit gehandhabt und eingebaut werden können. Schließlich soll der Zwischenboden gegenüber herkömmlichen Böden einen preislichen Vorteil bieten.

Diese Aufgabe wird durch einen Zwischenboden mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Nach vorteilhaften Ausgestaltungen sind die sowohl in Wagenlängsrichtung verlaufenden Träger als Rechteckrohr ausgebildet als auch die biegeweichen Balken. Somit bieten die inneren Hohlräume dieser Profile eine ideale Möglichkeit zum Durchziehen von Kabeln, Schläuchen, oder auch zum Hindurchleiten von Luft für die Belüftung und/oder Klimatisierung des Doppelstockwagens.

Der biegeweiche Balken erstreckt sich zumindest über einen Längenabschnitt zwischen zwei angrenzenden Sandwich-Elementen. Aufgrund seiner relativ geringeren Biegesteifigkeit, ist er dazu vorgesehen, bei Belastung die Durchbiegung eines der Sandwich-Elemente mitzumachen bzw auf das angrenzende Sandwich- Element so zu übertragen, dass an der Übergangsstelle von einem zum anderen Sandwich-Element in der Zwischenbodenebene kein Sprung entstehen kann. Es ist aber auch vorgesehen, dass sich der biegeweiche Balken mit seinen beiden Stirnseiten auf den Trägern abstützt, die in Wagenlängsrichtung verlaufen und für die Auflage der Sandwich-Elemente vorgesehen sind.

Die Sandwich-Elemente haben eine Rechteckform mit einem Längen-/Breitenverhältnis von ungefähr 3 zu 1. Jedes der Sandwich-Elemente besteht aus einem dünnen, flachen Obergurt und einem sich in einem Abstand und parallel zum Obergurt erstreckenden dünnen, flachen Untergurt, wobei der Abstand zwischen dem Ober- und dem Untergurt durch eine Zellenstruktur ausgefüllt ist, die mit dem Ober- und dem Untergurt jeweils fest und unlösbar verbunden ist. Üblich ist für die Ausgestaltung des Obergurts als auch des Untergurts die Verwendung von Stahlblechen, aber auch andere Werkstoffe wie Holz, Kunststoff oder Leichtmetall sind geeignet. Die Zellenstruktur hat unterschiedliche Querschnittsformen, die vom runden oder rechteckigen Querschnitt bis hin zum sechseckigen Wabenquerschnitt reichen. Während die Gurte aus einem der vorgenannten Werkstoffe bestehen, ist es durchaus üblich, dass die Zellenstruktur neben Stahlblech auch aus einem anderen Werkstoff gebildet ist, beispielsweise aus Hartpappe, Kunststoff oder Leichtmetall. Überwiegend sind die Werkstoffe miteinander verschweisst oder verklebt und bilden eine verhältnismäßig biegesteife Struktur.

An den Längsseiten eines jeden Sandwich-Elements bildet der Obergurt einen Längsrand von geringer Breite, der über die Breite des Untergurts und somit auch über jene der Zellenstruktur hinausragt. Mit diesem Längsrand ist jedes der Sandwich-Elemente mit den jeweils angrenzenden biegeweichen Balken fest verbunden. Die Verbindung erfolgt entweder über Blindniete oder Schrauben.

Als besonders tragfähig hat sich eine verhältnismäßig einfache Konstruktion erwiesen, bei welcher zwischen angrenzenden Sandwich-Elementen und dem zugehörigen biegeweichen Balken jeweils ein Z-förmiges Blech so angeordnet ist, dass es sich von unterhalb des Längsrandes des Obergurtes bis unterhalb eines Längsrandes des Untergurts erstreckt. Üblich ist es hierbei, dass das Z-förmige Blech über die gesamte Länge eines Längsrandes eines Sandwich-Elementes vorgesehen ist. Der Vorteil dieser Konstruktion besteht darin, dass das Sandwich- Element nicht nur am Obergurt mit den biegeweichen Balken verbunden ist, sondern auch noch auf einem Längsstreifen des Untergurts aufliegt, so dass die auf das Sandwich-Element wirkenden Lasten sehr gut auf den biegeweichen Balken übertragen werden können. Dabei ist das Z-förmige Blech mit denselben Elementen befestigt, beispielsweise Schraube oder Blindniet, mit dem auch das Sandwich-Element am biegeweichen Balken befestigt ist. In einer Abwandlung ist vorgesehen, dass das Z-förmige Blech zu einem U-förmigen Blech umgestaltet ist, dessen geschlossenes U oben auf dem biegeweichen Balken aufliegt und dessen freie Schenkel an ihren Enden jeweils nach außen umgebogen sind. Auch so erhält man eine dem Z-förmigen Blech sehr ähnliche tragfähige Struktur. Nach einer weitergehenden Abwandlung ist vorgesehen, dass der Untergurt die Zellenstruktur seitlich umschließt und sich mit seinen Rändern, die dann ebenfalls nach außen umgebogen sind, bis unter die vorspringenden seitlichen Ränder des Obergurts erstreckt. Der Untergurt nimmt dabei angenähert die Form einer offenen Wanne mit nach außen gebogenen Rändern an. Die äußeren Ränder von Ober- und Untergurt schließen miteinander bündig ab.

Jedes der Sandwich-Elemente wird an seiner schmalen Stirnseite mit Bolzen mit dem in Wagenlängsrichtung verlaufenden Träger verschraubt oder vernietet. Dabei ist vorgesehen, zwischen dem Längsträger und der Stirnseite des Sandwich- Elements auch noch eine elastische Zwischenschicht, beispielsweise eine Gummiauflage anzuordnen, um eine möglichst wirksame Geräuschdämpfung des Fahrzeugs zu erzielen.

Schließlich ist auch noch vorgesehen, zwischen dem Obergurt eines Sandwich- Elements und der Innenseite der Seitenwand des Wagens einen L-förmigen Schenkel anzuordnen, der mit dem Sandwich-Element fest verbunden ist und zwar über die gleichen Bolzen bzw. Blindnieten oder Schrauben, mit denen das Sandwich-Element selbst am Längsträger befestigt ist. Der L förmige Schenkel schließt sich fest an die Seitenwand des Wagens an. Durch diese Konstruktion wird eine feste Einspannung des Sandwich-Elements zwischen den beiden Wagenlängsseiten erreicht.

Nachfolgend wird die Konstruktion des Zwischenbodens anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen in stark vereinfachter und nicht maßstäblicher Darstellung die

Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Doppelstockwagen in perspektivischer Darstellung,

Fig. 2 die Anordnung von Sandwich-Elementen in perspektivischer Draufsicht,

Fig. 3 einen längsseitigen Rand eines Sandwich-Elements in der Draufsicht,

Fig. 4 eine Verbindung von zwei Sandwich-Elementen mit einem biegeweichen Balken im Schnitt,

Fig. 5 eine Befestigungsart eines Sandwich-Elements mit dem biegeweichen Balken im Schnitt,

Fig. 6 die Befestigung eines Sandwich-Elements an der Längsseite eines Waggons im Schnitt,

Fig. 7 die schmale Stirnseite eines Sandwich-Elements mit den Befestigungspunkten,

Fig. 8 einen Querschnitt durch einen Flächenabschnitt eines Sandwich- Elements entlang der Linie VIII-VIII der Fig. 9 und

Fig. 9 den Flächenabschnitt eines Sandwich-Elements in der Draufsicht.

Bei dem doppelstöckigen Eisenbahnwagen 1 der Fig. 1 wird das obere Stockwerk 2 vom unteren Stockwerk 3 durch einen Zwischenboden 4 getrennt. Der Zwischenboden 4 ist aus mehreren gleichgroßen und gleichartigen, flachen Sandwich-Elementen 5 gebildet, die nebeneinanderliegend angeordnet sind. Die Sandwich-Elemente 5 sind rechteckig und haben jeweils zwei schmale Stirnseiten 6 und zwei breite Längsseiten 7. Die breiten Längsseiten 7 angrenzender Sandwich-Elemente 5 weisen aufeinander zu. Das Verhältnis der Längen von Stirnseiten 6 zu Längsseiten 7 beträgt etwa 1/3. Mit den schmalen Stirnseiten 6liegen die Sandwich-Elemente 5 auf Trägem 8 auf, die sich auf den beiden Wagenlängsseiten 9 in der Wagenlängsrichtung 10 erstrecken. Die Träger 8 sind jeweils auf gleicher Höhe in dem Doppelstockwagen 1 angeordnet und erstrecken sich über einen Abschnitt von dessen gesamter Länge.

Wie in den Fig. 2 und 4 gezeigt bestehen die Sandwich-Elemente 5 jeweils aus einem Obergurt 11, der eine erste rechteckige Fläche 13 bildet. Im Verhältnis zu der von ihm gebildeten ersten rechteckigen Fläche 13 ist der Obergurt 11 recht dünn; er besteht aus Blech mit Dicken 29 zwischen 3 und 10 mm.

In einem Abstand 14 und parallel zum Obergurt 11 verläuft der Untergurt 12. Ebenso wie der Obergurt 11 bildet auch der Untergurt 12 eine zweite rechteckige Fläche (nicht gezeigt) die hinsichtlich ihrer Lage zur ersten Fläche 13 kongruent ist. Auch der Untergurt 12 besteht aus Blechen mit einer Dicke 29 zwischen 1 und 10 mm. Zwischen dem Obergurt 11 und dem Untergurt 12 ist eine Zeltenstruktur 15 angeordnet, deren Wandungen 16 normal zu den beiden Gurten 11 und 12 verlaufen. Der Abstand 14 zwischen dem Ober- 11 und dem Untergurt 12 liegt zwischen 30 und 100 mm.

Die erste rechteckige Fläche 13 des Obergurts 11 ist jeweils um einen längsseitigen Rand 17 breiter als die zweite rechteckige Fläche des Untergurts 12 und die Abmessungen der Zellenstruktur 15. Mit ihren Rändern 17 ruhen jeweils zwei, aneinander angrenzende Sandwich-Elemente 5 auf einem biegeweichen Balken 18, der sich quer über die Breite des Doppelstockwagens 1 von einer Längsseite 9 zur anderen erstreckt. In der Längsrichtung 19 der Sandwich-Elemente 5 hat der biegeweiche Balken 18 eine geringere, höchstens aber eine gleich große Biegesteifigkeit wie die Sandwich-Elemente 5 selbst. Die Abstimmung der Biegesteifigkeiten der Sandwich-Elemente 5 mit dem biegeweichen Balken 18 wird beispielsweise dadurch erreicht, dass man die Biegesteifigkeit der Sandwich- Elemente 5 experimentell bestimmt und nach den dabei gewonnenen Messdaten den biegeweichen Balken 18 mit einer vorgegebenen Biegesteifigkeit fertigt. Das geschieht, indem man bei vorgegebenen zumeist genormten Wandstärken in den beiden Längsstegen 20 des Rechteckrohres 21, welches den biegeweichen Balken 18 bildet, Ausnehmungen (nicht gezeigt) anbringt. Aus den vorhandenen Messdaten können die Ausnehmungen hinsichtlich ihrer Größe und Lage mit Hilfe des Laserschneidens mit großer Genauigkeit erzeugt werden. Mit ihren Längsrändern 17 liegen die beiden angrenzenden Sandwich-Profile 5 auf dem oberen Steg 22 des Rechteckrohres 21 auf und sind daselbst über Schrauben 23 oder Blindnieten mit dem Rechteckrohr 21 fest verbunden. Zwischen den beiden Längsrändern 17 kann auch noch ein Spalt 24 von geringer Breite frei bleiben.

Als zweckmäßig und insbesondere zur besseren Übertragung der Biegekräfte von den Sandwich-Elementen 5 auf das Rechteckrohr 21 hat es sich erwiesen, zwischen der Unterseite des Längsrandes 17 und der Unterseite des Untergurts 12 zusätzlich ein Z-förmiges Blech 25 anzuordnen. Anstelle einer Verschraubung 23 kann auch ein Blindniet 26 zur Befestigung vorgesehen sein, wie das in der Fig. 5 ausschnittsweise gezeigt ist.

Anstelle von zwei einander benachbarten Z-förmigen Blechen 25 kann auch ein U-förmiges Blech (nicht gezeigt) vorgesehen sein, welches an den beiden Enden seiner U-förmigen Schenkel jeweils einen nach außen weisenden Fortsatz aufweist. Ein solcher Fortsatz entspräche dem jeweils unteren Schenkel 27 der Z- förmigen Bleche 25, auf welchen die Untergurte 12 zusätzliche abgestützt sind.

Auch die Längsträger 8 werden von Rechteckrohren 28 gebildet, wie das im Schnitt der Fig. 6 gezeigt ist. Das in der Fig. 6 dargestellte Rechteckrohr 28 ist mit der Seitenwand 9 des Doppelstockwagens 1 fest verbunden. Auf seinem oberen Steg 30 ruht das Sandwich-Element 5 mit einer seiner schmalen Stirnseiten 6. Dort ist es an mehreren Punkten 31 mit dem Rechteckrohr 28 über Bolzen 32 fest verbunden. Zur Aussteifung der Verbindung sind zusätzlich Hülsen 33 vorgesehen, welche in die Wabenstruktur 15 des Sandwich-Elements 5 eingelassen sind. Anstelle des gezeigten Schraubenbolzens 32 kann auch ein Blindniet (nicht gezeigt) zur Befestigung des Sandwich-Elements 5 auf dem Rechteckrohr 28 verwendet werden. Zusätzlich ist zwischen dem Untergurt 12 und dem oberen Steg 30 eine elastische Zwischenschicht 34 vorgesehen. Beispielsweise besteht die elastische Zwischenschicht 34 aus Gummi oder Kunststoff. Auch können die schmalen Ränder 6 des Sandwich-Elements 5 am Ober- 11 und/oder am Untergurt 12 noch mit Randstreifen 41 zusätzlich verstärkt sein.

Zur weitergehenden Aussteifung der Verbindung des Sandwich-Elements 5 mit der Seitenwand 9 ist ein L-Profil 35 vorgesehen, dessen horizontaler Schenkel 36 von dem Bolzen 32 auf dem Obergurt 11 befestigt wird. Der vertikale Schenkel 37 des L-Profils 35 schließt sich eng an die Innenseite 38 der Seitenwand 9 des Waggons 1 an.

Die Längsteilung 39 zwischen den Befestigungspunkten 31 der schmalen Stirnseiten 6 ist so vorgesehen, dass bei den beiden Längsrändern 17 jeweils nur die halbe Längsteilung 40 bestehen bleibt. Ein ausgeführtes Sandwich-Element 5 hat beispielsweise eine Breite 42 von etwa 875 mm, eine Länge 43 von etwa 2645 mm und eine Dicke 44 zwischen 60 und 80 mm.

Das Sandwich-Element 5 der Fig. 8 und 9 zeichnet sich durch eine besonders hohe Biegesteifigkeit und Knautschfestigkeit in seiner Erstreckungsrichtung 45 aus. Seine Zellenstruktur 15 besteht aus zwei Blechen 46 und 47, in welche jeweils Vertiefungen 48 eingeformt sind; das Einformen erfolgt durch Tiefziehen. Im vorliegenden Falle haben die Vertiefungen 48 die Form von rechteckigen Pyramiden; es sind aber auch runde, kegelstumpfförmige Vertiefungen möglich. Die breiteren Basen 49 der Vertiefungen 48 sind jeweils nach außen gekehrt, während sich die Bleche 46 und 47 mit den weniger breiten Spitzen 50 der Vertiefungen 48 berühren in der Weise, dass Spitze 50 auf Spitze 50 ruht. An den aneinander berührenden Spitzen 50 sind die Bleche 46 und 47 miteinander verschweisst. Die kreisförmigen Schweissnähte 51 weisen darauf hin, dass die bevorzugte Schweissverbindung über Laserschweissen erzeugt wird. Die Basen 49 und die dazwischen befindlichen Blechstege 52 werden, wie bereits dargestellt, vom Ober- 11 bzw. Untergurt 12 abgedeckt. Eine besonders widerstandsfähige Struktur des Sandwich-Elements 5 wird erhalten, wenn die Vertiefungen 48nachträglich noch mit Metallschaum 53 ausgefüllt werden. Dieses Ausschäumen hat auch eine beachtliche Antidröhnwirkung und verfestigt das Sandwich-Element 5 auch zusätzlich noch in seiner Erstreckungsrichtung 45. Die bevorzugte Verbindung der Zellenstruktur 15 mit dem Ober- 11 und dem Untergurt 12 erfolgt auch in diesem Falle über Laserschweissnähte 54.


Anspruch[de]
  1. 1. Zwischenboden für einen doppelstöckigen Eisenbahnwagen zur Trennung des oberen Stockwerks vom unteren, der sich von einer Wagenlängsseite zur anderen und über einen Abschnitt in der Mitte der Wagenlänge erstreckt, wobei der Zwischenboden aus mehreren flachen, rechteckigen, nebeneinanderliegenden Sandwich-Elementen zusammengesetzt ist, die sich mit ihren schmalen Stirnseiten von einer Wagenlängsseite zur anderen erstrecken und die auf einem in Wagenlängsrichtung verlaufenden mittleren Seitenwand-Träger aufliegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Sandwichelemente (5) mit ihren breiten Längsseiten (7) jeweils mit einem hohlen und biegeweichen Balken (18) verbunden sind, der sich quer wenigstens über einen Abschnitt der inneren Breite des Wagens (1) erstreckt, und daß der mittlere Seitenwand-Träger (8) sich jeweils entlang der Wagenlängsseiten (9) erstreckt.
  2. 2. Zwischenboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in Wagenlängsrichtung (10) verlaufende mittlere Seitenwand-Träger (8) als Rechteckrohr (28) ausgebildet ist.
  3. 3. Zwischenboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der biegeweiche Balken (18) als Rechteckrohr (21) ausgebildet ist.
  4. 4. Zwischenboden nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der biegeweiche Balken (18) mit wenigstens einem seiner stirnseitigen Enden auf einem der mittleren Seitenwand-Träger (8) aufliegt.
  5. 5. Zwischenboden nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem jedes Sandwich-Element aus einem dünnen, eine erste rechteckige Fläche bildenden Obergurt und einem sich in einem Abstand und parallel zum Obergurt erstreckenden dünnen, eine zweite rechteckige Fläche bildenden Untergurt besteht, wobei der Abstand zwischen dem Ober- und dem Untergurt durch eine Zellenstruktur ausgefüllt ist, die mit dem Ober- und dem Untergurt jeweils fest und unlösbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Obergurt (11) wenigstens an einer Längsseite (7) seiner ersten Fläche (13) einen, über den Untergurt (12) und die Zellenstruktur (15) hinausragenden Längsrand (17) bildet.
  6. 6. Zwischenboden nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsrand (17) des Obergurtes (11) zumindest abschnittsweise mit dem biegeweichen Balken (18) fest verbunden ist.
  7. 7. Zwischenboden nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwischen einem Sandwich-Element (5) und dem biegeweichen Balken (18) ein Z-förmiges Blech (25) angeordnet ist, das sich von unterhalb des Längsrandes (17) des Obergurtes (11) bis unterhalb eines Längsrandes (27) des Untergurtes (12) und über einen Längenabschnitt des Sandwich-Elementes (5) erstreckt sowie mit dem biegeweichen Balken (18) und dem Sandwich-Element (5) verbunden ist.
  8. 8. Zwischenboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Sandwich-Element (5) an wenigstens einer seiner schmalen Stirnseiten (6) mit dem in Wagenlängsrichtung (10) verlaufenden mittleren Seitenwand- Träger (8) über Bolzen (32) verschraubt oder vernietet ist.
  9. 9. Zwischenboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Auflage von wenigstens einer Stirnseite (6) des Sandwich-Elements (5) und einem der in Wagenlängsrichtung (10) verlaufenden mittleren Seitenwand Träger (8) eine dünne elastische Zwischenschicht (34) vorgesehen ist.
  10. 10. Zwischenboden nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Stirnseite (6) des Sandwich-Elements (5) oberhalb von dessen Obergurt (11) und auf der Innenseite (39) der Seitenwand (9) des Wagens (1) ein L-förmiges Profil (35) vorgesehen ist, das mit dem Sandwich-Element (5) fest verbunden ist und an die Seitenwand (9) des Wagens (1) eng anschließt.
  11. 11. Zwischenboden nach den Ansprüchen 8 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bolzen (32) zur Befestigung der Stirnseite (6) des Sandwich- Elements (5) zugleich zur Befestigung des L-förmigen Profils (35) vorgesehen sind.






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