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Dokumentenidentifikation DE19751623C1 09.09.1999
Titel Überladebrücke für Rampen
Anmelder Alten Gerätebau GmbH, 30974 Wennigsen, DE
Erfinder Alten, Kurt, 30974 Wennigsen, DE;
Borchardt, Horst, 30974 Wennigsen, DE
Vertreter Depmeyer, L., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., 30823 Garbsen
DE-Anmeldedatum 21.11.1997
DE-Aktenzeichen 19751623
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse B65G 69/28
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Überladebrücke für Rampen mit einer verschwenkbaren Brückenplatte, die an ihrem hinteren Ende durch konkave Tragflächen aufweisende Konsolen gelagert ist, auf denen die Brückenplatte mit Stützen aufliegt, wobei die Kontaktfläche zwischen Stütze und Konsole kreisbogenförmig gestaltet ist. Aufgrund der Erfindung sollen nachteilige Spaltbildungen an der hinteren Querkante der Brückenplatte vermieden werden, wenn die Brückenplatte verschwenkt wird. Zur Lösung dieser Aufgabe überragt die Stütze die hintere Kante der Brückenplatte. Zudem ist der Radius der Kontaktfläche durch die hintere, obere Kante der Brückenplatte bestimmt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Überladebrücke für Rampen mit einer an ihrem rampenseitigen Ende um eine waagerechte Achse verschwenkbar gelagerten Brückenplatte mit einem zur Auflage auf der zu be- bzw. entladenden Plattform dienenden freien Ende, wobei die Brückenplatte durch eine oder mehrere, an der Rampe befestigten, konkave Tragflächen aufweisenden Konsolen und durch eine oder mehrere am hinteren Ende der Brückenplatte befindliche, auf der Konsole aufliegende Stützen an der Rampe angelenkt ist und kreisbogenförmig ausgebildet ist (vgl. DE 91 00 063 U1; vgl. DE 34 43 127 C2)

Bei derartigen, im Bereich der hinteren Querkante der Brückenplatte angeordneten Anlenkstellen sind die kreisbogenförmigen Wirkflächen der Anlenkung derart ausserhalb der hinteren Kante der Brückenplatte angeordnet, dass diese Kante beim Verschwenken der Brückenplatte erhebliche Lageveränderungen erfährt und dabei einen mehr oder weniger grossen Spalt entstehen lässt. Es versteht sich, dass eine solche Spaltbildung aus transporttechnischen Gründen, aber auch aus Gründen der Entstehung von Unfallgefahren nachteilig sein kann.

Die Erfindung möchte diese Nachteile beseitigen, also nachteilige Spaltbildungen zwischen der hinteren Querkante der Brückenplatte und der ihr zugekehrten Rampenkante vermeiden, zumindest aber wesentlich einschränken.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die Stütze die hintere Kante der Brückenplatte zur Rampe hin überragt und zudem die Radien der Kontaktflächen durch die hintere obere Kante der Brückenplatte bestimmt ist. Zweckmässigerweise befinden sich dabei die Konsolen zumindest teilweise in einer Ausnehmung unterhalb der der Brückenplatte zugekehrten Kante der Rampe bzw. ihrer Ausnehmung zur Aufnahme der Brückenplatte, wobei diese Ausnehmung durch ein zur Brückenplatte hin offenes U-Profil gebildet sein kann, das gleichzeitig der Verstärkung der Rampenkante dient.

Da die im Bereich der hinteren Querkante befindlichen Stützen die Querkante zur Rampe hin überragen, ergibt sich die Möglichkeit, den Stützen und/oder den zugehörigen Konsolen an ihren Wirkflächen eine solche Gestaltung zu verleihen, dass die Brückenplatte bei einer Verschwenkung um ihre hintere obere Kante ihres Deckbleches od. dgl. verschwenkt. Damit sind aber Lageveränderungen der hinteren Kante der Brückenplatte ausgeschlossen. Weiden zudem die hinteren Kanten der Brückenplatte nahe bei der hinteren Kante der Rampenausnehmung angeordnet, so tritt eine Veränderung der vorgegebenen Spaltbreite nicht ein. Es ist somit möglich, auch bei Brückenplatten mit Längen von mehreren Metern Spaltbreiten im Millimeterbereich zu wählen und einzuhalten.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen:

Fig. 1 eine im Betrieb befindliche Überladebrücke für eine Rampe in schematischer Darstellung im Längsschnitt,

Fig. 2 eine Teildraufsicht auf die Brücke gemäss Fig. 1 und

Fig. 3 einen Teilquerschnitt nach der Linie III-III von Fig. 2 und

Fig. 4 einen der Fig. 3 entsprechenden Querschnitt in abgewandelter Ausführung.

Die Brückenplatte 1 ist in Kastenbauweise ausgeführt, sie weist ein meist feinprofiliertes Deckblech 2, ein hinten liegendes Abschlussblech 3 und ein unteres Blech 4 auf. Die Brückenplatte 1 mit der hinteren Kante 5 ihres Deckbleches 2 ist an ihrem hinteren Ende bei 6 um eine waagerechte Querachse an der Rampe 7 verschwenkbar gelagert, damit sie sich auf verschieden hohe Plattformen 8 von Fahrzeugen einstellen kann, auf denen sie sich mit einer klappbaren, ggfs. aber auch längsverschiebbaren Verlängerung 9 abstützt. Um Schwenkbewegungen, insb. Hubbewegungen ausführen zu können, wird die Brückenplatte 1 von einem längenveränderbaren hydraulischen Arbeitszylinder 10 unterstützt.

Im übrigen ist die Brückenplatte 1 in einer ihrer Grösse entsprechenden Ausnehmung 11 angeordnet, die sie gemäss Fig. 1 verlassen hat, in die sie aber auch eintauchen kann. Diese Ausnehmung 11 wird zu beiden Seiten an ihren Kanten durch ein eingelassenes Stahlprofil 12 und an der Gelenkstelle bei 5, also an der hinten gelegenen Querkante 7' durch ein eingelassenes U-Profil 13 versteift, das zur Ausnehmung 11 hin offen ist und mit seinem oberen Schenkel 14 in der Rampenebene liegt, während der untere Schenkel 15 den von dem U-Profil 13 gebildeten Hohlraum 16 nach unten hin begrenzt. Dabei kann anstelle des U-Profils 13 auch ein anderes Profil benutzt werden; es muss jedoch unterhalb der Querkante 7', die die Ausnehmung 11 hinten oben begrenzt, eine Ausnehmung bzw. der Hohlraum 16 entstehen.

In den Darstellungen gemäss Fig. 3 und 4 ist die Brückenplatte 1 in der Ruhestellung, in der sie mit der Rampenoberfläche abschließt, schraffiert, und in den beiden möglichen Schwenkendstellungen unschraffiert wiedergegeben. Diese Stellungen der Brückenplatte 1 sind mit a, b und c bezeichnet.

Um die Brückenplatte 1 bei 5 anlenken zu können, sind am U- profil 13 zwei oder mehrere, gleichmässig über die Breite der Brückenplatte 1 verteilt angeordnete Lagerstellen vorgesehen, von denen eine bei L angedeutet ist.

Zur Bildung dieser Lagerstellen ist gemäss Fig. 3 innerhalb des Hohlraumes 16 eine Konsole 17 am Schenkel 15 und dem senkrechten Steg des U-Profils 13 angeschweisst. Diese Konsole 17 hat oben eine Fläche 18 als Wirk- und Auflagefläche, die konkav gestaltet ist. Sie ragt in die Ausnehmung 11 hinein und hat die tiefste Stelle ihrer Fläche 18 praktisch senkrecht unterhalb der Kante 7'.

An der Brückenplatte 1 bzw. am Deckblech 2 befindet sich zudem eine z. B. durch Schweissen befestigte Stütze 19, die die hintere Kante 20 des Deckbleches 2 bzw. der Brückenplatte 1 überragt und weit in den Hohlraum 16 hineingeführt ist. Diese Stütze 19 ist ein Kreisringabschnitt und liegt mit ihrer unteren Fläche (Stützfläche) 21 auf der Fläche 18 auf.

Wichtig ist nun, dass der Radius der Fläche 21 und der Radius der Fläche 18 durch die Kante 20 bestimmt ist. Dies bedeutet, dass sich die Breite des Spaltes zwischen den Kanten 7' und 20 nicht bzw. praktisch nicht verändert, wenn die Brückenplatte 1 von der Stellung bei b in die Stellungen a oder c verschwenkt wird.

Zur Absicherung der Lagerstellen ist gemäss Fig. 3 am Schenkel 14 ein Formstück 22 befestigt, dessen untere Fläche 23 der Gestalt der oben liegenden Fläche 24 der Stütze 19 entsprechend kreisbogenförmig ausgeführt ist. Der Radius auch dieser Flächen ist daher durch die Kante 20 festgelegt. Diese Gestaltung hat den Vorteil, dass die Brückenplatte 1 zum Zwecke der Montage bei geeigneter Steilstellung mit ihrer Stütze 19 in den Spalt zwischen den Flächen 23 und 18 eingeführt werden kann, um so durch Einschwenken die Betriebsstellung der Brückenplatte 1 gemäss Zeichnung zu erreichen.

Bei der Ausführung gemäß Fig. 4 ist das Formstück 22 durch ein Rundeisen 25 ersetzt, das ggfs. auswechselbar angeordnet werden kann, um eine Montage zu erleichtern. Dieses Rundeisen 25 ermöglicht eine Sperrfunktion, also eine Absicherung der Lagerstelle, ohne die oben gelegene Fläche der Stütze 19 anpassen zu müssen.


Anspruch[de]
  1. 1. Überladebrücke für Rampen mit einer rampenseitig um eine waagerechte Achse verschwenkbar gelagerten Brückenplatte mit einem zur Auflage auf der zu be- bzw. entladenden Plattform dienenden freien Ende, wobei die Brückenplatte durch eine oder mehrere, an der Rampe befestigte, konkave Tragflächen aufweisende Konsole oder Konsolen und an einer hinteren Kante der Brückenplatte angeordnete, eine oder mehrere auf der Konsole aufliegende Stütze oder Stützen an der Rampe angelenkt ist oder sind und die Kontaktfläche zwischen der Konsole und der Stütze kreisbogenförmig gestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (19) die hintere Kante (20) der Brückenplatte (1) überragt und der Radius der Kontaktfläche (18, 21) durch die hintere, obere Kante (20) der Brückenplatte (1) bestimmt ist.
  2. 2. Überladebrücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole (17) in die Rampenausnehmung (11) hineinragt und die tiefste Stelle ihrer Wirkfläche (18) praktisch unterhalb der hinteren Kante (20) der Brückenplatte (1) angeordnet ist.
  3. 3. Überladebrücke nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Lagerstellen für die Brückenplatte (1) die Rampenausnehmung (11) von einem Stahlprofil (U-Profil 13) begrenzt ist, das unterhalb der Rampenkante (7') eine Ausnehmung (16) bildet, in die die Stütze (19) hineinragt und die auch zur Unterbringung der Konsole (17) dient.
  4. 4. Überladebrücke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlprofil ein U-Eisen ist, das zur Rampenausnehmung (11) hin offen ist.
  5. 5. Überladebrücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (19) ein Kreisringabschnitt ist und sich oberhalb der Stütze ein Formstück 22 befindet, dessen untere Fläche kreisbogenförmig gestaltet ist, wobei alle Radien durch die hintere Kante (20) der Brückenplatte (1) bestimmt sind und zwischen dem Formstück und der Stütze ein geringes Spiel gegeben ist.
  6. 6. Überladebrücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die tiefste Stelle der Stütze (19) praktisch senkrecht unterhalb der hinteren Kante (20) der Brückenplatte (1) befindet.






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