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Dokumentenidentifikation DE19812134A1 23.09.1999
Titel Gerät zum Entfernen von Hopfen-Wurzelstöcken
Anmelder Bachmaier, Franz, 85088 Vohburg, DE;
Bachmaier, Michael, 85088 Vohburg, DE;
Schlittenbauer, Erwin, 85104 Pförring, DE
Erfinder Bachmaier, Franz, 85088 Vohburg, DE;
Bachmaier, Michael, 85088 Vohburg, DE;
Schlittenbauer, Erwin, 85104 Pförring, DE
Vertreter Glöser, O., Pat.-Anw., 85107 Baar-Ebenhausen
DE-Anmeldedatum 20.03.1998
DE-Aktenzeichen 19812134
Offenlegungstag 23.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.09.1999
IPC-Hauptklasse A01G 17/02
IPC-Nebenklasse A01G 23/06   B02C 18/06   A01B 59/043   B02C 18/18   A01B 63/111   A01B 71/06   
Zusammenfassung Ein Gerät (1) zum Entfernen von Hopfen-Wurzelstöcken aus voneinander beabstandeten, parallel zueinander verlaufenden Bifang-Reihen in Hopfengärten soll dahingehend verbessert werden, daß Handarbeit weitgehend vermieden ist und die Wurzelstöcke an Ort und Stelle so zerkleinert werden, daß ein späterer Austrieb von Wurzelresten ausgeschlossen ist und sie als ein Düngemittel im Hopfengarten anzusehen sind.
Dies wird erreicht durch die Ausbildung des Gerätes (1) als fahrbare Fräse, dessen angetriebener Fräser (5) derart aus einer Nichtgebrauchsstellung in eine Arbeitstellung bringbar ist, daß beim Fahren der Fräse in Bifangrichtung die umlaufenden hackenartig ausgebildeten Fräsmesser (29, 30) quer zum jeweiligen Bifang und in dessen Tiefe wirksam sind. Dadurch werden die Wurzelstöcke schon im Erdreich in nicht mehr austreibbare und auch vom Erdreich befreite kleine Teilstücke zerlegt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Entfernen von Hopfen-Wurzelstöcken aus voneinander beabstandeten, parallel zueinander verlaufenden Bifang-Reihen in Hopfengärten.

Obwohl der Hopfen bzw. die Hopfenpflanzen mehrjährig sind, ist es erforderlich, nach bestimmten Zeitabständen eine Erneuerung vorzunehmen. Dies ist nicht nur auf die jeweiligen Bodenverhältnisse, sondern in der Hauptsache auf die sich wandelnden Forderungen der Verbraucher zurückzuführen. Letzteres beruht vor allem darauf, daß auf Grund von Versuchspflanzungen stetig neue Sorten angeboten werden, welche aus wirtschaftlichen Gründen herkömmliche Sorten verdrängen. Während man früher die Hopfenpflanzen etwa ein Jahrzehnt, ja sogar bis zu drei Jahrzehnten in den Hopfengärten beließ, haben sich diese Erneuerungszeiten auf maximal ein Jahrzehnt, bevorzugt auf ein halbes Jahrzehnt verkürzt. Da es nahezu selbstverständlich ist, daß man erfolgversprechend nur dann neue Hopfenpflanzen setzen kann, wenn die Bifänge von den alten Wurzelstöcken befreit sind. Da Handarbeit auch im Hopfenbau unbezahlbar ist, hat man versucht, die Wurzelstöcke aus den Bifängen mit einem einscharigen Pflug herauszuackern, was insofern schwierig ist, als ein Teil der Bifänge eines Hopfengartens mit Hopfenstangen bestückt ist, die ein zügiges Ackern unmöglich machen, zumindest aber bis ans Untragbare erschweren. Darüber hinaus ist zur Vermeidung von Handarbeit ein Gerät bekannt geworden, das zwei gemeinsam angetriebene Bodenbohrer aufweist, die voneinander so beabstandet sind, daß sie beim Arbeitseinsatz den jeweiligen Wurzelstock zwischen sich aufnehmen und letzteren aus dem Bifang herausheben. Bei beiden Entfernungsarten werden zwar die Wurzelstöcke aus den Bifängen entfernt, jedoch sind ihre Wurzeln meist vom Erdreich durchsetzt, das von Hand oder mit Rüttelvorrichtungen abgeschüttelt werden muß, um die Wurzelstöcke ohne Erdreichverlust aus dem Hopfengarten entfernen zu können. Ein weiterer wesentlicher Nachteil besteht darin, daß beim Ackern und beim Bohren abgerissene Wurzelenden im Bifang verbleiben oder in der Furche neben dem Bifang liegen und bei der kommenden Wuchsperiode gewissermaßen als Unkraut austreiben, wodurch einmal Nacharbeit erforderlich und zum anderen der Nährstoffvorrat im Boden für die neuen Pflanzen belastet wird.

Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Gerät anzugeben, mit dem Handarbeit weitgehendst vermieden ist und die Wurzelstöcke an Ort und Stelle so zerkleinert werden, daß ein späterer Austrieb von Wurzelresten ausgeschlossen ist, d. h., daß die Wurzelstöcke so zerkleinert werden, daß ein Austrieb unmöglich ist und sie mehr oder weniger als ein Düngemittel im Hopfengarten anzusehen sind.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Maßnahmen gemäß dem kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches. Die Ausbildung des Gerätes als fahrbare Fräse bringt den entscheidenden Vorteil mit sich, daß die Wurzelstöcke schon im Erdreich in nicht mehr austreibende und auch vom Erdreich befreite kleine Teilstücke zerlegt werden, ohne daß dazu Handarbeit erforderlich ist. Es versteht sich, daß das Zerlegen der Wurzelstöcke deshalb so problemlos durchführbar ist, weil der eigentliche Fräser hackmesserartig ausgebildete Fräsmesser trägt, die quer zum jeweiligen Bifang und in dessen Tiefe, also über die ganze Höhe des jeweiligen Wurzelstockes wirksam sind und diese Wirkung durch die Fahrbewegung der Fräse in Bifangrichtung über die gesamte Ausdehnung des jeweiligen Wurzelstockes erhalten bleibt. Das vorgesehene Verbringen des angetriebenen Fräsers aus einer Nichtgebrauchsstellung in eine Arbeitsstellung ermöglicht es, den bevorzugt auf jedem vierten Bifang befindlichen Säulen auszuweichen.

Wenn auch die erfindungsgemäße Fräse selbstfahrend ausgebildet werden kann, ist es im Hinblick auf die bei Hopfenbauern zweifelsfrei vorhandenen Schlepper od. dgl. und nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen zweckmäßig, nach der Lehre des Anspruches 2 vorzugehen, gemäß dem die Fräse als Anbaugerät an einen Schlepper ausgeführt ist. Dies bietet den Vorteil, daß im Gegensatz zu einer selbstfahrenden Fräse sich eine Vorrichtung zum Heben und Senken des eigentlichen Fräsers und ein Antriebsaggregat für das Fahren und Fräsen erübrigen. Für das Verbringen des eigentlichen Fräsers aus einer Nichtgebrauchsstellung in eine Arbeitsstellung und umgekehrt allerdings sind bei beiden Bauarten zusätzliche Maßnahmen erforderlich.

Eine vorteilhafte Lösung für das Verbringen des eigentlichen Fräsers aus einer Nichtgebrauchsstellung in eine Arbeitsstellung und umgekehrt sowie für einen wirtschaftlichen Bau einer Fräse ist es zweckmäßig, wenn man die Maßnahmen gemäß Anspruch 3 verwirklicht. Eine solche Anbaufräse ist tatsächlich wirtschaftlich herstellbar und darüber hinaus so robust, daß sie nicht nur rauher Behandlung gewachsen ist, sondern auch für lange Zeit funktionssicher bleibt.

Zum Verschwenken des eigentlichen Fräsers aus der Nichtgebrauchsstellung in eine Arbeitsstellung ist davon auszugehen, daß nur dann ein problemloses Arbeiten möglich ist, wenn man sich die Lehre des Anspruches 4 zunutze macht. Zug-Druck-Hydraulikzylinder, die hier zur Anwendung kommen, stehen in beliebigen Größen als günstige Handelsware zur Verfügung, so daß solche Zylinder zu keinen erheblichen Mehrkosten führen, die in der anfallenden Höhe unbedeutend erscheinen, wenn man die erzielten Vorteile des sicheren und vom Schlepper aus zu steuernden Verschwenkens entsprechend würdigt.

Wenn es für das Entfernen der Wurzelstöcke bzw. für ihr Zerkleinern zweckmäßig erscheint, bei einer angenommenen konstanten Fahrgeschwindigkeit des Schleppers die Drehzahl des eigentlichen Fräsers zu verändern, dann empfiehlt es sich, die Maßnahme nach Anspruch 5 zu ergreifen. Mit der möglichen Drehzahlveränderung lassen sich auch Schwierigkeiten beherrschen, die durch anders geartete Bodenverhältnisse nicht auszuschließen sind.

Für die Erzielung eines hohen Wirkungsgrades des Fräsers ist es besonders vorteilhaft, wenn man den Fräser gemäß Anspruch 6 ausbildet.

Eine besonders gute und über die ganze Tiefe eines Wurzelstockes sich erstreckende Wirkung ergibt sich dann, wenn man die Maßnahme nach Anspruch 7 ergreift.

Ein einwandfreies Zerkleinern der Wurzelstöcke läßt sich dann erzielen, wenn man sich der Lehre nach Anspruch 8 bedient. Vorteilhaft, insbesondere bei Beginn der Arbeiten ist es, wenn auf beiden Seiten Fräsmesser angeordnet werden.

Der Abtransport der zerkleinerten Wurzelstöcke wird neben der schaufelartigen Wirkung der Fräsmesser durch die Maßnahme gemäß Anspruch 9 unterstützt. Letzteres um so mehr, als, wie im Anspruch 7 angedeutet, die Platte zwischen den Messern ausgespart ist und so Material zu den schaufelartig wirkenden Stegen gelangen kann.

Um die Belastung der heb- und senkbaren Dreipunktaufhängung zu verringern und um Lenkschwierigkeiten bei hinter den rückwärtigen Rädern eines Schleppers wirksam werdenden Kräften nicht befürchten zu müssen, ist es von Vorteil, ein Stützrad im Bereich des Tragrahmens für den eigentlichen Fräser vorzusehen, wie sich ein solches aus den Ansprüchen 10 und 11 ergibt.

Da insbesondere bei höheren Drehzahlen des eigentlichen Fräsers Wurzelstücke und Erdreich tagential abgeschleudert werden und an Stellen gelangen würden, von denen sie wieder mit Handarbeit entfernt werden müßten, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, eine Lösung mit den Maßnahmen des Anspruches 12 herbeizuführen. Aus dem furchenartigen Bereich zwischen dem bearbeiteten Bifang und dem benachbarten Bifang läßt sich der Fräsauswurf mit den für jeden Hopfengarten zur Verfügung stehenden Geräten dort hinbringen, wo er ursprünglich war bzw. wo er gebraucht wird. Die durch die hackmesserartig ausgebildeten Fräsmesser gewissermaßen gehäckselten Teile bzw. Teilchen der Wurzelstöcke bleiben in jedem Fall ungefährlich, d. h., sie treiben nicht mehr aus und bilden für eine längere Zeitspanne einen wertvollen Dünger.

Die Abdeckung des Fräsers bzw. der nach unten offene Kanal ist besonders dann wirksam, wenn man ihn nach der Lehre des Anspruches 13 ausbildet.

Da insbesondere bei feuchten Bodenverhältnissen die Gefahr besteht, daß sich im Kanal Material ansammelt, das die Funktion beeinträchtigt, sind Maßnahmen nach Anspruch 14 vorgesehen, die sicherstellen, daß auch feuchtes Material dorthin gelangt, wo es tatsächlich gebraucht wird. Ob man Ketten oder Bänder oder Seile mit seitlichen Profilen verwendet, ist eine Kosten- und/ oder Konstruktionsfrage.

Um bei nicht auszuschließenden Materialansammlungen den Kanal bzw. die Hauben von unerwünschtem Material bequem befreien zu können, ist es zweckmäßig, nach den Ansprüchen 15 und 16 vorzugehen. Reinigungsmöglichkeiten sind auch dann gegeben, wenn man Seitenwände lösbar anordnet.

In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; es zeigen:

Fig. 1 das erfindungsgemäße Gerät in Oberansicht, teilweise aufgebrochen;

Fig. 2 das gleiche Gerät in Seitenansicht, in Richtung des Pfeiles A der Fig. 1 betrachtet, und

Fig. 3 eine Stirnansicht auf den Fräser, in Richtung des Pfeiles B der Fig. 1 betrachtet, wobei die Abdeckung seitlich offen dargestellt ist.

Gemäß den Fig. 1 und 2 besteht das Gerät 1 aus einem rechteckigen Rahmen 2, einer Parallelogrammführung 3 und einer Tragkonstruktion 4 für einen Fräser 5. Der Rahmen 2 ist mit zwei unteren Plattenpaaren 6, 7 und einem oberen Plattenpaar 8 ausgestattet, die der Verbindung mit der Dreipunktaufhängung eines nicht dargestellten Schleppers dienen.

Die Parallelogrammanlenkung 3 besteht ihrerseits aus einem Doppellenker 9, 10 und einem Lenker 11. Der Doppellenker 9, 10 bildet den tragenden Teil der Anlenkung 3 und er greift bei 12, 13 scharniergelenkig am Rahmen 2 an. Die beiden Enden des Doppellenkers 9, 10 sind an den den Scharnieren 12, 13gegenüberliegenden Enden mit einem kräftigen Teil 14 verschweißt, der über eine Gabel 15 bei 16 mit der Tragkonstruktion 4 wiederum scharniergelenkig verbunden ist. Ahnliches gilt für den Lenker 11, der bei 17 mit der Tragkonstruktion 4 und bei 18 mit dem Rahmen 2 in scharniergelenkiger Verbindung steht.

Der Fräser 5 ist auf einer Welle 19 drehfest angeordnet, die zu einem Schaltgetriebe 20 gehört, dessen Eingangswelle 21 über eine längenverstellbare Gelenkwelle 22 an ein kraftübertragendes Zwischenglied 23 angeschlossen ist, das, wie sich aus Fig. 1 ergibt, zur Fahrtrichtung schräg liegt und an dem eine weitere, dem Anschluß an die Zapfwelle eines Schleppers dienende Gelenkwelle (nicht dargestellt) angeschlossen ist. Die Schräglage des Zwischengliedes 23 ist deshalb gewählt, um gelenkwellenzerstörende Kräfte zu vermeiden, die bei gewissermaßen um die Ecke geführten Kraftübertragungen auftreten.

Um den von der Zapfwelle aus angetriebenen Fräser 5 aus der in Fig. 1 dargestellten Nichtgebrauchsstellung in eine Arbeitsstellung (vgl. den Pfeil 24 in Fig. 1) bringen zu können, ist ein Zug-Druck-Hydraulikzylinder 25 vorgesehen (in Fig. 2 nur angedeutet), der bei 26 an dem Lenker 9, 10 und bei 27 an dem Rahmen 2 scharniergelenkig angreift.

Der Fräser 5, der sich besonders gut aus Fig. 3 ergibt und drehfest auf der Welle 19 sitzt, weist eine Platte 28 auf, die auf der zum Rahmen 2 gerichteten Seite auf den Umfang verteilte und durch ihre Abwinklung hackenartig wirkende Fräsmesser 29 aufweist, die auswechselbar mit der Platte 28 verschraubt sind.

Auf der gleichen Seite der Platte 28 befinden sich artgleiche Fräsmesser 30, die gegenüber den Fräsmessern 29 auf Lücke und radial zur Welle 19 hin versetzt sind. Auf der gegenüberliegenden Seite der Platte 28 sind im Bereich der Fräsmesser 29, die mit ihren Schneiden in die mit einem Pfeil 31 angegebene Drehrichtung weisen, abgewinkelte Stege 32 vorgesehen, die bei der Drehung des Fräsers 5 schaufelartig wirken und das mit Erde vermischte Wurzelgut, das durch die Aussparungen (Randprofilierungen) der Platte 28 in ihren Bereich gelangt, tangential abschleudern, soweit dies nicht schon durch die Fräsmesser 29, 30 selbst geschehen ist.

Damit das tangential abgeschleuderte und zerkleinerte Wurzelgut und auch Erdreich nicht unkontrolliert verteilt wird, ist der Fräser 5 mit einer Abdeckung 33 ausgestattet, die den Fräser 5 haubenartig übergreift und die in eine weitere Haube 34 übergeht, die den Auswurf dorthin befördert, wo er gebraucht wird bzw. nicht stört.

Da insbesondere bei feuchtem Boden und bei geringem Spiel zwischen den umlaufenden Fräsmessern 29 und der Abdeckung 33 die Gefahr besteht, daß sich Material an der Innenwand der Abdeckung ansammelt, ist eine endlose Reinigungskette 35 vorgesehen, die über Stütz- und Umlenkrollen 36, 37 geführt ist wobei sich anbietet, mindestens eine Rolle 36 von der Welle 19 aus anzutreiben, was ggf. abgestuft erfolgen kann, d. h., es könnte von Vorteil sein, wenn der Lauf des inneren Trummes der Kette 35 od. dgl. schneller ist als die Umdrehungsbewegung des Fräsers 5. Mit einer gestrichelten Linie 38 ist angedeutet, wie man die Abdeckung anders gestalten könnte. Es versteht sich, daß man beim Übergang der einen Haube (vgl. 33) in die zweite Haube 34 besondere Maßnahmen ergreifen muß, d. h. bei 39 ist so vorzugehen, daß die Masse des Fräsgutes in die Haube 34 und nicht in die erste Haube gelangt.

Da trotz besonderer Gestaltung der einen Kanal bildenden Hauben Handreinigungen des öfteren nicht auszuschließen sind, sind die Abdeckungen 33, 34 von der Seite oder von oben her zugänglich gemacht, beispielsweise durch Klappen, die bei 40, 41 angelenkt sind. Die Klappen können auch so ausgebildet sein, daß man den Fräsauswurf weiterleiten oder verkürzen kann, zumal die Abstände zwischen den einzelnen Bifängen nicht unbedingt gleich sind.

Auf die Arbeitsweise mit dem neuen Gerät 1 braucht nicht näher eingegangen zu werden, da der jeweilige Schlepper in den Spuren bzw. in den Furchen neben einem Bifang fährt und die Fräse mit dem Zylinder 25 aus der Nichtgebrauchs- oder Transportstellung in die Arbeitsstellung gebracht werden kann. Ebenso ist es bei entsprechender Fahrgeschwindigkeitsreduzierung ohne weiteres möglich, durch Betätigung des Zylinders 25 den Säulen entlang eines Bifangs auszuweichen. Auf der dem Rahmen 2 abgekehrten Seite der Platte 28 ggf. vorgesehenen Messern 29 oder 30 kommt insofern eine Bedeutung zu, da sie das schnelle Eindringen des Fräsers in den jeweiligen Bifang begünstigen. Zu bemerken ist ferner, daß zur Entlastung der Dreipunktaufhängung in Fig. 2 ein Stützrad 42 angedeutet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum Entfernen von Hopfen-Wurzelstöcken aus voneinander beabstandeten, parallel zueinander verlaufenden Bifang- Reihen in Hopfengärten, gekennzeichnet durch die Ausbildung des Gerätes (1) als fahrbare Fräse, dessen angetriebener Fräser (5) derart aus einer Nichtgebrauchsstellung in eine Arbeitsstellung verbringbar ist, daß beim Fahren der Fräse in Bifangrichtung die umlaufenden hackenartig ausgebildeten Fräsmesser (29, 30) quer zum jeweiligen Bifang und in dessen Tiefe wirksam sind.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräse für den Anbau an eine heb- und senkbare Dreipunktaufhängung (vgl. 6, 7, 8) eines Schleppers od. dgl. hergerichtet ist, der von der Zapfwelle aus den eigentlichen Fräser (5) über mindestens eine Gelenkwelle (22) antreibt.
  3. 3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eigentliche, von der Zapfwelle aus angetriebene, quer zum Bifang wirksame Fräser (5) an einer Tragkonstruktion (4) gelagert ist, die über Parallelogrammlenker (9, 10, 11) mit einem vorderen aufrechten Rahmen (2) in schwenkbarer Verbindung steht, der den Anschlußteil zu der Dreipunktaufhängung des jeweiligen Schleppers od. dgl. darstellt.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß für das Verschwenken des eigentlichen, quer zu den Bifängen wirksamen Fräsers (5) aus der Nichtgebrauchsstellung in die Arbeitsstellung ein Zug-Druck-Hydraulikzylinder (25) vorgesehen ist, der so an dem Parallelogrammlenker (9, 10) und an dem von den Parallelogrammlenkern beabstandeten Bereich des aufrechten Rahmens (2) angreift, daß er in der Nichtgebrauchsstellung des eigentlichen Fräsers (5) mit den Parallelogrammlenkern (9, 10, 11) einen spitzen Winkel (α) einschließt, der in der Arbeitsstellung des Fräsers (5) kleiner ist.
  5. 5. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Kraftübertragung von der Zapfwelle zum eigentlichen Fräser (5) ein Getriebe, z. B. ein Schaltgetriebe (20) vorgesehen ist.
  6. 6. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die hackenartigen Messer (29, 30) des Fräsers (5) eine abgewinkelte Form haben, wobei die einen Schenkel auswechselbar mit einer auf einer Welle (19) drehfest angeordneten Platte (28) verbunden sind, während die anderen die Schneiden aufweisenden Schenkel etwa parallel zur Achse der Welle (19) verlaufen.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Umfang der ggf. randprofilierten Platte (28) gleichmäßig verteilten Fräsmesser (29, 30) abwechselnd unterschiedliche radiale Abstände von der Welle (19) aufweisen.
  8. 8. Gerät nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräsmesser (29, 30) bevorzugt auf der einen, dem Schlepper zugekehrten Seite der Platte (28) angeordnet sind.
  9. 9. Gerät nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der ggf. von Fräsmessern (29, 30) freien Seite der Platte (28) radiale, ggf. abgeknickte Stege (32) vorgesehen sind.
  10. 10. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Tragkonstruktion (4) für den eigentlichen Fräser (5) ein höhenverstellbares Stützrad (42) vorgesehen ist.
  11. 11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das höhenverstellbare, etwa in der Spur des Schlepperrades laufende Stützrad (42) hydraulisch betätigbar ist.
  12. 12. Gerät nach Anspruch 1 und zumindest einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß über dem eigentlichen Fräser (5) mit seinen hackmesserartig ausgebildeten Fräsmessern (29, 30) und den Stegen (32) eine Abdeckung (33) vorgesehen ist, die als ein nach unten offener Kanal eine Führung für den Fräsauswurf in den furchenartigen Bereich zwischen dem bearbeiteten Bifang und dem benachbarten Bifang bildet.
  13. 13. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal bis etwa zur Hälfte des Durchmessers des Fräsers (5) letzteren mit mehr oder weniger Spiel haubenartig überspannt und in Wurfrichtung in eine weitere Haube (34) übergeht.
  14. 14. Gerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Haube (vgl. 33) mit einer endlosen Kette (35) od. dgl. ausgestattet ist.
  15. 15. Gerät nach den Ansprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Anfangsbereich der ersten Haube (vgl. 33) mit einer Klappe (vgl. 40) ausgestattet ist.
  16. 16. Gerät nach den Ansprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Endbereich der zweiten Haube (34) mit einer Klappe (vgl. 41) ausgestattet ist.






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