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Dokumentenidentifikation DE69418946T2 30.09.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0640573
Titel WÄRMEDAMMENDES FEUERFESTES MATERIAL
Anmelder Krosaki Corp., Kitakyushu, Fukuoka, JP
Erfinder KAWABE, Hideaki, Krosaki Corporation, Kitakyushu-shi, Fukuoka 806, JP;
HAGIWARA, Shozou, Krosaki Corporation, Kitakyushu-shi, Fukuoka 806, JP;
KUGA, Koji, Krosaki Corporation, Kitakyushu-shi, Fukuoka 806, JP;
HAMAGUCHI, Setsunori, Krosaki Corporation, Kitakyushu-shi, Fukuoka 806, JP
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69418946
Vertragsstaaten BE, DE, GB, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.03.1994
EP-Aktenzeichen 949084941
WO-Anmeldetag 03.03.1994
PCT-Aktenzeichen JP9400349
WO-Veröffentlichungsnummer 9420435
WO-Veröffentlichungsdatum 15.09.1994
EP-Offenlegungsdatum 01.03.1995
EP date of grant 09.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.09.1999
IPC-Hauptklasse C04B 38/08
IPC-Nebenklasse C04B 20/00   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein wärmeisolierendes Feuerfestmaterial zum Unterdrücken der Wärmedissipation, das für die Oberflächen von Ofenausmauerungen bei einem industriellen Ofen oder bei den Oberflächen von feuerfesten Stoffen beim Stahlguß verwendet wird.

HINTERGRUNDTECHNIK

Als feuerfeste Stoffe beim Stahlgießen, wobei geschmolzener Stahl bei ungefähr 1500ºC gegossen wird, ist eine Graphit enthaltende Feuerfestzusammensetzung mit hohem thermischen Schockwiderstand verwendet worden. Die Feuerfestzusammensetzung hat wegen des darin enthaltenden Graphits eine hohe thermische Leitfähigkeit, und sie erlaubt einen starken Anteil an Wärmedissipation über die Außenfläche. Die Graphit enthaltende Feuerfestzusammensetzung wird vorerwärmt, bevor sie benutzt wird, um dem Erzeugen von Rissen aufgrund abrupter thermischer Änderung vorzubeugen; jedoch sind diese Möglichkeiten der Vorbeugung begrenzt, da die Temperatur über eine Zeitdauer vom Beenden des Heizens bis zum Beginn des Gießens stark abfällt.

Um das obige Problem zu behandeln, offenbaren zum Beispiel die japanischen ungeprüften Gebrauchsmusterveröffentlichungen Nrn. SHO 55-43616 und SHO 60-34354 ein Verfahren, auf Al&sub2;O&sub3;-SiO&sub2; oder Al&sub2;O&sub3;-SiO&sub2;-CaO basierende keramische wärmeisolierende Fasern auf der Oberfläche von feuerfesten Stoffen zu befestigen. Dieses Verfahren jedoch ist nachteilhaft dahingehend, daß, obwohl die enthaltenen Fasern einen großen Wärmewiderstand und Wärmeisolation bieten, die Fasern, die Abmessungen in der Größenordnung von einigen Mikrometern haben und schädlich für den menschlichen Körper sind, frei in die Atmosphäre gesetzt werden, wenn die Hitze das Nachlassen des Bindemittels bewirkt.

Als ein Mittel zum Erhalten einer allgemeinen wärmeisolierenden Struktur anstelle der obigen keramischen wärmeisolierenden Fasern könnte ein monolithisches Feuerfestmaterial, gemischt mit organischen Fasern, die durch Wärme zersetzt werden, vorgeschlagen werden.

Jedoch, um eine gute wärmeisolierende Wirkung mit nur organischen Fasern zu erreichen, muß eine große Menge an organischen Fasern zugesetzt werden, was den Nachteil hat, daß die Festigkeit des Feuerfestmaterials beträchtlich verringert wird.

Das Dokument FR-A-2 500 335 offenbart ein Verfahren, eine isolierende Schicht auf einem metallischen Material anzubringen, wobei eine Mischung, die u. a. ein Feuerfestpulver, ein Mineral, das in der Lage ist, sich in der Wärme auszudehnen, und Wasser enthält, auf das metallische Material aufgetragen wird und sich beim Erhitzen in eine harte poröse Schicht umbilden kann.

Das Dokument JP-A-55 032 754 offenbart eine Rohmischung, die u. a. Perlit, Aluminiumoxid und Wasser als ein Bindemittel enthält.

Das Dokument JP-A-01 122 640 offenbart ein Überzugsmaterial, das als eine wärmeisolierende Auskleidung auf eine Oberfläche eines Feuerfestmaterials aufgeschichtet wird, welches Magnesiumoxid, Fasermaterial, sowohl organische als auch anorganische Fasern, und ein Bindemittel mit Magnesiumoxid enthält.

Das Dokument GB-A-2 091 592 offenbart ein feuerfestes wärmeisolierendes Material, das aus einem porösen teilchenförmigen Material niedriger Dichte besteht, welches mit einem Feuerfestoxid beschichtet ist, zum Beispiel Siliziumdioxid, das aus einem kolloidalen Oxidsol gebildet ist.

Die Aufgabe, die durch die vorliegende Erfindung gelöst werden soll, ist es, ein wärmeisolierendes Feuerfestmaterial zur Verfügung zu stellen, das keine für die Umwelt und Hygiene problematischen keramischen wärmeisolierenden Fasern enthält, nur organische Fasern enthält, in einem Ausmaß, das notwendig ist, die Anhaftrate beim Sprühen zu verbessern, und das trotzdem eine festlegbare wärmeisolierende Wirkung erreichen kann.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung ist unter der grundlegenden Voraussetzung gemacht worden, daß es möglich wird, eine ausgezeichnete wärmeisolierende Wirkung ohne irgendwelche Nachteile wie oben beschrieben zu erreichen, indem ein Schaummaterial mit hoher wärmeisolie render Wirkung auf Feuerfestoberflächen von Auskleidungen bei einem industriellen Ofen oder auf die Oberflächen von Feuerfeststoffen für den Stahlguß aufgetragen wird und dann das aufgetragene Material durch Erhitzen oder durch die Wärme des geschmolzenen Stahles aufgeschäumt wird.

Es umfaßt die vorliegende Erfindung nämlich ein wärmeisolierendes Feuerfestmaterial wie im Anspruch definiert.

Organische Fasern, die durch Erhitzen verloren gehen, sowie Garne, Baumwollpulpe oder Vinylonfasern, können weiter in einer Menge von 0,01-5 Gew.-% auf der Basis der obigen Mischung hinzugefügt werden, um die Anhaftrate beim Sprühen zu vergrößern.

Das aufschäumbare Rohmaterial kann Shirasu, Vermikulit, Obsidian, Perlit, Pechstein, porigzelliges Schiefergestein, Flugasche und dergleichen umfassen. Insbesondere sind Obsidian oder Perlit wünschenswert, um eine Anzahl von Blasen durch Einbringen einer kleinen Menge zu erzeugen. Für die hinzugefügte Menge des aufgeschäumten Materials wird gefordert, daß sie in dem Bereich von 2 bis 50 Gew.-% liegt. Wenn sie geringer ist als 2 Gew.-%, ist die aufgeschäumte Menge nicht ausreichend, um die gewünschte wärmeisolierende Wirkung zu erreichen. Wenn sie größer als 50 Gew.-% ist, gefährdet die überschüssige aufgeschäumte Menge die Festigkeit, die für das wärmeisolierende Feuerfestmaterial erforderlich ist.

Das Glaspulver wird verwendet, um das Gas, das aus dem Rohmaterial, welches durch Erhitzen aufgeschäumt wird, innerhalb des Beschichtungsfilmes zu halten. Wenn das Feuerfestpulver geschmolzen wird, ist das Glaspulver nicht notwendigerweise erforderlich. Durch den Zusatz des Glaspulvers jedoch bedeckt der geschmolzene Glasfilm den Teil um das Gas, das durch das abschäumende Rohmaterial insbesondere unter der Wärmebedingung von 400 bis 1500ºC gebildet wird, und verhindert, daß das Gas aus dem Beschichtungsfilm entweicht. Das Glaspulver muß bei 400 bis 1500ºC erweicht und geschmolzen werden, damit das Gas, das durch das aufgeschäumte Rohmaterial bei 400 bis 1500ºC erzeugt wird, effektiv innerhalb des Beschichtungsfilms gehalten wird. Wenn zuviel Glaspulver hinzugefügt wird, wird die Viskosität des geschmolzenen Beschichtungsfilms verringert, und es wird keine kontinuierliche wärmeisolierende Schicht durch das Herabfließphänomen des Beschichtungsfilms gebildet. Demgemäß ist die obere Grenze der hinzuzufügenden Menge bei 100 Gew.-% festgelegt.

Als Feuerfestpulver können Pulver von Roseki, Silikastein, Schamotte, Mullit, Aluminiumoxid, gebranntes Silika, Zirkoniumoxid und dergleichen verwendet werden. Die hinzugesetzte Menge ist so festgelegt, daß sie in dem Bereich von 50 bis 98 Gew.-% liegt. Wenn das hinzugefügte Feuerfestpulver weniger als 50 Gew.-% beträgt, wird der Feuerwiderstand des Beschichtungsfilms verringert, und es wird wegen der verringerten Viskosität ein Herabfließphänomen des Beschichtungsfilms, der bei einer hohen Temperatur aufgeschmolzen ist, erzeugt. Wenn das hinzugefügte Feuerfestpulver mehr als 98 Gew.-% einnimmt, ist die hinzugesetzte Menge an aufgeschäumtem Rohmaterial relativ verringert, so daß eine ausreichende wärmeisolierende Wirkung nicht erhalten wird.

Die organischen Fasern, die durch Erhitzen verloren gehen, werden benutzt, um die Anhaftrate beim Sprühen zu vergrößern, und sind nicht notwendigerweise für die Gießarbeit und den Bürstenbeschichtarbeit erforderlich. Wenn die hinzugesetzte Menge überschüssig wird, wird die Festigkeit des wärmeisolierenden Feuerfestmaterials beträchtlich verringert, wenn die Fasern durch Erhitzen verloren gehen, und die Anhaftrate wird nicht signifikant verbessert. Demgemäß wird die obere Grenze der hinzugesetzten Menge zu 5 Gew.-% festgelegt.

Das aufschäumende Rohmaterial, Glaspulver und Feuerfestpulver sind in der Teilchengröße angepaßt, so daß die Gesamtteilchengröße bevorzugt 3 mm oder weniger wird, und sie werden mit einem flüssigen Bindemittel geknetet. Hier meint flüssiges Bindemittel ein flüssiges Material, so wie Wasser, organisches Lösemittel, organische Paste, Silikasol, Aluminiumoxidsol oder Zirkoniumoxidsol; und eine Lösung, in der ein Pulverbindemittel mit Wasser, organischem Lösemittel oder dergleichen gelöst wird. Die hinzugesetzte Menge an flüssigem Bindemittel ist so festgelegt, daß sie in dem Bereich 20 bis 250 Gew.-% liegt, um die Konsistenz des aufgeschäumten Rohmaterials, des Glaspulvers und des Feuerfestpulvers einzustellen, so daß sie auf die Oberflächen der Ofenwände oder der Graphit enthaltenen Feuerfestmaterialien durch Sprühen, Gießen oder Aufbürsten aufgetragen werden können. Bei der vorliegenden Erfindung kann eines der oben beschriebenen Materialien verwendet werden; jedoch sind Silikasol, Aluminiumoxidsol und Zirkoniumoxidsol wünschenswert, um die Beschichtungsfestigkeit bei einer hohen Temperatur zu halten.

Das Kneten wird von einem Mischer in der üblichen Weise durchgeführt.

Die so durchgeknetete Mischung wird durch Gießen, Sprühen oder Bürsten auf Feuerfestmaterialien aufgetragen, so daß eine wärmeisolierende Schicht gebildet wird, die durch die Wärme des geschmolzenen Stahls oder dergleichen aufgebläht wird und Aufblählöcher mit ausgezeichneter Wärmeisolierung über die gesamte Oberfläche des Feuerfestmaterials bildet.

Das aufschäumende Rohmaterial, das in dem wärmeisolierenden Feuerfestmaterial der vorliegenden Erfindung enthalten ist, wird zusammen mit dem Feuerfestpulver und dem flüssigen Bindemittel in einem schlammartigen Zustand eingestellt. Die Zusammensetzung wird durch Erhitzen aufgeschäumt, bevor oder nachdem auf die Oberflächen der Feuerfestmaterialien aufgetragen wird, und bildet Aufblählöcher, die für die Wärmeisolierung über die gesamte Oberfläche wirksam sind. Darüber hinaus kann durch den Zusatz von Glaspulver das Gas, das durch das aufgeschäumte Rohmaterial erzeugt wird, in effektiver Weise innerhalb des Beschichtungsfilms gehalten werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein wärmeisolierendes Feuerfestmaterial erhalten werden, das keine bezüglich der Umwelt und der Hygiene ungewünschten keramischen wärmeisolierenden Fasern enthält, sondern nur organische Fasern in einem Ausmaß enthält, das notwendig ist, beim Sprühen die Anhaftrate zu verbessern, und das trotzdem eine spezifizierte wärmeisolierende Wirkung erreichen kann. Darüber hinaus hat das wärmeisolierende Feuerfestmaterial einen geschmolzenen Glasfilm, der unabhängige Blasen enthält, und daher bietet er einen ausgezeichneten Abschirmeffekt für Luft und hat die Wirkung, die Oxidation des Graphit enthaltenden Feuerfestmaterials zu verhindern.

KURZBEZEICHNUNG DER ZEICHNUNG

Fig. 1 ist eine vertikale Schnittansicht eines Prüfgerätes zum Sicherstellen der Wirkung der vorliegenden Erfindung.

BESTE ART, DIE ERFINDUNG DURCHZUFÜHREN

Ungeschäumtes Perlit mit einer mittleren Teilchengröße von 200 um und Vermikulit, das zuvor durch Erhitzen aufgeschäumt wurde, wurden als ein aufgeschäumtes Material verwendet; Bor-Silikat-Glas mit einem Erweichungspunkt bei 800ºC wurde als ein Glaspulver verwendet; Roseki mit einer mittleren Teilchengröße von 100 um wurde als ein Feuerfestpulver ver wendet; und Silikasol wurde als ein flüssiges Bindemittel verwendet. Dieses Perlit, Vermikulit, Bor-Silikat-Glas und Roseki wurden jeweils in Gewichten festgelegter Mengen gemessen und dann gemischt. Das Silikasol wurde der Mischung in einer solchen Menge (Gew.-% basierend auf dem Gewicht der Mischung) zugesetzt, daß eine Konsistenz sichergestellt war, die für das Bürstenauftragen geeignet ist, und geknetet, damit ein schlammartiger Zustand erreicht wurde. Der Schlamm wurde auf die Oberflächen eines Graphit enthaltenden Feuerfestmittels durch Bürsten aufgetragen, um eine wärmeisolierende Schicht mit einer Dicke von ungefähr 3 mm zu bilden. Diese wurde in einen Gasofen gegeben und bei einer Temperaturanstiegsrate von 600ºC/h erhitzt und über zwei Stunden bei 1100ºC gehalten, dann natürlich abgekühlt und aus dem Ofen genommen. Das Feuerfestmaterial wurde dann auf den Bildungszustand der Hohlstruktur beobachtet, wobei ein Reflexionsmikroskop verwendet wurde.

Tabelle 1

Wie in Tabelle 1 gezeigt, konnte für die Probe Nr. 1, bei der der Gehalt an zugesetztem Perlit als aufzuschäumendem Material geringer war als bei der vorliegenden Erfindung, ein Beschichtungsfilm aus geschmolzenem Glas mit einer Hohlstruktur nicht erhalten werden, wegen des geringen Gehaltes an aufzuschäumendem Rohmaterial. Andererseits, für die Probe Nr. 2, bei der Perlit, das als aufzuschäumendes Rohmaterial hinzugefügt wurde, mehr war als bei der vorliegenden Erfindung, wurde ein Beschichtungsfilm aus geschmolzenem Glas wegen des überschüssigen Gehaltes an aufzuschäumendem Rohmaterial aufgebrochen. Demge mäß liegt der Gehalt an aufzuschäumendem Rohmaterial in einem Bereich von 2 bis 50 Gew.- %, und demgemäß wird Roseki, das als ein Feuerfestpulver hinzugefügt war, in dem Bereich von 50 bis 98 Gew.-% liegen. Für die Probe Nr. 3, bei der der Gehalt an Bor-Silikat-Glas, das als eine Glaskomponente hinzugefügt wurde, die bei 400 bis 1500ºC geschmolzen war, mehr war als bei der vorliegenden Erfindung, konnte ein Beschichtungsfilm aus geschmolzenem Glas mit einer kontinuierlichen Hohlstruktur wegen des Herabströmens und der Koagulation von Glas aufgrund der Verringerung der Viskosität des geschmolzenen Glases nicht erhalten werden.

Andererseits wurde bei der vorliegenden Erfindung das folgende bestätigt: Bei jeder der Proben Nr. 4, 5, 6 und 7, die ungeschäumtes Perlit verwendeten, wurde ein kontinuierlicher Beschichtungsfilm aus geschmolzenem Glas mit einer gleichförmigen Hohlstruktur über die Fläche gebildet; und bei jeder der Proben Nr. 8 und 9, welche ungeschäumtes Perlit und Zufuhr durch Erhitzen aufgeschäumtes Vermikulit benutzten, wurde auch ein kontinuierlicher Beschichtungsfilm aus geschmolzenem Glas mit einer gleichförmigen Hohlstruktur über die Fläche gebildet.

Auf der Basis der Ergebnisse der Tabelle 1 wurde ein Test durchgeführt, um die wärmeisolierende Wirkung der vorliegenden Erfindung bei Verwendung eines Gasofens zu bestätigen.

Fig. 1 ist eine Vertikalschnitteinsicht, die den Meßzustand zeigt. In dieser Figur bezeichnet die Bezugsziffer 1 einen Wärmekasten; 2 ist eine Aluminiumoxid-Graphit-Düse; 3 ist eine Thermokupplung; und 4 ist ein Brenner. Jedes der wärmeisolierenden Feuerfestmaterialien der Proben Nr. 6 und 9, wie in Tabelle 1 gezeigt, wurden auf der Außenfläche der Aluminiumoxid-Graphit-Gießdüse 2 durch Aufbürsten gebildet, so daß eine wärmeisolierende Schicht mit einer Dicke von 5 mm gebildet wurde. Diese wurde auf 1100ºC erhitzt und in der Atmosphäre gelassen. Somit wurde der Temperaturabfall von 1100ºC überprüft. Die Probe, bei der herkömmliche keramische Fasern verwendet wurden, und die Probe ohne wärmeisolierendes Material wurden als Vergleichsbeispiele untersucht. Was die Meßposition betrifft, wurden die Probe, bei der keramische Fasern verwendet wurden, oder die Probe mit aufschäumendem wärmeisolierenden Material an der Schnittstelle zwischen den keramischen Fasern oder dem aufschäumenden wärmeisolierenden Material und der Gießdüse gemessen.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.

Tabelle 2

Tabelle 2 zeigt den Temperaturabfall jeder auf 1100ºC erhitzten Probe. Das geschäumte wärmeisolierende Material der vorliegenden Erfindung ergab eine Wärmeisolation, die der der vorliegenden Materialien mit keramischen Fasern vergleichbar ist.

Zusätzlich, damit das Material Blasen im geschmolzenen und erweichten Glas bildet, können verschiedene organische oder anorganische Materialien benutzt werden, die beim Erhitzen Aufblählöcher bilden, sowie Flugasche und Shirasu, wie oben beschrieben, außer dem obigen Perlit und Vermikulit. Darüber hinaus kann als Feuerfestpulver Pulver von Silizi-umoxidstein, Schamotte, Mullit, Aluminiumoxid, gebranntes Siliziumoxid, Zirkoniumoxid und dergleichen verwendet werden. Die Proben mit den Nummern 10, 11, 12, 13 und 14 wurden vorbereitet, indem die Kombination dieser Rohmaterialien verwendet wurden, die auf wärmeisolierende Wirkung in einem Gasofen untersucht wurden. Wie in Tabelle 3 gezeigt, wurde für diese Proben bestätigt, daß sie ähnliche wärmeisolierende Fähigkeiten wie die der Probe 6 haben.

Tabelle 3

Da das aufgeschäumte wärmeisolierende Material der vorliegenden Erfindung einen Beschichtungsfilm aus geschmolzenem Glas mit einer Hohlstruktur über die gesamte Fläche bildet, ist der Abschirmeffekt gegenüber Luft dem der wärmeisolierenden Fasern überlegen, was die Oxidation der Graphit enthaltenden Feuerfestmaterialien beim Erhitzen unterdrücken kann. Zusätzlich, selbst in dem Fall, daß unabhängig das aufgeschäumte wärmeisolierende Material der vorliegenden Erfindung auf der Seitenwand eines Heizofens vorgesehen wird, wird die Wärmedissipation nach außerhalb des Ofens verringert, so daß eine gute wärmeisolierende Wirkung erhalten wird.

Tabelle 4 zeigt die Beziehung zwischen der zugesetzten Menge an organischen Fasern und der Anhaftrate beim Aufsprühen im Fall des Zusetzens von Vinylonfasern als den organischen Fasern. Hier bedeutet der Ausdruck "Anhaftrate" "(Gewicht des aufgeschäumten wärmeisolierenden Materials, das auf der Oberfläche eines Körpers, der bestrahlt werden soll, anhaftet)÷(gesamtes gesprühtes Gewicht des aufgeschäumten wärmeisolierenden Materials) · 100".

Tabelle 4

Wie in Tabelle 4 gezeigt wird, wenn der Gehalt an organischen Fasern vergrößert wird, die Biegefestigkeit des Materials abgesenkt; wobei, selbst wenn der Gehalt an den organischen Fasern mehr als 5 Gew.-% beträgt, die Anhaftrate nicht vergrößert wird. Dasselbe gilt für die anderen Materialien Garne und Pulpe.

Als ein Ergebnis werden organische Fasern zum Vergrößern der Anhaftrate am besten in dem Bereich von 5 Gew.-% oder weniger der Mengen an aufzuschäumendem Material, Feuerfestpulver, flüssigem Bindemittel und Glaspulver zugesetzt.

INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT

Das wärmeisolierende Feuerfestmaterial der vorliegenden Erfindung kann für die Oberflächen von feuerfesten Stoffen bei Auskleidungen in einem industriellen Ofen, den Oberflächen bei feuerfesten Stoffen für den Stahlguß oder dergleichen verwendet werden, um die Wärmedissipation zu unterdrücken.


Anspruch[de]

1. Wärmeisolierendes Feuerfestmaterial, das eine Mischung aufweist, die 2 bis 50 Gew.-% eines aufzuschäumenden Rohmaterials, das durch Wärme bei einer Temperatur von 400 bis 1500ºC aufgeschäumt wird, und 50 bis 98 Gew.-% eines Feuerfestpulvers enthält, dem entweder

eine Kombination aus 0,1 bis 100 Gew.-%, auf der Basis des Gewichts der Mischung, eines Glaspulvers, das bei einer Temperatur von 400 bis 1500ºC erweicht und aufgeschmolzen wird

und

20 bis 250 Gew.-%, auf der Basis des Gewichts der Mischung, eines flüssigen Bindemittels,

oder

20 bis 250 Gew.-%, auf der Basis des Gewichts der Mischung, eines flüssigen Bindemittels, ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus Silikasol, Aluminiumoxidsol und Zirkoniumoxidsol

zugesetzt wird.

2. Wärmeisolierendes Feuerfestmaterial nach Anspruch 1, das weiter aufweist: 0,01 bis 5 Gew.-%, auf der Basis des Gewichts der Mischung, organischer Fasern, die durch Brennen verloren gehen können.

3. Verwendung des Materials nach Anspruch 1 oder 2 für eine wärmeisolierende Schicht oder einen Beschichtungsfilm.

4. Wärmeisolierende Schicht oder Beschichtungsfilm, der durch Erhitzen eines Materials nach Anspruch 1 oder 2 erhalten werden kann.

5. Verwendung einer wärmeisolierenden Schicht oder eines Beschichtungsfilms nach Anspruch 4 auf den Oberflächen von Ofenwänden oder Graphit enthaltenden Feuerfestmaterialien.







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