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Austragvorrichtung für Getreidetrockner - Dokument DE19822011C1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19822011C1 04.11.1999
Titel Austragvorrichtung für Getreidetrockner
Anmelder Rietbergwerke GmbH & Co KG, 33397 Rietberg, DE
Erfinder Sandmeier, Bernhard, 33129 Delbrück, DE;
Balsmeier, Johannes, 33129 Delbrück, DE;
Burmeister, Adalbert, 33397 Rietberg, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 15.05.1998
DE-Aktenzeichen 19822011
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.11.1999
IPC-Hauptklasse B65G 65/34
IPC-Nebenklasse A01F 25/00   F26B 19/00   
IPC additional class // A23B 9/08  
Zusammenfassung Austragvorrichtung für Getreidetrockner, mit mindestens einem am unteren Ende eines Trocknungsbehälters (10) ausgebildeten Austragschlitz (14) und einem pendelnd in oder unter dem Austragschlitz angeordneten Austragorgan (16), dadurch gekennzeichnet, daß das Austragorgan (16) ein plattenförmiges Verschlußelement ist, das um seine Mittelachse (18) in eine den Austragschlitz (14) verschließende Position schwenkbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Austragvorrichtung für Getreide- oder Schüttguttrockner, mit mindestens einem am unteren Ende eines Trocknungsbehälters ausgebildeten Austragschlitz und einem pendelnd in oder unter dem Austragschlitz angeordneten Austragorgan in der Form eines plattenförmigen Verschlußelements, das um seine Mittelachse in eine den Austragschlitz verschließende Position schwenkbar ist und das drehfest auf einer Welle montiert ist, die über einen Hebel und ein Antriebsgestänge durch einen Kurbeltrieb antreibbar ist, so daß das Austragorgan bei gleichsinniger Drehung der Kurbelwelle abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen aus der Schließposition verschwenkt wird.

Eine solche Austragvorrichtung ist aus dem DE-GM 19 51 082 und in ähnlicher Form aus der GB-PS 1 324 307 bekannt und dient zum Austragen des Produktes aus den Trocknungsbehältern von Trocknem, beispielsweise von Dächertrocknern, sowie zur Dosierung des Produktflusses durch den Trocknungsbehälter.

Andere bekannte Austragvorrichtungen arbeiten nach dem Prinzip der sogenannten Pendelaustragung. Das Austragorgan ist in diesem Fall pendelnd unterhalb des Austragschlitzes aufgehängt. Unterhalb des Austragorgans ist eine trogartige Wanne angeordnet, die das auslaufende Produkt aufhält. Wenn das Austragorgan unbeweglich in vertikaler Lage gehalten wird, baut sich auf der Wanne ein Schüttkegel auf, der den Austragschlitz verschließt, so daß kein weiteres Produkt mehr ausläuft. Zum dosierten Austragen des Produkts wird das Austragorgan abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen geschwenkt, so daß es jeweils eine bestimmte Menge des Produkts über den Rand der Wanne auswirft. Damit im Trocknungsbehälter eine gleichmäßige Fließgeschwindigkeit des Produkts erreicht wird, muß der abwechselnde Auswurf des Produkts nach beiden Seiten der Wanne im zeitlichen Mittel symmetrisch erfolgen.

Diese Vorrichtungen haben den Vorteil, daß zum Antrieb nur ein einfacher Kurbeltrieb benötigt wird, der die pendelnde Bewegung mehrerer zusammengekoppelter Austragorgane unter mehreren parallelen Austragschlitzen erzeugt. Ein weiterer Vorteil besteht in einer weitgehenden Unempfindlichkeit gegenüber Fremdkörpern, die in dem getrocknetem Getreide enthalten sein können.

Nachteilig ist jedoch, daß auch bei vollständiger Entleerung des Trocknungsbehälters eine gewisse Menge an Trocknungsgut in der Wanne zurückbleibt. Bei einem Produktwechsel muß deshalb die Wanne mit Hilfe eines relativ aufwendigen Mechanismus zur Seite geschwenkt werden, damit eine vollständige Produkttrennung erreicht wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach aufgebaute Austragvorrichtung zu schaffen, die ohne zusätzliche Maßnahmen eine vollständige Entleerung des Trocknungsbehälters ermöglicht und dennoch unempfindlich gegenüber Fremdkörpern ist.

Diese Aufgabe wird bei einer Austragvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst durch eine Steuereinrichtung mit einem Last- oder Kraftsensor oder einer Zeitschaltung, die anhand eines übermäßigen Widerstands oder einer Verzögerung bei der Bewegung des Austragorgans erkennt, wenn sich ein Fremdkörper zwischen dem Austragorgan und den Wänden des Austragschlitzes verklemmt hat, und die daraufhin die Antriebsrichtung der Kurbelwelle umkehrt.

Für den Fall, daß sich Fremdkörper zwischen dem Austragelement und den Wänden des Austragschlitzes verklemmen, wird die Antriebsrichtung und damit die Bewegungsrichtung des Austragelements umkehrt, so daß der Fremdkörper wieder freigegeben wird und mit ausgetragen werden kann.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch eine Austragvorrichtung in geschlossenem Zustand;

Fig. 2 einen Schnitt durch die Austragvorrichtung nach Fig. 1 in geöffnetem Zustand; und

Fig. 3 einen schematischen Schnitt durch eine Austragvorrichtung gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel.

Die in Fig. 1 gezeigte Austragvorrichtung befindet sich am unteren Ende des Trocknungsbehälters 10 eines Dächertrockners. Der Trocknungsbehälter enthält eine Vielzahl parallel nebeneinander und versetzt übereinander angeordneter Dächer 12, die sich senkrecht zur Zeichenebene in Fig. 1 erstrecken. In der Zeichnung sind Teile der einander zugewandten Flanken zweier solcher Dächer 12 dargestellt, die zusammen einen von mehreren Auslaufschächten des Trocknungsbehälters begrenzen und nach unten zu einem Austragschlitz 14 zusammenlaufen.

In Höhe des Austragschlitzes 14 ist ein Austragorgan 16 angeordnet, das in Fig. 1 eine waagerechte Position einnimmt und den Austragschlitz verschließt. Das Austragorgan ist auf einer als Vierkant ausgebildeten Welle 18 montiert, die mittig in Längsrichtung des Austragschlitzes 14 verläuft. Die Welle 18 ist um ihre Längsmittelachse drehbar, die mit der Mittelachse des plattenförmigen Austragorgans zusammenfällt. Das Austragorgan weist im gezeigten Beispiel zwei sandwichartig miteinander verschraubte Tafeln 20 auf, zwischen denen zwei Flügel 22 gehalten sind. Die Flügel 22 sind in Langlöchern derart verstellbar, daß sie den Austragschlitz bis auf schmale Spalte abdichten, deren Breite so an die Korngröße des Trocknungsgutes angepaßt ist, daß das Trocknungsgut nicht hindurchrieselt.

Am Ende der Welle 18 ist ein Hebel 24 angebracht, der gelenkig mit einem waagerecht verlaufenden Antriebsgestänge 26 verbunden ist.

Obgleich in der Zeichnung nur ein einziger Austragschlitz 14 dargestellt ist, bildet die untere Reihe der Dächer 12 eine Vielzahl paralleler Austragschlitze, die jeweils ein Austragorgan 16 in der in Fig. 1 gezeigten Weise aufnehmen. Die zugehörigen Hebel 24 sind durch das Antriebsgestänge 26 miteinander verbunden. Mit Hilfe eines Kurbeltriebes 28 wird das Gestänge 26 vorwiegend in horizontaler Richtung oszillierend bewegt, so daß die Hebel 24 und die Austragorgane 16 gemeinsam um ihre jeweiligen Schwenkachsen (Wellen 18) verschwenkt werden.

Ein Fühler 30 tastet zwei vorgegebene, um 180° verdrehte Winkelstellungen der Kurbelwelle 32 ab. Diese Winkelstellungen entsprechen jeweils der in Fig. 1 gezeigten Schließstellung des Austragorgans 16. Das Signal des Fühlers 30 wird in einer Steuerschaltung 34 ausgewertet, die einen Antriebsmotor 36 für die Kurbelwelle 32 steuert.

Auf ein manuell eingegebenes Signal oder ein Signal der Trocknersteuerung hin setzt die Steuerschaltung 34 den Motor 36 in Betrieb, so daß die Kurbelwelle um 180° gedreht wird. Nach einem Kurbelwinkel von 90° ist die in Fig. 2 gezeigte Totpunktstellung erreicht, in der der Hebel 24 maximal verschwenkt ist und das Austragorgan 16 in seine maximale Öffnungsstellung gekippt ist, so daß das Trocknungsgut aus dem Austragschlitz 14 herausrieselt. Bei der weiteren Drehung der Kurbelwelle bewegt sich das Austragorgan 16 wieder in die Schließstellung. Wenn der Fühler 30 das Erreichen eines Drehwinkels von 180° abtastet, wird das Austragorgan in der Schließstellung wieder angehalten, so daß sein nächster Zyklus beginnen kann. Auf das nächste Auslösesignal hin wird die Kurbelwelle erneut um 180° gedreht, und der Hebel 24 und das Austragorgan 16 werden diesmal zur entgegengesetzten Seite geschwenkt.

Wahlweise kann die Steuerschaltung 34 auch so programmiert werden, daß sie auf jedes Auslösesignal hin eine vollständige Drehung der Kurbelwelle um 360° veranlaßt, so daß das Austragorgan 16 einmal nach rechts und unmittelbar danach nach links kippt und erst dann wieder in der Schließstellung anhält.

Ein in die Steuerschaltung 34 integriertes Zeitglied mißt die Zeit, die seit dem Auslösesignal vergangen ist. Wenn diese Zeit größer ist als die Zeit, die normalerweise für eine halbe Kurbelwellendrehung benötigt wird, und noch kein neues Signal vom Fühler 30 eingetroffen ist, so deutet dies darauf hin, daß das Austragorgan 16 bzw. eines der zusammengekoppelten Austragorgane durch einen im Austragschlitz 14 verklemmten Festkörper blockiert wurde. Daraufhin kehrt die Steuerschaltung 34 die Drehrichtung des Motors 36 um, so daß sich das Austragorgan in entgegengesetzter Richtung bewegt und den eingeklemmten Festkörper freigibt. Das Erreichen der Schließstellung am Ende des Zyklus wird wieder durch den Fühler 30 erfaßt.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist die Welle 18 und damit die Schwenkachse des Austragorgans 16 in Abstand unterhalb des Austragschlitzes 14 angeordnet. Das Austragorgan 16 weist eine durchgehende flache Platte 38 mit leicht nach oben angewinkelten Rändern 40 auf, deren Breite deutlich größer ist als die Breite des Austragschlitzes 14. Wenn sich das Austragorgan in der waagerechten Schließstellung befindet, baut sich auf der Platte 38 ein Schüttkegel auf, der das Nachlaufen von Trocknungsgut durch den Austragschlitz 14 verhindert. In der Zeichnung sind zwei Schüttkegel 42, 44 für unterschiedliche Materialien dargestellt. Bei Trocknungsgut mit flachem Schüttwinkel, beispielsweise bei Raps, wird durch die angewinkelten Ränder 40 der Platte 38 die erforderliche Breite der Platte 38 und damit die Gesamthöhe der Austragvorrichtung (in der Öffnungsstellung) begrenzt. Wahlweise kann die Platte 38 auch insgesamt leicht gewölbt sein.

Der Antriebsmechanismus für die Welle 18 und das zugehörige Steuersystem können analog zu Fig. 1 ausgebildet sein. Bei einem Austragvorgang kippt die Platte 38 abwechselnd in die Stellungen, die in Fig. 3 gestrichelt bzw. punktiert dargestellt sind. Die Ränder 40 nehmen in diesen Stellungen eine waagerechte Lage ein, so daß das Trocknungsgut wie über eine Rampe über diese Ränder hinwegrutschen kann.

Die pro Zyklus ausgetragene Trocknungsgutmenge kann bei beiden Ausführungsformen dadurch variiert werden, daß die Drehzahl des Antriebsmotors und/oder der die Hublänge des Kurbeltriebes verstellt wird.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 besteht die Gefahr eines Blockierens des Austragorgans 16 allenfalls dann, wenn sich ein Fremdkörper zwischen der geneigten Platte 38 und dem Rand des Austragschlitzes verklemmen sollte, während sich die Platte 38 ihrer maximal gekippten Stellung annähert. Wenn analog zu Fig. 1 ein Zeitgeber verwendet wird, um solche Blockierungen zu erkennen, so müßte hier die Zeit erfaßt werden, die nach dem Auslösesignal bis zum Erreichen der nächsten Totpunktstellung der Kurbelwelle vergeht. Der Fühler 30 sollte in diesem Fall in der Lage sein, Winkelinkremente von 90° zu erfassen.

Als Alternative zu der beschriebenen Zeitsteuerung ist es jedoch auch möglich, im Antriebszug zwischen dem Motor 36 und der Welle 18 oder im Motor einen Kraft- bzw. Lastsensor vorzusehen, der bei Überlast eine Umkehr der Antriebsrichtung auslöst.


Anspruch[de]
  1. 1. Austragvorrichtung für Getreide- oder Schüttguttrockner, mit mindestens einem am unteren Ende eines Trocknungsbehälters (10) ausgebildeten Austragschlitz (14) und einem pendelnd in oder unter dem Austragschlitz angeordneten Austragorgan (16) in der Form eines plattenförmigen Verschlußelements, das um seine Mittelachse in eine den Austragschlitz (14) verschließende Position schwenkbar ist und das drehfest auf einer Welle (18) montiert ist, die über einen Hebel (24) und ein Antriebsgestänge (26) durch einen Kurbeltrieb (28) antreibbar ist, so daß das Austragorgan (16) bei gleichsinniger Drehung der Kurbelwelle (32) abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen aus der Schließposition verschwenkt wird, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (34) mit einem Last- oder Kraftsensor oder einer Zeitschaltung, die anhand eines übermäßigen Widerstands oder einer Verzögerung bei der Bewegung des Austragorgans erkennt, wenn sich ein Fremdkörper zwischen dem Austragorgan und den Wänden des Austragschlitzes verklemmt hat, und die daraufhin die Antriebsrichtung der Kurbelwelle (32) umkehrt.
  2. 2. Austragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl und/oder der die Hublänge des Kurbeltriebes (28) verstellbar ist.
  3. 3. Austragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (34) Signale von einem Fühler (30) erhält, der vorgegebene Winkelstellungen der Kurbelwelle (32) erfaßt, und daß die Steuereinrichtung das Blockieren des Austragorgans (16) erkennt, wenn die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Fühlersignalen oder zwischen dem Beginn der Kurbelwellendrehung und dem nächsten Fühlersignal vergangene Zeit einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet.
  4. 4. Austragvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (Welle 18) des Austragorgans (16) in Höhe des Austragschlitzes (14) liegt.
  5. 5. Austragvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Ränder des Austragorgans (16), die dessen Breite bestimmen, durch verstellbare Flügel (22) gebildet werden.
  6. 6. Austragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (Welle 18) des Austragorgans (16) unterhalb des Austragschlitzes (14) liegt und daß die Breite des Austragorgans (16) größer ist als die Breite des Austragschlitzes (14).
  7. 7. Austragvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Austragorgan (16) aufwärts angewinkelte Ränder (49) hat.






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