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Dokumentenidentifikation DE19837907A1 11.11.1999
Titel Reibungsschloß ohne Mitnehmer und offene Profilverbindung für Rinnenprofile
Anmelder Berwald, Werner, Dipl.-Ing., 59379 Selm, DE;
Berwald, Dithmar, Dipl.-Ing., 59379 Selm, DE
Erfinder Berwald, Werner, Dipl.-Ing., 59379 Selm, DE;
Berwald, Dithmar, Dipl.-Ing., 59379 Selm, DE
DE-Anmeldedatum 20.08.1998
DE-Aktenzeichen 19837907
Offenlegungstag 11.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.11.1999
IPC-Hauptklasse E21D 11/22
Zusammenfassung Ein Reibungsschloß (2) für eine offene Profilverbindung (1) eines Gleitbogenausbaus aus gewalzten Rinnenprofilen (4, 5) im Berg- und Tunnelbau mit Spannwülsten (45) und Hohlkehlen (7), bei dem mit einer oder mehreren Druckschrauben (15) die Rinnenprofile (4, 5) über einen, am Spannwulst (45) des oberen Rinnenprofils (4) festgelegten, profilübergreifenden Verbindungshaken (8) mit Verstärkungen und eine, sich in der Hohlkehle (7) des unteren Rinnenprofils (5) abstützende, Klemmstütze (12) mit Spannwulst (6) und seitlicher Anlagefläche (14) verspannt werden, ist entweder mit einem blockierenden Verbindungshaken (9) oder einer blockierenden Klemmstütze mit Schneiden (28), Spitzen oder Schweißraupen ausgeführt. Da die mechanischen Mitnehmer als Profilanschlag für eine Rechts- oder Linksausführung entfallen, kann die Typenzahl der Reibungsschlösser in einer Gleitverbindung auf zwei Ausführungen reduziert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Reibungsschloß für eine offene Profilverbindung eines Gleitbogenausbaus aus gewalzten Rinnenprofilen mit Spannwülsten und Hohlkehlen, bei dem mit einer oder mehreren Druckschrauben die Rinnenprofile über einen, am Spannwulst des oberen Rinnenprofils festgelegten, profilübergreifenden Verbindungshaken mit Verstärkungen und eine, sich in der Hohlkehle des unteren Rinnenprofils abstützende Klemmstütze mit Spannwulst und seitlicher Anlagefläche verspannt werden sowie eine offene Profilverbindung eines Gleitbogenausbaus aus gewalzten Rinnenprofilen mit Spannwülsten und Hohlkehlen bei der die Verspannungskräfte mit zwei Reibungsschlössern am Ende des oberen Rinnenprofils und zwei Reibungsschlössern am Ende des unteren Rinnenprofils im Überlappungsbereich der Rinnenprofile aufgebracht werden.

Derartige Reibungsschlösser sind beispielsweise in den Druckschriften DE 20 29 862 B2, DE 197 14 076 A1 und DE 196 47 084 A1 beschrieben.

Diese Reibungsschlösser weisen jedoch große Nachteile in der Fertigung, Handhabung und im Einsatz auf, da eine komplette Rinnenverbindung aus vier Varianten von verschiedenen Reibungsschlössern besteht, deren Haken im Bereich der überlappenden Profile mit mechanischen Mitnehmern als Profilanschlag ausgebildet, in einer Rechts- oder Linksausführung an dem Ober- oder Unterprofil festgelegt werden und zur eventuellen Verstärkung einer Rinnenverbindung mit mittig angeordneten Reibungsschlössern, dann eine fünfte Variante ohne Mitnehmer, erforderlich wird.

Derartige Mitnehmer können auch als Kegelstifte in Hakenverlängerungen mit zusätzlichen Bohrungen angeordnet sein, oder es werden in einer weiteren Wärmebehandlung mechanische Profilanschläge in der Rechts- oder Linksausführung angedrückt.

Im praktischen Einsatz werden diese Mitnehmer, bei einsetzendem Gebirgsdruck durch die Funktion des Gleitausbaus überfahren und dadurch den Anforderungen nicht gerecht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Reibungsschloß und eine offene Profilverbindung für den Gleitbogenausbau so auszugestalten und alle konstruktiven, sicherheitsrelevanten Teile gegenüber dem Stand der Technik so zu verbessern, daß mit der vorgesehenen technischen Ausbildung der erforderlichen Verbindungshaken und Klemmstützen, eine Typenreduzierung der Reibungsschlösser in einer Rinnenverbindung auf nur zwei Ausführungen und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit in der Fertigung erreicht wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Reibungsschloß nach Anspruch 1 und einer offenen Profilverbindung nach Anspruch 21 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsarten sind in den Unteransprüchen angegeben.

Vorteilhaft ist, daß in einer Rinnenverbindung das jeweils durchgleitende obere Rinnenprofil mit gleitfähigen Verbindungshaken, der blockierenden Klemmstütze und das untere durchgleitende Rinnenprofil, mit blockierenden Verbindungshaken und gleitender Klemmstütze verspannt und so festgelegt werden, daß der damit erreichte wechselseitige Blockierungsschluß an den Enden der Profilüberlappungen, die mechanischen Mitnehmer als Profilanschlag für eine Rechts- oder Linksausführung nicht erforderlich macht.

Die angeordneten Blockierungsschneiden im Hakenbereich und in der Klemmstütze, werden von der aufgebrachten Verspannungskraft der Schraube und durch den entstehenden Verkantungseffekt beim Einsetzen des Gleitvorganges in Längsrichtung der Rinnenprofile je nach Anordnung, in den Profilschenkel des oberen Rinnenprofiles oder in die Hohlkehle des unteren Rinnenprofiles eingedrückt und bewirken den blockierenden Reibungsschluß in der überlappenden, gleitenden Profilverbindung.

Desweitern kann ein Reibungsschloß, da es keine Profilanschläge für die Rechts- oder Linksausführung besitzt, zur mittigen Verstärkung einer Profilverbindung, aus den gleitfähigen Einzelteilen für das obere und untere Rinnenprofil zusammengebaut werden. Ein wesentlicher Vorteil für die Lagerhaltung.

Der wechselseitige Blockierungsschluß zwischen dem Reibungsschloß und dem Rinnenprofil mit dem Verbindungshaken bzw. der Klemmstütze kann auch mit Spitzen, Schweißraupen, aufgeklemmten oder in Aussparungen verklebt eingelegten Reibungsblöcken erreicht werden.

Ebenso können diese Teile aus einem Werkstoff bestehen, der sich bei Belastung durch den Druck mit der Spannschraube und der Profilreibung mit dem Schenkel des oberen Rinnenprofiles oder in der Hohlkehle mit dem unteren Rinnenprofil kalt verschweißt.

Der Bogenausbau aus Rinnenprofilen für den Berg- und Tunnelbau, ist aus mehreren Teilstücken mit Überlappungen zusammengebaut und besteht je nach Querschnitt aus mehreren Teilstücken. Die Überlappung zur Aufnahme der Klemmverbindung liegt fast immer im Radienbereich, daher wird der Kopf des Verbindungshakens mit den Blockierungsschneiden zur besseren Unterstützung des gleitenden, als auch des blockierenden Reibungsschlußes mit einer radialen Überhöhung versehen, mit der die Verspannkraft im Reibungsschloß, durch die mittig angesetzte Druckschraube im Hakenkopf und der Klemmstütze, spezifischer verteilt wird.

Mit der radialen Überhöhung des Hakenkopfes drücken sich die an den Außenkanten angeordneten Blockierungsschneiden, vor der mittigen Anlage auf dem oberen Rinnenprofil, in die Profilschenkel ein. Gleichzeitig wird der Winkel für den profilübergreifenden Hakenkopf mit den Blokierungsschneiden so eng gehalten, daß der blockierende Hakenkopf keilförmig die Profilschenkel zur Unterstützung der Gleitfunktion einklemmt.

Die erfindungsgemäßen Verbindungshaken des Reibungsschloßes können als Schmiede- Stahlguß- oder als Blechformteil ausgeführt werden. Mit der konstruktiven Ausführung der Verbindungshaken als Blechformteil wird ein verlustfreier Materialzuschnitt ermöglicht.

Die Druckschraube ist in der Länge so bemessen, daß diese im verspannten Zustand mit der Oberkante des Kopfes zwischen den Rippen des Verbindungshakens am Spannteil gegen Beschädigungen im Einsatz gesichert ist.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und den Zeichnungen. Die Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 die linke Hälfte des Querschnitts durch einen Überlappungsstoß zweier Rinnenprofile im Gleitbogenausbau, mit dem Schnitt durch eine Gleitverbindung mit einem offenenen Reibungsschloß, im verspannten Zustand mit blockierendem Verbindungshaken und einer gleitfähigen Klemmstütze für das untere Rinnenprofil. Ausführung als Schmiedeteil.

Fig. 2 Seitenansicht und Schnitt A-B der Fig. 1, eines Reibungsschlosses. Ausführung als Schmiedeteil.

Fig. 3 die linke Hälfte des Querschnitts durch einen Überlappungsstoß zweier Rinnenprofile im Gleitbogenausbau, mit dem Schnitt durch eine Verbindung als offenenes Reibungsschloß im verspannten Zustand mit blockierender Klemmstütze und einem gleitfähigen Verbindungshaken für das obere Rinnenprofil. Ausführung als Schmiedeteil.

Fig. 4 Seitenansicht und Schnitt C-D der Fig. 3, einer Rinnenverbindung mit den ineinandergreifenden, blockierenden und gleitenden Teilen. Ausführung als Schmiedeteil.

Fig. 5 Formen der blockierenden Verbindungshaken: a.) mit Schneiden b.) mit Spitzen und c.) mit Schweißraupen

Fig. 6 zwei aufgeklemmte Reibungsstücke: a.) für blockierende Verbindungshaken im Querschnitt und in Seitenansicht mit dem Schnitt K-L sowie b.) für blockierende Klemmstützen im Querschnitt und in Seitenansicht in dem Schnitt M-N

Fig. 7 Seitenansicht und Draufsicht einer offenen Profilverbindung.

Fig. 8 die linke Hälfte des Querschnitts durch eine dritte Ausführungsform des Reibungsschlosss mit blockierendem Verbindungshaken und einer gleitfähigen Klemmstütze und dem Schnitt O-O. Ausführung als Blechbiegeteil.

Fig. 9 die rechte Hälfte des Querschnitts durch eine vierte Ausführungsform des Reibungsschlosses mit blockierendem Verbindungshaken und einer gleitfähigen Klemmstütze mit dem Schnitt P-P. Ausführung als Blechbiegeteil.

Fig. 10 Darstellung eines Längsschnittes durch eine fünfte Ausführungsform des Verbindungshakens mit Seitenansicht und Grundriss als Schnitt Q-Q. Ausführung als Blechbiegeteil.

Fig. 11 die rechte Hälfte des Querschnitts durch eine sechste Ausführungsform mit blockierendem Verbindungshaken und einer gleitfähigen Klemmstütze Ausführung als Blechbiegeteil mit radial- oder bogenförmig ausgebildeten Querschnitt R-R des Verbindungshakens.

Fig. 12 Hakenkopf mit a.) engen Blockierungsschneiden sowie b.) Blockierungsschneiden mit weitem Abstand.

Fig. 13 radial überhöhter Hakenkopf: a.) mit außen liegenden Blockierungsschneiden sowie b.) mit außen- und innenliegenden Blockierungsschneiden.

Fig. 14 Schema eines eines verlustfreien Materialzuschnittes für die Verbindungshaken.

Ein Reibungsschloß mit Reibungsblöcken, die in Aussparungen des Verbindungshakens oder der Klemmstütze eingeklebt werden, ist als Figur nicht dargestellt.

Funktionsbeschreibung

Das Reibungsschloß 2 nach Fig. 1, in einer Schmiedeausführung, umgreift mit dem blockierenden Verbindungshaken 9 mit den Schneiden 28, der Hakenplatte 25 und den Rippen 10, die Rinnenprofile 4 und 5 mit den Profilschenkeln 16, 17 und der Hohlkehle 7, den Spannwulst 45. Die gleitfähige Klemmstütze 12 wird um 90° verdreht mit dem Führungsdorn 18 und dem Sicherungshaken 26 durch das Führungsfenster 19 in die Hakenplatte 25 eingeschoben und bildet dann eingeschwenkt, mit dem Verbindungshaken 9 eine Montageeinheit.

Mit den verstärkenden Rippen 21 am Spannteil 20 werden mit der Druckschraube 15, die mit dem Führungskegel 22 in der Führungsbohrung 23 die gleitfähige Klemmstütze 12 mit dem Spannwulst 6 aufnimmt, sich mit der Abstützfläche 11 an die Anlagefläche 14 anlegt, die Verspannungskräfte im Reibungsschloß 2 aufgebracht und die Klemmstütze 12 gegen das Herausdrehen beim Gleitvorgang der Rinnenprofile 4 und 5, sicher geführt.

Mit dem Verspannungshub 27 werden klaffende Rinnenprofile 4 und 5 mit unterschiedlichen Walztoleranzen, bei der Montage des Gleitausbaus ohne weitere Hilfsmittel, zusammengedrückt.

In der Fig. 2, mit der Darstellung des Schnittes A-B der Fig. 1, greifen die Schneiden 28 des blockierenden Verbindungshaken 9, des Reibungsschlosses 2 in die Profilschenkel 16 des oberen Rinnenprofiles 4 ein. Mit der Druckschraube 15 werden die erforderlichen Verspannungskräfte über das Spannteil 20 mit den Rippen 21 aufgebracht.

Die zweite Ausführung eines Reibungsschlosses in einer Schmiedeausführung mit einem gleitfähigen Verbindungshaken 8 und einer blockierenden Klemmstütze 13 wird als verspanntes Schloß 3, in der Fig. 3 dargestellt. Bei einem Einschubvorgang zwischen den Rinnenprofilen 4 und 5, wird die Klemmstütze 13, mit dem profilübergreifenden Verbindungshaken 8 so festgelegt daß diese sich nicht aus der Hohlkehle 7 des unteren Profiles 5 herausdrehen kann und dadurch die Verspannung des Reibungsschlosses 3 unwirksam wird. Die Klemmstütze 13 greift mit dem Führungsdorn 18 durch das Führungsfenster 19, wird mit dem Sicherungshaken 26 zu einer Montageeinheit und legt das Reibungsschloß 3 gegen Ausknicken in der Endlage des Verspannungshubes 27 fest.

In der Fig. 4, mit der Darstellung des Schnittes C-D der Fig. 3, greifen die Schneiden 28 der blockierenden Klemmstütze 13, des Reibungsschlosses 3 in die Hohlkehle 7 des unteren Rinnenprofiles 5. Mit der Druckschraube 15 werden die erforderlichen Verspannungskräfte über das Spannteil 20 mit den Rippen 21 aufgebracht.

In der Fig. 5, werden in drei Abbildungen die verschiedenen Möglichkeiten der Blockierungsschneiden als: a.) mit den Schneiden 28 als Schnitt E-F, b.) den Spitzen 29 als Schnitt G-H und c.) die aufgebrachten Schweißraupen 30 mit dem Schnitt I-J dargestellt.

Nach der Fig. 6, mit der Darstellung a.) mit dem Schnitt K-L und b.) mit dem Schnitt M-N wird der Verbindungshaken 8 mit dem Hakenkopf im übergreifenden Profilbereich oder die Klemmstütze 12, mit aufgeklemmten Reibungsstücken 31 oder in Aussparungen verklebt eingelegte Reibungsblöcke versehen, die sich bei der Verspannung mit der Druckschraube 15 in den Profilschenkel 16 des oberen Rinnenprofils 4, bzw. in die Hohlkehle 7 des unteren Rinnenprofils 5 eindrücken und sich damit mit den Rinnenprofilen 4 oder 5 so blockierend verbinden, daß die durchgleitenden Rinnenprofile 4 oder 5 bei einsetzender Funktion des Gleitausbaus durch den Gebirgsdruck, nicht behindert werden.

Mit der Fig. 7 wird eine komplette offene Profilverbindung 1 in der Vorderansicht und Draufsicht mit den Reibungsschlössern 2 und 3 an den Profilüberlappungen dargestellt. Zusätzlich angeordnete Reibungsschlösser 32 verstärken die offene Profilverbindung 1 für geologisch schwierige Verhältnisse.

Die dritte Ausführungsform eines Reibungsschlosses ist in der Fig. 8 mit einem blockierenden Verbindungshaken aus einem Blechzuschnitt 43, mit einem angeformten Keilwinkel 42 und einer gleitfähigen Klemmstütze 12 dargestellt. Im verspannten Zustand wird der Keilwinkel 42 für den profilübergreifenden, blockierenden Hakenkopf so eng gehalten, daß er schlüssig den oberen Profilschenkel 16 umgreift und die gleitenden Bauteile 8 und 12 in der offenen Profilverbindung 1 in der Funktion wirkungsvoll unterstützt. Zwischen den außen angeformten Rippen 10 liegt im geschützten Bereich des Spannteiles 20 der Kopf der Druckschraube. Der Blechzuschnitt 43 ist, in dem Schnitt O-O mit einer mittigen Sicke 33, verformt dargestellt.

In der Fig. 9 ist der Verbindungshaken 34 als vierte Variante aus dem Blechzuschnitt 43 mit 90° Rippen 10 mit dem Schnitt P-P dargestellt. Die Verspannungskräfte der Druckschraube 15 liegen parallel zu den Rinnenprofilen 4 und 5, in der Ebene 24 der Profilschenkel 16, 17 und der Klemmstütze 12.

Die fünfte Ausführung eines Verbindungshaken 35 ist in den drei Ansichten der Fig. 10 mit dem Schnitt Q-Q aus dem Blechzuschnitt 43 dargestellt. Eine größere Seitenstabilität wird mit einem Rippenwinkel von < 45° erreicht.

In der Fig. 11 wird die sechste Ausführung eines Verbindungshakens 36 mit einem radial oder bogenförmig ausgebildeten Querschnitt R-R dargestellt mit der die erforderliche Stabilität für das Spannteil 20 mit der Druckschraube 15 aufgebracht wird.

Die weitere Ausbildung der Hakenköpfe 37 und 38 mit Schneiden wird in einer Anordnung a.) mit dem Schnitt S-S und einer Anordnung b.) mit dem Schnitt T-T in der Fig. 12 dargestellt.

Der Hakenkopf 39 nach Fig. 13, des Verbindungshakens 9 wird zur besseren Unterstützung des blockierenden Reibungsschlußes in einer offenen Profilverbindung 1 mit einer radialen oder bogenförmigen Überhöhung ausgeführt, mit der die Verspannkraft im Reibungsschloß 9 durch die Druckschraube 15, spezifischer verteilt wird.

Mit der radialen oder bogenförmigen Überhöhung des Hakenkopfes 39 drücken sich die an den Außenkanten angeordneten Blockierungsschneiden 40 oder 41 auf dem oberen Rinnenprofil 4 in die Profilschenkel 16 ein, bzw. die Blockierungsschneiden der Klemmstütze 13 in die Hohlkehle 7 und gewährleisten einen einwandfreien Gleitvorgang in der offenen Profilverbindung 1. Dieser wird durch den auftretenden Verkantungseffekt beim Einsetzen des Gleitvorganges zusätzlich unterstützt.

Ein verlustfreier Blechzuschnitt 43 für die Verbindungshaken 33, 34 und 35 ist in der Fig. 14, mit dem symmetrischen, mittigen Materialübergang 44 dargestellt. Bezugszeichenliste 1 Offene Profilverbindung

2 Reibungsschloß mit 9 und 12

3 Reibungsschloß mit 8 und 13

4 Oberes Rinnenprofil

5 Unteres Rinnenprofil

6 Spannwulst von 12 und 13

7 Hohlkehle von 5

8 Gleitfähiger Verbindungshaken

9 Blockierender Verbindungshaken

10 Rippen von 8 oder 9

11 Abstützfläche von 12 und 13

12 Gleitfähige Klemmstütze

13 Blockierende Klemmstütze

14 Anlagefläche von 5

15 Druckschrauben

16 Profilschenkel von 4

17 Profilschenkel von 5

18 Führungsdorn von 12 oder 13

19 Führungsfenster von 25

20 Spannteil von 8 oder 9

21 Rippen an 20

22 Führungskegel von 15

23 Führungsbohrung in 12 und 13

24 Spannebene

25 Hakenplatte von 8 und 9, 33 bis 36

26 Sicherungshaken von 18

27 Verspannungshub von 15

28 Schneiden

29 Spitzen

30 Schweißraupen

31 Blockierungsteil

32 Reibungsschloß

33 Verbindungshaken

34 Verbindungshaken

35 Verbindungshaken

36 Verbindungshaken

37 Hakenkopf

38 Hakenkopf

39 Hakenkopf

40 Blockierungsschneiden

41 Blockierungsschneiden

42 Keilwinkel

43 Blechzuschnitt von 25

44 Materialübergang

45 Spannwulst von 4


Anspruch[de]
  1. 1. Reibungsschloß für eine offene Profilverbindung (1) eines Gleitbogenausbaus aus gewalzten Rinnenprofilen (4, 5) mit Spannwülsten (45) und Hohlkehlen (7) bei dem mit einer oder mehreren Druckschrauben (15) die Rinnenprofile (4, 5) über einen am Spannwulst (45) des oberen Rinnenprofils (4) festgelegten, profilübergreifenden Verbindungshaken (8, 9, 33 bis 36) mit Verstärkungen und eine, sich in der Hohlkehle (7) des unteren Rinnenprofils (5) abstützende Klemmstütze (12, 13) mit Spannwulst (6) und seitlicher Abstützfläche (11) verspannt werden, dadurch gekennzeichnet, daß entweder ein blockierender Verbindungshaken (9, 33, 34 und 36) oder eine blockierende Klemmstütze (13) mit Schneiden (28), Spitzen (29) oder Schweißraupen (30) ausgeführt ist.
  2. 2. Reibungsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus dem blockierenden Verbindungshaken (9, 33, 34 und 36) mit Schneiden (28), Spitzen (29) oder Schweißraupen (30) und einer gleitfähigen Klemmstütze (12) zusammengesetzt ist
  3. 3. Reibungsschloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hakenkopf (39) des blockierenden Verbindungshakens (9, 33, 34 und 36) in Längsrichtung zum Profilschenkel (16) radial- oder bogenförmig überhöht ausgebildet und mit außen- oder auch mit innenliegenden Blockierungsschneiden (40, 41) ausgeführt ist.
  4. 4. Reibungsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus der blockierenden Klemmstütze (13) mit Schneiden (28) oder Schweißraupen (30) und einem gleitfähigen Verbindungshaken (8, 35) zusammengesetzt ist.
  5. 5. Reibungsschloß nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockierungsschneiden als Blockierungsteil (31) aufgeklemmt sind.
  6. 6. Reibungsschloß nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockierungsschneiden als Blockierungsteil in Aussparungen eingelegt sind.
  7. 7. Reibungsschloß nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden (28), Spitzen (29) oder Schweißraupen (30) aus einem Werkstoff bestehen, der sich bei Belastung durch die Druckschrauben (15) mit den Rinnenprofilen kalt verschweißt.
  8. 8. Reibungsschloß nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmstütze (12, 13) mit einem Führungsdorn (18) in einem Führungsfenster (19) des Verbindungshakens (8, 9) geführt ist.
  9. 9. Reibungsschloß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmstütze (12, 13) mit dem Führungsdorn (18) und mindestens einem Sicherungshaken (26) von der Profilseite senkrecht durch das Führungsfenster (19) in einer Hakenplatte (25) des Verbindungshakens (8, 9, 33 bis 36) geführt und um 90° gedreht wird, um eine Montageeinheit zu bilden.
  10. 10. Reibungsschloß nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungen des Verbindungshakens (8, 9, 33 bis 36) als Rippen (10, 21) ausgebildet sind.
  11. 11. Reibungsschloß nach Anspruch 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungshaken (8, 9, 33 bis 36) und/oder die Klemmstützen (12, 13) als Gesenkschmiede-, Stahlguß- oder Blechformteil ausgeführt sind.
  12. 12. Reibungsschloß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungshaken (33 bis 36) aus einem verlustfreien Blechzuschnitt (43) mit einer mittigen Sicke ausgebildet ist.
  13. 13. Reibungsschloß nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungshaken (34) aus einem verlustfreien Blechzuschnitt (43) als Biegeteil mit äußeren 90° Rippen ausgebildet ist.
  14. 14. Reibungsschloß nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungshaken (35) aus einem verlustfreien Blechzuschnitt (43) als Biegeteil mit äußeren < 90° Rippen ausgebildet ist.
  15. 15. Reibungsschloß nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet daß der Verbindungshaken (36) aus einem verlustfreien Blechzuschnitt (43) als Biegeteil mit einem radial- oder bogenförmigen Querschnitt ausgebildet ist.
  16. 16. Reibungsschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Keilwinkel (42) für den profilübergreifenden blockierenden Verbindungshaken (9, 34, 35 und 36) kleiner gehalten ist als der Winkel des Profilschenkels (16) am oberen Rinnenprofil (4).
  17. 17. Reibungsschloß nach Anspruch 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialübergang (44) im Blechzuschnitt (43) zwischen dem Zuschnittsbereich Hakenkopf (37, 38 und 39) und dem Zuschnittsbereich Spannteil (20) symmetrisch angeordnet ist.
  18. 18. Reibungsschloß nach Anspruch 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf einer mittig angeordneten Druckschraube (15) zwischen den Rippen (10) des Verbindungshakens (8, 9, 34, 35 und 36) bündig angeordnet ist.
  19. 19. Reibungsschloß nach Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß an den Verbindungshaken (8, 9, 33 bis 36) und/oder den Klemmstützen (12, 13) Erkennungszeichen angebracht sind, die eine blockierende oder gleitfähige Wirkung von außen sichtbar anzeigen.
  20. 20. Reibungsschloß nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Erkennungszeichen erhaben oder vertieft an den Verbindungshaken (8, 9, 33 bis 36) und 1 oder den Klemmstützen (12, 13) angebracht sind.
  21. 21. Offene Profilverbindung (1) eines Gleitbogenausbaus aus gewalzten Rinnenprofilen (4, 5) mit Spannwülsten (45) und Hohlkehlen (7) bei der die Verspannungskräfte mit zwei Reibungsschlössern nach Anspruch 2 am Ende des oberen Rinnenprofils (4) und zwei Reibungsschlössern nach Anspruch 4 am Ende des unteren Rinnenprofils (5) im Überlappungsbereich der Rinnenprofile (4, 5) aufgebracht werden.
  22. 22. Offene Profilverbindung (1) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Reibungsschlösser im Überlappungsbereich der Rinnenprofile (4, 5) angeordnet sind.
  23. 23. Offene Profilverbindung (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein mittleres Reibungsschloß (32) aus gleitfähigen Klemmstützen (12) und gleitfähigen Verbindungshaken (8, 35) zusammengesetzt ist.
  24. 24. Offene Profilverbindung (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein mittleres Reibungsschloß (32) aus blockierenden Klemmstützen (13) und blockierenden Verbindungshaken (9, 33, 34, 36) zusammengesetzt ist.






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