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Dokumentenidentifikation DE19822767A1 25.11.1999
Titel Laufachse für Arbeitsmaschinen
Anmelder Linde AG, 65189 Wiesbaden, DE
Erfinder Schwarz, Ulrich, Dipl.-Ing., 63741 Aschaffenburg, DE
DE-Anmeldedatum 20.05.1998
DE-Aktenzeichen 19822767
Offenlegungstag 25.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.11.1999
IPC-Hauptklasse B60T 1/06
IPC-Nebenklasse B60B 35/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Laufachse für Arbeitsmaschinen mit an den Achsenden angeordneten Rädern (8a, 8b) und einer Bremseinrichtung (9). Die Aufgabe, eine Laufachse zur Verfügung zu stellen, die einen einfachen Aufbau aufweist, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine auf beide Räder (8a, 8b) wirkende Bremseinrichtung (9) vorgesehen ist, die axial zwischen den Rädern (8a, 8b) angeordnet ist, wobei die Räder (8a, 8b) mit jeweils einer in einem Achsgehäuse (1) der Laufachse drehbar gelagerten Achswelle (5a, 5b) in Verbindung stehen und die Bremseinrichtung (9) jeweils einen mit der Achswelle (5a; 5b) in Verbindung stehenden Bremsrotor (11a; 11b) aufweist, der mittels einer gemeinsamen Betätigungseinrichtung (12) mit einem Bremsstator (10) in Wirkverbindung bringbar ist. Die Bremseinrichtung (9) ist mechanisch und/oder hydraulisch betätigbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Laufachse für Arbeitsmaschinen mit an den Achsenden angeordneten Rädern und einer Bremseinrichtung.

Bei bekannten Laufachsen für Arbeitsmaschinen, beispielsweise Flurförderzeugen oder Baumaschinen, ist jedem Rad eine Bremseinrichtung zugeordnet, beispielsweise eine Trommelbremse oder eine Scheibenbremse, die sowohl als Betriebsbremse als auch als Feststellbremse verwendet werden kann. Dadurch ergibt sich ein erheblicher Bauaufwand, da an jeder Bremseinrichtung eine Betätigungseinrichtung erforderlich ist. Die Anordnung mehrerer Bremseinrichtungen sowie mehrerer Betätigungseinrichtungen erfordert zudem, daß Ausgleichseinrichtungen, beispielsweise Hebel und Gestänge, vorzusehen sind, da von der Bedienperson nur eine Bremsauslösevorrichtung betätigt wird, beispielsweise ein Bremspedal für die Betriebsbremse und ein Pedal oder Hebel für die Feststellbremse. Die Ausgleichseinrichtungen ermöglichen hierbei, die Bremseinrichtungen zu betätigen und die Betätigungskraft der Bremsauslösevorrichtung auf beide Bremseinrichtungen zu verteilen und auszugleichen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Laufachse der genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die einen einfachen Aufbau aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine auf beide Räder wirkende Bremseinrichtung vorgesehen ist, die axial zwischen den Rädern angeordnet ist, wobei die Räder mit jeweils einer in einem Achsgehäuse der Laufachse drehbar gelagerten Achswelle in Verbindung stehen und die Bremseinrichtung jeweils einen mit der Achswelle in Verbindung stehenden Bremsrotor aufweist, der mittels einer gemeinsamen Betätigungseinrichtung mit einem Bremsstator in Wirkverbindung bringbar ist. Durch die Verwendung einer einzigen auf beide Räder wirkenden Bremseinrichtung mit einer gemeinsamen Betätigungseinrichtung ergibt sich eine Laufachse mit einem einfachen Aufbau. Durch die gemeinsame Betätigungseinrichtung ist zudem eine Ausgleichseinrichtungen für die Betätigungskraft nicht erforderlich, wodurch der Aufbau der Laufachse weiter vereinfacht wird und sich ein geringer Herstellaufwand ergibt.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Bremseinrichtung mechanisch und/oder hydraulisch betätigbar. Dadurch kann die Bremseinrichtung auf einfache Weise als Feststellbremse und Betriebsbremse verwendet werden. Zudem ist eine Ausbildung der Bremseinrichtung als Federspeicherbremse und eine elektromagnetische oder pneumatischen Betätigung möglich.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform weist die Betätigungseinrichtung einen konzentrisch zur Längsachse der Achswellen im Achsgehäuse angeordneten Ringkolben auf, der mittels einer hydraulischen Einrichtung und/oder einer mechanischen Einrichtung entgegen einer Federeinrichtung beaufschlagbar ist. Die Betätigung der Bremseinrichtung erfolgt somit durch den Ringkolben, der sowohl hydraulisch als auch mechanisch beaufschlagbar ist.

Zweckmäßigerweise besitzt die hydraulische Einrichtung einen zwischen dem Ringkolben und dem Achsgehäuse gebildeten Ringraum auf, der mit einem Bremsdruckkanal in Verbindung steht. Dadurch ist auf einfache Weise eine Beaufschlagung des Ringraums mit Bremsdruck und somit eine Betätigung der Bremseinrichtung möglich.

Gemäß einer günstigen Ausgestaltungsform weist die mechanische Einrichtung eine mit dem Ringkolben in Wirkverbindung stehende Nockenwelle auf, wobei die Nockenwelle um eine Schwenkachse drehbar im Achsgehäuse gelagert ist und die Schwenkachse der Nockenwelle in einer senkrecht zur Längsachse der Achswellen angeordneten Ebene angeordnet ist. Dadurch kann auf besonders einfache Weise der Ringkolben und somit die Bremseinrichtung mechanisch betätigt werden. Die Nockenwelle kann hierbei beispielsweise mit Nocken versehen sein, die als exzentrisch zur Schwenkachse angeordnete Exzenterscheiben ausgebildet sind.

Mit besonderem Vorteil ist die Schwenkachse der Nockenwelle von der Längsachse der Achswellen versetzt. Dadurch wird auf einfache Weise erzielt, daß die Berührungslinie zwischen Nocken und Ringkolben im Bereich einer durch die Längsachse der Achswellen definierten Ebene angeordnet ist und somit ein Verkanten des Ringkolbens durch eine unsymmetrische Bremskrafteinleitung vermieden wird.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist die Bremseinrichtung als Lamellenbremse, insbesondere als naßlaufende Lamellenbremse, ausgebildet, wobei die Bremsrotoren mehrere mit der jeweiligen Achswelle drehfest und axial verschiebbare Lamellen aufweist und der Bremsstator mehrere im Achsgehäuse drehfest und axial verschiebbare Lamellen umfaßt. Dadurch wird eine wartungsarme bzw. wartungsfreie Bremseinrichtung zur Verfügung gestellt, wodurch sich geringe Betriebskosten für die Laufachse ergeben.

Hinsichtlich eines einfachen Aufbaus und einer einfachen Fertigung ist es besonders vorteilhaft, wenn im Achsgehäuse ein Trägerelement angeordnet ist, das mit einer Verdrehsicherungsseinrichtung für die Lamellen des Bremsstators versehen und zur Aufnahme des Ringkolbens vorgesehen ist, wobei der Ringraum zwischen dem Ringkolben und dem Trägerelement ausgebildet ist. Die Verdrehsicherung der Lamellen des Bremsstators und die Führung des Ringkolbens erfolgt somit im Trägerelement, das auf einfache Weise außerhalb des Achsgehäuses mechanisch bearbeitet werden kann.

Zweckmäßigerweise weist die Federeinrichtung mehrere Federn auf, die mit dem Trägerelement und jeweils einem Stift in Verbindung stehen, der mit dem Ringkolben verbunden ist. Die Federeinrichtung ist somit ebenfalls am Trägerelement angeordnet, wodurch sich eine einfache Herstellung und Montage der Bremseinrichtung erzielen läßt.

Eine konstruktiv günstige Weiterbildung sieht vor, daß zur Lagerung der Nockenwelle zwei Lagerbuchsen vorgesehen sind, die am Achsgehäuse befestigt sind und sich durch das Trägerelement erstrecken. Dadurch wird auf einfache Weise durch die zur Lagerung der Nockenwelle vorgesehenen Lagerbuchsen ebenfalls das Trägerelement im Achsgehäuse befestigt und somit das Trägerelement in axialer und radialer Richtung im Achsgehäuse gesichert.

Besonders günstig ist es, die Bremseinrichtung im mittleren Bereich der Laufachse anzuordnen. Dadurch können gleiche Achswellen verwendet werden.

Die erfindungsgemäße Laufachse kann in einem Flurförderzeug, insbesondere einem Gegengewichtsgabelstapler in Dreiradausführung mit einem angetriebenen Hinterrad, Verwendung finden. Die Laufachse ist hierbei im Bereich des Hubgerüst des Flurförderzeugs angeordnet, wobei der Antrieb des Flurförderzeugs durch ein gelenktes lastfernes Hinterrad erfolgt.

Mit besonderem Vorteil kann die erfindungsgemäße Laufachse in einem explosionsgeschützten Flurförderzeug verwendet werden. Die Bremseinrichtung der erfindungsgemäßen Laufachse ist vollständig innerhalb des Achsgehäuses angeordnet und darin abgedichtet bzw. gekapselt, wodurch die Laufachse ohne weitere Maßnahmen in einem Flurförderzeug verwendet werden kann, das in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt wird.

Durch die gekapselte Anordnung der Bremseinrichtung innerhalb des Achsgehäuses ist die Bremseinrichtung zudem schmutz- und feuchtigkeitunanfällig, wodurch sich bei der Verwendung der Laufachse in einer Baumaschine Vorteile ergeben, da die Laufachse ohne zusätzliche Maßnahmen im Spülfeldbetrieb eingesetzt werden kann.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Laufachse in einem Längsschnitt,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Laufachse entlang der Linie 1-1 der Fig. 1,

Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1,

Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2 und

Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1.

Die erfindungsgemäße Laufachse gemäß den Fig. 1 und 2 weist ein Achsgehäuse 1 auf, an dessen axialen Enden jeweils ein Lagerbock 2a, 2b befestigt ist. Im Lagerbock 2a ist mittels zweier als Kegelrollenlager ausgebildeter Schrägwälzlager 3a, 4a eine Achswelle 5a drehbar gelagert, an der ein Radflansch 6a zur Aufnahme einer Radfelge 7a eines Rades 8a angeformt ist. Entsprechend ist eine Achswelle 5b mittels zweier als Kegelrollenlager ausgebildeter Schrägwälzlager 3b, 4b im Lagerbock 2b drehbar gelagert, wobei an der Achswelle 5b ein Radflansch 6b zur Aufnahme einer Radfelge 7b eines Rades 8b angeformt ist. Anstelle der Befestigung beider Lagerböcke 2a, 2b an dem Achsgehäuse 1 ist es auch möglich, einen Lagerbock einstückig mit dem Achsgehäuse auszubilden und den anderen Lagerbock mit dem Achsgehäuse zu verschrauben oder ein zweiteiliges Achsgehäuse vorzusehen, das jeweils einstückig mit einem Lagerbock versehen ist. Zudem ist eine lenkbare Anordnung der Räder am Achsgehäuse möglich.

Die Achswellen 5a, 5b erstrecken sich bis in den mittleren Bereich der Laufachse wobei im mittleren Bereich der Laufachse eine Bremseinrichtung 9 vorgesehen ist. Die Bremseinrichtung 9 weist einen drehfest mit dem Achsgehäuse 1 verbundenen Bremsstator 10 und jeweils einen drehfest mit den Achswellen 5a bzw. 5b verbundenen Bremsrotor 11a bzw. 11b auf. Die Bremseinrichtung 9 ist mittels einer gemeinsamen Bremsbetätigungseinrichtung 12 betätigbar.

An dem Achsgehäuse 1 sind Befestigungsflansche 14a, 14b ausgebildet, die beispielsweise zur Aufnahme eines Hubgerüst bei einer in einem Flurförderzeug, beispielsweise einem Gabelstapler, verwendeten Laufachse vorgesehen werden können.

In den Fig. 3 bis 5 ist der Aufbau der Bremseinrichtung 9 gezeigt. Die Bremseinrichtung 9 ist hierbei als Lamellenbremse ausgebildet, wobei der Bremsrotor 11a mehrere Lamellen 15 aufweist, die mittels einer Verzahnung an der Achswelle 5a drehfest, jedoch axial verschiebbar befestigt sind. Entsprechend besteht der Bremsrotor 11b aus mehreren an der Achswelle 5b mittels einer Verzahnung drehfest und axial verschiebbar befestigten Lamellen 16. Der Bremsstator 10 weist mehrere Lamellen 17 auf, die zwischen den Lamellen 15 und 16 angeordnet sind und drehfest und axial verschieblich im Achsgehäuse 1 befestigt sind.

Im Achsgehäuse 1 ist ein topfförmiges Trägerelement 18 angeordnet, das mit einer Verdrehsicherungseinrichtung 19, beispielsweise in Form von mehreren am Umfang des Trägerelements 18 angeordneten Aussparungen, versehen ist, die mit den Lamellen 17 des Bremsstators 10 in Wirkverbindung stehen. Am Achsgehäuse 1 ist weiterhin eine axiale Anlagefläche 20 für die Lamellen 15, 16, 17 angeformt. Die Bremswirkung der Bremseinrichtung 9 wird hierbei durch Andrücken der mit Reibbelägen auf Vorder- und Rückseite versehenen Lamellen 15, 16, 17 der Bremsrotoren 11a, 11b und des Bremsstators 10 in axialer Richtung an die Anlagefläche 20 erzielt.

Die Bremsbetätigungseinrichtung 12 weist einen konzentrisch zur Längsachse 28 der Achswellen 5a, 5b angeordneten Ringkolben 21 auf, der im Trägerelement 18 längsverschiebbar gelagert ist. Der Ringkolben 21 bildet mit dem Trägerelement 18 an einem stufenförmigen Übergang einen Ringraum 22, der über eine im Trägerelement 18 und im Achsgehäuse 1 gebildeten Bremsdruckkanal 23 mit einem am Achsgehäuse 1 ausgebildeten Druckmittelanschluß 24 in Verbindung steht. Der über den Druckmittelanschluß 24 und den Bremsdruckkanal 23 beaufschlagbare Ringraum 22 bildet hierbei eine hydraulische Einrichtung 25 zur Beaufschlagung des Ringkolbens 21.

Die aus einer Nockenwelle 26 bestehende mechanische Einrichtung 27 zur Beaufschlagung des Ringkolbens 21 weist jeweils einen beiderseits der Längsachse 28 der Achswellen 5a, 5b angeordneten Nocken 30a, 30b auf, die mit einer den Lamellen 15, 16, 17 gegenüberliegenden Stirnfläche 31 des Ringkolbens 18 in Wirkverbindung stehen. Die Nocken 30a, 30b sind hierbei an Wellenabschnitten 32, 33 der Nockenwelle 26 angeformt, wobei die Wellenabschnitte 32, 33 über einen bogenförmigen Brückenabschnitt 34, der die Achswelle 5b umgreift, miteinander verbunden sind.

Die Nockenwelle 26 ist um eine Schwenkachse 37 drehbar gelagert, wobei zur Lagerung der Wellenabschnitte 32, 33 der Nockenwelle 26 Lagerbuchsen 35, 36 vorgesehen sind. Die Nocken 30a, 30b sind hierbei als exzentrisch zur Schwenkachse 37 der Nockenwelle 26 angeordnete Exzenterscheiben ausgebildet und an der Nockenwelle 26 angeformt. Die Lagerbuchsen 35, 36 sind in einer koaxial zur Schwenkachse 37 angeordneten Gehäusebohrung 38 befestigt, die sich durch das Achsgehäuse 1 und das Trägerelement 18 erstreckt. Durch die Lagerbuchsen 35, 36wird somit ebenfalls das Trägerelement 18 in radialer und axialer Richtung bezüglich des Achsgehäuses 1 gesichert.

An der Lagerbuchse 35 ist hierbei ein Flansch 40 ausgebildet, der über Schraubverbindungen 41 mit dem Achsgehäuse 1 verbunden ist. Die Lagerbuche 36 weist ebenfalls eine stirnseitigen Flansch 42 auf, mittels dem die Lagerbuchse 36 über Schraubverbindungen 43 am Achsgehäuse 1 befestigt ist.

Der Wellenabschnitt 33 der Nockenwelle 26 erstreckt sich durch die Lagerbuchse 36 hindurch und ist an dem aus der Lagerbuchse 36 herausragenden Bereich mit einem Hebel 44 versehen, wobei zur Aufnahme des Hebels 44 an dem Wellenabschnitt 33 beispielsweise eine Vierkantaufnahme vorgesehen werden kann. Der Hebel 44 ist durch eine Schraubverbindung 45 am Wellenabschnitt 33 der Nockenwelle 26 in axialer Richtung befestigt und steht mit einer von der Bedienperson betätigbaren Bremsauslösevorrichtung in Verbindung.

Der Ringkolben 21 steht mit einer Federeinrichtung 46 in Wirkverbindung, die den Ringkolben 21 entgegen der hydraulischen Einrichtung 25 und der mechanischen Einrichtung 27 beaufschlagt. Hierzu ist der Ringkolben 21 an der den Lamellen 15, 16,17 gegenüberliegenden Stirnfläche 31 mit mehreren parallel zur Längsachse 28 angeordneten Gewindebohrungen 47 versehen, in denen jeweils ein Stift 48 eingeschraubt ist. Die Stifte 48 erstrecken sich durch jeweils eine an einem Flansch 49 des Trägerelements 18 ausgebildete Durchgangsbohrung 50, wobei zwischen dem Flansch 49 und dem Kopf 51 des Stiftes 48 eine als Druckfeder ausgebildete Feder 52 angeordnet ist.

Aus der Fig. 3 und der Fig. 5 ist die Anordnung der Nockenwelle 26 und der Schwenkachse 37 bezüglich der Längsachse 28 gezeigt. Die Schwenkachse 37 der Nockenwelle 26 ist einer senkrecht zur Längsachse 28 angeordneten Ebene angeordnet und ist von der Längsachse 28 um das Maß a versetzt. Die Mittelachse 53 der kreisringförmigen Nocken 30a, 30b ist von der Schwenkachse 37 der Nockenwelle 26 um das Maß b versetzt. Wie sich aus der Fig. 3 ergibt, ist das Maß a und b hierbei derart bemessen, daß die Berührungslinien der Nocken 30a, 30b mit dem Ringkolben 21 im Bereich einer durch die Längsachse 28 definierten Ebene erfolgt, so daß ein Verkanten des Ringkolbens 21 durch eine außermittige Beaufschlagung bei der Betätigung der Nockenwelle 26 vermieden wird.

Die Bremseinrichtung arbeitet wie folgt:

Im unbetätigten Zustand ist der Ringkolben 21 durch die Federn 52 und die Stifte 48 in die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Stellung beaufschlagt und die Bremseinrichtung 9 gelüftet.

Bei einer Beaufschlagung des Ringraums 22 mit Druckmittel über den Bremsdruckkanal 23 und den Druckmittelanschluß 24 wird der Ringkolben 21 nach in der Figur links beaufschlagt, wodurch die Lamellen 15, 16, 17 durch den Ringkolben 21 an den Anschlag 20 gepreßt werden. Die Laufachse befindet sich somit in einem Bremszustand. Dadurch kann die Bremseinrichtung 9 als Betriebsbremse verwendet werden.

Bei einer Auslenkung der Nockenwelle 26 durch den Hebel 44 in Richtung 54 wird durch die Nocken 30a, 30b der Ringkolben 21 nach in der Fig. 3 oder 4 links ausgelenkt und somit die Lamellen 15, 16, 17 an den Anschlag 20 gepreßt. Die Laufachse befindet sich somit ebenfalls in einem Bremszustand, wodurch die Bremseinrichtung 9 als Feststellbremse verwendet werden kann.

Die Laufachse gemäß der Erfindung kann neben der gezeigten Ausbildung mit einem großen Radabstand ebenfalls mit einem geringen Radabstand versehen sein und somit ein Doppelrad bilden, das in Lagertechnikgeräten, beispielsweise Gabelhubwagen, eingesetzt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Laufachse für Arbeitsmaschinen mit an den Achsenden angeordneten Rädern (8a, 8b) und einer Bremseinrichtung (9), dadurch gekennzeichnet, daß eine auf beide Räder (8a, 8b) wirkende Bremseinrichtung (9) vorgesehen ist, die axial zwischen den Rädern (8a, 8b) angeordnet ist, wobei die Räder (8a, 8b) mit jeweils einer in einem Achsgehäuse (1) der Laufachse drehbar gelagerten Achswelle (5a, 5b) in Verbindung stehen und die Bremseinrichtung (9) jeweils einen mit der Achswelle (5a; 5b) in Verbindung stehenden Bremsrotor (11a; 11b) aufweist, der mittels einer gemeinsamen Betätigungseinrichtung (12) mit einem Bremsstator (10) in Wirkverbindung bringbar ist.
  2. 2. Laufachse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung (9) mechanisch und/oder hydraulisch betätigbar ist.
  3. 3. Laufachse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (12) einen konzentrisch zur Längsachse (28) der Achswellen (5a, 5b) im Achsgehäuse (1) angeordneten Ringkolben (21) aufweist, der mittels einer hydraulischen Einrichtung (25) und/oder einer mechanischen Einrichtung (27) entgegen einer Federeinrichtung (46) beaufschlagbar ist.
  4. 4. Laufachse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulische Einrichtung (25) einen zwischen dem Ringkolben (21) und dem Achsgehäuse (1) gebildeten Ringraum (22) umfaßt, der mit einem Bremsdruckkanal (23) in Verbindung steht.
  5. 5. Laufachse nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Einrichtung (27) eine mit dem Ringkolben (21) in Wirkverbindung stehende Nockenwelle (26) aufweist, wobei die Nockenwelle (26) um eine Schwenkachse (37) drehbar im Achsgehäuse (1) gelagert ist und die Schwenkachse (37) der Nockenwelle (26) in einer senkrecht zur Längsachse (28) der Achswellen (5a, 5b) angeordneten Ebene angeordnet ist.
  6. 6. Laufachse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (37) der Nockenwelle (26) von der Längsachse (28) der Achswellen (5a, 5b) versetzt ist.
  7. 7. Laufachse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung (9) als Lamellenbremse, insbesondere als naßlaufende Lamellenbremse, ausgebildet ist, wobei die Bremsrotoren (11a, 11b) mehrere mit der jeweiligen Achswelle (5a, 5b) drehfest und axial verschiebbare Lamellen (15, 16) aufweisen und der Bremsstator (10) mehrere im Achsgehäuse (1) drehfest und axial verschiebbare Lamellen (17) umfaßt.
  8. 8. Laufachse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Achsgehäuse (1) ein Trägerelement (18) angeordnet ist, das mit einer Verdrehsicherungsseinrichtung (19) für die Lamellen (17) des Bremsstators (10) versehen ist und zur Aufnahme des Ringkolbens (18) vorgesehen ist, wobei der Ringraum (22) zwischen dem Ringkolben (18) und dem Trägerelement (18) ausgebildet ist.
  9. 9. Laufachse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtung (46) mehrere Federn (52) aufweist, die mit dem Trägerelement (49) und jeweils einem Stift (48) in Verbindung stehen, der mit dem Ringkolben (21) verbunden ist.
  10. 10. Laufachse nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Lagerung der Nockenwelle (26) zwei Lagerbuchsen (35, 36) vorgesehen sind, die am Achsgehäuse (1) befestigt sind und sich durch das Trägerelement (18) erstrecken.
  11. 11. Laufachse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung (9) im mittleren Bereich der Laufachse angeordnet ist.
  12. 12. Verwendung der Laufachse nach einem der vorangegangenen Ansprüche in einem Flurförderzeug, insbesondere einem Gegengewichtsgabelstapler in Dreiradausführung mit einem angetriebenen Hinterrad.
  13. 13. Verwendung der Laufachse nach einem der vorangegangenen Ansprüche in einem explosionsgeschützten Flurförderzeug.
  14. 14. Verwendung der Laufachse nach einem der Ansprüche 1 bis 11 in einer Baumaschine.






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