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Dokumentenidentifikation DE19823068A1 25.11.1999
Titel Pulverversorgungssystem für Pulverbeschichtungsanlage
Anmelder Krämer, Erich, 96247 Michelau, DE
Erfinder Krämer, Erich, 96247 Michelau, DE
Vertreter Berendt und Kollegen, 81667 München
DE-Anmeldedatum 22.05.1998
DE-Aktenzeichen 19823068
Offenlegungstag 25.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.11.1999
IPC-Hauptklasse B05B 13/00
Zusammenfassung Es wird ein zentrales Pulverversorgungssystem, ein sogenanntes Pulverzentrum, bereitgestellt, welches insbesondere für hochleistungsfähige Großanlagen zur Pulverbeschichtung bestimmt ist. Das Pulverzentrum ist in zwei voneinander getrennte Kammern, eine Betriebskammer und eine Pulverkammer, unterteilt. Beide Kammern sind über eine verschließbare Öffnung mit einer Pulverabscheideeinrichtung verbindbar. In der Pulverkammer ist im wesentlichen die Pulveraufbereitungseinrichtung angeordnet, während in der Betriebskammer die Betriebsteile und Versorgungsteile zusammengefaßt sind. Die Pulveraufbereitungseinrichtung umfaßt einen höhenverfahrbaren Hubtisch mit Vibrationseinrichtung für den dort aufliegenden Pulvervorratsbehälter. Ferner ist eine Saugplatte als Absaugeinrichtung angeordnet, welche Durchgangsöffnungen hat. Diese Saugplatte ist von einem Siebkorb umgeben, welcher gegebenenfalls einen Stützkorb hat. Im Abstand hierzu ist dann die Fluidisiereinrichtung vorgesehen, welche korbähnlich ausgestaltet ist, und in der der Siebkorb und gegebenenfalls der Stützkorb in ineinander geschachtelter Anordnung vorgesehen sind. Die Anordnung aus Fluidisiereinrichtung, Siebkorb und gegebenenfalls Stützkorb ist lösbar in der Pulverkammer angeordnet und mit einem Schwingrahmen verbunden, welcher dieser Anordnung eine Vibrationsbewegung erteilt. Die Saugplatte ist bei diesem Pulverzentrum ortsfest, während der Hubtisch mit dem Vorratsbehälter höhenverfahrbar ist. Das Pulverzentrum ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Pulverversorgungssystem für Pulverbeschichtungsanlagen, insbesondere für leistungsfähige Großanlagen zur Pulverbeschichtung.

Pulverversorgungssysteme haben bei Pulverbeschichtungsanlagen die Aufgabe, in einem Behälter vorrätig gehaltenes Pulver aufzufluidisieren und das auffluidisierte Pulver zugeordneten Pulverauftragseinrichtungen, wie Pulverpistolen und dergleichen, zuzuführen.

Bei leistungsfähigen Groß-Pulverbeschichtungsanlagen sind mehrerer Pulverauftragseinrichtungen oder mehrere Gruppen von Pulverauftragseinrichtungen über ein gemeinsames Pulverversorgungssystem zu versorgen. Daher ist ein leistungsfähiges Pulverversorgungssystem, ein sogenanntes Pulverzentrum, erforderlich. Zweckmäßigerweise sollte das Pulveranlieferungsgebinde direkt bei einem solchen Pulverzentrum zur Pulveraufbereitung und Pulverversorgung eingesetzt werden. Zugleich sollte auch die Abreinigung bei Pulverwechsel möglichst schnell, zuverlässig und vollständig durchführbar sein sowie weitgehend automatisch.

Die Erfindung zielt daher darauf ab, ein Pulverversorgungssystem bereitzustellen, welches insbesondere den Anforderungen von hochleistungsfähigen Groß-Pulverbeschichtungsanlagen genügt und einen weitgehend automatischen Betrieb bei einer Pulverbeschichtungsanlage einschließlich deren Abreinigung gestattet.

Gemäß einem Aspekt nach der Erfindung wird hierzu ein Pulverversorgungssystem für Pulverbeschichtungsanlagen bereitgestellt, welches zur zentralen Pulverversorgung von mehreren Pulverauftragseinrichtungen oder mehreren Gruppen von Pulverauftragseinrichtungen eingesetzt werden kann. Im Gegensatz zu bisher üblichen Saugrohren, welche das auffluidisierte Pulver mittels Injektoren zu den Auftragseinrichtungen befördern, ist bei dem erfindungsgemäßem Pulverversorgungssystem, welches nachstehend auch mit "Pulverzentrum" abgekürzt wird, eine neuartig ausgelegte Absaugeinrichtung vorgesehen. Diese Absaugeinrichtung ist in Form einer starren Platte vorzugsweise aus Leichtmetall, wie Aluminium, ausgebildet und hat zur Bildung von einzelnen Saugrohren Durchgangsöffnungen, welche die Platte vollständig durchsetzen. Vorzugsweise umfaßt die so nach der Erfindung ausgestattete Saugplatte wenigstens zwei Durchgangsöffnungen parallel in Breitenrichtung der Platte.

Um ein leistungsfähiges Großsystem für die Pulveraufbereitung bereitzustellen, ist bei der erfindungsgemäßen Auslegung des Pulverzentrums eine korbartig ausgestaltete Fluidisiereinrichtung vorgesehen, welche die Saugplatte außenseitig umgibt. Diese korbartige Fluidisiereinrichtung hat an dem einem Pulverbehälter zugewandten Ende Fluidisierschläuche, welche in Breitenrichtung verlaufen, und die einzelne Fluidisieröffnungen zum Einspeisen von Fluidisierluft haben.

Um Klumpenbildungen bei der Pulveraufbereitung zu vermeiden, kann zwischen der korbartigen Fluidisiereinrichtung und der Saugplatte ein sogenannter Siebkorb angeordnet werden, welcher aus einer Siebmatte, einer Lochplatte oder dergleichen besteht und zwischen der korbartig ausgebildeten Fluidisiereinrichtung und der Saugplatte angeordnet ist. Um eine Durchwölbung eines solchen Siebkorbs zu verhindern, kann zwischen der Saugplatte und dem Siebkorb ein Stützkorb angeordnet werden.

Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltungsform des Pulverzentrums nach der Erfindung ist die plattenförmig ausgebildete Absaugeinrichtung oder die Saugplatte ortsfest angebracht, während die Anordnung aus korbförmiger Fluidisiereinrichtung und Siebkorb sowie gegebenenfalls Stützkorb lösbar im Pulverzentrum angeordnet sind. Somit läßt sich die Anordnung aus korbartig ausgebildeter Fluidisiereinrichtung und Siebkorb sowie gegebenenfalls Stützkorb, welche in ineinander geschachtelter Anordnung vorgesehen sind, gesondert von der Absaugplatte abnehmen.

Ferner ist die Anordnung aus korbförmiger Fluidisiereinrichtung, Siebkorb und gegebenenfalls Stützkorb an ihren lösbaren Befestigungsstellen derart gelagert, daß sie eine Vibrationsbewegung ausführen. Zweckmäßigerweise sind die korbförmige Fluidisiereinrichtung, der Siebkorb und gegebenenfalls der Stützkorb gemeinsam an einem Schwingrahmen gelagert. Diese Schwingrahmenlagerung ist zweckmäßigerweise um das Befestigungsende der Saugplatte angeordnet.

Gemäß einem weiteren Aspekt nach der Erfindung ist bei dem Pulverversorgungssystem die Saugplatte sowie die funktionsmäßig zugeordneten Einrichtungen, wie korbförmige Fluidisiereinrichtung, Siebkorb und gegebenenfalls Stützkorb, ortsfest vorgesehen.

Zur Aufnahme des Pulvervorratsbehälters, welcher beispielsweise von dem Anlieferungsgebinde gebildet werden kann, umfaßt das Pulverzentrum nach der Erfindung einen Hubtisch, auf welchem der Pulverbehälter, wie das Anlieferungsgebinde, aufliegt, wobei der Hubtisch derart ausgestaltet ist, daß er auf geeignete Weise Schwingungen bzw. Vibrationen ausführen kann, so daß dem Pulver in dem Pulvervorratsbehälter zur Auflockerung eine Vibrationsbewegung erteilt werden kann. Bei dieser Ausgestaltungsform ist die Tischauflage für den Pulvervorratsbehälter beweglich und daher als Hubtisch ausgeführt. Mit Hilfe einer geeigneten Hubeinrichtung wird dann der Hubtisch in Richtung auf die ortsfeste Anordnung umfassend die Saugplatte, die korbförmige Fluidisiereinrichtung, den Siebkorb und gegebenenfalls den Stützkorb in die Betriebsstellung hochgefahren.

Gegebenenfalls kann unter dem Auflagetisch des Hubtisches oder gesondert auf, diesem montierbar eine automatische Vorreinigungseinrichtung vorgesehen sein, welche vorzugsweise konisch ausgebildete Ausblasdüsen umfaßt. Diese automatische Vorreinigungseinrichtung dient zur Erleichterung der Reinigungsarbeiten beim Pulverwechsel, wobei die konisch ausgebildeten Ausblasdüsen bei abgenommenem Pulvervorratsbehälter und abgenommener Anordnung aus korbförmiger Fluidisiereinrichtung mit Siebkorb und gegebenenfalls mit dem vorgesehenen Stützkorb beim Hochfahren des Hubtisches mit den Durchgangsöffnungen der Saugplatte über die konische Ausbildung eine abdichtende Verbindung mit denselben herstellen, so daß die Durchgangsöffnungen und gegebenenfalls hiermit verbundene Armaturen und Schlauchverbindungen freigeblasen werden können. Diese automatische Vorreinigungseinrichtung kann auch als gesonderte Einrichtung vorgesehen werden, welche zur Reinigung in geeigneter Weise auf dem Hubtisch montiert wird. Alternativ kann sie in den Hubtisch integriert sein.

Gemäß einem weiteren Aspekt nach der Erfindung ist das Pulverversorgungszentrum in zwei voneinander unabhängige Kammern unterteilt. In der einen Kammer ist die Pulveraufbereitungseinrichtung und die Pulverversorgungseinrichtung mit der Saugplatte, der Fluidisiereinrichtung, dem Siebkorb, gegebenenfalls dem Stützkorb und dem Pulvervorratsbehälter, wie dem Anlieferungsgebinde, angeordnet. In einer hiervon gesonderten zweiten Kammer sind die Betriebsteile, wie Injektoreinrichtung, Steuerteile hierzu und die Anschlüsse für die Pulverauftragseinrichtungen angeordnet. Zweckmäßigerweise sind die betriebserforderlichen Steuer- und Funktionsteile zu einer Art Kopfplatte zusammengefaßt, an welcher die Anschlüsse zu den Betriebsmittel-Versorgungseinrichtungen angebracht sind und die Durchgangsbohrungen hat, welche in kommunizierender Verbindung mit den Durchgangsöffnungen in der Saugplatte stehen. Ferner sind auch Fluidisierluft-Versorgungsleitungen, welche mit der korbförmig ausgebildeten Fluidisiereinrichtung verbunden sind, durch die Kopfplatte durchgeführt und mit den entsprechenden Versorgungseinrichtungen über zugeordnete Steuerelemente betriebsverbunden. Ferner kann an dieser zweiten Kammer, welche sich auch als Betriebskammer zur Unterscheidung gegenüber der Pulveraufbereitungskammer, bezeichnen läßt, eine Dampfanordnung von Steuerungselementen vorgesehen sein, mittels denen die entsprechenden Einstellungen für die Versorgungsmedien des Pulverversorgungszentrums vorgenommen werden können. Diese Steuerelemente können in einem Bedienfeld zusammengefaßt werden.

Bei einer solchen zwei gesonderte Kammern umfassenden Auslegung eines Pulverversorgungszentrums sind gemäß einem weiteren Aspekt nach der Erfindung die einzelnen Kammern über eine verschließbare Öffnung und eine zugeordnete Leitung mit der Pulverabscheideeinrichtung der Pulverbeschichtungsanlage verbunden. Zum Reinigen und auch während des Betriebs können somit die beiden gesonderten Kammern, die Pulverkammer und die Betriebskammer, gesondert abgesaugt werden, und hierdurch kann das Pulver aus diesen Kammern effektiv und automatisch insbesondere beim Pulverwechsel entfernt werden.

Für die Ausführung der Hubbewegung des Hubtisches können entsprechend geeignete Hubwerke, wie Zylindereinrichtungen, Spindeleinrichtungen und dergleichen eingesetzt werden.

Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung weitere Abänderungen und Modifikationen möglich. Auch könnte die bei dem erfindungsgemäßen Pulverzentrum vorgesehene Saugplatte gegebenenfalls beweglich ausgeführt werden, so daß dann der Pulvervorratsbehälter ortsfest unter Ausführung einer Vibrationsbewegung aufliegen könnte.

Auch kann natürlich die Auslegungsform der Pulveraufbereitungseinrichtung, welche beispielsweise die Saugplatte, die korbförmige Fluidisiereinrichtung, den Siebkorb und gegebenenfalls den Stützkorb umfaßt, auch bei andern Pulverversorgungseinrichtungen eingesetzt werden, ohne daß bei der Erfindung die Gesamtheit aller bei dem Pulverzentrum wesentlichen Aspekte verwirklicht sein müßte.

Die Unterteilung des Pulverzentrums in zwei gesonderte Kammern, eine sogenannte Pulverkammer und eine Betriebskammer, macht das Pulverzentrum nach der Erfindung benutzerfreundlich und übersichtlich und insbesondere kann die Pulverbeschichtungsanlage so betrieben werden, daß möglichst wenig Pulver unmittelbar in die Atmosphäre gelangt.

Wesentlich bei dem erfindungsgemäßen Pulverzentrum ist auch die Möglichkeit einer automatischen oder wenigstens teilautomatischen Abreinigung der zum Pulverzentrum gehörenden Teile selbst. Hierdurch lassen sich beim Pulverwechsel die erforderlichen Reinigungsarbeiten wesentlich vereinfachen, und sie lassen sich schnell und weitgehend automatisiert durchführen. Beim Pulverwechsel ist es nämlich wesentlich, daß die gesamten pulverführenden Einrichtungen weitgehend von Altpulver möglichst umfassend und schnell befreit werden, um dann die Pulverbeschichtung möglichst rasch wieder mit einem anderen neuen Pulver aufnehmen zu können, ohne daß Verunreinigungen durch Altpulver zu befürchten sind, welche zu qualitativ minderwertigen Beschichtungen führen.

Nachstehend wird an Hand der beigefügten Zeichnung eine bevorzugte Ausführungsform nach der Erfindung erläutert. Darin zeigt:

Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines Pulverversorgungssystems nach der Erfindung, und

Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Pulverbeschichtungsanlage mit einem zentralen Pulverversorgungssystem nach Fig. 1 und schematisch angedeuteter Pulverauftragseinrichtung sowie nachgeschalteter Pulverabscheideeinrichtung, beispielsweise in Form eines Zyklons.

Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 ist dort eine bevorzugte Ausführungsform eines zentralen Pulverversorgungssystems, abgekürzt mit "Pulverzentrum", gezeigt. Dieses Pulverzentrum 1 umfaßt eine in der Zeichnung oben dargestellte erste Kammer 2, eine sogenannte Betriebskammer. Hierzu gesondert ist eine zweite, untere Kammer 3, eine sogenannte Pulverkammer, vorgesehen. Beide übereinander angeordnete Kammern 2 und 3 sind durch eine gemeinsame Trennwand 4 abgeteilt.

In der Pulverkammer 3 bzw. der Pulveraufbereitungskammer 3 ist das Herzstück der Pulveraufbereitungseinrichtung des Pulverzentrums 1 angeordnet. Diese Pulveraufbereitungseinrichtung ist insgesamt mit 5 bezeichnet.

Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform liegt der Pulvervorratsbehälter 6, wie das Anlieferungsgebinde auf einem Tisch 7 bzw. einer Tischplatte auf. Zwischen einer Grundplatte und dem Tisch 7 ist eine Vibrationseinrichtung angeordnet, welche das Pulver in dem Pulvervorratsbehälter 6 mittels des Tisches 7 zur Auflockerung in Vibrationsbewegungen versetzt. Mittels einer Hubeinrichtung 9 läßt sich der Tisch 7 längs Führungen 10 in Richtung nach oben und unten verfahren.

Auf der der Pulverkammer 3 zugewandten Seite der Trennwand 4 ist eine Absaugeinrichtung 11 befestigt, welche in Form einer Saugplatte 12 ausgebildet ist, die vorzugsweise aus Leichtmetall, wie Aluminium oder dergleichen, hergestellt ist. Diese die Absaugeinrichtung 11 bildende Saugplatte 12 hat Durchgangsöffnungen 13, welche ununterbrochen und vollständig durch die Saugplatte 12 gehen. Bevorzugt sind die Durchgangsöffnungen 13 in Breitenrichtung der Saugplatte 12 parallel zueinander paarweise angeordnet.

Wie in der auseinandergezogenen Darstellung in Fig. 1 verdeutlicht ist, umfaßt die Pulveraufbereitungseinrichtung 5 ferner eine Fluidisiereinrichtung 14, welche korbähnlich ausgestaltet ist und beabstandet die Saugplatte 12 umgibt. Die Fluidisiereinrichtung 14 umfaßt Fluidisierluftzuleitungen 15, die mit Fluidisierelementen 16 der korbförmigen Fluidisiereinrichtung 14 verbunden sind. Die Fluidisierelemente 16 sind schlauchförmig ausgebildet und erstrecken sich in Breitenrichtung des Korbs und der Saugplatte 12 und enthalten mehrere Öffnungen, über welche die Fluidisierluft austreten kann.

Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, ist zwischen der korbähnlich ausgestalteten Fluidisiereinrichtung 14 und der Saugplatte 12 ein Siebkorb 17 angeordnet, welcher von einem Drahtgeflecht mit entsprechender Maschenweite gebildet wird. Um eine Durchwölbung des Siebkorbs 17 zu vermeiden oder eine möglichst große Maschenweite für das Material des Siebkorbs 17 nehmen zu können, kann der Siebkorb innenseitig durch einen Stützkorb 18 versteift sein. Der Stützkorb 18 umgibt dann beabstandet die Saugplatte 12.

Bei der dargestellten Ausführungsform sind der Siebkorb 17 und der Stützkorb 18 derart ausgelegt, daß sie in ineinander geschachtelter Anordnung in der korbförmigen Fluidisiereinrichtung aufgenommen sind. Diese Anordnung aus korbförmiger Fluidisiereinrichtung 14, Siebkorb 17 und gegebenenfalls Stützkorb 18 ist lösbar an der Trennwand 4 angebracht. Ferner wird dieser Anordnung eine Schwing- bzw. Vibrationsbewegung im montierten Zustand erteilt, wozu ein Schwingrahmen 19 die Saugplatte 12 umgebend an der Trennwand 4 angebracht ist, an welchem diese Anordnung aus korbförmiger Fluidisiereinrichtung 14, Siebkorb 17 und gegebenenfalls Stützkorb 18 angebracht werden kann. Mit Hilfe des Siebkorbs 17 können bei der Pulveraufbereitung eventuell vorhandene Klumpen aufgelöst werden, so daß der Siebkorb 17 als eine Art Entklumpungseinrichtung dient.

In der ersten Kammer 2 bzw. der Betriebskammer 2 sind die Betriebsmittel Steuereinrichtungen und die Versorgungseinrichtungen für nicht näher dargestellten Pulverauftragseinrichtungen untergebracht. Mit der der Betriebskammer zugewandten Fläche der Trennwand 4 ist eine Anschluß- und Verteilerplatte 20 verbunden. Diese Verteilerplatte 20 enthält Durchgangsbohrungen, welche in kommunizierender Verbindung mit den Durchgangsöffnungen 13 der Saugplatte 12 stehen. Auf der Oberseite der Verteilerplatte 20 sind dann die Schlauchanschlußverbindungen 21 für die Betriebsmittel angedeutet. Auch die Injektoren zur Förderung des aufbereiteten Pulvers zu den Pulverauftragseinrichtungen sind dort in übersichtlicher Weise angeordnet untergebracht.

Ferner umfaßt die Betriebskammer 2 beispielsweise ein Steuerfeld 22, welches entsprechende Steuer- und Anzeigeelemente enthält, welche zur Einstellung des Betriebs der Betriebsmittel erforderlich sind, welche in der Betriebskammer 2 untergebracht sind. Bei diesen in dem Steuerfeld 22 angeordneten Steuer- und Anzeigeelemente handelt es sich um ein Rumpfsteuerungsteil, welches an dem Pulverzentrum 1zur Einstellung der gewünschten Betriebsbedingungen vorgesehen ist. Die Grundsteuerfunktionen werden gesondert hierzu von getrennt vorgesehenen Schaltanlagen vorgenommen.

Wie ferner aus Fig. 2 zu erkennen ist, sind die Betriebskammer 2 und die Pulverkammer 3 allseitig dicht geschlossen, und an geeigneten Stellen können Zugangstüren 23 vorgesehen sein. Ferner sind in den Wänden der beiden Kammern 2, 3 verschließbare Öffnungen 24, 25 vorgesehen, welche über Verbindungsleitungen 26, 27 mit einer zur gesamten Pulverbeschichtungsanlage gehörenden Pulverabscheideeinrichtung 28 verbunden sind. Diese ist beispielsweise in Fig. 2 als Zyklon dargestellt. Auch ist aus Fig. 2 eine einer Mehrzahl von enthaltenen Pulverauftragseinrichtungen 29 schematisch dargestellt, welche an das Pulverversorgungszentrum 1 schematisch angedeutet angeschlossen ist.

In Fig. 2 ist das Pulverversorgungszentrum 1 in seiner Arbeitsstellung gezeigt, in welcher der Hubtisch 7 mit dem Pulvervorratsbehälter 6 derart gegenüber Fig. 1 hochgefahren ist, daß die Anordnung aus Saugplatte 12, Fluidisiereinrichtung 14, Siebkorb 17 und gegebenenfalls Stützkorb 18 in das Pulver in dem Pulvervorratsbehälter eintaucht.

Wenn beim Pulverwechsel eine Pulverabreinigung vorzunehmen ist, können die verschließbaren Öffnungen 24, 25 der beiden Kammern 2, 3 geöffnet werden und das möglicherweise in diesen Kammern 2, 3 vorhandene Pulver kann zur Pulverabscheideeinrichtung 28 gefördert werden.

Obgleich in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, kann in den Hubtisch 7 integriert oder gesondert zu diesem eine automatische Vorreinigungseinrichtung vorgesehen sein, welche an ihren Enden konisch ausgebildete Ausblasdüsen umfaßt. Zur automatischen Vorreinigung wird von dem Hubtisch 7 der Pulvervorratsbehälter 6 abgenommen, und die Anordnung, umfassend die korbförmige Fluidisiereinrichtung 14, den Siebkorb 17 und eventuell den Stützkorb 18, wird von dem Schwingrahmen 10 abgenommen. Dann wird der Hubtisch 7 mit den betriebsbereiten Ausblasdüsen in Richtung auf die Saugplatte 12 hochgefahren und die konisch ausgebildeten Ausblasdüsen stellen einen dichten Abschluß mit den Durchgangsöffnungen 13 der Saugplatte 12 her. Mit Druckluft werden dann die Durchgangsöffnungen 13 und die zugeordneten Einrichtungen zur Vorreinigung freigeblasen.

Diese Vorreinigungseinrichtung kann auch als unabhängige Einrichtung von dem Tisch 7 ausgelegt sein und kann dann im Bedarfsfalle auf den Hubtisch in entsprechender geeigneter Weise montiert werden.

Zusammenfassend wird nach der Erfindung ein zentrales Pulverversorgungssystem, ein sogenanntes Pulverzentrum, bereitgestellt, welches insbesondere für hochleistungsfähige Großanlagen zur Pulverbeschichtung bestimmt ist. Das Pulverzentrum ist in zwei voneinander getrennte Kammern, eine Betriebskammer und eine Pulverkammer, unterteilt. Beide Kammern sind über eine verschließbare Öffnung mit einer Pulverabscheideeinrichtung verbindbar. In der Pulverkammer ist im wesentlichen die Pulveraufbereitungseinrichtung angeordnet, während in der Betriebskammer die Betriebsteile und Versorgungsteile zusammengefaßt sind. Die Pulveraufbereitungseinrichtung umfaßt einen höhenverfahrbaren Hubtisch mit Vibrationseinrichtung für den dort aufliegenden Pulvervorratsbehälter. Ferner ist eine Saugplatte als Absaugeinrichtung angeordnet, welche Durchgangsöffnungen hat. Diese Saugplatte ist von einem Siebkorb umgeben, welcher gegebenenfalls einen Stützkorb hat. Im Abstand hierzu ist dann die Fluidisiereinrichtung vorgesehen, welche korbähnlich ausgestaltet ist, und in der der Siebkorb und gegebenenfalls der Stützkorb in ineinander geschachtelter Anordnung vorgesehen sind. Die Anordnung aus Fluidisiereinrichtung, Siebkorb und gegebenenfalls Stützkorb ist lösbar in der Pulverkammer angeordnet und mit einem Schwingrahmen verbunden, welcher dieser Anordnung eine Vibrationsbewegung erteilt. Die Saugplatte ist bei diesem Pulverzentrum ortsfest, während der Hubtisch mit dem Vorratsbehälter höhenverfahrbar ist. Das Pulverzentrum ermöglicht eine schnelle Abreinigung weitgehend automatisch bei Pulverwechseln und gestattet eine hochleistungsfähige Pulveraufbereitung für große Pulverbeschichtungsanlagen. Bezugszeichenliste 1zentrales Pulverversorgungssystem bzw. Pulverzentrum insgesamt

2erste Kammer (Betriebskammer)

3zweite Kammer (Pulverkammer)

4Trennwand

5Pulveraufbereitungseinrichtung

6Pulvervorratsbehälter

7Tisch

8Vibrationseinrichtung

9Hubeinrichtung

10Führungen

11Absaugeinrichtung

12Saugplatte

13Durchgangsöffnungen

14korbförmige Fluidisiereinrichtung

15Fluidisierluft-Zuleitungen

16Fluidisierelement

17Siebkorb

18Stützkorb

19Schwingrahmen

20Anschluß- und Verteilerplatte

21Schlauchanschlußverbindungen

22Steuertafel

23Zugangstüre

24Öffnung

25Öffnung

26Verbindungsleitung

27Verbindungsleitung

28Pulverabscheideeinrichtung

29Pulverauftragseinrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Pulverversorgungssystemfür Pulverbeschichtungsanlage mit einem Pulvervorratsbehälter, einer Pulverfluidisiereinrichtung und einer Abdsaugeinrichtung für auffluidisiertes Pulver, welche mit einer Pulverauftragseinrichtung zur Versorgung derselben verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung als Platte ausgebildet ist, welche sie durchsetzende Durchgangsöffnungen hat.
  2. 2. Pulverversorgungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulverfluidisiereinrichtung korbartig ausgebildet ist und die als Platte ausgebildete Absaugeinrichtung beabstandet umgibt.
  3. 3. Pulverversorgungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Pulver zugewandte Ende der korbartig ausgebildeten Pulverfluidisiereinrichtung Fluidisierelemente in Form von Fluidisierschläuchen aufweist.
  4. 4. Pulverversorgungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der plattenförmigen Absaugeinrichtung und der Fluidisiereinrichtung ein Siebkorb angeordnet ist.
  5. 5. Pulverversorgungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der plattenförmigen Absaugeinrichtung und dem Siebkorb ein Stützkorb angeordnet ist.
  6. 6. Pulverversorgungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenförmige Absaugeinrichtung stationär befestigt ist und die Fluidisiereinrichtung sowie der gegebenenfalls vorgesehene Siebkorb und der Stützkorb lösbar angeordnet sind.
  7. 7. Pulverversorgungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Anordnung aus Fluidisiereinrichtung sowie gegebenenfalls aus Siebkorb und Stützkorb Vibrationsbewegungen ausführt.
  8. 8. Pulverversorgungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulverbehälter auf einem Hubtisch aufliegt, welcher in Höhenrichtung verfahrbar ist und vibriert.
  9. 9. Pulverversorgungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hubtisch eine Abblaseinrichtung zugeordnet ist, welche eine Reinigung der plattenförmigen Absaugeinrichtung und deren Durchgangsöffnungen gestattet.
  10. 10. Pulverversorgungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulvervorratsbehälter, die Pulverfluidisiereinrichtung und die Absaugeinrichtung sowie die hierzu gehörenden weiteren Einrichtungen in einer gemeinsamen Kammer angeordnet sind.
  11. 11. Pulverversorgungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebseinrichtungen für die Luftzufuhr, zur Versorgung der Pulverauftragseinrichtung und dergleichen in einer weiteren, gemeinsamen Kammer angeordnet sind.
  12. 12. Pulverversorgungssystem nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand zwischen beiden Kammern die plattenförmige Absaugeinrichtung trägt und dieser gegenüberliegend eine Anschlußplatte in der weiteren Kammer angebracht ist, welche betriebsfunktionelle Einrichtungen hat und in kommunizierender Verbindung mit den Durchgangsöffnungen der plattenförmigen Absaugeinrichtung stehen.
  13. 13. Pulverversorgungssystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der weiteren Kammer Steuereinrichtungen für Betriebseinrichtungen zugeordnet sind.
  14. 14. Pulverversorgungssystem nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern jeweils mit einer Pulverabscheideeinrichtung der Pulverbeschichtungsanlage verbunden sind.






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