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Dokumentenidentifikation DE19825277A1 09.12.1999
Titel Transversalflußmaschine
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Gräf, Markus, 81371 München, DE
DE-Anmeldedatum 05.06.1998
DE-Aktenzeichen 19825277
Offenlegungstag 09.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.1999
IPC-Hauptklasse H02K 21/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft Transversalflußmaschine mit einer Statoranordnung (12) und einer Rotoranordnung, welche zwei parallel zueinander verlaufende Reihen von abwechselnd angeordneten Permanentmagneten (102) und Weicheisen-Rotorelementen (100) aufweist.
Problematisch bei einseitigen Transversalflußmaschinen ist deren effiziente Flußführung.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Magnetkreis zu optimieren und das Streuverhalten der Permanentmagnete zu verbessern.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß statorseitig ein ringförmiges Element (200, 202) vorgesehen ist, welches in den Rotor hineinreicht und die beiden parallel nebeneinander verlaufenden Reihen von abwechselnd angeordneten Permanentmagneten (102) und Weicheisen-Rotorelementen (100) trennt, wobei das ringförmige Element (200, 202) in Umfangsrichtung beabstandete Rüchschlußelemente (210) aus magnetisch aktivem Material zur Führung der magnetischen Feldlinien aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Transversalflußmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[Stand der Technik]

Permanentmagneterregte Synchronmaschinen nach dem Transversalflußkonzept sind allgemein bekannt und ermöglichen hohe Kraftdichten bei hohem Wirkungsgrad.

Eine Transversalflußmaschine der eingangs genannten Art ist in der EP 0 677 914 beschrieben und weist einen Stator und einen Läufer sowie magnetische Kreise auf. Der Fluß der magnetischen Kreise verläuft im wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung des Läufers. Der Stator weist E-förmige Polelemente auf, bei denen die mittleren Polschenkel gegen die äußeren Polschenkel um eine Polteilung versetzt angeordnet sind. Die Permanentmagnete des Läufers sind im wesentlichen kubisch ausgebildet und liegen mit ihrer Flußrichtung senkrecht zu den angrenzenden Polflächen der Polelemente, wobei sie zwischen jeweils zwei Schenkeln der E-förmigen Polelemente umlaufen.

Aus der WO 90/09697 ist eine Permanentmagneterregte elektrische Maschine mit einem Außenstator und mindestens einem dazu koaxialen Innenstator beschrieben. Zwischen diesen läuft ein Rotor mit zwei im Axialabstand voneinander verlaufenden parallelen Reihen von Permanentmagneten um. In Umfangs- und Axialrichtung benachbarte Permanentmagnete weisen verschiedene Polarität auf.

Zur industriellen Fertigung einer solchen Maschine sind Außen- und Innenstator jeweils dreiteilig aus einem Jochring und zwei laminierten Polringen ausgebildet. Die Polringe tragen radial vorstehende Polzähne, die in Umlaufrichtung im Abstand von jeweils einer Polteilung angeordnet sind. Die geblechten und segmentierten Polringe pressen sich in Radialrichtung an den Jochring an und stützen sich in Achsrichtung an einen vom Jochring radial vorstehenden Ringsteg ab. Zwischen den Polringen und dem Ringsteg liegt jeweils ein Wicklungshalbstrang einer ringförmigen Polwicklung. Die Wicklungshalbstränge im Außen- und Innenstator bilden jeweils die Polwicklung.

Schließlich ist in der EP 0 712 199 eine Transversalflußmaschine mit einer Anzahl von äußeren Stator-Weicheisenelementen, mit einer Mehrzahl von inneren Stator-Weicheisenelementen, mit jeweils einer Ringwicklung des äußeren und inneren Stators und mit einem Rotor dargestellt, welcher wiederum aus miteinander abwechselnden Magneten und Weicheisenelementen besteht. Bei dieser Transversalflußmaschine verjüngen sich die Magnete von außen nach innen, und die Breite der inneren Stator-Weicheisenelemente ist kleiner als die Breite der äußeren Stator-Weicheisenelemente.

Allgemein weisen einseitige Transversalflußmaschinen, bei denen jede Phase nur eine Ringwicklung besitzt, eine problematische magnetische Flußführung auf. In diesen Systemen befinden sich zwischen den beiden Rotorreihen einer Phase entweder magnetisch inaktives Material oder senkrecht zu den anderen Magneten zusätzliche Magnete, die eine Flußtrennung hervorrufen. Allen Anordnungen gemein ist, daß Weicheisen-Rotorelemente, die nicht unter einem Statorzahn liegen, keinen magnetischen Rückschluß vorfinden und deshalb der gesamte magnetische Kreis unterbrochen ist. Aus diesem Grund kann man mit derartigen Anordnungen nur Transversalflußmaschinen mit einer geringeren Leistungsfähigkeit bauen.

Bei anderen bekannten, einseitigen Transversalflußmaschinen sitzt ein Rückschlußelement zwischen Statorzähnen. Nachteilig ist dort allerdings, daß der zur Verfügung stehende Querschnitt für das Rückflußeisen stark begrenzt ist, denn sonst überwiegen die Streuanteile gegenüber denjenigen der Nutzanteile des Magnetflusses. Außerdem führt der geringe Querschnitt vor allem bei Sammleranordnungen schnell zur Sättigung, was die Leistungsfähigkeit der Maschine nochmals herabsetzt.

[Aufgabe der Erfindung]

Aufgabe der Erfindung ist es, den Magnetkreis zu optimieren und die Streuverluste der Permanentmagnete zu minimieren.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß statorseitig ein magnetisch inaktives ringförmiges Element vorgesehen ist, welches in den Rotor hineinreicht und die beiden parallel nebeneinander verlaufenden Reihen von abwechselnd angeordneten Permanentmagneten (102) und Weicheisen-Rotorelementen (100) trennt, wobei das ringförmige Element in Umfangsrichtung winkelbeabstandete Rückschlußelemente aus magnetisch aktivem Material zur Führung der magnetischen Feldlinien im Bereich zwischen den beiden Rotorelementreihen aufweist und damit zur Verringerung der magnetischen Streufelder beiträgt.

Durch die Anordnung der Rückflußelemente kann ein geschlossener Magnetkreis von Rotorelementen auch dann erzeugt werden, wenn in der jeweiligen Stellung ein Rückschluß über das Polsystem des Stators gerade nicht möglich ist. Die von Permanentmagneten des Rotors erzeugten Magnetkreise werden somit also entweder über das Polsystem des Stators oder über die Rückschlußelemente des ringförmigen Elements geschlossen. Insgesamt ergibt sich dadurch eine signifikante Verringerung der magnetischen Streufelder. Daraus resultiert eine höhere Leistung der Maschine.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das ringförmige. Element an einem oder integral mit einem Tragring des Stators ausgebildet sein. Der Tragring trägt die Spule und stabilisiert ein verwendetes Polsystem.

Eine Kühlmöglichkeit ergibt sich, wenn im Tragring oder in einem Statorgehäuse zumindest ein Kühlkanal ausgebildet ist. Bei einer Ausbildung von mehreren Kühlkanälen sowohl im Statorgehäuse als auch im Tragring kann die gesamte Statoranordnung auf überaus wirksame Art und Weise gekühlt werden.

Für die Rückschlußelemente wird vorzugsweise ein geblechtes Eisenteil verwendet.

Um die Streuung der magnetischen Felder möglichst gering zu halten, sollten die entsprechenden Elemente des Rotors und die dazwischen angeordneten Rückflußelemente beidseitig des ringförmigen Elements unmittelbar aneinander angrenzen.

Gemäß einer vorzugsweisen Ausführungsform besteht das ringförmige Element aus einem Keramikmaterial.

[Beispiele]

Eine besondere Ausführungsform der Erfindung wird, auch hinsichtlich weiterer Vorteile und Merkmale, anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in

Fig. 1 eine perspektivische Teilschnittansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Transversalflußmaschine, bestehend aus einer Statoranordnung mit zwei Statorphasen,

Fig. 2 eine schematische Schnittansicht durch die Statoranordnung der Transversalflußmaschine gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine schematische Schnittansicht entlang Schnittebene A-A aus Fig. 2,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Befestigungsringes für die Innenseite des Rotors,

Fig. 5 eine perspektivische Teilschnittansicht von Tragringen mit jeweils ringförmigem, in den Rotor hineinragenden Element,

Fig. 6a eine Teilschnittdarstellung der Rotoranordnung der Transversalflußmaschine gemäß Fig. 1 entlang der Ebene A-A aus Fig. 6d,

Fig. 6b eine Teilschnittdarstellung der Rotoranordnung entlang Ebene B-B aus Fig. 6d,

Fig. 6c eine Teilschnittdarstellung der Rotoranordnung entlang Ebene D-D aus Fig. 6b,

Fig. 6d eine Teilschnittdarstellung der Rotoranordnung entlang Ebene E-E aus Fig. 6a und

Fig. 6e eine Teilschnittdarstellung der Rotoranordnung entlang Ebene C-C aus Fig. 6b.

In Fig. 1 ist eine perspektivische Teilschnittansicht einer Statoranordnung 12 eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Transversalflußmaschine 10 dargestellt. Diese umfaßt die Statoranordnung 12 und eine koaxial und radial innerhalb dazu angeordnete - in Fig. 1 nicht dargestellte - Rotoranordnung. Sowohl die Stator- 12 als auch die Rotoranordnung umfassen zwei Phasen. Für jede Phase ist ein eigenes Pol- bzw. Ankersystem mit einer jeweils zugeordneten Ringspule 36, 46 vorgesehen. Jedes Polsystem mit Ringspule 36, 46 verläuft ringartig in Umlaufrichtung sowie axial parallel zueinander.

Die gesamte Transversalflußmaschine 10 ist in einem Gehäuse angeordnet, welches sich beim vorliegenden Beispiel aus einem ringförmigen äußeren Gehäuseteil 20 und sich seitlich daran anschließenden Gehäuseseitenteilen 22', 22'' zusammensetzt. Die aneinander anliegenden Gehäuseteile sind miteinander verschraubt. Die äußeren Gehäuseseitenteile 22', 22'' decken die Öffnung des ringförmigen äußeren Gehäuseteils 20 ab. Mittig in den Gehäuseseitenteilen ist eine Bohrung zum Austritt einer nicht dargestellten Antriebswelle vorgesehen.

Darüber hinaus ist im vorliegenden Fall eine mittlere Gehäusewand 28 vorgesehen, welche sich mittig vom ringförmigen äußeren Gehäuseteil 20 nach innen erstreckt. Die mittlere ringförmige Gehäusewand 28 trennt vorliegend die zwei Phasen des Stators und umfaßt axial verlaufende Zapfen, die mit der Pol- bzw. Ankeranordnung einer jeden Phase zur Ausrichtung und Fixierung in Eingriff gebracht werden. An der äußeren Umfangsfläche der mittleren Gehäusewand 28 sind Gewindebohrungen vorgesehen, mittels welcher sich die mittlere Gehäusewand 28 mit dem ringförmigen äußeren Gehäuseteil 20 fest verbinden (hier: verschrauben) läßt.

Jede Phase der Statoranordnung besteht vorliegend aus einem Polsystem 32', 32'', 34 bzw. 42', 42'', 44, mit U-förmigem Querschnitt, einer Ringwicklung 36 bzw. 46 und einem zugehörigen Statortragring 24 bzw. 26.

Die Polringe 32', 32'' und 42', 42'' weisen in ihrem radial inneren Bereich äquidistant voneinander beabstandete Zähne 52 auf, die durch ebenso äquidistant beabstandete, etwa halbkreisförmige Ausnehmungen 54 gebildet sind.

Über die Zähne 52 der Polringe 32', 32'' und 42', 42'' findet der Magnetfluß zu den Elementen der Rotoranordnung statt. Insofern hat das vorliegende Polsystem die gleiche Wirkung, wie eine gleiche Anzahl von entsprechend der Anzahl der Zähne eines Polrings voneinander beabstandeten U-förmigen Weicheisenpolelementen.

Sowohl die Polringe 32', 32'' und 42', 42'' wie auch die Poljoche 34 und 44 sind aus einzelnen Blechen (geblechte Polringe) einfach herzustellen.

Alternativ kann das Poljoch auch anders aufgebaut sein, beispielsweise aus einer Vielzahl von separaten, in Umfangsrichtung des Poljochs angeordneten Blechstreifen. Mit dieser Maßnahme lassen sich Wirbelstromverluste im Übergang von den Polringen 32', 32'', 42', 42'' zum jeweiligen Poljoch 34, 44 minimieren.

Zur Verminderung der Wirbelstromverluste beim Übergang von den Poljochen 34, 44 zu den Polringen 32', 32'' und 42', 42'' bzw. umgekehrt sind bei dieser Lösung an den äußeren Bereichen der Polringe 32', 32'' und 42', 42'' in Umlaufrichtung sich radial nach innen erstreckende Einkerbungen 50 vorgesehen (vgl. Fig. 4) die eine Art Perforation ergeben.

In Fig. 2 ist eine Teilschnittansicht der in dem Gehäuse aufgenommenen Statoranordnung dargestellt, aus der zu erkennen ist, daß beim vorliegenden Ausführungsbeispiel die beiden Phasen 1 und 2 um eine Polteilung gegeneinander winkelverdreht sind. Damit ist ein problemlos steuerbarer Anlauf beim Betrieb der Transversalflußmaschine 10 sichergestellt.

Die Statortragringe 24 und 26 sind in einer perspektivischen Detailansicht in Fig. 5 dargestellt. Deutlich ist zu erkennen, daß die im wesentlichen ringförmig ausgebildeten Statortragringe 24 und 26 entsprechend der Anordnung der Zähne 52 der Polringe ausgebildete Ausnehmungen 58 aufweisen, in welche die Zähne 52 der Polringe 32', 32'' und 42', 42'' im zusammengebauten Zustand eingreifen. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sowohl die Ausnehmungen 58 wie auch die eingreifenden Zähne zum Rotor hin verjüngend ausgeführt, so daß eine extrem paßgenaue und stabilitätserhöhende Zusammenfügung von Polsystem und Tragring 24, 26 möglich ist.

Radial innerhalb und einstückig mit den Statortragringen 24 und 26 sind ringförmige Elemente 200 bzw. 202 vorgesehen, die in Umfangsrichtung beabstandete, sich in Axialrichtung erstreckende Aufnahmen 212 besitzen. In diesen Aufnahmen 212 sind im zusammenmontierten Zustand der Transversalflußmaschine 10 Weicheisen-Rückschlußelemente 210 eingefügt (vgl. Fig. 1 bis 3 und 6a bis 6e). Die Funktion der ringförmigen Elemente 200, 202 bzw. der Weicheisen-Rückschlußelemente 210 wird später noch beschrieben.

Wie unter anderem aus den Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, sind in den Statortragringen 24 und 26 jeweils drei in Umlaufrichtung ausgebildete Kühlkanäle 25, 27 vorgesehen. In diesen Kühlkanälen 25, 27 kann die in der Transversalflußmaschine entstehende Wärme sehr schnell und effizient abtransportiert werden.

Eine weitere Verbesserung der Kühlleistung ergibt sich durch zusätzliche Kühlkanäle 21 im äußeren Gehäuseteil 20 (vgl. Fig. 1 und 2).

In der Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 ist erkennbar, daß die Gehäuseseitenteile 22' und 22'' jeweils mit dem äußeren Gehäuseteil 20 aber auch mit den jeweils daran anliegenden Statortragringen 24 bzw. 26 verschraubt sind. Die Statortragringe 24 und 26 sind wiederum über die mittlere Gehäusewand 28 miteinander sowie mit dem äußeren Gehäuseteil 20 verbunden. Durch diese Anordnung entstehen ringförmige Hohlräume, in denen die jeweiligen Polsysteme mit den jeweiligen zugeordneten Ringwicklungen 36 und 46 nicht nur aufgenommen, sondern auch fest zusammengefügt sind.

Die Statortragringe 24 und 26 sind zusammen mit den jeweils zugehörigen ringförmigen Elementen 200 bzw. 202 aus einem nichtmagnetischen, keramischen Material gefertigt. Die in den Ausnehmungen 212 aufgenommenen Weicheisen-Rückschlußelemente 210 sind geblecht.

Eine zu der Konstruktion des Stators komplementäre Ausführungsform einer Rotoranordnung wird anhand der Fig. 6a bis 6e erläutert. Dabei ist in diesen Figuren nur die Rotoranordnung einer Phase beschrieben. Die Rotoranordnung für eine zweite Phase ist analog aufgebaut und mit der Rotoranordnung für die erste Phase verbunden.

Die vorliegende Rotoranordnung einer Phase weist zwei Reihen von jeweils abwechselnd angeordneten Permanentmagneten 102 und Weicheisen-Rotorelementen 100 mit der durch Pfeile gekennzeichneten Magnetflußausrichtung auf. Diese beiden ringförmigen Reihen verlaufen parallel zueinander und sind durch einen Spalt voneinander beabstandet. In diesen Spalt greift das ringförmige Element 200 des Stators ein. Dabei sollen die Luftspalte zwischen dem ringförmigen Element 200 einerseits und den jeweiligen Rotorwänden andererseits möglichst gering gehalten werden.

Die Reihen von abwechselnd angeordneten Permanentmagneten 102 und Weicheisen-Rotorelementen 100 sind über Befestigungselemente 116 auf einem Rotortragring 114 angeordnet.

An jedem äußeren Ende der Befestigungselemente 116 ist stirnseitig jeweils ein äußerer Befestigungsring 112' bzw. 112'' angeschraubt, welcher an dessen radial äußerem Ende einen in Axialrichtung nach innen vorstehenden Vorsprung aufweist, der die Permanentmagnete 102 und Weicheisen-Rotorelemente 100 krallenartig hält und sie gegen die Fliehkraft in Richtung des Stators abstützt.

Auf der Seite des ringförmigen Elements 200 werden die Permanentmagnete 102 und die Weicheisen-Rotorelemente 100 durch zwei innere Befestigungsringe 113' bzw. 113'' gehalten. Ein solcher Befestigungsring ist in Fig. 4 näher dargestellt. Er besitzt in Umfangsrichtung beabstandete Aufnahmen 115, in denen die Weicheisen-Rotorelemente 100 aufgenommen sind. Die Befestigungsringe 113', 113'' sind über Bohrungen 117 an den Befestigungselementen 116 verschraubt, die wiederum mit dem Rotortragring 114 fest verbunden sind.

Anhand der Fig. 6a bis 6e wird nachfolgend die Wirkungsweise der ringförmigen Befestigungselemente 200, 202 bzw. der darin aufgenommenen Weicheisen-Rückschlußelemente 210 erläutert. Gemäß Fig. 6d kommt in einer bestimmten Rotorstellung jeweils jedes zweite Weicheisen-Rotorelement 100 gegenüberliegend einem Zahn 52 aus der Statoranordnung zu liegen. Über diese Elemente findet ein Magnetfluß zwischen dem Rotor und den Statorpolsystemen 32', 32'', 34 statt.

Der Fluß in diesem Weicheisenelement wird über die angrenzenden Permanentmagnete erzeugt. Damit der Arbeitspunkt der Magnete sich besonders günstig gestaltet, wird über die Weicheisen-Rotorelemente 100, die nicht unter einem Zahn 52 zu liegen kommen, und dem Rückschlußelement 210 ein geschlossener Magnetkreis für alle anliegenden Permanentmagnete erzeugt (vgl. Lage der Rückschlußelemente in Fig. 6e). Vorteilhaft ist bei dieser Konstruktion der große, zur Verfügung stehende Querschnitt für die Rückschlußelemente 210. Wären diese Elemente nicht vorhanden, würde die Maschine an dieser Stelle stark streuen, der Arbeitspunkt der Magnete würde sich verschlechtern und die Maschine könnte weniger Drehmoment erzeugen. Die mechanische Aufnahme der Rückschlußelemente 210 erfolgt in den ringförmigen Elementen 200, 202.

Insgesamt ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Transversalflußmaschine ein wesentlich verbesserter Magnetkreis, da alle Magnete zu jedem Zeitpunkt einen Rückschluß besitzen und deren Magnetfeldlinien im Sinne des Konstrukteurs geführt werden können. Dadurch nimmt die Streuung in der Maschine stark ab und deren Leistungsfähigkeit steigt. Ferner ist die Induktivität der Maschine niedriger als bei herkömmlichen Konstruktionen. Außerdem steht ein relativ großer Querschnitt für den Rückschluß über das ringförmige Element zur Verfügung, so daß es zu weniger Sättigung vor allem bei einer Sammleranordnung kommt. Dies führt zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit vor allem bei Hochleistungstransversalflußmaschinen.

Die Erfindung soll durch das vorliegende Ausführungsbeispiel nicht beschränkt werden. Es ist durchaus möglich, eine andere Stator- und Rotoranordnung im Bereich der Erfindung zu wählen. Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Patentansprüche definiert. Bezugszeichenliste 10 Transversalflußmaschine

12 Statoranordnung

20 Gehäuseteil, außen

21 Kühlkanal

22', 22'' Gehäuseseitenteil

24 erster Statortragring, (Phase 1)

25 Kühlkanal

26 zweiter Statortragring (Phase 2)

27 Kühlkanal

28 mittlere Gehäusewand

32', 32'' Polring (Phase 1)

34 Poljoch (Phase 1)

36 Ringwicklung (Phase 1)

42', 42'' Polring (Phase 2)

44 Poljoch (Phase 2)

46 Ringwicklung (Phase 2)

50 Perforierung

52 Zahn des Polrings

54 halbkreisförmige Ausnehmung

56 Vorsprung

58 verjüngende Ausnehmung

60 Gewindebohrung

100 Weicheisen-Rotorelement

102, 102' Permanentmagnet

112', 112'' äußerer Befestigungsring

113', 113'' innerer Befestigungsring

114 Rotortragring

115 Aufnahme für die Rückschlußelemente

116 Befestigungselement

117 Bohrung

200, 202 ringförmiges Element

210 Rückschlußelement

212 Ausnehmungen


Anspruch[de]
  1. 1. Transversalflußmaschine mit einer Statoranordnung (12) sowie einer Rotoranordnung, welche zwei parallel zueinander verlaufende Reihen von abwechselnd angeordneten Permanentmagneten (102) und Weicheisen-Rückflußelementen (100) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß statorseitig ein im wesentlichen ringförmiges Element (200, 202) aus magnetisch inaktivem Material vorgesehen ist, welches in den Rotor und zwischen die beiden parallel nebeneinander verlaufenden Reihen von abwechselnd angeordneten Permanentmagneten (102) und Weicheisen- Rotorelementen (100) hineinreicht, wobei in dem ringförmigen Element in Umfangsrichtung beabstandete Rückschlußelemente (210) aus magnetisch aktivem Material zur Führung der magnetischen Feldlinien vorgesehen sind, um damit die Streuverluste der Permanentmagnete zu minimieren.
  2. 2. Transversalflußmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ringförmige Element (200, 202) an einem oder integral mit einem Tragring (24, 26) des Stators ausgebildet ist.
  3. 3. Transversalflußmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Tragring (24, 26) wenigstens ein Kühlkanal (25, 27) ausgebildet ist.
  4. 4. Transversalflußmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als magnetisch aktives Material geblechtes Weicheisen verwendet wird.
  5. 5. Transversalflußmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Permanentmagnete (102) und Weicheisen-Rotorelemente (100) des Rotors jeweils beidseitig des ringförmigen Elements (200, 202) und unmittelbar an dieses angrenzend angeordnet sind.
  6. 6. Transversalflußmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das ringförmige Element (200, 202) aus einem Keramikmaterial besteht.






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