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Dokumentenidentifikation DE19826767A1 16.12.1999
Titel Kettenfördersystem für die Zu- und Abführung von Paletten in Platinenzuführeinrichtungen an Pressen
Anmelder Umformtechnik Erfurt GmbH, 99086 Erfurt, DE
Erfinder Keller, Berthold, 99096 Erfurt, DE;
Urinski, Frank, 99097 Erfurt, DE;
Blau, Peter, 99094 Erfurt, DE
DE-Anmeldedatum 12.06.1998
DE-Aktenzeichen 19826767
Offenlegungstag 16.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.12.1999
IPC-Hauptklasse B65G 49/00
Zusammenfassung Ein Kettenfördersystem für die Zuführung von mit Platinen beladenen Paletten und für die Abführung von leeren Paletten in Platinenzuführeinrichtungen an Pressen ist so zu gestalten, daß Paletten ohne manuellen Eingriff zu- und abführbar sind, wobei Paletten unterschiedlicher Größe unabhängig voneinander durch die Platinenzuführeinrichtung förderbar sein sollen.
Dies wird dadurch erreicht, daß
1. ein an sich bekannter Flurtransportwagen die mit Platinenstapeln beladenen Paletten quer zu seiner Fahrtrichtung auf Kettenförderer 9 bzw. 9 und/oder 14 übergibt,
2. die Transportstrecken zu den Hubtischen 19, 20 mit integrierten Hubumsetzern 24, 25 mindestens einen Speicherplatz aufweisen, auf dem die Paletten nacheinander transportiert werden können, soweit der vorgelagerte Speicherplatz frei ist,
3. zur Änderung der Transportrichtung von den Paletten in der Transportstrecke vor den Hubtischen 19, 20 Hubumsetzer 1 bis 4 angeordnet sind, über die die Paletten den Hubtischen 19, 20 zum Entstapeln der Platinenstapel auf der Entstapelstation 21 zugeführt werden,
4. die entstapelten Paletten von den Hubtischen 19, 20 aus zu den Halteplätzen A, B der Flurtransportwagen zur Übernahme derselben transportiert werden und
5. an Kettenförderern und Hubumsetzern seitlich feste und umsteckbare Leitplanken 23 und teilweise zwischen Kettenförderern und Hubumsetzern höhenverstellbare Leitplanken 22 angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kettenfördersystem für die Zuführung von mit Platinen beladenen Paletten und für die Abführung von leeren Paletten in Platinenzuführeinrichtungen an Pressen.

Bei den bisher bekannten Kettenförderern verbleiben entweder die Paletten auf dem Kettenförderer oder werden manuell mit Kran oder Gabelstapler eingeschleust oder entnommen. Ein automatisches Zu- oder Abführen von Paletten ist nicht bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Paletten an einem Kettenfördersystem ohne manuellen Eingriff zu- und abzuführen, wobei Paletten unterschiedlicher Größe unabhängig voneinander durch die Platinenzuführeinrichtung zu fördern sind.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 und 3 beschrieben.

Initiatoren und Schalteinrichtungen an den Hubumsetzern, Kettenförderern und Hubtischen signalisieren die jeweilige Lage der Paletten und stehen mit einer zentralen Steuerung, z. B. SPS, in Wirkverbindung.

Diese Erfindung besitzt einen geringen Steuerungsaufwand und eine klare Zuordnung in Aufbau und Wirkungsweise. Die unterschiedlichen Größen der Paletten sind bei der Zuführung unverwechselbar. Weiterhin realisiert ein Kettenfördersystem zwei getrennte Kreisläufe bei der Palettenzuführung, je nach Palettengröße. Bei den Paletten halber Größe wirken zwei Zuführkreisläufe unabhängig voneinander, so daß in den Entstapelstationen die Platinenstapelhöhe und/oder die Platinenstärke unterschiedlich sein können.

Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 Prinzipdarstellung des Kettenfördersystems in Drauf- und Seitenansichten.

Die Zu- und Abführung der Paletten erfolgt über die Kettenförderer 9 bis 18 und die Hubumsetzer 1 bis 8 sowie die Hubumsetzer 24, 25, die in den Hubtischen 19 bzw. 20 integriert sind. Die Entstapelung der Paletten erfolgt in der Entstapelstation 21 über den beiden Hubtischen 19 und 20. Die Kettenförderer 9, 10 und 13, 14 übernehmen bzw. übergeben die Paletten von bzw. an den Flurtransportwagen. Auf dem Flurtransportwagen ist der Kettenförderer quer zur Fahrtrichtung des Flurtransportwagen, in gleicher Richtung wie Kettenförderer 9, 10 und 13, 14 angeordnet. Gleichzeitig dienen diese Kettenförderer 9, 10 und 13, 14 als Speicherplätze. Die Kettenförderer 11, 12, 15, 16, 10, und 13 dienen dem Ausschleusen der leeren "kleinen" Paletten, in halber maximaler Größe. Feste und umsteckbare Leitplanken 23 befinden sich seitlich an den Kettenförderern 9 bis 18. Zwischen den Kettenförderern 9 und 10 sowie 13 und 14 sind höhenverstellbare Leitplanken 22 angeordnet, die sich bei Einsatz großer Paletten (maximale Größe) in Ruhestellung unter Transportebene und bei Einsatz kleiner Paletten (halbe maximale Größe) in Funktionsstellung über Transportebene befinden. Initiatoren und Schalteinrichtungen an allen Hubumsetzern, Kettenförderern und Hubtischen signalisieren die jeweilige Lage der Paletten und stehen mit einer zentralen Steuerung, z. B. SPS, in Wirkverbindung. Die Hubumsetzer 1 bis 8 sind zur Änderung der Bewegungsrichtung der Paletten erforderlich. Vor den Kettenförderern 9, 10, 13 und 14 befinden sich die Halteplätze A und B für den Flurtransportwagen. Die Fahrtrichtung des Flurtransportwages ist von Kettenförderer 9, 10 zu Kettenförderer 13, 14.

Die großen Paletten werden in Halteplatz A an die Kettenförderer 9, 10 übergeben. Nachdem hier beispielsweise 3 Paletten übergeben sind, sind die 2 Speicherplätze und der Entstapelplatz (Hubtische 19 und 20) belegt. Die Platinenzuführeinrichtung kann jetzt 2 Paletten abarbeiten bis erneut mindestens eine Palette übergeben werden muß. Der Flurtransportwagen übergibt dann jeweils eine gefüllte Palette in Halteplatz A und übernimmt eine leere Palette in Halteplatz B. Damit sind klar definierte Zuordnungen gegeben.

Die kleinen Paletten werden zuordnungsgerecht am Halteplatz A bzw. Halteplatz B den Kettenförderern 9 bzw. 14 zugeführt. Nach Aufgabe von beispielsweise 3 Paletten an jedem Halteplatz A bzw. B sind die 2 Speicherplätze auf jeder Zuführseite und die 2 Entstapelplätze (Hubtische 19 und 29) belegt. Die Platinenzuführeinrichtung kann jetzt je 2 Paletten abarbeiten, wobei Unterschiede zwischen den Stapeln bezüglich Stapelhöhe und Platinenanzahl unerheblich sind. Das Nachrücken von Paletten ist voneinander unabhängig. Die leeren Paletten werden über die Kettenförderer 11, 15, 10 und den Hubumsetzern 6 und 5 bzw. über die Kettenförderer 12, 16, 13 und den Hubumsetzern 7 und 8 abgeführt. Spätestens nach dem Abarbeiten von 2 Paletten (auf einer Seite) sind neue Paletten einzusteuern. Dabei wird der Flurtransportwagen vorzugsweise mit zwei neuen Paletten beladen. Diese Paletten werden an das Kettenfördersystem übergeben und 2 leere Paletten übernommen. Dazu fährt der Flurtransportwagen auf Halteplatz A, übergibt die Paletten, fährt einen Schritt weiter zu Kettenförderer 10 und übernimmt die leeren Paletten. Danach erfolgt der analoge Ablauf am Halteplatz B, nur das hier der Flurtransportwagen einen Schritt zurückfahren muß, vor Kettenförderer 13, um die leere Palette zu übernehmen. Bezugszeichenliste 1Hubumsetzer

2Hubumsetzer

3Hubumsetzer

4Hubumsetzer

5Hubumsetzer

6Hubumsetzer

7Hubumsetzer

8Hubumsetzer

9Kettenförderer

10Kettenförderer

11Kettenförderer

12Kettenförderer

13Kettenförderer

14Kettenförderer

15Kettenförderer

16Kettenförderer

17Kettenförderer

18Kettenförderer

19Hubtisch

20Hubtisch

21Entstapelstation

22Leitplanke

23Leitplanke

24Hubumsetzer

25Hubumsetzer

AHalteplatz

BHalteplatz


Anspruch[de]
  1. 1. Kettenfördersystem für die Zu- und Abführung von Paletten in Platinenzuführeinrichtungen an Pressen, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. ein an sich bekannter Flurtransportwagen übergibt die mit Platinenstapeln beladenen Paletten quer zu seiner Fahrtrichtung auf Kettenförderer (9 bzw. 9 und/oder 14),
    2. 2. die Transportstrecken zu den Hubtischen (19, 20) mit integrierten Hubumsetzern (24, 25) weisen mindestens einen Speicherplatz auf, auf dem die Paletten nacheinander transportiert werden können, soweit der vorgelagerte Speicherplatz frei ist,
    3. 3. zur Änderung der Transportrichtung von den Paletten sind in der Transportstrecke vor den Hubtischen (19, 20) Hubumsetzer (1 bis 4) angeordnet, über die die Paletten den Hubtischen (19, 20) zum Entstapeln der Platinenstapel auf der Entstapelstation (21) zugeführt werden,
    4. 4. die entstapelten Paletten werden von den Hubtischen (19, 20) aus zu den Halteplätzen (A, B) der Flurtransportwagen zur Übernahme derselben transportiert und
    5. 5. an Kettenförderern und Hubumsetzern seitlich feste und umsteckbare Leitplanken (23) und teilweise zwischen Kettenförderern und Hubumsetzern höhenverstellbare Leitplanken (22) angeordnet sind.
  2. 2. Kettenfördersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Transport der beladenen Paletten maximaler Größe vom Halteplatz (A) aus bei abgesenkter Leitplanke (22) zu den Hubtischen (19, 20) der Entstapelstation (21) über Kettenförderer (9, 10), Hubumsetzer (1, 2) und Kettenförderer (17)

    und der Transport der entstapelten Paletten von den Hubtischen (19, 20) aus zu dem Halteplatz (B) des Flurtransportwagens über Kettenförderer (18), Hubumsetzer (3 und 4) und Kettenförderern (13 und 14) erfolgt.
  3. 3. Kettenfördersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transport der beladenen Paletten halber maximaler Größe von den Halteplätzen (A) und (B) zu den Hubtischen (19, 20) und der entstapelten Paletten zurück zu den die Paletten vorher übernehmenden Halteplätzen (A) bzw. (B) des Flurtransportwagens (auf zwei gesonderten Transportwegen) bei herausgefahrenen Leitplanken (22) erfolgt, nämlich über Kettenförderer (9 bzw. 14), Hubumsetzer (1 und 2 bzw. 4 und 3), Kettenförderer (17 bzw. 18) zu den Hubtischen (19 bzw. 20) sowie von den Hubtischen (19, 20) über Kettenförderer (11 bzw. 12), Hubumsetzer (6 bzw. 7), Kettenförderer (15 bzw. 16), Hubumsetzer (5 bzw. 6) und Kettenförderer (10 bzw. 13) zu den Halteplätzen (A) und (B).






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