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Dokumentenidentifikation DE19825342A1 23.12.1999
Titel Haar-Schneidekamm-Maschine
Anmelder Koszlat, Heinz, 22767 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 06.06.1998
DE-Aktenzeichen 19825342
Offenlegungstag 23.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.12.1999
IPC-Hauptklasse B26B 19/00
IPC-Nebenklasse A45D 24/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein universelles Gerät zum Schneiden und gleichzeitigem Kämmen von Haaren, in zwei Richtungen, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bekannt als Werkzeuge für das Friseurhandwerk sind Haarschneidemaschinen,-Kamm, glatte und Zacken/Ausdünnhandschere, alles in verschiedenen Ausführungen, sowie Rasiermesser um einen Haarabschnitt direkt über der Haut zu machen.

Alle diese Werkzeuge in den verschiedensten Ausführungen muß der Friseur bei der Arbeit anwenden und ständig noch wechseln.

Dabei werden die Hand und Fingergelenke stark verschlissen.

Die Haarschneidemaschine ist dazu noch sehr schwer, schlecht zu bewegen und schneidet mit sehr schmaler Schneidfläche nur in der Schubrichtung wobei die quer zur Schneidrichtung liegende lange Antriebseinheit ein feines Abstufen des Haaransatzes nicht erlaubt.

Aufgabe der Erfindung war es, ein einfaches, praktisches und universelles Werkzeug zu entwickeln das weitgehend die Arbeit der Hand übernimmt und fast alle Arbeiten, bis zur fertigen Frisur, in einem Arbeitsgang machen kann, ohne das der Anwender das Werkzeug aus der Hand legen und/oder wechseln muß.

Diese Aufgabe wird durch das Gerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 weitgehend gelöst.

Die Handmuskelarbeit wird hier überwiegend durch elektrische Arbeit ersetzt und verrichtet.

Gegenüber einer herkömmlichen Haarschneidemaschine hat der Schneidekamm den Vorteil das er wesentlich leichter und handlicher ist und mindestens die doppelte Schneidebreite besitzt, was einer Zeitersparnis über das Doppelte ausmacht.

Der Hauptvorteil liegt jedoch darin, das die Schneidevorrichtung mit dem Griffstück längst zur Schneiderichtung, in einer Linie liegt, in dem Sinne daß die ganze Konstruktion handgerecht und einfach und individuell wie ein Kamm zu handhaben ist.

Ein weiterer Vorteil liegt darin das sie "Beidseitig" Kämmen und Schneiden kann da die Schneid und Kammeinrichtung doppelt, nach jeder Seite hin, vorhanden ist. Dadurch ist es möglich, auch feinste Arbeiten in einem Arbeitsgang zu schneiden und zu kämmen.

Ebenso möglich ist es verschiedene Schneid-Kammstücke auf den Grundkörper aufzustecken. Ein- und Zweifache, oder nur Schneidfunktion, das individuell immer das richtige Werkzeug schnell zur Verfügung steht.

Von weiterem Vorteil ist es, wie schon Eingangs erwähnt, das daß Gerät kabellos mittels wiederaufladbarem und auswechselbarem Accu betrieben wird. Von Vorteil ist auch die Steuerung mittels Daumensensortaste für Ein und Aus, was für Kämmen oder Schneiden steht.

Die Haar-Kamm-Schneidemaschine besteht im wesentlichen aus 2 Teilen dem runden Handstück (1) mit dem Accu und dem Motor, und dem Kamm-Schneidteil (2) mit der Dreh-/Schubmechanik und dem doppelseitig gezahntem Schneidband mit den Andruck federn.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Bild 1 das Handstuck (1) mit zusammengestecktem Kamm-Schneidteil (2) in Seitenansicht als Schnitt.

Bild 2 das Gleiche wie 1, jedoch nur die Gehäuse-Form.

Bild 3 zeigt eine Profil-/Schnittdarsteilung vom Schneidteil her gesehen. Bild 4 zeigt eine Draufsicht über die gesamte Konstruktion Teil (1) und (2) zusammensetzt.

Der Maßstab beträgt in etwa 1 : 1.

Der Kamm-Schneideteil arbeitet im Prinzip nach dem einer Heckenschere, indem sich ein beidseitig verzahntes dünnes Stahlschneideband auf einem ebenso verzahntem aber stärkerem Schneid-Grundkörper in der Längsrichtung hin- und herbewegt.

Das Schneideband wird durch Druckfedern auf den Grundkörper gepreßt und durch Langlöcher mittels Führungsstifte fixiert.

Die Führungsstifte sind mit dem Schneid-Grundkörper fest verbunden und tragen ebenso die kammartig ausgebildete Abdeckhaube des Kamm-Schneidteils (2).

Die Abdeckhaube für das Schneidteil, sowie für das übrige Gehäuse für das Handstück (1) bestehen aus glattem Kunststoff.

Zum Accu-wechseln besitzt das Griffstück (1) am hinteren Ende eine abnehmbare Kappe mit Ladepol, ähnlich wie bei einigen Taschenlampen.

Geladen wird der Accu in eingebautem Zustand in dem das ganze Gerät hochkant in eine Ladestation gesetzt wird. Das Griffteil (1) ist mittels Steckverschlusses mit dem Schneidteil (2) vor dem Motor zusammengesetzt.

Dadurch ist es möglich, verschieden geformte Schneid- bzw Kammstücke schnell zu wechseln ohne das gesamte Gerät austauschen zu müssen.

Das Ein- und Ausschalten geschieht mittels Daumen über einen Sensorschalter/Elektronic.

Die mech. Kraftübertragung ist einfach: Das gezahnte Motorritzel überträgt die Kraft auf ein Untersetzungs-Tellerrad das einseitig gelagert ist.

Durch einen Exenterbolzen am Tellerrad wird die Kraft mittels einem ca. mittig gelagertem Hebels mit Langloch und Gabel, die in das Schneideband eingreift, in eine kurze Schub und Zugbewegung umgelenkt.

Der Schneid-Grundkörper ist, wie aus der Schnittzeichnung ersichtlich, nach "Unten" hin leicht gewölbt, zum Schneidband hin glatt ausgebildet, während das Schneidband selber ebenfalls, aber zur "Innenseite" hin leicht gewölbt ist und an den Zahnseiten fast glatt anliegt. Es gibt diverse denkbare Formen der Ausführung für einen Kamm Schneider, das Prinzip des axial zur Hand-Schneidens ist dabei immer gleich, ebenso wie die darin liegenden diversen und universellen Vorzüge.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum gleichzeitigen Kämmen und Schneiden von Lang- und Kurzhaaren, in dem Sinne das daß Gerät vom Griff und der Benutzung wie ein Kamm gehandhabt wird als (Haar-Schneide-Kamm) und fast alle benötigten Arbeiten zum anfertigen eines Haarschnittes in einem Arbeitsgang ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät im wesentlichen aus 2 Teilen besteht, dem Griffstück (1) mit Motor und Accu und dem als Kamm beidseitig ausgebildeten Schneideteil (2), die beide zusammensteckbar und wieder trennbar sind und das Schneide-/Kammteil doppelseitig kämmen und schneiden kann (nach dem Prinzip einer Heckenschere) und das wie ein Kamm zu handhaben und gleichzeitig kämmen und schneiden kann in zwei Richtungen und auch "nur" kämmen oder "nur" schneiden kann.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Handstück (1) mit dem Kamm-Schneideteil (2) in einem Stück ist, dabei aber das Gehäuseoberteil des Schneideteils, das die Kammfunktion ermöglicht bzw. als Kamm ausgebildet ist, auswechselbar ist, in dem Sinne das es ein Einsetzen verschiedener Kammsorten bzw. Formen, ein und zweiseitig ausgebildet, zuläßt.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1, oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gezahnte Schneideband als geschlossenes, glattes und "umlaufendes" Band über 2 Rollen läuft. Es kann dabei nach beiden Seiten hin nicht nur scharf geschliffen sondern auch "gewellt"sein.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 1, 2, oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das gesamte Gerät statt elektrisch, mittels entsprechender Mechanik mit Muskelkraft betrieben wird.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 1, 2, 3, oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor statt in der Längsachse, quer dazu angeordnet ist und die Schub- und Zugbewegung des Schneidbandes mittels Pleuel (ohne Kipp- bzw. Umlenkhebel) "direkt" zuläßt.
  6. 6. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß es ohne Accus (dadurch leichter in der Hand) mittels Netzteil betrieben wird.
  7. 7. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät statt mit einem Motor mit Magnettechnik betrieben wird, in dem Sinne das ein Anker in einem Magnetfeld schwingt und das Schneidband bewegt.
  8. 8. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet das daß gesamte Gerät als reine "Haarschneidemaschine" fungiert und ein- oder zweiseitig schneiden kann.
  9. 9. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (2) in der gesamten Konstruktion wesentlich "höher" liegt, so das ein "Umfassen" mit den Fingern um das Griffstück möglich ist ohne das eine gedachte Ebene zur Schneid bzw. Scherrichtung schräg verläuft.






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