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Dokumentenidentifikation DE69419689T2 23.12.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0649043
Titel Verminderung der Differenzbeugung in optischen Mehrstrahlabtastsystemen
Anmelder Xerox Corp., Rochester, N.Y., US
Erfinder Maeda, Patrick Y., Redondo Beach, CA 90277, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69419689
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.10.1994
EP-Aktenzeichen 943075747
EP-Offenlegungsdatum 19.04.1995
EP date of grant 28.07.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.12.1999
IPC-Hauptklasse G02B 26/12

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft einen Rasterabtaster und insbesondere ein Rasterabtastsystem gemäß Anspruch 1, das optische Elemente zum Ausgleich eines Differenzbogens einer Abtastlinie verwendet.

Bezugnehmend auf Fig. 1 verwendet ein herkömmliches Rasterabtastsystem 10 eine Lichtquelle 12, einen Kollimator 14, eine dem Drehspiegel vorgeschaltete Optik 16, einen mehrfazettigen Drehpolygonspiegel 18 als Abtastelement, eine dem Polygonspiegel nachgeschaltete Optik 20 und ein lichtempfindliches Medium 22. Die Lichtquelle 12, die eine Laserquelle sein kann, erzeugt ein Lichtbündel 24 und schickt es zu dem Drehpolygonspiegel 18 durch den Kollimator 14 und die dem Polygonspiegel vorgeschaltete Optik 16 hindurch. Der Kollimator 14 kollimiert das Lichtbündel 24, und die dem Drehspiegel vorgeschaltete Optik 16 fokussiert das Lichtbündel in der sagittalen oder zur Abtastebene quer verlaufenden Ebene auf dem Drehpolygonspiegel 18.

Der Drehpolygonspiegel 18 weist eine Mehrzahl Fazetten 26 auf, von denen jede ein ebener Spiegel ist. Die Fazetten 26 des Drehpolygonspiegels 18 reflektieren das Lichtbündel 24 und bewirken auch, daß das reflektierte Licht 24 um eine Achse nahe dem Reflexionspunkt der Fazette 26 des Drehpolygonspiegels umläuft. Dieses reflektierte Lichtbündel kann durch die dem Polygonspiegel nachgeschaltete Optik 20 verwendet werden, um eine Vorlage auf der Eingangsseite eines Abbildungssystems, wie ein Rastereingangsabtaster, abzutasten, oder kann verwendet werden, auf einen lichtempfindlichen Film oder ein lichtempfindliches Medium 22 aufzutreffen, wie eine elektrostatografische Trommel (Photorezeptor) am Ausgang des Abbildungssystems.

Die dem Polygonspiegel 20 nachgeschaltete Optik umfaßt 2 sphärische Linsen 28 und 30, die beide zusammen F-θ Linsen genannt werden, und einen Ausschlagen-Korrekturspiegel 32. Die Linse 28 ist auf der Seite, die das Lichtbündel empfängt, sphärisch konkav und auf der Seite eben, wo das Lichtbündel aus der Linse austritt, und die Linse 30 ist auf der Seite eben, die das Lichtbündel empfängt, und ist auf der Seite sphärisch konvex, auf der das Lichtbündel aus der Linse austritt. Der Ausschlagen-Korrekturspiegel 32 ist ein konkaver Zylinderspiegel in der zum Abtasten quer verlaufenden Ebene.

In einer tatsächlichen Situation enthält ein Rasterabtaster typischerweise eine Anzahl Linsen und Spiegel, um eine besondere Konstruktion auszuführen. Eine unvermeidbare Ungenauigkeit der Form und/oder der Montage dieser optischen Elemente führt unvermeidlich zu gewissen Anomalien bei der Qualität der Abtastlinie auf dem Photorezeptor ein. Eine solcher Anomalien ist ein Bogen.

Ein Bogen ist eine unerwünschte Eigenschaft einer Abtastlinie, der keine gerade Linie bildet und um einen Mittelpunkt herum gekrümmt ist. Ein Beispiel eines Bogens ist durch die Abtastlinie 34 in Fig. 2 gezeigt. In Abhängigkeit von der Art der Ungenauigkeit bei der Konstruktion der Vorrichtung kann der Bogen in beide Richtungen in bezug auf eine krümmungsfreie Linie gekrümmt sein. Ein Bogen 34 (Fig. 2), der nach unten verläuft, wird eine Trauerlinie genannt, und ein Bogen 36 (Fig. 3), der nach oben verläuft, wird eine Lachlinie genannt. Typischerweise ereignet sich ein Bogen, wenn der Mittelstrahl eines Lichtbündels, das eine Linse abtastet, nicht entlang der optischen Achse der Linse abtastet. Je weiter der Mittelstrahl eines Bündels von der optischen Achse der Linse entfernt ist, um so mehr Bogenkrümmung gibt es.

Es gibt noch eine andere unerwünschte Eigenschaft, die Differenzbogen genannt wird. Ein Differenzbogen ergibt sich in Mehrstrahlrasterabtastern, in denen sich die Lichtbündel nominal achsenversetzt in der zum Abtasten quer verlaufenden Richtung befinden. Beispielsweise erzeugen Bezug nehmend auf Fig. 4, wenn der Bogen eines Bündels eine Lachlinie ist, während der Bogen des anderen Bündels eine Trauerlinie ist, dann die zwei Bündel zwei Linien 38 und 39, bei denen sich der Abstand zwischen den zwei Bündeln entlang des Abtastens ändert. Dieses Phänomen wird Differenzbogen genannt. Man sollte beachten, daß ein Differenzbogen unterschiedliche Formen aufweisen kann, wie zwei Abtastlinien mit der gleichen Bogenform aber einer unterschiedlichen Größe des Bogens bei jeder Abtastlinie, oder zwei Abtastlinien mit einer Lachlinie bei der oberen Abtastlinie und einer Trauerlinie bei der unteren Abtastlinie. Es ist erwünscht ist, daß alle Abtastlinien gerade und parallel sind, so daß die Bündeltrennung entlang der Abtastlinie gleichförmig wäre und deshalb die Bogendifferenz entfernt wäre.

IBM Technical Disclosure Bulletin, Bd. 34, Nr. 108, S. 363-365 offenbart einen optischen Abtaster mit hoher Auflösung, bei dem ein gebogener Spiegel mit veränderbarem Radius statt der herkömmlichen Abtastlinsengruppe verwendet wird.

Die vorliegende Erfindung schafft: ein Rasterabtastsystem, das umfaßt: zwei Lichtquellen, von denen jede ein Lichtbündel entlang eines Weges aussendet; ein lichtempfindliches Medium; eine Abtasteinrichtung, die sich in dem Weg der Lichtbündel von den genannten zwei Lichtquellen befindet und so konstruiert und angeordnet ist, daß die Lichtbündel in einer tangentialen Ebene über das genannte photoempfindliche Material abtasten; eine erste optische Einrichtung, die sich in dem Weg der Lichtbündel von der genannten Abtasteinrichtung befindet, und eine konkave Fläche, um die Lichtbündel von der genannten Abtasteinrichtung aufzunehmen, und eine ebene Fläche aufweist, durch die die Lichtbündel austreten; dadurch gekennzeichnet daß sie des weiteren umfaßt eine zweite optische Einrichtung, die sich in dem Weg der Lichtbündel von der genannten ersten optischen Einrichtung befindet und eine zylindrisch konkave Fläche in Querabtastrichtung aufweist, um die Lichtbündel von der genannten ersten optischen Einrichtung aufzunehmen, und eine konvexe Fläche, durch die die Lichtbündel austreten; einen zylindrisch konkaven Querabtastspiegel, der sich in dem Weg der Lichtbündel von der genannten zweiten optischen Einrichtung befindet, um die Lichtbündel auf das genannte Medium zu reflektieren; die genannte zweite optische Einrichtung und der genannte Spiegel so konstruiert und in Bezug zueinander derart angeordnet sind, daß die genannte konkave Fläche der genannten zweiten optischen Einrichtung und der genannte Spiegel eine Feldkrümmung erzeugen, um im wesentlichen die Bogendifferenz zwischen den Lichtbündeln zu verringern.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann, indem eine Feldkrümmung in einem Rasterabtaster erzeugt wird, die Bogendifferenz zwischen zwei Abtastlinien im wesentlichen gemindert werden. Jedoch ist es auch erwünscht, die Feldkrümmung zu verringern. Die dem Polygonspiegel nachgeschaltete Optik dieser Erfindung verwendet optische Elemente, die im wesentlichen sowohl die Bogendifferenz als auch die Feldkrümmung verringern können. Die dem Polygonspiegel nachgeschaltete Optik dieser Erfindung umfaßt zwei Linsen und einen Ausschlagen-Korrekturspiegel. Die erste Linse weist eine sphärisch konkave Fläche auf der Seite, die die Lichtbündel empfängt, und eine quer zum Abtasten verlaufende, zylindrische, konvexe Fläche auf der Seite auf, auf der die Lichtbündel auf der Linse austreten. Die zweite Linse weist eine zum Abtasten quer verlaufende zylindrische, konkave Fläche auf der Seite, die die Lichtbündel empfängt, und eine sphärisch konvexe Fläche auf der Seite auf, auf der die Lichtbündel aus der Linse austreten. Der Ausschlagen-Korrekturspiegel besitzt eine zur Abtastrichtung quer verlaufende, zylindrische, konkave Fläche.

Fig. 1 ist eine Draufsicht auf einen Rasterausgangsabtaster nach dem Stand der Technik.

Fig. 2 zeigt einen Bogen einer Abtastlinie, die abwärts verläuft und eine Trauertinie genannt wird;

Fig. 3 zeigt einen Bogen einer Abtastlinie, die aufwärts verläuft und eine Lachlinie genannt wird;

Fig. 4 zeigt einen Differenzbogen zwischen zwei Abtastlinien;

Fig. 5 ist eine Querabtast- oder sagittale Ansicht des Rasterausgangsabtasters dieser Erfindung;

Fig. 6 zeigt eine vergrößerte und eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts der Fig. 5 rechts (stromabwärts) der Austrittspupille 64;

Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der Feldkrümmung für die schnelle Abtastung, die bei dem Rasterabtaster dieser Erfindung verwendet wird;

Fig. 8 zeigt einen vergrößerten Abschnitt der Fig. 5 rechts (stromabwärts) der Austrittspupille 64 in der Schnellabtastebene; und

Fig. 9 zeigt einen vergrößerten Abschnitt der Fig. 5 rechts (stromabwärts) der Austrittspupille 64 in der Querabtastebene.

Bezugnehmend auf Fig. 5 ist dort eine Querabtast- oder sagittale Ansicht eines Rasterabtasters 40 gezeigt, wobei ein durch diese Erfindung vorgeschlagenes Verfahren verwendet wird, den Differenzbogen zu korrigieren. Das Rasterabtastsystem 40 enthält eine Laserlichtquelle 42, die zwei Laserlicht ausstrahlende Dioden 44 und 46 zum Aussenden zweier Lichtbündel 48 und 50 enthält. Die zwei Lichtbündel 48 und 50 gehen durch einen Kollimator 52 hindurch, damit sie kollimiert werden, und gehen dann durch eine Blende 54 hindurch. Die Blende 54 beschneidet die zwei Lichtbündel 48 und 50 auf den erwünschten Durchmesser. Die zwei beschnittenen Lichtbündel 48 und 50 gehen durch eine dem Polygonspiegel vorgeschaltete Optik 56 hindurch, bevor sie auf eine Fazette 58 eines Drehpolygonspiegels auftreffen. Der Einfachheit halber ist die Fazette 58 des Drehpolygonspiegels als eine Linie gezeigt, und die von dem Polygonspiegel reflektierten Lichtbündel sind entfaltet. Die dem Polygonspiegel nachgeschaltete Optik 60 erhält die zwei von der Fazette 58 reflektierten Lichtbündel und bildet sie auf einen Photorezeptor 62 ab, während sie durch eine Austrittspupille 64 hindurchgehen.

Bei dieser Erfindung wird vorgeschlagen, daß, indem eine Querabtast-Feldkrümmung Fc erzeugt wird, die Bogendifferenz wesentlich verringert werden kann. Die vorgeschlagene Feldkrümmung dieser Erfindung wird durch ein oder eine Kombination der optischen Elemente erzeugt, die in der dem Polygonspiegel nachgeschalteten Optik verwendet werden. Die Erzeugung der Feldkrümmung durch die optischen Elemente der dem Polygonspiegel nachgeschalteten Optik wird ausführlich nachfolgend erörtert. Jedoch ist es, um diese Erfindung zu verstehen, notwendig, die Wirkungen der Feldkrümmung auf eine Bogendifferenz zu untersuchen.

Bezugnehmend auf Fig. 6 ist dort eine vergrößerte und perspektivische Ansicht eines Abschnitts der Fig. 5 rechts (stromabwärts) der Austrittspupille 64 gezeigt. Der Einfachheit halber sind die zwei Lichtbündel 48 und 50 nur mit ihren Mittelstrahlen gezeigt. Nimmt man an, daß es keine Feldkrümmung gibt, tasten die zwei Lichtbündel 48 und 50 zwei Linien entlang der Linie 70 bzw. 72 ab. Das Lichtbündel 48 tastet die Linie 70 von dem Anfang an dem Abtastpunkt a bis zu dem Ende an dem Abtastpunkt c ab, während es durch die Mitte des Abtastpunkts b hindurchgeht. Auch tastet das Lichtbündel 50 die Linie 52 von dem Anfang an dem Abtastpunkt d bis zu dem Ende an dem Abtastpunkt f ab, während es durch die Mitte des Abtastpunkts e hindurchgeht. Wie man beobachten kann, besitzen die Punkte a, c, d und f einen kürzeren Abstand 73 von der Mittellinie 74 als die Punkte b und e. Mit anderen Worten ist, wenn der Abstand zwischen jedem Punkt der Abtastlinie und der Mittellinie 74 die Höhe dieses Punkts genannt wird, die Höhe 75 in der Abtastmitte größer als die Höhe 73 am Abtastanfang und Abtastende, und zwischen den Linien 70 und 72 gibt es eine Bogendifferenz.

Bezugnehmend auf Fig. 7 ist dort eine perspektivische Ansicht einer Querabtast-Feldkrümmung Fc gezeigt, die bei dem Rasterabtaster 40 dieser Erfindung verwendet wird. Bei dieser Erfindung werden, indem eine Feldkrümmung Fc in der Querabtastebene erzeugt wird, die Lichtbündel auf die Feldkrümmung fokussiert. Zum Zweck der Erörterung ist die Feldkrümmung Fc so ausgelegt, daß sie mit dem Photorezeptor in der Querabtastebene eine gemeinsame Linie besitzt, die mit der Abtastmitte der Abtastlinien zusammenfällt. Jedoch sollte man beachten, daß in Abhängigkeit von der verlangten Korrektur irgendeiner Bogendifferenz die Feldkrümmung Fc ausgelegt werden kann, die Photorezeptorebene zu kreuzen, oder ausgelegt werden kann, von der Photorezeptore bene entfernt zu sein. In Fig. 7 beeinflußt, da die Lichtbündel in der Feldkrümmung fokussiert werden, und da bei der Abtastmitte die Feldkrümmung Fc mit der Photorezeptorebene 62 zusammenfällt, die Feldkurve Feldkrümmung Fc die Abtastmitten der unterschiedlichen Abtastlinien, wie die Punkte b und e (Fig. 6).

Bezugnehmend auf beide Fig. 8 und 9 ist ein vergrößerter Abschnitt der Fig. 5 rechts (stromabwärts) der Austrittspupille 64 in der Schnellabtastebene (auf Fig. 8) und in der Querabtastebene (Fig. 9) gezeigt. In beiden Fig. 8 und 9 sind der Einfachheit halber die Lichtbündel nur mit ihren Mittelstrahlen gezeigt.

Für jeden von der Abtastmitte verschiedenen Punkt wird das Lichtbündel auf die Feldkrümmung fokussiert, bevor es die Photorezeptorebene 62 erreicht. Beispielsweise wird das Lichtbündel 48 zu Abtastbeginn, statt an dem Punkt a fokussiert zu werden, an dem Punkt 76 in der Feldkrümmung Fc fokussiert, und am Absatzende, statt in dem Punkt c fokussiert zu werden, an dem Punkt 78 in der Feldkrümmung Fc fokussiert. Auch wird das Lichtbündel 50 zu Abtastbeginn, statt in dem Punkt d fokussiert zu werden, an dem Punkt 80 in der Feldkrümmung Fc fokussiert, und statt an dem Abtastende in dem Punkt f fokussiert zu werden, an dem Punkt 82 in der Feldkrümmung Fc fokussiert. Die Punkte 76, 78, 80 und 82 sind auf der gleichen Höhe in Bezug auf die Mittellinie 74 wie die Punkte a, c, d bzw. f (Fig. 9). Deshalb erzeugen, wenn die Lichtbündel, die in den Punkten 76, 78, 80 und 82 fokussiert werden, die Photorezeptorebene 62 erreichen, Flecken a', c', d' bzw. f, die eine größere Höhe in bezug auf die Mittellinie 74 aufweisen, wenn sie mit den Punkten a, c, d und f verglichen werden (Fig. 9).

Wenn das Lichtbündel entlang der Abtastlinie abtastet und näher zu der Abtastmitte kommt, ist die Feldkrümmung näher der Photorezeptorebene, und deshalb bewirkt die Feldkrümmung daß die Höhe des Flecks um eine geringere Größe geändert wird. Als Ergebnis erhalten die Flecken näher der Abtastmitte, die eine geringere Bogenkorrektur benötigen, eine geringere Änderung ihrer Höhe. Wenn sich das Lichtbündel von der Abtastmitte fortbewegt, wird der Abstand zwischen der Feldkrümmung Fc und der Photorezeptorebene 62 groß. Wiederum erhalten die Flecken näher der Abtastmitte, die weniger Korrektur benötigen, eine geringere Änderung ihrer Höhen, und, wenn sich das Lichtbündel von der Abtastmitte fortbewegt, erhalten die Flecken näher dem Abtastende, die mehr Korrektur verlangen, eine größere Änderung ihrer Höhen.

Deshalb können, indem eine Feldkurve Fc erzeugt wird, die Höhen der Punkte vergrößert werden, wie es notwendig ist. Auch kann bezugnehmend auf Fig. 10, da die Höhe 75 der Mitten b und f der Abtastung nicht geändert wird, die Differenz zwischen der Höhe 75 der Mitten b und f der Abtastung verglichen mit der Höhe 73' der Abtastanfänge a' und e' oder der Höhe 73' der Abtastenden c' oder d' verringert werden, was wiederum die Bogendifferenz verringert. Deshalb kann durch eine richtige Konstruktion der Feldkrümmung die Bogendifferenz wesentlich verringert werden. Fig. 10 zeigt die Bogendifferenz zwischen den Abtastlinien 38 und 49 in einem Rasterabtastsystem ohne Feldkrümmung. Fig. 10 zeigt die verringerte Bogendifferenz zwischen den Linien 38' und 39' in demselben Rasterabtastsystem mit einer Feldkrümmung.

Jedoch sollte beachtet werden, daß, wenn ein Lichtbündel in der Feldkrümmung fokussiert wird, während der Zeit, während es die Photorezeptorebene erreicht, der auf der Photorezeptorebene erzeugte Fleck defokussiert wird, wobei aber, da die Feldkrümmung der Photorezeptorebene sehr nahe ist, die Größe der Defokussierung vernachlässigbar ist.

Man sollte auch beachten, daß die Querabstast-Feldkrümmung das Lichtbündel in der Schnellabtastebene nicht beeinflußt und deshalb der Abtaststart und das Abtastende in der Schnellabtastebene nicht beeinflußt werden.

Die Feldkrümmung dieser Erfindung kann auch die Bogendifferenz verringern, selbst wenn die zwei Abtastlinien die gleiche Bogenform haben. Wenn beide Abtastlinien Bogen in Trauerlinienform oder in Lachlinienform aufweisen, bedeutet dies, daß beide Lichtbündel auf einer Seite der optischen Achse sind und deshalb beide Lichtbündel in derselben Richtung korrigiert werden, die die Bogendifferenz zwischen den zwei Abtastlinien verringert.

Erneut auf Fig. 5 bezugnehmend wird eine Feldkrümmung durch die optischen Elemente der dem Polygonspiegel nachgeschalteten Optik 60 erzeugt. Indem die Linse 30 und der Ausschlagen-Korrekturspiegel 32 (Fig. 1) nach dem Stand der Technik durch die Linse 90 dem Ausschlagen-Korrekturspiegel 92 ersetzt werden, kann eine Querabtast- Feldkrümmung erzeugt werden. Man sollte beachten, daß der einzige Unterschied zwischen dem Ausschlagen-Korrekturspiegel 32 und dem Ausschlagen-Korrekturspiegel 92 der Radius der zwei Spiegel ist. Indem ein richtiger Radius für den Ausschlagen-Korrekturspiegel 92 in Verbindung mit der Linse 90 gewählt wird, kann eine korrekte Feldkrümmung erzeugt werden. Die Linse 90 auf der Seite 94, die die Lichtbündel empfängt, ist in der Querabtastebene zylindrisch und in der Schnellabtastebene eben, und auf der Seite 96 sphärisch, aus der die Lichtbündel aus der Linse austreten. Die zylindrische Querabtastfläche auf der Seite 94 ist konkav und die sphärische Fläche 96 ist konvex. Der Ausschlagen-Korrekturspiegel 92 ist in Querabtastrichtung ein zylindrisch konkaver Spiegel. Die Kombination aus der Linse 90 und Ausschlagen-Korrekturspiegel 92 erzeugt die erwünschte Größe einer Querabtast-Feldkrümmung.

Jedoch mag, wenn der Radius der Feldkrümmung kleiner wird, dieser die Bogendifferenz auf Kosten einer größeren Fleckdefokussierung korrigieren. Solange die Fleckdefokussierung innerhalb eines tolerierbaren Bereiches ist, kann die Feldkrümmung verwendet werden. Wenn jedoch die Fleckdefokussierung nicht mehr tolerierbar wird, sollte der Radius der Feldkrümmung erhöht werden, um den Abstand d (Fig. 7) zwischen der Feldkrümmung und der Photorezeptorebene zu verringern.

Unter erneuter Bezugnahme auf Fig. 5 besteht eine Methode, die Bogendifferenz zu korrigieren und die Feldkrümmung zu verringern, darin, die Linse 28 (Fig. 1) durch die Linse 98 zu ersetzen. Die Linse 98 ist die Linse 28 (Fig. 1) mit einer zylindrisch konvexen Fläche 100 in Querabtastrichtung, die der ebenen Seite der Linse 28 hinzugefügt wurde. Die Linse 98 weist eine sphärisch konkave Fläche 102 auf der Seite auf, die die Lichtbündel empfängt, und eine zylindrisch konvexe Fläche 100 in Querabtastrichtung auf der Seite, auf der die Lichtbündel die Linse verlassen.

Man sollte beachten, daß die sphärische Fläche 102 der Linse 98 und die sphärische Fläche 96 der Linse 60 auch zylindrisch ausgelegt werden können.

Die Linse 90 und der Ausschlagen-Korrekturspiegel 92 können ausgelegt werden, die Bogendifferenz auf Kosten einer Zunahme der Querabtast-Feldkrümmung zu korrigieren. Jedoch liefert die zylindrisch konkave Fläche 100 der Linse 98 in Querabtastrichtung einen zusätzlichen Freiheitsgrad bei der Konstruktion eines Rasterabtastsystems, der eine gleichzeitige Korrektur der Bogendifferenz und der Querabtast-Feldkrümmung gestattet.


Anspruch[de]

1. Ein Rasterabtastsystem, das umfaßt:

zwei Lichtquellen (44, 46), von denen jede ein Lichtbündel (48, 50) entlang eines Weges aussendet;

ein lichtempfindliches Medium (62);

eine Abtasteinrichtung (58), die sich in dem Weg der Lichtbündel von den genannten zwei Lichtquellen befindet und so konstruiert und angeordnet ist, daß die Lichtbündel in einer tangentialen Ebene über das genannte photoempfindliche Material abtasten;

eine erste Linse (98), die sich in dem Weg der Lichtbündel von der genannten Abtasteinrichtung befindet, und eine konkave Fläche (102), um die Lichtbündel von der genannten Abtasteinrichtung aufzunehmen, und eine ebene Fläche aufweist, durch die die Lichtbündel austreten;

eine zweite Linse (90), die sich in dem Weg der Lichtbündel von der genannten ersten Linse befindet;

einen zylindrisch konkaven Querabtastspiegel (92), der sich in dem Weg der Lichtbündel von der genannten zweiten Linse befindet, um die Lichtbündel auf das genannte Medium zu reflektieren;

dadurch gekennzeichnet, daß die genannte zweite Linse (90) eine zylindrisch konkave Fläche (94) in Querabtastrichtung aufweist, um die Lichtbündel von der genannten ersten optischen Einrichtung aufzunehmen, und eine konvexe Fläche (96), durch die die Lichtbündel austreten,

daß die genannte zweite Linse (90) und der genannte Spiegel (92) so konstruiert und in Bezug zueinander derart angeordnet sind, daß die genannte konkave Flä che der genannten zweiten Linse und der genannte Spiegel eine Feldkrümmung erzeugen, um im wesentlichen die Bogendifferenz zwischen den Lichtbündeln zu verringern.

2. Ein Rasterabtastsystem, gemäß Anspruch 1, wobei eine zylindrisch konvexe Fläche (100) in Querabtastrichtung, durch die die Lichtbündel austreten, der ebenen Fläche der genannten ersten Linse (98) hinzugefügt ist, und die genannte erste Linse (98), die genannte zweite Linse (90) und der genannte Spiegel (92) in Bezug zueinander angeordnet sind, um die erzeugte Feldkrümmung wesentlich zu verringern.

3. Das Rasterabtastsystem, das in Anspruch 1 oder 2 genannt worden ist, wobei die konkave Fläche (102) der genannten ersten Linse (98) sphärisch ist.

4. Das Rasterabtastsystem, das in Anspruch 1, 2 oder 3 genannt worden ist, wobei die konkave Fläche (102) der genannten ersten Linse (98) zylindrisch ist.

5. Das Rasterabtastsystem, das in irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche genannt worden ist, wobei die konvexe Fläche (96) der genannten zweiten Linse (90) sphärisch ist.

6. Das Rasterabtastsystem, das in irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche genannt worden ist, wobei die konvexe Fläche (96) der genannten zweiten Linse (90) zylindrisch ist.







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