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Dokumentenidentifikation DE69419816T2 23.12.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0625415
Titel Beschickungsanlage für die Herstellung von gebrauchsfertigem Beton
Anmelder Kajima Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Inoue, Takao, Tokyo, JP;
Saito, Makato, Kawasaki-shi, Kanagawa-ken, JP
Vertreter Maiwald GmbH, 80335 München
DE-Aktenzeichen 69419816
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.05.1994
EP-Aktenzeichen 943036384
EP-Offenlegungsdatum 23.11.1994
EP date of grant 04.08.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.12.1999
IPC-Hauptklasse B28C 7/04

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine Beschickungsanlage zur Herstellung von Transportbeton, die durch zweckmäßige Anordnung einer zuschlagverarbeitenden Einheit und einer Zementleimherstellungseinheit kompakt aufgebaut wird, und die in der Lage ist, Fein- und Grobzuschläge, Zement und Wasser in wirksamer Weise zu mischen.

Im allgemeinen umfaßt eine herkömmliche Mischanlage zur Herstellung von Transportbeton ein Mischsystem 1, in dem ein Feinzuschlagbehälter 2 mit Feinzuschlagmeßeinrichtungen 2a, ein Grobzuschlagbehältnis 3 mit Grobzuschlagmeßeinrichtungen 3a, Zementmeßeinrichtungen 4 und ein stationärer Mischer 5 vertikal angeordnet sind, wie in den Fig. 1A und 1B veranschaulicht ist. Das Mischsystem 1 ist auf einem Gerüst 6 angebracht. Feinzuschlag, wie etwa Sand, und Grobzuschlag, wie etwa Kies und Schotter, werden den Fein- und Grobzuschlagbehältern 2 und 3 über Transportförderbänder 7 zugeführt, die durch Stützsäulen 7a abgestützt werden. Zement und Wasser werden mittels einer Pumpe 8a aus einer Tanklore 8 den Zementmeßeinrichtungen 4 zwangsweise zugeführt.

Die vorbestimmte Menge an Zement, quantitativ abgemessen durch die Zementmeßeinrichtung 4, wird in den stationären Mixer 5 zusammen mit der Wassermenge und den Fein- und Grobzuschlägen eingebracht, die in den Behältern 2 und 3 enthalten sind und die durch die betreffenden Meßeinrichtungen 2a und 3a quantitativ abgemessen werden. Diese Rohmaterialien werden im Mixer 5 geknetet, um Transportbeton zusammenzubrauen. Der so erhaltene Transportbeton wird in die Mischtrommel Md eines Liefermischers M durch einen Trichter 9 eingelassen.

Die herkömmliche Beschickungsanlage, wie oben beschrieben, ist massiv und in einer Industrieeinrichtung oder anderen möglichen Anlagen stationär aufgestellt. Zudem leidet diese Mischanlage unter einem ökonomischen Nachteil derart, daß die Herstellungskapazität zur Herstellung von Transportbeton dieser herkömmlichen Mischanlage in bezug auf das gesamte System relativ klein ist.

So erreicht zum Beispiel eine herkömmliche Mischanlage mit einem Mengenmischer mit einer angegebenen Leistung von 1,75 m³ pro Charge ein Gesamtgewicht von bis zu etwa 11 t und eine Höhe von über 20 m. Andererseits weist ein normalerweise verwendeter Liefermischer im allgemeinen meistens 4,5 m³ Beförderungskapazität für Transportbeton auf, was etwa dreimal so viel ist wie das Chargenfassungsvermögen der oben genannten herkömmlichen Beschickungsanlage 8. Deshalb muß der Liefermischer kostspieligerweise lange Zeit auf die Füllung seiner Mischtrommel mit von dem Mischsystem hergestellten Transportbeton warten. Das Zuschlagtransportförderband zur Beförderung von Zuschlag zu den Fein- und Grobzuschlagbehältern, die an erhöhter Stelle plaziert sind, ist wie gezeigt deutlich in einer allgemeinen U-Form ausgedehnt und verlangt daher nach einem weiten Gelände oder einer großen Fläche, die durch die Anlage eingenommen wird.

Es ist eine andere Beschickungsanlage bekannt geworden, die ein stationäres Mischsystem besitzt, das durch vertikale Anordnung eines Mörtelmischers und eines Zementmischers aufgebaut ist. In dieser Beschickungsanlage des Standes der Technik werden der Mörtelmischer und der Zementmischer zum Zwecke der Durchführung individueller Mischvorgänge für Mörtel und Zement voneinander getrennt, mit der Absicht die zur Herstellung von Transportbeton benötigte Zeit abzukürzen. Diese Beschickungsanlage brachte in der Weise einen Nachteil mit sich, daß sie in nie gekannter Weise ineffizient war und die Wirtschaftlichkeit der Produktion außer acht ließ.

Nebenbei bemerkt: Es ist zwar bekannt, daß das Dispersionsvermögen von Zementpartikeln in Transportbeton die Festigkeit des ausgehärteten Betons beeinflußt, es bedarf jedoch zu viel Energie, um die Zementpartikel im Transportbeton gleichförmig zu verteilen. Das heißt, da die Adhäsion von Teilchen, die Wasser oder eine andere Flüssigkeit enthalten (zum Beispiel durch Van-der-Waals-Kräfte oder Oberflächenspannung) in umgekehrtem Verhältnis zum Durchmesser der Teilchen steht, erfordert die Trennung und Verteilung feiner Teilchen wie Zementpartikel riesig große Mischenergien, die mehrere hundertmal größer sind als die Energie, die zum Aufbrechen der Bindung relativ großer Teilchen wie etwa Sandzuschlag benötigt wird.

Folglich könnte das Dispersionsvermögen der Zementteilchen im Transportbeton möglicherweise durch die voneinander unabhängige Durchführung der Mischung von Zement und Wasser verbessert werden, um so die Mischungsenergie auf den Zementleim zu konzentrieren, der letztlich im Mischer zubereitet wird. Im Lichte dieses Phänomens haben die Erfinder dieser Erfindung sich früher einen höchst funktionellen Zementleimmischer ausgedacht, der in der Lage ist, Zementteilchen in einem hohen Maß gleichförmig zu verteilen, und der damit die oben beschriebene Vermutung erhärtet.

Hinzu kommt, daß eine Vormischung des Zementleims möglicherweise durch Verwendung der Mischtrommel des Liefermischers erreicht werden kann, weil die Mischung des Zementleims, der vorab durch Verwendung des hochfunktionellen Mixers zubereitet wird, gemäß den Überlegungen der Erfinder der vorliegenden Erfindung nicht allzuviel Mischungsenergie erfordert. Im Falle der Mischung von Zement und Zuschlag in der Mischtrommel können der Zuschlag und der Zementleim aus einer vergleichsweise niedrigen Position in die Mischtrommel eingelassen werden. Es stellt sich heraus, daß die Mischanlageneinrichtungen im Umfang beträchtlich verringert werden können. Zusätzlich kann erwartet werden, daß, wenn das Mischverhältnis von Zementleim zu Zuschlag im Mischverfahren klein ist, die Produktionskapazität beträchtlich angehoben werden kann. Folglich erweist sich der von den Erfindern dieser Erfindung erdachte hochfunktionelle Mischer als vorteilhaft bei der Herstellung von Transportbeton.

Die DE-A-15 84 524 beschreibt eine Mischanlage zur Herstellung von Transportbeton, umfassend: ein Gerüst, eine Zementleimherstellungseinheit angebracht auf dem Gerüst und Zementabmeßeinrichtungen, einen stationären Zementleimmischer zur Herstellung von Zementleim aus Zement, Sand und Wasser, und einen Zementleimtrichter umfassend, alles vertikal angeordnet, und eine zuschlagverarbeitende Einheit, auf dem Gerüst an die Zementleimherstellungseinheit angrenzend angebracht, sowie Fein- und Grobzuschlagbehälter zur Aufbewahrung und Abmessung von Fein- bzw. Grobzuschlag, und ein Zuschlagförderband umfassend, um Zuschlag zu den Zuschlagbehältern zu befördern, wobei die Zementleimherstellungseinheit und die Zuschlagverarbeitungseinheit einen gemeinsamen Auslaß zur Entladung in einen Liefermischer aufweisen.

Die US-A-3 812 889 beschreibt eine Beschickungsanlage zur Herstellung von Transportbeton, umfassend: ein Gerüst, Zementabmeßeinrichtungen und Fein- und Grobzuschlagbehälter zur Aufbewahrung und Abmessung von Fein- bzw. Grobzuschlägen, alles zueinander benachbart montiert auf dem Gerüst; einen Mischer zur Herstellung von Beton durch Mischung von Sand, Zement, Wasser und Zuschlag, und einen Betontrichter zur Aufbewahrung des gemischten Betons, beides auf dem Gerüst vertikal angebracht, wobei der Beton aus dem Betontrichter in einen Liefermischer entladen wird.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Beschickungsanlage mit hoher Effektivität zur Herstellung von Transportbeton bereitzustellen, welche den Umfang des gesamten Mischsystems inklusive der Zement- und Zuschlagmischeinrichtungen merklich verringert, mit geringen Kosten hergestellt werden kann und in effizienter Weise die Fähigkeit zur Herstellung von Transportbeton verbessert.

Um gemäß der vorliegenden Erfindung die oben beschriebene Aufgabe zu erfüllen, wird eine Mischanlage zur Herstellung von Transportbeton bereitgestellt, welche umfaßt: ein Gerüst, Zementabmeßeinrichtungen verbunden mit dem Gerüst zur quantitativen Abmessung von Zement, eine zuschlagverarbeitende Einheit angebracht auf dem Gerüst und ein Feinzuschlagbehältnis zur Aufbewahrung und quantitativen Abmessung von Feinzuschlag, einen Grobzuschlagbehälter zur Aufbewahrung und quantitativen Abmessung von Grobzuschlag, einen Zuschlagtrichter und mindestens ein Zuschlagtransportförderband zur Beförderung des Feinzuschlags und Grobzuschlags zu den Fein- und Grobzuschlagbehältern, dadurch gekennzeichnet, daß die Zementabmeßeinrichtungen abgemessene Mengen von Zement an eine Zementleimherstellungseinheit, die auf dem Gerüst benachbart zu der zuschlagverarbeitenden Einheit angebracht ist, übergeben, wobei die Zementleimherstellungseinheit einen stationären Zementleimmischer zur Herstellung von Zementleim aus Zement und Wasser und einen Leimtrichter einschließt, und die Zementabmeßeinrichtungen, der stationäre Zementleimmischer und der Leimtrichter in vertikaler Weise angeordnet sind, und der Zuschlagtrichter (12c) und der Leimtrichter (14c) getrennte Auslässe zur getrennten Abgabe in einen Liefermischer aufweisen.

Feinzuschlag und Grobzuschlag werden in dieser Reihenfolge mit Hilfe von wenigstens einem Zuschlagtransportförderband in die Fein- und Grobzuschlagbehälter befördert und dann quantitativ abgemessen und in den Zuschlagtrichter eingeführt.

Die abgemessenen Mengen von Fein- und Grobzuschlägen werden in dem Trichter durcheinandergerüttelt und in die Mischtrommel eines Liefermischers eingelassen.

Der zugeführte und von den Zementmeßeinrichtungen quantitativ abgemessene Zement wird in den stationären Mischer eingeführt und darin mit Wasser geknetet, um Zementleim zusammenzubrauen. Der so erhaltene Zementleim wird in die Mischtrommel eines Liefermischers eingelassen, um in der Mischtrommel mit dem Zuschlag vermischt zu werden.

Da die zuschlagverarbeitende Einheit und die Zementleimherstellungseinheit getrennt nebeneinander angeordnet sind, werden die Rohmaterialien wie Zuschlag und Zementleim in effizienter Weise nacheinander aus einer niedrigen, ebenen Position in die bewegliche Mischtrommel eingelassen. Weiterhin kann die Mischanlage in ihrer Gesamthöhe und ihrem Gesamtgewicht beträchtlich verkleinert werden, während die Gesamtlänge der Zuschlagtransportförderbänder verkürzt und die von der Anlage besetzte Fläche verringert wird. Folglich kann eine Miniaturisierung der Beschickungsanlage verwirklicht werden.

Eine Möglichkeit der Ausführung der Erfindung ist im Detail unten beschrieben, wobei auf die Zeichnungen Bezug genommen wird, in welchen nur eine spezifische Ausführungsform veranschaulicht ist, die folgendes darstellen:

Fig. 1A ist eine schematische Seitenansicht, die eine Beschickungsanlage des Standes der Technik zeigt;

Fig. 1B ist eine schematische Draufsicht von Fig. 1A;

Fig. 2 ist eine schematische Seitenansicht, welche eine Ausführung der erfindungsgemäßen Transportbetonmischanlage beim Einlassen von Zuschlag in die Mischtrommel eines Liefermischers zeigt;

Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht der Mischanlage von Fig. 2 beim Einlaß von Zementleim in die Mischtrommel eines Liefermischers;

Fig. 4 zeigt die Art und Weise, in der die Mischung von dem Liefermischer geleistet wird;

Fig. 5 ist ein schematischer Querschnitt einer Mischtrommel, wie sie in der vorliegenden Erfindung verwendet wird;

Fig. 6 ist eine schematische Ansicht, die die Mischtrommel mit in bezug auf die Rotationsachse der Trommel schräg angeordneten Mischschaufeln zeigt; und

Fig. 7 ist ein schematischer Querschnitt der Mischtrommel, der den Zustand zeigt, in dem der Transportbeton entladen wird.

Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Transportbetonmischanlage. Mit Bezug auf diese Zeichnungen umfaßt ein Mischsystem 10 eine zuschlagverarbeitende Einheit 12 und eine Zementleimherstellungseinheit 14. Das Mischsystem 10 ist auf einem Gerüst 16 so installiert, daß einem Liefermischer M erlaubt ist, unter dem Mischsystem ein- und auszufahren, wobei es aber auf niedriger Höhe plaziert ist. Wie in den Zeichnungen veranschaulicht, sind die zuschlagverarbeitende Einheit 12 und die Zementleimherstellungseinheit 14 nebeneinander auf dem Gerüst 16 angeordnet.

Die zuschlagverarbeitende Einheit 12 umfaßt einen Feinzuschlagbehälter 12a zur Aufbewahrung von Feinzuschlag wie etwa Sand, ein Grobzuschlagbehältnis 12b zur Aufbewahrung von Grobzuschlag wie etwa Kies und Schotter, einen Zuschlagtrichter 12c, um Fein- und Grobzuschläge von den Zuschlagbehältern 12a und 12b zu empfangen und in die Mischtrommel Md des Liefermischers M einzulassen. Die Zuschlagbehälter 12a und 12b haben jeweils die Funktion der quantitativen Abmessung der Fein- und Grobzuschläge bzw. der Zufuhr der abgemessenen Mengen der Fein- und Grobzuschläge in den Zuschlagtrichter 12c. Die Fein- und Grobzuschläge werden mit Hilfe von einem oder mehreren Zuschlagtransportförderbändern 17 in die Fein- und Grobzuschlagbehälter 12a und 12b befördert.

Die auf dem Gerüst 16 benachbart zur Zuschlagverarbeitungseinheit 12 angeordnete Zementleimherstellungseinheit 14 umfaßt Zementabmeßeinrichtungen 14a, einen stationären Zementleimmischer 14b und einen Leimtrichter 14c. Diese Bestandteile sind in vertikaler Weise so angeordnet, daß die Abmeßeinrichtung 14a auf dem stationären Mischer 14b plaziert ist, und der stationäre Mischer 14b wie gezeigt auf dem Leimtrichter 14c plaziert ist.

Der Zement wird 14a aus einer Zementlore 18a zur Abmeßeinrichtung geschickt und von der Meßeinrichtung 14a quantitativ abgemessen. Die so abgemessene Menge an Zement wird dem Mischer 14b zugeführt.

Wasser wird dem Mischer 14b aus einer Wasserquelle 18b durch Betätigung einer Pumpe 18c zugeführt. Der dem Zementleimmischer 14b zugeführte Zement und das zugeführte Wasser werden im Mischer 14b geknetet, um so Zementleim zuzubereiten, in welchem die Zementteilchen in hohem Maße dispergiert sind.

Im folgenden wird ein Verfahren beschrieben, in welchem Transportbeton in der Mischanlage der vorliegenden Erfindung hergestellt wird. Zuerst wird der Grobzuschlag Ac und der Feinzuschlag Af, die in den Behältern 12a und 12b enthalten sind, über den Trichter 12c in die Mischtrommel Md des Liefermischers M eingelassen, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Zu gleicher Zeit werden die mengenmäßig vorgeschriebenen Anteile von Zement und Wasser dem stationären Zementleimmischer 14b zugeführt, um Zementleim Pc zuzubereiten.

Als nächstes wird der Liefermischer M unter den Leimtrichter 14c bewegt, so daß die in dem Mischer 14b hergestellte Zementpaste Pc in die Mischtrommel des Liefermischers M eingelassen werden kann, wie in Fig. 2 gezeigt. Während der Beladung des vorhergehenden Liefermischers M mit dem Zementleim Pc wird ein nachfolgender Liefermischer M' unter den Zuschlagtrichter 12c bewegt, um so die gemischten Fein- und Grobzuschläge Af und Ac in die Mischtrommel Md' des nachfolgenden Liefermischers Md' einzulassen, wie in Fig. 3 gezeigt.

Nach Beladung des Liefermischers M mit dem Zementleim Pc werden der Zementleim Pc und die Zuschläge Af und Ac in der Mischtrommel Md gründlich geknetet, während der Liefermischer M zu einer Entladestelle 5 bewegt wird, die "L" weit entfernt von dem Mischsystem 10 liegt, wie in Fig. 4 gezeigt ist.

Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß der Zementleim Pc zuerst in die Mischtrommel Md eingelassen werden kann, und die Fein- und Grobzuschläge Af und Ac nach dem Einlassen des Zementleims in die Mischtrommel eingelassen werden können, oder daß der Zementleim Pc und die Fein- und Grobzuschläge Af und Ac zugleich in die Mischtrommel eingelassen werden können.

Da, wie oben beschrieben, die Beschickungsanlage gemäß der Erfindung ein Mischsystem einsetzt, in dem gemischte Fein- und Grobzuschläge und der Zementleim getrennt voneinander in die Mischtrommel eines Liefermischers eingelassen werden, können diese Rohmaterialien für Transportbeton ohne weiteres auf einer niedrig liegenden Position behandelt werden. Daher kann die Gesamthöhe des Mischsystems einschließlich der Meßeinrichtung 14a und des Mischers 14b beträchtlich erniedrigt und kompakt gemacht werden, und die von der Anlage besetzte Fläche kann in beachtlicher Weise auf die vollstmögliche Größe reduziert werden. Nebenbei bemerkt, wird die Gesamthöhe der erfindungsgemäßen Mischanlage möglicherweise auf etwa ein Drittel der Höhe einer herkömmlichen Beschickungsanlage reduziert, und das Gesamtgewicht der Anlage wird ebenso auf die Hälfte dessen einer konventionellen Anlage verringert. Somit kann die vorliegende Erfindung die Miniaturisierung der Beschickungsanlage verwirklichen.

Außerdem kann wegen des stationären Zementleimmischers 14b die Produktionskapazität zur Herstellung von Zementleim in einem Ansatz verbessert werden. Da das Mischverhältnis von Zementleim Pc zu Zuschlag klein ist, so daß die Wartezeit, bei der der Liefermischer mit dem Zementleim beladen wird, verkürzt wird, kann die Effektivität der Herstellung des Transportbetons vergrößert werden.

Obwohl ein bestehender Typ von Liefermischer bei der erfindungsgemäßen Mischanlage verwendet werden kann, ist es wünschenswert, eine Mischtrommel zu verwenden wie sie von den Erfindern dieser Erfindung in der japanischen Patentanmeldung mit ungeprüfter Veröffentlichung Nr. HEI 5-96527(A) vorgeschlagen ist, wobei die Bindefestigkeit des Zements und auch die Festigkeit des ausgehärteten Betons, der aus dem erfindungsgemäßen Transportbeton resultiert, deutlich gesteigert wird. Um genauer zu sein, wird der Liefermischer M, wie in Fig. 5 bis Fig. 7 veranschaulicht, auf seiner Frachtplattform Mb mit einer Mischtrommel 20 (Md) ausgestattet, die einen rückseitigen Teil 21 mit einer Aufnahmeöffnung 21a aufweist. Die Mischtrommel 20 wird von einem (nicht gezeigten) stützenden Unterbau gehalten und zur Rotation um die Rotationsachse RC sowohl vorwärts oder rückwärts durch eine (nicht gezeigte) umkehrbare Antriebseinrichtung angetrieben. Die Mischtrommel 20 ist gewöhnlich schräg gestellt, mit dem rückseitigen Teil 21 nach oben.

Entlang des Randes der Aufnahmeöffnung 21a ist ein Flansch 22 geformt, auf dem ein zu öffnender Deckel 23 durch ein Scharnier 22a gehalten wird. Innerhalb der Trommel 20 sind zwei spiralförmige Mischschaufeln 24a und 24b so angeordnet, daß sie im Vergleich zu denjenigen in einer konventionellen Mischtrommel dieses Typs engere Abstände zwischeneinander belassen. Die Mischschaufeln 24a und 24b weisen einen Neigungswinkel (θ) nahezu senkrecht zur Rotationsachse RC auf, wie in Fig. 6 gezeigt ist. Der Deckel 23 hat eine gekrümmte innere Oberfläche, um gleichmäßige Zirkulation des Betonmaterials innerhalb der Trommel 20 während der Rotation der Trommel zu ermöglichen.

Nach Öffnung des Deckels 23 wird zuerst der gemischte Zuschlag und der Zementleim durch die Öffnung 21 in die Mischtrommel 20 eingelassen und dann der Deckel 23 verschlossen. Danach wird die Mischtrommel 20 in umgekehrter Richtung gedreht, so daß das Betonmaterial C in der Trommel entlang der spiralförmigen Mischschaufeln 24a und 24b aufwärts bewegt wird, bis es mit dem Deckel 23 zusammenstößt, wie durch den Pfeil F2 in Fig. 5 angedeutet wird. Beim Zusammenstoß mit dem Deckel 23 kehrt sich das Betonmaterial C aufwärts entlang der gekrummten Oberfläche des Deckels 23 um, wie durch den Pfeil F1 in Fig. 5 angedeutet ist. Das aufwärts umkehrende Betonmaterial C fällt herab auf den Fluß des Betonmaterials F2, wobei Zirkulation des Betonmaterials C in der Trommel 20 verursacht wird. Im Ergebnis werden der Zementleim und die gemischten Zuschläge zwangsweise und gründlich geknetet, um feinen Transportbeton zu erzeugen.

Schließlich fließt bei Öffnung des Deckels 23 und Drehungsumkehrung der Trommel 20 der aus dem Kneten resultierende Transportbeton entlang der spiralförmigen Mischschaufeln 24a und 24b aus der Einlaßöffnung 21a heraus.

Auch eine herkömmliche Mischtrommel, montiert auf einen gewöhnlichen Liefermischer, kann mit einem Deckel zum Verschließen einer Betonmaterialeinlaßöffnung ähnlich zu der der vorliegenden Erfindung wie oben beschrieben ausgestattet werden, um so möglicherweise den Kneteffekt bei Zementleim und den Zuschlägen zu erhöhen. Da jedoch die Mischschaufeln in der konventionellen Mischtrommel nicht so schräg wie die Schaufeln 24a und 24b in der Trommel der vorliegenden Erfindung sind, die sich mit im wesentlichen Winkeln (() gegen die Rotationsachse der Trommel neigen. Deshalb ist nicht zu erwarten, daß die konventionelle Mischtrommel das Betonmaterial mit einer hohen Effektivität kneten kann.

Wenn die Mischung abgeschlossen ist (Ankunft des Mischers an der Entladestelle), wird die Rotation der Mischtrommel 20 zeitweilig unterbrochen, und dann wird der Deckel 23 abgenommen, so daß der Transportbeton C durch Umkehren der Mischtrommel 20 in die umgekehrte Richtung aus der Öffnung 21a entladen werden kann, und durch eine (nicht gezeigte) Rutsche abfließt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Mischanlage zur Herstellung von Transportbeton in beachtlicher Weise miniaturisiert werden, und die von der Anlage besetzte Fläche kann auf das kleinstmögliche Ausmaß reduziert werden, wobei die Kosten der Anlage drastisch reduziert werden.

Weiterhin wird die Produktionskapazität zur Herstellung von Transportbeton pro Ansatz vergrößert, so daß die Produktivität der Beschickungsanlage verbessert werden kann und die Beladung mit Rohmaterialien, wie etwa dem Transportbeton auf einen Liefermischer, kann in effektiver Weise unter Verringerung des Verlusts an Wartezeit beim Beladen des Liefermischers mit den Betonrohstoffen durchgeführt werden.


Anspruch[de]

1. Mischanlage zur Herstellung von Transportbeton, umfassend:

ein Gerüst (16), eine mit dem Gerüst (16) verbundene Zementabmeß-Vorrichtung (14a) zum quantitativen Abmessen von Zement und eine auf dem Gerüst (16) angeordnete Zuschlagverarbeitungseinheit (12), die einen Feinzuschlagbehälter (12a) zur Aufnahme und quantitativen Abmessung von Feinzuschlägen, einen Grobzuschlagbehälter (12b) zur Aufnahme und quantitativen Abmessung von Grobzuschlägen, einen Zuschlagtrichter (12c) und mindestens eine Zuschlagtransportanlage (17) zur Beförderung des Feinzuschlags und Grobzuschlags zu den Fein- und Grobzuschlagbehältern (12a, 12b) umfaßt

dadurch gekennzeichnet, daß die Zementabmeßeinrichtung in der Lage ist, abgemessene Mengen von Zement zu einer Zementleimherstellungseinheit (14) zu befördern, die auf dem Gerüst an die Zuschlagverarbeitungseinheit (12) angrenzend angeordnet ist, wobei die Zementleimherstellungseinheit (14) einen stationären Zementleimmischer (14b) zur Herstellung von Zementleim aus Zement und Wasser und einen Leimtrichter (14c) umfaßt, und wobei die Zementabmeßeinrichtung (14a), der stationäre Zementleimmischer (14b) und der Leimtrichter (14c) vertikal angeordnet sind und der Zuschlagtrichter (12c) und der Leimtrichter (14c) getrennte Auslässe zur getrennten Zuführung in einen Liefermischer aufweisen.

2. Mischanlage zur Herstellung von Transportbeton gemäß Anspruch 1, wobei die Zementabmeßeinrichtung (14a) aus einer Zementlore (18a) mit Zement versorgt wird und den Zement bei der quantitativen Abmessung des Zements entlädt, und wobei der Zementleimmischer (14b) mit Hilfe einer Pumpe (18c) aus einer Wasserquelle (18a) mit Wasser versorgt wird, so daß der Zement und das Wasser zur Herstellung von Zementleim, in welchem die Zementteilchen gleichmäßig verteilt vorliegen, geknetet werden.

3. Mischanlage gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die separaten Entladungsaulaßöffnungen des Zuschlagtrichters (12c) und des Leimtrichters (14c) durch einen Abstand, welcher mindestens so groß wie die Länge eines Liefermischers (M) ist, voneinander getrennt sind, wodurch ein erster Liefermischer unter die Entladungsöffnung des Zuschlagtrichters (12c) eingestellt werden kann, um eine Ladung Zuschlag aufzunehmen, und dann unter der Entladungsöffnung des Leimtrichters (14c) positioniert werden kann, um eine Ladung Zementleim aufzunehmen, während ein zweiter Liefermischer in die Position unter der Entladungsöffnung des Zuschlagtrichters (12c) bewegt wird, um dort eine Ladung Zuschlag aufzunehmen.

4. Mischanlage gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zementabmeßeinrichtung (14a), der stationäre Zementleimmischer (14b) und der Leimtrichter (14c) untereinander angeordnet sind.







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