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Dokumentenidentifikation DE19546459C2 05.01.2000
Titel Verfahren zum Austausch einer zentralen Wärmeerzeugungsvorrichtung durch eine neue zentrale Wärmeerzeugungseinrichtung in einem Gebäude sowie Verfahren zum Einbau einer zentralen Wärmeerzeugungseinrichtung in ein Gebäude
Anmelder Asmus, Andreas, 31188 Holle, DE
Erfinder Asmus, Andreas, 31188 Holle, DE
Vertreter Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr, Weidener, Häckel, 45128 Essen
DE-Anmeldedatum 13.12.1995
DE-Aktenzeichen 19546459
Offenlegungstag 06.03.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse F24D 15/00
IPC-Nebenklasse F24D 7/00   E04F 17/02   E04G 23/02   E04H 1/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Austausch einer in einem Gebäude angeordneten alten, zentralen Wärmeerzeugungsvorrichtung durch eine neue, zentrale Wärmeerzeugungseinrichtung, wobei die alte Wärmeerzeugungsvorrichtung und die neue Wärmeerzeugungseinrichtung jeweils zur Versorgung des Gebäudes vorgesehen sind, wobei das Gebäude einen Schornstein und einen über das Dach überstehenden Schornsteinkopf aufweist und wobei die alte Wärmeerzeugungsvorrichtung außerhalb des Dachbereichs des Gebäudes angeordnet und mit einem in dem Gebäude bereits fest installierten, Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen aufweisenden Verteilungssystem gekoppelt ist.

Üblicherweise werden Gebäude und insbesondere Wohnhäuser sowie Etagenheizungen in den einzelnen Stockwerken von einer zentralen, üblicherweise im Keller- oder Erdgeschoß des Gebäudes befindlichen Wärmeerzeugungsvorrichtung mit Brauch- und Warmwasser versorgt. In der Regel befindet sich die Wärmeerzeugungsvorrichtung in einem extra dafür vorgesehenen Heizungs- oder Aufstellungsraum. Die bei der Verbrennung entstehenden Ab- oder Rauchgase müssen über eine Schornsteinanlage bzw. eine Abgasleitung durch das gesamte Haus ins Freie geführt werden. Der Aufstellungsraum, in dem sich die Wärmeerzeugungsvorrichtung befindet, kann häufig nicht für andere Zwecke mehr genutzt werden. Es darf darauf hingewiesen werden, daß die Begriffe "Schornstein" und "Abgasleitung" im folgenden synonym verwendet werden und entsprechend verstanden werden sollen.

Gas-Etagenheizungen, die sich häufig in den einzelnen Wohnungen der Häuser befinden, verursachen oft Geräuschbelästigungen und es treten vergleichsweise häufig Störfälle in der Zuluft- oder in der Abgasführung auf. Ein häufiges Problem ist dabei eine unzureichende Zuluftversorgung durch dichtschließende Fenster und Türen. Der Abgaswächter meldet dann regelmäßig Störung und schaltet die Anlage aus. Außerdem können Ab-/Rauchgase nicht voll genutzt werden, da sie noch durch den Schornstein oder die Abgasleitungen abgeführt werden müssen. Daher sind bereits zusätzliche Gebläse vorgesehen worden, die die Ab-/Rauchgase über den Schornstein oder die Abgasleitung ins Freie fördern.

Ein aus der Praxis bekanntes Verfahren zum Austausch der Wärmeerzeugungsvorrichtung durch eine neue, als Wärmeerzeugungseinrichtung bezeichnete Anlage, der regelmäßig ca. alle 15 Jahre erforderlich ist, ist derzeit immer mit Belästigungen und Verunreinigungen verbunden, unabhängig davon, ob die Wärmeerzeugungseinrichtung im Kellergeschoß oder in der Wohnung aufgestellt ist. An dieser Stelle darf zur Klarstellung darauf hingewiesen werden, daß die Begriffe "Wärmeerzeugungsvorrichtung" und "Wärmeerzeugungseinrichtung" die gleiche Bedeutung haben. Die Differenzierung ist nur zum Zwecke der besseren Unterscheidung vorgenommen worden. "Wärmeerzeugungsvorrichtung" bezeichnet die vorhandene Anlage, während "Wärmeerzeugungseinrichtung" die neue Anlage bezeichnet. In jedem Falle sollen unter "Wärmeerzeugungsvorrichtung" und "Wärmeerzeugungseinrichtung" alle Arten von . Wärmeerzeugern, Heizungs- und Feuerungsanlagen, Blockheizkraftwerken oder dergleichen Anlagen verstanden werden.

Aus der DE 31 02 308 C2 geht bereits eine Energiezelle zur Erzeugung von Wärme für die Gebäudeheizung hervor, mit einer sogenannten Raumhülle, in der zahlreiche Komponenten erhalten sind. Dabei ist erwähnt, daß es auf der Baustelle quasi unmöglich sei, eine große Anzahl von unterschiedlichen Bauteilen richtig zusammenzufügen, die für eine komplizierte Anlage zur Gewinnung von Umweltwärme und Zurückgewinnung von Transmissionswärme benötigt werden. Dementsprechend geht es hierbei darum, eine Energiezelle zur Erzeugung von Wärme für die Gebäudeheizung zu schaffen, welche die für den jeweiligen Anwendungsfall wichtigsten Baukomponenten von Energieanlagen enthält und als Fertigkonstruktion in variabler Weise entsprechend den unterschiedlichen örtlichen Anforderungen bzw. Gebäudegestaltungen serienmäßig hergestellt werden kann, so daß sie als Ganzes an die einzelnen Heizungsbaufirmen geliefert und von diesen mit äußerst geringem Arbeitsaufwand montiert werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei diesem Stand der Technik vorgesehen, daß die Baukomponenten in der Raumhülle mindestens zwei, durch unterschiedliche Energiearten zu betreibende Wärmeerzeuger und wenigstens einem Wärmespeicher und Wärmeaustauscher mit ihren zugeordneten Förder- und Regeleinrichtungen jeweils schaltungsmäßig und räumlich zu Funktionsgruppen zusammen gefaßt sind, wobei diese Funktionsgruppen zur räumlich wandelbaren Positionierung innerhalb der Raumhülle in ihren Baumaßen auf ein Grundmaß modulartig abgestimmt sind.

Aus der DE 37 16 000 A1 geht eine Heizeinheit für mit einer Kapselung versehene Feuerstätten hervor, die an einen Abgaskanal und einen Zuluftkanal mit einander benachbart oder konzentrisch angeordneten Mündungen ins Freie angeschlossen sind. Hierbei geht es darum, eine Anordnung für eine Heizung zu schaffen, die raumsparend und kostengünstig ist und zugleich einen sicheren und angenehmen Betrieb gewährleistet. Ferner soll ein zuverlässiger Rauchgasabzug gewährleistet sein. Hierzu ist vorgesehen, daß die dort beschriebene Heizeinheit ein gasdichtes Gehäuse, eine in dem Gehäuse angeordnete Feuerstätte, deren Abgasleitung in einen Abgasanschluß am Gehäuse mündet, einen Zuluftanschluß am Gehäuse, der in den Gehäuseinnenraum mündet, einen Brennstoffanschluß und einen nach außen geführten Wassertauscher umfaßt. Dabei ist es so, daß immer zwei Schächte vorhanden sein müssen, daß nämlich die Heizeinheit über einen Zuluftanschluß an einen Zuluftschacht angeschlossen ist, über den Zuluft angesaugt wird, während die Verbrennungs-Abluft über einen Abgasschacht abgegeben wird. Bei allen Ausführungsformen ist es so, daß der Schornsteinkopf bzw. das Schornsteinende über das Dach hinausgeführt sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein schnelles, problemloses und kostengünstiges Verfahren zum Austausch einer in einem Gebäude angeordneten alten, zentralen Wärmeerzeugungseinrichtung vorzusehen.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch, daß der Schornsteinkopf abgebaut wird, so daß das Ende des Schornsteins im Dachbereich des Gebäudes freiliegt, daß die neue Wärmeerzeugungseinrichtung im Dachbereich des Gebäudes auf das Ende des Schornsteins aufgesetzt oder in dieses eingesetzt wird, daß die neue Wärmeerzeugungseinrichtung mit dem im Gebäude bereits vorhandenen Verteilungssystem gekoppelt wird und daß zur Kopplung der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung mit dem vorhandenen Verteilungssystem ein separates Verbund-Leitungssystem verwendet wird, das in den Schornstein eingesetzt wird.

Durch die Erfindung ergibt sich zunächst einmal eine Verlegung des Standortes des Wärmeerzeugers aus dem Kellerbereich heraus in das Dachgeschoß des Gebäudes. Hierdurch kann der im Kellergeschoß befindliche Raum dann zu anderen Zwecken genutzt werden, wenn die alte Wärmeerzeugungsvorrichtung abgebaut worden ist. Darüber hinaus kann der Einbau des neuen Wärmeerzeugers ohne weiteres über das Dach erfolgen, ohne daß die Wohnräume in dem Gebäude davon berührt sind. Die Öffnung im Dach zum Einsetzen der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung kann ohne weiteres so groß gewählt werden, daß der neue Wärmeerzeuger in einem Stück, also vollständig zusammengebaut, von oben her eingesetzt werden kann. Die Anordnung der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung im Dachbereich und zwar auf dem Ende des Schornsteins hat den weiteren Vorteil, daß die zur Verbrennung erforderliche Zuluft von unten durch den Schornsteinschacht zur Wärmeerzeugungseinrichtung angesogen und innerhalb des Gebäudes erwärmt wird, wodurch der Effekt der Verbrennungsluft-Vorwärmung den feuerungstechnischen Wirkungsgrad verbessert. Etwaige kostenintensive und störanfällige Ansauggebläse entfallen dank des thermischen Auftriebes der Verbrennungs-Zuluft. Außerdem lassen sich umweltbewußte Energieumwandlungseinrichtungen, wie zum Beispiel Solar-, Wind- oder Photovoltaic-Systeme, ohne weiteres auf dem Dach montieren und mit der erfindungsgemäßen Wärmeerzeugungseinrichtung verbinden, ohne daß zusätzliche Installationen im Haus oder durch das Haus hindurch erforderlich wären. Ein weiterer Vorteil, der sich durch die Erfindung ergibt, besteht darin, daß Schornsteinkosten sowie Schornsteinreinigungen und -überprüfungen bei der Erfindung entfallen, da der Schornstein an sich nur noch als "Träger" der Wärmeerzeugungseinrichtung und zum Ansaugen von Verbrennungsluft dient und nicht mehr zum Abführen von Verbrennungsgasen. Darüber hinaus ist bei der Erfindung die Wärmeerzeugungseinrichtung gut zugänglich und kann ohne weiteres von einem Schornsteinfegermeister überprüft werden.

Die Wärmeerzeugungseinrichtung wird vorzugsweise von außen über das Dach schnell, problemlos und kostengünstig eingesetzt. Der Zeit- und kostenintensive bisherige Austausch der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung beim Stand der Technik, der regelmäßig mit nicht unerheblichen Verunreinigungen und Belästigungen verbunden ist, entfällt. Eine kostenintensive Änderung der Schornstein-/Abgasanlage ist durch den Austausch nicht erforderlich. Schornsteinkosten sowie Schornsteinreinigungen und -überprüfungen entfallen bei Verwendung der Erfindung ganz. Ebenfalls werden die mit Schwermetallen belasteten Kondensate auf ein Minimum reduziert und müssen nicht über entsprechende Filter- bzw. Neutralisationsanlagen dem ohnehin schon belasteten Abwassersystem zugeleitet werden.

Die Standortverlegung der Wärmeerzeugungseinrichtung vom Kellergeschoß bzw. aus den einzelnen Wohnungen heraus in den Dachbereich in, an oder auf den Schornstein ist im wesentlichen deshalb möglich geworden, da immer leistungsfähigere Gas- und Öl-Wärmeerzeugungseinrichtungen bei immer kleineren Abmessungen gebaut worden sind. Die Verwendung von relativ großvolumigen Wärmeerzeugungsvorrichtungen, wie dies früher notwendig war, ist heute nicht mehr erforderlich, so daß nun auch Standortverlegungen technisch möglich sind und die genannten Vorteile nun ermöglichen.

Vorzugsweise ist bei dem eingangs genannten Austauschverfahren vorgesehen, daß die neue Wärmeerzeugungsvorrichtung mit dem alten Rohr-Verteilungssystem der alten Wärmeerzeugungseinrichtung im Gebäude gekoppelt wird, so daß es nicht erforderlich ist, ein vollständig neues Rohr-Verteilungssystem zu verlegen. Zur Kopplung der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung mit dem alten Rohr-Verteilungssystem wird dabei vorteilhafterweise ein neues separates Verbund-Rohrleitungssystem verwendet, das insbesondere von oben her und zwar von außerhalb des Gebäudes durch den Schornsteinschacht eingesetzt wird. Hierzu kann beispielsweise ein Spezial-Kranfahrzeug verwendet werden. Das Einsetzen kann dabei sehr schnell erfolgen, wenn das Verbund-Rohrleitungssystem vor dem Einsetzen vollständig zusammengesetzt worden ist. Es ist aber auch möglich, das Verbund-Rohrleitungssystem während des Neueinbaus Stück für Stück zu verlängern.

Obwohl die neue Wärmeerzeugungseinrichtung auch in den alten Schornsteinkopf eingesetzt werden kann, bietet es sich an, wenn der alte Schornsteinkopf entfernt wird und zwar ebenfalls von oben her. Nach Entfernung des Schornsteinkopfes kann die neue Wärmeerzeugungseinrichtung über ein Kopfstück des neuen Verbund- Rohrleitungssystems, das in, an bzw. auf den Schornstein gesetzt wird, mit dem Schornsteinschacht gekoppelt werden. Die neue Wärmeerzeugungseinrichtung wird dabei auf dem Kopfstück angeordnet, wozu an dem Kopfstück eine entsprechende Aufnahme bzw. Halterung für die neue Wärmeerzeugungseinrichtung vorgesehen ist. Dabei muß es nicht notwendigerweise erforderlich sein, die durch die Entfernung des Schornsteinkopfes im Dach entstandene Öffnung zu vergrößern. Moderne Gas- und Öl-Wärmeerzeugungseinrichtungen haben relativ kleine Abmessungen und können daher regelmäßig über die im Dach vorhandene Öffnung eingesetzt werden.

Die Kopplung der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung über das Verbund-Rohrleitungssystem mit dem alten Rohr-Verteilungssystem erfolgt vorzugsweise im Bereich der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung, die von dem alten Rohr-Verteilungssystem entkoppelt wird. Zur Kopplung des neuen Verbund-Rohrleitungssystems und des alten Rohr-Verteilungssystems dient ein Fußstück des neuen Verbund-Rohrleitungssystems. Nach der Trennung der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung vom Rohr-Verteilungssystem kann diese aus ihrem Aufstellungsraum entfernt werden, so daß ein neuer für den Benutzer verfügbarer Raum entsteht.

Es darf an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, daß dem Verbund-Rohrleitungssystem, dem Kopfstück und dem Fußstück auch jeweils eigenständige erfinderische Bedeutung zukommt, obwohl die genannten Bauteile natürlich gerade bei den erfindungsgemäßen Verfahren und in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Wärmeerzeugungseinrichtung von besonderem Vorteil sind.

Um nach der Anordnung der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung im Dachbereich auf dem Schornstein den ursprünglichen optischen Eindruck des Gebäudes mit Schornsteinkopf wieder herzustellen, wird über das Kopfstück und die darauf angeordnete Wärmeerzeugungseinrichtung ein neuer Schornsteinkopf gesetzt. Hierbei kann es sich um eine abnehmbare Verkleidung handeln, die wärme- bzw. schallgedämmt und/oder feuergeschützt ist und zumindest von außen, also optisch, wie ein konventioneller Schornsteinkopf aussieht. Die Abnehmbarkeit ermöglicht in einfacher Weise den späteren Austausch der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung, wenn diese defekt oder beschädigt ist oder gewartet werden muß.

Während das zuvor genannte Austauschverfahren immer dann zur Anwendung kommen kann, wenn sich noch eine konventionelle Wärmeerzeugungsvorrichtung im Haus befindet, so ist bei dem Verfahren zum Einbau einer Wärmeerzeugungseinrichtung in einen Neubau von vornherein vorgesehen, daß die Wärmeerzeugungseinrichtung im Bereich des Schornsteinkopfes oder im Dachbereich angeordnet wird, wodurch sich die zuvor genannten Vorteile ergeben. Ein weiterer Vorteil entsteht dadurch, daß ein Schornstein an sich nicht mehr erforderlich ist. Lediglich vorgefertigte Installationsschächte müssen vorgesehen werden, durch die alle erforderlichen Leitungen, die in jeder Etage eine kontrollierbare Verteilung haben, laufen. Deckendurchbrüche und das Zusammenführen der verschiedenen Abwasser-Rohrleitungen werden auf ein Minimum konzentriert. Durch die Installationsschächte minimieren sich die Kosten gegenüber einem Schornstein erheblich. Außerdem steht, da der Schornstein nicht mehr erforderlich ist, ein größerer Nutzraum im Gebäude zur Verfügung.

Die erfindungsgemäße Wärmeerzeugungseinrichtung, die insbesondere bei den zuvor genannten Verfahren verwendet wird, kann gerade in Verbindung mit dem bereits erwähnten Kopfstück vorteilhaft eingesetzt werden, das dann im Dachbereich auf, am oder im Schornstein oder Installationsschacht angeordnet wird, wobei das Kopfstück einen Aufnahmeabschnitt für die Wärmeerzeugungseinrichtung aufweist. Das Kopfstück dient somit letztlich der Kopplung des Schornsteins/Installationsschachtes mit der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung. Aufgrund der Anordnung im Dachbereich weist die neue erfindungsgemäße Wärmeerzeugungseinrichtung im Gegensatz zu den bekannten Wärmeerzeugungsvorrichtungen Anschlüsse für die Rohrleitungen z. B. an der Unterseite auf, so daß die von unten aus dem Schornstein/Installationsschacht ankommenden Rohrleitungen in besonders einfacher Weise mit dem Wärmeerzeugungseinrichtung gekoppelt werden können.

Schließlich bietet die neue erfindungsgemäße Technik die Möglichkeit einer zentralen Entlüftung von jeglichen Räumen in dem Gebäude durch den Schornstein oder Installationsschacht. Hierzu ist in den betreffenden Räumen, vorzugsweise allen Räumen, jeweils wenigstens eine in den Schornstein/Installationsschacht mündende Entlüftungsöffnung und gleichfalls wenigstens eine entsprechende, nach außen bzw. ins Freie mündende Zuluftöffnung vorgesehen. Die aus den Räumen entweichende Abluft dient dann als vorgewärmte Verbrennungs-Zuluft für den neuen Wärmeerzeugungseinrichtung. Es darf allerdings darauf hingewiesen werden, daß es natürlich selbstverständlich ebenfalls möglich ist, daß die Verbrennungs-Zuluft direkt von außen angesogen werden kann, wozu dann gegebenenfalls in der Schornsteinkopf-Verkleidung wenigstens eine entsprechende Zuluftöffnung vorgesehen ist.

Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung und der Zeichnung selbst.

Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht eines Gebäudes mit einer alten oder konventionellen, hier im Keller angeordneten Wärmeerzeugungsvorrichtung,

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht des Gebäudes aus Fig. 1, jedoch ohne Schornsteinkopf,

Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht des Gebäudes aus Fig. 2, jedoch ohne Wärmeerzeugungsvorrichtung,

Fig. 4 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht des Gebäudes aus Fig. 3 mit einem Kopf- und Fußstück und einem neuen Verbund-Rohrleitungssystem,

Fig. 5 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht des Gebäudes aus Fig. 4 mit einer neuen Wärmeerzeugungseinrichtung und Warmwasserspeicher im Ober- /Dachgeschoß,

Fig. 6 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer anderen Ausführungsform des Gebäudes aus Fig. 4 mit Warmwasserspeicher im Wohn- /Kellerbereich und

Fig. 7 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer weiteren Ausführungsform des Gebäudes aus Fig. 4 mit Warmwasserspeicher im Firstbereich direkt unterhalb des Daches.

In Fig. 1 ist ein Gebäude 1 dargestellt. Bei dem Gebäude 1 handelt es sich um ein übliches Ein-/Zwei- oder Mehrfamilienhaus mit einem Kellergeschoß KG, einem Erdgeschoß EG, einem ersten Obergeschoß OG und einem Dachgeschoß DG. Nach oben hin wird das Gebäude 1 von einem Dach 2 abgeschlossen. Das Dach 2 kann jegliche Form haben, also beispielsweise auch als Flachdach ausgebildet sein. Im Gebäude 1 befindet sich eine Wärmeerzeugungsvorrichtung 3. Die Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 ist vorliegend als Öl- oder Gasheizung 4 ausgebildet. Die Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel im Kellergeschoß KG angeordnet. Bei Gebäuden, bei denen kein Kellergeschoß vorgesehen ist, befindet sich der Wärmeerzeugungsvorrichtung im Erdgeschoß oder aber in einzelnen Wohnungen.

Mit der Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 verbunden sind eine Vielzahl von im Gebäude 1 bereits vorhandenen und nicht dargestellten Rohrleitungen eines Rohr-Verteilungssystems, über das Warmwasser den einzelnen Räumen in dem Gebäude 1 zugeführt wird. Zur Abführung der bei der Verbrennung in der Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 entstehenden Ab-/Rauchgase ist diese mit einem Schornstein 5 im Gebäude 1 gekoppelt. Der Schornstein 5 reicht von dem Kellergeschoß K6 bis in das Dachgeschoß DG hinein. Auf den Schornstein 5 aufgesetzt ist ein Schornsteinkopf 6, der über das Dach 2 übersteht.

In den einzelnen Geschossen (Erdgeschoß und erstes Obergeschoß) können sich Gas- oder Öletagenheizungen befinden, die ihre Ab-/Rauchgase ebenfalls über den Schornstein 5 und den Schornsteinkopf 6 abführen.

Zum Austausch bzw. Ersatz der alten bzw. konventionellen Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 wird nun zunächst der Schornsteinkopf 6 des vorhandenen, durch das Gebäude 1 geführten Schornsteins 5 entfernt. Dies kann ohne weiteres von außen in kurzer Zeit über ein Spezialfahrzeug mit einem Kran erfolgen. In Fig. 2 ist der Zustand gezeigt, bei dem der Schornsteinkopf vollständig entfernt worden ist. Der Schornstein 5 ragt nur noch bis in das Dachgeschoß DG hinein, steht jedoch nicht über das Dach 2 über. Es versteht sich, daß der Schornsteinkopf 6 bzw. Schornstein 5 auch bis zum Boden des Dachgeschosses DG oder aber bis zur Dachoberfläche entfernt werden kann. Der bei der Entfernung des Schornsteinkopfes anfallende Schutt kann ohne weiteres von außen sofort verladen und entfernt werden. Beim Einsatz eines Spezialfahrzeugs mit Kran ist ein anderes von außen anzusetzendes Gerüst nicht erforderlich. Außerdem ist es nicht erforderlich, die Wohnräume des Gebäudes zu betreten, so daß Beschädigungen und/oder Verunreinigungen nicht auftreten.

Nach der Entfernung des alten Schornsteinkopfes 6 wird die alte Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 aus dem Kellergeschoß KG entfernt. Dieser Zustand ist in Fig. 3 dargestellt. Es versteht sich natürlich, daß dies auch gleichzeitig mit der Entfernung des Schornsteinkopfes 6 oder aber vorher ablaufen kann. Das nicht näher bezeichnete Rohr-Verteilungssystem, mit dem die Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 gekoppelt war, ist zuvor von dieser abgetrennt worden. Dieses Rohr-Verteilungssystem kann im folgenden weiter verwendet werden, worauf noch näher eingegangen wird. Nach der Entfernung der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 entsteht im Kellergeschoß KG ein zusätzlicher freier Raum.

Nach der Entfernung der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 wird in den Schornstein 5 ein neues separates Verbund-Rohrleitungssystem 7 eingesetzt. Dies geschieht vorzugsweise über die Öffnung 8 im Dach 2, die durch die Entfernung des Schornsteinkopfes 6 entstaden ist. Das Verbund-Rohrleitungssystem 7 weist vorliegend ein Fußstück 9, ein vorzugsweise längenvariables Mittelstück 10 und ein Kopfstück 11 auf. Das Mittelstück 10 weist eine Reihe von im einzelnen nicht gezeigten Rohrleitungen auf, nämlich Vorlauf Warmwasser, Rücklauf Warmwasser, Vorlauf Brauchwasser, Rücklauf Brauchwasser sowie Versorgungsleitungen für Öl oder Gas und/oder Leitungen für weitere alternative Energieversorgungen. Der im Schornstein 5 verbleibende Hohlraum dient einerseits zur Zuführung von vorgewärmter Verbrennungsluft zur neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12 und andererseits als zentrale Entlüftung von Abluft aus bestimmten Räumen des Gebäudes 1. Eventuelle Fehlmengen an Luft können über eine Luftzuführeinrichtung, wie bspw. ein Gebläse, ausgeglichen werden. Die Luftzuführeinrichtung kann in das Fußstück integriert oder aber auch im Aufstellungsraum der alten Wärmeerzeugungseinrichtung vorgesehen sein. In jedem Falle sollte im Mauerwerk zwischen dem Aufstellungsraum und dem Schornstein eine Luftdurchlaßöffnung vorgesehen sein. Verbrennungs-Zuluft kann aber auch ohne weiteres von außen, aus dem Dachgeschoß oder den einzelnen Räumen des Gebäudes 1 gezogen werden. Letzteres setzt voraus, daß die einzelnen Räume über entsprechende Entlüftungsöffnungen mit dem Schornstein 5 in Verbindung stehen.

Das Fußstück 9 dient zur Verbindung der Rohrleitungen des Mittelstücks 10 mit der alten vorhandenen Verteilung. Bei dem Fußstück 9 handelt es sich vorliegend also um ein Anschluß- bzw. Kopplungsteil der neuen Rohrleitungen des Mittelstücks 10 mit den alten vorhandenen Rohrleitungen des Rohr-Verteilungssystems. Bei dem Kopfstück 11 handelt es sich hingegen um das Verbindungs- oder Kupplungsteil des Schornsteins 5 zu der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12, die vorzugsweise ebenfalls von oben, d. h. über die Öffnung 8 einsetzbar ist. Im Kopfstück 11 ist vorzugsweise ein Aufnahmeadapter für die neue Wärmeerzeugungseinrichtung 12 vorgesehen. Hierbei kann es sich bei einer konstruktiv besonders einfachen Ausführungsform um einen umlaufenden Flansch oder Winkel handeln, der zur Lagerung und Abstützung der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12 dient. Das Kopfstück 11 kann form- und/oder reibschlüssig in, an oder auf den Schornstein 5 ein-, an- bzw. aufgesetzt werden.

Bei der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12 kann es sich wiederum um eine solche handeln, die der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung 4 von der Art des Energieträgers her entspricht. Ein Vorteil der Erfindung liegt aber auch darin, daß die Wahl des Energieträgers für die neue Wärmeerzeugungseinrichtung 12 unabhängig vom alten Energieträger ist. Es ist somit ohne weiteres eine Umstellung des Energieträgers möglich.

An der Unterseite der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12 sind Anschlüsse und zwar vorzugsweise Schnellverbindungen für die Rohrleitungen des Mittelstücks 10 vorgesehen. Hierdurch kann in besonders einfacher und schneller Art und Weise die neue Wärmeerzeugungseinrichtung 12 angeschlossen oder bei einem erforderlichen Austausch ausgetauscht werden. Zweckmäßig ist es in diesem Zusammenhang auch, wenn die neue Wärmeerzeugungseinrichtung 12 höhenverstellbar ist und beispielsweise höhenverstellbare Füße aufweist. Hierdurch kann gegebenenfalls der Anschluß erleichtert werden.

Das Verbund-Rohrleitungssystem 7, das isolierte längenvariable Rohrleitungen aufweist, kann vorgefertigt, d. h. an einem Stück über einen Kran in den ehemaligen Schornsteinschacht bis zur alten Verteilung, also vorliegend bis ins Kellergeschoß KG geführt werden. Dort wird das Verbund-Rohrleitungssystem 7 mit der vorhandenen Anlage verbunden. Eine spätere Trennung der alten und der neuen Anlage ist aber auch an dieser Stelle jeder Zeit möglich.

Wie bereits zuvor erwähnt worden ist, kann das Verbund-Rohrleitungssystem 7 an einem Stück, also mit Kopfstück 11, Mittelstück 10 und Fußstück 9 über den Schornstein 5 eingesetzt werden. Dies ist vergleichsweise zeitsparend. Es ist aber auch möglich, die einzelnen Rohrleitungen Stück für Stück zu verlängern. Nach der Verlegung bzw. Anordnung des Verbund-Rohrleitungssystems 7 wird die neue Wärmeerzeugungseinrichtung 12 auf dem Kopfstück 11 angeordnet bzw. montiert und angeschlossen. Dieser Zustand ist in Fig. 4 dargestellt. Die neue Wärmeerzeugungseinrichtung 12 kann aber auch gleichzeitig mit dem Verbund-Rohrleitungssystem 7 und zwar schon mit diesem gekoppelt montiert werden.

Nach dem Anschluß der Wärmeerzeugungseinrichtung 12 an das Verbund-Rohrleitungssystem 7 wird ein neuer Schornsteinkopf 14 auf bzw. über den neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12 und das Kopfstück 11 gesetzt. Bei dem neuen Schornsteinkopf 14 handelt es sich um eine abnehmbare Haube oder Verkleidung, die vorzugsweise wärmeschallgedämmt und/oder feuergeschützt ist. Zweckmäßigerweise läßt der neue Schornsteinkopf 14 die Bedienungselemente der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12 zum Dachinnenraum hin frei, so daß diese vom Dachgeschoß DG her ohne weiteres betätigt werden können. Im übrigen dichtet der neue Schornsteinkopf 14 natürlich gegenüber der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12 ab, so daß die bei der Verbrennung entstehenden Ab-/Rauchgase ausschließlich nach oben hin abgeführt werden. Nach Einsetzen des neuen Schornsteinkopfes 14 wird der verbliebene Spalt zwischen dem Dach 2 und dem neuen Schornsteinkopf 14 abgedichtet.

Ein eventuell erforderlicher Warmwasserspeicher 13 kann in unmittelbarer Nähe der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung 12, d. h. auf dem Dachgeschoß DG angeordnet werden, wie dies beispielsweise in Fig. 5 dargestellt ist oder aber am Platz der alten Wärmeerzeugungseinrichtung 3 im Kellergeschoß KG, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. In Fig. 7 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der wenigstens ein weiterer Warmwasserspeicher 15 vorgesehen ist. Dieser ist platzsparend direkt unterhalb des Firstes angeordnet oder kann auch in die Dachkonstruktion integriert sein. Wichtig ist, daß der wenigstens eine Warmwasserspeicher 15 auch bei herkömmlichen Wärmeerzeugungsvorrichtungen verwendet werden kann.

Nach Wegfall der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung 3 ist jedenfalls Platz für weitere Wasser-/Warmwasserspeicher vorhanden. Dieser Platz kann auch für zusätzlich alternative Energieumwandlungseinrichtungen verwendet werden.

Auf dem gleichen erfindungsgemäßen Grundprinzip beruht das im Patentanspruch 13 angegebene Verfahren, wonach beansprucht ist ein Verfahren zum Einbau einer zentralen Wärmeerzeugungseinrichtung in ein Gebäude, wobei die Wärmeerzeugungseinrichtung zur Versorgung des Gebäudes vorgesehen ist, wobei das Gebäude einen Schornstein- oder Installationsschacht mit einem Zug aufweist, der durch das Gebäude hindurchgeführt ist, wobei die Wärmeerzeugungseinrichtung mit einem fest installierten, Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen aufweisenden Verteilungssystem gekoppelt ist, wobei der Schornstein- oder Installationsschacht im Dachbereich endet und die Wärmeerzeugungseinrichtung auf das Ende des Schornstein- oder Installationsschachtes derart aufgesetzt oder in diesen derart eingesetzt wird, daß die Wärmeerzeugungseinrichtung zumindest teilweise anstelle eines Kopfes des Schornstein- oder Installationsschachtes ins Freie geführt ist, und wobei zumindest ein Teil der Verbrennungs-Zuluft aus wenigstens einem Raum des Gebäudes über den Schornstein- oder Installationsschacht angesogen wird.

Bei dem zuvor genannten Einbauverfahren, das an sich den Ersteinbau einer Wärmeerzeugungseinrichtung nach dem erfindungsgemäßen Grundgedanken betrifft, nämlich Aufsetzen der Wärmeerzeugungseinrichtung auf das Ende des innerhalb des Dachinnenraumes befindlichen des Schornstein- oder Installationsschachtes und Ansaugen zumindest eines Teil der Verbrennungs-Zuluft über den Schacht aus wenigstens einem Raum des Gebäudes, werden letztlich genau die Vorteile erreicht, die zuvor bereits genannt worden sind. Die genannten Vorteile ergeben sich im übrigen auch bei dem im Patentanspruch 14 beanspruchten Gebäude, wobei dieser Patentanspruch nun gerichtet ist auf ein Gebäude mit einer im Dachbereich angeordneten zentralen Wärmeerzeugungseinrichtung zur Versorgung des Gebäudes, mit einem Schornstein- oder Installationsschacht, der durch das Gebäude hindurchgeführt ist, mit einem fest installierten, Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen aufweisenden Verteilungssystem, das mit der Wärmeerzeugungseinrichtung gekoppelt ist, wobei der Schornstein- oder Installationsschacht lediglich einen Zug aufweist, durch den das Verteilungssystem ausgehend von der Wärmeerzeugungseinrichtung geführt ist, wobei der Schornstein- oder Installationsschacht im Dachbereich endet und die Wärmeerzeugungseinrichtung auf das Ende des Schornstein- oder Installationsschachtes aufgesetzt oder in dieses eingesetzt ist, wobei die Wärmeerzeugungseinrichtung zumindest teilweise anstelle eines Kopfes des Schornstein- oder Installationsschachtes ins Freie geführt ist und wobei zumindest ein Teil der Verbrennungs-Zuluft aus wenigstens einem Raum des Gebäudes über den Schornstein- oder Installationsschacht angesogen wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Austausch einer in einem Gebäude (1) angeordneten alten, zentralen Wärmeerzeugungsvorrichtung (3) durch eine neue, zentrale Wärmeerzeugungseinrichtung (12), wobei die alte Wärmeerzeugungsvorrichtung (3) und die neue Wärmeerzeugungseinrichtung (12) jeweils zur Versorgung des Gebäudes (1) vorgesehen sind, wobei das Gebäude (1) einen Schornstein (5) und einen über das Dach überstehenden Schornsteinkopf (6) aufweist und wobei die alte Wärmeerzeugungsvorrichtung (3) außerhalb des Dachbereichs des Gebäudes (1) angeordnet und mit einem in dem Gebäude (1) bereits fest installierten, Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen aufweisenden Verteilungssystem gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schornsteinkopf (6) abgebaut wird, so daß das Ende des Schornsteins (5) im Dachbereich des Gebäudes (1) freiliegt, daß die neue Wärmeerzeugungseinrichtung (12) im Dachbereich des Gebäudes (1) auf das Ende des Schornsteins (5) aufgesetzt oder in dieses eingesetzt wird, daß die neue Wärmeerzeugungseinrichtung (12) mit dem im Gebäude (1) bereits vorhandenen Verteilungssystem gekoppelt wird und daß zur Kopplung der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung (12) mit dem vorhandenen Verteilungssystem ein separates Verbund-Leitungssystem (7) verwendet wird, das in den Schornstein eingesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das neue Verbund-Leitungssystem (7) von außerhalb des Gebäudes (1) von oben her insbesondere durch eine externe Hebeeinrichtung durch den Schornstein (5) eingesetzt wird, daß, vorzugsweise, die neue Wärmeerzeugungseinrichtung (12) von außerhalb des Gebäudes (1) von oben her insbesondere durch eine externe Hebeeinrichtung auf, an bzw. in den Schornstein (5) auf-, an- bzw. eingesetzt wird, und daß, vorzugsweise, der Schornsteinkopf (6) von außerhalb des Gebäudes (1) von oben her abgebaut und abtransportiert wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kopfstück (11) des neuen Verbund-Leitungssystems (7) mit dem Schornstein (5) verbunden wird, daß die neue Wärmeerzeugungseinrichtung (12) auf dem Kopfstück (11) angeordnet wird und daß das vorhandene Verteilungssystem von der alten Wärmeerzeugungsvorrichtung (4) getrennt wird und über ein Fußstück (9) des neuen Verbund-Leitungssystems (7) mit der neuen Wärmeerzeugungseinrichtung (12) gekoppelt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß über das Kopfstück (11) und die darauf angeordnete neue Wärmeerzeugungseinrichtung (12) eine Verkleidung insbesondere in Form eines neuen Schornsteinkopfes (14) gesetzt wird und daß der neue Schornsteinkopf (14) gegenüber dem Dach (2) abgedichtet wird.
  5. 5. Fußstück (9) eines Verbund-Leitungssystem (7) für eine zentrale Wärmeerzeugungseinrichtung (12) für ein Gebäude (1), zur Kopplung von Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen des Verbund-Leitungssystems (7) mit einem in dem Gebäude (1) bereits fest installierten, Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen aufweisenden Verteilungssystem, wobei, vorzugsweise, mit dem Fußstück (9) eine Luftzuführeinrichtung gekoppelt ist.
  6. 6. Verbund-Leitungssystem (7) für eine Wärmeerzeugungseinrichtung (12) für ein Gebäude (1), mit Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen, mit einem Kopfstück (11) zur Anordnung im Dachbereich des Gebäudes (1) auf, in oder an einem im Dachbereich endenden Schornstein (5) und mit einem Fußstück (9) nach Anspruch 5, wobei das Kopfstück (11) einen Aufnahmeabschnitt zur Anordnung bzw. zum Aufsetzen der Wärmeerzeugungseinrichtung (12) aufweist.
  7. 7. Verbund-Leitungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß längenvariable Rohrleitungen vorgesehen sind, insbesondere für Vorlauf Warmwasser, Rücklauf Warmwasser, Vorlauf Brauchwasser, Rücklauf Brauchwasser und/oder Versorgungsleitungen für Öl, Gas und/oder Leitungen für alternative Energieversorgungen.
  8. 8. Zentrale Wärmeerzeugungseinrichtung (12) für ein Gebäude (1), die zur Versorgung des Gebäudes (1) vorgesehen ist, zur Anordnung im Dachbereich des Gebäudes (1) auf, in oder an einem im Dachbereich endenden Schornstein (5), mit einem Verbund-Leitungssystem nach einem der Ansprüche 6 oder 7.
  9. 9. Wärmeerzeugungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Wärmeerzeugungseinrichtung (12) Anschlüsse für die Rohrleitungen und/oder die Versorgungsleitungen des Verbund-Leitungssystems (7) vorgesehen sind und daß, vorzugsweise, die Anschlüsse als Schnellanschlüsse ausgebildet sind.
  10. 10. Gebäude (1) mit einer zentralen Wärmeerzeugungseinrichtung (12) nach einem der Ansprüche 8 und 9.
  11. 11. Gebäude nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Raum des Gebäudes (1) wenigstens eine in den Schornstein (5) mündende Entlüftungsöffnung zum Ansaugen von Abluft aus dem Raum aufweist und daß, vorzugsweise, der Raum wenigstens eine nach außen - ins Freie - mündende Zuluftöffnung aufweist.
  12. 12. Gebäude nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Warmwasserspeicher (15) im Bereich des Dachfirstes oder in die Dachkonstruktion vorgesehen ist.
  13. 13. Verfahren zum Einbau einer zentralen Wärmeerzeugungseinrichtung in ein Gebäude, wobei die Wärmeerzeugungseinrichtung zur Versorgung des Gebäudes vorgesehen ist, wobei das Gebäude einen Schornstein- oder Installationsschacht mit einem Zug aufweist, der durch das Gebäude hindurchgeführt ist, wobei die Wärmeerzeugungseinrichtung mit einem fest installierten, Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen aufweisenden Verteilungssystem gekoppelt ist, wobei der Schornstein- oder Installationsschacht im Dachbereich endet und die Wärmeerzeugungseinrichtung auf das Ende des Schornstein- oder Installationsschachtes derart aufgesetzt oder in diesen derart eingesetzt wird, daß die Wärmeerzeugungseinrichtung zumindest teilweise anstelle eines Kopfes des Schornstein- oder Installationsschachtes ins Freie geführt ist, und wobei zumindest ein Teil der Verbrennungs-Zuluft aus wenigstens einem Raum des Gebäudes über den Schornstein- oder Installationsschacht angesogen wird.
  14. 14. Gebäude mit einer im Dachbereich angeordneten zentralen Wärmeerzeugungseinrichtung zur Versorgung des Gebäudes, mit einem Schornstein- oder Installationsschacht, der durch das Gebäude hindurchgeführt ist, mit einem fest installierten, Rohrleitungen und/oder Versorgungsleitungen aufweisenden Verteilungssystem, das mit der Wärmeerzeugungseinrichtung gekoppelt ist, wobei der Schornstein- oder Installationsschacht lediglich einen Zug aufweist, durch den das Verteilungssystem ausgehend von der Wärmeerzeugungseinrichtung geführt ist, wobei der Schornstein- oder Installationsschacht im Dachbereich endet und die Wärmeerzeugungseinrichtung auf das Ende des Schornstein- oder Installationsschachtes aufgesetzt oder in dieses eingesetzt ist, wobei die Wärmeerzeugungseinrichtung zumindest teilweise anstelle eines Kopfes des Schornstein- oder Installationsschachtes ins Freie geführt ist und wobei zumindest ein Teil der Verbrennungs-Zuluft aus wenigstens einem Raum des Gebäudes über den Schornstein- oder Installationsschacht angesogen wird.
  15. 15. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeerzeugungseinrichtung (12) eine abnehmbare Verkleidung aufweist, die vorzugsweise von der äußeren Form her als Schornsteinkopf (14) ausgebildet ist und daß, vorzugsweise, die Verkleidung wärme-, schallgedämmt und/oder feuergeschützt ist.






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