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Dokumentenidentifikation DE19813079C1 05.01.2000
Titel Vorrichtung zum Schärfen von Schneidwerkzeugen
Anmelder Krause, Georg, 31141 Hildesheim, DE;
Wolf, Karlheinz, Dr.-Ing., 06193 Sennewitz, DE;
Große, Hartmut, 06193 Nauendorf, DE
Erfinder Krause, Georg, 31141 Hildesheim, DE;
Wolf, Karlheinz, Dr.-Ing., 06193 Sennewitz, DE;
Große, Hartmut, 06193 Nauendorf, DE
Vertreter Leinung, G., Dipl.-Jur., Pat.-Anw., 39108 Magdeburg
DE-Anmeldedatum 25.03.1998
DE-Aktenzeichen 19813079
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse B24D 15/06
IPC-Nebenklasse B24D 15/08   B24B 3/36   B26D 7/12   
IPC additional class // B24B 3/54  
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schärfen von Schneidwerkzeugen, insbesondere von Schneiden und Klingen handelsüblicher Handmesser.
Die Vorrichtung besteht dabei aus zwei oder mehreren metallischen und magnetischen Gleitelementen 1, die zueinander derart angeordnet sind, daß sich zwischen den Gleitelementen 1 eine Führung 7 ausbildet, die in eine mit geriffelten Flächen 4 versehene Aktivierungszone übergeht, dem sich ein Haarspalt 11 anschließt, der in einen Spanraum 10 mündet.
Die Gleitelemente 1 sind dabei bevorzugterweise aus einem metallischen Gehäuse 3 ausgebildet, in dem Füllkörper 8 und magnetische Kerne 2 angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schärfen von Schneidwerkzeugen, insbesondere von Schneiden und Klingen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Vorrichtungen und auch Geräte zum Schärfen von Schneiden, vorzugsweise von Messern, sind in einer Vielzahl bekannt, welche in ihrem Grundaufbau so ausgebildet sind, daß zwei Schleifkörper in bestimmter Art und Weise zueinander gepaart in einem Gehäuse angeordnet sind und zwischen den beiden Schleifkörpern sogenannte Schleifschlitze vorhanden sind, durch die die zu schärfenden Klingen oder Messer gezogen werden.

So beschreibt die DE 83 36 598 U1 ein Schärfgerät zum Schärfen einer Schneide von Handmessern, insbesondere Haushaltsmessern oder dergleichen, mit einer etwa v-förmigen Aufnahme für die Klinge des Handmessers und einem freiliegenden Gehäuse, wobei die Aufnahme durch zwei sich kreuzende, in benachbarten und etwa parallelen Ebenen liegende Wetzglieder gebildet ist, von denen zumindest eines unter Überwindung einer Rückstellkraft durch Ausübung von Druck mit dem Handmesser unter Verlagerung der etwa v-förmigen Aufnahme innerhalb einer dieses Wetzgliedes enthaltenen Ebene verschiebbar gelagert ist, bei dem mindestens ein verschiebbares Wetzglied um eine quer zu seiner Verschiebeebene gerichtete Schwenkachse schwenkbeweglich in einem Gehäuse gelagert ist und die Rückstellkraft von mindestens einer Feder erzeugt wird.

Mit der DE 43 41 872 C2 ist ein manueller Messerschärfer mit zwei gleichachsig einander gegenüberstehenden Wetzscheiben bekannt geworden, die zueinander einen etwa v-förmigen Ringspalt bilden und in einem Gehäuse drehbar gelagert sind und in ihrer Lagerung so ausgebildet sind, daß die Drehbewegung der Wetzscheiben durch eine willkürlich lösbare, festlegbare Arretierung vom Gehäuse her blockiert werden kann.

Die Wetzscheiben selbst sind über eine Federkraft axial zueinander verschiebbar in dem Gehäuse gelagert, und die Wetzscheiben sind an sich in bekannter Weise aus einem keramischen Schleifmaterial hergestellt.

Mit der vorgesehenen Blockiereinrichtung für die Wetzscheiben soll beim Hindurchziehen einer Messerklinge die Möglichkeit gegeben sein, dieser Messerklinge einen Grobschliff zu verleihen, dem dann bei Drehbewegung der Wetzscheiben und einem weiteren Hindurchziehen der Messerklinge ein Feinschliff folgen soll.

Mit den bekannten Lösungen können Klingen oder auch Schneiden entsprechend nachgeschliffen werden, nachteilig ist jedoch dabei, daß die nachgeschliffenen Schneiden, infolge der eingesetzten Wetz- oder auch Schleifscheiben keine exakte glatte Oberfläche besitzen, sondern die Schneiden im weitesten Sinne mit einem Grat ein- oder auch zweiseitig ausgebildet sind, was sich insbesondere beim Schneiden von Lebensmitteln in hygienischer Sicht nachteilig auswirkt, da beim Gebrauch derart nachgeschliffener Schneiden oder Klingen Metallteilchen in das Schneidgut gelangen können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Schärfen von Schneidwerkzeugen, insbesondere von Schneiden und Klingen, zu entwickeln, mit der handelsübliche Handmesser geschärft werden können, die Schneiden und Klingen durch die Beseitigung der Unebenheiten auf ihren Oberflächen geglättet werden, ohne daß das Schneidgut durch anfallenden Abrieb von metallischen oder nichtmetallischen Stoffen der Klingen und Schleifkörper verunreinigt wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungen und besondere Gestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Nach der Erfindung wurde eine Vorrichtung zum Schärfen von Schneidwerkzeugen, insbesondere von Schneiden und Klingen für vorzugsweise Handmesser geschaffen, bei der als Schärf- oder Wetzkörper metallische Gleitelemente zum Einsatz kommen, die in ihrem Inneren mit einem magnetischen Kern ausgebildet sind, die von einem metallischen Gehäuse mit einer harten und sehr glatten Oberfläche umschlossen werden und die Gleitelemente im Bereich des Schärfens, des Abziehens und des Aktivierens der zu behandelnden Schneiden und Klingen mit geriffelten Flächen ausgebildet sind.

Die so magnetisch ausgebildeten Gleitelemente sind formschlüssig in einer Aufnahme gelagert, und zwar in der Art, daß die Gleitelemente mit entgegengesetzten Polen zueinander gepaart sind und die Gleitelemente mit einem axialen Spiel angeordnet sind.

Ferner ist vorgesehen, daß die Gleitelemente verschiedenartig gestaltete Formen aufweisen können, wobei kreis- oder quaderförmige Ausbildungen der Gleitelemente von Vorteil sind und diese Gleitelemente an ihren äußeren Umfängen mit einer bestimmten Schräge ausgeführt sind, die in einen Haarspalt übergehen, welcher in einen darunter befindlichen Spanraum mündet. Dieser Spanraum wird aus ringförmigen oder geraden Aussparungen gebildet, die auf den zueinander gerichteten Stirnflächen der Gleitelemente eingearbeitet sind.

Infolge der am äußeren Umfang der Gleitelemente vorgesehenen Schrägen ergibt sich ein v-förmiger Einschnitt, in dem die zu schärfenden Schneiden oder Klingen eingesetzt und durch diesen Spalt, quer zur Lagerung der Gleitelemente, gezogen werden.

Dabei ist wesentliches Merkmal der Erfindung, daß die Magnetkraft der beiden Gleitelemente so ausgeführt ist, daß beim Hindurchziehen der Schneiden oder Klingen durch die Gleitelemente diese in einem geringen Maße axial nach außen verschoben werden können.

Wesentlich ist auch, daß die Gleitelemente nicht nur paarweise, sondern auch mehrfach nebeneinander angeordnet sein können, dies in der Art und Weise, daß sich jeweils zwischen den benachbarten Gleitelementen die entsprechenden Spalten ausbilden können und die Stirnflächen der zueinander gepaarten Gleitelemente in logischer Folge eine entgegengesetzt gerichtete Polarität besitzen, wobei auch bei dieser Ausführung die Gleitelemente quer zur Schärf-/Abziehrichtung verschiebbar sind, somit ein notwendiger Spalt zwischen den eingesetzten Gleitelementen erzeugt wird, durch den die zu schärfenden Klingen oder Schneiden gezogen werden.

Dabei ist vorgesehen, daß die eingesetzten Gleitelemente aus einem magnetischen und metallischen Material bestehen oder dergestalt ausgebildet sind, daß im Inneren der Gleitelemente ein magnetischer Kern vorgesehen ist, welcher jeweils von einer metallischen Hülle umgeben wird, in Anzugrichtung der zu aktivierenden Schneiden oder Klingen liegen, wobei durch das manuelle Hin- und Herbewegen des zu schärfenden Messers durch diesen Spalte infolge der Oberflächenbeschaffenheit der Gleitelemente und der vorgesehenen geriffelten Flächen die Schneiden geschärft und abgezogen, also aktiviert, werden.

Die eingesetzten Gleitelemente sind zwar formschlüssig gelagert und in axialer Richtung verschiebbar, aber ansonsten als feststehende Körper ausgebildet.

Die Vorteile der neuen Lösungen liegen insbesondere darin, daß die Ausbildung der Gleitelemente eine kostengünstige Herstellung garantieren und der Aufbau der vorgestellten Vorrichtung zur Handhabung keiner fachmännischen Kenntnisse bedarf da die gesamte Vorrichtung beispielsweise als ein Handgerät ausgebildet werden kann und infolge seiner Gestaltung es lediglich geradliniger Bewegungen des Betätigenden bedarf, um die eingesetzten Schneiden oder Klingen zu "schärfen".

Bei dem "Schärfen" handelt es sich bei der Vorrichtung nicht im weitesten Sinne um einen Schärfvorgang in der üblichen Art, welcher immer dadurch gekennzeichnet ist, daß auf die Schneiden beidseitig Schärfvorrichtungen einwirken, die diese Schneide im weitesten Sinne "aufrauhen", und zwar in der Form, daß die Schneiden links- und rechtsseitig mit einem gewissen Grat versehen sind.

Dies wird mit der vorgestellten Lösung verhindert, da infolge der geradlinigen Bewegungen der zu schärfenden Schneiden oder Klingen und der Ausbildung der Gleitelemente eben keine Gratbildung an den Schneiden und Klingen erzeugt wird, sondern eine geradlinige Aufrichtung der Schneiden bzw. Klingen, somit eben diese zu bearbeitenden Schneiden und Klingen im Schneidbereich "aktiviert" werden.

Da bei diesem Aktivierungsvorgang die Schneiden weder nach links noch nach rechts "umgebogen" werden, wird somit den Ermüdungserscheinungen und dem Ermüdungsbruch in einem erheblichen Maße entgegen gewirkt. Dies wird sowohl durch die Anordnung und Ausbildung der Gleitelemente und durch die herrschenden Magnetkräfte in dem Schneidbereich erreicht.

Mit nachfolgendem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden.

Die dazugehörige Zeichnung zeigt in

Fig. 1 eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen Vorrichtung

Fig. 2 eine Ansicht nach Fig. 1

Fig. 3 eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach der Linie A-A in Fig. 1

Fig. 4 eine Mehrfachanordnung von Gleitelementen

Fig. 5 eine Ansicht einer als Handgerät ausgestalteten Vorrichtung

Fig. 6 eine weitere Ausbildungsmöglichkeit der Gleitelemente.

Aus der Darstellung der Fig. 1 ist in einer prinziphaften Widergabe der Gesamtaufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Schärfen von Schneidwerkzeugen, insbesondere von Klingen und Schneiden handelsüblicher Messer, ersichtlich.

Wesensmerkmal der neuen Lösung ist die paarweise Anordnung von zwei oder auch mehreren Gleitelementen 1, die über Bolzen 5 in einer Lagerung 6 Aufnahme finden und als Magnetkörper ausgebildet sind.

Die Gleitelemente 1 sind dabei formschlüssig auf den Bolzen 5 angeordnet und können in Achsrichtung der Bolzen 5 bewegt werden.

Die jeweils beiden Gleitelemente 1 einer Aktivierungsstufe sind dabei mit unterschiedlicher Polarität ausgebildet und so zueinander auf den Bolzen 5 gelagert, daß sich infolge ihrer entgegen gerichteten Polarität die beiden Gleitelemente 1 gegenseitig anziehen, wobei der Grad der Magnetkraft so gewählt ist, daß die Gleitelemente 1 im Funktionszustand auch voneinander trennbar sind. Im oberen Bereich sind die Gleitelemente 1 so gestaltet, daß sich beim paarweisen Einsatz die Führung 7 ausbildet, die in die Aktivierungszone übergeht und als eine geriffelte Fläche 4 ausgeführt ist. Unmittelbar im Grund der Aktivierungszone ist ein Haarspalt 11 ausgebildet, der in einen Spanraum 10 mündet.

Oberhalb der Führung 7 besitzen die Gleitelemente 1 jeweils eine nach außen gerichtete Schräge (9), die den v-förmigen Einführschlitz bilden.

Die unmittelbare Ausbildung und Lage der Aktivierungszone als eine geriffelte Fläche 4 wird in der Fig. 2 verdeutlicht, welche eine Schnittansicht nach Fig. 1 zeigt.

Diese Aktivierungszone erstreckt sich über die gesamte Länge eines jeden einzelnen Gleitelementes 1 und kann von ihrer Struktur, von ihrer Oberflächenbeschaffenheit, unterschiedlich gestaltet sein, um positiv auf die Aktivierung der zu schärfenden Klingen und Schneiden zu wirken.

Dies ist durch die unterschiedliche Gestaltung der Oberflächen im Bereich der Aktivierungszone realisierbar.

Ferner ergibt sich aus dieser Darstellung, daß die Gleitelemente 1 als Längskörper ausgebildet sind, wobei ihre tatsächliche Längenausbildung in Abhängigkeit von den handelsüblichen Handmessern abgeleitet wird, wodurch gleichzeitig ein weiterer Vorteil der Aktivierungsvorrichtung zum Tragen kommt, da durch die relativ lange Ausgestaltung des Schärf- bzw. Aktivierungsbereiches einmal eine sehr gute Führung der zu aktivierenden Klingen gegeben ist und andererseits gleichfalls der jeweilige Aktivierungsprozeß in seiner zeitlichen Folge beschleunigt wird.

Mit dieser Fig. 2 wird gleichfalls deutlich, wie die einzelnen Bereiche der Gleitelemente 1 ausgebildet und aneinandergefügt sind. So wird deutlich, wie der Einführungsschlitz 9 in die Fläche für den Führungsschlitz 7 übergeht, sich die Aktivierungszone, die geriffelte Fläche 4, anschließt, dem der Haarspalt 11 folgt und schließlich der Spanraum 10.

Wie bereits oben ausgeführt, sind die Gleitelemente 1 als Magnetkörper ausgebildet, was in unterschiedlicher Art und Weise möglich ist.

So können die Gleitelemente 1 aus einem metallischen magnetisierbaren Werkstoff bestehen, die insbesondere im Bereich der Aktivierungszone eine sehr harte Oberfläche besitzen.

Eine weitere erfindungsgemäße Ausbildung der Gleitelemente 1 zeigt die Fig. 3, aus der ersichtlich ist, daß die Gleitelemente 1 als jeweils ein Körper ausgebildet sind, die allerdings im oberen und unteren Bereich verschiedenartig gestaltet sind.

Sowohl der obere als auch der untere Teil der Gleitelemente 1 ist dabei in einem metallischen Gehäuse 3 angeordnet, welches auch als Ummantelung bezeichnet werden kann. Im oberen Bereich der Gleitelemente 1, im Bereich der Führung 7, sind die Gleitelemente 1 mit einem Füllkörper 8 ausgerüstet, während der untere Bereich als magnetischer Kern 2 ausgebildet ist. Auch bei dieser Ausführung ist der Grund der Führung 7 als Aktivierungszone in Form der geriffelten Fläche 4 ausgebildet, dem der Haarspalt 11 folgt, der in den Spanraum 10 mündet.

Die in den Gleitelementen 1 eingebrachten Füllkörper 8 können dabei verschiedenartig strukturiert und ausgebildet sein, so können als Füllkörper 8 Kunststoffe verwendet werden, aber auch andere Materialien, so beispielsweise mineralische Füllstoffe.

Die eingesetzten magnetischen Kerne 2 sind als Permanentmagnete ausgebildet, wobei auch der Einsatz von Elektromagneten möglich ist, dies kann vorteilhafterweise dann der Fall sein, wenn diese Vorrichtung zum Aktivieren von Schneidwerkzeugen als eine stationäre Einrichtung ausgebildet ist.

Bei seiner Ausführung als Handgerät, wie in der Fig. 5 gezeigt, sind die magnetischen Kerne 2 als Permanentmagnete ausgebildet, was funktionsbedingt erforderlich ist. Das gezeigte Handgerät besitzt zu seiner Aufnahme den Handgriff 12, der nach oben hin durch ein Schutzschild 13 abgeschlossen ist. Oberhalb des Schutzschildes 13 sind die Gleitelemente 1 vorgesehen, die über die Bolzen 5 und das Lager 6 zum Handgerät befestigt sind.

Zur Funktionsweise der Vorrichtung wird ausgeführt, daß infolge der Magnetkräfte der Gleitelemente 1 diese zueinander verspannt sind, aneinander liegen und sich infolge der Ausbildung der Gleitelemente 1, der v-förmige Einführschlitz 9 sowie die Führung 7 und die Aktivierungszone herausbilden. Der Schärf- bzw. Abziehvorgang läuft nun so ab, daß die zu aktivierenden Schneiden oder Klingen in ihren Längsrichtungen durch die Aktivierungszone, an den geriffelten Flächen 4, gezogen werden. Je nach Andruckskraft der zu aktivierenden Klingen oder Schneiden dringen diese in die Aktivierungszone ein und überwinden dabei die Magnetkräfte der beiden Gleitelemente 1, so daß der bereits vorhandene Haarspalt 11 vergrößert werden kann. Beim Aktivierungsvorgang fallen sowohl kleinste Spannmengen oder auch Abrieb an, die infolge der magnetisierten Gleitelemente 1 an diesen festhalten und über den Haarspalt 1 in den Spanraum 10 abgeführt werden, was über den Ziehvorgang bzw. die Gleitbewegung der jeweiligen Klinge erfolgt.

Die geriffelten Flächen 4 im Bereich der Aktivierungszone sind dabei mit einer besonderen Oberflächenhärte ausgebildet, deren Werte im Bereich von ca. 65 HRC liegen. Während des Schärf- bzw. Abziehvorganges werden im weitesten Sinne die eingesetzten Schneiden und Klingen in ihrem vorderen Bereich aufgerichtet, diese behandelten Schneiden und Klingen besitzen entsprechend scharfe Schneiden, die eine saubere Oberfläche besitzen und gegenüber herkömmlichen Verfahren keine Schleifrillen oder -spuren bzw. Kratzer aufweisen. Eventuell anfallende Späne oder Abrieb werden unmittelbar abgeführt, was sich sehr positiv auf das Schneidgut, insbesondere aus lebensmittel-hygienischer Sicht, auswirkt, was noch dadurch unterstützt wird, daß die vorgestellte Einrichtung sehr leicht zu reinigen ist.

Dies erfolgt in der Art und Weise, daß die eingesetzten Gleitelemente 1 durch axiales Abziehen von den Bolzen 5 aus der Lagerung 6 entfernt werden, somit alle Teile allseitig zugänglich sind und gereinigt werden können, um danach wieder auf den Bolzen 5 angeordnet zu werden.

In der Fig. 4 ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aktivierungsvorrichtung vorgestellt. Gezeigt ist eine Mehrfachanordnung von Gleitelementen 1 zu einer Einheit. Dargestellt sind drei zueinander angeordnete Gleitelemente 1, wobei es auch denkbar ist, diesen Aufbau durch ein weiteres Gleitelement 1 zu komplettieren.

Die hier eingesetzten Gleitelemente 1 sind in Ihrem Aufbau und ihrer Gestaltung analog denen der bereits beschriebenen Gleitelemente 1 ausgebildet. Dies bedeutet, daß die zueinander gepaarten Gleitelemente 1 jeweils eine entgegengesetzte Polarität in ihren magnetischen Kernen 2 besitzen und sich jeweils zwischen den benachbarten Gleitelementen 1 die v-förmigen Einführungsschlitze 9, die Führungen 7, die Aktivierungszonen herausbilden und gleichfalls zwischen den Gleitelementen 1 die Haarspalte 11 und die Spannräume 10 vorhanden sind.

Eine derartige Anordnung von drei bzw. weiteren Gleitelementen 1 ist vorteilhaft und sinnvoll, da die geriffelten Flächen 4 in den Aktivierungszonen zwischen jeweils zwei Gleitelementen 1 mit unterschiedlichen Oberflächengestaltungen ausgebildet sein können, wodurch sich somit unterschiedliche Aktivierungszonen ergeben. So kann über die erste Aktivierungszone eine gewisse Vorschärfung erreicht werden, während in der nachfolgenden Aktivierungszone ein Abziehen und ein Aufrichten der Schneide abläuft.

Aus der Fig. 6 ergibt sich eine weitere Ausbildungsmöglichkeit der Gleitelemente 1. Es ist gezeigt, daß die geriffelten Flächenteile 4 im weitesten Sinne umfangseitig auf den inneren Stirnflächen der Gleitelemente 1 angebracht sind. Dies in der Art und Weise, daß die Oberflächenstrukturen der geriffelten Flächen 4 unterteilt sind in die Bereiche grob, mittel und fein.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Schärfen von Schneidwerkzeugen, insbesondere von Schneiden und Klingen handelsüblicher Messer, mit zwei gleichachsig einander gegenüberstehenden und zwischen sich einen nach außen zu erweiternden, annähernden v-förmigen Ringspalt bildenden Schleifkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkörper aus zwei oder mehreren metallischen und magnetisierten Gleitelementen (1) bestehen, die an ihren äußeren Innenkanten einseitig je eine Schräge (9) aufweisen, die in einen Führungsschlitz (7) übergehen, die Gleitelemente (1) je eine geriffelte Fläche (4), die Schleifzone bildend, besitzen, ein sich daran anschließender Haarspalt (11) sowie ein sich daran anschließender Spanraum (10) vorgesehen sind und die Gleitelemente (1) mit entgegengesetzt gerichteten Magnetpolen zueinander gefügt, auf Bolzen (5) in einer Lagerung (6) formschlüssig und in Achsrichtung des Bolzens (5) verschiebbar angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitelemente (1) aus einem metallischen Gehäuse (3) bestehen, in dem Füllkörper (8) und ein magnetischer Kern (2) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitelemente (1) über die Bolzen (5) und ihre Lagerung (6) zu einem Handgerät derart ausgebildet sind, daß sie über ein Schutzschild (13) an einem Handgriff (12) befestigt sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem metallischen Gehäuse (3) angeordneten magnetischen Kerne (2) als Permanentmagnete ausgebildet sind.






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