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Dokumentenidentifikation DE19819078C1 05.01.2000
Titel Sammelfahrzeug, insbesondere für Abfälle und Wertstoffe
Anmelder AREG Abfall-Recycling-Entsorgungs Gesellschaft mbH, 94127 Neuburg, DE
Erfinder Achatz, Maximilian, 94244 Teisnach, DE
Vertreter Matschkur und Kollegen, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 29.04.1998
DE-Aktenzeichen 19819078
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse B65F 3/04
Zusammenfassung Sammelfahrzeug, insbesondere für Abfälle und Wertstoffe, mit einem Sammelcontainer zur Aufnahme des Sammelguts und einer Seitenladereinrichtung, mittels welcher ein das Sammelgut beinhaltendes Behältnis anhebbar und in den Container entleerbar ist, wobei der Sammelcontainer ein wechselbarer Container mit einer integrierten Preßeinrichtung ist, und die Seitenladereinrichtung für eine über ein manuell bedienbares Steuermittel steuerbaren vollautomatischen Betrieb ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sammelfahrzeug, insbesondere für Abfälle und Wertstoffe, mit einem Sammelcontainer zur Aufnahme des Sammelguts und einer Seitenladereinrichtung, mittels welcher ein das Sammelgut beinhaltendes Behältnis anhebbar und in den Container entleerbar ist.

Solche Sammelfahrzeuge sind hinreichend bekannt und kommen insbesondere zum Sammeln von Hausmüll, Biomüll oder Altpapier zum Einsatz. Auf dem Fahrzeugrahmen befindet sich ein fest angebrachter Container, an dessen in Fahrtrichtung gesehen hinterer Seite die Aufnahmen für die das Sammelgut beinhaltenden Behältnisse, beispielsweise die Mülltonnen, angeordnet sind. Daneben sind auch Sammelfahrzeuge mit einer Seitenladereinrichtung bekannt, welche an einer der Fahrzeugseiten angeordnet ist. Mittels dieser Einrichtung kann das Behältnis seitlich angehoben und in den Container entleert werden. Auch hier kommt ein fest montierter Container zum Einsatz. Dies ist jedoch insoweit nachteilig, als das System insgesamt unflexibel ist, da nach Beendigung der Sammelfahrt das Fahrzeug erst die Entleerungsstation anfahren muß, wo der Container beispielsweise durch auskippen entleert wird. Erst anschließend kann die nächste Sammelfahrt erfolgen. Insgesamt ist die Arbeitsweise bekannter Sammelfahrzeuge unbefriedigend.

In DE 195 20 466 A1 ist ein Sammelfahrzeug zum Aufnehmen von in Behältern befindlichem Sammelgut beschrieben, welches ein Hebezeug in Form eines Krans aufweist, mit welchem die igluartigen Sammelbehälter von oben gegriffen und durch seitliches Anheben und Schwenken über die Ladeöffnung des Containers gebracht, entleert und anschließend wieder abgestellt werden. Weiterhin ist ein Sammelfahrzeug aus DE 94 17 594 U1 bekannt, bei dem das Sammelgut ebenfalls von oben mittels eines Hebezeugs in den eine integrierte Presseinrichtung aufweisenden Container eingebracht wird. Schließlich beschreibt US-PS 5 720 589 ein Sammelfahrzeug mit einer Seitenladeeinrichtung zum Greifen eines Sammelbehältnisses, welches seitlich am Fahrzeug in einer vertikal zur Fahrzeuglängsachse erfolgenden Schwenkbewegung nach oben gefördert und in den Container entleert wird.

Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Sammelfahrzeug anzugeben, das ein effizientes wie einfaches Arbeiten zuläßt.

Zur Lösung dieses Problems ist ein Sammelfahrzeug gemäß Patentanspruch 1 vorgesehen.

Das erfindungsgemäße Sammelfahrzeug weist vorteilhaft einen wechselbaren Container auf, was es ermöglicht, den vollen Container, in dem das Sammelgut bereits mittels der integrierten Preßeinrichtung kompaktiert ist, einfachst abzuladen und einen neuen, leeren Container aufzunehmen, so daß sofort die nächste Sammelfahrt gestartet werden kann. Das System ist damit wesentlich flexibler als bekannte Systeme. Ein effizienteres Arbeiten ist möglich, da sofort ein leerer Container zur Verfügung steht. Die integrierte Preßeinrichtung ermöglicht ein hinreichendes containerseitiges Kompaktieren, so daß bedingt durch die schnelle Verfügbarkeit wesentlich mehr Sammelgut pro Zeiteinheit aufgenommen werden kann. Die vollautomatische Seitenladereinrichtung ermöglicht darüber hinaus ein einfaches und schnelles Greifen und Entleeren des Behältnisses, wobei die Bedienung der elektronisch gesteuerten Seitenladereinrichtung zweckmäßigerweise mittels eines mit einer elektronischen Steuerung kommunizierenden Joysticks, der bevorzugt im Fahrerhaus angeordnet ist, erfolgen kann, eine einfache Ein-Mann- Bedienung ist somit möglich.

Zum Wechseln des Containers kann erfindungsgemäß fahrzeugseitig ein Abrollsystem vorgesehen sein, der Sammelcontainer selbst kann als Preßeinrichtung ein Preßschild oder eine Pendelklappe aufweisen.

Wie beschrieben sind Seitenladereinrichtungen bekannt. Diese arbeiten entweder derart, daß das Behältnis zur Fahrzeugseitenwand zu bringen ist und an der Seitenladereinrichtung zu befestigen ist. Eine andere die Seitenladereinrichtung besitzt einen teleskopisch ausfahrbaren Greifarm, der seitlich ausgefahren werden kann und an dem das Behältnis befestigt werden kann, welches anschließend an das Fahrzeug herangezogen und vertikal nach oben in den Bereich der Containerbefüllöffnung gefördert wird. Diese Seitenladereinrichtung ist einerseits höchst kompliziert in ihrem Aufbau, zum anderen in Ihrer Arbeitsweise umständlich. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Seitenladereinrichtung als am Fahrzeug schwenkbar gelagerter Lagerarm ausgebildet ist, der erfindungsgemäß einen am Fahrzeug schwenkbar gelagerten ersten Arm und einen an diesem schwenkbar gelagerten zweiten Arm aufweist, an welchem eine Behältnisaufnahme schwenkbar gelagert ist. Der erfindungsgemäß verwendete Ladearm arbeitet nach Art eines Roboterarmes, seine Komponenten sind vorteilhaft gegeneinander verschwenkbar. Mit diesem einfach aufgebauten Ladearm ist es möglich, einerseits weit entfernt vom Fahrzeug stehende Behältnisse zu greifen, da der Arm entsprechend ausgefahren werden kann, zum anderen kann das Behältnis ohne Problem durch entsprechendes Verschwenken der Arme gegeneinander nach oben gefördert und abgekippt werden.

Wenngleich es möglich ist, den Ladearm so zu bedienen, daß der eigentliche Schwenkbereich und damit auch der Bewegungsbereich des Behältnisses außerhalb der Fahrzeugsilhouette liegt, hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn erfindungsgemäß der Ladearm im Bereich zwischen der Rückwand des Fahrerhauses und der Vorderwand des Containers angeordnet und dazwischen einschwenkbar ist. Diese vorteilhafte Erfindungsausgestaltung ermöglicht es, das Behältnis an das Fahrzeug heranzuziehen und direkt am Fahrzeug nach oben zu fördern, wobei die Arme des Ladearms innerhalb des Fahrzeugumrisses verschwenkt werden. Zur Ermöglichung des Verschwenkens der Ladearmteile gegeneinander ist erfindungsgemäß im Bereich jedes Schwenklagers jeweils ein separat steuerbarer Schwenkmotor vorgesehen, wozu sich ein Hydraulikmotor oder ein Pneumatikmotor, beispielsweise in Form von Kolben-Zylinder-Einheiten oder ein zweifach wirkender Hydraulikzylinder, oder aber ein Elektromotor eignen.

Insbesondere dann, wenn der Ladearm im Bereich zwischen Fahrerhaus und Containervorderwand einschwenkbar ist, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn am zweiten Arm ein dritter Arm schwenkbar angeordnet ist, der im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des zweiten Arms steht oder aber einen entsprechenden Abstand aufweist, wobei die Behältnisaufnahme derart am dritten Arm angeordnet ist, daß sie bezüglich des zweiten Arms seitlich versetzt ist. Mit dieser Erfindungsausgestaltung wird erreicht, daß das Behältnis in die Befüllöffnung des Containers eingekippt werden kann, welche - in Fahrtrichtung gesehen - hinter dem Ladearm angeordnet ist, was den seitlichen Versatz erfordert. Die Behältnisaufnahme selbst kann lösbar am zweiten, gegebenenfalls am dritten Arm angeordnet sein, um sie gegen eine andere austauschen zu können, beispielsweise dann, wenn andere Behältnistypen zu bewegen sind.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann vorgesehen sein, daß der Ladearm am Fahrzeug drehbar angeordnet ist, so daß er von einer Seite zur anderen bewegbar ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht ein beidseitiges Aufnehmen eines Behältnisses, was insoweit häufig erforderlich ist, als die Behältnisse, beispielsweise Hausmülltonnen, in der Regel links und rechts am Straßenrand stehen. Bei starrer Anordnung des Ladearms müßte dieser Abschnitt letztlich zweimal befahren werden, um sämtliche Behältnisse entleeren zu können. Bei drehbar angeordnetem Ladearm jedoch ist es ohne weiteres möglich, während einer Durchfahrt alle Behältnisse zu entleeren. Das Drehen erfolgt bei zwischen Fahrerhaus und Containervorderwand eingefahrenen Ladearm. Die Dreheinrichtung selbst umfaßt zweckmäßigerweise einen über einen Drehmotor bewegbaren Zahnkranz. Für den Fall, daß die Behältnisaufnahme seitlich bezüglich der Längsachse des zweiten Arms versetzt ist, hat es sich als vorteilhaft im Hinblick auf die Drehbarkeit des gesamten Ladearms erwiesen, wenn die Behältnisaufnahme bzw. der diese tragende dritte Arm bezüglich des zweiten Arms derart bewegbar ist, daß bei einer Drehung des gesamten Ladearms von einer Seite auf die anderen Seite der seitliche Versatz der Behältnisaufnahme änderbar ist, was beispielsweise durch ein Drehen des dritten Arms oder der Behältnisaufnahme möglich ist.

Wie beschrieben läßt der Ladearm ein direktes Anheben des Behältnisses in im wesentlichen vertikaler Richtung am Fahrzeug zu. Um zu ermöglichen, daß auch dieses Anheben innerhalb des Fahrzeugumrisses erfolgen kann, mithin also der Arbeitsbereich nicht außerhalb des Fahrzeugumrisses liegt, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß der Container einen Befüllaufschnitt aufweist, in den das Gut einzugeben ist, wobei die Seitenwand dieses Befüllabschnitts im Arbeitsbereich der Seitenladereinrichtung bzw. der Behältnisaufnahme in das Fahrzeuginnere versetzt ist. Es wird also vorteilhaft ein Freiraum geschaffen, innerhalb welchem das Behältnis bewegbar ist. Bei gegebener Drehbarkeit des Ladearms sind zweckmäßigerweise die beiden gegenüberliegenden Seitenwände des Befüllabschnitts nach innen versetzt. Zur weiteren Vereinfachung des Handhabens des Behältnisses kann die Behältnisaufnahme erfindungsgemäß eine selbständig am Behältnis angreifende Aufnahme sein, die also ohne Eingreifen der Bedienperson das Behältnis automatisch greift, sofern dieses in entsprechender Reichweite angeordnet ist. Hierbei kommt insbesondere die Drehbarkeit des Ladearms zum Tragen, da damit eine Ausrichtung der Behältnisaufnahme bezüglich des Behältnisses möglich ist. Eine konkrete Ausführungsform solch einer ggf. wahlweise anbringbaren Behältnisaufnahme kann eine ein Gummiband aufweisende Klammer sein, diese kann z. B. gegen eine Kammaufnahme im Bedarfsfall ausgetauscht werden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Sammelfahrzeugs,

Fig. 2 eine Prinzipskizze mit ausgefahrenem, am Behälter angreifenden Ladearm,

Fig. 3 die Stellung mit zum Fahrzeug eingefahrenem Ladearm,

Fig. 4 die Stellung des Ladearms mit hochgefahrenem Behälter,

Fig. 5 die Stellung mit zu entleerendem Behälter, und

Fig. 6 eine Aufsicht auf den Container des Sammelfahrzeugs.

Fig. 1 zeigt ein Sammelfahrzeug 1. Auf dem Fahrzeugrahmen 2 des LKW ist ein Aufbaurahmen 3 angeordnet, welcher einen Container 4 trägt, in dem das aufzunehmende Sammelgut einzubringen ist. Der Container 4 ist ein selbstpressender Container, d. h., er weist eine integrierte Preßeinrichtung 5 auf. Bei dieser Presseinrichtung 5 kann es sich beispielsweise um ein Preßschild oder aber eine Pendelklappe handeln. Mittels dieser Preßeinrichtung 5 ist es möglich, daß das am Befüllabschnitt 6 aufgegebene Sammelgut, beispielsweise Hausmüll oder Papier kompaktiert wird, so daß möglichst viel Sammelgut aufgenommen werden kann. Der Container 4 ist wechselbar, wozu ein nicht näher gezeigtes Abrollsystem fahrzeugseitig vorgesehen ist. Ist der Container 4 voll, wird er an der Wechselstelle komplett abgeladen, ein leerer, gleichermaßen ausgebildeter Container kann sofort aufgenommen werden, wonach die nächste Sammelfahrt beginnen kann.

Die Aufnahme eines Behältnisses, dessen Inhalt in den Befüllabschnitt gekippt werden soll, erfolgt mittels einer Seitenladereinrichtung 7, die im gezeigten Ausführungsbeispiel als Ladearm 8 ausgebildet ist. Der Ladearm 8 besteht aus einem ersten Arm 9, der, vgl. beispielsweise Fig. 2, über ein Schwenklager 10 am Fahrzeug schwenkbar gelagert ist. Über ein zweites Schwenklager 11 ist ein zweiter Arm 12 verbunden, an dem über ein drittes Schwenklager 13 ein dritter Arm 14 angelenkt ist, der, vgl. Fig. 1, sich zur Lenkachse des zweiten Arms 12 horizontal erstreckt. Der dritte Arm 14 trägt die Behältnisaufnahme 15, im gezeigten Beispiel eine ein Gummiband aufweisende Klammer. Der Ladearm 8 stellt also einen freibeweglichen Roboterarm dar. Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, ist der Ladearm 8 im Bereich zwischen Führerhaus 16 und der Containervorderwand 17 angeordnet, so daß die beiden Arme 9, 12 dazwischen eingeschwenkt werden können. Wie Fig. 2 zu entnehmen ist, ist der Ladearm 8 an einer Grundplatte 18 angeordnet, welche drehbar gelagert ist und über einen Zahnkranz 19 mittels eines nicht gezeigten motorischen Antriebs um die Drehachse A drehbar ist. Dies ermöglicht es, den gesamten Ladearm von einer Seite auf die andere zu verschwenken, wozu der Ladearm 7 in den Bereich zwischen Fahrerhaus 16 und Containervorderwand 17 eingefahren wird.

Die Arbeitsweise des Ladearms ergibt sich aus den Fig. 2 bis 5. Wie Fig. 2 zu entnehmen ist, wird der Ladearm zum Aufnehmen des Behältnisses 20 vollständig ausgefahren, die Behältnisaufnahme 15 ist zum automatischen Greifen des Behältnisses 20 ausgebildet. Etwaige Positionierungsdifferenzen können durch leichtes Verdrehen des Ladearms 8 ausgeglichen werden, so daß stets ein sicheres Greifen des Behältnisses 20 möglich ist. Nach Greifen des Behältnisses 20 wird dieses kurz angehoben und, vgl. Fig. 3, in Richtung des Pfeils B an das Fahrzeug herangezogen, wozu der Arm 9 nach oben geschwenkt wird und gleichzeitig der Arm 12 um das Schwenklager 11 entsprechend abgekippt wird. Anschließend wird das Behältnis 20 in Richtung des Pfeils C angehoben, wozu die Arme 9, 12 in den Bereich zwischen Fahrerhaus 16 und Containervorderwand 17 eingeschwenkt werden, vgl. Fig. 4. Infolge der Ausbildung des Ladearms 8 ist es möglich, das Behältnis 20 im wesentlichen innerhalb des Fahrzeugumrisses zu bewegen, d. h., ein außerhalb liegender Schwenkbereich ist nicht erforderlich, so daß auch auf engstem Raum gearbeitet werden kann.

Ausgehend von der angehobenen Stellung gem. Fig. 4 wird dann die Behältnisaufnahme bzw. der dritte Arm 14 um das Schwenklager 13 in Richtung des Pfeils D gekippt, was dazu führt, daß sich das Behältnis 20 öffnet und sein Inhalt in die Befüllaufnahme 6 gekippt werden kann. Wie Fig. 5 zu entnehmen ist, wird infolge der mittels des dritten Arms 14 realisierten seitlichen Versetzung der Behältnisaufnahme 15 bzgl. der Arme 9, 12 in den Bereich oberhalb des Befüllabschnitts 6 gebracht. Nach erfolgter Entleerung wird im umgekehrten Betrieb das Behältnis 20 wieder abgestellt.

Fig. 6 zeigt schließlich eine Ausführungsform des Containers 4. Dieser weist im Bereich der Befüllöffnung 6 eine in das Fahrzeuginnere versetzte Seitenwand 21 auf, d. h., die Containerwand ist in diesem Bereich hinterschnitten. Innerhalb dieses Bereichs 22 wird das Behältnis 20 nach oben bewegt.

Die in Fig. 6 gezeigte Ausführungsform des Containers 4 kommt dann zum Einsatz, wenn der Ladearm 8 nicht um die Achse A von einer auf die andere Seite drehbar ist. Bei gegebener Drehbarkeit ist auch die andere Seitenwand des Befüllabschnitts 6 entsprechend nach innen versetzt, um auch dort einen korrespondierenden Bereich 22 zu schaffen.

Die Bedienung des Ladearms erfolgt mittels eines nicht näher gezeigten Joysticks, welcher mit einer elektronischen Steuerung 23 kommuniziert, die den Schwenkbetrieb steuert. Zur Ermöglichung des Verschwenkens sind im Bereich der Schwenklager 10, 11, 13 entsprechende Schwenkmotoren vorgesehen, beispielsweise in Form von Hydraulik- oder Pneumatikmotoren, gegebenenfalls in Form von Kolben-Zylindereinheiten, oder aber in Form von Elektromotoren. Mittels des nicht gezeigten Joysticks ist ein einfaches Bedienen des Ladearms möglich, beispielsweise auch vom Fahrerhaus 16 aus, sofern der Joystick dort angeordnet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Sammelfahrzeug, insbesondere für Abfälle und Wertstoffe, mit einem Sammelcontainer zur Aufnahme des Sammelguts und einer mittels eines manuell bedienbaren Steuermittels bedienbaren Seitenladereinrichtung, mittels welcher ein das Sammelgut beinhaltendes Behältnis anhebbar und in den Container entleerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelcontainer ein wechselbarer Container (4) mit einer integrierten Preßeinrichtung (5) ist, und daß die als schwenkbar gelagerter Ladearm ausgebildete Seitenladereinrichtung (7) eine für einen seitliches Angreifen am zu bewegenden Behältnis (20) ausgebildete Behältnisaufnahme (15) aufweist, wobei das Behältnis (20) mittels der zwischen der Rückwand des Fahrerhauses (16) und der Vorderwand (17) des Containers (4) angeordneten und dazwischen verschwenkbaren Seitenladereinrichtung (7) im wesentlichen innerhalb des Fahrzeugumrisses auf- und abwärts bewegbar ist.
  2. 2. Sammelfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß fahrzeugseitig ein Abrollsystem zum Wechseln des Containers (4) vorgesehen ist.
  3. 3. Sammelfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelcontainer (4) als Preßeinrichtung (5) ein Preßschild oder eine Pendelklappe aufweist.
  4. 4. Sammelfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladearm (8) einen am Fahrzeug schwenkbar gelagerten ersten Arm (9) und einen an diesem schwenkbar gelagerten zweiten Arm (12) aufweist, an welchem eine Behältnisaufnahme (15) schwenkbar gelagert ist.
  5. 5. Sammelfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich jedes Schwenklagers (10, 11, 13) jeweils ein separat steuerbarer Schwenkmotor vorgesehen ist.
  6. 6. Sammelfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkmotor ein Hydraulikmotor, ein zweifach wirkender Hydraulikzylinder, ein Pneumatikmotor oder ein Elektromotor ist.
  7. 7. Sammelfahrzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am zweiten Arm (12) ein dritter Arm (14) schwenkbar angeordnet ist, der im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des zweiten Arms (12) steht oder einen entsprechenden Abschnitt aufweist, wobei die Behältnisaufnahme (15) derart am dritten Arm (14) angeordnet ist, daß sie bezüglich des zweiten Arms (12) seitlich versetzt ist.
  8. 8. Sammelfahrzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Behältnisaufnahme (20) lösbar am zweiten (12), gegebenenfalls am dritten Arm (14) angeordnet ist.
  9. 9. Sammelfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladearm (8) am Fahrzeug drehbar angeordnet ist, so daß er von einer Seite zur anderen bewegbar ist.
  10. 10. Sammelfahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dreheinrichtung zum Drehen des Ladearms einen über einen Drehmotor bewegbaren Zahnkranz (19) umfaßt.
  11. 11. Sammelfahrzeug nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Behältnisaufnahme (15) bzw. der diese tragende dritte Arm (14) bezüglich des zweiten Arms (12) derart bewegbar ist, daß bei einer Drehung des gesamten Ladearms (8) von einer Seite auf die andere der seitliche Versatz der Behältnisaufnahme (15) veränderbar ist.
  12. 12. Sammelfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Container (4) einen Befüllabschnitt (6) aufweist, in den das Gut einzugeben ist, und dessen Seitenwand (21) im Arbeitsbereich der Seitenladereinrichtung bzw. der Behältnisaufnahme (15) in das Fahrzeuginnere versetzt ist.
  13. 13. Sammelfahrzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei gegebener Drehbarkeit des Ladearmes (8) die beiden gegenüberliegenden Seitenwände des Befüllabschnitts (6) nach innen versetzt sind.
  14. 14. Sammelfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behältnisaufnahme (15) eine selbständig am Behältnis (20) angreifende Aufnahme ist.
  15. 15. Sammelfahrzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die ggf. wahlweise anbringbare Behältnisaufnahme (15) eine ein Gummiband aufweisende Klammer ist.
  16. 16. Sammelfahrzeug nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die ggf. wahlweise anbringbare Behältnisaufnahme eine Kammaufnahme ist.
  17. 17. Sammelfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das manuelle Steuermittel ein mit einer elektronischen Steuerung (23) kommunizierender Joystick ist.
  18. 18. Sammelfahrzeug nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Joystick im Fahrerhauses (16) angeordnet ist.






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