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Dokumentenidentifikation DE19825725A1 05.01.2000
Titel Einfüllstutzen für einen Kraftstoffbehälter und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Mannesmann VDO AG, 60388 Frankfurt, DE
Erfinder Zapp, Thomas, Dr., 65760 Eschborn, DE
Vertreter Klein, T., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Ass., 65824 Schwalbach
DE-Anmeldedatum 09.06.1998
DE-Aktenzeichen 19825725
Offenlegungstag 05.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse B60K 15/04
Zusammenfassung Bei einem für einen Kraftstoffbehälter (15) vorgesehenen und aus zwei Halbschalen (13a, 13b) bestehenden Einfüllstutzen (2) ist eine Aufnahme (4) für ein Sperrventil (12) dem Einfüllstutzen (2) einteilig angeformt. Vor dem Verbinden der Halbschalen (13a, 13b) braucht daher lediglich ein als Kugel (5) ausgeführter Sperrkörper (6) in die Aufnahme (4) eingelegt werden und ist so unverlierbar im Inneren der Aufnahme (4) gehalten. Hierdurch kann eine umständliche, nachträgliche Montage ebenso entfallen wie die hierzu erforderlichen Montageöffnungen. Montagefehler sind dabei weitgehend ausgeschlossen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen für einen Kraftstoffbehälter vorgesehenen Einfüllstutzen, welcher eine Aufnahme für ein einen Sperrkörper aufweisendes Sperrventil hat. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Einfüllstutzens.

Es ist bekannt, bei dem üblicherweise zusammen mit dem Kraftstoffbehälter im Blasformverfahren hergestellten Einfüllstutzen ein Sperrventil durch eine in dem Kraftstoffbehälter angebrachte Montageöffnung einzusetzen und dort zu fixieren. Das Sperrventil soll verhindern, dass durch den beim Betanken des Kraftstoffbehälters im Inneren entstehenden Überdruck durch das Einfüllrohr nach außen schwappt. Nachteilig bei dieser Ausführung erweist sich die schlechte Zugänglichkeit des Stutzens. Hierbei ist insbesondere bei der Montage die genaue Position des Sperrventils von außen nur schwer ersichtlich, so dass oftmals eine Abweichung von der vorgesehenen Position nicht erkannt wird. Weiterhin ist der umständliche Einbauvorgang mit einem vergleichsweise hohen Zeitaufwand verbunden.

Es ist auch bereits daran gedacht worden, den Einfüllstutzen mit einer verschließbaren Öffnung zu versehen, so dass das Sperrventil unmittelbar in den Einfüllstutzen eingesetzt werden kann. Nachteilig hierbei erweist sich der zusätzliche Aufwand der durch das anschließende Aufsetzen eines Verschlussdeckels entsteht. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt der erhöhten gesetzlichen Anforderungen an die Permeationsdichtheit des Kraftstoffsystems, erweist sich jede zusätzliche Öffnung und das damit verbundene Dichtungsproblem als erheblicher Nachteil.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Einfüllstutzen der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass der Einbau des Sperrventils wesentlich erleichtert wird. Dabei soll insbesondere auf eine zusätzliche, an dem Einfüllstutzen anzubringende Montageöffnung verzichtet werden. Weiterhin soll ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Einfüllstutzens geschaffen werden.

Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäß durch zwei miteinander verbundene, die Aufnahme bildende Halbschalen gelöst. Durch diese Ausführung des Stutzens kann das Sperrventil unmittelbar vor dem Zusammenfügen der beiden Halbschalen in die Aufnahme eingesetzt werden, wobei die Aufnahme leicht zugänglich ist. Weiterhin kann auf eine zusätzliche Fixierung des Sperrventils verzichtet werden, da dieses bereits durch das Zusammenfügen der beiden Halbschalen in seiner Position gehalten ist. Eine Montageöffnung ist daher nicht erforderlich.

Die Aufnahme kann als separates Bauteil ausgeführt sein, welches vor dem Zusammensetzen der Halbschalen mit ihnen verbunden wird. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist hingegen dann gegeben, wenn die Aufnahme an zumindest einer der beiden Halbschalen angeformt ist. Eine Fixierung der Aufnahme kann durch die einteilige Ausführung entfallen. Außerdem gestaltet sich die Aufnahme deutlich einfacher, wodurch die Herstellkosten gesenkt werden können. Dabei ermöglicht die freie Ausformung der Aufnahme eine Vielzahl von speziellen Ausgestaltungen, wobei beispielsweise auch eine individuelle Anpassung der Wandstärke an den jeweiligen Verwendungszweck ermöglicht ist. Ferner lässt sich zugleich eine Gewichtsreduzierung erreichen.

Das Sperrventil könnte zur Betätigung durch den Fahrzeugführer oder ein Steuerelement ausgeführt sein. Besonders günstig ist jedoch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der das Sperrventil als ein selbsttätig schließendes Rückschlagventil ausgeführt ist. Bei dieser Ausführung verhindert der Sperrkörper das Zurückfließen des Kraftstoffes aus dem Kraftstoffbehälter in den Einfüllstutzen, d. h. entgegen der Fließrichtung beim Befüllen. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn das mit dem Einfüllstutzen versehene Kraftfahrzeug beispielsweise bei einem Unfall in eine Lage gerät, bei der der Kraftstoff anderenfalls auslaufen und zu einem Sicherheitsrisiko werden könnte. Weiterhin verhindert das Rückschlagventil ein Austreten von Kraftstoff bei einem zu schnellen Befüllvorgang und dem damit verbundenen Hin- und Herschwappen des Kraftstoffs im Inneren des Kraftstoffbehälters bzw. durch den Druckaufbau im Inneren.

Der Sperrkörper kann weitgehend beliebig, beispielsweise kegelförmig oder als Verschlusskappe, ausgestaltet sein. Eine besonders günstige Weiterbildung kann dadurch erreicht werden, dass der Sperrkörper eine Kugel ist. Durch die Kugelform des Sperrkörpers kann weitgehend auf Führungselemente verzichtet werden, da ein Verklemmen oder ein fehlerhaftes Schließen des Sperrkörpers weitgehend ausgeschlossen ist. Die Kugel kann hierbei frei im Inneren der Aufnahme angeordnet sein. Außerdem besitzt die Kugelform einen vergleichsweise geringen Strömungswiderstand, so dass die Fließgeschwindigkeit des Kraftstoffs durch das Umströmen der Kugel nur unwesentlich reduziert wird. Zugleich ist die Kugel weitgehend verschleißfrei und unempfindlich gegenüber Ablagerungen und mechanischer Beanspruchung.

Hierbei ist eine Weiterbildung der Erfindung besonders vorteilhaft, bei der die Aufnahme jeweils einen Ventilsitz und ein die Bewegung des Sperrkörpers begrenzendes Haltemittel hat. Der Sperrkörper braucht dadurch lediglich in die Aufnahme eingesetzt werden, ohne dass hierbei weitere Bauteile für die Funktion des Sperrventils erforderlich sind. Dadurch ist das Sperrventil weitgehend wartungsfrei und einfach in der Montage.

Besonders günstig ist es auch, wenn das Haltemittel und der Ventilsitz der Aufnahme angeformt sind. Die Herstellkosten lassen sich dadurch weiter senken, wobei zugleich mögliche Montagefehler ausgeschlossen sind.

Das Haltemittel zur Begrenzung der Bewegung des Sperrkörpers kann eine weitgehend beliebige Formgebung besitzen. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausführungsform bei der das Haltemittel ein Gitter hat. Hierdurch kann der Kraftstoff in Einfüllrichtung im Wesentlichen ungehindert den Sperrkörper und das Gitter passieren, wobei der Sperrkörper durch das Gitter daran gehindert wird, von dem Kraftstoff mitgerissen zu werden. Das Gitter weist hierbei beispielsweise im Bereich der Hauptströmung des einfließenden Kraftstoffs lediglich dünne Stege auf, so dass der Strömungswiderstand des Gitters gering bleibt.

Besonders günstig ist auch eine Ausführungsform der Erfindung, wenn der Sperrkörper in eine Querschnittserweiterung der Aufnahme unverlierbar eingesetzt ist. Hierdurch können alle für das Sperrventil und die Aufnahme erforderlichen Teile problemlos in die Aufnahme eingesetzt werden, wobei sogar auf ein Haltemittel zur Begrenzung der Bewegung des Sperrkörpers verzichtet werden kann.

Eine andere, besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gegeben, dass der Sperrkörper mittels eines Filmscharniers mit der Aufnahme einteilig verbunden ist. Hierdurch lassen sich alle zur Erzeugung des Sperrventils erforderlichen Bauteile unmittelbar in die Aufnahme integrieren. Dadurch lässt sich eine kompakte Bauform erreichen, die ohne weitere Bauteile eine zuverlässige Funktion ermöglicht. Dabei können Montagefehler ausgeschlossen und das Gewicht des Einfüllstutzens zugleich weiter reduziert werden.

Besonders günstig ist es auch, wenn die Aufnahme jeweils eine Eintrittsöffnung und eine Auslassöffnung mit etwa gleich großer Querschnittsfläche hat. Durch die hierdurch erreichte konstante Strömungsgeschwindigkeit in der Eintrittsöffnung sowie in der Auslassöffnung vereinfacht sich das Befüllen des Kraftstoffbehälters, da der Kraftstoff gleichmäßig ohne Wirbelbildung oder Aufschäumen durch den Einfüllstutzen hindurch fließt. Dabei werden aufsteigende Kraftstoffdämpfe von dem nachströmenden Kraftstoff in den Kraftstoffbehälter mitgerissen und dadurch deren Austreten aus dem Einfüllstutzen in die Umgebung wirkungsvoll verhindert.

Besonders hilfreich ist auch eine Weiterbildung der Erfindung bei der der Sperrkörper mittels eines Federelementes in einer die Eintrittsöffnung verschließenden Ruheposition gehalten ist. Das Federelement ist dabei so ausgelegt, dass der durch den Einfüllstutzen eintretende Kraftstoff den Sperrkörper gegen die Federkraft des Federelementes zurückdrängt, so dass der Sperrkörper die Eintrittsöffnung freigibt. Durch die in Ruheposition verschlossene Eintrittsöffnung werden neben dem Kraftstoff auch die im Kraftstoffbehälter entstehenden Kraftstoffdämpfe daran gehindert, aus dem Einfüllstutzen zu entweichen, so dass auch erhöhte Anforderungen an den Emissionsschutz erfüllt werden können. Weiterhin ermöglicht das Federelement eine zuverlässige Funktion, unabhängig von der Einbaulage des Sperrkörpers, so dass insbesondere eine verbesserte Sperrwirkung in horizontaler Einbaulage erreicht wird.

Besonders sinnvoll ist dabei eine Ausführungsform, bei der die Aufnahme nahe des Kraftstoffbehälters angeordnet ist. Hierdurch verbleibt der Kraftstoff, der entgegen der Einfüllrichtung bis zum vollständigen Schließen des Sperrventils unerwünscht die Aufnahme passieren kann zunächst im Einfüllstutzen, ohne dabei in die Umgebung zu gelangen und fließt anschließend zurück in den Kraftstoffbehälter. Außerdem wird aufschäumender Kraftstoff zumindest abgebremst, so dass auch ein Austreten von Kraftstoff aus dem Einfüllstutzen durch Offenbleiben des Sperrventils weitgehend vermieden werden kann.

Das zweitgenannte Problem, ein Verfahren zur Herstellung eines für einen Kraftstoffbehälter vorgesehenen Einfüllstutzens, bei dem in eine Aufnahme ein Sperrventil eingesetzt wird zu schaffen, wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass der Einfüllstutzen aus zwei Halbschalen hergestellt wird, welche zunächst mit einer Aufnahme für das Sperrventil versehen werden, anschließend das Sperrventil in die Aufnahme eingesetzt wird und schließlich die Halbschalen derart miteinander verbunden werden, dass das Sperrventil unverlierbar in der Aufnahme gehalten ist. Hierdurch kann das Einsetzen des Sperrventils in die hierfür vorgesehene Aufnahme wesentlich erleichtert werden, wobei insbesondere das Anbringen einer zu verschließenden Montageöffnung entfällt. Das Sperrventil wird lediglich in die Aufnahme eingesetzt und beim Verbinden der Halbschalen im Inneren fixiert. Weitere Arbeitsgänge sind dabei nicht erforderlich, so dass Montagefehler weitgehend ausgeschlossen werden können.

Dabei ist eine Ausgestaltung des Verfahrens besonders einfach, wenn die Aufnahme an zumindest einer der Halbschalen angeformt wird. Durch diese einteilige Ausführung der Halbschale und der Aufnahme lässt sich der zur Herstellung erforderliche Aufwand weiter reduzieren. Hierbei lassen sich auch individuelle Ausgestaltungen, wie beispielsweise Bereiche mit unterschiedlicher Wandstärke, realisieren. Zugleich ergibt sich eine Reduzierung des Materialeinsatzes und des damit verbundenen Gesamtgewichtes.

Besonders einfach lässt sich das Verfahren dann ausführen, wenn vor dem Verbinden der beiden Halbschalen an der Aufnahme ein Haltemittel zur Begrenzung der Bewegung des Sperrkörpers und ein Ventilsitz angeformt werden. Eine Fixierung des Sperrventils an der Aufnahme kann dadurch entfallen, wobei zugleich eine gleichbleibend hohe Fertigungsqualität erreicht wird. Vor dem Verbinden der Halbschalen muss daher lediglich das Sperrventil ergänzt werden.

Eine weitere, besondere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens lässt sich erreichen, wenn der Aufnahme ein den Sperrkörper beweglich halterndes Filmscharnier angeformt wird. Die beiden Halbschalen brauchen anschließend lediglich miteinander verbunden werden. Der Einfüllstutzen kann dadurch beispielsweise auch aus nur zwei Halbschalen bestehen, so dass das Sperrventil integraler Bestandteil des Einfüllstutzens ist. Zusätzliche Bauteile sind dabei nicht erforderlich.

Eine besonders günstige Weiterbildung des Verfahrens wird auch dadurch erreicht, dass die beiden Halbschalen im Spritzgießverfahren hergestellt und anschließend miteinander verschweißt werden. Hierdurch lässt sich einerseits eine weitgehend freie Formgebung, andererseits eine hochfeste Verbindung der Halbschalen erreichen.

Die Erfindung läßt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips sind fünf davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in

Fig. 1 eine geschnittene Darstellung eines erfindungsgemäßen Einfüllstutzens,

Fig. 2 eine abgewandelte Ausführung des mit einem Kraftstoffbehälter verbundenen Einfüllstutzens in einer geschnittenen Darstellung,

Fig. 3 eine geschnittene Darstellung des Einfüllstutzens mit einer Verschlussklappe,

Fig. 4 eine geschnittene Darstellung des Einfüllstutzens mit einem kegelförmigen Sperrkörper,

Fig. 5 eine geschnittene Darstellung eines vereinfachten Einfüllstutzens mit einem kugelförmigen Sperrkörper.

Fig. 1 zeigt in einer Schnittdarstellung zwei miteinander verbundene Halbschalen 1a, 1b eines lediglich abschnittsweise dargestellten Einfüllstutzens 2. Der durch eine Eintrittsöffnung 3 in einen als Aufnahme 4 ausgeformten Abschnitt des Einfüllstutzens 2 einströmende Kraftstoff trifft zunächst auf einen als Kugel 5 ausgeführten Sperrkörper 6. Hierdurch wird die Kugel 5 aus ihrer dargestellten Ruhelage heraus gegen ein als Gitter 7 ausgeführtes Haltemittel 8 gepresst. Der Kraftstoff umströmt dabei die Kugel 5 und gelangt durch eine Durchbrechung 9 des Gitters 7 zu einer Auslassöffnung 10 des Einfüllstutzens 2. Hierdurch kann der Kraftstoff weitgehend ungehindert ein in die Aufnahme 4 eingesetztes und in der dargestellten Ausführung lediglich aus dem Sperrkörper 6 und einem der Aufnahme 4 angeformten Ventilsitz 11 bestehendes Sperrventil 12 passieren. Der in Gegenrichtung durch die Auslassöffnung 10 eintretende Kraftstoff presst die Kugel 5 gegen den Ventilsitz 11 und verschließt so die Eintrittsöffnung 3.

Fig. 2 zeigt in einer seitlichen Schnittdarstellung eine abgewandelte Ausführungsform zweier Halbschalen 13a, 13b des Einfüllstutzens 2. Der Einfüllstutzen 2 hat hierbei einen als Krümmer 14 ausgeführten Abschnitt, in dem der von oben eintretende Kraftstoff in eine horizontale Fließrichtung umgelenkt wird und in einen lediglich abschnittsweise dargestellten Kraftstoffbehälter 15 mündet. In dem horizontalen Abschnitt des Einfüllstutzens 2 ist die Aufnahme 4 für das Sperrventil 12 angeordnet, welches zusätzlich zu dem als Kugel 5 ausgeführten Sperrkörper 6 ein Federelement 16 umfasst. Dieses Federelement 16 liegt in der dargestellten Ruheposition gegen den Ventilsitz 11 an, so dass die Eintrittsöffnung 3 der Aufnahme 4 verschlossen ist. Das Federelement 16 stützt sich hierzu an dem mit der Durchbrechung 9 versehenen Haltemittel 8 ab. Durch die mittels des Federelementes 16 in der Ruheposition verschlossene Eintrittsöffnung 3 können auch Kraftstoffdämpfe oder Kraftstoffschaum, deren Energie nicht ausreicht, die Kugel 5 gegen den Ventilsitz 11 zu pressen, wirkungsvoll zurückgehalten werden.

Fig. 3 zeigt in einer geschnittenen Darstellung eine abgewandelte Ausführung der die Aufnahme 4 bildenden Halbschalen 1a, 1b. Hierbei trifft der durch die Eintrittsöffnung 3 eintretende Kraftstoff auf einen als Verschlussklappe ausgeführten Sperrkörper 17, welcher in der dargestellten Ruheposition gegen den Ventilsitz 11 der Aufnahme 4 anliegt und so die Eintrittsöffnung 3 verschließt. Zusammen mit einem Filmscharnier 18 bildet der Sperrkörper 17 das Sperrventil 19. Einströmender Kraftstoff presst den Sperrkörper 17 in eine flach gegen die Aufnahme 4 anliegende und gestrichelt dargestellte Position, so dass der Kraftstoff ungehindert durch die Auslassöffnung 10 austreten kann. Durch die federelastische Ausführung des Filmscharnieres 18 schwenkt der Sperrkörper 17 anschließend selbsttätig in seine Ruheposition zurück.

Fig. 4 zeigt eine weitere, abgewandelte Ausführungsform der die Aufnahme 4 bildenden Halbschalen 1a, 1b in einer geschnittenen Darstellung. Ein Sperrventil 20 ist hierbei durch einen frei beweglich und mit einem Kegel 21 versehenen Sperrkörper 22 gebildet, welcher in der dargestellten, geschlossenen Position gegen den Ventilsitz 11 der Aufnahme 4 anliegt und so die Eintrittsöffnung 3 verschließt. Der beim Befüllen durch die Eintrittsöffnung 3 einströmende Kraftstoff presst den Sperrkörper 22 gegen das Haltemittel 8 und gelangt durch die Durchbrechung 9 des Haltemittels 8 zu der Auslassöffnung 10.

In Fig. 5 ist eine vereinfachte Ausführung zweier eine Aufnahme 23 bildenden Halbschalen 24a, 24b in einer geschnittenen Darstellung gezeigt. Hierbei umfasst die Aufnahme 23 lediglich ein ihr angeformtes Haltemittel 25 und einen den Querschnitt begrenzenden Ventilsitz 26. Zwischen dem Ventilsitz 26 und dem Haltemittel 25 ist ein als Kugel ausgeführter Sperrkörper 27 frei beweglich und unverlierbar eingesetzt. Durch eine Eintrittsöffnung 28 einströmender Kraftstoff presst den Sperrkörper 27 gegen das Haltemittel 25 und gelangt durch eine Durchbrechung 29 zu einer Auslassöffnung 30. In Gegenrichtung einströmender Kraftstoff presst den Sperrkörper 27 gegen den Ventilsitz 26 und verschließt so die Eintrittsöffnung 28.


Anspruch[de]
  1. 1. Für einen Kraftstoffbehälter vorgesehener Einfüllstutzen, welcher eine Aufnahme für ein einen Sperrkörper aufweisendes Sperrventil hat, gekennzeichnet durch zwei miteinander verbundene, die Aufnahme (4, 23) bildende Halbschalen (1a, 1b; 13a, 13b; 24a, 24b).
  2. 2. Einfüllstutzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4, 23) an zumindest einer der beiden Halbschalen (1a, 1b; 13a, 13b; 24a, 24b) angeformt ist.
  3. 3. Einfüllstutzen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrventil (12, 19, 20) als ein selbsttätig schließendes Rückschlagventil ausgeführt ist.
  4. 4. Einfüllstutzen nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper (6, 27) eine Kugel (5) ist.
  5. 5. Einfüllstutzen nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4, 23) jeweils einen Ventilsitz (11, 26) und ein die Bewegung des Sperrkörpers (6, 17, 22, 27) begrenzendes Haltemittel (8, 25) hat.
  6. 6. Einfüllstutzen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (8, 25) und der Ventilsitz (11, 26) der Aufnahme (4, 23) angeformt sind.
  7. 7. Einfüllstutzen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (8, 25) ein Gitter (7) ist.
  8. 3. Einfüllstutzen nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper (6, 17, 22) in eine Querschnittserweiterung der Aufnahme (4) unverlierbar eingesetzt ist.
  9. 9. Einfüllstutzen nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper (17) mittels eines Filmscharniers (18) mit der Aufnahme (4) einteilig verbunden ist.
  10. 10. Einfüllstutzen nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4, 23) jeweils eine Eintrittsöffnung (3, 28) und eine Auslassöffnung (10, 30) mit etwa gleich großer Querschnittsfläche hat.
  11. 11. Einfüllstutzen nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper (6) mittels eines Federelementes (16) in einer die Eintrittsöffnung (3) verschließenden Ruheposition gehalten ist.
  12. 12. Einfüllstutzen nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4, 23) nahe des Kraftstoffbehälters (15) angeordnet ist.
  13. 13. Verfahren zur Herstellung eines für einen Kraftstoffbehälter vorgesehenen Einfüllstutzens, bei dem in eine Aufnahme ein Sperrventil eingesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfüllstutzen aus zwei Halbschalen hergestellt wird, welche zunächst mit einer Aufnahme für das Sperrventil versehen werden, anschließend das Sperrventil in die Aufnahme eingesetzt wird und schließlich die Halbschalen derart miteinander verbunden werden, dass das Sperrventil unverlierbar in der Aufnahme gehalten ist.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme an zumindest einer der Halbschalen angeformt wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verbinden der beiden Halbschalen an der Aufnahme ein Haltemittel zur Begrenzung der Bewegung des Sperrkörpers und ein Ventilsitz angeformt wird.
  16. 16. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahme ein den Sperrkörper beweglich halterndes Filmscharnier angeformt wird.
  17. 17. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Halbschalen im Spritzgießverfahren hergestellt und anschließend miteinander verschweißt werden.






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