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Skalpell, insbesondere Skalpell für Augenoperationen - Dokument DE19826656A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19826656A1 05.01.2000
Titel Skalpell, insbesondere Skalpell für Augenoperationen
Anmelder Dworschak, Rüdiger, 67146 Deidesheim, DE
Erfinder Dworschak, Rüdiger, 67146 Deidesheim, DE
Vertreter Haft, von Puttkamer, Berngruber, Czybulka, 81669 München
DE-Anmeldedatum 16.06.1998
DE-Aktenzeichen 19826656
Offenlegungstag 05.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse A61F 9/007
IPC-Nebenklasse A61B 17/32   
Zusammenfassung Das Skalpell weist ein Messer (2), einen Messerhalter (4) und eine den Messerhalter (4) aufnehmende Abdeckhülse (5) auf, in die der Messerhalter (4) mit dem Messer (2) mit Hilfe einer Kulissenführung (8, 13) eingeschoben werden kann. Die Kulisse (8) ist an der Innenfläche der Abdeckhülse (5) angeordnet und weist einen linearen Abschnitt (8) in Längsrichtung des Skalpelles und zwei kurze Rastabschnitte (10 bzw. 11) an den Enden des linearen Abschnittes (9) auf. In die Kulisse greift ein mit dem Messerhalter (4) verbundener Riegelstift (13) ein; in der Kulisse (8) ist ein Federbügel (12) vorgesehen, auf dem sich der Riegelstift (13) bei seiner Verschiebung durch die Kulisse (8) abstützt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Skalpell gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Skalpelle für mikrochirurgische Operationen, z. B. zum Durchtrennen der Augenhornhaut des menschlichen Auges im Rahmen einer Operation des grauen Stares, weisen ein Messer, meistens ein Diamant- oder Keramikmesser, einen Messerhalter, ein Griffstück und eine Schutzhülse auf, die auf den Messerhalter zum Schutz des Messers geschoben werden kann, falls das Skalpell nicht benutzt wird.

Für ein solches Messer wurde vorgeschlagen, den Messerhalter mit einem Riegelstift zu versehen, der in eine Kulisse eingreift, die eine Abdeckhülse durchsetzt, die als Schutzhülse dient und auf dem Messerhalter verschiebbar ist. Der Riegelstift stützt sich hierbei an einem Federbügel ab, der in der Kulisse zwischen an beiden Enden vorgesehenen Raststellen gelegen ist. Wenn das Messer aus der Abdeckhülse ausgefahren ist, ragt es nur wenig über die Abdeckhülse hinaus; die Abdeckhülse wird dann als Griffstück verwendet. Dies hat jedoch zur Folge, dass die Fertigungstoleranzen für Messerhalter, Abdeckhülse, Riegelstift und Kulisse sehr klein sein müssen, um zu gewährleisten, dass der Messerhalter mit dem Messer spielfrei gehalten wird. Gerade bei mikrochirurgischen Operationen, z. B. der erwähnten Operation eines grauen Stares, ist dieses unerlässliche Voraussetzung, damit der Operatur sauber arbeiten kann.

Eine Fertigung mit derartig hohen Toleranzforderungen ist jedoch naturgemäß aufwendig und somit teuer.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Skalpell der in Rede stehenden Art anzugeben, das auch mit geringen Toleranzanforderungen gefertigt werden kann, ohne dass die Handhabbarkeit darunter leidet.

Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Wesentliches Merkmal der Erfindung ist es, dass die Kulisse für den Riegelstift des Messerhalters an der Innenfläche der Abdeckhülse gelegen ist, so dass der Riegelstift nicht mehr durch die Abdeckhülse hindurch bis in deren außen gelegene Kulisse greifen muß. Durch diese überraschend einfache Lösung kann dem Messerhalter ein relativ großer Durchmesser gegeben werden, so dass der Messerhalter jetzt selbst als Griffstück verwendet werden kann. Ob der Eingriff des Riegelstiftes in die Innenkulisse der Abdeckhülse spielfrei eingreift oder nicht, spielt somit keine Rolle, da der Operateur das Skalpell direkt mit dem Messerhalter führt, und nicht mehr die Abdeckhülse als Griffstück verwendet wird.

Die Abdeckhülse kann hierbei in zwei Stellungen verschoben werden: In der einen Stellung greift der Riegelstift in eine Raststellung längs der Kulisse ein, in der das Messer mit dem Messerhalter außerhalb der Abdeckhülse gelegen ist; in einer zweiten Endstellung liegt dann das Messer geschützt innerhalb der Abdeckhülse.

Vorzugsweise wird das Messer in einer Klemmfassung mit zwei um einen gemeinsamen Drehpunkt schwenkbaren Zangenbügeln gehalten, deren dem Messer gegenüberliegende Enden in eine Ausnehmung des Messerhalters einsetzbar sind. Die Ausnehmung im Messerhalter kann hierbei so ausgestaltet sein, dass das Messer beim Einsetzen der Klemmfassung zwischen den vorderen Zangenbügeln eingeklemmt wird. Es ist natürlich auch möglich, das Messer anderweitig zu arretieren, z. B. durch eine auf die Zangenbügel wirkende Madenschraube.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser stellen dar:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Skalpell gemäß der Erfindung mit einem Messer, einem Messerhalter und einer den Messerhalter umgebenden Abdeckhülse;

Fig. 2 ein Detail des Messerhalters mit einer Klemmfassung für das Messer; und

Fig. 3 ein Detail der Klemmfassung zum Fixieren des Messers.

In Fig. 1 ist ein Skalpell 1 mit einem Diamantmesser 2, einer Klemmfassung 3 für das Diamantmesser, einem Messerhalter 4, in dem die Klemmfassung 2 eingesetzt ist, und einer auf dem Messerhalter 4 verschiebbaren Abdeckhülse 5 dargestellt. Die Abdeckhülse 5 weist eine äußere Hülse 6 auf, die an ihrem vorderen, dem Messer 2 zugewandten Ende auf dem Messerhalter gleitet. In die Außenhülse 6 ist von der dem Messer 2 entgegengesetzten hinteren Seite eine Innenhülse 7 einschiebbar, die auf der dem Messer abgewandten Seite auf dem Messerhalter 4 gleitet. Die beiden Hülsen 6 und 7 sind dreh- und verschiebefest miteinander verbunden. In der Innenhülse 7 ist eine Kulisse 8 vorgesehen, die einen in Längsrichtung des Skalpells verlaufenden linearen Kulissen-Bahnabschnitt 9 und an den beiden Enden des linearen Abschnittes jeweils in Umfangsrichtung der Innenhülse 7 abzweigende kurze Rastabschnitte 10 bzw. 11 aufweist. Die Rastabschnitte sind im vorderen bzw. hinteren Bereich der Abdeckhülse 5 angeordnet.

In den linearen Kulissenabschnitt 9 ist ein Federbügel 12 bzw. eine Bogenfeder aus einem Federdraht oder einem Federband eingesetzt, der zwischen den beiden Rastabschnitten 10 und 11 gelegen ist und diese auch überdeckt.

In die Kulisse 8 greift ein radial von dem Messerhalter 4 wegweisender Riegelstift 13 ein. In Fig. 1 liegt der Riegelstift 12 in der dem Messer 2 zugewandten Rastabschnitt 10 der Kulisse, so dass das Messer weit aus der Abdeckhülse 5 herausgeschoben ist. In dieser Stellung wird der Messerhalter 4 direkt als Griffstück bzw. Handgriff verwendet.

Zum Einfahren des Messers 2 in die Abdeckhülse 5 wird diese ein wenig verdreht, so dass der Riegelstift 13 gegen die Kraft der Bogenfeder 12 in den linearen Bahnabschnitt 9 der Kulisse 8 gelangt und in Richtung auf den hinteren Rastabschnitt 11 geschoben werden kann und schließlich in diesem einrastet. Das Messer liegt dann geschützt innerhalb der Abdeckhülse 5.

Am hinteren Ende des Messerhalters 4 kann noch ein Kodierring 14 vorgesehen sein, der z. B. auf die Daten des verwendeten Diamantmessers 2 hinweist.

Das Diamantmesser ist, wie näher in Fig. 2 dargestellt, in einer Klemmfassung 3 gehalten, die aus zwei Zangenbügeln 21 und 22 besteht, die um einen in der Nähe des Messers 2 gelegenen gemeinsamen Drehpunkt 23 verschwenkbar sind. Die Klemmfassung 2 nimmt in einem Maul 24 zwischen den beiden Zangenbügeln 21 und 22 das flache Diamantmesser 2 auf, wobei die Lage des Diamantmessers 2 durch einen Keil 25 des Zangenbügels 21 fixiert wird, der in eine entsprechende Ausnehmung 26 des Diamantmessers eingreift.

Die Klemmfassung 3 wird in eine Ausnehmung 27 am vorderen Ende des Messerhalters 4 eingesetzt, wobei diese Ausnehmung und die Zangenbügel 21 und 22 so ausgestaltet sind, dass ein fester Klemmsitz der Klemmfassung 3 in dem Messerhalter 4 gewährleistet ist. Zusätzlich oder allein kann eine Madenschraube zur Befestigung der Klemmfassung verwendet werden.

Es ist natürlich möglich, das Messer auch auf andere Weise mit dem Messer zu verbinden, indem z. B. der Messerhalter an seinem vorderen Anschlußkegel eine nach vorn ragende Halterung aufweist, auf die das Diamantmesser aufgeklebt wird. Hierzu kann ein Klebstoff verwendet werden, der unter Wärmeeinwirkung bei mehreren 100°C die Verbindung zwischen der Halterung und dem Messer herstellt.


Anspruch[de]
  1. 1. Skalpell mit einem Messer, einem Messerhalter, einem Griffstück und einer über den Messerhalter zu schiebenden Abdeckhülse zum Schutz des Messeers bei Nichtgebrauch des Skalpells, insbesondere Skalpell zum Durchtrennen der Augenhornhaut bei einer Operation des grauen Stares, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckhülse (5) den Messerhalter (4) umgibt und auf diesem gleitet, dass der Messerhalter (4) an seinem Außenumfang einen radial nach außen weisenden Riegelstift (13) und die Abdeckhülse (5) an ihrer, den Messerhalter (4) umgebenden Innenfläche eine Kulisse (8) aufweist, in die der Riegelstift (13) des Messerhalters (4) eingreift und längs der der Riegelstift (13) in eine erste Raststellung verschiebbar ist, in der das Messer (2) außerhalb der Abdeckhülse (5) gelegen ist, und ferner in eine zweite Raststellung verschiebbar ist, in der das Messer (2) geschützt innerhalb der Abdeckhülse gelegen ist.
  2. 2. Skalpell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (8) einen linear in Längsrichtung des Skalpells (1) verlaufenden Kulissenbahnabschnitt (9) und an den beiden Enden des linearen Abschnittes jeweils in Umfangsrichtung der Abdeckhülse (5) abzweigende kurze Rastabschnitte (10, 11) aufweist, und dass zwischen den Rastabschnitten (10, 11) in dem linearen Bahnabschnitt (9) ein Federbügel (12) gelegen ist, der beim Verschieben des Riegelstiftes (13) des Messerhalters (4) in der Kulisse (8) an dem Riegelstift (13) anliegt.
  3. 3. Skalpell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckhülse (5) eine Außenhülse (6), die auf ihrem dem Messer (2) zugewandten Ende auf dem Messerhalter (4) gleitet, und eine zwischen der Außenhülse (6) und dem Messerhalter (4) gelegene Innenhülse (7) aufweist, die auf dem Messerhalter (4) gleitet, und dass die Kulisse (8) in der Innenhülse (7) gelegen ist.
  4. 4. Skalpell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Messer (2) in einer Klemmfassung (3) aufgenommen ist, die zwei um einen gemeinsamen Drehpunkt (23) schwenkbare Zangenbügel (21, 22) aufweist, die an ihrem einen Ende in einem Maul (24) das Messer (2) aufnehmen und mit ihren dem Messer gegenüberliegenden anderen Enden in den Messerhalter (4) einsetzbar sind.
  5. 5. Skalpell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem dem Messer (2) gegenüberliegenden, außerhalb der Abdeckhülse (5) gelegenen Ende des Messerhalters (4) ein Kodierring (14) gelegen ist.






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