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Dokumentenidentifikation DE19826926A1 05.01.2000
Titel Raumfest angeordnete Kabelaufwickelvorrichtung
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81669 München, DE
Erfinder Schröter, Jörg, Dipl.-Designer, 85609 Aschheim, DE
DE-Anmeldedatum 17.06.1998
DE-Aktenzeichen 19826926
Offenlegungstag 05.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse H02G 11/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine raumfest angeordnete Kabelaufwickelvorrichtung, die eine ein Kabel (13) aufnehmende Kabeltrommel (1) aufweist, an der das eine Ende des aufwickelbaren Kabels (13) festgelegt und elektrisch leitend mit einem mit einer spannungsführenden, raumfesten Steckdose kuppelbaren Stecker verbunden ist, bei welcher Kabelaufwickelvorrichtung das von der Kabeltrommel (1) abwickelbare Ende (14) des Kabels (13) mit einer Steckkupplung (15) versehen ist. Mittels einer solchen Kabelaufwickelvorrichtung ist eine elektrische Spannungsversorgung von elektrischen Geräten an ihrem in räumlicher Entfernung zu einer raumfesten Spannungsquelle liegenden Einsatzort möglich, ohne daß hierzu Teile mit einem relativ großen Gewicht zum Einsatzort verbracht werden müssen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine raumfest angeordnete Kabelaufwickelvorrichtung.

Es ist bekannt, elektrische Geräte, z. B. Staubsauger, mit einer im Gehäuse eingebauten oder an diesem angebauten Kabeltrommel zu versehen. Das Anschlußkabel des Gerätes kann von der Kabeltrommel der Kabelaufwickelvorrichtung abgezogen werden, so daß das Gerät auch in räumlicher Entfernung zu einer raumfesten Steckdose betrieben werden kann. Durch die Anbringung einer Kabelaufwickelvorrichtung in oder an dem betreffenden elektrischen Gerät erfährt das Gerät eine entsprechende Gewichtserhöhung, wodurch der Transport des Gerätes erschwert wird.

Es sind ferner transportable Kabelaufwickelvorrichtungen bekannt (DE-U-84 36 765), bei denen seitlich am Gehäuse der Kabeltrommel eine oder mehrere Steckdosen angeordnet sind, die über eine entsprechende Schleifringanordnung mit dem an der Kabeltrommel festgelegten einen Ende des auf der Kabeltrommel aufgewickelten Kabels elektrisch leitend verbunden sind. Das von der Kabeltrommel abziehbare Ende des Kabels ist mit einem mit einer raumfesten Steckdose kuppelbaren Stecker versehen. Beim Gebrauch einer solchen Kabelaufwickelvorrichtung wird diese durch Abwickeln des Kabels von der Kabeltrommel zu dem Ort hin transportiert, an dem mit einem elektrischen Gerät gearbeitet werden soll. Der Stecker des auf der Kabeltrommel befindlichen Kabels wird mit einer raumfesten Steckdose verbunden, so daß ein an die Steckdose der Kabeltrommel angeschlossenes elektrisches Gerät mit Strom versorgt wird. Nachteilig ist wiederum, daß die relativ schwere Kabelaufwickelvorrichtung jeweils zu dem Einsatzort des elektrischen Gerätes transportiert werden muß.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannungsversorgung von elektrischen Geräten an ihrem in räumlicher Entfernung zu einer raumfesten Spannungsquelle liegenden Einsatzort zu ermöglichen, ohne daß hierzu Teile mit relativ großem Gewicht zum Einsatzort der Geräte verbracht werden müssen.

Diese Aufgabe wird mittels einer raumfest angeordneten Kabelaufwickelvorrichtung gelöst, die eine ein Kabel aufnehmende Kabeltrommel aufweist, an der das eine Ende des aufwickelbaren Kabels festgelegt und elektrisch leitend mit einem mit einer spannungsführenden, raumfesten Steckdose kuppelbaren Stecker verbunden ist, bei welcher Kabelaufwickelvorrichtung das von der Kabeltrommel abwickelbare Ende des Kabels mit einer Steckkupplung versehen ist. Bei einer solchen Kabelaufwickelvorrichtung wird das Kabel von der ortsfest angeordneten Kabeltrommel abgezogen, wodurch die an dem abwickelbaren Kabelende vorgesehene Steckkupplung zu dem Arbeitsort eines elektrischen Gerätes bewegt werden kann. An diesem kann das elektrische Gerät mit seinem Steckanschluß mit der Steckkupplung des Kabels verbunden werden.

Ein unkontrolliertes Abrollen des Kabels von der Kabeltrommel wird dadurch verhindert, daß die Kabeltrommel mit einer in Abwickelrichtung wirkenden Bremseinrichtung versehen ist.

Vorteilhaft ist es, wenn die Kabeltrommel mit einem diese zumindest in Aufwickelrichtung antreibenden Antrieb versehen ist. Damit läßt sich eine von der Kabeltrommel abgewickelte Kabellänge wieder in einfacher Weise auf die Kabeltrommel aufwickeln.

Ein einwandfreies Ab- und Aufwickeln des Kabels wird dadurch erreicht, daß die Kabeltrommel um eine quer zu ihrer Drehachse gerichtete Achse verschwenkbar gelagert ist. Infolge einer solchen schwenkbaren Anordnung der Kabeltrommel richtet sich diese stets entsprechend der jeweiligen Ab- bzw. Aufwickelrichtung des Kabels aus, so daß dieses exakt ab- bzw. aufgewickelt werden kann und nicht mit den Seitenwangen der Kabeltrommel verkantet.

Dadurch, daß die Kabeltrommel in eine Gehäuse- oder Wandnische eingebaut ist, wird die Kabeltrommel in einfacher Weise vor mechanischer Beschädigung geschützt.

Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung nachfolgend noch näher erläutert.

Die erfindungsgemäße Kabelaufwickelvorrichtung weist eine Kabeltrommel 1 auf, die mittels Achszapfen 2 in Lagerbohrungen 3 drehbar gelagert ist, die im Bereich des freien Endes der Schenkel 4 eines U-förmigen Tragteiles 5 vorgesehen sind. Das U- förmige Tragteil 5 ist mit einem an seinem Joch 6 angeordneten Schwenkzapfen 7 in einer am waagerechten Tragarm 8 einer Winkelkonsole 9 vorgesehenen Bohrung 10 verschwenkbar gelagert. Mit ihrem senkrecht gerichteten Tragarm 11 ist die Winkelkonsole 9 an einer raumfesten Wand 12 befestigt.

Die Winkelkonsole 9 kann zusammen mit der Kabeltrommel 1 auch in einer Wandnische eingebaut sein. Hierdurch wird ein Schutz gegen mechanische Beschädigungen der vollständigen Kabelaufwickelvorrichtung erreicht.

Ein auf der Kabeltrommel 1 aufgewickeltes Kabel 13 ist mit seinem einen, nicht sichtbaren Ende im Nabenbereich der Kabeltrommel 1 befestigt und elektrisch leitend mit einem außerhalb der Kabeltrommel 1 befindlichen Stecker verbunden. Dieser Stecker kann sich an einem über den einen hohl ausgebildeten Achszapfen 2 nach außen geführten Kabelstück befinden. Die elektrische Verbindung dieses Kabelstückes mit dem entsprechenden Ende des auf die Kabeltrommel 1 aufgewickelten Kabels 13 erfolgt durch eine an sich bekannte Schleifkontakteinrichtung. An dem von der Kabeltrommel 1 abziehbaren Ende 14 des Kabels 13 befindet sich eine Steckkupplung 15. In diese Steckkupplung 15 kann ein an der Zuleitung eines elektrischen Gerätes vorgesehener Stecker eingesteckt werden.

Durch den Einsatz der vorbeschriebenen Kabelaufwickelvorrichtung kann auf eine in oder an elektrischen Geräten angeordnete Kabelaufwickelvorrichtung verzichtet werden. Damit ergibt sich für diese Geräte eine Gewichts- und Volumenreduzierung und somit eine leichtere Handhabung dieser Geräte. Außerdem können an eine derartige Kabelaufwickelvorrichtung verschiedene Geräte angeschlossen werden. Somit kann bei elektrischen Geräten generell auf eine eigene Kabelaufwickelvorrichtung verzichtet werden. Es lassen sich auch bereits vorhandene und nicht mit einer Kabelaufwickelvorrichtung ausgerüstete Geräte mittels der beschriebenen Kabelaufwickelvorrichtung leichter handhaben.

Die Kabeltrommel 1 der Kabelaufwickelvorrichtung kann in bekannter Weise mit einem das Aufwickeln des Kabels 13 bewirkenden Antrieb versehen sein. Dies kann beispielsweise ein elektromotorischer Antrieb oder auch ein mit einem Federmotor arbeitender Antrieb sein. Derartige Antriebe sind an sich bekannt.

Zur Verhinderung eines unkontrollierten Abrollens des Kabels 13 von der Kabeltrommel 1 ist es zweckmäßig eine entsprechende Bremsvorrichtung vorzusehen. Eine gesonderte Bremsvorrichtung erübrigt sich dann, wenn die Kabeltrommel 1 mit einem diese in Aufwickelrichtung antreibenden Federmotor versehen ist. Da ein solcher Federmotor beim Abwickeln des Kabels 13 von der Kabeltrommel 1 gespannt wird, ist damit durch diesen die gewünschte Bremswirkung in Abwickelrichtung bereits gegeben.

Durch die schwenkbare Lagerung um den Schwenkzapfen 7 wird erreicht, daß sich die Kabeltrommel 1 beim Abziehen oder Aufwickeln des Kabels 13 jeweils in die Abzieh- bzw. Aufwickelrichtung des Kabels 13 ausrichtet. Dies führt zu einem exakten Auf- bzw. Abwickeln des Kabels 13 auf bzw. von der Kabeltrommel 1, da das Kabel nicht mit den Seitenwangen der Kabeltrommel 1 verkantet. Das Verschwenken der Kabeltrommel 1 wird noch dadurch begünstigt, daß die Schwenkachse nicht direkt in der der Drehachse entsprechenden Längsebene angeordnet sondern gegenüber dieser Längsebene seitlich versetzt ist. Hierdurch ergibt sich eine entsprechende Hebelwirkung durch die das Verschwenken der Kabeltrommel erleichtert wird. Bezugszeichenliste 1 Kabeltrommel

2 Achszapfen

3 Lagerbohrung

4 Schenkel

5 Tragteil

6 Joch

7 Schwenkzapfen

8 waagerechter Tragarm

9 Winkelkonsole

10 Bohrung

11 senkrechter Tragarm

12 Wand

13 Kabel

14 abziehbares Ende des Kabels

15 Steckkupplung


Anspruch[de]
  1. 1. Raumfest angeordnete Kabelaufwickelvorrichtung, die eine ein Kabel (13) aufnehmende Kabeltrommel (1) aufweist, an der das eine Ende des aufwickelbaren Kabels (13) festgelegt und elektrisch leitend mit einem mit einer spannungsführenden, raumfesten Steckdose kuppelbaren Stecker verbunden ist, bei welcher Kabelaufwickelvorrichtung das von der Kabeltrommel (1) abwickelbare Ende (14) des Kabels (13) mit einer Steckkupplung (15) versehen ist.
  2. 2. Kabelaufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabeltrommel (1) mit einer in Abwickelrichtung wirkenden Bremseinrichtung versehen ist.
  3. 3. Kabelaufwickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabeltrommel (1) mit einem diese zumindest in Aufwickelrichtung antreibenden Antrieb versehen ist.
  4. 4. Kabelaufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabeltrommel (1) um eine quer zu ihrer Drehachse (Achszapfen 2) gerichtete Schwenkachse (Schwenkzapfen 7) verschwenkbar gelagert ist.
  5. 5. Kabelaufwickelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (7) gegenüber der Längsebene der Drehachse (2) seitlich versetzt angeordnet ist.
  6. 6. Kabelaufwickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabeltrommel (1) in eine Gehäuse- oder Wandnische eingebaut ist.






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