PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69230040T2 05.01.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0609345
Titel BIOKOMPATIBLES IMPLANTAT FÜR DIE ZEITLICHE ABSTIMMUNG DER OVULATION VON STUTEN
Anmelder Peptech Ltd., North Ryde, Neusüdwales, AU
Erfinder TRIGG, Timothy, Elliot, Warrawee, NSW 2074, AU;
SQUIRES, Edward, L., Fort Collins, CO 80524, US;
JOCHLE, Wolfgang, Denville, NJ 07834, US
Vertreter H. Weickmann und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69230040
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.10.1992
EP-Aktenzeichen 929223659
WO-Anmeldetag 19.10.1992
PCT-Aktenzeichen AU9200557
WO-Veröffentlichungsnummer 9307833
WO-Veröffentlichungsdatum 29.04.1993
EP-Offenlegungsdatum 10.08.1994
EP date of grant 22.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2000
IPC-Hauptklasse A61D 19/00
IPC-Nebenklasse A61K 9/00   A61K 9/20   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die zeitliche Steuerung der Ovulation in Stuten und ein biokompatibles Implantat zur Verwendung in einem derartigen Verfahren.

STAND DER TECHNIK

Auf der ganzen Welt verbessert die Pferdeindustrie ständig das Zuchtmanagement. Diese Verbesserung wird durch viele Faktoren vorangetrieben; von Wichtigkeit sind (i) die Notwendigkeit, "Hengstleistung" ("stallion power") zu erhalten und (ii) die Anforderungen an die Veterinärmediziner, ihre Effizienz darin zu verbessern, Stuten mit größerer Vorhersehbarkeit ovulieren zu lassen.

Um die obigen Ziele zu erreichen, ist es entscheidend vorhersagen zu können, wann innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne eine Stute zur Ovulation gelangen wird. Es ist weit verbreitet, durch eine Injektion von humanem Choriongonadotropin (HCG) in Stuten 36 bis 48 Stunden nach der Verabreichung die Ovulation zu stimulieren. Trotz des Erfolgs mit diesem Hormon hat dieses jedoch eine Anzahl schwerwiegender Nachteile.

Sie umfassen:

(i) In vielen Ländern ist es nicht für diese Verwendung zugelassen (USA und Teile von Europa). Veterinärmediziner, die HCG in solchen Ländern verwenden, in denen es nicht zugelassen ist, haften im Falle eines Versagens des Produkts.

(ii) Kontinuierliche Anwendung in derselben Stute kann dazu führen, daß die Stute refraktär wird - Anaphylaxe ist eine Möglichkeit.

(iii) HCG wird aus humanem Urin entweder von schwangeren Frauen oder von Frauen, die sich im Stadium nach der Menopause befinden, gewonnen. Das Sammeln, das Isolieren und die Reinigung sind unangenehm, und es besteht das Risiko der Möglichkeit einer Übertragung von Krankheiten, insbesondere von solchen mit viralem Ursprung.

(iv) Der Vorrat an HCG ist nicht gesichert.

Als Alternative zu HCG hat man Luteinisierungshormon-freisetzendes Hormon (Leutinising Hormone Relasing Hormone, LHRH) in Stuten injiziert, um die Ovulation zu stimulieren. LHRH ist auch als Gonadotropin-freisetzendes Hormon (Gonadotrophin releasing hormone, GnRH) bekannt. Das LHRH stimuliert die Stute, selbst Gonadotropin herzustellen, welches wiederum die Ovulation stimuliert. Auch ein Agonist von LHRH (Buserelin) ist in Stuten injiziert worden, und es gibt Berichte, daß die Ovulation durch solche Injektionen induziert werden kann. Injizierte Hormone müssen normalerweise mehrere Male verabreicht werden, um erfolgreich zu sein, und sie werden in relativ hohen Dosen benötigt.

EP-A-0368000 beschreibt Depot-Zusammensetzungen, die GnRH, LHRH oder Derivate davon enthalten, sowie deren Verwendung bei der Manipulation der Ovulation und des Laichens bei Fischen.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein alternatives Verfahren und eine Zusammensetzung für die zeitliche Steuerung der Ovulation in Stuten.

Als erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung eines festen Trägers und einer wirksamen Menge eines Agonisten von LHRH bei der Herstellung eines Medikaments in Form eines Implantats für die kontrollierte Induktion der Ovulation in Stuten mit einem Ovarialfollikel, das sich der Reife nähert, bereitgestellt.

Gemäß einem zweiten Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird ein festes biokompatibles Implantat für die Steuerung der Induktion der Ovulation in Stuten bereitgestellt, die bereits ein Ovarialfollikel aufweisen, welches sich der Reife nähert, wobei das Implantat einen biologisch absorbierbaren Feststoff und von 1,0 bis 5,0 mg Deslorelin umfaßt.

Deslorelin ist ein Peptid und ein Superagonist für LHRH. Es ist der bevorzugte LHRH- Agonist für die Verwendung gemäß dem ersten Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Die Formel für Deslorelin ist:

D-Trp&sup6;Pro&sup9;NEtLHRH

(p Glu His Trp Ser Tyr D-Trp Leu Arg Pro NHEt)

Der Ausdruck "ein sich der Reife näherndes Ovarialfollikel" wie hierin verwendet, bedeutet ein Ovarialfollikel, welches in der Entwicklung eine Größe von mindestens ungefähr 30 mm im Durchmesser erreicht hat.

Deslorelin hat die besonderen Vorteile, daß seine Wirksamkeit bei der Induktion der Ovulation in Stuten ausreichend hoch ist, so daß das biokompatible Implantat klein genug hergestellt werden kann, um in der Praxis annehmbar zu sein. Es gibt jedoch eine Anzahl anderer LHRH-Agonisten, welche zur Durchführung der vorliegenden Erfindung gemäß dem ersten Gegenstand verwendet werden könnten, und diese umfassen die folgenden Verbindungen, wie erörtert in Dutton, A. S., "Luteinizing Hormone - Releasing Hormone (LHRH) Agonists", Drugs of the Future, Band 13, Nr. 1, 1988:

Agoniststruktur Name (Firma)

[D-Ser(But)&sup6;.des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-LHRK(1-9)NHEt Busereiln (Hoechst)

[D-Trp&sup6;]-LHRH Tryptorelin (Debiopharm) (Decapeptyn)

[des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-WRH(1-9)NHEt Fertirelin (Takeda)

[D-His(Bz)&sup6;,des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-LHRH(1-9)NHEt Hlstrelin (Ortho)

[D-Leu&sup6;,des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-LHRH(1-9)NHEt Leuprolide (Abbott)

[D-Trp&sup6;,MeLeu&sup7;,des-Gly-N&sub2;¹&sup0;]-LHRH(1-9)NHEt Lutrelin (Wyeth)

[D-Nat1(2)&sup6;]-LHRH Nafarelin (Syntex)

[D-Ser(Bu')&sup6;,Azgly¹&sup0;)-LHRH Zoladex (Registered Trade Mark) ICI

Zusätzlich können die folgenden LHRH-Agonisten zur Durchführung der Erfindung verwendet werden: [D-Ser(But)&sup6;,]-LHRH (1-9)NHEt

[D-Lys(Boc)&sup6;,des-Gly-NH&sub2;10]-LHRH(1-9)NHEt

[D-Glu(OBut)&sup6;,des-Gly-NH&sub2;10]-LHRH(1-9)NHEt

[D-Asp(OBut)&sup6;,des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-LHRH(1-9)NHEt

[D-Leu&sup6;Ser(But)&sup7;,des-Gly-NH&sub2;10]-LHRH(1-9)NHEt

[D-Ser(But)&sup6;,Cys(But)&sup7;des-Gly-NH&sub2;10]-LHRH(1-9)NHEt

[D-Ser(But)&sup6;,Ser(But)&sup7;des-Gly-NH&sub2;10]-LHRH(1-9)NHEt

[D-Phe&sup6;,Azgly¹&sup0;]-LHRH

[D-Tyr(Me)&sup6;,Azgly¹&sup0;-LHRH

[D-Ser(But)&sup6;,Azgly¹&sup0;]-LHRH

[D-Tmo&sup6;]-LHRH

[D-Nal(2)&sup6;]-LHRH

[D-Ptf&sup6;]-LHRH

[D-Tmp&sup6;]-LHRH

[D-Bpal&sup6;]-LHRH

[D-Nal(2)&sup6;MeLeu&sup7;]-LHRH

[D-Nal(2)&sup6;MeLeu&sup7;,des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-LHRH-1-9NHEt

[D-hArg(Et&sub2;)&sup6;]-LHRH

[D-hArg(Me,Bu)&sup6;]-LHRH

[D-hArg(Et&sub2;)&sup6;,des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-LHRH-1-9NHEt

[D-hArg(Me,Bu)&sup6;,des-Gly-NH&sub2;¹&sup0;]-LHRH-1-9NHEt

Der feste Träger für das LHRH oder den LHRH-Agonisten sollte ein Material sein, mit welchem Deslorelin vermischt oder in welches Deslorelin absorbiert werden kann, auf welches es adsorbiert werden kann, oder auf welches es aufgetragen werden kann. Es ist ein besonders bevorzugtes Merkmal der Erfindung, daß der Träger ein biologisch adsorbierbares anorganisches Salz, wie etwa Calciumphosphatdihydrat, Calciumphosphat, Natriumsulfat oder Calciumcarbonat ist. Dies erlaubt die preiswerte Herstellung des biokompatiblen Implantats durch eine einfache Tablettierungstechnik. Zur Hilfe bei der Fertigung des Implantats und um ein verbessertes aktives Freisetzungsprofil zu erhalten, enthält das Implantat bevorzugt einen kleinen Anteil einer organischen Tablettenfreisetzungsverbindung oder eines Gleitmittels, wie etwa eine Fettsäure oder ein gehärtetes pflanzliches Öl. Die Tablettenfreisetzungsverbindung umfaßt bevorzugt von 4 bis 10 Gew.-% des Implantats und stärker bevorzugt ungefähr 8%. Man fand heraus, daß die Freisetzungseigenschaften des LHRH-Agonisten aus einem anorganischen Salz, gemischt mit einem solchen Gleitmittel derart ist, daß die Ovulation auf streng kontrollierte Art und Weise induziert werden kann, d. h. daß ein großer Teil der Stuten zu einem bestimmten Zeitpunkt nach der Verabreichung des Implantats zur Ovulation gelangt.

Das Implantat ist vorteilhafterweise so klein wie möglich. Bevorzugt ist das Implantat im wesentlichen zylindrisch mit einem Durchmesser von 0,5 bis 5 mm und einer Länge von 1 bis 6 mm. Selbstverständlich können auch andere Größen und Formen des biokompatiblen Implantats verwendet werden, jedoch macht es die Auswahl von bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung möglich, daß die Größe des Implantats ausreichend klein ist, um von praktischer Nützlichkeit zu sein. Das Implantat ist bevorzugt klein genug, um durch eine röhrenförmige Nadel in eine Stute implantiert werden zu können. Die Nadel wird in die Stute eingeführt, wie etwa in die Halsregion, und das Implantat wird mit Hilfe eines Obturators durch die Nadel gedrückt, wenn diese abgezogen wird. Dadurch verbleibt das Implantat subkutan eingebettet im Tier. Der LHRH-Agonist wird aus dem Implantat auf kontrollierte Art und Weise freigesetzt, und der Träger löst sich langsam auf.

Der LHRH-Agonist sollte bevorzugt in einer Menge von 1,0 bis 5,0 mg, stärker bevorzugt 1,5 bis 3,0 mg und am stärksten bevorzugt 2,0 bis 2,4 mg für eine Vollblutstute durch schnittlicher Größe in dem Implantat vorhanden sein.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Anschließend sind in Form von Beispielen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben, die sich auf die beigefügten Figuren beziehen, in welchen:

Fig. 1 die Zeit bis zur Ovulation für Stuten zeigt, die wie in Beispiel 1 beschrieben behandelt wurden;

Fig. 2 die Zeit bis zur Ovulation nach der Behandlung mit einem Kurzzeitimplantat zeigt, welches 2,25 mg LHRH enthält, wie in Beispiel 2 beschrieben; und

Fig. 3 bis 6 die Ovulationsreaktion auf Behandlungen wie in Beispiel 3 beschrieben zeigen.

DAS BESTE VERFAHREN ZUR DURCHFÜHRUNG DER ERFINDUNG

In allen Beispielen wurden, wenn nicht anders angegeben, Kurzzeitimplantate des LHRH- Agonisten Deslorelin hergestellt, indem das Deslorelin mit fein gemahlenem Calciumcarbonat und 5% eines gehärteten pflanzlichen Öls als Tablettierungshilfe, welches unter dem Handelsnamen "LUBRITAB" (Edward Mendell Co., Inc., New York, U. S. A.) verkauft wird, vermischt wird. Das Gemisch wird dann auf herkömmliche Art und Weise zur gewünschten Form tablettiert. Die Implantate waren im wesentlichen zylindrisch mit einem Durchmesser von 2,3 mm und einer Länge von 3,4 mm. Alle Behandlungen mit HCG erfolgten durch Injektion.

Beispiel 1

Gruppen von zwölf Hannoveraner Stuten bekamen jeweils ein Placeboimplantat, eine Injektion mit entweder 3000 iuHCG oder 5000 iuHCG oder ein Implantat, welches 1,5 mg Deslorelin enthielt. In diesem Beispiel erfolgte die Behandlung, wenn die Stuten Follikel mit 40 mm Durchmesser aufwiesen, da die Pferde Hannoveraner waren. Die Ergebnisse dieses Beispiels sind in Fig. 1 dargestellt. Es ist ersichtlich, daß das Implantat genauso gut wie 3000 iuHCG und möglicherweise auch genau so gut wie 5000 iuHCG wirkte.

Beispiel 2

Das Verfahren von Beispiel 1 wurde mit 27 Hannoveraner Stuten wiederholt, denen ein Kurzzeitimplantat gegeben wurde, welches 2,25 mg Deslorelin enthielt. Es kann davon ausgegangen werden, daß diejenigen Stuten, die innerhalb von 0 bis 24 Stunden ovulier ten, in Abwesenheit einer Behandlung ovuliert hätten. Die in diesem Beispiel erhaltenen Ergebnisse sind in Fig. 2 dargestellt.

Beispiel 3

Gruppen von Stuten erhielten jeweils ein Placeboimplantat, ein Implantat mit 1,3, 1,6 oder 2,2 mg Deslorelin, oder 5000 iuHCG. Die Placebobehandlung ist in Fig. 6 mit 101 bezeichnet, und die Deslorelinimplantate sind jeweils als 102, 104 und 100 bezeichnet.

Es ist ersichtlich, daß die Variation in der Ovulation bei der Behandlung mit 2,2 mg geringer war als bei allen anderen Behandlungen; die Ovulation trat bei dieser Behandlung im allgemeinen ungefähr 48 Stunden nach der Implantation ein.

Einige Daten wurden aus diesen Analysen entfernt, da es sich in diesem Test um Ausreißer handelte. Die Kriterien für die Entfernung waren wie folgt: Jene Tiere, die innerhalb von 24 Stunden oder 8 Tage und mehr nach der Implantation eine Ovulation hatten, wurden als von dem Implantat nicht betroffen angesehen. Die entfernten Zahlen waren 2 · HCG; 5 · 100, 2 · 101,0 · 102 und 2 · 104.

Beispiel 4

Stuten mit einer Follikelgröße von mindestens 30 mm, bestimmt durch Ultraschall und rektale Palpation, wurden einer der drei Behandlungsgruppen zugeordnet. Diese waren Implantat mit 2,2 mg Deslorelin, HCG (5000 iu) und unbehandelte Kontrolltiere. Es ist offensichtlich, daß bei den mit Deslorelin implantierten und den HCG-injizierten Stuten die Ovulation im allgemeinen ungefähr 2 Tage nach der Behandlung auftrat. Unbehandelte Kontrollen brauchten beträchtlich länger als die behandelten Gruppen bis zur Ovulation sowohl nach der Implantation als auch vom Start des Östrus. Es scheint, daß die unbehandelten Kontrollen sich länger im Östrus befanden als die behandelten Tiere.

Tabelle 1 STUDIE 1: Durchschnittswerte von Östrus-Merkmalen für drei Ovulationsinduktionsbehandlungen

Beispiel 5

Stuten mit einer Follikelgröße von mindestens 30 mm, bestimmt durch Ultraschall und rektale Palpation an zwei Stellen (CSU und UCD) wurden einer von fünf Behandlungsgrupen zugeordnet. Diese Behandlungsgruppen waren ein Placeboimplantat, und Implantate, die 1,2 mg, 1,7 mg, 2,2 mg und 2,7 mg Deslorelin enthielten. In diesem Beispiel umfaßte das Implantat feingemahlenes Calciumphosphatdihydrat, 8 Gew.-% LUBRITAB und in den dafür vorgesehenen Implantaten das Deslorelin. Eine Zusammenfassung der erhaltenen Ergebnisse ist in Tabelle 2 dargestellt, welche die Durchschnittszeitdauer in Stunden bis zur Ovulation, die Standardabweichung in Stunden der Zeit bis zur Ovulation, die Anzahl von Stuten in der Probe und den Prozentsatz der Stuten, die innerhalb von 48 Stunden ovulierten, zeigt.

Tabelle 2 Zusammenfassung der Statistika* für die Zeit bis zur Ovulation nach Testlokalisation und Deslorelindosis-Behandlungsgruppe

* Zusammengefaßte Statistika umfassen den Mittelwert (x) und die Standardabweichung (s) der Zeit bis zur Ovulation, der Probengröße (n) und des Prozentsatzes an Stuten, die innerhalb von 48 Stunden ovulierten (P).

Die Stuten wurden gedeckt, und Tabelle 3 faßt die Trächtigkeit unter den Stuten zusammen. Diese Tabelle gibt die Probengröße, die Anzahl und den Prozentsatz an trächtigen Stuten nach einem ersten Zyklus und die Anzahl und den Prozentsatz an trächtigen Stuten nach einem zweiten Zyklus an.

Tabelle 3 Zusammenfassung* der Trächtigkeit unter Teststuten nach Testlokalisation und Deslorelindosis-Behandlungsgruppe.

* Die Zusammenfassung umfaßt die Probengröße (n), die Anzahl (m&sub1;) und den Prozentsatz (P&sub1;) der nach einem ersten Zyklus trächtigen Stuten, sowie die Anzahl (m&sub2;) und den Prozentsatz (P&sub2;) der nach einem zweiten Zyklus trächtigen Stuten.

** Eine Stute in jeder dieser Testgruppen wurde nicht rückgezüchtet ("was nöt bred back").

Der Fachmann wird erkennen, daß viele Variationen und/oder Modifikationen an der Erfindung, wie sie durch die speziellen Ausführungsformen dargestellt ist, vorgenommen werden können, ohne vom Schutzumfang der beschriebenen Erfindung abzuweichen. Die vorliegenden Ausführungsformen werden daher in allen Aspekten als veranschaulichend und nicht beschränkend angesehen.


Anspruch[de]

1. Verwendung eines festen Trägen und einer wirksamen Menge eines Agonisten von LHRH in der Herstellung eines Medikamentes in der Form eines Implantates für die gesteuerte Einleitung der Ovulation bei Stuten mit einem Ovarialfollikel, das sich der Reifung nähert.

2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der LHRH Agonist Deslorelin ist.

3. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der LHRH-Agonist in dem Implantat in einer Menge von 1,0 bis 5,0 mg vorzugsweise 1,5 bie 3,0 mg und insbesonder 2,0 bis 2,4 mg vorhanden ist.

4. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der feste Träger ein biologisch absorbierbares, anorganisches Salz und eine organische Tablettenfreigabeverbindung umfaßt.

5. Verwendung nach Anspruch 1, wobei das Implantat zum subkutanen Einsetzen in die Stute ausgebildet ist.

156. Verwendung nach Anspruch 5, wobei das Implantat zum Einsetzen in die Stute durch eine rohrförmige Nadel, dis in die Stute eingeführt wird, ausgebildet ist, wobei das Implantat mit einem Obturator die Nadel. hinuntergeschoben wird, während die Nadel zurückgezogen wird.

7. Festes, biokompatibles Implantat zum Steuern der Einleitung einer Ovulation bei Stuten, die bereits ein Ovarialfollikel haben, das sich der Reifung nähert, wobei das Implantat einen biologisch absorbierbaren Feststoff und 1,0 bis 5,0 mg, vorzugsweise 1,5 bis 3 mg und insbesondere 2,0 bis 2,4 mg Deslorelin umfaßt.

8. Biokompatibles Implantat nach Anspruch 7, wobei der feste Träger ein biologisch absorbierbares, anorganisches Salz aufweist, das vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Kalziumphosphatdihydrat, Kalxiumphosphat, Natriumsulphat und Kalziumkarbonat, sowie eine organische Tablettenfreigabeverbindung, die vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend eine Fettsäure und ein hydratisiertes, pflanzliches Öl.

9. Biokompatibles Implantat nach Anspruch 8, wobei das Implantat im wesentlichen zylindrisch ist mit einem Durchmesser von 0,5 bis 5, 0 mm und einer Länge von 1,0 bis 6,0 mm.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com