PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19928882A1 20.01.2000
Titel Zugwalzen/Zugring-Kombination in einer Rollenrotationsdruckmaschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Hilliard, Michael William, Somersworth, N.H., US
DE-Anmeldedatum 24.06.1999
DE-Aktenzeichen 19928882
Offenlegungstag 20.01.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2000
IPC-Hauptklasse B41F 13/08
Zusammenfassung In einer Rollenrotationsdruckmaschine ist eine Zugwalzen/Zugring-Kombination vorgesehen, die eine lange Lebensdauer aufweist und einer minimalen Regulierung bedarf, und die eine konstante Geschwindigkeitssteigerung ermöglicht. Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfaßt die Zugwalze (400) eine starre Welle (102), eine auf der Welle (102) angebrachte elastische Polymer-Innenschicht (106), und eine auf der elastischen Polymer-Innenschicht (106) angebrachte äußere metallene Abdeckung (404). Die metallene äußere Abdeckung (404) kann starr oder biegsam sein. Die Zugwalze (400) umfaßt ferner Begrenzungsringe (408), die die Durchbiegung der äußeren Abdeckung auf einem maximalen Wert beschränken.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zugwalzen/Zugring-Kombination in einer Rollenrotationsdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1

Die in Fig. 7 gezeigte Ansicht einer Druckmaschine ist eine Ausführung einer herkömmlichen Rollenrotationsdruckmaschine, die nach den im Stand der Technik wohlbekannten Techniken und Prinzipien auch unterschiedlich konstruiert sein kann. Beispielsweise kann die Druckmaschine 700 je nach Erfordernis mehrere Druckwerke 720, mehrere Zuführstationen 710 und mehrere Falzeinrichtungen 750 aufweisen. Obschon in Fig. 7 nur eine Trockeneinheit 730 und nur eine Kühleinheit 740 gezeigt sind, kann eine herkömmliche Rollenrotationsdruckmaschine mehrere Trockeneinheiten und/oder mehrere Kühleinheiten umfassen.

In herkömmlichen Druckmaschinen, wie der in Fig. 7 gezeigten Rollenrotationsdruckmaschine, kommen durch die Druckmaschine laufende Bahnen oder Bahnstränge eines Drucksubstrates oft mit einem Spalt in Kontakt, um gesteuert und/oder stabilisiert zu werden. Spalte befinden sich in vielen Bereichen der Druckmaschine, beispielsweise in der Zuführstation 710, in der Kühleinheit 740 und im Falzapparat 750. In solch einem Spalt wird ein Objekt zwischen zwei Oberflächen, Punkten oder Kanten erfaßt oder ergriffen. In Rollenrotationsdruckmaschinen werden solche Spalte normalerweise durch zwei aneinander angestellte Zylinder gebildet, so daß die beiden Zylinder gleichzeitig die zwischen diesen hindurchlaufende Bahn kontaktieren und erfassen.

Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht eines von den Zylindern 812 und 814 gebildeten Spaltes 800 und eine zwischen den Zylindern 812, 814 hindurchlaufende Bahn 810. Weist der eine der den Spalt bildenden Zylinder einen entlang seiner Drehachse variierenden Durchmesser auf, dann kann der andere Zylinder einen korrespondierenden variierenden Durchmesser aufweisen. Alternativ kann der andere Zylinder einen im wesentlichen konstanten Durchmesser entlang seiner Drehachse aufweisen. Die Bahn 810 braucht keine gerade Linie zu bilden, wenn sie sich durch den Spalt 800 bewegt. Jeder der einen Spalt bildenden Zylinder 812 und 814 kann z. B. eine Walze oder auch ein Ring sein. Gewöhnlich bieten die Walzen eine Kontaktfläche für die Bahn in ihrer vollen Breite. Jedoch können auch Ringe verwendet werden, die normalerweise entlang einer Welle bewegbar sind, so daß sie auf unterschiedliche Bahnbreiten, Druckbedingungen und dergleichen eingestellt werden können. Die einen Spalt bildenden Ringe bieten eine Kontaktfläche für nur einen Teil der Breite der Bahn und zwar meistens nahe den Seitenrändern der Bahn. Gewöhnlich ist mindestens einer der den Spalt bildenden Zylinder angetrieben. Oft ist einer der Zylinder eine angetriebene Stahlwalze und der andere ist eine mit einem Polymer bedeckte freilaufende Walze.

Zugwalzen und Zugringe können mehrere Funktionen erfüllen, die die Leistung der Druckmaschine wesentlich beeinflussen. Wenn beispielsweise die Bahnstränge von Zugwalzen und/oder Zugringen ergriffen werden, können hierdurch die Geschwindigkeit sowie die Spannung der Bahnstränge reguliert werden, während sich diese durch die Druckmaschine bewegen.

Weiterhin befindet sich die Bahn während des Schneideprozesses gewöhnlich in einem gestrafften Zustand, so daß die Spannung in der Bahn beim Schneiden freigesetzt wird, was die geschnittenen Enden vom Schneidepunkt zurückschnellen läßt. Es kann eine besondere Art von Zugwalze, die als Anti-Rückschlagwalze bezeichnet wird, verwendet werden, um die Bahn nahe dem Schneidepunkt zu ergreifen und somit die Rückschlagstrecke der geschnittenen Bahnenden zu verringern.

Anti-Rückschlagwalzen können auch zum Anbringen von Wellungen (corrugations) in einer Bahn entlang ihrer Laufrichtung durch die Druckmaschine verwendet werden, um die Bahn bzw. deren freies Ende zu versteifen, wenn diese geschnitten wird. Die erhöhte Steifigkeit des geschnittenen Bahnendes ermöglicht ein präziseres Führen des Bahnendes zwischen den Stationen in der Druckmaschine. Zugwalzen und/oder Zugringe können auch vorgesehen sein, um einen Falz in der Bahn zu bilden oder zu verstärken, während diese durch den Spalt zwischen den Walzen oder Ringen hindurchläuft. Gewöhnlich sind Zugringe und Anti-Rückschlagwalzen im Falzapparat angeordnet.

Obschon Zugwalzen aus massivem Stahl und/oder Zugringe aus geriffeltem oder gerändeltem Stahl normalerweise dauerhaft und verschleißarm sind, erweisen sie sich als empfindlich, wenn der Spalt zwischen den Walzen oder Ringen justiert oder eingestellt werden muß. Dies ist im besonderen der Fall, wenn eine kleine Anzahl von Bahnsträngen durch die Maschine geführt wird. Es wurden Versuche unternommen, den Mechanismus zum Justieren des Walzenspaltes neu zu konstruieren, um mehr mechanische Vorteile zu bieten und die Präzision der Justierung des Walzenspaltes zu verbessern. Jedoch haben die Ergebnisse gezeigt, daß beim Betrieb der Druckmaschine der Mechanismus die Einstellung des Walzenspaltes nur bedingt aufrecht erhalten kann.

In einigen Rollenrotationsdruckmaschinen des Standes der Technik wurden seit Jahren Zugwalzen und Ringe aus festem oder hartem Material mit einer dünnen Polymer-Außenschicht verwendet. Es hat sich gezeigt, daß diese Walzen und Ringe beim Einstellen des Walzenspaltes weniger empfindlich sind als Walzen und Ringe aus massivem Stahl, jedoch anderweitig nach einiger Zeit größere Verschleißerscheinungen aufweisen. Zudem ist die Polymerschicht zwar flexibel, jedoch inkompressibel, was zu einer unerwünschten Geschwindigkeitssteigerung des Bahnstrangs führen kann, wenn sich dieser zwischen den Zugwalzen hindurch bewegt, insbesondere wenn der Walzenspalt eng eingestellt ist. Dieser Geschwindigkeitszuwachs erhöht sich noch mit dem Grad der Verformung oder des Eindrückens der Polymer-Außenschicht.

Weitere Zugwalzenkonstruktionen sind z. B. in EP 0 743 183 A2 offenbart.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Zugwalzen und Zugringe zu schaffen, die dauerhafter als die mit einem Polymer beschichteten Zugwalzen und Zugringe sind, und die einen von dem Biegungsgrad oder Verformungsgrad unabhängigen konstanten Geschwindigkeitszuwachs ermöglichen. Weiterhin ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Zugwalzenkonstruktion zu schaffen, die eine weniger präzise und weniger häufige Einstellung erfordert, verglichen mit Zugwalzen und Zugringen aus massivem Stahl.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf wartungsarme Zugwalzen, also auf Zugwalzen und Zugringe, die von langlebiger Beschaffenheit sind und eine minimale Regulierung erfordern, und mit denen auf akkurate Weise gewünschte Geschwindigkeitszuwächse (gain), die konstant und von der Verformung oder Durchbiegung des Materials unabhängig sind, erzielt werden können.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Zugwalze vorgesehen, die eine starre Welle aufweist, auf welcher eine elastische Innenschicht und eine flexible, nachgiebige äußere Abdeckung über der elastischen Innenschicht aufgebracht ist. Die äußere Abdeckung weist eine Biegungsfestigkeit auf, die größer als die Biegungsfestigkeit der elastischen Innenschicht ist. Die äußere Abdeckung kann aus Metall bestehen und die elastische Innenschicht kann ein Polymer sein. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die äußere Abdeckung starr. Die Zugwalze kann wahlweise Begrenzungsringe zwischen der starren Welle und der Innenfläche der äußeren Abdeckung aufweisen, um die Biegung der äußeren Abdeckung und der Polymer-Innenschicht auf ein Maximum zu begrenzen. Diese maximale Biegung kann je nach den gewünschten Konstruktionseigenschaften, den Funktionsparametern und der besonderen Anwendung variieren.

Die vorliegende Erfindung wird in der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den beigefügten, nachstehend aufgeführten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt einer Zugwalze gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2 einen Querschnitt einer Zugwalze gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 3 einen Querschnitt einer Zugwalze gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 4 einen Querschnitt einer Zugwalze gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 5 einen Querschnitt einer Zugwalze gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 6 einen Querschnitt einer Zugwalze gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Druckmaschine, die die Erfindung enthalten kann;

Fig. 8 eine Seitenansicht einer Bahn, die sich durch einen Spalt bewegt, der eine Ausführungsform der Erfindung umfassen kann;

Fig. 9 einen Querschnitt eines Zugrings gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Fig. 1 zeigt den Querschnitt einer Zugwalze 100 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Die Walze 100 dreht sich um eine Drehachse 110 und umfaßt eine Welle 102, eine die Welle 102 umgebende, aus einem Polymer bestehende Innenschicht 106 und eine die Polymer-Innenschicht 106 umgebende flexible äußere Abdeckung 104. Diese äußere Abdeckung 104 biegt sich in Reaktion auf eine auf deren Außenfläche örtlich aufgebrachte Kraft, die beispielsweise durch einen zwischen der Walze 100 und einer anderen Walze oder einem Ring hindurchlaufenden Bahnstrang ausgeübt werden kann. Die äußere Abdeckung 104 kann aus einem beliebigen Material, das hinreichend elastisch und langlebig ist, konstruiert sein. Beispielsweise kann die äußere Abdeckung 104 aus Stahl oder einem anderen geeigneten langlebigen Material hergestellt sein, das eine Biegungsfestigkeit aufweist, die größer als die Biegungsfestigkeit der Polymer-Innenschicht 106 ist. Die Polymer-Innenschicht 106 kann aus Polyurethan, Silikon oder einem beliebigen anderen elastischen Material mit entsprechender Dichte, Elastizität und anderen charakteristischen Eigenschaften bestehen. Diese Eigenschaften können z. B. die Fähigkeit des Materials seine ursprüngliche Form nach einer Deformation wieder zu erlangen, der Wärmeübertragungskoeffizient, der Schmelzpunkt und die für einen gegebenen Biegungsgrad und eine gewisse Umdrehungsgeschwindigkeit erzeugte Reibungswärme sein. Die Polymer-Innenschicht 106 besteht vorzugsweise aus einem elastischen, inkompressiblen Material, wie z. B. aus massivem Polyurethan, kann aber auch aus einem elastischen, kompressiblen Material, z. B. Polyurethan oder Gummi mit darin gebildeten Hohlräumen bestehen. Beispielsweise kann das elastische Material mit einem Gas gefüllte, geschlossene Zellen haben oder es kann mit offenen Zellen strukturiert sein.

Wie oben erwähnt, kontaktiert ein durch die Druckmaschine transportierter Bahnstrang die Außenfläche der äußeren Deckschicht 104 der Zugwalze 100 und übt dabei eine Kraft auf die äußere Abdeckung 104 aus, wobei diese Kraft bewirkt, daß sich die Abdeckung 104 im Kontaktbereich biegt und abflacht. Begrenzungsringe 108 kontaktieren den Innendurchmesser der äußeren Abdeckung 104 an deren Enden, jedoch bildet sich ein Spalt zwischen dem Innenumfang des Begrenzungsrings 108 und der Welle 102. Wenn sich somit die äußere Abdeckung 104 und die Polymer-Innenschicht 106 hinreichend durchbiegen, dann kontaktiert ein Teil des Innendurchmessers des Begrenzungsrings 108 die Welle 102 und das weitere Durchbiegen wird begrenzt oder verhindern.

Wie in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 gezeigt ist, können alternativ auf der Welle 102 entlanggleitende Begrenzungsringe 408 vorgesehen sein, die einen Außendurchmesser aufweisen, der kleiner als der Innendurchmesser der äußeren Abdeckung 404 ist. Wenn also die äußere Abdeckung 404 und die Innenschicht 106 hinreichend durchgebogen werden, kontaktieren die Begrenzungsringe 408 einen Teil der Innenfläche der äußeren Abdeckung 404 und begrenzen oder verhindern ein weiteres Durchbiegen. Die Begrenzungsringe 108 und 408 sind vorzugsweise aus einem geeigneten festen und langlebigen Materialien, z. B. aus Stahl, gefertigt, wobei auf die Begrenzungsringe auf der Zugwalze unter Umständen ganz verzichtet werden kann.

Fig. 9 zeigt einen Zugring 900 mit einer elastischen Polymer-Innenschicht 906, die von gleicher Beschaffenheit wie die Innenschicht 106 ist, und die mit einer biegsamen äußeren Abdeckung versehen ist, welche vorzugsweise die gleiche Beschaffenheit wie die äußere Abdeckung 104 besitzt. Der Zugring 900 funktioniert in gleicher Weise wie die hier beschriebenen Walzen 100, 200, 300 und 400, erstreckt sich jedoch nur über einen Teil der durch den Spalt laufenden Bahn. Der Zugring 900 ist vorzugsweise ebenfalls entlang der Achse 110 der Welle 102 bewegbar. Zwischen der Welle 102 und der Innenschicht 906 ist ein innerer Ring 908 vorgesehen, in der Weise, daß der Zugring 900 entlang der Welle 102 bewegt werden kann. Der Innenring 908 kann z. B. ein gespaltener Ring aus Metall sein, der auf herkömmliche Weise befestigt werden kann, um den Zugring 900 an einer bestimmten Stelle entlang der Welle 102 zu fixieren, und der gelöst werden kann, wenn der Zugring 900 zu einer anderen Stelle bewegt werden soll.

Die Fig. 2 und 3 zeigen Zugwalzen 200 und 300 mit Begrenzungsringen 208, 308. Die Begrenzungsringe 208, 308 funktionieren in der gleichen Weise wie die Begrenzungsringe 408 der Fig. 4. Die Ringe 208 begrenzen ebenfalls die Bewegung der Innenschicht 206 entlang der Achse 110. Die Ringe 308 sind den Ringen 208 ähnlich, weisen jedoch zusätzliche Ränder 309 auf, welche die Außenkante der Außenabdeckung 304 der Walze 300 umschließen. Somit begrenzen die Ringe 308 zum einen die Bewegung der Innenschicht 206 entlang der Achse 110 und begrenzen zum anderen auch die maximale Durchbiegung der Innenschicht 206 weg von der Welle 102.

Die Begrenzungsringe 210 funktionieren in gleicher Weise wie die Begrenzungsringe 408 der Fig. 4.

In gleicher Weise, wie dies im Zusammenhang mit der in Fig. 1 gezeigten äußeren Abdeckung 104 beschrieben wurde, können die in den Fig. 2-4 gezeigten äußeren Abdeckungen 204, 304 und 404 ebenfalls flexibel sein und z. B. aus Federstahl, Nickel, Nylon oder einem anderen geeigneten Material bestehen. Die flexiblen äußeren Abdeckungen besitzen eine hinreichende Biegungsfestigkeit und Dauerhaftigkeit, um die jeweilige Polymer-Innenschicht zu erhalten und somit einen konstanten Geschwindigkeitszuwachs zu gewährleisten, besonders bei einem inkompressiblen Polymer. Alternativ können die äußeren Abdeckungen 204 und 404 starr sein und z. B. aus Nickel, Stahl oder einem anderen geeigneten Material mit ausreichendem Härtegrad und Dicke gebildet sein, um in der Druckmaschine einer Biegung wirksam zu widerstehen. Wenn die äußeren Abdeckungen 204 und 404 von starrer Beschaffenheit sind, dann wird in Reaktion auf eine von einem Bahnstrang und/oder einer anderen Zugwalze oder einem Zugring ausgeübten Kraft die ganze äußere Abdeckung bezüglich der Drehachse 110 verschoben.

Obschon die Begrenzungsringe hier oben als aus starrem Material bestehend beschrieben wurden, können diese auch aus flexiblem Material bestehen. Die Eigenschaften der Begrenzungsringe können also so gewählt werden, daß die Wirksamkeitskurve der Biegung der Zugwalze weiter verfeinert und bestimmten erfindungsgemäßen Anwendungen angepaßt wird. Beispielsweise können die Begrenzungsringe als von der Welle getrennte Komponenten oder als mit der Welle ein Ganzes bildende Teile hergestellt sein. Es kann auch vollständig auf die Begrenzungsringe verzichtet werden.

Nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die in Fig. 4 gezeigte Walze 400 so konstruiert sein, daß der Außendurchmesser der äußeren Abdeckung 404 16,3 cm (6.4 inches) und die Dicke dieser äußeren Abdeckung 0,01 cm (0.005 inch) beträgt, die äußere Abdeckung 404 aus Nickel besteht und die Polymer-Innenschicht 106 Polyurethan ist. Bei dieser Konstruktion ergibt eine radiale Durchbiegung oder Auslenkung der äußeren Abdeckung 404 und der Polymer-Innenschicht 106 von 0,05 cm (0.02 inch) in Richtung der Drehachse 110 eine Bahnkontaktfläche mit einer Sehnenlänge von 1,81 cm (0.714 inch). Eine radiale Biegung der äußeren Abdeckung 404 und der Polymer-Innenschicht 106 von 0,01 cm (0.004 inch) in Richtung der Drehachse 110 ergibt eine Bahnkontaktfläche mit einer Sehnenlänge von 0,81 cm (0.319 inch). Bei einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anti-Schlupf-Ring-Konstruktion auf der Basis der zuvor genannten Meßwerte und Materialien ergibt sich eine minimale radiale Durchbiegung der äußeren Abdeckung 104 und der Polymer-Innenschicht 106 von ungefähr 0,025 cm (0.01 inch). Die Meßwerte und Materialien dieser Ausführungsform haben jedoch nur beispielhaften Charakter und können im Hinblick auf die jeweiligen Parameter und Anwendungsmöglichkeiten modifiziert werden. Es können z. B. unterschiedliche Materialien verwendet werden und die Ausmaße können größer oder kleiner sein, um eine gleiche Leistung zu erzielen oder um die Leistung in unterschiedlichen Situationen zu verbessern.

Fig. 5 zeigt eine Walze 500 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die sich von der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform dahingehend unterscheidet, daß die harte äußere Abdeckung 504 aus Stahl mit integralen Aussparungen 520 und Vorsprüngen 522 ausgebildet ist, welche Wellungen in der über die Walze 500 laufenden Bahn oder dem Bahnstrang (nicht gezeigt) formen.

Alternativ zeigt Fig. 6 eine Walze 500 mit einer biegsamen äußeren Abdeckung 604, bei der die Aussparungen 620 und Vorsprünge gebildet werden, indem Vorsprünge formende Ringe 624 um die äußere Abdeckung 604 herum angebracht werden. Die Ringe 624 können z. B. jeweils aus einem Klettverschluß-Material, wie "Velcro", oder aus Metall bestehen. Die Ringe 624 können also entweder aus starrem oder aus biegsamem Material hergestellt und entweder auf einer starren oder einer biegsamen äußeren Abdeckung verwendet werden und entlang der Drehachse 110 der Walze 500 bewegbar sein.

Die in erfindungsgemäßer Weise ausgebildeten Zugwalzen/Zugring-Kombinationen weisen zum einen den von massiven Stahlzugwalzen oder -zugringen her bekannten Vorteil einer hohen Standfestigkeit und eines konstanten Geschwindigkeitszuwachses (zuvor auch als Geschwindigkeitssteigerung bezeichnet) auf, und besitzen gleichzeitig die von polymerbeschichteten Zugwalzen oder Zugringen her bekannte verringerte Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen des Walzen/Ringdurchmessers oder des Walzen/Ringabstandes. Bezugszeichenliste 100 Zugwalze

102 Welle

104 äußere Abdeckung der Zugwalze 100

106 Polymer-Innenschicht

108 Begrenzungsringe

110 Drehachse

200 Zugwalze

204 äußere Abdeckung der Walze 200

206 Innenschicht

208 Begrenzungsringe

210 Begrenzungsringe

300 Zugwalze

304 äußere Abdeckung der Walze 300

308 Begrenzungsringe

309 Ränder der Begrenzungsringe

400 Walze

404 äußere Abdeckung

408 Begrenzungsringe

500 Walze

504 äußere Abdeckung

520 Aussparungen

522 Vorsprünge

604 äußere Abdeckung

620 Aussparungen

624 Vorsprünge/Ringe

700 Druckmaschine

710 Zuführstationen

720 Druckwerke

730 Trockeneinheit

740 Kühleinheit

750 Falzeinrichtung

800 Spalt

810 Bahn

812 Zylinder

814 Zylinder

900 Zugring

906 Polymer-Innenschicht

908 innerer Ring


Anspruch[de]
  1. 1. Walze in einer Druckmaschine, insbesondere in einer Rollenrotations-Offsetdruckmaschine, mit einer starren Welle (102) und einer auf der Welle (102) angebrachten elastischen Innenschicht (106, 206, 906), sowie mit einer auf der elastischen Innenschicht (106, 206, 906) angeordneten äußeren Abdeckung (104, 204, 304, 404, 504, 604), welche eine größere Biegefestigkeit als die elastische Innenschicht (106, 206, 906) aufweist.
  2. 2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Abdeckung (104, 204, 304, 404, 504, 604) aus Metall besteht.
  3. 3. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Abdeckung (104, 204, 304, 404, 504, 604) aus Nylon besteht.
  4. 4. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Abdeckung (104, 204, 304, 404, 504, 604) aus einem Material besteht, das eine größere Härte als das Material der Innenschicht aufweist.
  5. 5. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Begrenzungsring (108, 208, 210, 308, 408) zwischen der Welle (102) und der äußeren Abdeckung (104, 204, 304, 404, 504, 604) vorgesehen ist.
  6. 6. Walze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzungsring (108, 208, 210, 308, 408) starr ist.
  7. 7. Walze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzungsring (108, 208, 210, 308, 408) biegsam ist.
  8. 8. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Abdeckung (104, 204, 304, 404, 504, 604) starr ist.
  9. 9. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Abdeckung (104, 204, 304, 404, 504, 604) biegsam ist.
  10. 10. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Innenschicht (106, 206, 906) aus einem Polymer gebildet ist.
  11. 11. Walze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer Polyurethan und/oder Silikon ist.
  12. 12. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschicht (106, 206, 906) inkompressibel ist.
  13. 13. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (100, 200, 300, 400, 500) entlang der Drehachse (110) der Welle (102) bewegbar ist.
  14. 14. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese mit einer formstabilen weiteren Walze der Druckmaschine zusammenwirkt und ein Zugwalzenpaar zum Transport einer Materialbahn durch die Druckmaschine bildet.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com