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Dokumentenidentifikation DE69420595T2 20.01.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0610908
Titel Verfahren zur Installation eines neuen Betriebsmodus für Elektrogeräte
Anmelder Moulinex S.A., Cormelles le Royal, FR
Erfinder Leveque, Patrick Michel Guy, F-50000 Saint Lo, FR;
Letorey, Joseph Arthur Philippe Marie, F-14390 Varaville, FR;
Parise, Vital Andre, F-14400 Arganchy, FR
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80801 München
DE-Aktenzeichen 69420595
Vertragsstaaten CH, DE, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 09.02.1994
EP-Aktenzeichen 941019713
EP-Offenlegungsdatum 17.08.1994
EP date of grant 15.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2000
IPC-Hauptklasse H02J 13/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein System zur Kontrolle des Betriebs von elektrischen Haushaltsgeräten nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 (vgl. US-A-4 173 754).

Bei bekannten Kontrollsystemen dieses Typs und nach der Beschreibung der amerikanischen Patentschrift US-A-4 173 754 weist die Master-Zentrale beispielsweise bei Haushaltelektronikanwendungen, bei denen eine Master-Zentrale den Betrieb von Slave-Einheiten leitet, die mit verschiedenen elektrischen Verbrauchern wie Heizradiatoren, Beleuchtungsanlagen oder Elektrohaushaltsgeräten verbunden sind, alle erforderlichen Informationen zum Betrieb der Slave-Einheiten und der damit verbundenen Geräte auf. Die Zentrale teilt den Slaves vollständige Informationen bezüglich des angeforderten Betriebs mit. Für einen Slave, mit dem beispielsweise eine Beleuchtungsanlage verbunden ist, besagen die Informationen beispielsweise "ausgeschaltete Beleuchtung", "abgeblendete Beleuchtung", "Komfortbeleuchtung" und "maximale Beleuchtung", wobei die Slave-Einheit Mittel zum Ändern der an die Beleuchtungsanlage gelieferten elektrischen Leistung aufweist. Diese Kommunikationssysteme weisen den Hauptnachteil auf, daß sie auf das vom Hersteller vorgesehene Anwendungsgebiet begrenzt sind, soweit alle Betriebsanweisungen für die Slave-Einheiten in dem Speicher der Master-Zentrale enthalten sind. Falls eine neue Funktion gewünscht wird, die in der ursprünglichen Programmierung nicht vorhanden ist, ist die Zentrale nicht in der Lage, dem Slave die erforderlichen Anweisungen mitzuteilen; so wäre es beispielsweise unmöglich, für die Beleuchtung ein Blinklicht anzufordern.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein bekanntes Kontrollsystem an jede neue Steuerfunktion anzupassen, selbst wenn diese neue Funktion nicht vorgesehen war oder beim Aufbau der Zentrale noch unbekannt war.

Erfindungsgemäß sendet eine Slave-Einheit 2 beim Einbau zu der Master-Einheit 1 eine Liste mit wenigstens einem Modus, für den sie eine Funktion erfüllen kann, ein Literal und einen jedem Modus zugeordneten Code sowie möglicherweise eine Information bezüglich des Vorliegens wenigstens eines Einstellwerts, der jeweils dem Betrieb jedes Modus zugeordnet ist, während die Master-Zentrale 1 nach dem Anzeigen jedes Literals in Bereitschaft dafür geht, daß der Benutzer ein Ereignis programmiert, nach dem sie der Slave-Einheit einen Funktionsbefehl nach dem dem Literal entsprechenden Modus und möglicherweise diesem Modus zugeordnete Parameter mitteilen muß, dann, wenn das Ereignis eintritt, die Zentrale 1 der Slave- Einheit 2 einen Befehl, der den dem Betriebsmodus entsprechenden Code enthält, und möglicherweise die zugeordneten Parameter mitteilt; wobei die Slave-Einheit 2 bei Empfang dieses Befehls die ihr zugeordnete Vorrichtung nach den Betriebsanweisungen kontrolliert, die in ihrer eigenen Verarbeitungseinrichtung enthalten sind und dem Modus entsprechen.

Dank der Erfindung kann dem Kontrollsystem jederzeit eine neue Slave-Einheit hinzugefügt werden, die Informationen zu neuen Funktionen enthält. So genügt es, wenn die Master- Zentrale einen Betriebsbefehl ohne Anweisung zu den zu erfüllenden Funktionen und Aufgaben gibt.

Die Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich im übrigen aus der folgenden, beispielhaften und nicht einschränkenden Beschreibung unter Bezug auf die beigefügte Zeichnung; darin zeigt:

- Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Kontrollsystems zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1.

In Fig. 1 ist dargestellt, daß das Kontrollsystem für elektrische Haushaltsgeräte wenigstens eine zentrale Kontrolleinheit 1, die sogenannte Master-Einheit, und wenigstens eine periphere Kontrolleinheit 2, die sogenannte Slave-Einheit aufweist, die nach mehreren Modi den Betrieb damit verbundener Haushaltsgeräte leiten kann, wobei die Kontrolleinheiten jeweils eine Verarbeitungseinrichtung 3 mit einem Mikroprozessor 4 und einem Speicher S. eine Sende- und Empfangsschnittstelle 6 sowie Mittel 7 zur Verbindung mit einem Kommunikationsnetz 8 wie beispielsweise einem Funknetz oder einem elektrischen Verteilungsnetz aufweisen.

Im Falle der Übertragung von Kommunikationssignalen über das elektrische Verteilungsnetz wird die wohlbekannte Technik der Leitungsträgerströme (C.P.L.) verwendet.

Die Slave-Einheiten weisen Anschlußmittel 9 für elektrische Haushaltsgeräte auf, und ausgehend von einer zentralisierten Programmierung an der Master-Einheit 1 ist es möglich, die Slave-Einheiten 2 fernzusteuern, die den Betrieb der Elektrogeräte steuern, indem sie im wesentlichen auf die elektrische Leistung einwirken, die an die Geräte geliefert wird.

Die Verarbeitungseinrichtung der Slave-Einheit zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 enthält die notwendigen Anweisungen bezüglich des Betriebsmodus, während die Master-Einheit 1 nur dazu geeignet ist, der Slave-Einheit 2 einen Betriebsbefehl nach einem speziellen Modus der Slave-Einheit und möglicherweise mit diesem Modus in Verbindung stehende Parameter mitzuteilen.

Eine Slave-Einheit, die beispielsweise dazu bestimmt ist, den Betrieb eines Radiators zu kontrollieren, enthält also Informationen zu verschiedenen Heizmodi und weiß beispielsweise, daß sie eine Leistung von 1400 Watt abgeben soll, wenn verlangt wird, daß sie im Modus 5 arbeitet.

Die Verarbeitungseinheit der Slave-Einheit enthält nämlich für jeden Betriebsmodus Korrespondenzinformationen zwischen einem dem Modus entsprechenden Code, ein dem Modus zugeordnetes Literal und einer Reihe von Anweisungen zum Betrieb einer Vorrichtung nach diesem Modus, die möglicherweise mit der Slave-Einheit verbunden ist.

Kommen wir auf die der Heizung zugeordnete Slave-Einheit zurück, dann weist die Verarbeitungseinrichtung dieser Einheit beispielsweise Korrelationsinformationen auf, die wie folgt in einer Tabelle zusammengefaßt werden könnten:

Code 0001 = "Modus 0" = gelieferte Leistung: 0 Watt

Code 0010 = "Modus 1" = gelieferte Leistung: 500 Watt

Code 0011 = "Modus 2" = gelieferte Leistung: 750 Watt

Code 0100 = "Modus 3" = gelieferte Leistung: 1000 Watt

Dagegen verfügt die zentrale Master-Einheit über keinerlei Informationen zu den Funktionen, die den verschiedenen Modi zugeordnet sind, aber ihre Verarbeitungseinrichtung weist eine Uhr 8 auf und ist dazu geeignet, die Mitteilung des Befehls, der den Code eines Funktionsmodus enthält, entweder einem Datum und einer Stunde oder einem Ereignis unterzuordnen.

Wird also beispielsweise bei dem gewählten Beispiel von acht Uhr bis neun Uhr eine Heizung mit 1000 Watt und von neun Uhr bis zehn Uhr mit 750 Watt programmiert, dann gibt die Master-Einheit um acht Uhr dem betreffenden Slave einen Befehl, der den Code 0100 enthält, um neun Uhr einen Befehl, der den Code 0011 enthält, und um zehn Uhr den Code 0001. Die Betriebsbefehle enthalten keine Anweisungen bezüglich der durchzuführenden Aufgabe, sondern nur den Code eines Betriebsmodus.

Der "Modus 2", der bei der der Kontrolle der Heizung zugeordneten Slave-Einheit einer Heizung mit 750 Watt entspricht, entspricht beispielsweise bei einer Slave-Einheit, die dem Betrieb der Beleuchtung zugeordnet ist, einem Befehl zum Ausschalten.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Slave-Einheit ferner Mittel zum Messen physikalischer Größen auf, die mit dem Betrieb der ihr zugeordneten Vorrichtung in Verbindung stehen, so daß eine interaktive Kontrolle des Betriebs der Vorrichtung durchgeführt wird. Eine Slave-Einheit, die der Kontrolle der Heizung zugeordnet ist, ist beispielsweise mit einem Temperatursensor versehen. Dann kann man eine Programmierung dieser Einheit ins Auge fassen, die einem Betriebsmodus nicht eine Heizleistung, sondern eine Temperatur zuordnet, die in einem Zimmer zu halten ist: z. B. "Modus 4" = Zimmer auf 19ºC. Sendet die Zentrale bei diesem Beispiel einen Befehl, der für diesen Slave einen Code aufweist, der einem Betrieb im "Modus 4" zugeordnet ist, dann unternimmt der Slave alles Nötige, um die Temperatur des Zimmers auf 19ºC zu halten.

Der Wert 19 kann ein Parameter sein, der an der Master-Zentrale programmierbar ist. Ist dies der Fall, dann umfaßt der der Slave-Einheit mitgeteilte Befehl nicht nur den dem Modus 4 entsprechenden Code, sondern auch einen numerischen Wert, einen Parameter, der für die Zentrale ohne Bedeutung ist, aber von der Slave-Einheit, die der Kontrolle der Heizung zugeordnet ist, als ein Temperatureinstellwert interpretiert wird.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Betrieb eines Kontrollsystems für elektrische Haushaltsgeräte, das wenigstens eine zentrale Kontrolleinheit (1), die sogenannte Master-Einheit, und wenigstens eine periphere Kontrolleinheit (2), die sogenannte Slave-Einheit aufweist, die nach mehreren Modi den Betrieb damit verbundener Haushaltsgeräte leiten kann, wobei die Kontrolleinheiten jeweils eine Verarbeitungseinrichtung (3) mit einem Mikroprozessor (4) und einem Speicher (5), eine Sende- und Empfangsschnittstelle (6) sowie Mittel (7) zur Verbindung mit einem Kommunikationsnetz (8) wie beispielsweise einem Funknetz oder dem elektrischen Verteilungsnetz aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Slave-Einheit (2) beim Einbau zu der Master-Einheit (1) eine Liste mit wenigstens einem Modus, für den sie eine Funktion erfüllen kann, ein Literal und einen jedem Modus zugeordneten Code sowie möglicherweise eine Information bezüglich des Vorliegens wenigstens eines Einstellwerts sendet, der jeweils dem Betrieb jedes Modus zugeordnet ist, während die Master-Zentrale nach dem Anzeigen jedes Literals in Bereitschaft dafür geht, daß der Benutzer ein Ereignis programmiert, nach dem sie der Slave-Einheit einen Funktionsbefehl nach dem dem Literal entsprechenden Modus und möglicherweise diesem Modus zugeordnete Parameter mitteilen muß, dann, wenn das Ereignis eintritt, die Zentrale (1) der Slave-Einheit (2) einen Befehl, der den dem Betriebsmodus entsprechenden Code enthält, und möglicherweise die zugeordneten Parameter mitteilt; wobei die Slave-Einheit (2) bei Empfang dieses Befehls die ihr zugeordnete Vorrichtung nach den Betriebsanweisungen kontrolliert, die in ihrer eigenen Verarbeitungseinrichtung enthalten sind und dem Modus entsprechen.







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