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Dokumentenidentifikation DE69602566T2 20.01.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0765835
Titel Schussfadenspeicher für Textilmaschinen mit verschleissfesten Mitteln zum Schützen der Schussfadenreserve-überwachungsvorrichtung
Anmelder L.G.L. Electronics S.p.A., Bergamo, IT
Erfinder Zenoni, Pietro, 24026 Leffe (Bergamo), IT;
Pedrini, Giovanni, 24026 Leffe (Bergamo), IT
Vertreter Hagemann, Braun & Held, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69602566
Vertragsstaaten BE, CH, DE, IT, LI, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 16.09.1996
EP-Aktenzeichen 961147774
EP-Offenlegungsdatum 02.04.1997
EP date of grant 26.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2000
IPC-Hauptklasse B65H 51/22

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schußfadenspeicher für Textilmaschinen mit verschleißfesten Mitteln zum Schützen der Überwachungsvorrichtung für die Schußfadenreserve.

Die EP-A-0 192 851 beschreibt eine Liefervorrichtung für kontinuierliche Fäden mit einer Lichtüberwachungsaufnahme.

Es ist bekannt, daß Schußfadenspeicher Vorrichtungen sind, die mit einer ortsfesten Trommel versehen sind, auf die ein sich drehender Arm, der an der Basis der Trommel angeordnet ist, eine Vielzahl von Fadenwindungen aufwickelt, die eine Schußfadenreserve bilden. Wenn dies von der Textilmaschine verlangt wird, die typischerweise von einem Webstuhl gebildet wird, werden die Windungen der Reserve von der Trommel abgewickelt, wobei sie durch Bremsmittel hindurchlaufen, die die Fadenspannung steuern.

Eine Überwachungsvorrichtung ist vorgesehen, um das Vorhandensein von Schußfadenreservewindungen auf der Trommel zu detektieren und um den sich drehenden Arm zu aktivieren oder anzuhalten, wenn die Reserve eine minimale bzw. maximale Anzahl an Windungen erreicht.

Die Überwachungsvorrichtung beinhaltet im allgemeinen einen mechanischen Fühler, der das Vorhandensein der Windungen detektiert, aber in modernen Schußfadenspeichern wurde der mechanische Fühler durch sogenannte "kontaktlose" Sensoren, typischerweise Magnetsensoren, ersetzt, die verschiedene Vorteile haben, wobei der Hauptvorteil ihre Unempfindlichkeit für Staub und für das Vorhandensein fremder Objekte im allgemeinen ist.

Eine Sensorvorrichtung dieser Art, die ortsfeste Magnetelemente, welche durch die Trommel des Speichers getragen werden, und bewegliche Magnetelemente, welche durch die Vorrichtung selbst getragen werden, umfaßt, ist in der älteren italienischen Patentanmeldung TO94A00093 im Namen desselben Anmelders der vorliegenden Erfindung offenbart und wird nachstehend kurz "bekannter magnetischer Sensor" genannt.

Die korrekte Anbringung des bekannten magnetischen Sensors auf dem Schußfadenspeicher erfordert einerseits, daß der Sensor so nahe wie möglich bei der Speichertrommel liegt, um eine Dispersion des Flusses der ortsfesten Magnetelemente zu vermeiden, und andererseits, daß der Sensor durch Schutzmittel effektiv abgeschirmt wird, um eine einwandfreie Arbeitsweise der beweglichen Magnetelemente zu gewährleisten. Dies wird dadurch verwirklicht, daß der Sensor mit einem schützenden und verbergenden Schild umschlossen wird, das jedoch aus nicht-magnetischem Material gemacht sein muß, um zu vermeiden, daß der Fluß der ortsfesten Magnetelemente geschnitten und geschwächt wird.

Polymermaterial hat im allgemeinen exzellente Eigenschaften in bezug auf die magnetische Permeabilität. Jedoch bringt die Verwendung eines Schildes oder Gehäuses, das aus einem derartigen Material hergestellt ist, beträchtliche funktionelle Nachteile mit sich. Tatsächlich treten aufgrund der sehr nahen Anordnung des Schildes in bezug auf die Trommel des Schußfadenspeichers zufällige Kontakte zwischen dem Schild und dem Faden auf, wenn die Schußfadenreserve · zufällig vollständig entleert ist, und der Faden nimmt die in Fig. 3 gezeigte Stellung ein, welche zeigt, daß der Faden F an dem durch P bezeichneten Punkt Kontakt mit dem Schild 18 hat. Im Hinblick auf die geringe Härte des Polymermaterials bewirkt dieser Kontakt, auch im Hinblick auf die durch Reibung bewirkte Temperaturzunahme, einen schnellen Verschleiß des Schildes. Es wurde beobachtet, daß sich auf dem Schild Nuten bilden, die den gleichmäßigen Vorschub des Fadens behindern, was häufiges Abreißen desselben zur Folge hat.

Ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Nachteil zu eliminieren, während es ermöglicht wird, Polymermaterial zu verwenden, um das Schutzschild herzustellen, mit dem zweifachen Vorteil, daß einerseits die einwandfreie Arbeitsweise des magnetischen Sensors nicht behindert wird und daß andererseits ein ökonomisch vorteilhaftes Schutzmittel im Hinblick auf die Möglichkeiten seiner Herstellung mit Thermoformverfahren, die darüber hinaus die Optimierung seiner Form ermöglichen, angegeben wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieses wichtige und spezifische Ziel durch Angeben eines Schußfadenspeichers mit verschleißfesten Mitteln zum Schützen der Überwachungsvorrichtung für die Schußfadenreserve gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die verschleißfesten Schutzmittel von einem Schild gebildet werden, das aus einem thermoplastischen Polymermaterial gemacht ist und das an der Seite, die zur Basis der Trommel des Schußfadenspeichers hin gerichtet ist, mit einem Schutzmetallblech versehen ist, auf dem eine gehärtete Oberflächenschicht aufgebracht ist, so daß eine vorgegebene Dicke erzeugt wird. Typischerweise ist das Metallblech mit dem Schild aus Polymermaterial durch Gewinde- Schneidschrauben verbunden und weist eine freiligende Oberflächenschicht auf, die durch eine Auflage aus Chrom gehärtet ist.

Die Erfindung wird nun detailliert mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die beispielhaft angegeben sind und in denen:

Fig. 1 eine schematischen Seitenaufrißansicht eines Schußfadenspeichers mit dem erfindungsgemäßen Schutzschild der Schußfadenreserve-Überwachungsvorrichtung ist;

Fig. 2 eine perspektivische Bodenansicht eines Details des Schutzschildes ist;

Fig. 3 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht des Schußfadenspeichers in der zufälligen Konfiguration, in der die Schußfadenreserve vollständig entleert ist, ist.

In den Zeichnungen bezeichnet das Bezugszeichen 10 im allgemeinen den Schußfadenspeicher, der herkömmlicherweise eine Basis 11 und eine ortsfeste Trommel 12 aufweist, auf die ein hohler, sich drehender Arm 13, der an der Basis 12a der Trommel angeordnet ist, eine Vielzahl von Fadenwindungen bringt, die eine Schußfadenreserve RT bilden, welche sich von der Trommel abwickelt, wenn dies vom Webstuhl oder einer anderen Textilmaschine verlangt wird, wobei sie durch ein Bremsmittel 14 läuft, das die mechanische Spannung des Fadens steuert. Eine konventionelle Vorrichtung mit oszillierenden Stäben 15 bewirkt den Vorschub der Fadenwindungen von der Basis 12a zum freien Ende 12b der Trommel, und eine Überwachungsvorrichtung 16, die angrenzend an die Trommel 12 angeordnet ist und von einem starren Arm 17 getragen wird, ist vorhanden, um das Vorhandensein von Schußfadenreservewindungen RT zu detektieren und die Drehung des Arms 13 zu aktivieren oder anzuahlten, wenn die Reserve eine minimale bzw. maximale Anzahl an Windungen erreicht.

Wie dies in der Figur deutlich gezeigt ist, wird die Überwachungsvorrichtung 16, die typischerweise von bekannter Art mit beweglichen Magnetelementen ist, welche in der erwähnten älteren italienischen Patentanmeldung beschrieben sind, durch ein Schild oder Gehäuse 18 verdeckt und geschützt, das parallel zur Trommel 12 und angrenzend an sie verläuft und mit den ortsfesten Magnetelementen - nicht veranschaulicht - versehen ist, die mit den beweglichen Elementen der Vorrichtung 16 zusammenwirken.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist das Schild 18 aus thermoplastischem Polymermaterial gemacht, das typischerweise unter den folgenden Materialien ausgewählt ist: Acetalharz, ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) und Polypropylen. Das Schild 18 ist auf der Seite 18a, die zur Basis 12a der Trommel 12 hin gerichtet ist, mit einem Schutzmetallblech 19 versehen, das die Belastung, die der Faden F auf das Schild 18 ausübt, wenn der Faden als Folge einer zufälligen vollständigen Entleerung der Schußfadenreserve RT wie in Fig. 3 gezeigt angeordnet ist, absorbieren und neutralisieren kann. Das Blech 19, das auf die Seite 18a des Schildes 18 aufgebracht ist, ist starr an die Seite gekoppelt, vorzugsweise durch Gewinde-Schneidschrauben 20 (Fig. 2), und ist vorzugsweise aus einem der folgenden Metalle oder Metallegierungen gemacht: Aluminium, Stahl, Kupfer, Bronze. Das Blech 19 weist auf seiner äußeren Oberfläche, die zur Basis der Trommel 11 hin gerichtet ist, eine gehärtete Schicht auf, typischerweise eine Oberflächenauflageschicht aus Chrom, die so aufgebracht wird, daß eine vorgegebene Dicke erreicht wird.

Die Wirkungen der vorliegenden Erfindung gelten natürlich auch für Erfindungen, die denselben Zweck erreichen, indem sie dasselbe innovative Konzept verwenden.

Wo auf die in einem beliebigen Anspruch erwähnten Merkmale Bezugszeichen folgen, wurden jene Bezugszeichen aus dem alleinigen Zweck der Erhöhung der Verständlichkeit der Ansprüche eingefügt, und dementsprechend haben derartige Bezugszeichen keinerlei beschränkenden Effekt auf die Auslegung jedes Elements, das über ein Beispiel durch solche Bezugszeichen identifiziert wird.


Anspruch[de]

1. Schußfadenspeicher (10) für Textilmaschinen mit verschleißfesten Mitteln zum Schützen einer Überwachungsvorrichtung (16) für die Schußfadenreserve (RT), dadurch gekennzeichnet, daß die verschleißfesten Mittel von einem Schutzschild (18) gebildet werden, das aus einem thermoplastischen Polymermaterial gemacht ist und das an der Seite (18a), die zur Basis (12a) der Trommel (12) des Schußfadenspeichers (10) hin gerichtet ist, mit einem Schutzmetallblech (19) versehen ist, auf dem eine gehärtete Oberflächenschicht aufgebracht ist, so daß eine vorgegebene Dicke erzeugt wird.

2. Schußfadenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzmetallblech (19) durch Gewinde- Schneidschrauben (20) starr an das Schutzschild (18) gekoppelt ist.

3. Schußfadenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das thermoplastische Polymermaterial des Schutzschildes unter den folgenden Materialien ausgewählt ist: Acetalharz, ABS, Polypropylen.

4. Schußfadenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzmetallblech (19) aus einem der folgenden Metalle oder Metallegierungen gemacht ist: Aluminium, Stahl, Kupfer, Bronze.

5. Schußfadenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzmetallblech (19) des Schutzschildes (18) eine Oberflächenauflageschicht aus Chrom aufweist.







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