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Dokumentenidentifikation DE69325204T2 27.01.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0565871
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Weiterentwickeln einer Anfangssammlung von Handschriftprototypen zu einer anwender-spezifischen Sammlung
Anmelder International Business Machines Corp., Armonk, N.Y., US
Erfinder Chefalas, Thomas Edward, Jackson Heights, N.Y. 11370, US;
Tappert, Charles Carson, Ossining, N.Y. 10562, US
Vertreter Teufel, F., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 70569 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69325204
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.03.1993
EP-Aktenzeichen 931040711
EP-Offenlegungsdatum 20.10.1993
EP date of grant 09.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.01.2000
IPC-Hauptklasse G06K 9/62

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft allgemein Handschrifterkennungssysteme und insbesondere Verfahren und Vorrichtungen zur Festlegung einer Gruppe von Prototypsymbolen.

DER ERFINDUNG ZUGRUNDELIEGENDER ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Handschriftlich geformte Symbole werden als Folgen von x-y- Koordinatenpaaren dargestellt, wenn sie auf einem elektronischen Tablett verfolgt werden. Eine grundlegende Handschrift- Einheit ist der Strich. Ein Strich wird als eine Folge von Punkten betrachtet, die von ihren jeweiligen x-y-Koordinaten dargestellt Werden. So wie der Begriff hier verwendet wird, wird ein Strich als der Schreibvorgang betrachtet, der von einem Zustand mit abgesetztem Stift bis zu einem Zustand mit abgehobenem Stift eines Handschrifteingabegeräts reicht. Symbole, wie zum Beispiel Buchstaben des Alphabets und Zahlen, sind Zusammensetzungen solcher Striche.

Viele Online-Handschrifterkennungssysteme setzen Kurvenübereinstimmungsprüfverfahren ein, um ein unbekanntes Zeichen mit Prototyp- oder Schablonenzeichen zu vergleichen. Beispiele für solche Systeme sind in den folgenden Artikeln beschrieben: "Word processing with on-line script recognition" von W. Doster und R. Oed, IEEE Micro, Band 4, Seiten 36 bis 43, Oktober 1984; "On-line recognition of handwritten characters utilizing positional and stroke vector sequences" von K. Ikeda, T. Yamamura, Y. Mitamura, S. Fujiwara, Y. Tominaga und T. Kiyono, Proc. 4th Int. Jt. Conf. Pattern Recognition, Seiten 813 bis 815, November 1978; "Adaptive on-line handwriting recognition" von C. C. Tappert, Proc. 7th Int. Conf. Pattern Recognition, Seiten 1004 bis 1007, 1984; "Speed, accuracy, flexibility trade-offs in on-line character recognition" von C. C. Tappert, IBM Research Report RC 13228, Oktober 1987, und "Strokenumber and stroke-order free on-line character recognition by selective stroke linkage method" von T. Wakahara und M. Umeda, Proc. 4th ICTP, Seiten 157 bis 162, 1983. Im Allgemeinen ist die Erkennungsgenauigkeit von solchen auf Prototypen basierenden Handschrifterkennungssystemen abhängig von der Qualität der Prototypen.

Viele Online-Handschrifterkennungssysteme setzen ein elastisches Kurvenübereinstimmungsprüfverfahren ein, um ein unbekanntes Zeichen mit Protoyp-(Schablonen-)Zeichen zu vergleichen. Beispiele für solche Systeme sind in den folgenden Artikeln beschrieben: "Online recognizer for runon handprinted characters" von T. Fujisaki, T. E. Chefalas, J. Kim und C. C. Tappert, Proc. 10th Int. Conf. Pattern Recognition, Seiten 450 bis 454, Juni 1990; "Online recognition of handwritten characters utilizing positional and stroke vector sequences" von K. Ikeda, T. Yamamura, Y. Mitamura, S. Fujiwara, Y. Tominaga und T. Kiyono, Proc. 4th Int. Conf. Pattern Recognition, Seiten 813 bis 815, November 1978; "Adaptive online handwriting recognition" von C. C. Tappert, Proc. 7th Int. Conf. Pattern Recognition, Seiten 1004 bis 1007, 1984. Solche Systeme stellen normalerweise jede Art und Weise, in der ein Zeichen geschrieben wird, durch einen einzelnen Prototypen dar, der gewöhnlich eine Schreibweise des Zeichens ist. Dies beschränkt die Anzahl der Prototypen und damit die Rechenzeit für die Prüfung auf Übereinstimmung auf ein Minimum.

Das oben erwähnte Erkennungssystem von T. Fujisaki u. a. erfasst Prototypen der Originalzeichen von den Schreibmustern eines Benutzers durch ein Schulungsszenario. Gemittelte Prototypen werden gebildet, indem Prototypen von Originalzeichen desselben Buchstabensymbols und derselben Form gemittelt werden (bis zu einem Übereinstimmungsschwellenwert). Zum Beispiel werden ähnlich geformte "A" gemittelt, um einen gemittelten Prototyp A zu erzeugen. Ein ähnliches System ist in der EP- Anmeldung 0 476 393 offengelegt.

Ein Artikel von T. E. Chefalas und C. C. Tappert, "Improved prototype establishment in a handwriting recognition system", IBM Tech. Disclosure Bulletin, Band 33, Seite 420, Januar 1991, beschreibt eine Vorgehensweise bei globalen und schrittweisen Mittelungsverfahren für die Online-Handschrifterkennung.

Ein Artikel von J. M. Kurtzberg und C. C. Tappert, "Symbol Recognition System By Elastic Matching", IBM Tech. Disclosure Bulletin, Band 24, Nr. 6, Seiten 2897 bis 2902, November 1981, beschreibt ein Verfahren zur Anwendung einer elastischen Übereinstimmungsprüfung, um Symbole zu erkennen.

Ein Artikel von C. C. Tappert, "Cursive Script Recognition System By Elastic Matching", IBM Tech. Disclosure Bulletin, Band 24, Nr. 11A, Seiten 5404 bis 5407, beschreibt ein Verfahren zur Anwendung einer elastischen Übereinstimmungsprüfung, um Kursivschriften zu erkennen.

Eine wichtige Überlegung ist die Gesamtzahl der Prototypen in einer Prototypgruppe. Es dürfte klar sein, dass der Zeitaufwand, der zur Prüfung der Prototypgruppe notwendig ist, um diejenigen Prototypen festzustellen, welche die höchste Übereinstimmung mit eingegebenen zusammengesetzten Strichen aufweisen, um so größer ist, je größer die Anzahl der Prototypen ist. Im Allgemeinen ist die Erkennungsgeschwindigkeit umkehrt proportional zur Anzahl der Prototypen in der Prototypgruppe. Auch ist die zur Speicherung der Gruppe benötigte Speicherkapazität um so höher, je größer die Anzahl der Prototypen ist. Eine Verringerung der Verarbeitungszeit und des Speicherbedarfs ist bei vielen Anwendungen eine wichtige Überlegung, insbesondere bei tragbaren, batteriebetriebenen Handschrifteingabegeräten und/oder tragbaren Rechnern, die eine Handschrift-Benutzerschnittstelle verwenden.

Eine weitere Überlegung ist die Mühelosigkeit und die Genauigkeit des Übergangs von einer vom System bereitgestellten, allgemeinen Gruppe von Anfangsprototypsymbolen zu einer genaueren Gruppe von Arbeitsprototypen, die während einer Schulungssitzung auf die Handschriftmerkmale eines bestimmten Benutzers angepasst werden. Die Gruppe der Anfangsprototypsymbole kann von Experten auf dem Gebiet der Handschrifterkennung gestaltet werden und ist per definitionem robust und frei von abweichenden Symbolen (Ausreißern). Die Gruppe der Anfangssymbole enthält oftmals eine Reihe von möglichen Darstellungen eines jeden Symbols. Zum Beispiel können drei verschiedene Prototypen des Großbuchstabens "A" bereitgestellt werden, um den Fall abzudecken, dass ein "A" mit einem durchgehenden Strich, mit zwei Strichen oder mit drei Strichen geschrieben wird. Andere Formen des Prototyps des Buchstabens "A" können ebenfalls bereitgestellt werden, um verschiedene Abweichungen bei der Reihenfolge und Ausrichtung der Striche abzudecken. Wenn ein Benutzer den Buchstaben "A" gleichbleibend mit drei Strichen bildet und gleichbleibend dieselbe Strichfolge und -ausrichtung verwendet, ist klar, dass die Anfangsprototypsymbole des alternativen "A" überflüssig sind.

Es ist somit eine Aufgabe dieser Erfindung, Verfahren bereitzustellen, die dazu dienen, aus einer Anfangsgruppe von Prototypsymbolen präzise eine Arbeitsgruppe von benutzerspezifischen Prototypsymbolen entstehen zu lassen.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, Verfahren bereitzustellen, die dazu dienen, eine Gruppe von Anfangsprototypsymbolen durch eine Schulungsoperation automatisch durch Benutzerprototypsymbole zu ersetzen, wobei die Kennung von Eingabezeichen vorab bekannt ist.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, Verfahren bereitzustellen, die dazu dienen, aus einer Anfangsgruppe von Prototypsymbolen präzise eine Arbeitsgruppe von benutzerspezifischen Prototypsymbolen entstehen zu lassen und auch die Anfangsprototypsymbole aus der Gruppe der Arbeitsprototypen zu entfernen, um die Gesamtzahl der Prototypen in der Prototypgruppe zu verringern.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Aufgaben der Erfindung werden in einer Ausführungsform durch ein Verfahren zur Erzeugung von Gruppen von Prototypsym bolen und -zeichen zur Verwendung in einem Handschrifterkennungssystem und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gelöst.

Insbesondere wird ein Verfahren zur Erzeugung einer Arbeitsgruppe von Prototypsymbolen zur Verwendung in einem Handschrifterkennungssystem beschrieben. Das Verfahren schließt die folgenden Schritte ein: (a) Eingeben von einem oder mehreren Strichen zur Darstellung eines vorher festgelegten Symbols und (b) Vergleichen von Merkmalen der eingegebenen Striche mit Merkmalen von Strichen, die einem oder mehreren vorher festgelegten Anfangsprototypsymbolen zugeordnet sind. Jedes der Anfangsprototypsymbole besteht auch aus einem oder mehreren Strichen.

Wenn die Merkmale des eingegebenen Strichs oder der eingegebenen Striche bis zu einem vorher festgelegten Schwellenwert mit den Merkmalen übereinstimmen, die dem einen oder den vielen Strichen von einem der vorher festgelegten Anfangsprototypsymbolen zugeordnet sind, schließt das Verfahren des Weiteren den Schritt (c) der Mittelung der Merkmale des eingegebenen Strichs oder der eingegebenen Striche mit den Merkmalen von einem oder mehreren entsprechenden Strichen desjenigen Symbols der Anfangsprototypsymbole ein, mit dem eine Übereinstimmung besteht, um ein Arbeitsprototypsymbol zu bilden. Das Arbeitsprototypsymbol besteht daher aus einem oder mehreren Strichen mit gemittelten Merkmalen. Weitere Schritte schließen den Schritt (d) der Speicherung des Arbeitsprototypsymbols zur späteren Verwendung und den Schritt (e) der Löschung des einen oder der vielen Anfangsprototypsymbole ein.

Wenn festgestellt wird, dass die Merkmale des eingegebenen Strichs oder der eingegebenen Striche bis zu dem vorher festgelegten Schwellenwert nicht mit den Merkmalen übereinstimmen, die dem einen oder den vielen Strichen von einem der vorher festgelegten Anfangsprototypsymbole zugeordnet sind, schließt das Verfahren des Weiteren den Schritt (f) der Speicherung der Merkmale des einen oder der vielen eingegebenen Striche als dem Arbeitsprototypsymbol zur späteren Verwendung und den Schritt (g) der Löschung des einen oder der vielen Anfangsprototypsymbole ein.

Die Löschschritte schließen die ersten Schritte der Erhöhung eines Zählers ein, um das Auftreten des Eingabeschritts zu verzeichnen, und des Vergleichs eines Werts des Zählers mit einem vorher festgelegten Wert. Wenn der Wert des Zählers geringer als der vorher festgelegte Wert ist, wiederholt das Verfahren den Schritt (a), um einen oder mehr Striche zur Darstellung eines anderen Exemplars des vorher festgelegten Symbols einzugeben, und es führt auch den Schritt (b) und die Schritte (c) und (d) oder den Schritt (f) durch, ohne das eine oder die vielen Anfangsprototypsymbole zu löschen. Andernfalls, wenn der Wert des Zählers gleich dem vorher festgelegten Wert ist, führt das Verfahren den Schritt (e) oder (g) durch, in dem das eine oder die vielen Anfangsprototypsymbole gelöscht werden, und kehrt dann zum Schritt (a) zurück.

Der Schritt der Mittelung verwendet vorzugsweise einen gewichteten Mittelwert, um einen Beitrag der Strichmerkmale des Prototypsymbols, mit dem eine Übereinstimmung besteht, zum Arbeits- oder Benutzerprototypsymbol stärker zu gewichten. Der Schritt der Eingabe schließt einen Schritt der Erzeugung von Strichen durch eine Bewegung eines Stifts in Bezug auf ein elektronisches Tablett ein.

Der Vergleichsschritt schließt vorzugsweise einen ersten Schritt der Durchführung eines elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens zwischen dem eingegebenen Symbol und einzelnen der Anfangsprototypsymbole ein.

In einer zweiten Ausführungsform wird die Erfindung durch ein Verfahren nach Anspruch 10 realisiert.

Die Lehre der Erfindung ermöglicht einen geeigneten Übergang von einer Anfangsgruppe von Prototypsymbolen, die eine hervorragende "fortschreitende" Erkennungsgenauigkeit bei einem neuen Benutzer aufweist, zu einer Arbeitsgruppe von Benutzerprototypsymbolen, die eine auf einen bestimmten Benutzer zugeschnittene, verbesserte Erkennungsgenauigkeit aufweist. Im Allgemeinen stellt das Verfahren auch eine Gruppe von Arbeitsprototypsymbolen bereit, die kleiner als die Gruppe ist, die man erhalten würde, wenn man die Anfangsgruppe der Prototypen ebenfalls behalten würde.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die oben dargelegten und weitere Merkmale der Erfindung kommen in der folgenden "Ausführlichen Beschreibung der Erfindung" deutlicher zum Ausdruck, wenn sie in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen gelesen wird, in denen:

Fig. 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäß arbeitenden Handschrifterkennungssystems ist;

Fig. 2 ein Blockschaltbild ist, welches das System von Fig. 1 ausführlicher darstellt;

Fig. 3 einen Schulungszeichensatz zeigt, der in das System eingegeben wird;

Fig. 4 eine Arbeitsweise eines elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens grafisch darstellt;

Fig. 5 ein Graph ist, der die Verbesserung der Schulungszeit veranschaulicht, die durch die Verwendung der Erfindung möglich wird;

Fig. 6a und Fig. 6b die Arbeitsweise eines erfindungsgemäßen Verfahrens in Form eines Diagramms zeigen;

Fig. 7 ein verallgemeinertes Flussdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens ist;

Fig. 8a und 8b Flussdiagramme sind, die den Schritt G von Fig. 7 ausführlicher darstellen; und

Fig. 9a bis 9e die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens an einer beispielhaften Folge von Schulungszeichen veranschaulichen.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Bezug nehmend auf Fig. 1, ist ein Zeichenerkennungssystem 10 in Form eines Blockschaltbilds gezeigt, das einen Segmentierungsprozessor 12 enthält, der zwischen einem elektronischen Tablett 14 und einer Zeichenerkennungseinheit 18 angeschlossen ist. Das Tablett 14 kann ein beliebiges einer Reihe von geeigneten, handelsüblichen elektronischen Tabletts sein. Das Tablett 14 hat einen zugehörigen Stift 15, mit dem der Benutzer auf der Oberfläche des Tabletts 14 mit abgesenktem Stift Symbole formt, beispielsweise alphanumerische Zeichen in Block- oder Handschrift. Das Tablett 14 hat Ausgangssignale der x- Achse und der y-Achse, welche die Position des Stifts 15 auf einem x-y-Tablettkoordinatensystem angeben. Eine Stricherfassungseinheit 16 kann eine Software-Task sein, welche die x-y- Ausgangssignale vom Tablett abfängt, um für den Segmentierungsprozessor 12 Daten des x-y-Positionspaares zu erzeugen. Ein Ausgangssignal des Segmentierungsprozessors 12 gibt Daten von verbundenen Strichen oder nichtverbundenen Strichen an. Diese Ausgabedaten werden in die Zeichenerkennungseinheit 18 eingegeben. Die Zeichenerkennungseinheit 18 dient dazu, eine Kennung einer verbundenen Gruppe von segmentierten Strichen festzustellen und hat ein Ausgangssignal 18a, das erkannte Symbole, wie zum Beispiel alphanumerische Zeichen, zum Ausdruck bringt. Die vorliegende Erfindung betrifft den Betrieb der Zeichenerkennungseinheit 18.

Obwohl sie als getrennte Funktionen gezeigt sind, sollte klar sein, dass der Segmentierungsprozessor 12, die Erfassungseinheit 16 und die Zeichenerkennungseinheit 18 als Programmodule enthalten sein können, die auf einem einzigen Datenverarbeitungssystem laufen. Ein geeignetes Datenverarbeitungssystem ist ein tragbarer, batteriebetriebener Rechner, bei dem das Tablett 14 und der Stift 15 wesentliche Bestandteile sind, um eine Handschrift-Benutzerschnittstelle bereitzustellen.

Es sollte auch klar sein, dass die Lehre der Erfindung auf die Erkennung von mehreren handschriftlichen Symbolen anwendbar ist, wobei ein bestimmtes Symbol aus mindestens einem Strich besteht. Indem man die Lehre der Erfindung anwendet, kann das System 10 ohne weiteres Symbole, die mit geschriebenen Zeichen aus verschiedenen Sprachen verbunden sind, sowie mathematische und andere Arten von Symbolen erkennen.

Nun Bezug nehmend auf Fig. 2, ist eine Ausführungsform des Systems 10 in Form eines Blockschaltbilds gezeigt. Eine Zeichenerkennungsfunktion 24 wird während des Gebrauchs bidirektional mit einem Anwendungsprogramm 20 verbunden, an das sie erkannte Zeichen 18a liefert und durch das Striche vom Tablett 14 weitergeleitet werden. Je nach der Funktion des Anwendungsprogramms 20 kann das Anwendungsprogramm auch ein Filter 20a enthalten, um Striche selektiv an die Erkennungsfunktion 24 weiterzuleiten. Zum Beispiel können handschriftliche Symbole, die sich innerhalb eines Texthauptteils befinden, bei einer Textbearbeitungsanwendung als Einfügungen von Text betrachtet werden, während Symbole, die in einem Randbereich erscheinen, als Angaben von Editierfunktionen oder Kommentare betrachtet werden können. Die Anwendung 20 leitet an die Erkennungseinheit 24 vielleicht nur die Striche weiter, die zu dem gehören, was annahmehalber als eingefügter Text betrachtet wird, während sie die Striche herausfiltert, die zu angenommenen Editierfunktionen gehören. Im Allgemeinen kann das Anwendungsprogramm 20 ein beliebiges Programm sein, das die erkannten Symbole verwendet oder auf andere Weise verarbeitet.

Das System 10 enthält die vorstehend erwähnte Erkennungsfunktion 24, die dazu dient, Eingabestriche vom Segmentierungsprozessor 12 mit Prototypstrichen und -zeichen zu vergleichen, die in einer lokalen Online-Prototypspeichereinheit 26, typischerweise einem RAM, gespeichert werden. Die Prototypspeichereinheit 26 enthält zu Beginn eine Gruppe von allgemeinen oder Anfangsprototypsymbolen 26a. Diese Anfangsprototypen sollen eine anfängliche, "fortschreitende" Erkennungsfähigkeit ermöglichen, damit ein neuer Benutzer das Handschrifterkennungssystem 10 sofort benutzen kann. Nach der Schulung enthält die Prototypspeichereinheit 26 anstelle der Anfangsprototypgruppe 26a eine benutzerspezifische Arbeitsgruppe von Prototypsymbolen 26b.

Das Prototypverwaltungsprogramm 22 enthält eine Gruppe von Funktionen, die zur Festlegung der benutzerspezifischen Gruppe von Prototypsymbolen 26b verwendet werden. Die Funktionen des Prototypverwaltungsprogramms 22 werden von einer Anwendung 20 aufgerufen, die während der Erzeugung und Pflege der Prototypen zum Einsatz kommt. Das Prototypverwaltungsprogramm 22 dient zur Steuerung des Prototypspeichers 26 und kann auch mit einer zugehörigen Dateieingabe-/-ausgabe-(EA-)Einheit 28 betrieben werden, die den Zugriff auf den systemunabhängigen Speicher und den Abruf der Prototypgruppen ermöglicht. Die Funktionen des Prototypverwaltungsprogramms 22, die für die Erzeugung der benutzerspezifischen Arbeitsgruppe von Prototypen 26b aus der Anfangsgruppe 26a spezifisch sind, werden nachstehend ausführlich beschrieben.

In der veranschaulichten Ausführungsform dient die Anwendung 20 als Bedienerschnittstelle zum Prototypverwaltungsprogramm 22. Bei manchen Ausführungsformen der Erfindung ist die Anwendung 20 darüber hinaus mit einer Bedieneranzeigestation 20b und mit einer Bedienereingabeeinheit, wie beispielsweise einer Tastatur 20c, verbunden.

Fig. 3 zeigt ein Beispiel eines Eingabeschulungsformulars 30, das verwendet wird, um dem Prototypverwaltungsprogramm 22 Eingabedaten bereitzustellen. Während einer Schulungssitzung für ein beispielhaftes Vokabular, das aus den Zeichen "A", "E", "H" und "T" besteht, wird einer Person ein Schulungsmuster 30a zur Verfügung gestellt. Die Person schreibt mit dem Stift 15 auf dem Tablett 14 die einzelnen bezeichneten Symbole des Schulungsmusters 30a, um eine Vielzahl von Strichen zu erzeugen, welche die handschriftlichen Zeichen 30b bilden. Die Striche werden erfasst, segmentiert und der Erkennungsfunktion 24 bereitgestellt. Während einer typischen Schulungssitzung gibt die Erkennungsfunktion 24 die Striche ein und führt auf der Grundlage der bekannten Buchstabensymbole des Schulungsmusters 30a und der Anfangsprototypgruppe 26a eine Standardzeichenerkennung durch und stellt dem Prototypverwaltungsprogramm 22 die erkannten Symbole 24a zur Speicherung und Verarbeitung bereit.

Obgleich in Fig. 3 nur ein begrenztes Schulungsvokabular gezeigt ist, werden in der Praxis eine beträchtliche Anzahl von Schreibmustern von einem bestimmten Benutzer des Systems 10 erfasst. Eine vollständige Abdeckung der Prototypen wird durch die Schulung über eine Anfangsprototypgruppe ermöglicht, welche die gesamte erwartete Symboleingabe enthält, und sie kann vergrößert werden, indem die Prototypgruppe ebenfalls in regelmäßigen Abständen mit zusätzlichen handschriftlichen Eingaben aktualisiert wird.

Jedes Eingabezeichen wird durch eine Datenstruktur dargestellt, die Informationen enthält, welche das Zeichensymbol, die Anzahl der Striche im Zeichen, eine Kennnummer, die typi sche Höhe eines Großbuchstabens, die in Koordinateneinheiten des Tabletts 14 ausgedrückt wird, einen zugehörigen Grundlinienwert, der in Koordinateneinheiten des Tabletts 14 ausgedrückt wird, die Auflösung und die Abtastrate des Tabletts 14 und auch die zu jedem Strich gehörende Anzahl der x-y-Koordinatenpaare oder Punkte angeben. Die Datenstruktur enthält auch eine Vielzahl von x-y-Koordinatenwerten für jeden einzelnen der Striche, die auf das Koordinatensystem des Tabletts 14 bezogen sind. Die Werte der Koordinatenpaare werden vom Tablett 14 empfangen.

Ein derzeit bevorzugtes Verfahren zur Prüfung von Zeichen auf Übereinstimmung basiert auf dem elastischen Übereinstimmungsprüfverfahren eines Typs, der von Charles C. Tappert in "Adaptive on-line handwriting recognition", Proc. 7th Int. Conf. Pattern Recognition, Seiten 1004 bis 1007, 1984, beschrieben ist.

Fig. 4 stellt anhand eines Beispiels drei Strichmerkmale grafisch dar, insbesondere x, y und phi, die über eine Länge von jeweils zwei Strichen (S&sub1; und S&sub2;) gezeichnet werden und mittels des elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens verglichen werden. Phi ist der Neigungswinkel einer Tangente zur Strichkurve, und man erhält ihn aus den x-y-Daten. Wenn der Unterschied oder der Fehler zwischen den beiden Kurvenpunkten einen empirisch ermittelten Schwellenwert überschreitet, werden die beiden Striche und möglicherweise die beiden Zeichen, deren Bestandteil die beiden Striche sind, als ausreichend voneinander entfernt betrachtet, um als nichtübereinstimmend zu gelten. Es sollte klar sein, dass die Lehre der Erfindung nicht nur auf die Verwendung des vorstehend beschriebenen elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens beschränkt ist. Zum Beispiel können ein lineares Übereinstimmungsprüfverfahren ebenso wie verschiedene Merkmalsentnahme- und statistische Analyseverfahren angewandt werden.

Nachdem die allgemeine Arbeitsweise des Systems 10 beschrieben Wurde, wird nun ein derzeit bevorzugtes Verfahren zur Erzeugung der benutzerspezifischen Arbeitsgruppe von Prototypsymbolen 26b, die hier auch als Benutzerprototypsymbole bezeichnet werden, beschrieben.

Fig. 5 ist ein Graph, der die Verbesserung der Schulungszeit und der anfänglichen Erkennungsgenauigkeit veranschaulicht, die durch die Verwendung der Erfindung möglich wird. Die Kurve A zeigt das Ergebnis, wenn man ohne jede Schulung nur die Anfangsgruppe 26a verwendet. Wie man sieht, beginnt die Erkennungsgenauigkeit auf einem verhältnismäßig hohen Niveau, bleibt aber konstant. Die Kurve B zeigt das Ergebnis der Schulung der Benutzerprototypgruppe 26b, wenn mit einer leeren Gruppe (ohne Anfangsgruppe 26a) angefangen wird. In diesem Fall ist die Erkennungsgenauigkeit anfangs sehr schlecht, kann sich aber schließlich asymptotisch 100% nähern.

Die Kurve C veranschaulicht, welche Wirkung die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat. Zum Zeitpunkt null ist die Erkennungsgenauigkeit gleich der Genauigkeit, die von der Anfangsgruppe 26a erzielt wird, und die Erkennungsgenauigkeit verbessert sich im Laufe der Zeit, da weitere Schulungen durchgeführt werden, so dass sie sich asymptotisch 100% nähert.

Zur Einführung und mit Bezug auf die Fig. 6a und 6b wird ein vereinfachtes Beispiel der Arbeitsweise der Erfindung veranschaulicht.

Als Beispiel enthält die Anfangsprototypgruppe 26a (Fig. 2) drei Zeichenprototypen für den Großbuchstaben "A". Genauer gesagt, die Anfangsprototypgruppe 26a enthält einen aus zwei Strichen bestehenden Prototyp "A" 32a, einen aus drei Strichen bestehenden Prototyp "A" 32b und einen aus einem Strich bestehenden Prototyp "A" 32c.

Im Schritt 1 wird der Bediener aufgefordert, wie in Fig. 3 über das Tablett 14 und den Stift 15 ein Muster 33 des Großbuchstabens "A" einzugeben.

Im Schritt 2 werden die das Musterzeichen 33 bildenden Striche mittels des vorstehend erwähnten elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens mit den Strichen verglichen, die jeden der Anfangsprototypen 32a, 32b und 32c bilden. Der Unterschied (D) zwischen den Strichen des Musterzeichens 33 und den Strichen eines jeden der Anfangsprototypen 32a, 32b und 32c wird mit einem Schwellenwert (T) verglichen.

In Fig. 6a gab der Bediener ein aus drei Strichen bestehendes "A" ein, das nah genug (D < T) an dem aus drei Strichen bestehenden Prototyp "A" 32b lag, um als Übereinstimmung zu gelten.

Im Schritt 3 werden die das Muster "A" bildenden Striche und die den Anfangsprototyp 32b bildenden Striche zusammen gemittelt, um einen neuen Arbeitsprototyp 34a zu bilden, der im Schritt 4 in der Benutzergruppe der Arbeitsprototypen 26b gespeichert wird.

Im Schritt S werden die Zähler 36a, 36b und 36c von einem +1- Erhöhungstaktgeber 38 erhöht. Die Zählstände in den Zählern 36a bis 36c geben die Anzahl der Exemplare des Mustergroßbuchstabens "A" an, die der Benutzer während der Schulungssitzung eingegeben hat.

Im Schritt 6 wird der Wert der Zähler 36a bis 36c von einem Komparator 40 mit einem vorher festgelegten Wert (n) verglichen. Wenn der Wert der Zähler 36a bis 36c geringer als (n) ist, kann der Bediener aufgefordert werden, ein weiteres Musterzeichen einzugeben, und die Schritte 1 bis 6 werden wiederholt (oder die Schritte 1 bis 5 von Fig. 6b, wenn das nächste Musterzeichen nicht mit einem der Anfangsprototypen übereinstimmt).

Wenn im Schritt 6 festgestellt wird, dass der Wert der Zähler 36a bis 36c gleich (n) ist, werden die Anfangsprototypen 32a, 32b und 32c im Schritt 7 gelöscht, wodurch sich die Anzahl der "A"-Prototypen im System 10 von vier auf eins, dem Arbeitsprototyp 26b, verringert. Der Bediener kann auf Wunsch weitere Exemplare des Mustergroßbuchstabens "A" eingeben.

Fig. 6b zeigt die Funktionsweise des Verfahrens für den Fall, in dem das vom Benutzer eingegebene Musterzeichen nicht bis zum Schwellenwert T mit einem der Anfangsprototypen 32a, 32b oder 32c übereinstimmt.

Genauer gesagt, die Funktionsweise des Verfahrens ist bei den Schritten 1 und 2 gleich wie in Fig. 6a. In Fig. 6b gab der Benutzer jedoch ein aus zwei Strichen bestehendes "A" ein, das nicht nah genug (D> T) an einem der Anfangsprototypen 32a bis 32c lag, um als Übereinstimmung betrachtet werden zu können.

Im Schritt 3 wird das Musterzeichen "A" 33 als der Arbeitsprototyp 34b in die Benutzergruppe der Arbeitsprototypen 26b geschrieben, und im Schritt 4 werden die Zähler 36a, 36b und 36c vom +1-Erhöhungstaktgeber 38 erhöht. Im Schritt S wird der Wert der Zähler 36a bis 36c vom Komparator 40 mit dem vorher festgelegten Wert (n) verglichen. Wenn der Wert der Zähler 36a bis 36c geringer als (n) ist, kann der Bediener aufgefordert werden, ein weiteres Exemplar eines Musterzeichens einzugeben, und die Schritte 1 bis 5 werden wiederholt (oder die Schritte 1 bis 6 von Fig. 6a, wenn das nächste Musterzeichen nicht mit einem der Anfangsprototypen übereinstimmt).

Wenn im Schritt 5 festgestellt wird, dass der Wert der Zähler 36a bis 36c gleich (n) ist, werden die Anfangsprototypen 32a, 32b und 32c im Schritt 6 gelöscht, wodurch sich die Anzahl der "A"-Prototypen im System 10 von vier auf eins verringert.

Bei dem Verfahren von Fig. 6a findet der Mittelungsschritt vorzugsweise mit einem Punkt um Punkt gewichteten Mittelwert statt, der den Beitrag des Anfangsprototyps 32b stärker gewichtet. Dieses Verfahren neigt folglich dazu, den Arbeitsprototyp "A" 34a so zu bilden, dass er einen beträchtlichen Teil der Merkmale des als gut bekannten Anfangsprototyps "A" 32b beibehält. Beispielsweise kann die Gewichtung so vorgenommen werden, dass der Beitrag des Anfangsprototyps 32b zum Arbeitsprototyp 34a das Fünffache des Musterprototyps 33 ist.

Ein Zeichen- und Strichmittelungsverfahren kann eingesetzt werden, wie beispielsweise das Verfahren, das in der US-Patentschrift 5 121 441 mit dem Titel "Robust Prototype Establishment in an On-line Handwriting Recognition System" von T. E. Chefalas, T. Fujisaki, J. Kim und C. C. Tappert, die der vorveröffentlichten Europäischen Patentanmeldung EP 476 393 entspricht, beschrieben ist. In dieser Hinsicht wird auch Bezug auf die frühere Europäische Patentanmeldung EP 540 869 mit dem Titel "Elastic Prototype Averaging in Online Handwriting Recognition" von T. E. Chefalas und C. C. Tappert genommen.

Der Schwellenwert (T) und der Wert von (n) werden für eine bestimmte Anwendung am besten empirisch ermittelt. Vorzugsweise wird der Schwellenwert (T) so festgelegt, dass er der Mittelung des vom Benutzer eingegebenen Symbols 33 mit einem der Anfangsprototypzeichen entgegenkommt. Dies führt dazu, dass die benutzerspezifische Gruppe der Arbeitsprototypen 26b so festgelegt wird, dass sie eine wesentliche Komponente der als gut bekannten Merkmale der Anfangsprototypgruppe 26a enthält. Der Wert von (n) hängt von dem Zeitraum ab, der für die Schulung der Prototypgruppe für einen bestimmten Benutzer vorgesehen ist, und möglicherweise auch von anderen Kriterien, wie beispielsweise dem Maß, in dem die betreffende Benutzergruppe mit dem Gebrauch des elektronischen Tabletts 14 und des Stifts 15 erwartungsgemäß vertraut ist und/oder dem geschätzten Alter der betreffenden Benutzergruppe.

Fig. 7 ist ein Flussdiagramm, welches das erfindungsgemäße Verfahren ausführlicher darstellt.

Am Block A beginnt das Verfahren mit einer Prototypgruppe S, indem es die Anfangsgruppe 26 nach S kopiert, wobei jeder Pro totyp als "Anfangsprototyp" markiert wird. Alternativ dazu wird eine leere (Null-)Gruppe erzeugt und mit S bezeichnet.

Am Block B wird festgestellt, ob es ein Schulungssymbol (T) zu erlernen gibt. Wenn nicht, wird das Verfahren am Block C beendet. Wenn ja, führt das Verfahren den Block D aus.

Am Block D wird das Schulungssymbol T beispielsweise mittels des vorstehend erwähnten elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens mit allen Elementen von S verglichen. Das Resultat ist eine Übereinstimmungsliste von Symbolen und entsprechenden Ergebnissen von Übereinstimmungsabweichungen (Ergebnis). Je kleiner das Ergebnis der Übereinstimmungsabweichung ist, desto kleiner ist der Unterschied zwischen T und dem entsprechenden Element von S. Ein Ergebnis von null zeigt eine vollständige Übereinstimmung zwischen T und dem entsprechenden Element von S an.

Ein optionaler Schritt (Block E) kann durchgeführt werden, um Informationen in Bezug auf die Übereinstimmungsliste an ein aufrufendes Programm und/oder den Benutzer zurückzusenden. Durch die Durchführung dieses Schrittes erhält der Benutzer eine Rückmeldung hinsichtlich des Fortschritts der Schulungssitzung und der Weise, in der sich das System an die Handschrift des Benutzers anpasst.

Am Block F wird die Übereinstimmungsliste wenn möglich verkleinert, indem Einträge gemäß den folgenden Kriterien entfernt werden:

Eintrag in der Übereinstimmungsliste, dessen Ergebnis > Schwellenwert (SCHWELLE) ist, entfernen; und (optional) Eintrag in der Übereinstimmungsliste entfernen, der als "Anfangsprototyp" markiert ist.

Es sei erwähnt, dass die Schulungssymbole (T) mit der Gruppe der Anfangsprototypsymbole 26a kombiniert werden, wenn nur das erste Kriterium zugrunde gelegt wird. Zum Beispiel wird irgendein Schulungssymbol T mit den Anfangsprototypen gemittelt oder in anderer Weise kombiniert. Die Ausführung des Blocks F führt zur Erzeugung einer Struktur, die als verkleinerte Übereinstimmungsliste bezeichnet wird. Es sollte klar sein, dass es Fälle geben kann, in denen die Ausführung des Blocks F zu einer verkleinerten Übereinstimmungsliste führt, welche dieselbe Anzahl von Einträgen wie die Übereinstimmungsliste aufweist.

Der Schritt G verarbeitet die verkleinerte Übereinstimmungsliste in einer Weise, die nachstehend mit Bezug auf die Fig. 8a, 8b und 9a bis 9e ausführlich beschrieben ist.

Am Block H werden die Zähler 36 (Fig. 6a und 6b) für alle Anfangsprototypsymbole in S erhöht, welche dasselbe Buchstabensymbol wie T haben. Wenn das Buchstabensymbol von T beispielsweise "A" ist, werden alle Anfangsprototypsymbole in S mit dem Buchstabensymbol "A" um eins erhöht.

Am Block I werden alle Anfangsprototypen aus S entfernt, deren Zählerwert gleich einem zweiten Schwellenwert (SCHWELLE&sub1;) ist, der dem Wert (n) von den Fig. 6a und 6b entspricht. Die Ausführung kehrt dann zum Block B zurück, um festzustellen, ob es ein weiteres Schulungssymbol T gibt.

Der allgemeine Ablauf des Blocks G, wie er in den Fig. 8a, 8b und 9a bis 9e dargestellt ist, dient zur Prüfung und zur Ausführung von Operationen an einer von mehreren Bedingungen, die als Folge der Verkleinerung der Übereinstimmungsliste im Block F vorhanden sein können. Kurz gesagt, diese Bedingungen sind: verkleinerte Übereinstimmungsliste ist leer, T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste nicht_gefunden, T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste einzeln_ gefunden, T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste am_besten_gefunden und T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste nicht_am_besten_gefunden. Jede dieser Bedingungen oder Fälle wird nun für eine beispielhafte Folge von fünf vom Benutzer eingegebenen, aus drei Strichen bestehenden Schulungssymbolen (T) ausführlich beschrieben, die mit "A, A, H, H, H" angegeben sind.

Verkleinerte Übereinstimmungsliste ist leer (Fig. 9a)

Für den Fall von Fig. 9a wurden als Folge der Ausführung des Blocks D von Fig. 7 drei Einträge aus S auf Übereinstimmung mit dem Schulungssymbol (T), dem ersten Exemplar des aus drei Strichen bestehenden "A", geprüft. Es sei erwähnt, dass nur ein kleiner Teil der Prototypsymbole in S gezeigt ist, da klar ist, dass anfangs mehrere hundert Anfangsprototypsymbole vorhanden sein können.

Die drei auf Übereinstimmung geprüften Einträge sind ein Prototypsymbol eines aus drei Strichen bestehenden Buchstabensymbols "A", das als Anfangsprototyp markiert ist, ein Prototypsymbol eines aus drei Strichen bestehenden Buchstabensymbols "H", das als Anfangsprototyp markiert ist, und ein Prototypsymbol eines aus drei Strichen bestehenden Buchstabensym bols "I", das ebenfalls als Anfangsprototyp markiert ist. Die drei auf Übereinstimmung geprüften Einträge werden mit ihren jeweiligen Markierungen und Ergebnissen in die Übereinstimmungsliste geladen.

Bei den folgenden Beispielen wird davon ausgegangen, dass der Block F von Fig. 7 mit beiden vorstehend beschriebenen Kriterien arbeitet. Das heißt, die verkleinerte Übereinstimmungsliste enthält keine Prototypsymbole aus der Übereinstimmungsliste, deren Ergebnis größer als SCHWELLE ist, und sie enthält keine Prototypsymbole, die als Anfangsprototyp markiert sind. Folglich wird der Prototyp "I" auf Grund seines verhältnismäßig hohen Ergebnisses entfernt. Außerdem ist die verkleinerte Übereinstimmungsliste leer, da alle Prototypen der Übereinstimmungsliste als Anfangsprototypen markiert sind.

Am Block G1 (Fig. 8a) wird die JA-Verzweigung zum Block G2 vorgenommen, was dazu führt, dass T zu S hinzugefügt und nicht als Anfangsprototyp, sondern als Benutzer markiert wird. Folglich wird ein aus drei Strichen bestehendes Prototypsymbol "Benutzer" zu S hinzugefügt und mit A&sub6; bezeichnet, wobei 6 für das sechste Prototypsymbol von S steht. Ein Mittelwertzähler (CNT&sub2;), der nur Prototypsymbolen vom Typ "Benutzer" zugeordnet ist, wird für A&sub6; ebenfalls auf den Anfangswert 1 gesetzt. Die Arbeitsweise des Zählers CNT&sub2; wird nachstehend ausführlich beschrieben. Kurz gesagt, CNT&sub2; wird nur erhöht, wenn das zugehörige Prototypsymbol "Benutzer" mit T gemittelt oder auf andere Weise mit T verknüpft wird.

Das Verfahren verlässt als nächstes den Block G und führt die Blöcke H und I von Fig. 7 aus. Am Block H lassen die drei An fangsprototypsymbole, die dasselbe Buchstabensymbol wie T haben (ein "A"), ihre zugeordneten Zähler (CNT&sub1;) um eins erhöhen, und am Block I werden alle Werte des Zählers CNT&sub1; mit SCHWELLE&sub1; verglichen. Bei diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass SCHWELLE&sub1; = 2 ist. Deshalb werden zu diesem Zeitpunkt keine Prototypsymbole aus S entfernt.

T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste einzeln gefunden (Fig. 9b)

Beim zweiten Exemplar von "A" führt der Betrieb des Blocks D dazu, dass vier Prototypsymbole einschließlich A&sub6; in die Übereinstimmungsliste aufgenommen werden. Der Betrieb des Blocks F führt dazu, dass nur A&sub6; in die verkleinerte Übereinstimmungsliste aufgenommen wird, da A&sub6; als Benutzer markiert ist und auch ein Ergebnis < SCHWELLE hat.

Wenn am Block G1 die NEIN-Verzweigung vorgenommen wird, wird der Block G3 ausgeführt, wo ein Test durchgeführt wird, um festzustellen, ob sich in der verkleinerten Übereinstimmungsliste ein Prototyp mit dem Buchstabensymbol von T befindet. Da A&sub6; vorhanden ist, wird die NEIN-Verzweigung zum Block G4 vorgenommen.

Am Block G4 wird ein Test durchgeführt, um festzustellen, ob in der verkleinerten Übereinstimmungsliste ein Prototyp mit dem Buchstabensymbol von T allein vorhanden ist. Das heißt, enthält die verkleinerte Übereinstimmungsliste ein einziges Prototypsymbol mit dem Buchstabensymbol von T? Bei dem Bei spiel von Fig. 9b wird die JA-Verzweigung zum Block G5 vorgenommen.

Am Block G5 wird ein Test durchgeführt, um festzustellen, ob der Prototyp "einzeln_gefunden" als Benutzer markiert ist und wenn ja, ob der Wert von CNT&sub2; geringer als der Schwellenwert SCHWELLE&sub2; ist. Der Wert von SCHWELLE&sub2; wird so gesetzt, dass eine weitere Mittelung in das zugehörige Prototypsymbol "Benutzer" vermieden wird, nachdem bereits eine vorher festgelegte Anzahl von Mittelungsoperationen stattgefunden hat, da davon ausgegangen wird, dass es nach der Überschreitung von SCHWELLE&sub2; wenig weitere Verbesserungen an dem gemittelten Prototypsymbol geben wird.

Wenn am Block G5 die NEIN-Verzweigung vorgenommen wird, verlässt das Verfahren den Block G. Wenn am Block G5 die JA-Verzweigung vorgenommen wird, werden weitere Mittelungsoperationen zugelassen, und das Verfahren führt den Block G6 aus. Am Block G6 wird T mit dem einzigen Exemplar des Prototypsymbols in der verkleinerten Übereinstimmungsliste gemittelt oder auf andere Weise verknüpft, und der gemittelte Prototyp T ersetzt A&sub6; in S. Dieser Prototyp wird als Benutzer markiert, um dem Fall Rechnung zu tragen, in dem die Anfangsprototypsymbole in der verkleinerten Übereinstimmungsliste zugelassen sind. Am Block G7 wird der Zähler CNT&sub2; von A&sub6; um eins erhöht, und das Verfahren verlässt daraufhin den Block G.

Am Block H von Fig. 7 lassen die drei Anfangsprototypsymbole, die dasselbe Buchstabensymbol wie T haben (ein "A"), ihre zugehörigen Zähler (CNT&sub1;) um eins erhöhen, und am Block I werden alle Werte von CNT&sub1; mit SCHWELLE&sub1; verglichen. Bei diesem Bei spiel wurde davon ausgegangen, dass SCHWELLE&sub1; = 2 ist. Deshalb werden die drei Anfangsprototypen mit dem Buchstabensymbol "A" aus S gelöscht, und die restlichen drei Prototypen mit der Bezeichnung H&sub4;, I&sub5; und A&sub6; werden in H&sub1;, I&sub1; beziehungsweise A&sub3; umbenannt. Als Folge der Ausführung der Blöcke H und I wird die Gruppe der Prototypen in S verkleinert, indem Anfangsprototypsymbole entfernt werden, wodurch eine Aufgabe der Erfindung gelöst wird.

T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste nicht gefunden (Fig. 9c)

Beim ersten Exemplar des Schulungssymbols "H" führt der Betrieb des Blocks D dazu, dass drei Prototypsymbole einschließlich des Prototypsymbols "Benutzer" A&sub3; in die Übereinstimmungsliste aufgenommen werden. Bei diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass A&sub3; ein geringeres (besseres) Ergebnis als der Anfangsprototyp H&sub1; hat. Der Betrieb des Blocks F führt dazu, dass nur A&sub3; in die verkleinerte Übereinstimmungsliste aufgenommen wird, da A&sub3; als Benutzer markiert ist und auch ein Ergebnis < SCHWELLE hat.

Am Block G3 von Fig. 8a wird die JA-Verzweigung vorgenommen, da die verkleinerte Übereinstimmungsliste nicht leer ist und auch kein Prototypsymbol des Buchstabensymbols "H", des aktuellen Schulungssymbols (T), das verarbeitet wird, enthält. Der Block G&sub2; wird ausgeführt, um T als H&sub4; in S zu stellen. H&sub4; wird als Benutzer markiert, und sein zugehöriger Zähler CNT&sub2; wird auf den Anfangswert 1 gesetzt.

Das Verfahren verlässt dann den Block G und führt die Blöcke H und I von Fig. 7 aus. Am Block H lässt das einzige Anfangsprototypsymbol, das dasselbe Buchstabensymbol wie T hat (H&sub1;), seinen zugehörigen Zähler (CNT&sub1;) um eins erhöhen, und am Block I werden alle Werte von CNT&sub1; mit SCHWELLE&sub1; verglichen. Da bei diesem Beispiel SCHWELLE&sub1; = 2 ist, werden zu diesem Zeitpunkt keine Prototypsymbole aus S entfernt.

T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste nicht_am_besten_gefunden (Fig. 9d)

Beim zweiten Exemplar des Schulungssymbols "H" führt der Betrieb des Blocks D dazu, dass vier Prototypsymbole einschließlich A&sub3;, H&sub1; und H&sub4; in die Übereinstimmungsliste aufgenommen werden. Zum Zweck dieses Beispiels wird davon ausgegangen, dass A&sub3; wieder ein geringeres Ergebnis als eines der beiden Prototypsymbole "H" hat. Der Betrieb des Blocks F führt dazu, dass sowohl A&sub3; als auch H&sub4; in die verkleinerte Übereinstimmungsliste aufgenommen werden, da diese beiden Prototypsymbole als Benutzer markiert sind und auch ein Ergebnis < SCHWELLE haben. Da die Prototypen in der verkleinerten Übereinstimmungsliste nach ihrem Ergebnis geordnet werden, wird A&sub3; vor H&sub4; gestellt.

Wenn am Block G1 die NEIN-Verzweigung vorgenommen wird, wird der Block G3 ausgeführt, wo ein Test durchgeführt wird, um festzustellen, ob sich ein Prototyp mit dem Buchstabensymbol von T in der verkleinerten Übereinstimmungsliste befindet. Da H&sub4; vorhanden ist, wird die NEIN-Verzweigung zum Block G4 vorgenommen. Da H&sub4; nicht einzeln_gefunden wird, wird die NEIN-Verzweigung zum Block G8 vorgenommen, wo festgestellt wird, ob T in der verkleinerten Übereinstimmungsliste am_besten_gefunden wird. Da A&sub3; in der verkleinerten Übereinstimmungsliste vor H&sub4; steht, wird die NEIN-Verzweigung zum Block G9 vorgenommen (Fig. 8b).

Am Block G11 wird ein Test durchgeführt, um festzustellen, ob der Prototyp nicht_am_besten_gefunden als Benutzer markiert ist und wenn ja, ob der Wert von CNT&sub2; geringer als der Schwellenwert SCHWELLE&sub2; ist. Wenn am Block G11 eine NEIN-Verzweigung vorgenommen wird, springt das Verfahren zum Block G10, wo T zu S hinzugefügt und als Benutzer markiert wird. Dadurch wird gewährleistet, dass T in S eintritt und nicht gelöscht wird. Wenn eine JA-Verzweigung vorgenommen wird, wird der Block G12 ausgeführt, wo T mit demselben nicht_am_besten_gefundenen Prototypsymbol in Form eines Buchstabensymbols aus der verkleinerten Übereinstimmungsliste, welches das höchste Ergebnis aufweist, gemittelt oder auf andere Weise verknüpft wird. Bei diesem Beispiel wird T mit H&sub4; gemittelt (Schritt 1), um ein gemitteltes Prototypsymbol "HAVG" zu erzeugen. Als nächstes wird T erneut mit HAVG auf Übereinstimmung geprüft (Schritt 2), wobei das elastische Übereinstimmungsprüfverfahren oder ein anderes geeignetes Verfahren angewandt wird, und man erhält ein Ergebnis (ERGEBNIS&sub1;). Am Block G13 wird ein Vergleich durchgeführt, um festzustellen, ob das ERGEBNIS&sub1; geringer (besser) als das in Verbindung mit der besten Wahl in der verkleinerten Übereinstimmungsliste erzielte Ergebnis, oder in diesem Beispiel A&sub3;, ist. Wenn nicht (NEIN), wird T am Block G10 als H&sub5; (Benutzer) zu S hinzugefügt. Wenn bei G13 die JA-Verzweigung vorgenommen wird, wird H&sub4; in S durch HAVG ersetzt (Block G14), H&sub4; wird als Benutzer markiert, und der zugehörige Zähler CNT&sub2; wird erhöht.

Das Verfahren verlässt dann den Block G und führt die Blöcke H und I von Fig. 7 aus. Am Block H lässt das einzige Anfangsprototypsymbol, das dasselbe Buchstabensymbol wie T hat (H&sub1;), seinen zugehörigen Zähler CNT&sub1; um eins erhöhen, und am Block I werden alle Werte von CNT&sub1; mit SCHWELLE&sub1; verglichen. Da bei diesem Beispiel SCHWELLE&sub1; = 2 ist, wird das Anfangsprototypsymbol H&sub1; aus S entfernt, die verbleibenden Prototypen werden umnummeriert, und S erscheint wie in Fig. 9e gezeigt.

T wurde in der verkleinerten Übereinstimmungsliste am_ besten_gefunden (Fig. 9e)

Beim dritten Exemplar des Schulungssymbols "H" führt der Betrieb des Blocks D dazu, dass vier Prototypsymbole einschließlich H&sub3;, A&sub2;, H&sub4; und I&sub1; in die Übereinstimmungsliste aufgenommen werden. Zum Zweck dieses Beispiels wird davon ausgegangen, dass H&sub3; das geringste (beste) Ergebnis hat. Der Betrieb des Blocks F führt dazu, dass H&sub3;, A&sub2; und H&sub4; in die verkleinerte Übereinstimmungsliste aufgenommen werden, da all diese Prototypsymbole als Benutzer markiert sind und auch ein Ergebnis < SCHWELLE haben. Da die Prototypen in der verkleinerten Übereinstimmungsliste nach ihrem Ergebnis geordnet werden, wird H&sub3; vor A&sub2; und H&sub4; gestellt.

In Fig. 8a wird am Block G1 die NEIN-Verzweigung vorgenommen, und der Block G3 wird ausgeführt, wo ein Test durchgeführt wird, um festzustellen, ob sich in der verkleinerten Überein stimmungsliste ein Prototyp mit dem Buchstabensymbol von T befindet. Da sowohl H&sub3; als auch H&sub4; vorhanden sind, wird die NEIN- Verzweigung zum Block G4 vorgenommen. Da H&sub4; nicht einzeln gefunden wird, wird die NEIN-Verzweigung zum Block G8 vorgenommen, wo festgestellt wird, ob T in der verkleinerten Übereinstimmungsliste am_besten_gefunden wird. Da H&sub3; das geringste (beste) Ergebnis hat, ist diese Bedingung erfüllt, und die JA- Verzweigung zum Block G15 wird vorgenommen.

Am Block G15 wird ein Test durchgeführt, um festzustellen, ob der Prototyp am_besten_gefunden als Benutzer markiert ist und wenn ja, ob der Wert von CNT&sub2; geringer als der Schwellenwert SCHWELLE&sub2; ist. Wenn am Block G15 die NEIN-Verzweigung vorgenommen wird, verlässt das Verfahren den Block G. Wenn eine JA- Verzweigung vorgenommen wird, wird der Block G16 ausgeführt, wo T mit demselben Prototypsymbol in Form eines Buchstabensymbols aus der verkleinerten Übereinstimmungsliste, welches das höchste (beste) Ergebnis aufweist, gemittelt oder auf andere Weise verknüpft wird. Bei diesem Beispiel wird T mit H&sub3; gemittelt (Schritt 1 von Fig. 9e), um ein gemitteltes Prototypsymbol "HAVG" zu erzeugen. Als nächstes wird T erneut mit HAVG auf Übereinstimmung geprüft (Schritt 2), wobei das elastische Übereinstimmungsprüfverfahren oder ein anderes geeignetes Verfahren angewandt wird, und man erhält ein Ergebnis (ERGEBNIS&sub1;). Am Block G17 wird ein Vergleich durchgeführt, um festzustellen, ob das ERGEBNIS&sub1; geringer (besser) als das in Verbindung mit dem Prototypsymbol "am_besten_gefunden" in der verkleinerten Übereinstimmungsliste erzielte Ergebnis, oder in diesem Beispiel H&sub3;, ist. Wenn nicht (NEIN), wird H&sub3; am Block G18 in S als Benutzer markiert, und der zugehörige Zähler CNT&sub2; wird nicht erhöht. Wenn bei G17 die JA-Verzweigung vorgenommen wird, wird H&sub3; in S durch HAVG ersetzt (Block G19), H&sub3; wird als Benutzer markiert, und der zugehörige Zähler CNT&sub2; wird erhöht.

Das Verfahren verlässt dann den Block G und führt die Blöcke H und I von Fig. 7 aus. Am Block H werden keine Anfangsprototypsymbole in S gefunden, die dasselbe Buchstabensymbol wie T ("H") haben, und deshalb werden am Block I keine entfernt.

Die Schulung von S wird fortgesetzt, bis ein gewünschter Erkennungsgenauigkeitsgrad erreicht ist. Bei dem obigen Beispiel, bei dem SCHWELLE&sub1; = 2 ist, enthält S keine als Anfangsprototypsymbole markierten Prototypsymbole, wenn mindestens zwei Exemplare aller Fälle von T übergeben werden. Außerdem sind alle Prototypsymbole vom Typ "Benutzer" entweder ein verknüpftes oder gemitteltes Prototypsymbol oder eine Darstellung eines einzelnen Exemplars des Schulungssymbols T.

Es sollte klar sein, dass es unter den Umfang der Erfindung fällt, mehr als eine Benutzergruppe 26b von Arbeitsprototypen zu speichern, wobei eine Gruppe für jeden Benutzer des Systems 10 gespeichert wird. Als solches ist die "Löschung" der Anfangsprototypsymbole als Löschung der Anfangsprototypsymbole aus der bestimmten Benutzergruppe 26b und nicht als die vollständige Entfernung der Anfangsgruppe 2% aus dem System 10 zu verstehen. Das heißt, es kann vorzugsweise besser sein, immer eine Kopie der Anfangsprototypsymbolgruppe 26a zu behalten, so dass verschiedene Benutzer zu unterschiedlichen Zeitpunkten geschult werden können.

Ein Vorteil des sofortigen Einstellungsverfahrens, bei dem der Schwellenwert von CNT&sub1; auf eins gesetzt wird, besteht darin, dass die Gruppe der Anfangsprototypsymbole schnell verkleinert wird und der Übergang von der Anfangsgruppe 26a zur Benutzerarbeitsgruppe 26b schnell erfolgt. Ein Vorteil des verzögerten Einstellungsverfahrens, bei dem der Schwellenwert von CNT&sub1; größer eins ist, besteht in einem größtmöglichen Kompromiss zwischen der Prototypabdeckung und der Anzahl der Prototypen.

Jedoch ermöglichen beide Verfahren eine geeignete Entwicklung oder einen geeigneten Übergang von der Anfangsgruppe 26a, die eine hervorragende "fortschreitende" Erkennungsgenauigkeit bei einem neuen Benutzer aufweist, zur Arbeitsgruppe 26b, die eine auf einen bestimmten Benutzer zugeschnittene, verbesserte Erkennungsgenauigkeit aufweist. Beide Verfahren stellen allgemein auch eine Gruppe von Arbeitsprototypsymbolen bereit, die kleiner als die Gruppe ist, die man erhalten würde, wenn man die ganze Anfangsgruppe der Prototypen ebenfalls behalten würde.

Es sollte klar sein, dass die beschriebenen Verfahren mit einer Reihe von geeigneten Hardwareausführungen praktiziert werden können, die Universal- oder funktionsspezifische Verarbeitungseinheiten einschließen, aber nicht darauf beschränkt sind, und/oder ganz oder teilweise mit funktionsspezifischen Schaltungen ausgeführt werden können. Die Zähler 36a bis 36c können zum Beispiel Hardwarezähler sein, werden vorzugsweise aber als Softwarezähler betrieben. Auch können bestimmte Schritte des Verfahrens bei dennoch gleichbleibendem Ergebnis in einer anderen als der veranschaulichten Reihenfolge durchgeführt werden. Die hintereinander geschalteten Blöcke G1, G3, G4, G8 und G9 können in einer anderen als der in den Fig. 8a und 8b gezeigten Reihenfolge angeordnet werden.

Es sollte auch klar sein, dass die Lehre der Erfindung nicht nur auf den Einsatz mit Handschrift-Zeichenerkennungssystemen beschränkt ist, sondern allgemein auf Systeme anwendbar ist, die eine Gruppe von Benutzer- oder anwendungsspezifischen Prototypsymbolen anhand von Exemplaren von Schulungssymbolen, die auf eine Anfangsgruppe von Prototypsymbolen angewandt werden, schulen. Beispiele schließen mit einem Scanner ausgestattete optische Zeichenerkennungs-(OCR-)Systeme und Handschrifterkennungssysteme ein, die handgezeichnete Symbole, wie zum Beispiel Textbearbeitungssymbole, erkennen, sind aber nicht darauf beschränkt. Das handgezeichnete Symbol () wird beispielsweise oft verwendet, um die Löschung eines Worts oder eines Satzes aus einem Texthauptteil anzugeben und vermittelt als solches mehr Sinn als ein einfaches Zeichen, wie zum Beispiel "A" oder "H".

Es fällt ebenfalls unter den Umfang der Erfindung, die Schulungssymbole T systemunabhängig zu erzeugen und sie dann als Gruppe in das System einzugeben. Anstelle der vorstehend beschriebenen seriellen, schrittweisen Ausführungsform kann die Erfindung kann auch in parallelen, globalen Ausführungsformen praktiziert werden.

Während die Erfindung insbesondere mit Bezug auf eine bevorzugte Ausführungsform gezeigt und beschrieben wurde, versteht es sich für den Fachmann von selbst, dass Änderungen an der Form und den Einzelheiten der Erfindung vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen, die in den beigefügten Ansprüchen näher bezeichnet ist.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Erzeugung einer benutzerspezifischen Gruppe von Prototypsymbolen zur Verwendung in einem Symbolerkennungssystem, insbesondere für ein Handschriftenerkennungssystem, das die folgenden Schritte umfasst:

(a) Eingeben von einem Exemplar eines zu erkennenden Symbols, wobei das Symbol eine Kennung hat;

(b) Vergleichen von Merkmalen des eingegebenen Symbols mit Komponenten einer Gruppe, die aus vorher festgelegten Anfangsprototypsymbolen besteht;

wenn die Merkmale des eingegebenen Symbols bis zu einem vorher festgelegten Schwellenwert mit Merkmalen übereinstimmen, die mit einem oder mehreren Anfangsprototypsymbolen verbunden sind,

(c) Verknüpfen der Merkmale des eingegebenen Symbols mit den Merkmalen des Anfangsprototypsymbols, das die höchste Übereinstimmung aufweist und dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat, wobei der Schritt der Verknüpfung dazu dient, ein Benutzerprototypsymbol zu bilden, das dieselbe Kennung hat;

(d) Speichern des Benutzerprototypsymbols zur späteren Verwendung; und

(e) Löschen derjenigen Anfangsprototypsymbole, welche dieselbe Kennung wie das Benutzerprototypsymbol haben;

andernfalls, wenn die Merkmale des eingegebenen Symbols nicht bis zu dem vorher festgelegten Schwellenwert mit Merkmalen übereinstimmen, die mit dem einen oder den vielen Anfangsprototypsymbolen verbunden sind,

(f) Speichern des eingegebenen Symbols als ein Benutzerprototypsymbol zur späteren Verwendung, wobei das gespeicherte Benutzerprototypsymbol dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat; und

(g) Löschen derjenigen Anfangsprototypsymbole, welche dieselbe Kennung wie das Benutzerprototypsymbol haben.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei jeder der Löschschritte die folgenden ersten Schritte enthält:

Erhöhen eines Zählmittels, das jedem der Anfangsprototypsymbole zugeordnet ist, das dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat;

Vergleichen eines Werts des Zählmittels mit einem vorher festgelegten Wert; und

wenn der Wert des Zählmittels geringer als der vorher festgelegte Wert ist, Wiederholen des Schritts (a), um einen oder mehrere Striche zur Darstellung eines anderen Ex emplars des vorher festgelegten Symbols oder eines Exemplars eines anderen vorher festgelegten Symbols einzugeben, und Durchführen des Schritts (b) und der Schritte (c) und (d) oder des Schritts (f), ohne das eine oder die vielen Anfangsprototypsymbole zu löschen;

andernfalls, wenn der Wert des Zählmittels gleich dem vorher festgelegten Wert ist, Durchführen des Schritts (e) oder des Schritts (g), in dem das eine oder die vielen Anfangsprototypsymbole gelöscht werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schritt der Verknüpfung einen Schritt enthält, in dem die Merkmale des eingegebenen Symbols mit den Merkmalen des Anfangsprototypsymbols, das die höchste Übereinstimmung aufweist und dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat, gemittelt werden, wobei der Schritt der Mittelung vorzugsweise einen gewichteten Mittelwert verwendet, um einen Beitrag der Merkmale des Prototypsymbols, das die höchste Übereinstimmung aufweist, zu dem sich ergebenden Benutzerprototypsymbol stärker zu gewichten.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schritt der Eingabe einen Schritt der Erzeugung von einem oder mehreren Strichen durch eine Bewegung eines Stifts in Bezug auf ein elektronisches Tablett enthält, wobei das eingegebene Symbol einen oder mehrere Striche umfasst, und

wobei der Vergleichsschritt einen ersten Schritt der Durchführung eines elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens zwischen dem Strich oder den Strichen des eingegebe nen Symbols und einem Strich oder Strichen von einzelnen der Anfangsprototypsymbole enthält.

5. Vorrichtung zur Erzeugung einer benutzerspezifischen Gruppe von Prototypsymbolen zur Verwendung in einem Symbolerkennungssystem, die folgendes umfasst:

ein Mittel, um ein Exemplar eines zu erkennenden Symbols einzugeben, wobei das Symbol eine Kennung hat;

ein Mittel, um Merkmale des eingegebenen Symbols mit einer Gruppe zu vergleichen, die aus vorher festgelegten Anfangsprototypsymbolen besteht;

ein Verknüpfungsmittel, das auf einen Zustand anspricht, in dem die Merkmale des eingegebenen Symbols bis zu einem vorher festgelegten Schwellenwert mit Merkmalen übereinstimmen, die mit einem oder mehreren Anfangsprototypsymbolen verbunden sind, um die Merkmale des eingegebenen Symbols mit den Merkmalen des Anfangsprototypsymbols zu verknüpfen, das die höchste Übereinstimmung aufweist und dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat, wobei das Verknüpfungsmittel dazu dient, ein Benutzerprototypsymbol zu bilden, das dieselbe Kennung hat;

ein Mittel, um das Benutzerprototypsymbol zur späteren Verwendung zu speichern, wobei das Speichermittel des Weiteren auf einen Zustand anspricht, in dem die Merkmale des eingegebenen Symbols nicht bis zu dem vorher festgelegten Schwellenwert mit Merkmalen übereinstimmen, die mit dem einen oder den vielen vorher festgelegten Anfangsprototypsymbolen verbunden sind, um das eingegebene Symbol als ein Benutzerprototypsymbol zur späteren Verwendung zu speichern, wobei das gespeicherte Benutzerprototypsymbol dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat; und

ein Mittel, um diejenigen Anfangsprototypsymbole aus der Gruppe zu löschen, welche dieselbe Kennung wie das Benutzerprototypsymbol haben.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei das Löschmittel folgendes enthält:

ein Mittel, um ein erstes Zählmittel zu erhöhen, das jedem der Anfangsprototypsymbole zugeordnet ist, das dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat; und

ein Mittel, um einen Wert des ersten Zählmittels mit einem ersten, vorher festgelegten Wert zu vergleichen; und wobei

das Löschmittel auf die Operation des Vergleichsmittels nur anspricht, um das eine oder die vielen Anfangsprototypsymbole zu löschen, wenn der Wert des zugeordneten ersten Zählmittels gleich dem ersten, vorher festgelegten Wert ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, wobei das Verknüpfungsmittel ein Mittel enthält, das dazu dient, die Merkmale des eingegebenen Symbols mit den Merkmalen des Anfangsprototypsymbols zu mitteln, das die höchste Übereinstimmung aufweist und dieselbe Kennung wie das eingegebene Symbol hat, wobei das Mittel zur Mittelung vorzugsweise einen gewichteten Mittelwert verwendet, um einen Beitrag der Merkmale des Prototypsymbols, das die höchste Überein stimmung aufweist, zu dem sich ergebenden Benutzerprototypsymbol stärker zu gewichten.

8. Vorrichtung nach Anspruch 5, 6 oder 7, wobei das Eingabemittel ein Mittel enthält, das dazu dient, als Antwort auf eine Bewegung eines Stifts in Bezug auf ein elektronisches Tablett Strichinformationen zu erzeugen, und wobei das eingegebene Symbol durch Informationen dargestellt wird, die einen oder mehr Striche zum Ausdruck bringen, wobei das Vergleichsmittel vorzugsweise ein Mittel zur Durchführung eines elastischen Übereinstimmungsprüfverfahrens zwischen dem Strich oder den Strichen des eingegebenen Symbols und einem Strich oder Strichen von einzelnen der Anfangsprototypsymbole enthält.

9. Vorrichtung nach Anspruch 6, die des Weiteren folgendes umfasst:

ein zweites Zählmittel, das jedem Benutzerprototypsymbol zugeordnet ist, um zu zählen, wie häufig das Verknüpfungsmittel für das zugehörige Benutzerprototypsymbol tätig wird;

ein zweites Vergleichsmittel, das dazu dient, einen Wert des zweiten Zählmittels mit einem zweiten, vorher festgelegten Wert zu vergleichen; und wobei

das Verknüpfungsmittel auf die Operation des zweiten Vergleichsmittels nur anspricht, um ein Benutzerprototypsymbol zu bilden, wenn der Wert des zweiten Zählmittels, das dem Benutzerprototypsymbol zugeordnet ist, geringer als der zweite, vorher festgelegte Wert ist.

10. Verfahren zur Erzeugung einer benutzerspezifischen Gruppe von Handschriftprototypsymbolen zur Verwendung in einem Handschriftenerkennungssystem, das die folgenden Schritte umfasst:

Bereitstellen einer Prototypgruppe S, die als Elemente eine Vielzahl von vorher festgelegten Anfangsprototypsymbolen aufweist;

Eingeben von Exemplaren von Schulungssymbolen T, wobei jedes der Symbole eine Kennung hat;

für jedes Exemplar von T:

Prüfen des Exemplars von T auf Übereinstimmung mit den Elementen von S, um eine Übereinstimmungsliste von Prototypsymbolen und entsprechenden Ergebnissen zu erhalten, wobei jedes Ergebnis einen Unterschied zwischen dem Exemplar von T und dem entsprechenden Prototypsymbol anzeigt;

Verringern der Übereinstimmungsliste, um eine verkleinerte Übereinstimmungsliste im Einklang mit einem oder mehreren Kriterien zu bilden, wobei der Schritt des Verringerns die Übereinstimmungsliste verkleinert, indem Einträge entfernt werden, deren Abstandsergebnis größer als ein erster, vorher festgelegter Schwellenwert ist;

Verarbeiten der verkleinerten Übereinstimmungsliste, um ein Benutzerprototypsymbol als ein Element S zu erzeugen; und

Entfernen aller Anfangsprototypsymbole aus S, welche dieselbe Kennung wie das Exemplar von T haben.

11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der Verarbeitungsschritt einen Schritt des Vergleichs des Exemplars von T mit Elementen der verkleinerten Übereinstimmungsliste enthält, um einen der folgenden Fälle festzustellen:

einen Fall "leer", wobei die verkleinerte Übereinstimmungsliste kein Prototypsymbol enthält, das dieselbe Kennung wie T hat;

einen Fall "einzeln_gefunden", wobei die verkleinerte Übereinstimmungsliste ein einziges Prototypsymbol enthält, das dieselbe Kennung wie T hat;

einen Fall "am_besten_gefunden", wobei die verkleinerte Übereinstimmungsliste eine Vielzahl von Prototypsymbolen enthält und wobei das Prototypsymbol mit dem niedrigsten Ergebnis dieselbe Kennung wie T hat; und

einen Fall "nicht_am_besten_gefunden", wobei die verkleinerte Übereinstimmungsliste eine Vielzahl von Prototypsymbolen enthält und wobei das Prototypsymbol mit dem niedrigsten Ergebnis eine andere Kennung als T hat; wobei das Verfahren für den Fall "leer" vorzugsweise einen Schritt des Hinzufügens von T zu S enthält, das als ein Benutzerprototypsymbol gekennzeichnet ist.

12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Verfahren für den Fall "einzeln_gefunden" die folgenden Schritte enthält:

Verknüpfen von T mit dem einzigen Prototypsymbol in der verkleinerten Übereinstimmungsliste;

Ersetzen des entsprechenden Prototypsymbols in S durch das verknüpfte Prototypsymbol; und

Kennzeichnen des verknüpften Prototypsymbols in S als ein Benutzerprototypsymbol.

13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Verfahren für den Fall "am_besten_gefunden" die folgenden Schritte enthält:

Verknüpfen von T mit dem Prototypsymbol "am_besten_gefunden" in der verkleinerten Übereinstimmungsliste;

Prüfen von T auf Übereinstimmung mit dem verknüpften Prototypsymbol und Ermitteln eines Ergebnisses für das verknüpfte Prototypsymbol;

Vergleichen des Ergebnisses des verknüpften Prototypsymbols mit dem Ergebnis des Prototypsymbols "am_besten_gefunden"; und

wenn das Ergebnis des verknüpften Prototypsymbols niedriger als das Ergebnis des Prototypsymbols "am besten gefunden" ist, Ersetzen des entsprechenden Prototypsymbols in S durch das verknüpfte Prototypsymbol und Kennzeichnen des ersetzen Prototypsymbols in S als ein Benutzerprototypsymbol; andernfalls

Kennzeichnen des entsprechenden Prototypsymbols "am_besten_gefunden" in S als ein Benutzerprototypsymbol.

14. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Verfahren für den Fall "nicht_am_besten_gefunden" die folgenden Schritte enthält:

Verknüpfen von T mit dem Prototypsymbol "nicht_am_besten_gefunden" in der verkleinerten Übereinstimmungsliste;

Prüfen von T auf Übereinstimmung mit dem verknüpften Prototypsymbol und Ermitteln eines Ergebnisses für das verknüpfte Prototypsymbol;

Vergleichen des Ergebnisses des verknüpften Prototypsymbols mit dem Ergebnis eines Prototypsymbols "am besten" in der verkleinerten Übereinstimmungsliste, welches das niedrigste Ergebnis aufweist; und

wenn das Ergebnis des verknüpften Prototypsymbols niedriger als das Ergebnis eines Prototypsymbols "am besten" ist, Ersetzen des entsprechenden Prototypsymbols in S durch das verknüpfte Prototypsymbol und Kennzeichnen des ersetzen Prototypsymbols in S als ein Benutzerprototypsymbol; andernfalls

Hinzufügen von T als ein Benutzerprototypsymbol zu S.

15. Verfahren nach Anspruch 13, wobei der Schritt des Ersetzens des entsprechenden Prototypsymbols in S durch das verknüpfte Prototypsymbol einen Schritt der Erhöhung eines Zählmittels enthält, das dem ersetzten Prototypsymbol zugeordnet ist, und wobei der Schritt der Verknüpfung von T mit dem Prototypsymbol "am_besten_gefunden" in der verkleinerten Übereinstimmungsliste einen ersten Schritt des Vergleichens eines Werts des Zählmittels mit einem vorher festgelegten Wert enthält, und wobei die Schritte der Verknüpfung, der Übereinstimmungsprüfung und des Vergleichs nur durchgeführt werden, wenn der Wert des Zählmittels kleiner als der vorher festgelegte Wert ist.

16. Verfahren nach Anspruch 14, wobei der Schritt des Ersetzens des entsprechenden Prototypsymbols in S durch das verknüpfte Prototypsymbol einen Schritt der Erhöhung eines Zählmittels enthält, das dem ersetzten Prototypsymbol zugeordnet ist, und wobei der Schritt der Verknüpfung von T mit dem Prototypsymbol "nicht_am_besten_gefunden" in der verkleinerten Übereinstimmungsliste einen ersten Schritt des Vergleichens eines Werts des Zählmittels mit einem vorher festgelegten Wert enthält, und wobei die Schritte der Verknüpfung, der Übereinstimmungsprüfung und des Vergleichs nur durchgeführt werden, wenn der Wert des Zählmittels kleiner als der vorher festgelegter Wert ist.

17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei, wenn der Schritt des Vergleichens eines Werts des Zählmittels mit einem vorher festgelegten Wert anzeigt, dass der Wert des Zählmittels gleich dem oder größer als der vorher festgelegte(n) Wert ist, das Verfahren einen Schritt des Hinzufügens von T zu S als ein Benutzerprototypsymbol enthält.

18. Verfahren nach Anspruch 10, das des Weiteren für jedes Exemplar von T einen Schritt der Erhöhung eines Zählmittels enthält, das Anfangsprototypsymbolen in S zugeordnet ist, welche dieselbe Kennung wie das Exemplar von T haben, und wobei der Schritt des Entfernens aller Anfangsprototypsymbole aus S, welche dieselbe Kennung wie das Exemplar von T haben, einen Schritt des Vergleichens eines Werts des Zählmittels mit einem vorher festgelegten Wert enthält, und wobei der Schritt des Entfernens nur durchgeführt wird, wenn der Wert des Zählmittels gleich dem vorher festgelegten Wert ist.

19. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der Schritt der Verkleinerung des Weiteren die Übereinstimmungsliste verkleinert, indem Einträge entfernt werden, die als Anfangsprototypsymbol gekennzeichnet sind.







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