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Dokumentenidentifikation DE19533997C2 03.02.2000
Titel Blatt für einen Innenraum-Schlagstock
Anmelder Exel Oy, Mäntyharju, FI
Erfinder Unger, Michael, Mäntyharju, FI;
Uimonen, Jyri, Götzis, AT
Vertreter H. Rieder und Kollegen, 42329 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 14.09.1995
DE-Aktenzeichen 19533997
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.02.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.02.2000
IPC-Hauptklasse A63B 59/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Blatt für einen Innenraum-Schlagstock, mit einer Oberkantenverstärkungsrippe, einer Bodenkantenverstärkungsrippe und einer Anzahl dazwischenliegender Verstärkungsrippen, welche in Längserstreckung des Blattes liegen und voneinander derart beabstandet sind, daß offene Räume zwischen den Verstärkungsrippen ausgebildet werden, wobei die sich längserstreckenden Rippen mittels Querrippen versteift sind, die sich relativ zu diesen transversal und/oder diagonal erstrecken.

Bei den Blättern vorbekannter Innenraum-Schlagstöcke ist die Lage der Verstärkungsrippen derart, daß kein befriedigender Kontakt zwischen dem Blatt und dem Ball zustande kommt. Im Grunde ist die Verrippung vorrangig im Hinblick auf die strukturelle Qualität und das Aussehen des Blattes entworfen. Eine relativ geschlossene oder dichte Verrippung, in der darüber hinaus der Abstand einer Mittelrippe von der Bodenkante eines Blattes typischerweise gleich dem Ballradius ist, ruft einen einzigen Belastungspunkt im Kontaktpunkt zwischen dem Ball und dem Blatt hervor. Fig. 1 zeigt, wie ein dünnwandiger Plastikball als Ergebnis eines solchen Kontaktes abspringt, wobei der Ball im Belastungspunkt eingedrückt wird. Dies führt zu einem Verlust an Energie, welcher die Absprunggeschwindigkeit des Balles reduziert.

Das finnische Gebrauchsmuster 12 79 offenbart einen Innenraum-Schlagstock, mit einem Blatt in der Form eines Rahmens, der eine durchgängige, große Öffnung in der Mitte definiert. Beim Vorrücken ist in der Tat der Ball sicher durch das Blatt geführt. Andererseits springt der Ball nach einem Schlag mit dem Blatt oft unkontrollierbar in unvorhergesehene Richtungen ab, da der Ball und das Blatt einander immer in einer bestimmten Höhe treffen sollten, um einen zweifachen Kontakt mit dem Blattrahmen zu erhalten. In der Praxis ist es allerdings oft der Fall, daß der Ball oder das Blatt von dem Fußboden entfernt ist und nicht in der erforderlichen Höhe zusammenkommen. Ein anderes Problem ist die Herstellung eines hinreichend starken Blattes von einer Struktur in der Form eines reinen Rahmens oder Randes. Aus den obengenannten Gründen greift die Erfindung auf eine Blattkonstruktion zurück, welche beide, sich längs- und quererstreckende Verstärkungsrippen aufweist.

Aus der US 4,076,240 ist ein Blatt für einen Schlagstock bekannt, der eine Oberkantenverstärkungsrippe, eine Bodenkantenverstärkungsrippe und eine Anzahl dazwischenliegender Verstärkungsrippen aufweist, welche in Längserstreckung des Blattes liegen und voneinander derart beabstandet sind, daß offene Zwischenräume zwischen den Längsrippen ausgebildet werden, wobei die sich längserstreckenden Rippen mittels Querrippen versteift sind, welche sich relativ zu den längserstreckenden Rippen transversal erstrecken. Bei diesem vorbekannten Schlägerblatt wird durch die Längs- und Querrippen eine ebene Gitterstruktur mit ebenen Kontaktflächen für den Ball gebildet. Die von einem zu der Längsrichtung des Schlägerblattes senkrechten Querschnitt erfaßten Längs- und Querrippen sind zu diesem Zweck mit einer jeweils gleichen Profildicke ausgebildet. Infolge der ebenen Kontaktfläche des Schlägerblattes ist jedoch nur eine bedingte Kontrolle des Balles gegeben.

Ziel der Erfindung ist es, ein Blatt für einen Innenraum-Schlagstock vorzusehen, durch dessen Ausgestaltung eine bessere Kontrolle und genauere Fokussierung der Ballrichtung bei einer hohen Ausgangsgeschwindigkeit des Balles gegeben ist.

Dieses Ziel wird durch die Erfindung auf der Basis der charakteristischen Merkmale verwirklicht, die in den nachstehenden Ansprüchen dargelegt sind, wobei der Schutzbereich auf der Basis der unabhängigen Ansprüche 1 und 7 definiert wird, während die abhängigen Ansprüche bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung offenbaren.

Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detaillierter beschrieben, in der

Fig. 1 das Verhalten des Balles zeigt, wenn er von einem konventionellen Blatt abspringt,

Fig. 2 einen Querschnitt eines Blattes nach der Erfindung und das Verhalten des Balles zeigt, wenn er von einem Blatt nach der Erfindung abspringt,

Fig. 3 einen Querschnitt eines Blattes nach der Erfindung und seine Abmessungen mit Bezug zu einem Standardball zeigt,

Fig. 4 einen Querschnitt eines Blattes einer alternativen Ausführungsform nach der Erfindung entlang einer Linie IV-IV in Fig. 5 zeigt, wobei ein Blatt 12a für Rechtshänder bestimmt ist (die rechte Hand hinten, die konkave Seite vorwärts) und ein Blatt 12b für Linkshänder bestimmt ist (die linke Hand hinten, die konkave Seite vorwärts).

Fig. 5 zeigt die Blätter nach Fig. 4 in einer Draufsicht.

Mit Bezug auf Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein konventionelles, ebenes Blatt in einem Querschnitt und das Bezugszeichen 2 zeigt einen Querschnitt durch ein Blatt, dessen beide Seiten leicht konkav ausgeführt sind. Der Ball berührt solche Blätter in einem einzigen Belastungspunkt, wobei, während der Ballbeschleunigung, der dünnwandige Ball sich im Belastungspunkt verformt, was zu einem Verlust an Energie und einer Abnahme der Absprungsgeschwindigkeit führt.

Gemäß der Fig. 2 und 3 ist das obenerwähnte Problem gelöst, indem zentrale Längsrippen 7 in solch einer Position angeordnet sind, daß ein offener Zwischenraum zwischen den Rippen 7 in einem Abstand des Radius D/2 des Balls 3 von der Bodenkante eines Blattes 12 ausgebildet ist. Im vorliegenden Fall liegen die horizontalen Verstärkungsrippen 7, 9 symmetrisch auf jeder Seite der longitudinalen Mittellinie des Blattes und lassen den longitudinalen zentralen Bereich des Blattes offen. Ein Abstand S zwischen den Verstärkungsrippen 7, welche diesen offenen Zwischenraum mit einer Genauigkeit von 20% definieren, ist gleich der Hälfte des Radius D/2 des Balls 3. In den meisten Fällen sieht diese Anordnung von Verstärkungsrippen mehr als eine Kontaktzone zwischen dem Blatt und dem Ball vor. Fig. 2 zeigt, wie das Zentralbereichpaar von Rippen 7 die Kräfte auf den Ball konzentriert. Die Verteilung der Kräfte und der diesen entgegenwirkenden Komponenten verhindern effektiv die Verformung der dünnen Wand eines Balles für einen verbesserten Energieübergang und eine höhere Absprunggeschwindigkeit.

Die horizontalen Verstärkungsrippen 7, 9, 5, 6 sind aneinander mittels vertikaler oder diagonaler Verstärkungsrippe 8, 8', 10 befestigt, welche in geeigneten Abständen der longitudinalen Richtung des Blattes liegen und welche in ihren zentralem Bereich so verjüngt sind, daß die Belastungspunkte zwischen Ball und Blatt sich prinzipiell auf den Seitenflächen der horizontalen Verstärkungsrippen ergeben.

Das Blatt 12 hat eine Höhe, welche im wesentlichen gleich einem Durchmesser D eines Standardballes ist. Demzufolge ist bevorzugt, daß zwischen der Ober- und Bodenkantenverstärkungsrippe 5 und 6 vier horizontale Verstärkungsrippen 7, 9 vorgesehen sind, wobei der Abstand zwischen diesen in der vertikalen Richtung des Blattes etwa der Hälfte des Balldurchmessers D/2 ist. Insbesondere die Rippen 7 umfassend das ganz in der Mitte liegende Paar von Rippen haben einen Abstand von S = HC/2, wobei HC = D/2.

Fig. 2 und 3 zeigen beide Seitenflächen des Blattes konkav, was die Folge davon ist, daß die Mittelbereichsrippen 7 des Blattes eine laterale Dicke aufweisen, welche etwa der Hälfte der Dicke der Ober- und Bodenkantenverstärkungsrippen 5 entspricht und die Rippen 9 haben eine Dicke, welche in der Mitte zwischen den obenerwähnten Dicken liegt.

Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 unterscheidet sich von dem oben beschriebenen nur dadurch, daß gerade eine Seite des Blattes konkav und die andere Seite flach ist, wobei die konkave Oberfläche einen Kurvenradius aufweisen mag, welcher kleiner ist als in dem Ausführungsbeispiel hier nach Fig. 2 und 3. Das Blatt, bezeichnet durch das Bezugszeichen 12a, ist vorgesehen für rechtshändige Personen, wobei die rechte Hand auf der Rückseite des Schaftes liegt und die konkave Blattoberfläche für das Schlagen des Balles gebraucht wird. Das für linkshändige Personen vorgesehene Blatt ist mit dem Bezugszeichen 12b bezeichnet, wobei die linke Hand auf der rückseitigen Oberfläche des Schaftes im Hinblick auf das Schlagen des Balles mit der konkaven Seite des Blattes liegt. Zusätzlich weist das Blatt einen spitzen Bereich 13 auf, welcher gegen die konkave Seite gekrümmt ist.

Abhängig von dem speziellen Ausführungsbeispiel hat die Blattseitenoberfläche einen Krümmungsradius, welcher das zwei bis dreifache des Radius' D/2 eines Standardballes 3 beträgt.


Anspruch[de]
  1. 1. Blatt für einen Innenraum-Schlagstock, mit einer Oberkantenverstärkungsrippe (5), einer Bodenkantenverstärkungsrippe (6) und einer Anzahl dazwischenliegender Verstärkungsrippen (7, 9), welche in Längserstreckung des Blattes liegen und voneinander derart beabstandet sind, daß offene Zwischenräume zwischen den Längsrippen (5, 6, 7, 9) ausgebildet werden, wobei die sich längserstreckenden Rippen mittels Querrippen versteift sind, welche sich relativ zu diesen transversal und/oder diagonal erstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. die Mittellinie des Zwischenraumes zwischen den Mittelbereichsverstärkungsrippen (7) in einem Abstand entsprechend einem Radius (D/2) eines Balles (3) von der Bodenkante des Blattes (12) angeordnet ist;
    2. 2. die Querrippen innerhalb einer Berührungsoberfläche verbleiben, welche durch Längsrippen sowohl oberhalb als auch unterhalb der Mittellinie definiert wird, so daß nur horizontale Rippen auf beiden Seiten der Mittellinie in Kontakt mit dem Ball kommen können;
    3. 3. zumindest eine Seite des Blattes konkav ausgebildet ist.
  2. 2. Blatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abstand (S) zwischen den Verstärkungsrippen (5, 6, 7, 9), welche den Zwischenraum mit einer Genauigkeit von etwa 20% definieren, gleich der Hälfte des Radius' (D/2) des Balles (3) ist.
  3. 3. Blatt nach Anspruch 1, dessen Höhe im wesentlichen dem Durchmesser (D) eines Standardballes (3) entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattseitenoberfläche einen Krümmungsradius aufweist, welcher etwa dem Zwei- bis Dreifachen des Radius (D/2) des Standardballes (3) entspricht.
  4. 4. Blatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche, welche sich über die seitlichen Flächen der Rippen (5, 6, 7a, 9a oder 5, 6, 7b, 9b) erstreckt, auf einer Oberflächenseite des Blattes (12a, 12b) flach und konkav auf der anderen ist.
  5. 5. Blatt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Ausbildung der Blattoberfläche dadurch hervorgerufen ist, daß die Mittelbereichsrippen (7, 7a, 7b) des Blattes eine laterale Dicke aufweisen, welche im wesentlichen die Hälfte der Dicke der Ober- und Bodenkantenverstärkungsrippen (5, 6) beträgt.
  6. 6. Blatt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt einen Spitzenabschnitt (13) aufweist, welcher in Richtung der konkaven Seite gekrümmt ist.
  7. 7. Blatt für einen Innenraum-Schlagstock, mit einer Oberkantenverstärkungsrippe (5), einer Bodenkantenverstärkungsrippe (6) und einer Anzahl dazwischenliegender Verstärkungsrippen (7, 9), welche in Längsrichtung des Blattes liegen und voneinander beabstandet sind derart, daß offene Zwischenräume zwischen den Längsrippen (5, 6, 7, 9) ausgebildet werden, wobei die sich längserstreckenden Rippen mittels Querrippen versteift sind, welche sich relativ zu diesen transversal und/oder diagonal erstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. die Querrippen innerhalb einer Kontaktoberfläche verbleiben, welche durch die sich sowohl oberhalb als auch unterhalb der Mittellinie des Blattes längserstreckenden Rippen bestimmt ist, wobei hauptsächlich horizontale Rippen in Kontakt mit dem Ball kommen können;
    2. 2. eine Seite des Blattes (12a, 12b) stärker konkav ist als die andere Seite, wobei die konkave Ausbildung der Blattoberfläche dadurch hervorgerufen ist, daß die Mittelbereichsrippen (7, 7a, 7b) des Blattes eine laterale Dicke aufweisen, welche etwa der Hälfte der Dicke der Ober- und Bodenkantenverstärkungsrippen (5, 6) entspricht.






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