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Dokumentenidentifikation DE19934531A1 03.02.2000
Titel Gaskanal mit Wabenstruktur
Anmelder NGK Insulators, Ltd., Nagoya, Aichi, JP
Erfinder Yamada, Toshio, Nagoya, Aichi, JP;
Hijikata, Toshihiko, Nagoya, Aichi, JP;
Morita, Yukiharu, Nagoya, Aichi, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Anmeldedatum 22.07.1999
DE-Aktenzeichen 19934531
Offenlegungstag 03.02.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.02.2000
IPC-Hauptklasse F23J 15/00
Zusammenfassung Es ist ein eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal offenbart, der ein Metallgehäuse (21), eine in dem Metallgehäuse (21) untergebrachte Wabenstruktur (22), ein zwischen die Außenfläche der Wabenstruktur (22) und die Innenfläche des Metallgehäuses (21) gesetztes Haltebauteil (23) und ein an einer oder beiden Öffnungen des Metallgehäuses (21) an die Innenfläche des Metallgehäuses (21) angebrachten Konus (24a; 24b) umfaßt, wobei der Umfang einer oder beider Stirnflächen der Wabenstruktur (22) an dem Konus (24a; 24b) anliegen gelassen wird. Der eine Wabenstruktur aufweisende Gaskanal kann das gesamte Volumen der Wabenstruktur (22) effektiv nutzen, zeigt einen geringen Druckverlust und ist außerdem mit niedrigen Kosten verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal, der vorwiegend bei einem Abgasreinigungssystem für ein Kraftfahrzeug eingesetzt wird.

Gaskanäle, die eine Wabenstruktur aufweisen, finden derzeit breite Verwendung, da sie (bei Durchleitung eines Gases) aufgrund der großen offenen Frontfläche einen geringen Druckverlust und ein hervorragendes Abgasreinigungsvermögen zeigen. Als Beispiel für derartige Gaskanäle ist weithin eine keramische Wabenkatalysatorvorrichtung bekannt, die bei einem Abgasreinigungssystem für ein Kraftfahrzeug verwendet wird.

Bei der Herstellung einer derartigen keramischen Wabenkatalysatorvorrichtung wird der keramische Wabenkatalysator zur einfachen Handhabung in einem Katalysatorgehäuse gehalten (dieser Vorgang wird "Einkapselung" genannt).

Damit ein Wabenkatalysator 12 zuverlässig in einem Metallgehäuse 11 gehalten wird und damit außerdem von außen auf den Katalysator 12 einwirkende Stöße abgeschwächt werden, wird beispielsweise, wie in Fig. 4 gezeigt ist, nachdem der Wabenkatalysator 12 in dem Metallgehäuse 11 in Axialrichtung des Metallgehäuses 11 festgehalten ist, zwischen der Außenfläche des Wabenkatalysators 12 und der Innenfläche des Metallgehäuses 11 unter Druck eine Keramikfasermatte 13 eingebracht. Im einzelnen werden ein Haken 14, der an einem Ende des Metallgehäuses 11 angebracht ist und der zu der Mitte eines durch dieses eine Ende des Metallgehäuses 11 gebildeten Kreises hin vorragt, und ein Haltering 15, der an das andere Ende des Metallgehäuses 11 geschweißt ist, oder eine Vielzahl von Vorsprüngen 16 (siehe Fig. 5), die sich von diesem anderen Ende des Metallgehäuses 11 aus erstrecken, aber zu der Mitte eines durch dieses andere Ende des Metallgehäuses 11 gebildeten Kreises hin gebogen sind, an den Wabenkatalysator 12 zum Anliegen gebracht. Dann wird an den beiden Enden des Metallgehäuses 11 durch Schweißen oder dergleichen jeweils ein (nicht gezeigter) Konus angebracht, der ein Metallbauteil darstellt, das einen leichteren Eintritt und Austritt von Abgas erlaubt.

Wenn der Wabenkatalysator 12 wie vorstehend angegeben in dem Metallgehäuse 11 gehalten ist, versperren jedoch der Haken 14 und der Haltering 15, die beide an dem Metallgehäuse 11 angebracht sind, einen Teil der Durchlässe des Wabenkatalysators 12, was eine effektive Nutzung des Gesamtvolumens des Wabenkatalysators 12 unmöglich macht und zudem einen Druckverlust verursacht. Dies führt zu einer Erhöhung der Emissionen oder einer Verringerung des Motorleistungsvermögens, wenn das den Wabenkatalysator 12 haltende Metallgehäuse 11 als Wabenkatalysatorvorrichtung verwendet wird.

Da an dem Metallgehäuse 11 der Haken 14 und der Haltering 15 anzubringen sind, kommt es außerdem zu einer Erhöhung der Fertigungskosten und Material kosten der Wabenkatalysatorvorrichtung.

Um die vorstehend genannten Probleme beim Stand der Technik zu verringern, zielt die Erfindung darauf ab, einen eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal zu schaffen, bei dem das gesamte Volumen der Wabenstruktur genutzt werden kann, der einen geringeren Druckverlust zeigt und der mit niedrigeren Kosten verbunden ist.

Diese Aufgabenstellung wird durch einen eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal gelöst, der ein Metallgehäuse, eine in dem Metallgehäuse untergebrachte Wabenstruktur, ein zwischen die Außenfläche der Wabenstruktur und die Innenfläche des Metallgehäuses gesetztes Haltebauteil und einen Konus/Konusse umfaßt, der/die an einer oder beiden Öffnungen des Metallgehäuses an der Innenfläche des Metallgehäuses angebracht ist/sind, wobei der Umfang/die Umfänge einer oder beider Stirnflächen der Wabenstruktur an dem Konus/den Konussen anliegen gelassen wird/werden.

Bei dem die Wabenstruktur aufweisenden erfindungsgemäßen Gaskanal liegt/liegen der Umfang/die Umfänge der Stirnfläche/der Stirnflächen der Wabenstruktur vorzugsweise unter einem Winkel von 45° bis 85° an dem Konus/den Konussen an.

Bei dem eine Wabenstruktur aufweisenden erfindungsgemäßen Gaskanal ist es außerdem vorzuziehen, daß der Umfang/die Umfänge der Stirnfläche/Stirnflächen der Wabenstruktur abgeschrägt ist/sind und die Größe oder der Radius der Abschrägung 0,1 bis 1 mm beträgt.

Der erfindungsgemäße die Wabenstruktur aufweisende Gaskanal nimmt vorzugsweise die folgende vorm ein:

  • - die Wabenstruktur ist aus einer Keramik oder einem Metall hergestellt und stellt einen Katalysator zur Abgasreinigung, einen Filter zum Auffangen der in einem Abgas vorhandenen teilchenförmigen Stoffe oder einen Wärmeaustauscher dar;
  • - das Haltebauteil ist eine Keramikfasermatte oder ein aus einem Metall hergestelltes Drahtgitter; und
  • - das Metallgehäuse hat einen Stopfaufbau, einen Kompressions- bzw. Tourniquetaufbau oder einen muschelförmigen Aufbau.

Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine Abbildung eines Beispiels des eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanals;

Fig. 2 eine Teilschnittansicht eines Beispiels für den Zustand, in dem bei dem eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal der Umfang einer der Stirnflächen der Wabenstruktur an dem Konus anliegt;

Fig. 3 eine Teilschnittansicht eines weiteren Beispiels für den Zustand, in dem bei dem eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal der Umfang einer der Stirnflächen der Wabenstruktur an dem Konus anliegt;

Fig. 4(a) und Fig. 4(b) Abbildungen eines Beispiels für eine Wabenstruktur aufweisende herkömmliche Gaskanäle, d. h. für herkömmliche keramische Wabenkatalysatorvorrichtungen;

Fig. 5(a) und Fig. 5(b) ein Beispiel für den Zustand, in dem bei einem eine Wabenstruktur aufweisenden herkömmlichen Gaskanal der Umfang einer der Stirnflächen der Wabenstruktur an den Vorsprüngen des Metallgehäuses anliegt, wobei Fig. 5(a) eine Perspektivansicht und Fig. 5(b) eine Teilschnittansicht ist;

Fig. 6 ein Kurvenbild der Druckverluständerung bei einer Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit in dem eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal gemäß einem Beispiel 1 oder einem Vergleichsbeispiel 3;

Fig. 7 ein Kurvenbild der Druckverluständerung bei einem eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal, als der Anliegewinkel θ zwischen dem Umfang einer der Stirnflächen der Wabenstruktur und dem Konus im Bereich von 30 bis 90° verändert wurde; und

Fig. 8 ein Diagramm mit den Ergebnissen von Erwärmungs- und Schwingungsversuchen, die mit eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanälen gemäß Beispielen 1 und 3 und Vergleichsbeispielen 3 und 4 durchgeführt wurden.

In der in Fig. 1 gezeigten Abbildung ist ein erfindungsgemäßes Beispiel eines eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanals dargestellt. Dieser Gaskanal mit einer Wabenstruktur umfaßt ein Metallgehäuse 21, eine in dem Metallgehäuse 21 untergebrachte Wabenstruktur 22, ein zwischen die Außenfläche der Wabenstruktur 22 und die Innenfläche des Metallgehäuses 21 gesetztes Haltebauteil 23, an beiden Öffnungen des Metallgehäuses 21 an der Innenfläche des Metallgehäuses 21 angebrachte Konusse 24 und eine zur Abdeckung des Metallgehäuses 21 bereitgestellte Abdeckung 26 zur Wärmeisolation.

Das Hauptmerkmal dieses eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanals besteht darin, daß der Umfang 22a zumindest einer der Stirnflächen der Wabenstruktur 22 an dem Konus 24 anliegt (siehe Fig. 1 bis Fig. 3).

Dadurch kann die Wabenstruktur direkt durch den Konus 24 [und nicht durch einen Haken 14, einen Haltering 15 und eine Vielzahl von Vorsprüngen 16, welche (wie in Fig. 4 und Fig. 5 gezeigt) herkömmlicherweise Verwendung finden] festgeklemmt werden. Infolgedessen ist keiner der Durchlässe der Wabenstruktur 22 versperrt und kann das gesamte Volumen der Wabenstruktur 22 effektiv genutzt werden, wodurch sich Senkungen des Druckverlusts und der Kosten erzielen lassen.

Bei diesem Gaskanal kann darüber hinaus mit einer kleineren Wabenstruktur als bei herkömmlichen Wabenstrukturen das gleiche Leistungsvermögen erreicht werden, was einen Kostenvorteil ergibt.

Außerdem läßt sich bei dem Gaskanal eine Verschiebung der Wabenstruktur 22 verhindern, die (unter der Annahme, daß diese Verschiebung hauptsächlich aufgrund einer Scherverformung des Haltebauteils 23 erfolgt) durch Schwingung verursacht wird. Zudem kann der Kontakt des Haltebauteils 23 mit einem Abgas hoher Temperatur verhindert werden, wodurch der Zustandsverschlechterung des Haltebauteils 23 ein Ende bereitet wird.

Bei dem eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal ist es vorzuziehen, daß der Umfang/die Umfänge der Stirnfläche/Stirnflächen der Wabenstruktur 22 an dem Konus/an den Konussen 24 unter einem Winkel θ von 45° bis 85° anliegt/anliegen.

Der Grund hierfür ist wie folgt. Bei einem Anliegewinkel von weniger als 45° sind nämlich die Wirkung der Druckverlustsenkung und bei einem Anliegewinkel von mehr als 85° die Kraft zum Halten der Wabenstruktur in Axialrichtung des Metallgehäuses gering.

Bei diesem eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanal ist es außerdem vorzuziehen, daß der Umfang/die Umfänge der Stirnfläche/Stirnflächen der Wabenstruktur wie in Fig. 2 und Fig. 3 gezeigt abgeschrägt ist/sind.

Der Grund hierfür ist wie folgt. Durch eine Abschrägung des Umfangs 22a der Stirnfläche der Wabenstruktur 22 wird nämlich eine Abplatzung der Wabenstruktur 22 verhindert, die auftritt, wenn der Konus 24 daran anliegen gelassen wird.

Ferner ist es vorzuziehen, daß die Größe C (siehe Fig. 2) oder der Radius R (siehe Fig. 3) der Abschrägung des Umfangs 22a der Stirnfläche der Wabenstruktur 22 0,1 bis 1 mm beträgt.

Der Grund hierfür ist wie folgt. Bei einer Größe C oder einem Radius R der Abschrägung von weniger als 0,1 mm läßt sich nämlich keine ausreichende Wirkung erzielen, und eine Größe C oder ein Radius R der Abschrägung von mehr als 1 mm führt zu höheren Herstellungskosten.

Das bei dem Gaskanal verwendete Haltebauteil 23 ist vorzugsweise eine Keramikfasermatte oder ein aus Metall hergestelltes Drahtgitter.

Die bei dem Gaskanal verwendete Wabenstruktur 22 ist vorzugsweise aus einer Keramik oder einem Metall hergestellt.

Die bei dem Gaskanal verwendete Wabenstruktur weist eine große Anzahl Durchlässe mit polygonförmigen Querschnitt auf, die zu der Strömungsrichtung des Gaskanals parallel sind und die von den innerhalb der Umfangswand der Wabenstruktur ausgebildeten Trennwänden umgeben sind, wobei er als Katalysator zur Abgasreinigung, als Filter zum Auffangen von in einem Abgas vorhandenen teilchenförmigen Stoffen oder als Wärmeaustauscher verwendet wird.

Der erwähnte polygonförmige Querschnitt der Durchlässe der Wabenstruktur ist vorzugsweise dreieckförmig, damit sich ein so geringer Druckverlust wie möglich einstellt.

Die Wabenstruktur weist in Hinblick auf ihre Formgebung keine besondere Beschränkung auf. Üblicherweise ist die Querschnittsform senkrecht zu der Strömungsrichtung des Gaskanals jedoch rund, oval oder hat die Form einer Stadionbahn oder dergleichen.

Das bei diesem Gaskanal verwendete Metallgehäuse 21 weist vorzugsweise einen Stopfaufbau, einen Kompressions- bzw. Tourniquetaufbau oder einen muschelförmigen Aufbau auf.

Der obengenannte Aufbau des Metallgehäuses 21 wird geeigneterweise in Abhängigkeit von der Form der Wabenstruktur 22 ausgewählt. Für eine Wabenstruktur mit runder Form sind beispielsweise der Stopfaufbau und der Tourniquetaufbau geeignet, da der Aufbau dieser Metallgehäuse eine verhältnismäßig einfache Einkapselung erlaubt. Der muschelförmige Aufbau des Metallgehäuses ist, da er eine verhältnismäßig einfache Einkapselung erlaubt, für eine ovale oder eine in Form einer Stadionbahn vorliegende Wabenstruktur geeignet.

Es folgt nun anhand von Beispielen eine ausführlichere Beschreibung der Erfindung. Die Erfindung ist jedoch keineswegs auf diese Beispiele beschränkt.

Beispiele 1 bis 3 und Vergleichsbeispiele 1 bis 4

Wie in Fig. 1 gezeigt ist, wurde an einer Öffnung eines Metallgehäuses 21 das eine Ende eines Konusses 24a komplett an die Innenfläche des Metallgehäuses 21 geschweißt und dann von der anderen Öffnung des Metallgehäuses 21 aus eine Wabenstruktur 22 in das Metallgehäuse 21 eingebracht. Von dieser anderen Öffnung des Metallgehäuses 21 aus wurde in den Zwischenraum zwischen der Außenfläche der Wabenstruktur 22 und der Innenfläche des Metallgehäuses 21 des weiteren unter Druck ein Haltebauteil 23 eingebracht. Danach wurde an dieser anderen Öffnung des Metallgehäuses 21 in das Metallgehäuse 21 ein Konus 24b eingebracht und an die Innenfläche des Metallgehäuses 21 vorläufig an vier Punkten in einem Zustand angeschweißt, in dem der Konus 24b an dem Umfang 22a der einen Stirnfläche der Wabenstruktur 22 unter einem wie in Tabelle 1 gezeigten Winkel θ anliegen gelassen wurde. Als nächstes wurde der Konus 24b komplett angeschweißt. An acht Punkten wurde ein Abdeckung 26 angeschweißt, um das Metallgehäuse 21 abzudecken. Auf diese Weise wurden verschiedene eine Wabenstruktur aufweisende Gaskanäle 20 gemäß Beispielen 1 bis 3 und Vergleichsbeispielen 1 bis 2 angefertigt. Tabelle 1



Davon getrennt wurde, wie in Fig. 4 gezeigt ist, eine Wabenstruktur 12 in einem Metallgehäuse 11 festgehalten, in den Zwischenraum zwischen der Außenfläche der Wabenstruktur 12 und der Innenfläche des Metallgehäuses 11 unter Druck eine Keramikfasermatte 13 eingebracht und an der Wabenstruktur 12, um die Wabenstruktur 12 in dem Metallgehäuse 11 in Axialrichtung des Metallgehäuses 11 zu halten, ein von einem Ende des Metallgehäuses 11 zu der Mitte eines durch dieses eine Ende gebildeten Kreises hin vorragender Haken 14 und ein an das andere Ende des Metallgehäuses 11 angeschweißter Haltering 15 anliegen gelassen. Dann wurde mit jedem Ende des Metallgehäuses 11 durch Schweißen ein (nicht gezeigter) ein Metallbauteil mit einer ein Abgas einleitenden und ausleitenden Wirkungsweise darstellender Konus verbunden. Dadurch wurde ein eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal gemäß Vergleichsbeispiel 3 angefertigt.

Bei Vergleichsbeispiel 4 wurde mit Ausnahme dessen, daß weder ein Haken 14 noch ein Haltering 15 verwendet wurden, auf die gleiche Weise wie bei Vergleichsbeispiel 3 ein eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal angefertigt.

Die auf diese Weise angefertigten und eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanäle gemäß den Beispielen 1 bis 3 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 4 wurden den folgenden drei Arten von Versuchen unterzogen.

Druckverlustversuch 1

Die Gaskanäle gemäß dem Beispiel 1 und dem Vergleichsbeispiel 3 wurden bei Zimmertemperatur und unter Veränderung der Luftströmungsgeschwindigkeit in Hinblick auf eine Druckverluständerung untersucht. Die Ergebnisse sind in Fig. 6 gezeigt.

Druckverlustversuch 2

Die Gaskanäle gemäß den Beispielen 1 bis 3 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 2 wurden bei einer Luftströmungsgeschwindigkeit von 4 Nm3/min und unter Veränderung des Anliegewinkels θ zwischen dem Umfang einer der Stirnflächen der Wabenstruktur und dem Konus zwischen 30 bis 90° in Hinblick auf eine Druckverluständerung untersucht. Die Ergebnisse sind in Fig. 7 gezeigt.

Erwärmungs- und Schwingungsversuch

Der eine Wabenstruktur aufweisende Gaskanal gemäß dem Beispiel 1 oder 3 oder dem Vergleichsbeispiel 3 oder 4 wurde auf einem Erwärmungs- und Schwingungsprüfgerät so aufgebracht, daß die Strömungsrichtung des Gaskanals mit der Schwingungsrichtung des Prüfgeräts identisch war. Dann wurde der Gaskanal für 4 Stunden mit einer gegebenen Schwingungsbeschleunigung unter den Bedingungen eines Wechseltemperaturzyklus (Gastemperatur: 200 bis 1000°C) und 185 Hz in Schwingung versetzt, wobei das Ausmaß der Verschiebung der Wabenstruktur in dem Metallgehäuse gemessen wurde. Anhand dessen erfolgte eine Beurteilung des Gaskanals hinsichtlich seines Widerstands gegenüber einer Erwärmung und Schwingung. Die Ergebnisse sind in Fig. 8 gezeigt.

Bei der Anfertigung jedes eine Wabenstruktur aufweisenden Gaskanals wurden dabei die folgenden Materialien verwendet:



Wabenstruktur:

Größe = 103 mm (Durchmesser)×120 mm (Länge),

Rippendicke = 0,1 mm,

Zellendichte = 62 Zellen/cm2,

hergestellt aus Cordierit

Keramikfasermatte:

Maftec (Markenname), ein Erzeugnis der Mitsubishi Chemical Corporation

Metallgehäuse:

Stopfaufbau, hergestellt aus SUH 409

Konus und Haltering:

beide hergestellt aus SUH 409

Beurteilung der Versuchsergebnisse

Wie in Fig. 6 gezeigt ist, bewahrte der Gaskanal gemäß dem Beispiel 1 in bezug auf die Wabenstruktur die gleiche Haltekraft in Axialrichtung des Metallgehäuses wie der Gaskanal gemäß Vergleichsbeispiel 3, wobei er einen um etwa 15% niedrigeren Druckverlust als der letztgenannte Gaskanal aufwies.

Wie in Fig. 7 gezeigt ist, war eine Senkung des Druckverlusts möglich, wenn der Anliegewinkel θ zwischen dem Umfang einer der Stirnflächen der Wabenstruktur und dem Konus im Bereich von 45 bis 85° lag, während in bezug auf die Wabenstruktur die Haltekraft in Axialrichtung des Metallgehäuses aufrechterhalten wurde.

Wie in Fig. 8 gezeigt ist, fand bei dem Gaskanal gemäß dem Vergleichsbeispiel 4 (bei dem kein Haltering verwendet wurde) bei einer Schwingungsbeschleunigung von 50 G eine Verschiebung der Wabenstruktur statt. Die Gaskanäle gemäß den Beispielen 1 und 3 wiesen jedoch ungefähr denselben Schwingungswiderstand wie der Gaskanal gemäß dem Vergleichsbeispiel 3 (bei dem ein Haltering verwendet wurde) auf.

Wie vorstehend erläutert ist, wird bei dem eine Wabenstruktur aufweisenden erfindungsgemäßen Gaskanal effektiv das gesamte Volumen der Wabenstruktur genutzt, wobei er einen geringen Druckverlust zeigt und außerdem mit niedrigen Kosten verbunden ist.

Darüber hinaus kann bei dem eine Wabenstruktur aufweisenden erfindungsgemäßen Gaskanal eine durch Schwingung verursachte Verschiebung der Wabenstruktur verhindert werden. Des weiteren kann der Kontakt des Haltebauteils mit einem Abgas hoher Temperatur verhindert und daher der Zustandsverschlechterung des Haltebauteils ein Ende bereitet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal, mit: einem Metallgehäuse (21);

    einer Wabenstruktur (22), die in dem Metallgehäuse (21) untergebracht ist;

    einem Haltebauteil (23), das zwischen die Außenfläche der Wabenstruktur (22) und die Innenfläche des Metallgehäuses (21) gesetzt ist; und

    einem Konus (24a; 24b), der an einer oder beiden Öffnungen des Metallgehäuses (21) an der Innenfläche des Metallgehäuses (21) angebracht ist, wobei der Umfang einer oder beider Stirnflächen der Wabenstruktur (21) an dem Konus (24a; 24b) anliegen gelassen wird.
  2. 2. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 1, wobei der Umfang der Stirnfläche der Wabenstruktur (22) an dem Konus (24a; 24b) unter einem Winkel von 45 bis 85° anliegt.
  3. 3. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Umfang der Stirnfläche der Wabenstruktur (22) abgeschrägt ist.
  4. 4. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 3, wobei die Größe oder der Radius der Abschrägung des Umfangs der Stirnfläche der Wabenstruktur (22) 0,1 bis 1 mm beträgt.
  5. 5. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Wabenstruktur (22) aus einer Keramik hergestellt ist.
  6. 6. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Wabenstruktur (22) aus einem Metall hergestellt ist.
  7. 7. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Wabenstruktur (22) ein Katalysator zur Abgasreinigung ist.
  8. 8. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Wabenstruktur (22) ein Filter zum Auffangen der in einem Abgas vorhandenen teilchenförmigen Stoffe ist.
  9. 9. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Wabenstruktur (22) ein Wärmeaustauscher ist.
  10. 10. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 1, wobei das Haltebauteil (23) eine Keramikfasermatte ist.
  11. 11. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 1, wobei das Haltebauteil (23) ein aus Metall hergestelltes Drahtgitter ist.
  12. 12. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 1, wobei das Metallgehäuse (21) einen Stopfaufbau aufweist.
  13. 13. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 1, wobei das Metallgehäuse (21) einen Tourniquetaufbau aufweist.
  14. 14. Eine Wabenstruktur aufweisender Gaskanal nach Anspruch 1, wobei das Metallgehäuse (21) einen muschelförmigen Aufbau aufweist.






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