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Dokumentenidentifikation DE69700364T2 03.02.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0784088
Titel Heissschmelzbare und/oder expandierbare Klebverbindung
Anmelder Rapid S.A., Paris, FR
Erfinder Leon, Jean-Pierre, 78800 Houilles, FR
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69700364
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 03.01.1997
EP-Aktenzeichen 974000119
EP-Offenlegungsdatum 16.07.1997
EP date of grant 04.08.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.02.2000
IPC-Hauptklasse C09J 9/00
IPC-Nebenklasse C09J 11/04   C09J 5/08   C08J 9/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine heißschmelzbare und/oder dehnbare Klebeverbindung bzw. -dichtung, mit der ein beliebiger Raum oder eine Öffnung verschlossen werden kann.

Derartige Klebedichtungen oder -nähte wurden bereits zum Verschließen von Öffnungen an einem beliebigen Bauteil, wie beispielsweise ein Blech, vorgeschlagen.

Diese Klebedichtungen oder -nähte müssen jedoch vorübergehend am Bauteil im Bereich der zu verschließenden Stelle gehalten werden, um die Dichtung erhitzen zu können. Dabei erweist sich das Halten der Dichtung am Bauteil oft als schwieriger oder heikler Vorgang, da das die Dichtung aufnehmende Bauteil oder Werkstück in den meisten Fällen eine mehr oder weniger aufwendige Form aufweist.

Wenn im übrigen die Klebedichtung oder -naht ursprünglich fest mit einem Verschluß verbunden ist, mit dem die Öffnung verschließbar ist, so muß der Verschluß einen Schaft oder Laschen zum Einhängen des Verschlusses in die Öffnung enthalten, um das Zentrieren und Halten des Verschlusses vor dem Heißschmelzen und/ oder Ausdehnen der Dichtung zu ermöglichen.

Die vorliegende Erfindung zielt somit darauf ab, diese Nachteile dadurch beseitigen, daß eine Dichtung vorgeschlagen wird, die ganz allein den Halt am Werkstück vor der Heißschmelzen und/oder Ausdehnen gewährleistet.

Gegenstand der Erfindung ist daher eine heißschmelzbare und/oder dehnbare Klebedichtung, mit der ein beliebiger Raum oder eine Öffnung verschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem heißschmelzbaren und/oder dehnbaren Material dieser Dichtung ein magnetisches Pulver zugesetzt ist, welches die Selbstbefestigung der Dichtung an eine magnetisch leitende Fläche vor dem Heißschmelzen und/oder Ausdehnen der Dichtung gewährleistet.

Nach einem weiteren Merkmal kann diese Dichtung fest mit einem Verschluß zum Verschließen einer in einem Werkstück aus eisenhaltigem Material gebildeten Öffnung verbunden sein.

Bei einem Ausführungsbeispiel kann diese Dichtung ein Klebegemisch enthalten, das aus einem Terpolymer von Ethylen/Acrylester/Maleinanhydrid, einem Quellmittel aus Azodicarbonamid und magnetischem Ferritpulver besteht.

Das Ferritpulver kann in der Dichtung einen Anteil von über ca. 50 Gew.-% der Dichtung darstellen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden näheren Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen deutlich, die sich nur beispielhaft verstehen. Darin zeigen:

Fig. 1 eine geschnittene Teilansicht zweier Bauteile vor dem Zusammenfügen, wobei auf dem einen eine erfindungsgemäße Dichtung magnetisch gehalten ist,

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, bei der jedoch die beiden Bauteile nach dem Heißschmelzen und Ausdehnen der Dichtung so zusammengefügt sind, daß ein zwischen diesen beiden Bauteilen gebildeter Raum verschlossen wird,

Fig. 3 eine geschnitten dargestellte Ansicht in vergrößertem Maßstab eines Verschlusses, der mit einer erfindungsgemäßen Dichtung versehen ist und in einer Stellung gezeigt ist, in der er nur auf das diesen aufnehmende Bauteil aufgelegt ist, und

Fig. 4 eine Ansicht entsprechend der vorhergehenden, die jedoch den Verschluß in am Bauteil festgelegter Stellung zeigt, d. h. nach dem Heißschmelzen und Ausdehnen der dem Verschluß zugeordneten Klebedichtung.

Aus den Fig. 1 und 2 gehen zwei Metallteile 1 und 2 hervor, die zwischen sich einen Raum E definieren und durch eine heißschmelzbare und/oder dehnbare Dichtung 3 zusammengefügt sind, mit der der Raum E verschlossen werden kann.

Die Dichtung 3 besteht aus einem Klebegemisch beispielsweise auf Basis von Terpolymer von Ethylen/Acrylester/Maleinanhydrid. Die Dichtung 3 kann noch ein Quellmittel, wie beispielsweise Azodicarbonamid enthalten, was jedoch nicht zwingend ist, das eine Volumensvergrößerung der Dichtung bei einer bestimmten Temperatur hervorrufen kann.

Erfindungsgemäß ist dem heißschmelzbaren und/oder dehnbaren Material der Dichtung ein magnetisches Pulver 4, wie etwa Ferrit, zugesetzt.

Dieses magnetische Pulver 4 kann in der Dichtung einen Anteil von etwa 50 Gew.-% der Dichtung einnehmen.

Wie deutlich aus der Fig. 1 hervorgeht, kann die Dichtung 3 somit magnetisch an der Oberfläche des Werkstücks 2 aus eisenhaltigem Material gehalten werden, indem sie einfach auf dieses Werkstück aufgelegt wird, wodurch anschließend das Erhitzen mit eventueller Ausdehnung der Dichtung erfolgen kann, so daß die in Fig. 2 erkennbare Verbindung entsteht, bei der der Raum E in geeigneter Weise verschlossen ist.

Dabei ist festzustellen, daß bei der Herstellung der Dichtung durch jegliche geeignete Vorgehensweise das magnetische Ferritpulver 4 in das heißschmelzbare und/ oder dehnbare Material der Dichtung 3 integriert wird. Das so hergestellte, neuartige Material kann auch durch jegliche geeignete und konventionelle Mittel und Verfahren umgeformt werden, insbesondere mit Spritzgußmaschinen für thermoplastische Materialien.

Bei der Ausführung nach Fig. 3 und 4 ist erkennbar, daß die erfindungsgemäße Dichtung 3 ursprünglich fest mit einer den Verschluß 11 bildenden Platte oder dergleichen verbunden ist, mit der die Öffnung O einer Metallplatte 5 aus eisenhaltigem Material verschließbar ist.

Insbesondere ist die erfindungsgemäße, heißschmelzbare und magnetische Klebedichtung oder -naht 3 in einer ringförmigen Rille 6 untergebracht, die an der Unterseite der Platte oder des Verschlusses 11 ausgebildet ist.

Wie in Fig. 3 erkennbar ist, kann der Verschluß 11 durch einfaches Auflegen an das Werkstück 5 aus eisenhaltigem Material magnetisch an diesem Werkstück in einer Stellung gehalten werden, in der die Öffnung O durch die erfindungsgemäße magnetische Dichtung 3 verschlossen wird.

Eine derartige Selbstbefestigung ermöglicht somit bequem ein Erhitzen der Dichtung 3 auf eine Temperatur, die ausreicht, um deren Schmelzen und gegebenenfalls Ausdehnen zu bewirken, d. h. ein Anhaften, das ein dichtes Verschließen der Öffnung O ermöglicht, wie deutlich aus der Fig. 4 hervorgeht.

Dabei ist hervorzuheben, daß die den Verschluß 11 bildende Platte keine Einhängelaschen oder dergleichen zu enthalten braucht, um zuvor das Befestigen dieses Verschlusses an der Öffnung O zu ermöglichen, da die Dichtung 3 aufgrund des magnetischen Pulvers 4, das diese enthält, selbst vorteilhaft diese Hängefunktion vor dem Erhitzen der Dichtung gewährleisten kann.

Somit kann der Aufbau der bekannten Verschließmittel oder Verschlüsse erfindungsgemäß beträchtlich vereinfacht werden. Ferner können durch die erfindungsgemäße Dichtung mit dem zugesetzten magnetischen Pulver vorteilhaft Verbindungen oder Verschlüsse an Metallteilen mit geometrisch aufwendiger Form gebildet werden, ohne daß dabei die gewünschte Dichtigkeit beeinträchtigt wird.

Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung keineswegs auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen, die sich nur beispielhaft verstehen.

So können Form und Abmessungen der erfindungsgemäßen Klebedichtung oder - naht beliebig gewählt sein. Ebenso kann eine derartige heißschmelzbare Dichtung oder Naht ein Quellmittel enthalten oder nicht.

Die Erfindung umfaßt nämlich sämtliche technische Entsprechungen der beschriebenen Mittel sowie deren Kombinationen, sofern sich diese in den Rahmen der nachfolgenden Ansprüche einfügen.


Anspruch[de]

1. Heißschmelzbare und gegebenenfalls dehnbare Klebverbindung, die fähig ist, irgendeinen Raum (E) oder eine Öffnung (O) zu verschließen, derjenigen Gattung, in welcher ein die Selbstbefestigung der Verbindung (3) an einer magnetisch leitenden Fläche gewährleistendes magnetisches Pulver (4) zugesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein aus einem Terpolymer von Äthylen/Akrylester/Maleinanhydrid, aus magnetischem Ferritpulver und gegebenenfalls aus einem durch Azodicarbonamid gebildetes Quellmittel bestehenden Klebegemisch umfaßt.

2. Heißschmelzbare und gegebenenfalls dehnbare Verbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem Abschluß (11) zum Verschließen einer in einem Werkstück (5) aus eisenhaltigem Werkstoff gebildeten Öffnung (O) fest verbunden ist.







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