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Dokumentenidentifikation DE19858983C1 17.02.2000
Titel Vorrichtung zum Lackieren von Stiften
Anmelder A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co, 90547 Stein, DE
Erfinder Boch, Roland, 90574 Roßtal, DE;
Oetter, Walter, 95499 Harsdorf, DE
Vertreter E. Tergau und Kollegen, 90482 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 19.12.1998
DE-Aktenzeichen 19858983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.02.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.2000
IPC-Hauptklasse B05C 1/02
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Lackieren von Stiften mit einem Mantel, insbesondere aus Holz, umfasst einen Führungskanal (1), auf den ein Stift in Richtung seiner Längsachse hindurchbewegbar ist und mehrere im Wesentlichen in Radialrichtung an die Mantelumfangsfläche herangeführte Farb-Auftragselemente (10), die jeweils einen Umfangsabschnitt des Stiftmantels beaufschlagen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lackieren von Stiften mit einer Stiftumhüllung, d. h. einem Mantel, insbesondere aus Holz. Der Mantel ist üblicherweise mit einem Lackauftrag versehen. Zur Lackierung des Mantels werden Stifte in rascher Abfolge durch einen Behälter mit flüssigem Lack hindurchgestoßen. Der Lackbehälter weist dazu zwei diametral gegenüberliegende Öffnungen auf, die mit Gummilippen abgedichtet sind. Das einmalige Durchstoßen eines Stiftes ergibt noch keinen Lackauftrag mit ausreichender Dicke und Deckkraft, so dass die Stifte mehrmals auf die geschilderte Art und Weise behandelt werden müssen. Noch aufwendiger ist die Herstellung mehrfarbiger Stifte, bei denen etwa die sechs Flächen eines hexagonalen Mantels eine unterschiedliche Färbung aufweisen. Bei solchen Stiften sind oft auch die Kanten des Mantels mit einer separaten Farbe hervorgehoben. Der Aufwand für den Farbauftrag bei solchen Stiften ist erheblich. Bei einem hexagonalen Stift, dessen Flächen mit zwei unterschiedlichen Farben gefärbt sind, müssen zunächst durch mehrmaliges Wiederholen des obengenannten Durchstoßverfahrens sämtliche Flächen des hexagonalen Mantels mit einer ersten Farbe versehen werden. Danach wird auf die gleiche Weise eine zweite Farbe aufgebracht, wobei jedoch mit Hilfe spezieller Werkzeuge am Durchstoßbehälter dafür Sorge getragen werden muss, dass die zweite Farbe nur auf bestimmte Flächen des Mantels aufgetragen wird. Eine Kantenlackierung mit einer dritten Farbe erfordert schließlich eine weitere Behandlung des Stiftes und den Einsatz eines weiteren Spezialwerkzeuges, das gewährleistet, dass bei der Durchstoßbehandlung des Stiftes nur die Kanten des Stiftmantels gefärbt werden.

Davon ausgehend besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit der das Färben bzw. Lackieren von Stiften insbesondere mit unterschiedlichen Farben vereinfacht ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die Vorrichtung ist so ausgestaltet, daß mehrere Farb-Auftragselemente im Wesentlichen in Radialrichtung an die Oberfläche der Stiftummantelung herangeführt sind, wobei der Stift und die Farb-Auftragselemente in Richtung der Stiftlängsachse relativ zueinander beweglich sind. Eine Vorrichtung zur Lackierung eines hexagonalen Stiftes beispielsweise weist insgesamt sechs Auftragselemente auf, wobei im Falle einer Flächenlackierung jedes Auftragselement eine Hexagonfläche beaufschlagt. Die Hexagonflächen können somit in einem Arbeitsgang mit beliebigen Farben lackiert werden. Es ist beispielsweise denkbar, sechs verschiedene Farben mit nur einem Bearbeitungsschritt auf den Stiftmantel aufzubringen. Wird auch noch eine Kantenlackierung in einer anderen Farbe gewünscht, so ist dazu lediglich eine zweite Vorrichtung mit entsprechend bemessenen und angeordneten Auftragselementen notwendig. Mit der vorgeschlagenen Vorrichtung können praktisch alle Stiftformen bearbeitet werden. Kanten- und Flächenlackierung können aber auch mit einer einzigen Vorrichtung vorgenommen werden, wobei zwei verschiedene Gruppen von Auftragselementen verwendet werden. Vorzugsweise ist die Vorrichtung so ausgebildet, dass die Auftragselemente und der Stift relativ zueinander drehbar sind. Auf diese Weise können beispielsweise Stifte mit rundem Mantel mit farbigen Schraubenlinien versehen werden.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung sind die Farb- Auftragselemente ortsfest und der Stift mit Hilfe einer Führungseinrichtung beweglich. Die Führungseinrichtung umfaßt vorzugsweise einen Führungskanal, der von der zentralen Durchgangsöffnung einer Scheibe aus einem insbesondere metallischen Material gebildet ist. Die Scheibe weist Radialkanäle zur Aufnahme jeweils eines Farb-Auftragselements auf. Eine derartige Ausgestaltung läßt sich mit relativ einfachen konstruktiven und fertigungstechnischen Mitteln realisieren. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die den Führungskanal aufweisende Scheibe in mehrere Segmente unterteilt ist, die mit radial nach innen gerichteter Wirkung federbeaufschlagt sind. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die den Führungskanal bildenden Segmente in Radialrichtung auseinanderbewegbar sind und dadurch eine automatische Anpassung an unterschiedliche Durchmessertoleranzen erfolgen kann. Vorzugsweise weist die Scheibe an ihrer Unterseite einen zentralen, sich in Richtung des Führungskanals erstreckenden zylinderförmigen Abschnitt auf, der von wenigstens einer Ringfeder umfasst ist. Mit einer solchen Ausgestaltung ist zum einen die genannte Federbeaufschlagung auf einfache Weise bewerkstelligt. Zum anderen dient der zentrale Abschnitt zur Fixierung der Vorrichtung an einem Maschinengestell o. dgl.

Die Verwendung im Wesentlichen aus einem kapillaren Fasermaterial bestehender Auftragselemente hat den Vorteil, dass bereits ohne äußere Druck- oder Kraftanwendung die Farbe allein aufgrund der Kapillarwirkung von einem Farbmittelreservoir zum Auftragsort, nämlich an die Manteloberfläche transportiert wird. Zusätzliche Maßnahmen zur Farbmittelförderung sind allenfalls nur noch unterstützend notwendig. In diesem Falle ist es zweckmäßig, die in das Auftragselement zu fördernde Farbe mit hydrostatischem oder mit Hilfe eines Druckkolbens o. dgl. erzeugten Druckes zu beaufschlagen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, dass die Auftragselemente jeweils in einer im Radialkanal fixierten Halteeinrichtung im Wesentlichen in Radialrichtung beweglich gelagert und zum Führungskanal hin federbeaufschlagt sind. Auf diese Weise ist es möglich, die Kraft, mit der das Auftragselement an die Manteloberfläche gedrückt wird, über die Stärke der jeweils verwendeten Feder einzustellen. Dabei ist es denkbar, die Vorspannkraft der Feder mit Hilfe einer Einstellschraube zu variieren, um die Anpresskraft des Auftragselements den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weisen die Radialkanäle einen ersten, in den Führungskanal mündenden Abschnitt kleineren Durchmessers und einen zweiten, sich daran radial nach außen anschließenden Abschnitt größeren Durchmessers auf. In dem Abschnitt größeren Durchmessers ist die Halteeinrichtung mit ihrem radial inneren Ende fixiert, wobei sich das Auftragselement in den ersten Abschnitt kleineren Durchmessers hineinerstreckt. Dadurch, dass die Auftragselemente innerhalb des ersten Abschnittes von einer Gleithülse umfasst sind, ergibt sich eine von der Art des jeweils verwendeten Auftragselementes unabhängige, exakt bestimmbare Gleitführung. Außerdem ist verhindert, dass der erste Abschnitt mit Farbe verunreinigt wird. Die genannte radiale Beweglichkeit des Auftragselements wird vorzugsweise dadurch bewerkstelligt, dass es von einer Trägerhülse gehalten ist, die ihrerseits wiederum in der Halteeinrichtung im Wesentlichen in Radialrichtung beweglich gelagert und zum Führungskanal hin federbeaufschlagt ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das in der Regel aus einem nicht allzu stabilen Material bestehende Auftragselement frei von einer direkten Federbelastung ist. Zum anderen kann die Trägerhülse zur Beschickung des Auftragselementes mit Farbe oder Lack dienen.

Gemäß einer anderen ebenfalls sehr vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Führungskanal von einer zentralen Durchgangsöffnung in einem im Wesentlichen zylindrischen Trägerkörper gebildet, der an einem Ende radial nach außen gerichtete, paarweise parallel zueinander stehende Backen zur Befestigung einer Halterung eines Farbmittelauftragselementes aufweist. Dabei ist der zylindrische Trägerkörper aus achsparallelen Segmenten zusammengesetzt, von denen jedes ein paar Backen trägt und die Segmente sind von wenigstens einer Ringfeder zusammengehalten. Diese Halterung ist zweckmäßig mit einem im Querschnitt annähernd reckeckigen Zapfen zwischen den Backen befestigt. Außerdem trägt die Halterung auf einer Seite des Zapfens eine quer zu diesem und zu dem Führungskanal ausgerichtete Klemmhülse zur Aufnahme eines Farbmittel-Auftragselementes, wobei das Farbmittel-Auftragselement mitsamt der Halteeinrichtung in die Klemmhülse eingespannt ist.

Die Erfindung wird nun anhand von zwei in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,

Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung,

Fig. 3 eine Schnittdarstellung entsprechend der Linie III-III in Fig. 2,

Fig. 4 ein Detail aus Fig. 1, nämlich eine ein Farb-Auftragselement haltende Trägerhülse,

Fig. 5 einen Trägerkörper für eine erfindungsgemäße Vorrichtung und

Fig. 6 eine dazugehörige Halterung.

Wie insbesondere aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, umfasst eine erfindungsgemäße Vorrichtung einen Führungskanal 1, der zur Lackierung von Stiften mit hexagonalem Mantel eine ebensolche Querschnittsform aufweist. Der Führungskanal wird von der zentralen Durchgangsöffnung einer Scheibe 2 gebildet, die in insgesamt sechs gleichförmige Segmente 3 unterteilt ist. Die Segmente 3 liegen mit ihren Radialflächen 4 aneinander an, wobei die die Radialflächen 4 eines Segments verbindende Innenfläche 5 einen Umfangsabschnitt der den Führungskanal 1 umgebenden Wandung bildet. Die Innenfläche 5 eines Segments 3 weist eine sich in Längsrichtung des Führungskanals 1 erstreckende Nut 6 auf. Die insgesamt sechs Nuten der Segmente 3 bilden die Ecken eines Hexagons.

In jedem Segment 3 ist ein im Wesentlichen radial verlaufender Kanal, nämlich ein Radialkanal 7, angeordnet. Dieser Kanal weist einen ersten radial innenliegenden Abschnitt 8 mit kleinerem und einen sich daran radial nach außen anschließenden zweiten Abschnitt größeren Durchmessers auf.

Zum Farbauftrag sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel insgesamt sechs Auftragselemente 10 vorhanden, die im wesentlichen stabförmige Gebilde sind und aus einem kapillaren Fasermaterial bestehen. Der im Montagezustand radial außenliegende Abschnitt der Auftragselemente 10 wird von einer Trägerhülse auf folgende Weise gehalten: Das eine Ende der Hülse ist mit einer Stirnwand 12 verschlossen, die eine zentrale Durchgangsöffnung 13 aufweist (Fig. 4). An der Außenseite der Stirnwand 12 ist eine mit der Durchgangsöffnung 13 fluchtende Gleithülse 14 angeformt. Das Auftragselement ist in der Durchgangsöffnung 13 bzw. in der Gleithülse 14 fixiert, wobei es mit einem Auftragsüberstand 16 aus der Gleithülse 14 vorsteht. Das andere Ende der Trägerhülse 11 ist offen und dient zur Beschickung des Innenraums 17 der Trägerhülse 11 mit einem Farbmittel. Die Trägerhülse 11 liegt im Montagezustand in einer als Rohrabschnitt ausgebildeten Halteeinrichtung 18 mit Radialabstand ein, wobei sie in Richtung ihrer Mittellängsachse 19 bzw. in Radialrichtung beweglich ist. Die Führung der Trägerhülse 11 bei ihrer Radialbewegung wird dadurch gewährleistet, dass die aus der Stirnwand 12 der Trägerhülse 11 vorstehende Gleithülse 14 mit der Innenwandung des ersten Abschnittes 8 des Radialkanals 7 im Sinne einer Gleitführung zusammenwirkt. Die im Wesentlichen rohrabschnittförmige Halteeinrichtung 18 ist an ihrem in Montagezustand radial innenliegenden Ende mit einer Stirnwand 20 verschlossen, die eine zentrale Durchgangsöffnung 21 aufweist. Die Durchgangsöffnung 21 ist von der Gleithülse 14 der Trägerhülse 11 durchgriffen (siehe Fig. 1 und 2). Die Trägerhülse 11 ist von ihrer offenen Stirnseite (Durchgangsöffnung) 21 her bzw. in Richtung des Pfeiles 22 von einer Feder (nicht dargestellt) beaufschlagt. Die Halteeinrichtung 18 ist von einer Abschlusskappe (nicht dargestellt) verschlossen.

An einer Seite der Scheibe 2 steht zentral ein zylinderförmiger Abschnitt 24 kleineren Durchmessers vor, durch den sich der Führungskanal 1 hindurch erstreckt. Der zur Fixierung der Vorrichtung etwa an einem Maschinengestell o. dgl. dienende Abschnitt 24 weist am Übergang zur Scheibe 2 und an seinem Freiende jeweils eine Ringausnehmung auf, in der eine die einzelnen Segmente 3 der Scheibe aneinander fixierende Ringfeder 25 einliegt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgt: Dem Führungskanal 1 wird beispielsweise von dem Abschnitt 24 her bzw. in Richtung des Pfeiles 26 (Fig. 3) ein Stift zugeführt. Dabei können, falls die Abmessungen des Stiftmantels es erfordern, die Segmente 3 der Vorrichtung radial auseinanderweichen. Die Innenflächen 5 der Segmente 3 werden dabei an die Umfangsfläche der Stiftummantelung angedrückt. Die Auftragselemente 10 stehen geringfügig in den Führungskanal 1 hinein und werden durch den in Pfeilrichtung 26 vorgeschobenen Stift radial nach außen gegen die Wirkung der oben beschriebenen Feder bewegt. Die Auftragselemente 10 fördern aufgrund ihres kapillar wirkenden Materials Farbmittel aus dem Innenraum 17 der Trägerhülse 11 heraus. Indem nun der Stift an den Auftragselementen vorbeibewegt wird, entsteht ein Farbauftrag, beim dargestellten Ausführungsbeispiel auf den Kanten einer hexagonalen Stiftummantelung. Die insgesamt sechs einzelnen Trägerhülsen 11 können jeweils mit unterschiedlichen Farbstoffen beschickt sein, so dass mit einem einzigen Durchgang eines Stiftes sechs unterschiedliche Kantenmarkierungen erzeugt werden können. Die Innenflächen 5 der Segmente 3 sind so ausgestaltet, dass sie mit ihren sich an die Nut 6 beidseitig anschließenden Bereichen im Wesentlichen flach an den Hexagonflächen der Stiftummantelung anliegen. Die Innenflächen 5 bilden in ihrer Gesamtheit eine exakte Gleitführung des zu bearbeitenden Stiftes. Im Bereich der Kanten des Stiftmantels weicht dagegen die Innenwandung in Form der Nuten 6 radial nach außen, was den behinderungsfreien Auftrag einer Farbstoffspur ermöglicht.

Bei der in den Abbildungen dargestellten Ausführungsform sind die Segmente 3 so ausgestaltet, dass die Mittellängsachsen 27 zweier diametral gegenüberliegender Radialkanäle 7 mit der zwei diametral gegenüberliegende Hexagonecken verbindenden Diagonalen 28 fluchten. Die Segmente 3 bzw. die Radialkanäle 7 können aber auch so angeordnet sein, dass nicht die Ecken einer diagonalen Stiftummantelung sondern deren Hexagonflächen mit einem Farbauftrag versehen werden können. Die Innenflächen 5 der Segmente können auch so ausgestaltet sein, dass sie den Abschnitt einer Kreisfläche bilden, so dass ein Führungskanal mit kreisrundem Querschnitt entsteht, der zur Bearbeitung runder Stifte dient. Im Falle von runden Stiften ist es denkbar, dass auf die Ummantelung linienförmige, gegebenenfalls unterschiedlich farbige Markierungen aufgebracht werden, wobei der Stift beim Durchgang durch den Führungskanal gegenüber den Farb- Auftragselementen eine Relativdrehung durchführt.

Gemäß der Ausführungsform nach Fig. 5 bildet ein im Wesentlichen zylindrischer Trägerkörper 29 aus Segmenten 32 den Führungskanal 1. Der Trägerkörper 29 ist an einem Ende mit Backen 30 versehen, von denen jeweils zwei auf demselben Segment 32 angeordnet und parallel zueinander ausgerichtet sind und im Montagezustand einen Zapfen 33 einer Halterung 31 halten. Die Halterung 31 erstreckt sich etwa parallel zum Führungskanal 1 und trägt auf ihren dem Zapfen 33 entgegengesetzten Ende eine Klemmhülse 34 zur Aufnahme eines weiter oben beschriebenen Farb-Auftragselementes. Die Anordnung der Klemmhülse 34 an der Halterung 31 ist dabei so ausgeführt, dass das Farb-Auftragselement im Wesentlichen radial zur Achse des Führungskanals 1 ausgerichtet ist.

Im dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel besteht der zylindrische Trägerkörper 29 aus drei Segmenten 32 und bildet einen Führungskanal 1 mit einem Hexagon als Querschnitt.

Bei dieser Ausgestaltung können in einem Arbeitsgang drei Seiten eines sechsseitigen Stiftmantels mit einem Farbmittel-Auftrag gegebenenfalls unterschiedlicher Farben versehen werden.

Eine Aufteilung des zylindrischen Trägerkörpers 29 in eine beliebige Anzahl beispielsweise in sechs Segmente 32 ist möglich.

Die Führung des Stiftes kann ganz allgemein auch mit Rollen, Walzen o. dgl. bewerkstelligt werden.

Bezugszeichenliste

1Führungskanal

2Scheibe

3Segment

4Radialfläche

5Innenfläche

6Nut

7Radialkanal

8erster Abschnitt

9zweiter Abschnitt

10Auftragselement

11Trägerhülse

12Stirnwand

13Durchgangsöffnung

14Gleithülse

16Auftragsüberstand

17Innenraum

18Halteeinrichtung

19Mittellängsachse

20Stirnwand

21offene Stirnseite (Durchgangsöffnung)

22Pfeil

23Innenraum

24Abschnitt

25Ringfeder

26Pfeil

27Mittellängsachse

28Diagonale

29zylindrischer Trägerkörper

30Backe

31Halterung

32Segment

33Zapfen

34Klemmhülse


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Lackieren eines Stiftes mit einem Mantel insbesondere aus Holz, mit mehreren im Wesentlichen in Radialrichtung an die Manteloberfläche herangeführten, jeweils einen Umfangsabschnitt des Mantels beaufschlagenden Farb-Auftragselementen (10), wobei der Stift und die Farb- Auftragselemente in Richtung der Stiftlängsachse relativ zueinander beweglich sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Farb-Auftragselemente (10) und der Stift relativ zueinander drehbar sind, wobei die Stiftlängsachse die Drehachse bildet.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Farb-Auftragselemente ortsfest sind und der Stift mit Hilfe einer Führungseinrichtung beweglich ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung einen Führungskanal (1) umfaßt, durch den der Stift in Richtung seiner Längsachse hindurchbewegbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (1) von der zentralen Durchgangsöffnung einer Scheibe (2) gebildet ist, wobei die Scheibe Radialkanäle (7) zur Aufnahme jeweils eines Auftragselements aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (2) in mehrere Segmente (3) unterteilt ist, die mit radial nach innen gerichteter Wirkung federbeaufschlagt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (2) an einer Stirnseite einen zentralen, sich in Richtung des Führungskanals erstreckenden zylinderförmigen Abschnitt (24) aufweist, der von wenigstens einer Ringfeder (25) umfasst ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragselemente (10) im Wesentlichen aus einem Fasermaterial bestehen.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragselemente (10) jeweils in einer im Radialkanal (7) fixierten Halteeinrichtung (18) im Wesentlichen in Radialrichtung beweglich gelagert und zum Führungskanal (1) hin federbeaufschlagt sind.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialkanäle (7) einen ersten, in den Führungskanal (1) mündenden Abschnitt (8) kleineren Durchmessers und einen zweiten, sich daran radial nach außen anschließenden Abschnitt (9) größeren Durchmessers aufweisen, wobei
    1. 1. die Halteeinrichtung (18) mit ihrem radial inneren Ende im zweiten Abschnitt (9) einliegt und
    2. 2. das Auftragselement (10) sich in den ersten Abschnitt (8) hineinerstreckt.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen der gesamte innerhalb des ersten Abschnitts (8) angeordnete Bereich des Auftragselements (10) von einer Gleithülse (14) umfasst ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das radial außen liegende Ende der Auftragselemente (10) jeweils von einer Trägerhülse (11) gehalten ist, die in der Halteeinrichtung (18) im Wesentlichen in Radialrichtung beweglich gelagert und zum Führungskanal hin federbeaufschlagt ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das radial innen liegende Ende der Trägerhülse (11) eine das Auftragselement (10) haltende Stirnwand (12) aufweist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das radial außen liegende Ende - offene Stirnseite (21) - der Trägerhülse (11) offen und mit einer Farbbeschickungsvorrichtung verbindbar ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsform des Führungskanals (1) ein regelmäßiges Hexagon bildet, wobei die Radialkanäle (7) so angeordnet sind, dass die Mittellängsachsen (27) zweier sich diametral gegenüberliegender Radialkanäle (7) mit einer Diagonalen (28) des Hexagons fluchten.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wandung des Führungskanals (1) bildenden Innenflächen (5) der Segmente (3) jeweils eine sich in Längsrichtung des Führungskanals verlaufende Nut (6) aufweisen, wobei die Nuten auf den Hexagonecken liegen.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (1) von einer zentralen Durchgangsöffnung (21) in einem im wesentlichen zylindrischen Trägerkörper (29) gebildet ist, der an einem Ende radial nach außen gerichtete, paarweise parallel zueinander stehende Backen (30) zur Befestigung einer Halterung (31) eines Farb-Auftragselementes (10) aufweist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Trägerkörper (29) aus achsparallelen Segmenten (32) zusammengesetzt ist, von denen jedes ein Paar Backen (30) trägt und dass die Segmente (32) von wenigstens einer Ringfeder (25) zusammengehalten sind.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (31) mit einem im Querschnitt annähernd rechteckigen Zapfen (33) zwischen den Backen (30) befestigt ist.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (31) auf einer Seite des Zapfens (33) eine quer zu diesem und zu dem Führungskanal (1) ausgerichtete Klemmhülse (34) zur Aufnahme eines Farbmittel-Auftragselementes (10) trägt.
  21. 21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbmittel-Auftragselement (10) mitsamt einer Halteeinrichtung (18) in die Klemmhülse (34) eingespannt ist.






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