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Dokumentenidentifikation DE69511051T2 24.02.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0716922
Titel Druckmaschine mit Rakelklinge mit Abdichtungsstreifen
Anmelder Denend, Mark E. van, Paterson, N.J., US
Erfinder Denend, Mark E. van, Paterson, N.J., US
Vertreter Lemcke Brommer & Partner, 76133 Karlsruhe
DE-Aktenzeichen 69511051
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IE, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.12.1995
EP-Aktenzeichen 953091220
EP-Offenlegungsdatum 19.06.1996
EP date of grant 28.07.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2000
IPC-Hauptklasse B41F 31/02

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Druckmaschinen und insbesondere auf ein Rakelmesser mit einer integrierten Banddichtung zum Einsatz in den genannten Druckmaschinen.

Normalerweise wird in Druckmaschinen wie Flexodruckmaschinen zum Drucken, Druckfarbe von einer Druckfarbenübertragungs- oder Aniloxwalze auf eine daneben angeordnete Druckplattenwalze übertragen. Die Druckfarbe wird der Aniloxwalze aus einer Druckfarbenkammer zugeführt, die von einem Kammergehäuse gebildet wird, das die Aniloxwalze teilweise umschließt. Im Einzelnen wird Druckfarbe durch eine Druckfarbenzufuhrröhre und dann durch eine Druckfarbenzufuhrleitung im Kammergehäuse der Druckfarbenkammer zugeführt. In gleicher Weise wird Druckfarbe aus der Druckfarbenkammer durch eine Druckfarbenrückleitung im Kammergehäuse und dann durch eine Druckfarbenrückleitröhre abgeführt.

Um ein Austreten der Druckfarbe aus der Kammer zu vermeiden und gleichzeitig sicherzustellen, daß die Druckfarbe in die Zellen der Aniloxwalze eintritt und eine vorbestimmte Dicke auf der Aniloxwalze aufweist, sind Rakelmesser an den Eingangs- und Ausgangspositionen der Aniloxwalze relativ zur Druckfarbenkammer angeordnet. Die Rakelmesser sind so am Kammergehäuse angeschraubt, daß die Rakelmesser über dem Kammergehäuse hervor- und mit der Aniloxwalze in Kontakt stehen.

Bei dieser Anordnung fährt die Außenfläche der Aniloxwalze durch die Druckfarbenkammer und nimmt Druckfarbe zum Drucken auf. Die Druckfarbe wird dadurch dosiert, daß die Rakelmesser gegen die Einlaß- und Auslaßseiten des Kammergehäuses gehalten werden, wobei die freien Enden der Rakelmesser in Kontakt mit der Außenfläche der Aniloxwalze stehen. Die Rakelmesser sind an einem Kammergehäuse mit einem Klemmenhalter befestigt. Jedoch wird das Gehäuse normalerweise aus Metall gefertigt, so daß die Dichtung zwischen dem Rakelmesser und dem Metallgehäuse schlecht ist, d. h. es findet stets eine Migration von Druckfarbe zwischen dem Rakelmesser und dem Gehäuse statt, was die Reinigung erschwert. In einigen Fällen werden, um eine Migration der Druckfarbe an den Rakelmessern vorbei zu verhindern, Runddichtringe in Vertiefungen im Kammergehäuse angeordnet, die in Kontakt mit den Rakelmessern stehen. Jedoch bieten die genannten äußeren Runddichtringe keine voll zufriedenstellende Leistung in Bezug auf die Abdichtung der Rakelmesser, um eine Migration der Druckfarbe längs der Rakelmesser zu verhindern, d. h. bei den meisten Klemmvorrichtungen findet eine Migration von Druckfarbe an den Rakelmessern vorbei statt.

Außerdem lagert sich im Laufe der Zeit Druckfarbe auf den Rakelmessern und Dichtungen ab und/oder diese verschleißen. Folglich werden die Rakelmesser und Runddichtringe für ihre vorgenannte Aufgabe unwirksam und müssen ausgetauscht werden. So müssen die Rakelmesser und die Runddichtringe normalerweise zu unterschiedlichen Zeiten ersetzt werden. Zudem kann das Austauschen der Runddichtringe schwierig und umständlich sein.

Beispiele von Rakelmesseranordnungen zum Stand der Technik werden in GB-A-1,159,851, US-A-2,986,088 und US- A-3,623,965 beschrieben. GB-A-1,159,851 beschreibt ein Rakelmesser mit einer separaten elastischen Einlage, die als Halterung des Messers dient. US-A-2,986,088 beschreibt ein Rakelmesser aus Kunststoff mit einer auf dem Messer angebrachten Druckplatte aus Federstahl, die sicherstellt, daß das Messer in Kontakt mit der Druckfarbenwalze bleibt. US-A-3,623,965 beschreibt ein Rakelmesser mit einem Metallstreifen, der im elektrischen Kontakt mit dem Messer steht, um eine elektrolytische Korrosion des Rakelmessers zu verhindern.

Keine dieser Vorrichtungen zum Stand der Technik befaßt sich mit dem der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Problem.

Es ist daher Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Rakelmesser mit einer Integralbanddichtung darauf zu bieten, das eine Druckfarbenmigration verhindert, keine herkömmlichen Runddichtringe erfordert und ein einheitliches Einwegprodukt darstellt.

Das Rakelmesser weist eine durchgängige, ununterbrochene Rakelkante auf, die in Kontakt mit der Aniloxwalze steht, mit einer daran befestigten, dünnen Dichtschicht, die im Abstand zur genannten Rakelkante und der Walzenoberfläche angebracht ist. In einer Druckmaschine wird die dünne Dichtschicht gegen das Kammergehäuse gedrückt, um die Migration von Druckfarbe längs des Rakelmessers zu verhindern.

Die vorstehenden Einzelheiten und weitere Teile, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachstehenden ausführlichen Beschreibung mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen, deutlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht eines Teils eines Kammergehäuses, in der ein Rakelmesser gemäß der vorliegenden Erfindung am Kammergehäuse mit einer Rakelmesser-Klemmvorrichtung befestigt ist;

Fig. 2 ist eine Draufsicht auf das Rakelmesser mit einer Integralbanddichtung darauf, gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 3 ist ein vergrößerter Aufriß des Rakelmessers von Fig. 1; und

Fig. 4 ist eine Querschnittsansicht eines Teils eines Kammergehäuses in der ein Rakelmesser gemäß der vorliegenden Erfindung am Kammergehäuse mit einer anderen Rakelmesser-Klemmvorrichtung befestigt ist;

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGEN

Wir verweisen zunächst auf Fig. 1, die einen Teil einer herkömmlichen Flexodruckmaschine darstellt. Wie dargestellt, überträgt eine Druckfarbenübertragungs- oder Aniloxwalze 10 zum Drucken, Druckfarbe auf eine daneben angeordnete Druckplattenwalze (nicht abgebildet). Die Druckfarbe wird der Aniloxwalze 10 von einer Druckfarbenkammer 12 zugeführt, die von einem Kammergehäuse 14 gebildet wird, das die Aniloxwalze 10 teilweise umschließt. Im Einzelnen wird Druckfarbe durch eine Druckfarbenzufuhrleitung 16 im Kammergehäuse 14 der Druckfarbenkammer 12 zu- und durch eine Druckfarbenrückleitung (nicht abgebildet) an der anderen Seite des Kammergehäuses 14 von dieser abgeführt.

Bei dieser Anordnung fährt die Außenfläche der Aniloxwalze 10 durch die Druckfarbenkammer 12 und nimmt dabei Druckfarbe zum Drucken auf. Die Druckfarbe wird dadurch dosiert, daß die Rakelmesser 20 gegen die Einlaß- und Auslaßseiten des Kammergehäuses 14 gehalten werden, wobei die freien Seiten der Rakelmesser 20 in Kontakt mit der Außenfläche der Aniloxwalze 10 stehen. Das Gehäuse 14 wird normalerweise aus Metall gefertigt, so daß die Dichtung zwischen dem Rakelmesser und dem Metallgehäuse schlecht ist, d. h. es findet immer eine Migration von Druckfarbe zwischen dem Rakelmesser 20 und dem Gehäuse 14 statt, was die Reinigung erschwert. In einigen Fällen werden, um eine Migration der Druckfarbe an den Rakelmessern vorbei zu verhindern, die in Fig. 1 abgebildeten Runddichtringe 22 in Vertiefungen 24 im Kammergehäuse 14 angeordnet, die in Kontakt mit den Rakelmessern 20 stehen. Die Runddichtringe 22 und Vertiefungen 24 werden durch gestrichelte Linien dargestellt, da die vorliegende Erfindung keine der genannten Runddichtringe 22 und Vertiefungen 24 benötigt.

Das Kammergehäuse 14 weist schräge Oberflächen 30 an den Einlaß- und Auslaßenden davon auf, die in Richtungen zueinander konvergieren und an den Innenkanten 32 davon enden, entsprechend den Außenrändern der Druckfarbenkammer 12. Zumindest ein Schraubengewindeloch 34 ist in jeder schrägen Oberfläche 30 angeordnet mit einer größeren Öffnung 36, die nach Innen im Abstand vom Schraubengewindeloch 34 angeordnet ist.

In dieser Anordnung, ist ein Rakelmesser 20 so gegen jede der schrägen Oberflächen 30 positioniert, daß die Vorder- oder Rakelkanten 104 der Rakelmesser 20 in Kontakt mit der Anilox-Walze 10 stehen. In dieser Position würden normalerweise Runddichtringe 22 eingesetzt werden, um eine Migration der Druckfarbe zwischen den Rakelmessern 20 und den schrägen Oberflächen 30 am Einlaß und Auslaß zu verhindern.

Um jedes Rakelmesser 20 in dieser Position zu halten, wird die Klemmenvorrichtung 38 so an jeder schrägen Oberfläche 30 befestigt, daß sie die Rakelmesser 20 teilweise überragt und klemmt und dadurch eine Vorspannungskraft auf die Rakelmesser 20 ausübt, um diese in Position zu halten. Im einzelnen weist jede Klemmenvorrichtung 38 einen Block 50 mit einer Oberfläche 51 auf, die auf der schrägen Oberfläche 30 aufsitzt. Block 50 enthält ein Loch 52 an dessen Ende, zur Aufnahme eines Bolzens 54 dadurch. Folglich wir die Schraube 54 wenn sie durch das Loch 52 verläuft durch das Gewinde mit dem Schraubengewindeloch 34 in der schrägen Oberfläche 30 verbunden, um Block 50 am Kammergehäuse 14 zu befestigen. Vorzugsweise weist Block 50 eine vertiefte Öffnung 58 zur Aufnahme des Schraubenkopfes 54 auf.

Ein Anschlagstift 60 verläuft von der Innenfläche des Blocks 50 in einer Position, die weiter innen von Loch 52 angeordnet ist und greift in die Vertiefung 36 in der schrägen Oberfläche 30 des Kammergehäuses 14 ein. Der Anschlagstift 60 hat zwei Funktionen - den Block 50 in Bezug zum Kammergehäuse 14 zu positionieren und als Anschlag zu dienen, gegen den die Rückseite des Rakelmessers 20 anliegt. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, daß der Innenteil 64 der Oberfläche 51 von Block 50, der weiter innen vom Anschlagstift 60 und neben der schrägen Oberfläche 30 angeordnet ist, etwas erhöht ist im Vergleich zum äußeren Teil 66 der Oberfläche 51 von Block 50 der weiter außen vom Anschlagstift 60 angeordnet ist und gegen die schräge Oberfläche 30 anliegt, um Platz für das übernehmende Rakelmesser 20 zwischen dem Innenteil 64 und der schrägen Oberfläche 30 des Kammergehäuses 14 zu schaffen.

In dieser Anordnung wird das Rakelmesser 20 zwischen Block 50 und dem Kammergehäuse 14 so befestigt, daß die Rakelkante 104 des Rakelmessers 20 in Kontakt mit der Aniloxwalze 10 zur Dosierung der Druckfarbe darin, steht.

Wie vorstehend beschrieben, entsteht durch den Kontakt des Metalls des Rakelmessers 20 und des Gehäuses 14 ein Druckfarbenaustritt. Zudem bringt der Einsatz von Runddichtringen 22 Nachteile mit sich. Erstens, eignen sich die genannten Runddichtringe 22 nicht 100%ig zur Dichtung der Rakelmesser 20, d. h. eine gewisse Druckfarbenmigration findet noch statt. Zudem werden die Rakelmesser 20 und Dichtungen 22 mit Druckfarbe beschmutzt und/oder verschleißen. Hierdurch werden die Rakelmesser 20 und Runddichtringe 22 unwirksam für den vorgenannten Zweck und müssen ersetzt werden. Folglich müssen die Rakelmesser 20 und die Runddichtringe 22 ersetzt werden und dies normalerweise zu unterschiedlichen Zeiten. Außerdem kann das Austauschen der Runddichtringe 22 schwierig und umständlich sein.

Gemäß der vorliegenden Erfindung weist das Rakelmesser 20, wie in Figs. 2 und 3 dargestellt, eine dünne Rakelplatte 102 aus rostfreiem Stahl, blauem Stahl, Kunststoff oder einem sonstigen flexiblem Material auf mit einer im wesentlichen rechteckigen Form. Vorzugsweise ähnelt die Dicke der dünnen Rakelplatte 102 der Dicke herkömmlicher Rakelmesser und liegt im allgemeinen bei 0,003 bis 0,125 Zoll. Die Abmessungen und Form können wie bei herkömmlichen Rakelmessern variieren. So kann z. B. eine dünne Rakelplatte 102 ca. 3 Zoll lang und 1 Zoll breit sein. Die dünne Rakelplatte 102 hat einen vorderen Teil mit einer einzigen, kontinuierlichen, ununterbrochenen Rakelkante 104, die in Kontakt mit der Außenfläche der Aniloxwalze 10 zum Dosieren der Druckfarbe darauf steht. Vorzugsweise weist die Rakelkante 104 eine schräge Fläche 106 auf, um bei Druck gegen die Aniloxwalze 10 deren Außenfläche zu entsprechen. Die Rakelkante 104 kann auch eine abgekantete, gestufte oder ähnliche Arbeitsfläche aufweisen, wie dies herkömmlich üblich ist.

Eine dünne Dichtschicht 108, wie ein Band, wird mit einem beliebigen permanenten Klebstoff an der Oberfläche der dünnen Rakelplatte am hinteren Teil der dünnen Rakelplatte 102 befestigt, um eine Migration der Druckfarbe zwischen der dünnen Rakelplatte 102 und der schrägen Oberfläche 30 des Kammergehäuses 14 zu verhindern. Das Dichtmaterial der dünnen Dichtschicht 108 kann aus einem geeigneten Material, wie einem geschlossenzelligen Schaumstoff, Gummi oder irgendeinem anderen Elastomermaterial gefertigt sein. So sind z. B. geeignete geschlossenzellige Materialien, geschlossenzelliges Polyethylen und geschlossenzelliges Polypropylen und eine geeignetes Gummimaterial ist EPDM. Die dünne Dichtschicht 108 kann z. B. aus einem Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE) gefertigt sein, das ein geschlossenzelliges Polyethylen ist, wie das unter der Marke "DUPLOMONT 950" von Lohmann Klebebandsysteme GmbH & Co., Deutschland vertriebene Material. Dieses Material hat eine Dicke von 0,9 mm und eine sehr geringe Dickentoleranzabweichung. Es ist wichtig, daß das Dichtungsmaterial gute Dichtungseigenschaften aufweist, so daß die Druckfarbe das Material nicht durchdringen kann und das Material somit eine wirksame Dichtung mit der schrägen Oberfläche 30 bildet. Die Dichtschicht 108 sollte vorzugsweise eine Dicke von 0,005 bis 0,125 Zoll aufweisen, obgleich die Dicke nicht auf diese Maße beschränkt ist.

Ein geschlossenzelliger Schaumstoff ist vorteilhaft, da das Dichtungsmaterial bei der Befestigung der Dichtung nicht so verformt wird, daß die Geradlinigkeit oder ebenflächige Beschaffenheit des Rakelmessers 20 beeinflußt wird. Zudem absorbiert geschlossenzelliger Schaumstoff Druckerfarbe nicht wie offenzelliger Schaumstoff. Es ist weiterhin anzumerken, daß das gewählte Material der chemischen Beständigkeit der eingesetzten Druckerfarbe entsprechen muß.

Es ist jedoch wichtig, daß die dünne Dichtschicht 108 nicht bis zur Rakelkante 104 verläuft und somit nicht in Kontakt mit der Aniloxwalze 10 steht und den Rakelbetrieb der Rakelkante 104 stört. So kann z. B., wie in Fig. 2 abgebildet, eine dünne Dichtschicht 108 von der Rückseite der dünnen Rakelplatte 102 bis zu einer Position verlaufen, die ca. ¹/&sub4; Zoll von der Rakelkante 104 entfernt ist, obgleich sich die vorliegende Erfindung nicht auf diese genauen Maße beschränkt. Diese Anordnung wurde gewählt, da der Kontakt einer dünnen Dichtschicht 108 mit der Aniloxwalze 10 zu einem schlechten Rakelbetrieb des Rakelmessers 20 führen würde. Folglich kann die Dichtschicht 108 bis zur Position der Innenkante 32 der schrägen Oberfläche 30 verlaufen, wenn diese wie in Fig. 1 positioniert wird.

Als Resultat dieser Anordnung wird bei Befestigen des Rakelmessers 20 in der Anordnung von Fig. 1, eine dünne Dichtschicht 108 gegen die schräge Oberfläche 30 gepreßt, um eine wirksame Dichtung gegen die Migration von Druckfarbe zwischen dem Kammergehäuse 14 und der dünnen Rakelplatte 102 zu bilden.

Folglich werden die in herkömmlichen Rakelmessern eingesetzten Runddichtringe 22 überflüssig, wodurch der Aufbau vereinfacht wird. Dabei ist anzumerken, daß beim Austausch des Rakelmessers 20, die Dichtung, die durch die dünne Dichtschicht 108 gebildet wird und am Messer befestigt ist, mit dem Rakelmesser entsorgt wird. So wird bei Austausch des Rakelmessers 20 auch jedesmal automatisch eine neue Dichtung eingesetzt. Die Probleme von herkömmlichen Runddichtringen 22 werden somit eliminiert.

Fig. 4 stellt eine Querschnittsansicht eines Teils eines Kammergehäuses dar, an dem ein Rakelmesser gemäß der vorliegenden Erfindung mit einer anderen Rakelmesser- Befestigungsvorrichtung 138 am Kammergehäuse befestigt ist und in der Elemente, die denen von Fig. 1 entsprechen, mit den gleichen Zahlen, jedoch um 100 erhöht, dargestellt werden. Aus Längegründen ersparen wir uns eine ausführliche Beschreibung.

Wie abgebildet, weist das Kammergehäuse 14 ein Loch 134 darin auf, wobei dieses Loch 134 eine größere Durchmesserfläche 135 in der Nähe des oberen Endes davon aufweist.

Eine Befestigungsschraube 154 weist eine Welle 154a auf, die durch das Loch 134 verläuft, einen vergrößerten zylindrischen Teil 154b, der an einem oberen Teil der Welle 154a befestigt ist und der drehbar in einer größeren Durchmesserfläche 135 gelagert ist und einen vergrößerten Flügelschraubenkopf 154c, der vom Bediener mit der Hand gedreht werden kann.

Die Befestigungsvorrichtung 138 weist einen Block 150 mit einer Oberfläche 151 auf, die auf der schrägen Oberfläche 30 aufsitzt. Block 150 weist ein Gewindeloch 152 an dessen Ende auf, zur Aufnahme des Gewindeendes der Befestigungsschraube 154.

Somit ist, wenn die Schraube 154 durch das Loch 134 verläuft, die Schraube im Gewindeloch 152 eingeschraubt, um den Block 150 am Kammergehäuse 14 zu befestigen. Die Kraft, die auf den Block 150 ausgeübt wird, wird durch Drehen des Kopfes 154c variiert.

Weiterhin wird der Innenteil 164 der Oberfläche 151 des Blocks 150, der neben der schrägen Oberfläche 30 angeordnet ist, etwas gegenüber dem äußeren Teil 166 der Oberfläche 151 von Block 150 erhöht, um Platz für das übernehmende Rakelmesser 20 zwischen dem Innenteil 164 und der schrägen Oberfläche 30 des Kammergehäuses 14 zu schaffen. Folglich wird ein Anschlagansatz an der Verbindungsstelle zwischen dem inneren Teil 164 und dem äußeren Teil 166 eingesetzt, der als Anschlag wirkt, gegen den die Rückseite des Rakelmessers 20 anliegt, um das Rakelmesser 20 richtig zu positionieren. Hierzu wird das Rakelmesser 20 zwischen Block 150 und dem Kammergehäuse 14 so befestigt, daß die Rakelkante 104 des Rakelmessers 20 in Kontakt mit der Aniloxwalze 10 steht, zum Dosieren der darin enthaltenen Druckerfarbe.

Obgleich die vorliegende Erfindung in Bezug auf Kammerrakelmesser beschrieben wurde, ist anzumerken, daß sich die Erfindung nicht auf diese Rakelmesser beschränkt sondern auch mit Rakelmessern, die zu anderen Zwecken dienen, eingesetzt werden kann.

Im Anschluß an die Beschreibung von spezifischen, bevorzugten Ausführungen der Erfindung mit Verweis auf die anliegenden Zeichnungen, ist anzumerken, daß die vorliegende Erfindung sich nicht auf diese genauen Ausführungen begrenzt und daß verschiedene Änderung und Abänderungen von normalen Fachleuten daran ausgeführt werden können, ohne vom Umfang der Erfindung - wie in den anhängigen Ansprüchen beschrieben - abzuweichen.


Anspruch[de]

1. Rakelmesser (20) zum Einsatz in einer Druckmaschine, bestehend aus:

einer dünnen durchgängigen Rakelplatte (102) mit:

einem hinteren, in einer Druckmaschine zu befestigenden Teil und

einem vorderen Teil mit einer Rakelkante (104), die mit einer Außenfläche einer Druckfarbenwalze (10) in Kontakt steht, um das Auftragen der Druckfarbe darauf zu dosieren und dadurch gekennzeichnet, daß

eine dünne Dichtschicht (108) permanent auf der Oberfläche der genannten dünnen Rakelplatte (102) befestigt ist und im Abstand zur genannten Rakelkante (104) angebracht ist, so daß sie nicht in Kontakt mit der Außenfläche der genannten Druckfarbenwalze (10) steht, wenn das genannte Rakelmesser (20) an der genannten Druckmaschine befestigt ist.

2. Rakelmesser gemäß Anspruch 1, wobei die genannte dünne Dichtschicht (108) an einer Oberfläche an einem hinteren Teil der genannten Rakelplatte (102) befestigt ist.

3. Rakelmesser gemäß Anspruch 1, wobei die genannte dünne Dichtschicht (108) aus einem Material von einer Materialgruppe gefertigt ist, die aus einem geschlossenzelligen Schaumstoff-, einem Gummi- und einem beliebigen anderen Elastomermaterial besteht.

4. Rakelmesser gemäß Anspruch 3, wobei die genannte dünne Dichtschicht (108) aus einem Material von einer Materialgruppe gefertigt ist, die aus einem geschlossenzelligen Polyethylen-, einem geschlossenzelligen Polypropylen und einem EPDM-Gummimaterial besteht.

5. Rakelmesser gemäß Anspruch 1, wobei die genannte dünne Dichtschicht (108) eine Dicke im Bereich von 1,27 · 10&supmin;&sup4; m bis 31,75 · 10&supmin;&sup4; m aufweist.

6. Rakelmesser gemäß Anspruch 1, wobei der hintere Teil des Rakelmessers (20) am Kammergehäuse (14) der Druckmaschine befestigt ist (152, 154), so daß die dünne Dichtschicht zwischen der dünnen Rakelplatte (102) und dem genannten Kammergehäuse (14) angeordnet ist, um eine Migration der Druckfarbe dazwischen zu verhindern und so, daß die dünne Dichtschicht (108) im Abstand zu der genannten Rakelkante (104) angeordnet ist, so daß sie nicht in Kontakt mit der Außenfläche der Druckfarbenwalze (10) steht, wenn das genannte Rakelmesser (20) am genannten Kammergehäuse (14) befestigt ist.

7. Rakelmesser gemäß Anspruch 1, wobei

die Rakelkante (104) eine Länge aufweist, die in axialer Richtung der Druckfarbenwalze (10) verläuft,

die Rakelplatte (102) eine Oberfläche und

die Dichtschicht (108) eine Länge aufweist, die in der genannten axialen Richtung mindestens der Länge der genannten Rakelkante (104) entspricht.

8. Rakelmesser gemäß Anspruch 1, wobei die genannte dünne Dichtschicht (108) immer automatisch von der Druckmaschine entfernt wird, wenn die Rakelplatte (102) aus der Druckmaschine entfernt wird.







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