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Dokumentenidentifikation DE69604396T2 02.03.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0831990
Titel LADEVORRICHTUNG UND -VERFAHREN FÜR EINE MASCHINE ZUM HERSTELLEN VON POLSTERMATERIAL
Anmelder Ranpak Corp., Concord Township, Ohio, US
Erfinder RATZEL, Richard, O., Westlake, OH 44145, US
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, Isenbruck, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69604396
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.06.1996
EP-Aktenzeichen 969180710
WO-Anmeldetag 04.06.1996
PCT-Aktenzeichen US9608838
WO-Veröffentlichungsnummer 9640491
WO-Veröffentlichungsdatum 19.12.1996
EP-Offenlegungsdatum 01.04.1998
EP date of grant 22.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2000
IPC-Hauptklasse B31D 5/00
IPC-Nebenklasse B65H 20/00   

Beschreibung[de]
Ladevorrichtung und -verfahren für eine Maschine zum Herstellen von Polstermaterial

Die hierin beschriebene Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Polsterumwandlungsmaschinen und insbesondere auf eine Ladevorrichtung und ein Ladeverfahren zum Laden von bahnförmigem Vorratsmaterial in eine Polsterumwandlungsmaschine.

Beim Versand eines Gegenstands von einem Ort zu einem anderen wird üblicherweise ein Verpackungsmaterial in den Versandbehälter gepackt, um jegliche Hohlräume zu füllen und/oder um den Gegenstand während des Transports zu polstern. Einige allgemein benutzte schützende Verpackungsmaterialien umfassen Hartschaumfüllkörper und Plastikfolien mit Blasen. Wenngleich diese konventionellen Verpackungsmaterialien angemessen als Polsterprodukt zu wirken scheinen, sind sie nicht ohne Nachteile. Der vielleicht ernsthafteste Nachteil von Plastikblasen-Packmaterial und/oder Hartschaum-Füllkörpern ist ihre Auswirkung auf unsere Umwelt. Diese Plastikverpackungsmaterialien sind einfach nicht biologisch zersetzbar und somit können sie nicht eine weitere Vergrößerung der schon jetzt kritischen Abfallentsorgungsprobleme unseres Planeten verhindern. Die fehlende biologische Zersetzbarkeit dieser Verpackungsmaterialien ist zunehmend wichtiger geworden im Hinblick darauf, daß viele Industrien progressivere Grundsätze bezüglich der Verantwortung für die Umwelt übernommen haben.

Die zuvor genannten und andere Nachteile der konventionellen Plastikverpackungsmaterialien haben schützendes Verpackungsmaterial aus Papier zu einer be liebten Alternative gemacht. Papier ist biologisch abbaubar, wiederverwertbar und besteht aus einem erneuerbaren Rohstoff, was es zu einer umweltverträglichen Wahl für verantwortungsbewußte Unternehmen macht.

Wenngleich Papier in Bahnform möglicherweise als schützendes Verpackungsmaterial verwendet werden könnte, ist es gewöhnlich vorzuziehen, die Papierbahnen in ein kissenartiges Pad-Polstermaterial geringer Dichte umzuwandeln. Diese Umwandlung kann mit einer Polsterumwandlungsmaschine erzielt werden, wie der, die in US-Patent Nr. 5,123,889 des gleichen Anmelders beschrieben ist. Die darin offenbarte Polsterumwandlungsmaschine wandelt bahnförmiges Vorratsmaterial, wie ein mehrlagiges Papier in Kissen relativ geringer Dichte um. Genauer gesagt, wandelt die Maschine dieses Vorratsmaterial in einen kontinuierlichen unverbundenen Streifen mit lateralen kissenartigen Bereichen, die durch ein dünnes zentrales Band getrennt sind. Der Streifen wird entlang seines zentralen Bands geprägt, um einen verbundenen Streifen zu bilden, welcher, beispielsweise durch Schneiden, in Abschnitte oder Kissen gewünschter Länge geteilt wird. Das Vorratsmaterial besteht vorzugsweise aus drei überlagerten Lagen oder Schichten aus biologisch abbaubarem, wiederverwertbarem und recyclierbarem dreißig Pfund- Kraftpapier, welches auf einer hohlen zylindrischen Röhre aufgewickelt ist. Eine 0,76 Meter (30 Inch) breite Rolle dieses Papiers, die etwa 137 Meter (450 Fuß) lang ist, wiegt etwa 156 Newton (35 Pounds) und wird Polsterung bereitstellen, die etwa vier 425 Liter-Säcken (fUnfzehn Kubikfuß) von Schaumstoff-Füllkörpern entsprechen, wobei sie weniger als ein Dreißigstel des Stauraums benötigt.

Die in dem oben angegebenen Patent offenbarte Polstenunwandlungsvorrichtung umfaßt eine Vorratsmaterial-Versorgungsvorrichtung, eine Formvorrichtung (auf die auch als Formeranordnung oder einfacher als Former Bezug genommen wird), eine Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung und eine Schneid- oder Trennvorrichtung. Die Polsterumwandlungsmaschine umfaßt weiterhin elektrische Schaltkreise, welche die Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung und die Schneidvorrichtung elektrisch kontrollieren.

Zur Vorbereitung des Betriebs der Maschine wird die Maschine mit Vorratsmaterial geladen. Vorratsmaterial, insbesondere mehrlagiges (gewöhnlich drei-lagiges) Kraftpapier in Rollenform wird auf einem Rollenhalter oder einem Wagen plaziert, um der Maschine zugeführt zu werden. Das Vorratsmaterial wird durch die Formvorrichtung gefädelt, was typischerweise durch Falten des vorderen Endbereichs des Vorratsmaterials in eine dreieckähnliche Form und manuelles Schieben dieses vorderen Bereichs durch die Formvorrichtung (z. B. einen Formungsrahmen und einen konvergierenden Trichter) geschieht, so daß die "Spitze" des Dreiecks zum Eingriff mit der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung positioniert wird. Während des Einfädelvorgangs wird die obere Abdeckung des Maschinenrahmens um ein Scharnier geschwenkt oder auf andere Weise geöffnet, um Zugriff auf die Formvorrichtung zum Laden des Papiers in die Maschine zu ermöglichen.

Manchmal ist die Polsterumwandlungsmaschine so montiert, daß die obere Abdeckung nicht einfach zugänglich ist. Unter diesen Umständen wird der oben beschriebene Ladevorgang schwierig, da der Zugang zur Formvorrichtung begrenzt ist. Es wäre daher vorteilhaft, die Maschine zu laden, ohne daß man Zugang zur oberen Abdeckung hat, so daß das Vorratsmaterial geladen werden kann, ohne daß manuelles Einfädeln des Vorratsmaterials durch die Formvorrichtung erforderlich ist.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Ladevorrichtung für eine Polsterumwandlungsmaschine bereit, welche das Erfordernis, das Vorratsmaterial manuell durch die Formvorrichtung der Maschine einzufädeln, eliminiert. Die Ladevorrichtung ist an einem Ende der Maschine angeordnet und führt das Vorratsmaterial durch die Formvorrichtung zu der Zuführvorrichtung der Maschine. Nach einem Aspekt der Erfindung wird eine Polsterumwandlungsmaschine wie in Anspruch 1 definiert, bereitgestellt.

Weitere optionale Merkmale des erfindungsgemäßen Apparates sind in den Ansprüchen 2 bis 7 dargelegt.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung umfassen eine Lade-Bedien- Vorrichtung mit einem Hebel, der zwischen einer Nicht-Lade-Position (außer Eingriff) und einer Lade-Position (in Eingriff) bewegbar ist, und einer Positionsdetektionsvorrichtung, welche die Energieversorgung für die stromabwärtige Zufuhrvorrichtung bewirkt, wenn der Hebel in seiner Lade-Position ist. Die bevorzugte Ladezufuhrvorrichtung kann einander gegenüberliegende Walzen umfassen, die aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind, und die Ladebedienvorrichtung kann eine mit dem Hebel verbundene Nocken- bzw. Steuervorrichtung zum Bewegen der einander gegenüberstehenden Walzen aufeinander zu und voneinander weg zwischen Positionen in Eingriff und außer Eingriff umfassen. Eine Kurbel kann in bevorzugten Ausführungsformen zum Rotieren mindestens einer der einander gegenüberstehenden Walzen vorgesehen sein, wobei die Kurbel mit einem Schaft verbunden ist, auf dem die eine Walze zur Rotation mit dem Schaft montiert ist. Mehrere Paare von einander gegenüberstehenden Walzen können vorzugsweise vorgesehen sein, und der Hebel kann mit einer Feder vorgespannt sein, so daß der Hebel in seine Nicht-Lade-Position zurückkehrt, wenn er freigegeben wird. Die Formvorrichtung kann Einwärtsrollen der lateralen Seiten des Vorratsmaterials bewirken, um einen Streifen von Polstermaterial zu formen, und die stromabwärtige Zufuhrvorrichtung kann arbeiten, um den Streifen des Polstermaterials entlang eines zentralen Bands zwischen kissenartigen Bereichen zu verbinden, wodurch ein Streifen des Polsterprodukts gebildet wird. Eine Schneid- oder Trennvorrichtung kann ebenfalls vorgesehen sein, um den Streifen in Abschnitte zu teilen oder zu trennen. Gemäß eines zweiten Aspekts der Erfindung wird ein Verfahren gemäß Anspruch 8 bereitgestellt. Bevorzugte Merkmale des Verfahrens sind in Ansprüchen 9 bis 11 dargelegt.

Die zuvor genannten und anderen Merkmale der Erfindung werden im folgenden vollständig beschrieben und besonders in den Ansprüchen hervorgehoben, wobei die folgende Beschreibung und die Zeichnungen eine bestimmte illustrative Ausführungsform der Erfindung im einzelnen darstellen, was jedoch lediglich als Hinweis auf einen von vielfältigen Wegen dient, in denen die Prinzipien der Erfindung angewendet werden können.

Fig. 1 ist eine Aufsicht auf eine Polsterumwandlungsmaschine nach der vorliegenden Erfindung, wobei die obere Wand des Gehäuses der Maschine entfernt ist, um innere Komponenten der Maschine einschließlich der automatischen Ladevorrichtung zu zeigen.

Fig. 2 ist eine Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Maschine mit einer entfernten Seitenwand des Gehäuses, um die inneren Komponenten der Maschine zu zeigen.

Fig. 3 ist eine vergrößerte fragmentarische Seitenansicht der Ladevorrichtung in einer Nicht-Lade-Position oder einer Position außer Eingriff.

Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Ladevorrichtung ähnlich zu Fig. 3, aber die Ladevorrichtung ist in einer Lade-Position oder in Eingriff gezeigt.

Fig. 5 ist ein Querschnitt der Maschine aus Fig. 3, entlang der Linie 5-5.

Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Komponenten des Antriebswerks der Ladevorrichtung.

Fig. 7A-7E zeigen eine Folge schematischer Ansichten, welche das erfindungsgemäße Ladeverfahren illustrieren.

Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im einzelnen und anfangs auf Fig. 1 und 2 wird eine bevorzugte Ausführungsform einer Polsterumwandlungsmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung generell mit dem Bezugszeichen 110 bezeich net. Die Polsterumwandlungsmaschine 110 wandelt ein bahnförmiges Vorratsmaterial wie eine oder mehr Lagen eines wiederverwendbaren und recyclierbaren Kraftpapiers in ein Packpolsterprodukt mit beispielsweise lateralen kissenartigen Bereichen um, die durch ein zentrales dünnes Band getrennt sind. Das Polsterprodukt wird als ein hinsichtlich der Umwelt verantwortliches schützendes Verpackungsmaterial verwendet, das typischerweise beim Versand zum Einsatz kommt.

Die Maschine 110 umfaßt ein Gehäuse, welches generell als 112 bezeichnet wird mit einem stromaufwärtigen Ende 114 und einem stromabwärtigen Ende 116. Das bahnartige Vorratsmaterial tritt in das Gehäuse 112 durch eine Öffnung an dessen stromaufwärtigem Ende zum Passieren durch das Gehäuse, worin es in einen Streifen von Polstermaterial umgewandelt wird, der aus dem stromabwärtigen Ende 116 des Gehäuses austritt. Das Gehäuse umfaßt eine Basis oder Bodenwand 118, Seitenwände 120 und eine stromabwärtige Endplatte 122, die zusammen eine Rahmenstruktur bilden. Das Gehäuse umfaßt ebenfalls eine obere Wand 123 mit einer Öffnung, die normalerweise durch eine Abdeckung (nicht gezeigt) geschlossen ist, welche an der oberen Wand um ein Scharnier schwenkbar zum Öffnen und Schließen nach bekannter Weise gelagert ist. Eine im allgemeinen rechteckige Austrittsöffnung in der Endplatte 122 erlaubt dem Polsterstreifen, durch sie zu passieren.

Die Maschine 110 umfaßt weiterhin eine Vorratszufuhrvorrichtung 124, einen Former oder eine Formvorrichtung 126, eine Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128, die durch einen Vorschubmotor 130, beispielsweise einen Elektromotor, über eine Bewegungstransfervorrichtung 132 angetrieben bzw. energetisiert wird, und eine Trennvorrichtung 134 (beispielsweise eine Schneidvorrichtung), die durch einen Motor 136 (beispielsweise einen Elektromotor) durch einen Elektromagneten und eine Kupplungsvorrichtung 138 angetrieben wird; wobei alle dieser Komponenten an und/oder in dem Gehäuse 112 in bekannter Weise befestigt werden können. Stromabwärts von der Trennvorrichtung 134 kann ebenfalls eine Führungsvorrichtung vorgesehen werden, und genauer gesagt eine Nach-Schnitt- Begrenzungsvorrichtung 140. Die Führungs- oder Nach-Schnitt- Begrenzungsvorrichtung kann auf einem entfernbaren Gehäuse 142 an dem stromabwärtigen Ende 116 des Gehäuses 112 befestigt werden.

In der illustrierten Maschine 110 umfaßt die Vorratsversorgungsvorrichtung 124 eine Vorratsrollenhalterung, die aus den unteren horizontalen Beinen 143a der lateral beabstandeten, U-förmigen Klammern 143 gebildet wird. Eine Rolle des Vorratsmaterials kann durch einen Vorratsrollenhalter wie eine Spindel 143b, die sich zwischen den Beinen 143a der Vorratsrollenhalterung erstreckt und von diesen unterstützt wird, drehbar unterstützt werden. Wie von Fachleuten zu würdigen sein wird, kann eine Vorratsrolle oder eine andere Form von bahnartigem Vorratsmaterial, vorzugsweise Multilagenmaterial, als eine Quelle des Vorratsmaterials verwandt werden, beispielsweise ein Vorratsrollen-Unterstützungswagen, der vorzugsweise für größere Vorratsrollen benutzt wird. Das bahnförmige Vorratsmaterial kann in anderen Formen bereitgestellt werden, beispielsweise in einem Stapel von fächergefaltetem Vorratsmaterial in der Art, die in US-Patent Nr. 5,387,173 beschrieben ist.

Die Formvorrichtung 126 umfaßt ein Formglied 144 und einen konvergierenden formgebenden Trichter 146. Die illustrierte Formvorrichtung 126, die genauer in der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung Nr. 08/337,929 beschrieben ist, bewirkt ein Einwärtsrollen oder Falten der lateralen Ränder des bahnförmigen Vorratsmaterials, um einen kontinuierlichen Streifen von Polstermaterial mit lateralen kissenartigen Bereichen zu formen. Der formgebende Trichter 146 umfaßt sich in Längsrichtung erstreckende, in Querrichtung konvergierende Seitenwände 150, die vorzugsweise gekrümmt oder bogenförmig in ihrem transversalen Querschnitt sind. Die Seitenwände werden vorzugsweise durch obere und untere Ränder 152, 154 verbunden, so daß der Trichter einen kontinuierlichen Umfang hat.

Der formgebende Trichter 146 ist mit seiner Bodenwand 154 auf einer geneigten Rampe 158 befestigt. Die Rampe 158 hat eine stromabwärtige Verlängerung oder einen Führungsbereich 160, um den Streifen des Polstermaterials, der aus dem stromabwärtigen Ende des formgebenden Trichters austritt, zur Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung 128 zu führen. Die Rampe und der Führungsbereich 160 können einstückig ausgebildet und auf der Bodenwand 118 des Gehäuses 112 montiert sein. Die Seitenränder der Rampe und des Fortsatzes können zum Zwecke zusätzlicher Steifheit nach unten gebogen sein. Die Rampe hat ebenfalls eine stromaufwärtige Fortsetzung oder eine Führungsplatte 161, welche sich zum stromaufwärtigen Ende der unteren Wand 118 des Gehäuses erstreckt, um einen glatten Übergang des Vorratsmaterials zum Trichter zu gewährleisten.

Der formgebende Trichter 146 hat eine breite Eintrittsmündung bzw. Einlaßöffnung 163, die durch die hinteren Ränder der oberen Wand, der Bodenwand und der Seitenwände 152, 154 und 150 gebildet bzw. definiert wird. Die obere Wand hat im allgemeinen Trapezform, während die Bodenwand im allgemeinen rechteckig ist, wobei die Wände zueinander konvergieren, um die Austrittsöffnung 168 am stromabwärtigen Ende des formgebenden Trichters zu definieren. Indem das bahnförmige Vorratsmaterial durch den formgebenden Trichter passiert wird, werden dessen Seitenränder einwärts gerollt, im allgemeinen in eine Spiralform und werden einwärts aufeinander zu gezwungen, so daß die einwärts gerollten Ränder federnde kissenartige geknitterte Bereiche des Vorratsmaterials bilden, die in lateraler Richtung aneinander angrenzend angeordnet sind, wenn sie aus dem Austrittsende des formgebenden Trichters hervortreten.

Das formgebende Glied 144 wirkt mit dem formgebenden Trichter 146 zusammen, um ordnungsgemäße Gestaltung und Formung des Papiers (oder anderer geeigneter Vorratsmaterialien) zu gewährleisten, wobei das Formgebungsglied wirksam ist, um den zentralen Bereich des Vorratsmaterials zum kontrollierten Einwärtsrollen oder Falten der seitlichen Randbereiche des Vorratsmaterials entlang der Bodenwand 154 des formgebenden Trichters 146 zu leiten. Das Formgebungsglied ragt rückwärts (stromaufwärts) des Eintrittsendes des formgebenden Trichters hervor, um das Vorratsmaterial ordentlich in den Formgebungstrichter zu leiten. Das Formgebungsglied erstreckt sich mit seinem vorderen Ende ebenfalls in den Formgebungstrichter, welches relativ dicht zu der unterliegenden Bodenwand des formgebenden Trichters an dessen Ausgang angrenzend, wie gezeigt, angeordnet ist.

Das Formgebungsglied 144 hat eine zusammengedrückte U-Form, die im allgemeinen der Erscheinung einer Haarnadel entspricht. Der Bucht- oder Basisbereich 162 des Formgebungsglieds ist gerundet und vorzugsweise von halbkreisförmiger Gestalt. Das Formgebungsglied ist vorzugsweise aus einem geeigneten Material, wie Kunstoff mit hinreichender Flexibilität gefertigt, so daß der gerundete Buchtbereich des Formgebungsglieds als ein lebendes Gelenk funktioniert, welches Anpassung seines unteren Beins 164 in Richtung und entfernt von der Bodenwand 154 des Formgebungstrichters erlaubt. Das obere Bein 166 ist an der oberen Wand 152 des formgebenden Trichters entlang dessen Mittelebene durch geeignete Mittel befestigt. Das untere Bein 164 des Formgebungsglieds erstreckt sich im wesentlichen parallel zur unteren Wand 154 des formgebenden Trichters. Jedoch sind die relative Neigung und der Abstand zwischen dem unteren Bein des Formgebungsglieds und der Bodenwand des Formgebungstrichters je nach Anforderung einstellbar, um ordnungsgemäßes Formen und Gestalten der lateralen Enden des Vorratsmaterials in kissenartige Bereiche relativ geringer Dichte zu erzielen, wobei die inneren Kanten zur Verbindung durch den Zufuhr-/Heft- Mechanismus in der vorderen Einheit überlappt werden. Solch eine Anpassung kann bewirkt und dann aufrecht erhalten werden durch eine Anpassungsvorrichtung, die nicht gezeigt ist, die aber in der US-Patentanmeldung Nr. 08/337,929 gezeigt und beschrieben ist.

Das Formgebungsglied 144 kann von relativ gleichmäßiger Breite sein. Das Formgebungsglied kann beispielsweise durch Biegen eines länglichen elastischen Streifens in die illustrierte Form gebildet werden. In der illustrierten Ausführungsform ist die Breite des Streifens etwa ein Viertel der Breite der Austrittsöffnung des Formgebungstrichters, welche wiederum etwa zwei Drittel der Breite der Eintrittsmündung des Formgebungstrichters aufweist. Das Formgebungsglied kann anders konfiguriert sein. Beispielsweise kann der rückwärtige Endbereich breiter sein als der vordere Endbereich. Weiterhin kann der Übergang von dem engen vorderen Bereich zum breiteren hinteren Bereich fortschreitend sein, so daß das untere Bein des Formgebungsglieds eine dreieckige Gestalt hat. Ähnlich kann das obere Bein eine dreieckige Gestalt aufweisen, während der gerundete Buchtbereich des Formgebungsglieds relativ gleichmäßig in der Breite sein kann oder von umgekehrter Sanduhrform. Weiterhin wird angemerkt, daß das Formgebungsglied durch andere Typen von Formgebungsgliedern und daß der Trichter durch andere Typen von Trichtern, wie dreieckige Formgebungsglieder und Trichter, die in US-Patent Nr. 5,123, 889 gezeigt sind, ersetzt werden kann.

Die Erfindung umfaßt gleichermaßen unterschiedliche Typen von Zufuhr- /Verbindungsvorrichtungen, die eine Zufuhr- und/oder Verbindungsfunktion durchführen. Jedoch umfaßt eine bevorzugte Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 ein Paar von zusammenarbeitenden und einander gegenüberstehenden Zahnrädern oder zahnradähnlichen Elementen 170 und 172. Die Zahnräder 170 und 172 und somit die Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 erfüllen zumindest eine und vorzugsweise zwei Funktionen in dem Betrieb der Maschine 110. Eine Funktion ist die "Zufuhr"-Funktion, wobei die Zahnräder das Vorratsmaterial von einer Vorratsrolle oder einer anderen Quelle und dann durch die Formvorrichtung 126 ziehen. Das Material wird dann von der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung durch die rechteckige Öffnung in der Endplatte 122 ausgegeben. Die zweite Funktion, die vorzugsweise von der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 durchgeführt wird, ist eine Verbindungsfunktion. Genauer gesagt, verbindet die Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung 128 den kontinuierlichen Streifen, indem die beiden einander gegenüberstehenden Zahnräder das geformte Vorratsmaterial entlang eines zentralen Bandes prägen und vorzugsweise perforieren, um einen verbundenen Streifen des Polstermaterials zu formen. Andere Mechanismen können verwendet werden, um den Streifen zu "verbinden", d. h. den Streifen so zu bearbeiten, daß er seine Polstereigenschaften beibehält, anstatt in seine ursprüngliche fla che Form des Ausgangsmaterials zurückzukehren. Bekannte Verbindungsmechanismen umfassen Mechanismen, welche das Vorratsmaterial falten, um das Vorratsmaterial zu befähigen, seine dreidimensionale Form beizubehalten.

Der verbundene Streifen läuft stromabwärts von der Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung 128 durch die Trennvorrichtung 134, welche den Streifen beispielsweise durch Schneiden in Abschnitte gewünschter Länge teilt. Die Abschnitte laufen dann durch die Nach-Schnitt-Begrenzungsvorrichtung 140, die einen konvergierenden Bereich und einen rechteckigen Tunnelbereich umfaßt. Der geprägte oder auf andere Weise verbundene Streifen tritt dann aus der Nach- Schnitt-Begrenzungsvorrichtung hervor, wo ihn ein Bediener von der Maschine 110 entfernen kann.

In Vorbereitung zum Betrieb der Maschine 110 wird eine Vorratsrolle auf die horizontalen Beine 143a geladen, die eine Vorratsrollenhalterung bilden. Wie oben angedeutet, können andere Formen einer Vorratsrollenhalterung verwendet werden, ebenso wie andere Formen von Vorratsmaterialversorgung verwendet werden können. Die Vorratsrollenhalterung kann beispielsweise durch einen Wagen bereitgestellt werden, auf den eine Rolle von Vorratsmaterial geladen werden kann, worauf der Wagen in seine Position am hinteren Ende der Maschine 110 zum Zuführen von Vorratsmaterial zur Maschine gefahren werden kann.

Das Vorratsmaterial, welches vorzugsweise aus zwei, drei oder mehr Lagen besteht, wird über eine Walze 178 konstanten Vorschubs geführt, die zwischen den oberen horizontalen Beinen 143c der Klammern 143 montiert ist. Die Lagen werden dann individuell über die Trenner 180a-c der Trennvorrichtung 182 geführt. Die Walze konstanten Vorschubs 178 gewährleistet einen konstanten Eintrittspunkt für das Vorratsmaterial, unabhängig von dem Durchmesser der Vorratsrolle. Die Trenner 180a-c funktionieren zum Trennen der Lagen oder Schichten des Vorratsmaterials vor dem Durchgang durch die Formvorrichtung 126. Für nähere Einzelheiten zur abgebildeten Vorratsmaterialversorgung und dem Vorratsrollen halter sowie zu Beispielen von alternativen Vorratsmaterial-Zufuhranordnungen wird auf US-Patente Nr. 4,026,198, 4,650,456, 4,7 50,896, 5,123,889 und 5,322,477 verwiesen.

Bisher wurde der vordere Bereich des von den Separatoren kommenden Vorratsmaterials manuell durch die Formvorrichtung 126 gefädelt. Dieses Einfädeln umfaßte typischerweise Falten des vorderen Bereichs des Vorratsmaterials in einer dreieckähnlichen Weise stromab von der Trennvorrichtung 182 und manuelles Schieben des vorderen Bereichs durch die Formvorrichtung (z. B. einen Formgebungsrahmen und einen konvergierenden Trichter), so daß die "Spitze" des Dreiecks zwischen den Zahnrädern 170 und 172 der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 positioniert wurde, worauf die Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung eingeschaltet wird, um die Zahnräder zum Vortrieb des Vorratsmaterials durch die Maschine zum Formen eines Polsterprodukts eingeschaltet wurde. Wenngleich wirksam, war diese Arbeit etwas langwierig und generell war es erforderlich, Zugang zum Inneren der Maschine vorzusehen, um solches manuelles Einfädeln zu ermöglichen.

Dieses Erfordernis zum manuellen "Einfädeln" des vorderen Endes des Vorratsmaterials wurde durch die Ladevorrichtung, die in der ebenfalls anhängigen Anmeldung Serien-Nr. 08/478,008 gezeigt und beschrieben ist, eliminiert. Wenngleich für eine solche Vorrichtung bewiesen wurde, daß sie adäquat funktioniert, stellt die vorliegende Erfindung eine verbesserte Ladevorrichtung bereit, die generell mit den Bezugsziffern 190 in Fig. 1 und 2 bezeichnet ist.

Die Ladevorrichtung 190 umfaßt eine Ladezufuhrvorrichtung 192, die an dem stromaufwärtigen Ende der Formgebungsvorrichtung positioniert ist, eine Bedienvorrichtung 194 zum selektiven In-Eingriff-Bringen und Außer-Eingriff-Bringen der Ladezufuhrvorrichtung mit dem Vorratsmaterial und eine Zustandsdetektionsvorrichtung 196, welche den Vorschubmotor 130 aktiviert oder auf andere Weise den Betrieb oder die Energieversorgung der Vorschub-/Verbindungsvorrichtung 128 bewirkt, wenn die Eingriffsposition der Bedienvorrichtung detektiert wird.

Wie am besten in Fig. 3-5 zu sehen, umfaßt die Ladezufuhrvorrichtung 190 eine untere Vorschubwalze 200 und eine obere Anpreßwalze 202, wobei die letztere in der im folgenden beschriebenen Weise drehbar angetrieben wird. Es wird jedoch zu würdigen sein, daß beide bemerkenswert angetrieben werden könnten. Obwohl Walzen gezeigt sind, könnten andere Typen von Vorschubkomponenten verwendet werden, wie beispielsweise ein sich bewegendes Band, anstelle der Vorschubwalze und/oder ein nicht rotierendes Anpreßglied für die Anpreßwalze.

Die drehbar angetriebene Vorschubwalze 200 ist auf einer Welle 204 durch Lager 206 drehbar befestigt, die an der Basis 118 des Gehäuses 112 sicher befestigt sind. Wie gezeigt, kann die Welle 204 durch Löcher in den nach unten gebogenen Endbereichen der Rampe führen und so dazu dienen, das stromaufwärtige Ende der Rampe an seinem Platz zu halten. Die Vorschubwalze ist so positioniert, daß ein Bereich von ihr durch einen Schlitz in der Rampe 158 und/oder in der Bodenwand 154 des formgebenden Trichters 146 ragt. Die Vorschubwalze und der Schlitz sind vorzugsweise zentral zwischen den gegenüberliegenden gekrümmten Seitenwänden 150 des formgebenden Trichters in der oder angrenzend an die Eintrittsöffnung 163 des Trichters (einschließlich innerhalb oder außerhalb des Trichters) positioniert, d. h. näher an der Einlaßöffnung als am stromaufwärtigen Ende der Formvorrichtung, vorzugsweise in einem Bereich von 7,6 cm (3 Inch) von der Einlaßöffnung, weiter vorzugsweise innerhalb von 5 cm (2 Inch) und noch weiter bevorzugt innerhalb von 2,5 cm (1 Inch) der Einlaßöffnung und somit in Längsrichtung mit der Einlaßöffnung des Trichters ausgerichtet.

Die Anpreßwalze 202 ist drehbar an dem freien Ende eines Pendel- oder Schwenkarms 210 montiert, der schwenkbar mit seinem anderen Ende an der Klammer 212 befestigt ist. Die Klammer 212 ist bezüglich des Gehäuses 112 wie durch Befestigung an einem Drahtstab 214 fixiert, wobei sie sich lateral zwischen den Seitenwänden 120 des Gehäuses erstreckt und an diesen befestigt ist. Der Schwenkarm 210 ist frei, um in einer Ebene senkrecht zur Bodenwand 154 des Trichters 146 zu schwenken, um die Anpreßwalze zur Vorschubwalze und von ihr weg zu bewegen. Wie in Fig. 5 zu sehen, ist die Anpreßwalze mit der Vorschubwalze 200 ausgerichtet, um damit einen Walzenspalt zu bilden, in dem der Zentralbereich des Vorratsmaterials antreibend in Eingriff gebracht werden kann, wobei die Anpreßwalze und die Vorschubwalze zusammengebracht werden, wenn sie durch die Bedienvorrichtung 194 in Eingriff gebracht sind. Wie am besten in Fig. 3 und 4 zu sehen, hat das untere Bein 164 des Formgebungsglieds 144 einen Schlitz 216 zum Durchtritt der Anpreßwalze, wenn sie in der im folgenden beschriebenen Weise auf die Vorschubwalze zu und von ihr weg bewegt wird.

Wenngleich verschiedene Vorrichtungen verwendet werden können, um die Anpreßwalze und die Vorschubwalze 202 und 200 in Eingriff und außer Eingriff zu bewegen, umfaßt die Bedienvorrichtung 194 des abgebildeten Ausführungsbeispiels einen Kniehebel 220, der aus einem Paar von Verbindungsgliedern 222 und 224 zusammengesetzt ist, die schwenkbar an ihren aneinander angrenzenden Enden mittels eines Lagerelements, wie einem Bolzen 226 verbunden sind. Wie gezeigt, können die Verbindungsglieder jeweils ein Paar von parallelen Verbindungsstücken umfassen. Die Verbindungsstücke, welche die Verbindungsglieder 222 bilden, haben an ihren äußeren Enden gegenüber dem Bolzen 226 zwischen ihnen in gabelartiger Weise die Anpreßwalze 202 zur Drehung mittels eines Bolzens 228 verbunden, wie in Fig. 5 zu sehen ist. Das andere Verbindungsglied 224 ist schwenkbar mit seinem äußeren Ende mittels eines Bolzens 230 an einer Klammer 232 befestigt. Die Klammer 232 ist bezüglich des Gehäuses 112 fixiert, beispielsweise durch Befestigung an einem sich lateral erstreckenden Träger 234, der zwischen den Seitenwänden 120 des Gehäuses 112 sicher befestigt ist. An der zentralen Schwenkverbindung 226 des Kniegelenks 220 ist eine Schubstange 238 schwenkbar befestigt, die sich rückwärtig zu einer und durch eine Führungsöffnung in der Klammer 212 und dann durch das stromaufwärtige Ende des Gehäuses erstreckt. Das rückwärtige Ende der Schubstange 238 ist einfach zugänglich an dem rückwärtigen Ende des Gehäuses und ist vorzugsweise mit einem Schubgriff oder einem Knauf 240 versehen.

Die Schubstange 238 und somit die Ladevorschubvorrichtung 192 ist vom Eingriffszustand, der in Fig. 4 zu sehen ist, entfernt in einer Position außer Eingriff vorgespannt, die in Fig. 3 zu sehen ist. In der abgebildeten Ausführungsform wird dies bequem durch eine Feder 244 erreicht, die auf der Schubstange zwischen der Klammer 212 und einem Anschlag oder Eingriffsglied 246 auf der Schubstange getragen wird. Wenn die Schubstange außer Eingriff gebracht ist, was während des normalen Betriebs der Maschine der Fall sein wird, dann ist das Kniegelenk 220 zusammengezogen, um die Anpreßwalze von der Vorschubwalze entfernt zu positionieren.

Wie zu verstehen sein wird, bewirkt das Vorwärtsdrücken des Knaufs 240 ein Strecken der Verbindungsglieder 222 und 224 und somit ein Ausdehnen des Kniegelenks, wodurch die Anpreßwalze 202 auf die Vorschubwalze 200 zu bewegt und mit ihr in Eingriff gebracht wird. Wenn der Knauf freigegeben wird, bewirkt die Feder 244, daß die Anpreßwalze sich zurückbewegt in ihre außer Eingriff gebrachte Hinterhaltposition, die in Fig. 3 zu sehen ist.

Wenn die Schubstange 238 hinreichend nach vorne bewegt wird, um die Anpreßwalze 202 mit der Vorschubwalze 200 in Eingriff zu bringen, wird die Zustandsdetektionsvorrichtung 196 ausgelöst, um die Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 zu aktivieren, vorzugsweise durch Anschalten und Betreiben des Vorschubmotors 130, solange die Zustandsdetektionsvorrichtung betätigt wird. In der abgebildeten Ausführungsform umfaßt die Zustandsdetektionsvorrichtung einen Annäherungsschalter, wie beispielsweise einen Stempelschalter 250, dessen Stempel 252 positioniert ist, um von einem Auslöser 254 auf dem Anschlag 246 auf der Schubstange 338 gedrückt zu werden, wenn die Schubstange in ihre Eingriffsposition aus Fig. 4 geschoben wird. Wenn der Schalter schließt, wird der Vorschubmotor 130 über geeignete elektrische Schaltkreise (nicht gezeigt) mit Energie versorgt. Der Vorschubmotor 130 treibt die Zahnräder 170 und 172 der Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung 128 an, wie zuvor im Zusammenhang mit Fig. 1 und 2 diskutiert wurde. Wenngleich die Zustandsdetektionsvorrichtung in der abgebildeten Ausführungsform einen Stempelschalter umfaßt, wird es zu würdigen sein, daß andere Vorrichtungen verwendet werden können, wie ein elektronischer Positionssensor und die zugehörige Steuerschaltung.

Gleichzeitig mit dem Betrieb der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 wird die Vorschubwalze 200 drehbar angetrieben, um Vorratsmaterial, welches zwischen der Vorschubwalze 200 und der Anpreßwalze 202 eingeklemmt ist, in und durch den Formgebungstrichter 146 vorzuschieben. Die Vorschubwalze kann in jeder geeigneten Form angetrieben werden. In der dargestellten Ausführungsform wird die Vorschubwalzenwelle 204 durch einen Vorschubmotor 130 über eine Kette 156 angetrieben, wie in Fig. 1 und 6 gezeigt ist. Wie gezeigt, wird die Kette 256 über ein Kettenrad 258 auf der Vorschubwalzenwelle und ein Kettenrad 260 auf der Antriebswelle 262 der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 gezogen. Folglich dreht der Betrieb des Motors nicht nur die Zahnräder 170 und 172 (Fig. 2) in bekannter Weise, sondern auch die Vorschubwalze 200. Die Vorschubwalze 200 hat vorzugsweise eine reibungsverstärkende Oberfläche auf ihrem äußeren Umfang, beispielsweise eine gerändelte Oberfläche oder eine weiche Gummioberfläche, um das Vorratsmaterial vorzuschieben, wenn das Vorratsmaterial von der Anpreßwalze gegen die Vorschubwalze gedrückt wird.

Unter Bezugnahme auf Fig. 7A-E wird nun ein exemplarischer Ladebetrieb verdeutlicht. Wie bereits zuvor beschrieben, wird das vordere Ende des bahnförmigen Vorratsmaterials P, beispielsweise ein mehrlagiges Kraftpapier, von einer Versorgungseinrichtung gezogen und durch die Trennvorrichtung 158 (Fig. 2) passiert. Die vorderen Enden der Lagen oder Schichten werden dann wieder zusammengebracht und gefaltet in einer pfeilförmigen oder dreieckähnlichen Weise wie in Fig. 7A gezeigt ist. Das vordere Ende des Vorratsmaterials wird dann durch die Öffnung in der Rückseite des Gehäuses 112 (Fig. 1-3) unterhalb des stromaufwärtigen Endbereichs des Formgebungsglieds geschoben, um dessen spitzes Ende zwischen der Anpreßwalze 200 (Fig. 3 und 4) und der Anpreßwalze 202 zu positionieren, wie in Fig. 7B gezeigt ist. Während das so positionierte Vorratsmaterial mit einer Hand gehalten wird (falls erforderlich), kann der Bediener oder die Bedienerin seine oder ihre andere Hand benutzen, um die Schubstange 238 vorwärts zu schieben, um zu bewirken, daß die Anpreßwalze das Vorratsmaterial in Eingriff mit der Vorschubwalze hält, und daß die Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung betrieben wird, und daß die Vorschubwalze gedreht wird. Die Vorschubwalze wird das Vorratsmaterial durch den Formgebungstrichter 146 schieben, wie in Fig. 7C dargestellt ist. Wenn das vordere spitze Ende des Vorratsmaterials die Zahnräder 170 und 172 erreicht hat, wie in Fig. 7D gezeigt ist, wird das Vorratsmaterial von den Zahnrädern erfaßt und von ihnen vorgetrieben. Zu diesem Zeitpunkt kann die Schubstange freigegeben werden, wie in Fig. 7E dargestellt ist, wobei der Ladebetrieb abgeschlossen ist und die Maschine nunmehr bereit ist, um in bekannter Weise zur Formung von Polsterprodukten betrieben zu werden. Obwohl während des normalen Betriebs die Vorschubwalze 200 angetrieben wird, wann immer die Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung 128 betrieben wird, hat dies kaum Auswirkungen, da das Vorratsmaterial frei über sie hinweg passiert, wenn die Anpreßwalze 202 in eine Position bewegt wurde, wo sie nicht im Weg ist.

Es ist erwogen, daß die Maschine konfiguriert werden kann für einen anderen Betriebsmodus als den oben beschriebenen, wobei die Ladevorrichtung nur betrieben wird, um Papier zu laden und nicht während des normalen Betriebs der Maschine zur Herstellung eines Polsterprodukts. In diesem unterschiedlichen Betriebsmodus kann die Ladevorrichtung kontinuierlich während des normalen Betriebs der Maschine in Eingriff sein, um das Papier von der Papierversorgung zu ziehen.

In einem solchen unterschiedlichen Betriebsmodus könnte die Ladezufuhrvorrichtung betrieben werden, um das Vorratsmaterial in den konvergierenden Trichter mit der gleichen, einer langsameren oder einer höheren Geschwindigkeit zuzuführen, als die, mit der das geformte Vorratsmaterial durch die Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung geführt wird, wobei die Bezugnahme auf Geschwindigkeit in Beziehung zu der Vorschubrate des Polsterstreifens bei seinen jeweiligen Formungsstadien ist. Betrieb der Ladezufuhrvorrichtung mit der gleichen Geschwindigkeit wie und kontinuierlich mit der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung wäre etwas schwierig aufrechtzuerhalten. Typische Variationen des Vorratsmaterials würden höchstwahrscheinlich häufige Anpassung des Geschwindigkeitsverhältnisses der Ladezufuhrvorrichtung und der Zufuhr-/Verbindungsvorrichtung erfordern, um die gleiche Rate des Durchsatzes aufrechtzuerhalten. Betrieb der Ladezufuhrvorrichtung mit einer höheren Geschwindigkeit als die Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung würde mehr longitudinales Knittern produzieren, aber dieses resultiert in einer entsprechenden Verringerung der Ausbeute, d. h. eine größere Länge von Vorratsmaterial wäre erforderlich, um eine gegebenen Länge von Polsterprodukt zu erzeugen. Betrieb der Ladezufuhrvorrichtung mit einer langsameren Geschwindigkeit würde bei der Aufrechterhaltung einer Spannung des Vorratsmaterials helfen, um die Ausbeute durch minimalisiertes Knittern in Längsrichtung zu maximieren und weiterhin, um die Spurführung des Vorratsmaterials durch die Formgebungsvorrichtung zur Zufuhr- /Verbindungsvorrichtung zu verbessern.

Ungeachtet dieser erwogenen unterschiedlichen Betriebsart ist die Verwendung der Ladevorrichtung nur während des Ladevorgangs und nicht während der normalen Formung des Polsterprodukts im Fall des dargestellten bevorzugten Typs der Umwandlungsmaschine bevorzugt. Während der normalen Polsterformung sollte die Ladevorrichtung nicht im operativen Eingriff sein, um relativ unabhängige Passage der Lagen des Vorratsmaterials durch die Formvorrichtung aufrechtzuerhalten. Wenn die Ladevorrichtung während der normalen Polsterformung in Eingriff wäre, würden die Lagen zumindest in ihren zentralen Bereichen zusammengehalten, die zwischen der Vorschubwalze und der Anpreßwalze passieren, so daß die Lagen dazu tendieren würden, eher als eine Einheit zu knittern als unab hängig voneinander, wobei solches unabhängiges Knittern durch die Trennung der Lagen vor dem Durchgang durch die Formvorrichtung gefördert wird. Wie zuvor erwähnt, werden die Lagen vorzugsweise durch Passage durch die Trennvorrichtung voneinander getrennt.

Wenngleich die Erfindung bezüglich einer bevorzugten Ausführungsform gezeigt und beschrieben wurde, ist klar, daß äquivalente Veränderungen und Modifikationen sich für die Fachleute nach Lektüre und Verstehen der Beschreibung ergeben werden. Die vorliegende Erfindung umfaßt all diese äquiwalenten Veränderungen und Modifikationen.


Anspruch[de]

1. Polsterumwandlungsmaschine, die bahnförmiges Vorratsmaterial in ein dreidimensionales Polsterprodukt umwandelt, aufweisend:

eine Formvorrichtung (126), die das Vorratsmaterial in einen dreidimensionalen Polsterstreifen formt, wobei die Formvorrichtung (126) einen zusammenlaufenden Trichter (146) aufweist, durch den das Vorratsmaterial vorwärts bewegt wird, um es in einen dreidimensionalen Streifen zu formen, wobei der zusammenlaufende Trichter (146) ein Einlassende und ein Auslassende hat; und

ein Gehäuse (112), das die Formvorrichtung (126) umschließt;

wobei die genannte Maschine gekennzeichnet ist durch:

eine Ladevorrichtung (192) mit zusammenwirkenden Zuführelementen (200, 202), die an dem Gehäuse (112) neben dem Einlaßende (163) des zusammenlaufenden Trichters (146) befestigt sind und zwischen denen das Vorratsmaterial hindurchläuft, wenn es in den zusammenlaufenden Trichter (146) eintritt;

eine Lade-Bedien-Vorrichtung (194), die gezielt die Zuführelemente (200, 202) antreibend in Eingriff bringt, um das Vorratsmaterial von seiner Versorgung zu ziehen und das Vorratsmaterial in den zusammenlaufenden Trichter (146) zu schieben, um das Vorratsmaterial durch die Formvorrichtung (126) zu führen.

2. Polsterumwandlungsmaschine nach dem vorigen Anspruch, wobei die Zuführelemente (200, 202) in dem Gehäuse (112) für eine Relativbewegung aufeinander zu und voneinander weg befestigt sind und wobei die Zuführelemente (200, 202) antreibend in Eingriff gebracht werden, wenn sie aufeinander zubewegt werden und antreibend außer Eingriff gebracht werden, wenn sie voneinander wegbewegt werden.

3. Polsterumwandlungsmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Lade-Bedien-Vorrichtung (194) einen Bedienmechanismus (238) umfaßt, der ausstreckbar und zurückziehbar ist, um die Zuführelemente (200, 202) relativ zueinander aufeinander zu und voneinander weg zu bewegen.

4. Polsterumwandlungsmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Lade-Bedien-Vorrichtung (194) eine Vorspannungsvorrichtung (244) umfaßt, die die Lade-Bedien-Vorrichtung (194) in eine Position vorspannt, bei der die Zuführelemente (200, 202) nicht antreibend in Eingriff sind.

5. Polsterumwandlungsmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, ferner eine Zuführungsvorrichtung (128) aufweisend, die sich stromabwärts von der Formungsvorrichtung (126) befindet und die während des Normalbetriebs der Maschine den Polsterstreifen, der durch sie hindurchläuft, zuführt und wobei die Zuführelemente (200, 202) arbeiten, um das Vorratsmaterial zu der stromabwärts gelegenen Zuführvorrichtung (128) zu schieben, wenn sie antreibend in Eingriff sind und wobei die Lade- Bedien-Vorrichtung (194) ein Zustanddetektionsgerät (196) umfaßt, das arbeitet, um eine Aktivierung der stromabwärts gelegenen Zuführvorrichtung (128) für ihren Betrieb zu erzeugen, wenn die Zuführelemente (200, 202) antreibend in Eingriff sind.

6. Polsterumwandlungsmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der zusammenlaufende Trichter (146) einen durchgehenden Umfang aufweist.

7. Polsterumwandlungsmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Formvorrichtung (126) ein Formungselement (144) umfaßt, das das Vorratsmaterial in und durch den zusammenlaufenden Trichter (146) führt, und wobei das Formungselement (144) sich stromaufwärts der Zuführelemente (200, 202) erstreckt, um das Vorratsmaterial zu und zwischen die Zuführelemente (200, 202) zu führen.

8. Verfahren zum Einführen von Vorratsmaterial durch die Formungsvorrichtung einer Polsterumwandlungsmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist: Einfügen eines führenden Endabschnittes des Vorratsmaterials in ein stromaufwärts gelegenes Ende (114) des Gehäuses (112) in eine Position in der Nähe des Einlaßendes (163) des zusammenlaufenden Trichters (146); antreibendes In-Eingriff-Bringen der zusammenarbeitenden Zuführungselemente (200, 202), um das Vorratsmaterial von seiner Versorgung zu ziehen und das Vorratsmaterial in den zusammenlaufenden Trichter (146) hinein und an einem stromabwärts gelegenen Ende aus ihm heraus zu schieben.

9. Verfahren nach dem vorigen Anspruch ferner aufweisend den Schritt des Lösens des antreibenden Eingriffs der Zuführelemente (200, 202); und daraufhin des Betreibens der Maschine, um ein Polsterprodukt herzustellen, während die Zuführelemente (200, 202) nicht in Eingriff sind.

10. Verfahren nach einem der vorigen Verfahrensansprüche, wobei das Vorratsmaterial biologisch abbaubar, recyclebar und wiederverwendbar ist.

11. Verfahren nach einem der vorigen Verfahrensansprüche, wobei der genannte Einfügeschritt, der genannte Schritt des antreibenden In-Eingriff- Bringens, der genannte Schritt des Lösens des antreibenden Eingriffs und/oder der genannte Betriebsschritt ausgeführt werden können, ohne das Gehäuse (112) für einen Zugang zur Formvorrichtung (126) öffnen zu müssen.







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