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Dokumentenidentifikation DE19848123C1 30.03.2000
Titel Transversalflußmaschine mit Rotor-Sammler
Anmelder Weh, Herbert, Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c., 38116 Braunschweig, DE
Erfinder Weh, Herbert, Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c., 38116 Braunschweig, DE
DE-Anmeldedatum 20.10.1998
DE-Aktenzeichen 19848123
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.03.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.2000
IPC-Hauptklasse H02K 21/02
IPC-Nebenklasse H02K 1/27   
Zusammenfassung Die Weiterentwicklung von Transversalflußmaschinen mit Rotor-Sammler zur Erhöhung der mechanischen Belastbarkeit des Rotors erfolgt durch Anwendung ringförmiger Teile innerhalb des Sammlerbereichs. Bei Verwendung von gestanzten Blechteilen ist die Anordnung von zwei dünnen Stegen und einer Unterteilung der Permanentmagnete in drei Einheiten vorgesehen. Eine weitere Möglichkeit besteht bei Anordnung von Sammlern mit vertikalen und horizontalen Spaltbereichen in der äußeren Abstützung durch nichtmagnetisches Konstruktionsmaterial. Durch die beschriebenen Maßnahmen wird die elektromagnetische Funktion nicht beeinträchtigt und eine zweckmäßige Formgebung des Magnetkreises begünstigt.

Beschreibung[de]

Elektromagnetisch und mechanisch günstige Ausführungen sind eine wichtige Voraussetzung für die vorteilhafte Entwicklung von Antriebsmerkmalen bei elektrischen Maschinen. In mehreren Patenten zur zweckmäßigen Gestaltung des magnetischen Kreises, bestehend aus Stator und Rotorelementen, konnten Bauformen für kleinere und größere Maschinenabmessungen sowie mittlere und hohe Umfangsgeschwindigkeiten beschrieben werden. Von genereller Bedeutung für die elektromagnetische Wirksamkeit mit Blick auf hohe Kraftdichten erweist sich die Anwendung der Magnetfeld-Erregereinrichtung in Form von Flußkonzentratoren oder Sammlern. Sie lassen sich bekanntlich bei der Transversalflußmaschine sowohl rotierend (Rotor-Sammler) oder stationär (Stator-Sammler) einsetzen. Im letzteren Fall entsteht die Variante mit passivem Rotor, die als gezahntes Blechpaket und damit sehr geschwindigkeitstauglich ausführbar ist. Gegenüber der Anordnung mit Rotor-Sammler entsteht somit aus mechanischer Sieht ein deutlicher Vorteil. Das Konzept ist allerdings mit dem Nachteil verbunden, daß eine höhere Permanentmagnet-Masse erforderlich ist. Für die Anwendung bei mittleren Umfangsgeschwindigkeiten behält deshalb die Maschinenvariante mit Rotor- Sammler ihre Bedeutung.

Eine zweckmäßige Ausführung des Rotor-Sammlers kann nicht ohne Berücksichtigung der Herstellungstechniken erfolgen. Darüber hinaus müssen die elektromagnetischen Bedingungen zur Erzeugung hoher Kraftdichte einschließlich der Magnetkreisformgebung in Betracht gezogen werden.

Als Bezugspunkt für den Stand der Technik kann DE 37 05 089 A1 gelten, wo z. B. nach Fig. 4 an einer zentralen Rotorscheibe vier Sammlereinheiten für eine zweisträngige Maschinenanordnung axial durch eine Bolzenverspannung befestigt sind. Die Abstützung der radial wirkenden Fliehkräfte erfolgt hier über Form- und Reibungsschluß auf parallel zu den Sammlerteilen angeordnete Ringe aus Fasermaterial (GFK) und auf die zentrale Rotorscheibe. Eine in Umfangsrichtung verlaufende geschlossene Verbindung ist innerhalb der Sammlerquerschnitte nicht vorgesehen. Die mechanische Belastbarkeit in Umfangsrichtung wird somit durch die Grenzen der axialen Vorspannung und die sorgfältige Ausführung der miteinander verbundenen Teile sowie die Festigkeit der GFK-Struktur limitiert. Eine Steigerung der mechanischen Belastbarkeit bedeutet jedoch eine mögliche Anwendung für höhere Umfangsgeschwindigkeiten des Sammlerrotors und eine höhere Lebensdauer der Maschine.

Weiter sind aus FR 2 629 286 A1 und JP 63-140 644 A Rotoren für elektrische Maschinen bekannt, bei denen die radial stehenden Permanentmagnete in taschenförmige Aussparungen der Rotorbleche eingesetzt werden, um die Permanentmagnete gegen die Fliehkraftbeanspruchung abzusichern. Der Rotoraufbau entspricht aber in beiden Fällen der für Innenläufer bekannten Form, wonach die Rotorbleche auf der Welle befestigt sind. Bei Transversalflußmaschinen liegen jedoch andere Verhältnisse vor, die die Übertragung dieser Bauform nicht ohne weiteres zulassen, denn hier wird die ringförmige Erregeranordnung an seitlichen Rotorscheiben befestigt. Bei dem aus der DE 42 00 239 A1 bekannten Rotor für eine Transversalflußmaschine werden die Permanentmagnete bei der Montage in taschenförmige Aussparungen des Rotorblechpakets eingeklebt. Anschließend wird aber das Rotorblechpaket innen und außen überdreht, so daß keine durchgehenden, magnetisch leitfähigen Materialanteile stehenbleiben.

Zu den Funktionsvoraussetzungen zählt die Anwendung von ferromagnetischem Material zwischen den Permanentmagneten, wobei zur Beschränkung der Eisenverluste eine Schichtung durch Blechelemente vorzusehen ist. Darüber hinaus ist auch der Einsatz von Eisenpulver-Preßteilen denkbar. Unter Berücksichtigung dieser bekannten Techniken besteht somit die erfindungsgemäße Aufgabe darin, zusätzlich eine Verbesserung der mechanischen Belastbarkeit der Rotorstruktur, insbesondere gegenüber der dominierenden Fliehkraftbeanspruchung zu erreichen, ohne daß die elektromagnetische Wirksamkeit etwa durch Inanspruchnahme eines vergrößerten Luftspaltes oder der Beanspruchung nennenswert größerer Abmessungen des Sammlers und ähnliches geschwächt wird.

Die Erfindung wird durch die ausführliche Beschreibung der wesentlichen Zusammenhänge und durch die folgenden Bilder dargestellt:

Fig. 1a zeigt einen Ausschnitt aus der Querschnittsdarstellung mit den Magnetkreisteilen von Stator und Rotor.

Fig. 1a' zeigt die dem Sammler-Rotor zugeordnete Weicheisen-Blechronde.

Fig. 1b stellt einen Ausschnitt aus der axialen Schnittdarstellung der Transversalflußmaschine mit einteiligem Rotor und vier Sammlerringen dar und ist Stand der Technik.

Fig. 2a zeigt den Ausschnitt aus der Querschnittsdarstellung mit den Magnetkreiselementen von Stator und Rotor.

Fig. 2a' zeigt das dem Sammler zugeordnete Weicheisen-Blechgitter

Fig. 2b stellt den Ausschnitt aus der Maschinendarstellung in Achsrichtung dar; Sammleranordnung mit Innenstegen.

Fig. 3 Axialschnittdarstellung einer Transversalflußmaschine; äußere Abstützung der Sammler durch nichtmagnetisches Material.

Fig. 4a Darstellung eines Teils eines Magnetkreises mit Rotorscheibe; Begrenzung des flußführenden Teils und Ineinandergreifen von Rotorscheibe und Sammlerteilen.

Fig. 4b Linearisierte Draufsicht auf die Sammleranordnung von Fig. 4a.

Wie bereits erwähnt, zielt die Erfindung auf eine Weiterentwicklung der Maschineneigenschaften, insbesondere in mechanischer Hinsicht. Es soll eine höhere mechanische Belastbarkeit der Sammlerbauform bei Anwendung im Rotor erreicht werden, ohne daß die elektromagnetische Wirksamkeit durch ungünstige Feldführung oder durch Anwendung größerer Abmessungen beeinträchtigt wird. Damit scheidet z. B. auch die Anwendung von Bandagen im Luftspaltbereich aus, da diese zu einer Vergrößerung des Spaltes führen. Das Ziel, die mechanischen Verbesserungen mit der bestmöglichen elektromagnetischen Wirksamkeit zu verbinden, steht wiederum im Einklang mit der Weiterentwicklung des Transversalflußprinzips hin zu einer wirtschaftlichen Materialnutzung.

Um die durch die Rotation verursachte Fliehkraftbelastung der Magnete wenigstens zu einem guten Teil direkt innerhalb des Sammlerbereiches aufnehmen zu können, ist eine ringförmige Struktur zu schaffen, die eine radiale Abmessung von einigen Millimetern aufweist. Es ist leicht nachprüfbar, daß jedoch mit einem Ringanteil dieser Abmessung zumal dann Krafteinbußen zu erwarten sind, wenn diese Ringstruktur aus ferromagnetischem Material besteht und am luftspaltnahen Teil des Sammlers angeordnet wäre. Hierbei würde ein Teil des Magnetfeldes in einer Art magnetischem Kurzschluß gefangen sein und nicht den Weg zur Ankerwicklung finden.

Zur Charakterisierung des Standes der Technik zeigt die Fig. 1a in Übereinstimmung mit DE 37 05 089 A1 im Querschnitt die hauptsächlichen Magnetkreiselemente. Die im Axialschnitt in Fig. 1b dargestellte Maschinenhälfte vermittelt die Form des Magnetkreises mit der zweigeteilten Wicklung der Ankerspulen W1' und W1" sowie den Sammlerringen und S1a und S1b des Rotors. Die Stator-Eisenelemente E' und E" schließen den Magnetkreis, der durch die ferromagnetischen Teile SE zwischen den Permanentmagneten P eine hohe magnetische Leitfähigkeit besitzt. Sie wird in der in der Fig. 1a gezeichneten Stellung im wesentlichen durch die Größe des Luftspaltes zwischen Statorelementen und Rotor begrenzt.

Mit der Welle W verbunden ist die zentrale Rotorscheibe RS, mit der die Sammlerringe S1a, S1b, S2a und S2b über Schraubbolzen Bo verspannt sind. Die Bolzen befinden sich im Mittelbereich der ferromagnetischen Teile SE, da dort eine geringe magnetische Belastung gegeben ist. Die vier Ringe R1a, R1b, R2a und R2b (letztere nicht gezeichnet) bestehen aus unmagnetischem Material hoher Festigkeit und sind z. B. aus faserverstärktem Kunststoff hergestellt. Mit den Permanentmagneten P der Sammlerringe S1a und S1b (der linken Seite) entsteht eine formschlüssige Verbindung, die gegenüber radial gerichteten Kraftkomponenten Spannungen in Umfangsrichtung aufnehmen kann. Voraussetzung für eine sichere Funktion ist die über die Spannbolzen Bo erzeugte Vorspannung. Nur so kann die im Sammler-Bereich entstehende Fliehkraft der Elemente P und SE auf die Ringe R übertragen werden.

Dem Erfindungsgedanken liegt die Zielsetzung zugrunde, bereits innerhalb der Elemente P und SE der Sammler in Umfangsrichtung durchgehende Ringkörper zu schaffen, die einen Teil der Fliehkraftwirkungen durch Spannungen in Umfangsrichtungen übernehmen. Es ist hierbei zu beachten, daß bei Einsatz der Rotoren im mittleren Geschwindigkeitsbereich von etwa 20 m/s die zur Aufnahme der Rotorfliehkräfte notwendige Ringdicke bei Verwendung von Stahl als Ringmaterial sehr gering ist. Wird als zulässige Spannung im lamellierten Eisen ein Grenzwert von 100 N/mm2 angesetzt, so zeigt die Rechnung, daß die erforderliche radiale Höhe des Ringteils nur etwa ein Dreißigstel der gesamten Sammlerhöhe sein muß. Bei einer radialen Sammlerhöhe von 3 cm ergibt sich so die erforderliche Ringdicke zu 1 mm.

Es kann weiter gezeigt werden, daß bei einer Unterteilung der radialen Magnetabmessungen entsprechend Fig. 2a in drei Teile P', P", P''', unter Anwendung von zwei Stegen G2', G2", diese aus elektromagnetischer Sicht bis zu 1,5 mm Dicke aufweisen dürfen. Hierbei ist angenommen, daß die Permanentmagnete P in Umfangsrichtung magnetisiert sind und eine Dicke von etwa 10 mm aufweisen. Eine Berechnung der kraftbildenden Wirkung zeigt, daß durch die Anordnung der Innenstege die Schwächung der Kraftdichte im oberen Bereich der Wicklungsdurchflutung unter einem Wert von 3% liegt. Der relativ kleine Einfluß der Steganordnung im Sammler folgt daraus, daß die angrenzenden Magnete sich in ihrer schwächenden Wirkung auf den Erregerfluß großenteils gegenseitig aufheben. Darüber hinaus entwickelt der Innensteg auch den positiven Effekt, die magnetische Leitfähigkeit für die Ankerflußkomponente zu vergrößern und damit die kraftbildende Wirkung der Ankerströme zu unterstützen.

Wie Fig. 2a' zeigt, entsteht gegenüber Fig. 1a' der zusätzliche Vorteil, daß die zum Aufbau des Sammlers notwendigen Schritte in der Herstellung sich vereinfachen. Es wird von einem durch Stanzen mit maßgenauer Herstellung erzeugten Blechgitter in Rondenform (siehe Fig. 2a') ausgegangen, während für den Sammler nach Fig. 1a die Blechronden mit zunächst größeren Außenmaßen gestanzt und erst nach der Kombination mit den Permanentmagneten das Läuferblech durch Abdrehen auf das Endmaß gebracht wird.

Zu erwähnen ist allerdings, daß bei den Innenstegen G2' und G2" die Blechronden mindestens einen Schlitz zur Vermeidung von Ringströmen aufzuweisen haben. Eine symmetrische Verteilung der Schlitze am Umfang sowie eine entsprechende Isolation zwischen den einzelnen Blechelementen sorgt für einen unwucht und eisenverlustarmen Betrieb des Rotors. Auch mit Blick auf eine minimale Wirkung der magnetischen Reaktionskräfte bei der Montage erfüllt die ferromagnetische Struktur nach Fig. 2a' ihre Aufgabe. Es ist offensichtlich, daß in mechanischer Hinsieht für Betrieb und Montage eine Anordnung von zwei gegenüber nur einem Steg wesentliche Vorteile aufweist. So würde z. B. eine Zusammenlegung von zwei Stegen der Dicke von je 1,5 mm zu einem einzigen Steg der Dicke 3 mm einen wesentlich größeren Kraftdichteabfall als 3% zur Folge haben.

Für eine robuste Ausführung des Rotors bietet das beschriebene Verfahren im Vergleich zu den Möglichkeiten des Maschinenaufbaus nach Fig. 1 dadurch eine bedeutende Verbesserung, als die axiale Vorspannung durch die Schraubbolzen Bo nicht über 4 Sammlereinheiten hinweg erzeugt werden muß. Der Aufbau nach Fig. 2 gibt die Möglichkeit einer Unterteilung in mehrere Einzelrotoren mit einer entsprechenden Reduktion der Länge. Hierdurch und durch die Anwendung der Innenstege läßt sich die aufzubringende axiale Preßkraft gleichmäßiger verteilen und die Bolzenkraft reduzieren. Es entsteht eine Reduktion der erforderlichen Bolzenquerschnitte und eine erhöhte Sicherheit gegenüber lokalen Fertigungsunterschieden.

Das nach Fig. 2 beschriebene Verfahren kann auch zur günstigeren Dimensionierung der Rotorelemente RSm, RS1, RS2 usw. herangezogen werden. Die Ringelemente sind hierbei weniger zur Aufnahme von Fliehkraftspannungen, sondern mehr mit Blick auf die axiale Vorspannung und die Momentenübertragung zu bemessen.

Der dem Robustheitsgedanken entsprechende Vorschlag der Magnetkreisunterteilung und die Vergrößerung der Anzahl der Rotorteile ist zwar bereits in der älteren DE 198 00 667 C1 vorgesehen, tritt dort aber in Verbindung mit dem passiven Rotor und dem Statorsammler auf. Es wird hier auf die Variante des Rotorsammlers abgehoben, so daß der Vorschlag in Kombination mit den Innenstegen zu verstärkter Wirkung gelangt. Das Verbindungselement V1 wird analog dem Verfahren beim Statorsammler mit einer Zahnung im Bereich von E' und E" versehen, überträgt die inneren Umfangskräfte nach außen und ist Grundlage für die interne Kompensation der Normalkraftkomponenten des Magnetkreises. Die in zwei Einheiten W1' und W1" unterteilte Wicklung wird im Mittelbereich über den Wicklungsträger, der den Kühlkanal Kü aufweist, intensiv gekühlt. Es sei auch bemerkt, daß die Fliehkrafttauglichkeit des Sammlers auch dadurch weiter gestärkt werden kann, daß die Blechlamellen ganz oder teilweise aus Material erhöhter Festigkeit bzw. geringerem Si-Gehalt hergestellt werden können. Diese Verfahrensvariante ist elektromagnetisch deshalb ausführbar, weil die Sammleranordnung mit Ausnahme der Randzonen mit nur geringer Flußdichte beaufschlagt wird, und die spezifischen Eisenverluste niedrig sind.

Nach Fig. 2 ist ersichtlich, daß die Magnetkreisform zu einer vorteilhaften Begrenzung der radialen Höhe des Magnetkreises führt, dabei aber eine gewisse axiale Vergrößerung der Abmessungen hinzunehmen ist. Für die Anwendung ist die axiale Länge meist weniger einflußreich, während eine Beschränkung der radialen Ausdehnung zu einer Vergrößerung des wirksamen Durchmessers genutzt werden kann und damit in die Leistungsfähigkeit der Maschine eingeht.

Dem Erfindungsgedanken entsprechend ist in Fig. 3 ein Maschinen-Axialschnitt gezeichnet, der eine weitere Möglichkeit der direkten Aufnahme von Fliehkraftwirkungen der Sammlerelemente darstellt. Auch hierbei ist der Weg beschritten, die radial gerichteten Kraftkomponenten der Sammlerelemente SE und P innerhalb des feldführenden Bereichs durch ringförmige Elemente begrenzter radialer Höhe aufzunehmen. Insbesondere für Eisenelemente SE, die nach dem Pulverpreßverfahren hergestellt werden, eignet sich das dargestellte Verfahren. Der magnetische Kreis der Statoranordnung ist hier durch ungleiche Eisenelemente E' und E" so geteilt, daß die Sammler Sa und Sb mit einem vertikalen und horizontalen Spaltbereich angrenzen. Auf den Stator (Gehäuse Ha) und die Welle W bezogen heben sich die gegensinnig gerichteten axialen Kräfte jeweils auf. Wie die Wicklungsführung andeutet, ist Wa" die Wicklungsrückführung von Wa'. Der innere Statorkörper Hi ist über E", E' und das Verbindungselement V mit dem Gehäuse Ha verbunden und läßt zu, daß die vorgefertigten Wicklungsspulen Wa' und Wb' axial eingeschoben und befestigt werden. Durch eine entsprechende Unterteilung in tangentialer Richtung kann z. B. eine zweisträngige Anordnung realisiert werden.

Bei einer in vier Quadranten geteilten Anordnung ist eine vollständige Symmetrie der radial wirkenden Kraftkomponenten mit ihren pulsierenden Kraftanteilen und damit ein ruhiger Lauf der Maschine erzielbar.

Die Rotorscheiben RSa und RSb bestehen z. B. aus nichtmagnetischem Werkstoff und sind so ausgebildet, daß sie größtenteils innerhalb der axialen Sammlerabmessung die von den Sammlerkomponenten ausgehenden radial wirkenden Kräfte durch Umfangsspannungen aufnehmen.

Zur Verdeutlichung der Gliederung sind in Fig. 4a und Fig. 4b die wichtigsten Bauteile gezeichnet. Der Sammler S und die Rotorscheibe RS haben im Berührungsbereich eine sich entsprechende Form. Für die Statorelemente E" wird die axiale Abmessung zu r gewählt; ebenso groß ist die vertikale Abmessung der Eisenelemente E'. Bei gleicher tangentialer Abmessung ergeben sich hierbei gleiche Felddichten in E' und E". Zur Aufnahme der von den vorgefertigten Teilen P und SE verursachten radialen Kraftkomponenten sind im scheibenförmigen Rotorkörper RS die axiale Fortsetzung RSr der Dicke dR und darüber hinaus auch der dreieckförmige Bereich RSs vorgesehen. Weiter dient das Ringelement RSe gemeinsam mit dem dreieckförmigen Ringanteil RSs zur Sicherung gegenüber axialen Bewegungen der Rotorelemente SE und P. Zusätzlich wird auch die Montierbarkeit der Sammlerkomponenten ermöglicht. Zur direkten Aufnahme der Umfangskräfte empfiehlt sich, wie in Fig. 4b angedeutet, eine ungleiche axiale Länge der Einzelelemente SE und P und eine analog gewählte Zahnstruktur von RS. Ähnliches gilt auch für die Anordnung nach Fig. 2.

Die durch das magnetisch passive Material ermöglichte Fliehkraftabstützung folgt der in Fig. 4a eingezeichneten gestrichelten Bemessungsgrenze, für die der Radius r mit dem Viertelkreis dem Gedanken einer gleichmäßigen magnetischen Beanspruchung des Sammlerbereichs entspricht. Im übrigen wird, wie das Bild zeigt, davon Gebrauch gemacht, daß der im oberen Bereich mechanisch genutzte Raum den Außendurchmesser der Maschine nicht nennenswert über die Magnetkreisabmessung hinaus vergrößert. Ähnlich wie bei den Innenstegen kann die radiale Abmessung dR des äußeren Rotoransatzes RSr auf wenige Millimeter bzw. auf einen kleinen Bruchteil der radialen Sammlerabmessung begrenzt werden, wenn belastbares Fasermaterial zum Einsatz kommt und die für die elektromagnetischen Verhältnisse geeigneten Umfangsgeschwindigkeiten nicht überschritten werden. Eine Beschränkung von dR auf Werte von weniger als 25% der radialen Abmessung der Sammlerelemente deckt die praktischen Bedürfnisse ausreichend ab. Die Entwurfsvoraussetzung eines möglichst geringen Eingriffs in das Wirkungsvolumen des Magnetkreises und die Festlegung des Außendurchmessers ist dabei offensichtlich gewahrt.

Es kann davon ausgegangen werden, daß die gewählte Formgebung nach Fig. 4 und die beschriebenen Maßnahmen zur Befestigung der Sammlerelemente zu einer nennenswerten Leistungssteigerung von Transversalflußmaschinen mit Rotorsammlern beiträgt.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrische Maschine mit im wesentlichen transversalen Magnetkreisen, umfassend
    1. 1. einen Stator mit Ankerspulen (W', W"), deren magnetisierende Wirkung von den in Umfangsrichtung verlaufenden Spulenteilen ausgeht, und mit im doppelten Abstand der Polteilung angeordneten, lamellierten Eisenelementen (E', E"),
    2. 2. einen Rotor mit Rotorscheiben (RS), die auf einer Welle (W) befestigt sind und mit denen eine ringförmige Erregeranordnung in Sammleranordnung verbunden ist, die sich aus radial zur Welle (W) stehenden, in Umfangsrichtung mit wechselnder Polarität magnetisierten Permanentmagneten (P) und zwischen diesen angeordneten Eisenelementen (SE) zusammensetzt, wobei die radiale Abmessung der Erregeranordnung größer als sie Polteilung ist und je eine Seite der Erregeranordnung im Abstand eines Luftspaltes den Eisenelementen (E', E") des Stators gegenübersteht,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. die Eisenelemente (SE) innerhalb der flußführenden Breite der Erregeranordnung in Umfangsrichtung durch mindestens einen durchgehenden, magnetisch leitfähigen Materialanteil (G2', G2"), dessen axiale Ausdehnung mindestens der halben axialen Breite der Erregeranordnung entspricht, miteinander verbunden sind, und
    2. 2. die radiale Stärke des Materialanteils (G2', G2") an seiner engsten Stelle geringer ist als ein Viertel der radialen Abmessung der Erregeranordnung.
  2. 2. Elektrische Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Eisenelemente der Erregeranordnung verbindende Materialanteil (G2', G2") aus zwei im radial inneren Bereich liegenden, radial 1 bis 2 mm starken Trennstegen (G2', G2") besteht, so daß der Eisenanteil der Erregeranordnung durch gemeinsame Formgebung von Blechlamellen hergestellt werden kann, und die Permanentmagnete (P) jedes Pols aus drei Teilen etwa gleicher Größe bestehen, die in die durch die Trennstege (G2', G2") gebildeten Aussparungen einsetzbar sind.
  3. 3. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei getrennte, durch die Welle (W) mechanisch verbundene Erregeranordnungen je Magnetkreis vorhanden sind und die radiale Höhe des Magnetkreises durch die radiale Abmessung der Erregeranordnung und die radiale Ausdehnung der Eisenelemente (E', E") des Stators bestimmt wird.
  4. 4. Elektrische Maschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenelemente (Sa, Sb) der Erregeranordnung axial länger als die Permanentmagnete (P) sind und in einem seitlichen Randbereich eine Ausformung aufweisen, die in eine entsprechende Ausformung der Oberfläche der Rotorscheibe (RSa, RSb) eingreift.
  5. 5. Elektrische Maschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkreis des Stators und die Ankerspulen (W', W") am Umfang in mehrere Bereiche oder Einheiten unterteilt ist/sind, so daß zwei- oder mehrsträngige Anordnungen mit zwei Erregeranordnungen entstehen.






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