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Vorrichtung zur Abtastung von Vorlagen - Dokument DE19936621A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19936621A1 06.04.2000
Titel Vorrichtung zur Abtastung von Vorlagen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Lange, Helmut, 24232 Schönkirchen, DE;
Heuer, Axel, 24253 Fahren, DE;
Gebhardt, Axel, 24248 Mönkeberg, DE;
Lassen, Bernd, 24248 Mönkeberg, DE
DE-Anmeldedatum 04.08.1999
DE-Aktenzeichen 19936621
Offenlegungstag 06.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.2000
IPC-Hauptklasse H04N 1/06
IPC-Nebenklasse G02B 26/10   G03F 1/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur punkt- und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von auf einer Abtasttrommel (1) aufgespannten Vorlagen (5), bestehend aus einer Beleuchtungseinrichtung zur Erzeugung eines Belichtungsflecks (12) auf der Vorlage (5), einem Abtastobjektiv (14), einem Abtastorgan (15) und einem Vorschubsupport (17), an dem die Beleuchtungseinrichtung, das Abtastobjektiv (14) und das Abtastorgan (15) angeordnet sind. Die Beleuchtungseinrichtung weist einen in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) ausgerichteten Lichtleiter (7) mit einer Lichtaustrittsfläche (8) zur Erzeugung eines Lichtflecks (8') und optische Elemente (10, 11) zur Abbildung des Lichtflecks (8') als Beleuchtungsfleck (12) auf die Vorlage (5) auf. Mindestens ein Teilstück des Lichtleiters (7) im Bereich der Lichtaustrittsfläche (8) kann zur Feinjunstierung von optischen Strahlengängen gegenüber der Drehachse (2) mittels einer kardanischen Lagerung um kleine Winkel geneigt werden, wodurch der Beleuchtungsfleck (12) auf der Abtasttrommel (1) verschoben wird. Die als optimal gefundene Neigung des Lichtleiters (7) wird fixiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der elektronischen Reproduktionstechnik und betrifft eine Vorrichtung zur bildpunkt- und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von auf einer Abtasttrommel aufgespannten Vorlagen. Eine solche Trommelabtastvorrichtung, nachfolgend Trommelscanner genannt, kann zur Abtastung von schwarzweißen oder farbigen Vorlagen in Auflicht und/oder Durchlicht ausgebildet sein.

Ein Trommelscanner zur Abtastung von Durchsichtsvorlagen besteht beispielsweise aus einer rotierenden transparenten Abtasttrommel, auf die eine abzutastende Durchsichtsvorlage aufgespannt ist, einer Lichtquelle zur bildpunktweisen Beleuchtung der Durchsichtsvorlage und aus einem Abtastorgan mit einem Abtastobjektiv, einer Abtastblende und einem optoelektronischen Wandler zur Umwandlung des von der Durchsichtsvorlage durchgelassenen Abtastlichts in ein Bildsignal, welches die Helligkeitswerte der abgetasteten Bildpunkte repräsentiert.

Das zur bildpunktweisen Beleuchtung der Durchsichtsbildvorlage benötigte Licht wird beispielsweise von einer sich außerhalb der Abtasttrommel befindlichen Lichtquelle durch einen Lichtleiter in den hohlzylinderförmigen Innenraum der Abtasttrommel transportiert und dort mittels eines Anpassungsobjektivs und eines Umlenkspiegels als Beleuchtungsfleck auf die Durchsichtsvorlage abgebildet. Das mit dem Bildinhalt der Durchsichtsvorlage modulierte Abtastlicht gelangt durch das Abtastobjektiv in das außerhalb der Abtasttrommel befindliche Abtastorgan und wird dort durch optoelektronische Wandlung in ein Bildsignal umgesetzt.

Das Abtastorgan einerseits und die optischen Elemente andererseits sind jeweils an einem Arm eines u-förmigen Vorschubsupports befestigt, wobei der die optischen Elemente tragende Arm stirnseitig in die Abtasttrommel hineinragt.

Zur flächenhaften Abtastung der Durchsichtsvorlage bewegt sich der Vorschubsupport in Achsrichtung der rotierenden Abtasttrommel.

Um Vorlagen mit unterschiedlichen Formaten abtasten zu können, gehören in üblicher Weise zum Lieferumfang eines Trommelscanners Abtasttrommeln mit unterschiedlichen Durchmessern, die je nach Format der abzutastenden Vorlage in den Trommelscanner eingespannt werden. In diesem Fall sind zur optimalen Einstellung der Größe des Beleuchtungsflecks auf der Durchsichtsvorlage an dem Vorschubsupport Linsensysteme manuell auszutauschen, um die unterschiedlichen radialen Abstände zwischen dem zentralen Arm des Vorschubsupports und der Mantelfläche der jeweiligen Abtasttrommel auszugleichen. Zur optimalen Fokussierung des von der Durchsichtsvorlage kommenden helligkeitsmodulierten Abtastlichts auf die Abtastblende ist das Abtastorgan mit Wechselobjektiven ausgerüstet, die je nach Durchmesser der verwendeten Abtasttrommel manuell in den Strahlengang eingeschwenkt werden müssen. Die Verwendung solcher Linsensätze und Wechselobjektive ist relativ aufwendig.

Gelegentlich müssen auch noch gerätespezifische optische Feinjustierung durchgeführt werden, beispielsweise zur Kompensation von mechanischen und/oder optischen Toleranzen bei der Gerätemontage oder bei Austausch von optischen Komponenten. Diese Feinjustierungen sind besonders aufwendig, wenn in einem Trommelscanner Abtasttrommeln mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet werden.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur bildpunkt- und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von auf Abtasttrommeln aufgespannten Vorlagen derart zu verbessern, daß optische Anpassungen und Korrekturen, insbesondere bei Verwendung von Abtasttrommeln mit unterschiedlichen Durchmessern, in einfacher Weise und weitestgehend selbsttätig ausgeführt werden können.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 4 näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau eines Trommelscanners,

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für die Vorrichtungen zur axialen Verschiebung eines Lichtleiters und zur radialen Verschiebung eines Abtastobjektivs sowie die Positionierung des Lichtleiters und des Abtastobjektivs bei Verwendung einer Abtasttrommel mit kleinem Durchmesser,

Fig. 3 die Positionierung des Lichtleiters und des Abtastobjektivs bei Verwendung einer Abtasttrommel mit großem Durchmesser und

Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung zur Korrektur optischer Strahlengänge.

Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Trommelscanners. Eine transparente Abtasttrommel (1) mit beispielsweise senkrechter Drehachse (2) ist mittels einer Spannvorrichtung (3) an einen Rotationsantrieb (4) gekoppelt. Die Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) kann auch waagerecht oder in einem beliebigen Winkel zur Standfläche des Trommelscanners angeordnet sein.

Auf der Abtasttrommel (1) ist eine Durchsichtsvorlage (5) montiert. Zur Abtastung von Durchsichtsvorlagen (5) unterschiedlicher Formate werden mit Hilfe der Spannvorrichtung (3) Abtasttrommeln (1) mit unterschiedlichen Durchmessern in den Trommelscanner eingespannt. Die Spannvorrichtung (3) ist beispielsweise nach DE-GM 296 23 523 und der Rotationsantrieb nach DE-OS 196 01 524 aufgebaut.

Zur bildpunktweisen Beleuchtung der Durchsichtsvorlage (5) ist in dem hohlzylinderförmigen Innenraum der Abtasttrommel (1) eine Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) vorgesehen, die von einer sich außerhalb der Abtasttrommel (1) befindlichen Lichtquelle (6) gespeist wird. Ein von der Lichtquelle (6) erzeugter Lichtstrahl wird durch einen Lichtleiter (7) in die Beleuchtungseinrichtung transportiert und tritt durch eine Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) in Richtung der Drehachse (2) aus. Der ausgetretene Lichtstrahl (9) wird mittels eines Anpassungsobjektivs (10) in der Drehachse (2) und eines unter 45° zur Drehachse (2) angeordneten Umlenkspiegels (11) in radialer Richtung auf die Durchsichtsvorlage (5) abgelenkt, wodurch ein Lichtfleck (8') in der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) als Beleuchtungsfleck (12) auf die Durchsichtsvorlage (5) abgebildet wird.

Das von der Durchsichtsvorlage (5) durchgelassene und mit den Helligkeitswerten der abgetasteten Bildpunkte modulierte Abtastlicht (13) gelangt durch ein Abtastobjektiv (14) in ein außerhalb der Abtasttrommel (1) befindliches Abtastorgan (15) mit einer Abtastblende (16) und einem nicht dargestellten optoelektronischen Wandler, wobei Beleuchtungsfleck (12) und Abtastobjektiv (14) auf der radial zur Abtasttrommel (1) verlaufenden optischen Achse (15') des Abtastorgans (15) liegen.

In dem Abtastorgan (15) wird das Abtastlicht (13) mittels des optoelektronischen Wandlers in ein Bildsignal B zur Weiterverarbeitung umgewandelt. Abtastorgan (15) und Lichtquelle (6) sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel baulich vereinigt. Abtastobjektiv (14), Abtastorgan (15) und Lichtquelle (6) bewegen sich zur flächenhaften Vorlagenabtastung axial an der rotierenden Abtasttrommel (1) entlang.

Damit der Beleuchtungsfleck (12) bei der flächenhaften Vorlagenabtastung stets in der optischen Achse (15') des Abtastorgans (15) liegt, muß mindestens der Umlenkspiegel (11), im Ausführungsbeispiel die Beleuchtungseinrichtung mit Lichtleiter (7), Anpassungsobjektivs (10) und Umlenkspiegel (11), synchron mit dem Abtastobjektiv (14) und dem Abtastorgan (15) in Achsrichtung mitgeführt werden. Dazu ist ein u-förmiger Vorschubsupport (17) mit einem Innenarm (18) und einem Außenarm (19) vorhanden, der bei der Vorlagenabtastung von einem Vorschubantrieb (20) mit Hilfe einer Spindel (21) und eines am Vorschubsupport (17) befindlichen Mutternsegmentes (22) in Achsrichtung der Abtasttrommel (1) bewegt wird. Der Innenarm (18) des Vorschubsupports (17) ist durch den Rotationsantrieb (4) geführt, ragt stirnseitig in die Abtasttrommel (1) hinein und erstreckt sich entlang der Drehachse (2). Der Innenarm (18) trägt die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11). Der parallel zum Innenarm verlaufende Außenarm (19) des Vorschubsupports (17) trägt das Abtastobjektiv (14), das Abtastorgan (15) und die Lichtquelle (6).

Zur Abtastung von Aufsichtsvorlagen ist eine nicht dargestellte Auflichtbeleuchtung vorhanden, die einen entsprechenden Beleuchtungsfleck (12) auf der Aufsichtsvorlage erzeugt. In diesem Fall wird das von der abzutastenden Aufsichtsvorlage reflektierte, modulierte Abtastlicht (13) in dem Abtastorgan (15) in eine Bildsignal B umgesetzt.

Werden in den Trommelscanner Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern eingespannt, ändern sich der Abstand zwischen dem Umlenkspiegel (11) und der auf der Abtasttrommel (1) montierten Durchsichtsvorlage (5) sowie der Abstand zwischen der Durchsichtsvorlage (5) und der Abtastblende (16) in dem Abtastorgan (15). In diesem Fall müssen die Größe des Beleuchtungsflecks (12) auf der Durchsichtsvorlage (5) und die Fokussierung des von der Durchsichtsvorlage (5) kommenden Abtastlichts (13) auf die Abtastblende (16) korrigiert werden.

Die Größenkorrektur des Beleuchtungsflecks (12) auf der Durchsichtsvorlage (5) erfolgt in vorteilhafter Weise durch eine automatische Änderung des Abbildungsmaßstabes, mit dem der Lichtfleck (8') der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) als Beleuchtungsfleck (12) auf der Durchsichtsvorlage (5) abgebildet wird. Die Änderung des Abbildungsmaßstabes wird vorzugsweise durch Änderung des Abstandes zwischen der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) und dem ortsfest an dem Innenarm (18) befestigten Anpassungsobjektiv (10), vorzugsweise durch Verschieben des Lichtleiters (7) auf dem Innenarm (18) in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommeln (1) in axiale Arbeitspositionen Ak und Ag erreicht, die durch den Durchmesser der jeweils verwendeten Abtasttrommel (1, 1') vorgegeben sind, wodurch eine optimale Beleuchtung der Durchsichtsvorlage (5) bei Verwendung von Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern erzielt wird.

Die Nachkorrektur der Fokussierung des Abtastlichts (13) auf die Abtastblende (16) im Abtastorgan (15) erfolgt durch Änderung des radialen Abstandes zwischen der Mantelfläche der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') und dem Abtastobjektiv (14) durch Verschieben des Abtastobjektivs (14) in radiale Arbeitspositionen Bk und Bg, die durch den Durchmesser der jeweils verwendeten Abtasttrommel (1, 1') vorgegeben sind.

Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Vorrichtungen zur axialen Verschiebung des Lichtleiters (7) an dem Innenarm (18) und zur radialen Verschiebung des Abtastobjektivs (14) am Außenarm (19) des Vorschubsupports (17), sowie die Positionierung des Lichtleiters und des Abtastobjektivs bei Verwendung einer Abtasttrommel (1) mit kleinem Durchmesser.

Der Endbereich des Lichtleiters (7) mit der Lichtaustrittsfläche (8) ist von einer zylinderförmige Lichtleiterfassung (24) umhüllt, die in dem hohlzylinderförmigen Innenarm (18) des Vorschubsupports (17) gleitend gelagert ist. Zwischen einem Rezeß (25) an der Innenwand des Innenarmes (18) und der Lichtleiterfassung (24) ist eine Druckfeder (26) angeordnet. An der Lichtleiterfassung (24) ist ein radialer Finger (27) angebracht, der über ein in Richtung des Innenarmes (18) verlaufendes Zugseil (28) mit einem steuerbaren Stellantrieb (29) verbunden ist. Der Stellantrieb (29) ist beispielsweise ein Schrittmotor, der eine Seilrolle antreibt. Der Stellantrieb (29) ist vorzugsweise an dem Vorschubsupport (17) angebracht. Mittels des steuerbaren Stellantriebs (29) und des Zugseiles (28) wird die Lichtleiterfassung (24) und damit die Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) automatisch gegen die Kraft der Druckfeder (26) in eine der beiden axialen Arbeitspositionen Ak oder Ag entsprechend dem Durchmesser der momentan benutzen Abtasttrommel (1, 1'), im dargestellten Beispiel in die axiale Arbeitsposition Ak für die Abtasttrommel (1) mit kleinem Durchmesser, verschoben und dort fixiert.

Das Abtastobjektiv (14) ist auf einer Objektivhalterung (30) montiert, die mittels Führungen (31) auf eine der beiden radialen Arbeitspositionen Bk oder Bg entsprechend dem Durchmesser der momentan verwendeten Abtasttrommel (1, 1'), im dargestellten Beispiel in die radiale Arbeitsposition Bk für die Abtasttrommel (1) mit kleinem Durchmesser, mittels eines nicht dargestellten Stellantriebs verschoben und dort fixiert wird.

Fig. 3 zeigt die Positionierung des Lichtleiters (7) und des Abtastobjektivs (14) bei Verwendung einer Abtasttrommel (1') mit großem Durchmesser. In diesem Fall wird die Austrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) in die axiale Arbeitsposition Ag und die Objektivhalterung (30) mit dem Abtastobjektiv (14) in die radiale Arbeitsposition Bg verschoben.

Aus den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, daß in vorteilhafter Weise bei unterschiedlichen Durchmessern der Abtasttrommeln (1, 1') jeweils eine optimale Größe des Beleuchtungsflecks (12) und eine optimale Fokussierung des Abtastlichts (13) auf das Abtastorgan (15) erreicht wird.

Fig. 4 zeigt eine vorteilhafte Weiterbildung der Vorrichtung zur Verschiebung des Lichtleiters (7). Die Weiterbildung ist eine zusätzliche Korrekturvorrichtung für die optischen Strahlengängen in den zwei axialen Arbeitspositionen Ak und Ag der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7).

Die Korrekturvorrichtung besteht aus einer hohlzylinderförmigen Justierhülse (35), in deren Innenraum die Lichtleiterfassung (24) des Lichtleiters (7) gleitend geführt und im wesentlichen in Richtung der Drehachse (2) auf die beiden axialen Arbeitspositionen Ak und Ag verschiebbar ist.

Die Justierhülse (35) ist innerhalb des hohlzylinderförmigen Innenarm (18) des Vorschubsupports (17) durch eine kardanische Aufhängung pendelnd gelagert. Die kardanische Lagerung (36) ist beispielsweise durch einen Gummiring, beispielsweise einen O-Ring, realisiert. Durch die pendelnde Lagerung (36) kann die Justierhülse (35) um kleine Winkel geneigt werden, wodurch die Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) in einer zur Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) senkrechten Ebene in zwei Koordinatenrichtungen um kleine Beträge verschoben zwecks Durchführung von Feinjustierungen werden kann. Dadurch wird der aus der Lichtaustrittsfläche (8) austretende Lichtstrahl (9) nahezu parallel zur Drehachse (2) versetzt und der Beleuchtungsfleck (12) auf der Durchsichtsvorlage (5) derart verschoben, daß der Beleuchtungsfleck (12) in den unterschiedlichen radialen Arbeitspositionen Bk und Bg des Abtastobjektivs (14) die Abtastblende (16) in dem Abtastorgan (15) trotz vorhandener mechanischer und/der optischer Toleranzen in vorteilhafter Weise stets zentrisch und damit optimal ausleuchtet.

Die Neigung der Justierhülse (35) innerhalb des Innenarmes (18) und damit die Versetzung des Lichtstrahles (9) wird beispielsweise durch zwei Justierschrauben (37) in Verbindung mit einer Druckfeder (38) verändert und die optimale Lage durch die Justierschrauben fixiert, wobei die beiden Justierschrauben (37) und die Druckfeder (38) jeweils um 120° versetzt am Umfang der Justierhülse (35) angreifen.

In bevorzugter Weise befindet sich die Ebene der kardanischen Lagerung (36) (Kardanachse) der Justierhülse (35) in einer der axialen Arbeitspositionen Ak oder Ak der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7), beispielsweise in der axialen Arbeitsposition Ak für die Abtasttrommel (1) mit dem kleineren Durchmesser. Für diese axiale Arbeitsposition Ak wird die optimale Lage der Lichtaustrittsfläche (8) durch eine einmalige mechanische Justierung des gesamten Innenarmes (18) des Vorschubsupports (17) ermittelt, die auch bei wiederholtem Anfahren dieser ausgewählten axialen Arbeitsposition Ak erhalten bleibt. Mittels der Justierhülse (35) erfolgt somit nur das Auffinden der optimalen Lage der Lichtaustrittsfläche (8) in der anderen axialen Arbeitsposition Ag, wobei die Justierung für die ausgewählte axiale Arbeitsposition Ag erhalten bleibt, so daß eine umständliche iterative Einstellung auf beide axialen Arbeitspositionen Ag und Ak in vorteilhafter Weise entfällt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur punkt-und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von Vorlagen, bestehend aus
    1. 1. einer Abtasttrommel (1) zum Aufspannen einer abzutastenden Vorlage (5),
    2. 2. einer Beleuchtungseinrichtung zur Erzeugung eines Beleuchtungsflecks (12) auf der Vorlage (5),
    3. 3. einem Abtastobjektiv (14),
    4. 4. einem Abtastorgan (15) zur Umwandlung des mit den Inhalt der Vorlage (5) modulierten und mittels des Abtastobjektivs (14) fokussierten Abtastlichts (13) in ein Bildsignal und
    5. 5. einem Vorschubsupport (17), an dem die Beleuchtungseinrichtung, das Abtastobjektiv (14) und das Abtastorgan (15) angeordnet sind, wobei der Vorschubsupport (17) zur flächenhaften Abtastung der Vorlage (5) eine Vorschubbewegung in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß
    6. 6. die Beleuchtungseinrichtung einen im wesentlichen in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) ausgerichteten Lichtleiter (7) mit einer Lichtaustrittsfläche (8) zur Erzeugung eines Lichtflecks (8') und ein Anpassungsobjektiv (10) zur Abbildung des Lichtflecks (8') als Beleuchtungsfleck (12) auf die Vorlage (5) aufweist und
    7. 7. mindestens ein Teilstück des Lichtleiters (7) im Bereich der Lichtaustrittsfläche (8) zur Feinjustierung von optischen Strahlengängen gegenüber der Drehachse (2) um kleine Winkel neigbar gelagert ist, wodurch der Beleuchtungsfleck (12) auf der Abtasttrommel (1) verschoben wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Teilstück des Lichtleiters (7) mittels einer kardanischen Aufhängung (36) pendeln gelagert ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (37, 38) vorhanden sind, mit denen die optimale Neigung des Lichtleiters (7) fixierbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Korrektur der Größe des Beleuchtungsflecks (12) bei Verwendung von Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern mindestens ein Teilstück des Lichtleiters (7) im Bereich der Lichtaustrittsfläche (8) gegenüber dem Anpassungsobjektiv (10) auf durch den jeweiligen Durchmesser der Abtasttrommel (1, 1') vorgegebene axiale Arbeitspositionen (Ak, Ag) in Richtung der Drehachse (2) verschiebbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene der kardanischen Lagerung (36) in einem der axialen Arbeitspositionen (Ak, Ag) liegt.
  6. 6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. die Abtasttrommel (1) zur Abtastung von Durchsichtsvorlagen (5) transparent ausgebildet ist,
    2. 2. der verschiebbare Vorschubsupport (17) zwei parallel zur Drehachse verlaufende Arme (18, 19) aufweist, von denen ein Arm (18) mittig von der Stirnseite in die Abtasttrommel (1, 1') hineinragt,
    3. 3. der eine Arm (19) das Abtastobjektiv (14) und das Abtastorgan (15) und der andere Arm (18) die Beleuchtungseinrichtung zur Erzeugung des Beleuchtungsflecks (12) trägt und
    4. 4. die Beleuchtungseinrichtung zusätzlich einen quer zur Drehachse (2) orientierten Umlenkspiegel (11) aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. ein Endbereich des Lichtleiters (7) an der Lichtaustrittsfläche (8) von einer zylindrischen Lichtleiterfassung (24) umhüllt ist,
    2. 2. die Lichtleiterfassung (24) im Innenraum einer hohlzylinderförmigen Justierhülse (35) auf die axialen Arbeitspositionen (Ak, Ag) verschiebbar gelagert ist,
    3. 3. zumindest der den Lichtleiter (7) tragende Arm (18) des Vorschubsupports (17) bereichsweise hohlzylinderförmig ausgebildet ist,
    4. 4. die Justierhülse (35) in dem hohlzylinderförmigen Innenraum des Armes (18) mittels der kardanischen Lagerung (36) um kleinen Winkeln um die Drehachse (2) pendelt gelagert ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. der Lichtleiter (7) mittels einer Vorrichtung (26, 27, 28) verschiebbar ist und
    2. 2. die Vorrichtung (26, 27, 28) durch einen Stellantrieb (29) betätigbar ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (29) an dem Vorschubsupport (17) angebracht ist.
  10. 10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) tragende Arm (18) des Vorschubsupports (17) als Innenarm stirnseitig in die jeweilige Abtasttrommel (1, 1') hineinragt.
  11. 11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. die jeweilige Abtasttrommel (1, 1') mittels einer Spannvorrichtung (3) in die Abtastvorrichtung einspannbar ist,
    2. 2. die Spannvorrichtung (3) durch einen Rotationsantrieb (4) rotatorisch antreibbar ist und
    3. 3. der Innenarm (18) des Vorschubsupports (17) durch den Rotationsantrieb (3) und die Spannvorrichtung (3) in die jeweilige Abtasttrommel (1, 1') geführt ist.
  12. 12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) über den Lichtleiter (7) von einer an dem Vorschubsupport (17) befindlichen Lichtquelle (6) gespeist wird.
  13. 13. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1. das Abtastobjektiv (14) auf einer in Richtung der optischen Achse (15') verschiebbar gelagerten Objektivhalterung (30) montiert ist und
    2. 2. die Objektivhalterung (30) mit Abtastobjektiv (14) zur Korrektur der Fokussierung des Abtastlichts (13) auf das Abtastorgan (15) bei Verwendung von Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern in eine durch den Durchmesser der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') bestimmte radiale Arbeitsposition (Bk, Bg) verschoben wird.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Objekthalterung (30) mittels eines Stellantriebs verschoben wird.
  15. 15. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (2) der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') unter einem beliebigen Winkel zur Standfläche der Abtastvorrichtung ausgerichtet ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (2) der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') senkrecht zur Standfläche der Abtastvorrichtung ausgerichtet ist.






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