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Dokumentenidentifikation DE19652597C2 13.04.2000
Titel Pfahl aus Stahlblech für Drahtrahmen im Wein- und Obstbau
Anmelder Reisacher, Raimund, Dr.-Ing., 67117 Limburgerhof, DE
Erfinder Reisacher, Raimund, Dr.-Ing., 67117 Limburgerhof, DE
Vertreter Fischer, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 18.12.1996
DE-Aktenzeichen 19652597
Offenlegungstag 25.06.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2000
IPC-Hauptklasse A01G 17/04
IPC-Nebenklasse A01G 17/14   

Beschreibung[de]

Der Anspruch 1 des Hauptpatentes 196 29 023 betrifft einen Pfahl aus Stahlblech für Drahtrahmen im Wein- oder Obstbau, mit in etwa U-förmigem Querschnitt und an den Schenkeln des U-Profils angeordneten außenliegenden Haken, die durch Ausstanzen unter Bildung eines Stanzloches und Formbiegen von Zungen aus dem Stahlblech gebildet sind, wobei Einfachhaken und Doppelhaken vorgesehen sind und der jeweilige Haken eine aus dem Schenkel des U-Profils heraus ansteigende Flanke aufweist, die in die etwa parallel zu den Schenkeln verlaufende Zunge übergeht, wobei die Zunge zum offenen Ende des Hakens hin ein verbreitertes Hakenteil aufweist, dem ein verjüngter Abschnitt des Stanzloches gegenüberliegt.

Der Zweck des gegenüber dem Stanzloch verbreiterten Hakenteils besteht im wesentlichen darin, den Pfahl so auszubilden, daß die Haken bei Schlägen nur so weit zugebogen werden können, daß deren Zunge nicht in das Stanzloch eingedrückt wird und somit plastische Deformationen gering bleiben, und zugebogene Haken manuell oder maschinell leicht wieder geöffnet werden können.

Dem vorliegenden Zusatzpatent liegt die Aufgabe zugrunde, die mit dem Hauptpatent geforderte Verbreiterung des Hakenteils gegenüber dem Stanzloch auf fertigungstechnisch einfache Art und Weise zu verwirklichen.

Diese Aufgabe wird gemäß einer ersten Ausführungsform dadurch gelöst, daß das Stanzloch an dem Schenkel des U-profils durch einen Präge-, Quetsch- oder Profiliervorgang verkleinert ist.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der ausgeformte Haken durch einen Präge- oder Quetschvorgang verbreitert ist.

Bei der ersten Ausführungsform ist es vorteilhaft, wenn der den Haken tragende Schenkel an einer oder beiden Längskanten des Hakens im Bereich des Stanzloches eingedrückt ist.

Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Es zeigen,

Fig. 1 eine Teilansicht eines Pfahles mit einem Haken im Aufriß gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 2 eine entsprechende Ansicht des Pfahles gemäß einer Variante der ersten Ausführungsform,

Fig. 3 eine entsprechende Ansicht des Pfahles gemäß einer zweiten Variante der ersten Ausführungsform,

Fig. 4 eine Ansicht des Pfahles gemäß einer dritten Variante der ersten Ausführungsform,

Fig. 5 eine Ansicht des Pfahles gemäß einer zweiten Ausführungsform,

Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie D-D in Fig. 5 bei offenem Haken und

Fig. 7 einen entsprechenden Schnitt bei zugeschlagenem Haken.

Ein derartiger Pfahl 1 wird in das Erdreich eingesetzt, wobei sein Querschnitt in etwa U-förmig ist.

Der Haken 3 wird durch Ausstanzen und Formbiegen aus den Schenkeln 6 herausgeformt.

Bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 ist am unteren Ansatz des Hakens 3 eine Sicke 9 ausgeformt, an die sich die Flanke 7 und Zunge 8 des Hakens anschließt. Durch seitliches Eindrücken der Kante 26 des Schenkels 6 wird das Stanzloch 17 an der einen Längskante 24 in der Breite verringert, so daß die Zunge 8 nicht durch das Stanzloch 17 hindurchgedrückt werden kann.

Bei deren Variante nach Fig. 2 wird der Schenkel 6 im Bereich der einen Längskante 24 nach innen geformt, und zwar durch Fließpressen an der parallel zur Längskante 24 verlaufenden Linie 27.

Die Fig. 3 zeigt eine zweite Variante der Ausführungsform gemäß Fig. 1, indem noch zusätzlich die rechte Längskante 24 eingedrückt wird. Demgemäß ist auch die dritte Variante nach Fig. 4 eine Abwandlung der ersten Variante nach Fig. 2, indem zusätzlich eine Verringerung der Breite des Stanzloches 17 an einer rechten Drucklinie 27 erfolgt.

Bei der zweiten Ausführungform nach den Fig. 5 bis 7 wird die Zunge 8 durch einen Präge- oder Quetschvorgang verbreitert, und es ergibt sich hierbei die Verbreiterung 25. Die Verbreiterung 25 kann dadurch erzielt werden, daß an einer Drucklinie 28 die Verformung vorgenommen wird und sich somit die Verbreiterung 25 durch Fließpressen ergibt.


Anspruch[de]
  1. 1. Pfahl (1) aus Stahlblech für Drahtrahmen im Wein- oder Obstbau, mit in etwa U-förmigem Querschnitt und an den Schenkeln (6) des U-Profils angeordneten außenliegenden Haken (3), die durch Ausstanzen unter Bildung eines Stanzloches (17) und Formbiegen von Zungen (8) aus dem Stahlblech gebildet sind, wobei Einfachhaken und Doppelhaken vorgesehen sind und der jeweilige Haken (3) eine aus dem Schenkel (6) des U- Profils heraus ansteigende Flanke (7) aufweist, die in die etwa parallel zu den Schenkeln (6) verlaufende Zunge (8) übergeht, wobei die Zunge (8) zum offenen Ende (Hakenspitze 18) des Hakens (3) ein verbreitertes Hakenteil (19) aufweist, dem ein verjüngter Abschnitt (22) des Stanzloches (17) gegenüberliegt (nach Patent 196 29 023, Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß das Stanzloch (17) an dem Schenkel (6) des U-profils durch einen Präge-, Quetsch- oder Profiliervorgang verkleinert ist.
  2. 2. Pfahl (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgeformte Haken (3) durch einen Präge- oder Quetschvorgang verbreitert ist.
  3. 3. Pfahl (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Haken (3) tragende Schenkel (6) an einer oder beiden Längskanten (24) des Hakens (3) im Bereich des Stanzloches (17) eingedrückt ist.






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