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Dokumentenidentifikation DE19728773C2 20.04.2000
Titel Verfahren zur Herstellung eines holzfurnierten Teiles, insbesondere eines Innenausbauteiles eines Kraftfahrzeuges
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Schumacher, Rolf, 71067 Sindelfingen, DE
DE-Anmeldedatum 05.07.1997
DE-Aktenzeichen 19728773
Offenlegungstag 07.01.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2000
IPC-Hauptklasse B27D 1/00
IPC-Nebenklasse B27D 1/04   B60R 13/02   B60K 37/00   B24B 39/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Glätten der sichtbaren Oberfläche eines holzfurnierten Teiles.

An dem fertig geformten holzfurnierten Teil ist die Furnieroberfläche aus ästhetischen Gründen bei insbesondere edlen Echtholzfurnieren in der Regel noch zu glätten, um Fehlstellen im Holz und zum Teil auch reparierte Stellen unsichtbar zu machen. Dies gilt insbesondere für Fälle, in denen die Furnieroberfläche noch nachträglich mit einem Klarlack überzogen wird. Das Glätten erfolgt in der Regel durch Schleifen, wobei bei gewölbten Oberflächen kein mechanisiertes Schleifen in sogenannten Durchlaufschleifmaschinen erfolgen kann.

Zur Verminderung der Rauhigkeit von Holzoberflächen ist nach DE 42 13 690 C2 bereits der Einsatz erwärmter Walzen, die mit einem definierten Druck im wesentlichen längs einer Linie auf die zu behandelnden Oberflächen einwirken, bekannt. Bei einer solchen Behandlung kann auf ein Schleifen häufig ganz oder teilweise verzichtet werden. Bei dreidimensional gewölbten Oberflächen ist ein solches Verpressen mittels Walzen nicht möglich.

Aus DE 41 20 897 A1 ist ein Verfahren zum Aufbringen eines Holzfurnieres auf einen gewölbten Grundkörper bekannt. Bei jenem Verfahren wird ein zunächst an seiner Oberfläche nicht gewölbtes Furnierteil auf einen gewölbten Grundkörper aufgebracht. Bei dem Aufpressen erfolgt keine Glättung der Furnieroberfläche.

In der älteren, nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung DE 196 07 051 A1 wird das Aufbringen einer Folie auf ein holzfurniertes Teil beschrieben. Vor dem Aufbringen der Folie erfolgt auf der Holzfurnieroberfläche eine Oberflächenbearbeitung wie Schleifen, Bleichen, Färben usw. Um eine Bearbeitung an einer bei einem Fertigteil gewölbten Furnieroberfläche vorteilhaft vornehmen zu können, wird jenes Furnier auf ein flexibles Trägermaterial aufgebracht. Hierdurch ist es bei jenem Verfahren möglich, das Furnier vor dem Verbinden mit dem Fertigteil durch temporäre Verformung des flexiblen Trägermaterials auf einer eben vorliegenden Fläche schleifen zu können.

Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, gewölbte furnierte Oberflächen, insbesondere dreidimensional gewölbte Oberflächen, durch Verpressen zu glätten und Furnierteile mit einer geglätteten Oberfläche als rationell hergestellte Teile bereitzustellen.

Gelöst wird dieses Problem durch ein Verfahren mit sämtlichen Merkmalen des Patentanspruchs 1. Zweckmäßige Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 5.

Vor dem Verpressen wird das Holzfurnier zweckmäßigerweise mit einem polymeren Grundier- und/oder Isoliermittel in an sich üblicher Weise behandelt. In der Regel erfolgt eine solche Behandlung der Furnieroberfläche ohnehin, um die Faser an der Oberfläche zu binden, eine Isolierung gegen den saugfähigen Holzuntergrund zu bewirken sowie um eine Haftungsbrücke gegenüber einem nachfolgend aufzutragenden Lack zu erhalten.

Das Preßwerkzeug ist an der Preßfläche strichpoliert.

In dem Preßwerkzeug wird an der Preßfläche kein Formtrennmittel eingesetzt, damit die Furnieroberfläche für eine nachfolgende Lackierung aktiv bleiben kann. Zwischen der Furnieroberfläche und der Preßfläche des Preßwerkzeuges wird eine Trennfolie eingesetzt, die beispielsweise eine Polyesterfolie sein kann. Diese Folie kann mühelos nach dem Pressen von der geglätteten gehärteten Furnieroberfläche abgezogen werden.

Besonders vorteilhaft ist ein Verpressen unter Wärme.

Das holzfurnierte Teil kann ein Holz-Metall-Laminat sein wie es beispielsweise in DE 43 05 611 A1 beschrieben ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Glätten der zumindest teilweise gewölbten, insbesondere dreidimensional gewölbten, Oberfläche eines holzfurnierten Teiles, insbesondere eines Innenausbauteiles eines Kraftfahrzeuges, bei dem das Holzfurnier über seine sichtbare, gewölbte Oberfläche in einem Preßwerkzeug mit einer der vorhandenen Oberflächenform des Holzfurniers komplementär gleformten Preßfläche unter hohem Druck verpreßt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Holzfurnier vor dem Verpressen in dem Preßwerkzeug mit einem polymeren Grundier- und/oder Isoliermittel behandelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Preßfläche des Preßwerkzeuges und der zu glättenden Furnieroberfläche eine Folie vorgesehen wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verpressen in dem Preßwerkzeug unter Wärme erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Holzfurnierte Teil ein Holz-Metall-Laminat ist.






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