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Dokumentenidentifikation DE19847164A1 20.04.2000
Titel Markierstreifen für Bogenstapel sowie Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen von Markierstreifen beim Ablegen von Bögen auf einen Stapel
Anmelder Jagenberg Papiertechnik GmbH, 41468 Neuss, DE
Erfinder Claaßen, Ernst, 47574 Goch, DE;
Hanke, Peter, 40668 Meerbusch, DE
Vertreter Thul, H., Dipl.-Phys., 40476 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 14.10.1998
DE-Aktenzeichen 19847164
Offenlegungstag 20.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2000
IPC-Hauptklasse B65H 33/04
Zusammenfassung Beim Stapeln von Bögen werden bekannterweise nach einer bestimmten Anzahl abgelegter Bögen Markierstreifen aus einem biegsamen Material, beispielsweise aus Papier oder Karton, in den Stapel eingelegt, um die einzelnen Riese im Stapel zu kennzeichnen.
Nach der Erfindung ist der Markierstreifen (1) in Längsrichtung gefalzt und weist an seinem vorderen Ende, mit dem er in den Bogenstapel eingelegt wird, eine Spitze (5) auf.
Die Falzung bewirkt eine Vergrößerung der Steifigkeit des Markierstreifens (1), so dass er mit seinem angespitzten Vorderende ohne Abzuknicken beim Ablegen zwischen die Bogenvorderkanten eingeschoben werden kann.
Eine Vorrichtung zum Einlegen von Markierstreifen (1) beim Stapeln von Bögen weist eine Vorschubeinheit (9) zum Abziehen von Streifenmaterial (8) von einer Vorratsrolle, einen Führungskanal (10) für das abgezogene Streifenmaterial (8) und ein Schneidwerk (16) zum Abtrennen der eingelegten Markierstreifen (1) auf. Im oder vor dem Führungskanal (10) ist eine Einrichtung zum Falzen des Streifenmaterials (8) in Längsrichtung angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Markierstreifen für Bogenstapel, ein Verfahren zum riesweisen Markieren eines Bogenstapels sowie ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einlegen von Markierstreifen beim Ablegen von Bögen auf einen Stapel.

Beim Stapeln von Bögen, die durch Querschneiden aus Papier- oder Kartonbahnen hergestellt wurden, werden bekannterweise nach einer bestimmten Anzahl abgelegter Bögen Markierstreifen in den Stapel eingelegt, um die einzelnen Riese im Stapel zu kennzeichnen. Die Markierstreifen werden aus einem Streifenmaterial aus Papier oder Karton hergestellt.

Aus der DE-41 22 111 ist ein Verfahren und eine zugehörige Vorrichtung zum Einlegen von Markierstreifen in einen Bogenstapel bekannt, bei dem Streifenmaterial von einer Vorratsrolle abgezogen und als flacher Streifen jeweils in den Bogenstapel eingelegt wird. Um das Einlegen der instabilen Markierstreifen gegen Bogenlaufrichtung an der Stapelvorderseite zu ermöglichen, weist die Vorrichtung eine keilförmige Zunge auf, die zur Bildung einer Lücke auf den Stapel absenkbar, aus dem Stapel zurückziehbar und vor dem erneuten Einfahren außerhalb des Stapelbereichs anhebbar ist. Ein Führungskanal für das von der Vorratsrolle abgezogene Streifenmaterial mündet in die von der Zunge gebildeten Lücke im Stapel, und ein Schneidkopf trennt die eingelegten Markierstreifen ab.

Die bekannten Vorrichtungen sind konstruktiv sehr aufwendig, da sie einen Führungskanal mit einer Zunge zur Lückenbildung aufweisen, der eine komplizierte Bewegung durchführen muß.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Markierstreifen bereitzustellen, der sich mit einer konstruktiv einfacheren Einlegevorrichtung sicher beim Ablegen von Bögen in den gebildeten Stapel einlegen läßt.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Falzung des Markierstreifens in seine Längsrichtung bewirkt eine derartige Vergrößerung seiner Steifigkeit, dass er mit seinem angespitzten Vorderende ohne abzuknicken beim Ablegen zwischen die Bogenvorderkanten eingeschoben werden kann. Die Einlegevorrichtung benötigt somit keine horizontal und vertikal bewegbare Zunge zur Bildung einer Lücke im Stapel, in die der Markierstreifen eingeschoben wird.

Zusätzlich ist der gefalzte Markierstreifen unempfindlich gegen Luftströmungen in der Stapelvorrichtungen, die beispielsweise durch Blasdüsen zur Unterstützung der Bögen bei der Ablage erzeugt werden. Durch sein gefalztes Profil wird der Markierstreifen durch eine geringere Anzahl nachfolgender Bögen festgeklemmt, so dass er schneller abgeschnitten werden kann. Dies ermöglicht kürzere Markierzyklen zur Kennzeichnung kleinerer Papierriese. Im Stapel wird der Markierstreifen von dem Gewicht der über ihm liegenden Bögen wieder flachgedrückt, so dass in einem fertigen Stapel die Markierstreifen auf die herkömmliche Art angeordnet sind.

Ein weiterer großer Vorteil des erfindungsgemäßen Markierstreifens besteht darin, dass sich seine Einlegevorrichtung mit einem Abstand von bis zu 500 mm von dem Stapel anordnen läßt. Die Markierstreifen sind ausreichend steif, um vom Ende der Einlegevorrichtung bis zum Stapel frei bewegt werden zu können, ohne dass ihr Vorderende abknickt. Dies erhöht die Anzahl der möglichen Positionen der Einlegevorrichtung gegenüber den bekannten Vorrichtungen erheblich, da diese aufgrund der Abknickgefahr maximal wenige Zentimeter vor dem Stapel enden dürfen.

Die Patentansprüche 2 bis 6 enthalten bevorzugte, da besonders vorteilhafte Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Markierstreifens:

Ein Falzwinkel vor dem Einlegen in den Bogenstapel zwischen 90° und 160° gemäß Patentanspruch 2 gewährleistet eine ausreichende Steifigkeit und sichert zugleich das Flachdrücken des im Stapel befindlichen Teils durch die aufliegenden Bögen.

Die Erzeugung der Spitze durch einen Schnitt des gefalzten oder ungefalzten Streifens schräg zu seiner Längsrichtung gemäß Patentanspruch 3 ist mit konstruktiv einfachen Schneidwerken durchzuführen. Ein Schrägschnitt des gefalzten Streifens erzeugt dabei entweder eine pfeilförmige Spitze an der Falz oder zwei nach vorne angespitzte Seitenteile. Ein Schrägschnitt des ungefalzten Streifens erzeugt an einem Seitenteil neben der Falz eine hervorstehende Spitze. Bei einem Schnittwinkel zur Längsachse von 20° bis 60°, bevorzugt ca. 45°, gemäß Patentanspruch 4 wird eine Spitze erzeugt, die sich als besonders geeignet gezeigt hat, einen Streifen einzuschieben. Patentanspruch 5 beansprucht einen Markierstreifen, dessen Breite und Material sich als besonders geeignet erwiesen hat.

Während Patentanspruch 6 ein Verfahren zum riesweisen Markieren eines Bogenstapels unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Markierstreifens enthält, beanspruchen die Patentansprüche 7 bis 11 besonders vorteilhafte Verfahren zum Einlegen der Markierstreifen. Bei den Verfahren nach den Patentansprüchen 8 und 9 werden die Markierstreifen gegen Bogenlaufrichtung an der Stapelvorderseite eingelegt. Dies ist möglich, da der angespitzte Markierstreifen ausreichend steif ist, dass sich die Vorderkante eines Bogens/Bogenpakets über einen auf der Stapeloberfläche aufliegenden Markierstreifen schieben kann. Nach diesem Verfahren läßt sich ein Stapel gegen Bogenlaufrichtung an seiner Vorderseite markieren, ohne dass aufwendige Mittel zur Bildung einer Lücke erforderlich sind. Der Markierstreifen läßt sich auch in Bogenlaufrichtung an der Stapelhinterseite oder senkrecht zur Bogenlaufrichtung an einer Stapellängsseite einlegen, da er problemlos zwischen die Hinterkanten oder Seitenkanten der Bögen eingeschoben werden kann, während diese auf den Stapel absinken (Patentanspruch 10).

Die Patentansprüche 12 bis 17 enthalten bevorzugte Ausführungsformen von Vorrichtungen zum Einlegen von Markierstreifen beim Stapeln von Bögen. Sie betreffen die Anordnung des Schneidwerks in der Vorrichtung (Patentanspruch 13), den Aufbau des Schneidwerks (Patentanspruch 14) und konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltungen des Falzwerkzeugs (Patentanspruch 16), sowie des nachfolgenden Führungskanals (Patentanspruch 17). Um eine ausreichend genaue und formstabile Spitze zu erzeugen, wird bevorzugt der Markierstreifen in einem Scherenschnitt abgetrennt. Konstruktiv einfach läßt sich dies durch ein als Fallmesser ausgebildeten Schneidwerkzeug durchführen, das mit einer feststehenden Klinge den Scherenschnitt durchführt.

Die Zeichnungen dienen zur Erläuterung der Erfindung anhand vereinfacht dargestellter Ausführungsbeispiele:

Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem Streifenmaterial vor dem Falzen und Schneiden mit den Falz- und Schnittlinien.

Fig. 2 zeigt einen Markierstreifen vor dem Einlegen in den Bogenstapel.

Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht einer Einlegevorrichtung für die Markierstreifen.

Fig. 4 zeigt eine Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 3.

Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch das Falzwerkzeug (Ansicht A von Fig. 3).

Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch den Führungskanal (Ansicht B von Fig. 3).

Fig. 7 zeigt eine um 45° verdreht gezeichnete Ansicht des Schneidwerks (Ansicht C von Fig. 3).

Der Markierstreifen 1 wird aus einem biegsamen Material, bevorzugt aus Papier oder Karton mit einem Flächengewicht von 60 g/m2 bis 200 g/m2 hergestellt. Bevorzugt wird streifenförmiges Material in einer Breite von mindestens 5 mm, bevorzugt 10 mm bis 15 mm, durch Querschneiden in Markierstreifen 1 aufgeteilt, die eine Länge von 80 mm bis 100 mm aufweisen. Das Streifenmaterial wird vor oder nach dem Querschneiden in Längsrichtung entlang einer Linie 2 gefalzt, die bevorzugt in der Mitte des Streifenmaterials verläuft. Es entstehen so zwei sich in Längsrichtung erstreckende Seitenteile 3, 4, die mit einem Falzwinkel α gegeneinander geneigt verlaufen. Der Falzwinkel α beträgt vor dem Einlegen eines Markierstreifens 1 in den Bogenstapel 90° bis 160°.

An seinem vorderen Ende, mit dem der Markierstreifen 1 in den Bogenstapel eingelegt wird, weist er eine Spitze 5 auf, die durch einen Schnitt des gefalzten oder ungefalzten Streifens schräg zur Längsrichtung erzeugt wird. Der Schnittwinkel β zur Längsachse und somit zur Falzlinie 2 beträgt 20° bis 60°, bevorzugt ca. 45°. Zweckmäßigerweise wird dieser Schnittwinkel beim Aufteilen des Streifenmaterials in die einzelnen Markierstreifen 1 eingestellt, um so die Einlegespitze des nachfolgenden Markierstreifens 1 beim Abschneiden des vorhergehenden Markierstreifens 1 direkt zu erzeugen. In Fig. 1 sind die Schnittlinien 6 dargestellt, die beim Aufteilen des Streifenmaterials in Markierstreifen 1 eingehalten werden.

In den Fig. 3 bis 7 ist eine Vorrichtung zum Herstellen und Einlegen der Markierstreifen 1 beim Stapeln von Papier- oder Kartonbögen dargestellt:

Die Vorrichtung enthält ein Gehäuse 7, mit dem sie am Gestell einer Stapelvorrichtung festgeschraubt werden kann, und dem von einer Seite her Streifenmaterial 8 zugeführt wird, das von einer nicht dargestellten Vorratsrolle abgezogen wird. In dem Gehäuse 7 ist eine Vorschubeinheit 9 angeordnet, die das Streifenmaterial 8 in Richtung zu einem Führungskanal 10 schiebt, der an dem Gehäuse 7 festgeschraubt ist. Im Ausführungsbeispiel besteht die Vorschubeinheit 9 aus zwei Klemmwalzen, von denen eine angetrieben ist. Unmittelbar vor dem Führungskanal 10 und hinter der Vorschubeinheit 9 ist im Gehäuse 7 eine Falzeinrichtung 11 angeordnet, die vergrößert in Fig. 5 im Querschnitt dargestellt ist.

Die Falzeinrichtung 11 weist als Falzelement einen Falzdraht 12 auf, der sich in Transportrichtung des Streifenmaterials 8 von einem Bereich unterhalb der Förderebene aufsteigend in Richtung zum Führungskanal 10 erstreckt. Der Falzdraht 12 ist in einer V- förmigen Längsnut einer oberhalb des Förderwegs angeordneten Führungsschiene 13 angeordnet, deren Nutwände als Gegenflächen beim Falzen dienen. Das streifenförmige Material 8 wird so beim Vorschieben entlang seiner Mittellinie in Längsrichtung von dem Falzdraht 12 nach oben gegen die Führungsschiene 13 gedrückt und so mit einem Falzwinkel α von 90° bis 160° gefalzt. In gefalztem Zustand wird das Streifenmaterial 8 durch den Führungskanal 10 geschoben, dessen Querschnitt in Fig. 6 dargestellt ist.

Der Führungskanal 10 weist eine obere Führungsschiene 14 auf, die an ihrer Unterseite eine V-förmige Längsnut aufweist, deren Nutwände als zueinander geneigte Führungsflächen das Streifenmaterial in gefalztem Zustand halten. Als Gegenhalter dient ein Führungsblech 15, der im Querschnitt U-förmig gestaltet so angeordnet ist, dass sich ein Schenkel als Führungselement für das Streifenmaterial 8 in der Längsnut erstreckt, um die Falzlinie 2 und den Falzwinkel α von 90° bis 160° zu erhalten. Zweckmäßigerweise ist das Führungsblech 15 mit dem anderen Schenkel an der Seitenfläche der Führungsschiene 14 befestigt.

Am Ende des Führungskanals 10 ist ein Schneidwerk 16 befestigt, das ein schräggestelltes Schneidwerkzeug enthält, mit dem ein zur Längsrichtung des Streifenmaterials 8 um 20° bis 60°, bevorzugt um ca. 45°, geneigten Scherenschnitt durchführt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Schneidwerkzeug ein um den Winkel β von 45° schräggestelltes Fallmesser 17, das mit seiner Oberseite am Ende eines sich parallel zum Führungskanal 10 erstreckenden Haltearms 18 befestigt ist. Der Haltearm 18 ist mit seinem anderen Ende an einem Federblech 19 befestigt, das unmittelbar hinter dem Gehäuse 7 auf dem Führungskanal 10 festgeschraubt ist. Der Haltearm 18 kann so mit dem Federblech 19 als Gelenk und gegen dessen Federkraft eine Kippbewegung durchführen, bei der die Schneidkante des Fallmessers 17 durch die Ebene des Streifenmaterials 8 bewegt wird. Als Schneidantrieb dient ein Bowdenzug 20, der mit seinem Ende an dem Haltearm 18 befestigt ist und von einem im Gehäuse 7 angeordneten Elektromagneten betätigt wird. Damit das Streifenmaterial 8 mit einem Scherenschnitt durchgetrennt wird, ist am Ende des Führungskanals 10 ein Gegenmesser mit einer flachliegend und feststehend angeordneten Klinge 21 befestigt, an deren Schneidkante das Fallmesser 17 vorbeibewegt wird (Fig. 7).

Zum riesweisen Markieren eines Bogenstapels wird jeweils nach der Ablage der gewünschten Anzahl von Bögen ein Markierstreifen 1 auf die nachfolgend beschriebene Weise in den Stapel eingelegt:

Eine der Anzahl der gebildeten Stapel entsprechende Anzahl von Einlegevorrichtungen ist im Gestell der Stapelvorrichtung außerhalb des Stapelbereichs so aufgehängt, dass der Führungskanal sich in Richtung zu einer Stapelkante erstreckt und etwa in Höhe der Stapeloberseite oder etwas darüber endet. Die Erfindung bietet den großen Vorteil, dass Markierstreifen 1 gegen Bogenlaufrichtung an der Stapelvorderseite eingelegt werden können. Die Einlegevorrichtung ist dann hinter dem Stapelbereich so angeordnet, dass sich der Führungskanal 10 gegen Bogenlaufrichtung in Richtung zum Stapel erstreckt. Alternativ ist es auch möglich, Markierstreifen 1 an der Stapelhinterseite oder an einer Stapellängsseite einzulegen.

Das Einlegen eines Markierstreifens 1 in den Stapel erfolgt derart, dass nach Ablage einer vorbestimmten Anzahl von Bögen zunächst Streifenmaterial 8 von der Vorschubeinheit 9 so weit aus dem Führungskanal 10 herausgeschoben wird, dass das vordere Ende des Streifenmaterials 8 sich in einer ausreichenden Länge, beispielsweise ca. 5 cm, zwischen den Bogenkanten befindet. Beim Vorschieben des Streifenmaterials 8 wird dieses in Längsrichtung so gefalzt, dass der Falzwinkel α beim Austritt aus dem Führungskanal 10 90° bis 160° beträgt. Dies erhöht die Steifigkeit des Streifenmaterials 8 erheblich, so dass es mit seiner Spitze 5 problemlos zwischen Bögen eingeschoben werden kann.

Wenn eine ausreichend große Anzahl von Bögen auf dem vorderen Teil des Streifenmaterials 8 abgelegt ist, um diesen sicher in dem Stapel festzuklemmen, wird das Streifenmaterial 8 mit dem Messer 17 in einem Schrägschnitt durchgetrennt und so ein einzelner Markierstreifen 1 erzeugt. Gleichzeitig erzeugt der Schnitt die Spitze 5 des nachfolgend einzulegenden Markierstreifens 1. Bevorzugt ist das Schneidwerk 16 mit dem Messer 17 so positioniert, dass sich der Markierstreifen zu etwa gleichen Teilen in und außerhalb des Stapels befindet.

Werden die Markierstreifen 1 gegen Bogenlaufrichtung an der Stapelvorderseite eingelegt, so wird das Streifenmaterial 8 bevorzugt schräg von oben, vorzugsweise in einem Winkel von ca. 30°, so in den Stapelbereich geführt, dass sich das vordere Ende jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bogen/Bogenpaketen auf die Stapeloberfläche auflegt. Die Vorderkante des nachfolgenden Bogens/Bogenpakets schiebt sich so über den vorderen Teil des Streifenmaterials 8. Dies ist möglich, da das vordere Ende angespitzt ist und das Streifenmaterial aufgrund seiner Falzung ausreichend stabil ist.

Werden die Markierstreifen 1 an der Stapelhinterseite - also in Bogenlaufrichtung - oder an einer Stapellängsseite eingelegt, so erfolgt dies bevorzugt auf die folgende Weise:

Die Einlegevorrichtung ist so angeordnet, dass sich das Ende des Führungskanals 10 unmittelbar oberhalb der Stapeloberseite befindet. Der vordere Teil eines Markierstreifens 1 wird dann zwischen die Hinterkanten oder Seitenkanten der Bögen eingeschoben, während diese auf den Stapel absinken. Bevorzugt erfolgt dies auf die vorstehend beschriebene Weise durch Einschieben des vorderen Teils von Streifenmaterial 8, und der Markierstreifen 1 wird erst abgeschnitten, wenn eine ausreichend große Anzahl von Bögen auf dem vorderen Teil abgelegt ist, um diesen in dem Stapel festzuklemmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Markierstreifen für Bogenstapel, der aus einem biegsamen Material, insbesondere aus Papier oder Karton gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass er in Längsrichtung gefalzt ist und an seinem vorderen Ende, mit dem er in den Bogenstapel eingelegt wird, eine Spitze (5) aufweist.
  2. 2. Markierstreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzwinkel α vor dem Einlegen in den Bogenstapel 90° bis 160° beträgt.
  3. 3. Markierstreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (5) durch einen Schnitt des gefalzten oder ungefalzten Streifens (8) schräg zur Längsrichtung erzeugt wird.
  4. 4. Markierstreifen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnittwinkel β zur Längsachse 20° bis 60°, bevorzugt ca. 45°, beträgt.
  5. 5. Markierstreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass er umgefalzt eine Breite von mindestens 5 mm, bevorzugt 10 mm bis 15 mm, aufweist und aus einem Papier mit einem Flächengewicht von 60 g/m2 bis 200 g/m2 hergestellt ist.
  6. 6. Verfahren zum riesweisen Markieren eines Bogenstapels, dadurch gekennzeichnet, dass beim Stapeln der Bögen Markierstreifen (1) gemäß einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 5 in den Stapel eingelegt werden.
  7. 7. Verfahren zum Einlegen von Markierstreifen (1) beim Ablegen von Bögen auf einen Stapel, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Vorratsrollen streifenförmiges Material (8) abgezogen, anschließend in Längsrichtung gefalzt, danach mit seiner Spitze (5) zwischen die im Stapel befindlichen oder auf den Stapel absinkenden Bögen eingeschoben und anschließend mit einem Schnitt schräg zur Längsachse in der gewünschten Länge abgeschnitten wird, wobei der Markierstreifen (1) gemäß einem oder mehrerer der Patentansprüche 1 bis 5 gestaltet ist.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierstreifen (1) gegen Bogenlaufrichtung an der Stapelvorderseite eingelegt werden, wobei ein Markierstreifen (1) mit seinem vorderen Teil jeweils auf die Stapeloberfläche vor Einlauf des nachfolgenden Bogens/Bogenpakets aufgelegt wird, so dass sich die Vorderkante des nachfolgenden Bogens/Bogenpakets über den Markierstreifen (1) schiebt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierstreifen (1) schräg von oben, bevorzugt in einem Winkel von ca. 30° auf den Stapel geschoben werden.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierstreifen (1) an der Stapelhinterseite oder an einer Stapellängsseite eingelegt werden, wobei der vordere Teil eines Markierstreifens (1) unmittelbar oberhalb der Stapeloberseite zwischen die Hinterkanten oder Seitenkanten der Bögen eingeschoben wird, während diese auf den Stapel absinken.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierstreifen (1) von Streifenmaterial (8) abgeschnitten werden, wenn eine ausreichend große Anzahl von nachfolgenden Bögen ihr vorderes Teil im Stapel festklemmt.
  12. 12. Vorrichtung zum Einlegen von Markierstreifen (1) beim Stapeln von Bögen, insbesondere Papier- oder Kartonbögen,
    1. 1. mit einer Vorschubeinheit (9) zum Abziehen von Streifenmaterial (8) von einer Vorratsrolle,
    2. 2. einem Führungskanal (10) für das abgezogene Streifenmaterial (8) und
    3. 3. einem Schneidwerk (16) zum Abtrennen der eingelegten Markierstreifen (1),
    dadurch gekennzeichnet, dass im oder vor dem Führungskanal (10) eine Einrichtung zum Falzen des Streifenmaterials (8) in Längsrichtung angeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (16) am Ende des Führungskanals (10) angeordnet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (16) ein schräg gestelltes Schneidwerkzeug enthält, das einen zur Längsrichtung des Streifenmaterials um 20° bis 60°, bevorzugt um ca. 45°, geneigten Schnitt, bevorzugt einen Scherenschnitt, durchführt.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch ein als Fallmesser (17) ausgebildetes Schneidwerkzeug, das mit einer zweiten feststehenden Klinge (21) den Scherenschnitt durchführt.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Falzwerkzeug ein sich in Längsrichtung erstreckender Draht (12) oder Blech in einer V- förmigen Längsnut eines Führungselements (13) angeordnet ist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (10) im Anschluß an das Falzwerkzeug zueinander geneigte Führungsflächen aufweist, die den Markierstreifen (1) gefaltet halten.






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