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Dokumentenidentifikation DE19847230A1 20.04.2000
Titel Harz mit Triazenlinker zur "Traceless"-Synthese von Aromaten
Anmelder Bräse, Stefan, Dr., 52080 Aachen, DE
DE-Anmeldedatum 14.10.1998
DE-Aktenzeichen 19847230
Offenlegungstag 20.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2000
IPC-Hauptklasse C07B 37/00
IPC-Nebenklasse C07B 37/04   C07B 47/00   C07B 59/00   C07B 61/00  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Harz mit einer Amin-Linker-Funktionalität, die es erlaubt, Aryl- und Heterocyclyldiazoniumionen kovalent unter Ausbildung einer Triazenstruktur an ein polymeres Trägermaterial zu binden. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist gewesen, ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Aromaten und Heterocyclylen zur Verfügung zu stellen, die die bestehenden Nachteile nicht aufweist.
Es wurde gefunden, daß ein Verfahren, bestehend auf einer Festphasenreaktion, unter Verwendung eines stickstoffhaltigen Linkers diese Nachteile nicht aufweist.
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Schema 1. Synthese des Triazen-Harzes 3, Derivatisierung sowie "traceless" Abspaltung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Harz mit einer Amin-Linker- Funktionalität, die es erlaubt, Aryl- und Heterocyclyldiazoniumionen kovalent unter Ausbildung einer Triazenstruktur an ein polymeres Trägermaterial zu binden.

Aus dem Stand der Technik ist der Einsatz von polymergebundenen Ankergruppen seit Entdeckung der Festphasenchemie durch R. B. Merrifield (1963) bekannt. Vorteile der Festphasenchemie gegenüber der traditionellen organischen Chemie in homogener Phase konnten insbesondere bei mehrstufigen Reaktionen gezeigt werden. Die eigentliche Renaissance der sogenannten Harzchemie hat jedoch mit der Entwicklung der kombinatorischen Chemie und der damit verbundenen automatisierten Synthese stattgefunden. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist es den Chemikern gelungen, viele der klassisch-organischen Reaktionen an der Festen Phase durchzuführen.

So unterschiedlich wie die angestrebten chemischen Syntheseprodukte hinsichtlich der Synthesebedingungen, deren Stabilität und anderer Parameter sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an das Syntheseharz. Bis heute sind etwa 100-150 verschiedenartige Linkertypen bekannt (B. J. Backes, J. A. Ellman, Curr. Opin. Chem. Biol. 1997, 1, 86-93; B. A. Bunin, The Combinatorial Index, Academic Press, San Diego, ISBN 0-12-141340-3, 1998 und Zitate darin; F. Balkenhohl, C. von dem Bussche-Hünnefeld, A. Lansky, C. Zechel, Angew. Chem. 1996, 108, 2437-2487 und Zitate darin).

Sogenannte "Traceless"-Abspaltungen, hierunter versteht man, Abspaltungen eines Produktes von einem Harz durch Substitution der Linkerfunktionalität durch ein Proton, wurden bisher basierend auf Siliziumfunktionaltäten (M. J. Plunkett, J. A. Ellman, J. Org. Chem. 1995, 60, 6006-6007; b) B. Chenera, J. A. Finkelstein, D. F. Veber, J. Am. Chem. Soc. 1995, 117, 11999-12000), Schwefel- (zum Beispiel: F. W. Forman, I. Sucholeiki, Tetrahedron Lett. 1995, 60, 523-528) und Phosphorlinker (I. Hughes, Tetrahedron Lett. 1996, 37, 7595-7598) beschrieben. Ein Linker mit Triazen-Funktionalität wird zwar von Nelson et al. (J. C. Nelson, J. K. Young, J. S. Moore, J. Org. Chem. 1996, 61, 8160-8168) beschrieben, darin wird jedoch nicht, wie im oberen Sinne, "traceless" abgespalten, sondern unter Ausbildung einer Aryl-Iod-Bindung. Ein "traceless" Linker auf Triazen-Basis existiert bisher nicht.

Die bisherigen "traceless"-abspaltbaren Linkersysteme leiden unter dem großen Syntheseaufwand dieser Verbindungen, sowie unter der Inkompatibilität der Linker zu folgenden Reaktionen bzw. Reagentien: Bromierung, Fluoride, starke Nukleophile, Butyl-Lithium.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist gewesen, ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Aromaten und Heterocyclylen zur Verfügung zu stellen, die die bestehenden Nachteile nicht aufweist.

Es wurde gefunden, daß ein Verfahren bestehend auf einer Festphasenreaktion unter Verwendung eines Stickstoffhaltigen Linkers diese Nachteile nicht aufweist.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Aromaten oder Heterocyclylen mittels Synthese an Festphasen mit sekundärer Aminfunktion, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Festphase mit sekundärer Aminfunktion mit einem substituierten Aryldiazoniumsalz oder einem substituierte Heterocyclyldiazoniumsalz gekuppelt wird. Anschließend werden Reaktionen an den an der synthetisierten Festphasen mit Triazen-Funktionalität gebundenen Arylen oder Heterocyclylen unter Erhalt der Triazen-Funktionalität durchgeführt. Abschließend werden die erhaltenen substituierten Aryle oder substituierten Heterocyclyle unter Austausch der Triazen-Funktion gegen ein Substituenten X aus der Gruppe von Wasserstoff, Deuterium oder Tritium in Gegenwart von Elektrophilen Verbindungen und Reduktionsmitteln oder Radikalquellen abgespalten.

In einer bevorzugten Ausführungsform werden Aminharze mit verschiedenartigsten Substituenten entsprechend den Ausführungen im Anspruch 2 verwendet (Synthese in einer bevorzugten Ausführungsform wie in Beispiel 1 und 2) und mit Diazoniumverbindungen verschiedenartigster Aromaten und Heterocyclylen unter Ausbildung von Triazenen entsprechend Anspruch 3 gekuppelt (Beispiele 3-5). Die verwandten Festphasen sind insbesondere dadurch gekennzeichnet, daß sie ausgewählt sind aus der Gruppe von quervernetztem Polystyrol, Propfcopolymeren aus quervernetztem Polystyrol mit langkettigen Makromolekülen oder derivatisierten Glasoberflächen. In einer bevorzugten Ausführungsform werden ein oder mehrere Reaktionen aus der in Anspruch 5 aufgeführten Gruppen an den Triazenverbindungen ein oder mehrfach an unterschiedlichen Positionen der Triazenaryl- oder Triazenheterocyclylverbindung durchgeführt.

Dabei können ein oder mehrere Reaktionen aus der Gruppe von Reduktionen von nicht-konjugierten Alkenen zu Alkylen in Gegenwart von Palladium-Katalysatoren und Wasserstoff, Reduktionen von nicht-konjugierten Kohlenstoff-Heteroatom- Mehrfachbindungen, Reaktion von Kohlenstoff- Halogenbindungen zu Kohlenstoff-Wasserstoffbindungen, Reduktion von Nitrogruppen, Reduktion von Thiolen und Thioethern zu schwefelärmeren Verbindungen, Reduktion von Alkylestern zu sauerstoffärmeren Verbindungen, Reduktion von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylaldehyden, symmetrischen und gemischten Dialkenyl-, Dialkinyl-, Dialkyl-, Diaryl- und Arylalkyl-, Alkylalkenyl-, Alkylalkinyl-, Diheterocyclylketonen, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäuren, gemischten und symmetrischen Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäuralkyl-, -aryl-, -alkinyl-, -alkenyl-estern, Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylnitrilen und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäurehalogeniden zu sauerstoffärmeren Verbindungen wie in Beispiel 16, Reduktion von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylmethyliminen und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhydrazonen zu stickstoffärmeren Verbindungen, Nukleophiler Substitution von Alkenylalkyl-, Alkinylalkyl-, Aryl-, Heterocyclylalkyl-, alkylhalogeniden, Aryl-, Heterocyclylalkyl- und alkyloxysulfonaten, Trisaryl-, heterocyclylalkyl- und -alkylsilylhalogeniden mit Hydroxyalkyl-, aryl- und heterocyclylen, Thioalkyl-, Aryl- und Heterocyclylen, Aminoalkyl-, aryl- und heterocyclylen, gemischte Kupplung von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhalogeniden mit Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhalogeniden, gemischte Kupplung von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhalogeniden mit Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylmetallorganylen (Kupplung nach Suzuki, Stille, Sonogashira und Negishi: F. Diederich, P. J. Stang, Hrsg., Metal-Catalyzed Cross Coupling Reactions, Wiley, VCH, 1998, ISBN3-527-2921-X und Zitate darin), Palladium-katalysierte Kupplung von Aryl-, Alkenyl- und Alkinylhalogenen und -perfluoralkylsulfonaten mit Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylalkenen und'-alkinen in einer bevorzugten Ausführungsform wie in den Beispielen 6-11 (Kupplung nach Heck: F. Diederich, P. J. Stang, Hrsg., Metal-Catalyzed Cross Coupling Reactions, Wiley, VCH, 1998, ISBN3-527-2921-X und Zitate darin), Palladiumkatalysierte und unkatalysierte Substitution von aryl- und alkylsubstituierten Allylhalogeniden und -oxycarbonylalkylen und -oxycarbonylarylen mit 1,3- Dicarbonylalkanen und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclyl-substituierten Aryl- und Alkylmalonsäuredervaten und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylaminen und in Gegenwart von Basen in einer bevorzugten Ausführungsform wie in Beispiel 16 (Substitution nach Trost-Tsuji: B. M. Trost, Angew. Chem., Int. Ed. Engl. 1989, 28, 1173 und Zitate darin; B. M. Trost, D. L. Van Vranken, Chem. Rev. 1996, 96, 395 und Zitate darin), Oxidation von primären oder sekundären Alkoholfunktionen zu Carbonylfunktionen durch Pyridiniumchromat und Dimethylsulfoxid (Oxidation nach Swern), Addition von Halogenen, gemischten Halogenhalogeniden, Sauerstoff, Ozon, symmetrische und unsymmetrischen Diaryl-, dialkyl, -dihalo, symmetrischen oder gemischten -C1-alkylcarbonyloxyalkylcarbenen unter Bildung von β-Lactonen, Methylen (Reaktion nach Simmons- Smith), symmetrischen oder gemischten Diaryl-, Aryl-, Dialkyl-, Dihalo-, Haloketenen, Halogenwasserstoff, Dihydroxyl in Gegenwart von Osmiumsalzen und Ferraten (Dihydroxylierung nach Sharpless) an nicht-konjugierte Kohlenstoffmehrfachbindungen, Cycloadditionen von konjugierten cisoiden-Dienen mit Alkenen und Alkinen in einer bevorzugten Ausführungsform wie in Beispiel 14 (Diels-Alder-Reaktion), Eliminierung von Halogenwasserstoff in Gegenwart von Basen, Eliminierung von Dihalogen in Gegenwart von Zink, Eliminierung von Wasserstoff in Gegenwart von Palladium auf Kohlenstoff, Eliminierung von Aryl- und Alkyloxyhalogeniden, Eliminierung von Hydroxyhalogen, Eliminierung von Hydroxylamin, Eliminierung von Stickstoff, Desoxygenierung von Epoxiden, Eliminierung von Wasser, Eliminierung von Alkyl- und Arylsulfonsäuren, Eliminierung von Dihydroxyl, Eliminierung von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäuren, -thiocarbonsäuren und -dithiocarbonsäuren, Nukleophile Substitution von Aryl- und Heterocyclylhalogeniden und -oxysulfonylalkylen mit Hydroxyalkylen, arylen und -heterocyclylen, Thioalkylen, arylen und -heterocyclylen und Aminoalkylen, -arylen und -heterocyclylen, Umlagerung von Aryl-O-C1-alkenyl und Alkenyl-O-C1-alkenyl (Umlagerung nach Claisen), Reaktion von symmetrischen oder gemischten Triaryl- oder Trialkyloxyphosphonium-C1-alkylidenaryl, -C1- alkylidencarbonyloxyalkylen (Reaktion nach wittig und Wittig-Horner), Reaktion von substituierten und unsubstituierten, symmetrischen und gemischten sekundären Diaryl-, Dialkyl-, Arylalkylaminen, Piperidinen, Pyrrolidinen, Piperazinen mit Arylaldehyden, Alkylaldehyden und Formaldehyd sowie substituierten Hydroxyarenen, Alkinen, Trialkylsilyloxycycloalkenen, Trialkylsilyloxyalkenen, Dialkylaminoalkenen, Dialkylaminocycloalkenen, Oxocycloalkane und Oxoalkane (Reaktion nach Mannich: N. Risch et al. Liebigs Ann. Chem. 1992, 233 und Zitate darin), Reaktion von symmetrischen und unsymmetrischen Tetraalkyl-, Trialkylaryl-, Dialkyldiaryl-, Alkyltriarylimmoniumionen sowie substituierten Hydroxyarenen, Alkinen, Trialkylsilyloxycycloalkenen, Trialkylsilyloxyalkenen, Dialkylaminoalkenen, Dialkylaminocycloalkenen, Oxocycloalkane und Oxoalkane (Reaktion nach Mannich: N. Risch et al. Liebigs Ann. Chem. 1992, 233 und Zitate darin), Gabriel-Synthese von Aminen, vilsmeier-Reaktion, Hoffmann-Abbau, Titan-vermittelte Reaktion von Alkyl-C2- magnesiumhalogeniden mit symmetrischen und unsymmetrischen Diaryl-, Dialkyl-, Alkylarylformiden, -alkylamiden, -arylamiden (Cyclopropanierung nach Chaplinski et al., Angew. Chem. 1996, 108, 491-492; Synlett 1997, 111-114), Aminohydroxylierung nach Sharpless (B. Tao, G. Schlingloff, K, B. Sharpless, Tetrahedron Lett. 1998, 39, 2507 und zit Lit.), Addition von Alkoholen, Thiolen, Cycanwasserstoff an Aldehyde und Ketone, Knoevenagel- Kondensation, Aldol-Reaktion, Leukart-Wallach-Reaktion, Strecker-Synthese, Addition von Boran, Diboran, symmetrischen und gemischten Dialkylboran, Alkylboran an nicht-konjugierte Alkene, Reaktion von metallierten Ketonen, Enaminen und Hydrazonen mit Alkylhalogeniden (Alkylierung), 1-Nitroalkenen (Addition nach Michael), symmetrischen und unsymmetrischen Aryl- und Alkysulfonylalkenen Addition nach Michael), symmetrischen und unsymmetrischen Alkyloxycarbonylalkenenen (Addition nach Michael), Reaktion von primären und symmetrischen und gemischten sekundären Aminen sowie Alkyl- und Arylaldehyden und symmetrischen und gemischten Dialkyl-, Diaryl- und Alkylarylketonen in Gegenwart von Reduktionsmitteln wie NaBH4 (reduktive Aminierung), an der Triazenverbindung ein oder mehrfach an unterschiedlichen Positionen der Triazenaryl oder Triazenheterocyclylverbindung durchgeführt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform werden die substituierten Aryle oder substituierte Heterocyclyle durch Abspaltung unter Austausch der Triazen-Funktion gegen ein Substituenten X aus der Gruppe von Wasserstoff, Deuterium oder Tritium in Gegenwart von Elektrophilen Verbindungen und Reduktionsmitteln oder Radikalquellen Elektrophile aus der Gruppe von Protonen, Deuteronen, Tritionen, C1-10-Alkylhalogenide, Metallsalzen, Trialkylsilylhalogenide, C1-10-Akylcarbonylhalogenide, symmetrische oder gemischte C1-10-Alkylcarbonsäureanhydride, Bortrihalogenide, symmetrische oder gemischte Tri-, Di oder Mono- C1-10-alkyl- oder -arylalumium, symmetrische oder gemischte Di oder Mono- C1-10-alkyl- oder -arylalumiummono- und -dihalogenide, Trihaloalumium-Verbindungen, symmetrische oder gemischte Tri-, Di oder Mono-C1-10-alkyl- oder -arylgallium, symmetrische oder gemischte Di oder Mono- C1-10-alkyl- oder -arylgalliummono- und -dihalogenide, Trihalogallium-Verbindungen sowie ein oder mehr Reduktionsmittel oder Radikalinitiatoren aus der Gruppe von Unterphosphorige Säure und deren Metallsalze, Phosphorige Säure und deren Metallsalze, unterschweflige Säure und deren Metallsalze, Schwefelwasserstoff und deren Metallsalze, schweflige Säure und deren Metallsalze, salpetrige Säure und deren Metallsalze, Alpha-Teilchen, Cyclischen 4-10-gliedrige Ethern, Hydroxy-C1-10-alkyle, Ethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Polyethylenglycol (n = 5-10000), Thio-C1-10-alkyle, Dioxan, Wasserstoffperoxid, C1-10-Alkylperoxiden, Polysilane, symmetrischen oder gemischten Di-C1-10-alkylethern, Tri- C1-10-alkylsilanen, Dialkylsilane, Silane, Boran, Diboran, Boranate und ihre Metallsalze, Alan, Alanate und ihre Metallsalze, Alkalimetallen, Erdalkalimetallen, Zinn, Blei, Palladium, Schwefel, Iodwasserstoff, symmetrische oder gemischte Tri-C1-10-alkylstannane, Wasserstoff, Azobisisobutyronitril, Hydrochinon, Photonen der Wellenlänge 150-450 nm, Ultraschall, Mikrowellenstrahlung erhalten.

In einer bevorzugten Ausführungsform eignen sich Methanol, Ethanol, Propanol, iso-Propanol, tert-Butanol, Wasser, Dichlormethan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Diethylether, Diisopropylether, Dimethylformaid, Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid, Benzol, Toluol, Xylol (Gemisch), Essigester, Tetrahydrofuran, Dioxan, Acetonitril, Aceton, Butanon, tert-Butylmethylether, Pentan, Hexan, Kohlenwasserstoffgemische, Triethylamin, Pyridin einzeln oder als Gemisch von zwei bis zehn Komponenten bei Temperaturen von -120°C bis 200°C für die obenstehenden Reaktionen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff

Alkenyl: verzweigte und unverzweigte C2-10-Alken-1-yl, verzweigte und unverzweigte C1-10-Alkyl-O-C2-10-alken-1-yl, 1-Aryl-C2-10-Alken-1-yl, 2-Aryl-C2-10-alken-1-yl, verzweigte und unverzweigte C2-10-Alken-1-yloxycarbonyl, 1- Heterocyclyl-C2-10-alken-1-yl, 2-Heterocyclyl-C2-10-alken-1- yl, C3-10-Cyloalken-1-yl

Alkinyl: verzweigte und unverzweigte C2-10-Alkin-1-yl, verzweigte und unverzweigte C1-10-Alkyl-O-C2-10-alkin-1-yl, 1-Aryl-C2-10-alkin-1-yl, 2-Aryl-C2­10-alkin-1-yl, verzweigteund unverzweigte C2-10-Alkin-1-yloxycarbonyl, 1- Heterocyclyl-C2-10-alkin-1-yl, 2-Heterocyclyl-C2-10-alkin-1- yl,

Alkyl: verzweigte und unverzweigte C1-10-Alkyl, C3-10- Cyclalkyl

Cycloalkyl: C3-10-Cyclalkyl

Heteroatom: N, S, O

Aryl: Phenyl, ortho, meta, para-Toluyl, Xylyl, 1-Napthyl, 2-Naphtyl, Anthacenyl,

Heterocyclyl: ungesättigte und gesättigte 3-12- ringgliedigen, mono-, bi und tricyclische Heterocyclen mit 1-7 Heteroatomen, worin Heteroatom N, S, O sein kann

Metallorganyl: Magnesium-, Kupfer-, Palladium-, Quecksilber-, Eisen-, Lithium-, Bor-, Zirkonium, Zink, Zinn- C1-10-alkyl, -alkenyl, -aryl, -heterocyclyl, -OC1-10- Alkyl, -haloenyl

traceless: eine Abspaltung, bei der eine Funktionalität in ein Wasserstoffatom umgewandelt wird

Festphasenträger: eine Verbindung, die sich in einem der verwendeten Lösungsmittel nicht löst und dabei eine feste Phase bildet

Triazene: drei direkthintereinander gebundene, linear angeordnete Stickstoffatome, wobei zwei durch eine Doppelbindung verbunden sind

gemischt: meint in diesem Zusammenhang unabhängige Variation von zwei, drei oder mehr Resten.

Die einfache Zugänglichkeit und Kompatibilität zu unterschiedlichen funktionellen Gruppen erlauben ein breites Anwendungsspektrum, vor allem in Bezug auf die Bandbreite der am Harz durchzuführenden Reaktionstypen (Schema 2).



Schema 1. Synthese des Triazen-Harzes 3, Derivatisierung sowie "traceless" Abspaltung.



Schema 2: Beispiele von Reaktionen an dem Triazen-Harz 7: a) 7 (para-I), Cyclohexen, Pd(OAc)2, PPh3, NEt3, DMF, 24 h, 80°C, Ultraschall; b) THF/konz. HCl 10 : 1, 5 min. 50°C, Ultraschall; c) 7 (para-I), nBuLi (3 Äquiv.), -78°C, 30 min. dann Phthalsäurediethylester, → 25°C; d) 7 (para-I), tButylacrylat, Pd(OAc)2, PPh3, NEt3, DMF, 24 h, 80°C, Ultraschall; e) ADmix β, Aceton/H2O 10 : 1, Methansulfonamid, 72 h; f) Cyclopentadien, 100°C, 24 h; g) 1. DIBAL-H, CH2Cl2, -78°C, 1 h; 2. Ac2O, NEt3, CH2Cl2; 3. Pd(dba)2, PPh3, Bn2NH, THF, 24 h. 2. Beispiele



Beispiel 1 (1-Piperazinylmethyl)polystyrol (12)

In einem 100 ml Schienkkolben mit KPG-Rührer wurden 5.10 g (3.67 mmol) Merrifield-Harz (1) (1% Divinylbenzol, 200-400 mesh, 0.72 mmol/g Cl) in 50 ml DMF unter Stickstoffatmosphäre vorlegt und 10 min langsam gerührt. Nach Zugabe 3.09 g (35.9 mmol) Piperazin wurde die Suspension 12-48 h bei 60-80°C gerührt. Das erhaltene Harz wurde Schutzgas-Fritte in folgender Reihenfolgen mit Lösungsmitteln (je 15 ml pro 1 g Harz) gewaschen: DMF, MeOH, DMF, MeOH, DMF, MeOH, DMF, Diethylether, CH2Cl2, Diethylether, CH2Cl2, Diethylether, CH2Cl2, Diethylether. Anschließend wurde das Harz am Rotationsverdampfer bei Membranpumpenvakuum getrocknet. Letzte Lösungsmittelreste wurden im Hochvakuum entfernt. Zur Trocknung der Harze vor Metallierungen bzw. vor der Elementaranalyse wurde das Harz zweimal mit Benzol gequollen und im Hochvakuum azeotop entwässert. Man erhielt 5.28 g 12 als leicht gelben Feststoff. - 1438 g/mol: ber. N 1.95; gef. N 1.95. Beladung: 100%.



Beispiel 2 Benzylaminomethylpolystyrol (2a/2b)

Analog der bei Verbindung 12 beschriebenen Vorschrift wurden 5.0 g (3.6 mmol) Merrifield-Harz, 3.8 g (36 mmol) Benzylamin umgesetzt. Nach Aufarbeitung erhielt man 5.26 g 2a als farblosen Feststoff. - 1459 g/mol: ber. N 0.96; gef. 0.88. Beladung: 92%.



Beispiel 3 [4-(4-Iodphenyldiazenyl)-1- piperazinylmethyl]polystyrol (7-para-I)

In einem 250 ml Rundkolben wurde eine Lösung von 3.33 g (15 mmol) p- Iodanilin in 80 ml THF bei Raumtemperatur mit 3.0 ml (28 mmol) Bortrifluorid-Etherat versetzt und auf -15°C gekühlt. Nach tropfenweiser Zugabe von 1.0 ml (25 mmol) tert-Butylnitrit wurde für 15 min bei ca. -10°C nachgerührt.

Das zu diazotierende Harz 12 (4.0 g, 3.6 mmol) wurde mit 40 ml THF versetzt und mit 10 ml der oben hergestellten Diazoniumsalz.-Lösung versetzt. Nach Agitation für 30 min wurde das Lösungsmittel entfernt, mit 20 ml THF und 10 ml Triethylamin gewaschen und diese Prozedur (Diazoniumsalz, Agitation, Waschen) dreimal durchlaufen. Nach üblicher Aufarbeitung erhielt man 4.6 g 7-para-I als rötlichen Feststoff. - 1669 g/mol: ber. N 3.36; gef. 2.54. Beladung: 52% bez. auf 12.



Beispiel 4 [N-Benzyl-N-(4- iodphenyldiazenyl)aminomethyl]polystyrol (3a-para-I)

Analog der bei Verbindung 7-para-I beschriebenen Vorschrift wurden 1.0 g (0.70 mmol) Harz 2a, 3.5 g (16 mmol) p-Iodanilin, 3.0 ml (28 mmol) Bortrifluorid-Etherat, 3 ml (25 mmol) tert-Butylnitrit in THF umgesetzt. Nach Aufarbeitung erhielt man 1.44 g 3a-para-I als rötlichen Feststoff. - 1689 g/mol: ber. N 2.28; gef. 2.14. Beladung 96% bez. auf 2a - Die Durchführung in wäßriger Lösung ergab eine Beladung von 18% (3a-para-I). - 1689 g/mol: ber. N 2.28; gef. 0.99.



Beispiel 5 [N-Benzyl-N-(2- bromphenyldiazenyl)aminomethyl]polystyrol (3b-ortho-Br)

In einem 100 ml Becherglas wurden eine Lösung von 1.73 g (10 mmol) o-Bromanilin in 3 ml (35 mmol) konz. HCl unter Eiskühlung gelöst und portionsweise mit einer Lösung von 0.7 g (10 mmol) NaNO2 in 2 ml H2O versetzt. Es wurde 15 min bei 0°C nachgerührt. Das zu diazotierende Harz (5.0 g) wurde mit 30 ml THF und 5 g (50 mmol) Triethylamin versetzt und mit 3 ml der oben hergestellten Diazoniumsalz-Lösung versetzt. Nach Agitation für 30 min wurde das Lösungsmittel entfernt, und das Harz wie üblich gewaschen. Es wurde Beladung von 13% (3b-ortho-Br) gefunden. - 2025 g/mol: ber. N 2.07; gef. 0.88.

Beispiel 6 N-Benzyl-N-[2-(E)-(2-tert-Butoxycarbonyl)- ethenylphenyldiazenyl]aminomethylpolystyrol (5-ortho-Br)

In einer dickwandigen Pyrex-Flasche wurden 5 g (0.38 mmol) Harz 3-ortho-Br, 56 mg (0.10 mmol) Palladium(II)acetat, 88 mg (0.3 mmol) Triphenylphosphin, in 10 ml DMF umgesetzt. Man setzte 10 ml DMF hinzu und spülte die Mischung mit Stickstoff für 5 min. Zu dieser Suspension wurden 0.80 ml (5 mmol) tert-Butylacrylat und 0.50 ml (3 mmol) Triethylamin zugesetzt. Die Reaktionsmischung wurde für die angegebene Zeit bei 50°C im Ultraschallbad agitiert und nach Abkühlung wie üblich 1 aufgearbeitet. Die Trocknung erfolgte im Hochvakuum.



Beispiel 7 N-[4-(E)-(2-tert- Butoxycarbonyl)ethenylphenyldiazenyl]-4- piperazinylmethylpolystyrol (13-para)

Analog der bei Verbindung 13-ortho beschriebenen Vorschrift wurden 4.00 g (2.40 mmol) Harz 7-para-I, 28 mg (0.10 mmol) Palladium(II)acetat, 93 mg (0.3 mmol) Triphenylphosphin, 2.0 ml (14 mmol) Triethylamin, 6.2 ml (43 mmol) tert- Butylacrylat in 50 ml DMF umgesetzt. Nach Aufarbeitung erhielt man 4.0 g 13-para als braunen Feststoff. - 1669 g/mol: ber. N 2.54; gef. 2.04.



Beispiel 8 N-Benzyl-N-[4-(E)-(2-tert-Butoxycarbonyl)- ethenylphenyldiazenyl]aminomethylpolystyrol (5a-para)

Analog der bei Verbindung 13-ortho beschriebenen Vorschrift wurden 1.00 g (0.59 mmol) Harz 3a-para-I, 26 mg (0.10 mmol) Palladium(II)acetat, 90 mg (0.3 mmol) Triphenylphosphin, 2.0 ml (14 mmol) Triethylamin, 6.2 ml (42 mmol) tert-Butylacrylat in 20 ml DMF umgesetzt. Nach Aufarbeitung erhielt man 5a-para als braunen Feststoff. - 1689 g/mol: ber. N 2.49; gef. 1.89.



Beispiel 9 4-[2-(2,3-dihydrofuryl)phenyldiazenyl]-1- piperazinylmethylpolystyrol und 4-[2-(2,5-dihydrofuryl)- phenyldiazenyl]-1-piperazinylmethylpolystyro 1 (14-para)

Analog der bei Verbindung 13-ortho beschriebenen Vorschrift wurden 505 mg (0.3 mmol) Harz 7-para-I, 25 mg (0.10 mmol) Palladium(II)acetat, 94 mg (0.3 mmol) Triphenylphosphin, 0.50 ml (3 mmol) Triethylamin, 2.00 ml (5 mmol) Dihydrofuran in 10 ml DMF umgesetzt. Nach Aufarbeitung erhielt man 14-para als braunen Feststoff.



Beispiel 10 4-[4-(3-Cyclohexenyl)phenyldiazenyl]-1piperazinylmethyl)polystyrol (15-para)

Analog der bei Verbindung 13-ortho beschriebenen Vorschrift wurden 2.06 g (1.2 mmol) Harz 7-para-I, 23 mg (0.10 mmol) Palladium(II)acetat, 37.7 mg (0.10 mmol) Oxazolin 18, 0.5 ml (3.6 mmol) Triethylamin, 2.0 ml (20 mmol) Cyclohexen in DMF umgesetzt. Nach Aufarbeitung erhielt man 15-para als braunen Feststoff.



Beispiel 11 N-Benzyl-N-[4-(3-cyclohexenyl)- phenyldiazenyl]aminomethylpolystyrol (16-para)

Analog der bei Verbindung 13-ortho beschriebenen Vorschrift wurden 2.02 g (1.2 mmol) Harz 3a-para-I, 24 mg (0.11 mmol) Palladium(II)acetat, 38.5 mg (0.10 mmol) Oxazolin 18, 0.5 ml (3.6 mmol) Triethylamin, 2.0 ml (20 mmol) Cyclohexen in DMF umgesetzt. Nach Aufarbeitung erhielt man 16-para als braunen Feststoff.



Beispiel 12 (E)-3-Phenylpropensäure-tert-butylester (4)

a) Eine Suspension von 5.0 g (0.38 mmol, 13% Beladung) Harz 5b-ortho in einer Mischung aus 5 ml THF und 0.5 ml konz. HCl wurde bei 40-50° C im Ultraschallbad für 5-10 min agitiert. Nach Filtration und dreimaligem Waschen des Rückstandes mit CH2C12, Pentan oder Ether wurde das Filtrat im Vakuum eingeengt bzw. wäßrig aufgearbeitet. Die Reinigung erfolgte per Filtration über Kieselgel (Pentan/Ether). Nach Aufarbeitung erhielt man 60 mg 4 (71% bezogen auf 3b) als farblose Kristalle, Schmp. 30°C. Die Identifikation erfolgte durch Vergleich mit einer authentischen Probe und Vergleich der spektroskopischen Daten.



b) Analog der oben beschriebenen Vorschrift wurden 500 mg (0.30 mmol, 80% Beladung, 0.24 mmol) Harz 13-para für 10 min bei 50°C agitiert. Nach Aufarbeitung erhielt man 36.5 mg (75%) 4 als farblosen Feststoff, Schmp. 30°C. Die Identifikation erfolgte durch Vergleich mit einer authentischen Probe und Vergleich der spektroskopischen Daten.



Beispiel 13 3-Phenylcyclohexen (6)

Analog der bei Verbindung 4 beschriebenen Vorschrift wurden 500 mg (0.30 mmol, ca. 80% Beladung, 0.24 mmol) 15-para für 10 min bei 50°C agitiert. Nach Aufarbeitung erhielt man 25 mg (67%) 6 als farbloses Öl. Die Identifikation erfolgte durch Vergleich mit einer authentischen Probe und Vergleich der spektroskopischen Daten.



Beispiel 14 (endo/exo)-3-Phenylbicyclo[2.2.1]hept-5-en-2- carbonsäure-tert-butylester (10)

Eine Suspension von 500 mg (0.30 mmol, 80% Beladung, 0.24 mmol) Harz 13-para in 15 ml Cyclopentadien in einem Pyrex-Gefäß wurde bei 100°C für 24 h umgesetzt. Nach üblicher Aufarbeitung und Abspaltung analog wie bei Verbindung 4 beschriebenen Vorschrift wurden 50.5 mg (78%) 10 als 1 : 2.1 Mischung von exo/endo-10 erhalten. Die Identifikation erfolgte mittels der spektroskopischen Daten (2D-NMR, MS). Spuren der cissubstituierten Verbindung sind nachweisbar.



Beispiel 15 (S,S)-2,3-Dihydroxy-3-phenylpropensäure-tert- butylester (9)

Eine Suspension aus 0.500 g (0.30 mmol, 80% Beladung, 0.24 mmol) Harz 13-para, 1.0 g ADmix-β, 0.10 g (0.6 mmol) Methansulfonamid in tert-Butanol/Wasser (1 : 1) wurde 3d agitiert. Nach Zugabe von konz. Na2SO3-Lösung, weiterer Agitation für 30 min wurde gemäß wie üblich aufgearbeitet. Die Umsetzung gemäß der bei Verbindung 4 beschriebenen Vorschrift ergab nach Reinigung an Kieselgel 30 mg (53%) 9 als farbloses Öl. Die Identifikation erfolgte durch Vergleich mit einer authentischen Probe und Vergleich der spektroskopischen Daten.



Beispiel 16 N,N,N-(Dibenzyl)-3-(E)-phenylprop-2-enylamin (11)

Eine Suspension aus 0.50 g (0.30 mmol, 80% Beladung, 0.24 mmol) Harz 13-para in 50 ml CH2Cl2 wurde bei -78°C mit 2.0 ml DIBAL-H (1 M in Hexan, 2.0 mmol) versetzt. Nach Auftauen auf Raumtemperatur und erneuter Abkühlung auf 0°C wurde langsam mit ges. Natriumkaliumtratrat-Lösung versetzt, und für 2 h agitiert. Nach üblicher Aufarbeitung wurde das Harz in 50 ml CH2Cl2 suspendiert und mit 3.0 ml (3.3 g, 32 mmol) Acetanhydrid und 5 ml (3.6 g, 3.6 mmol) Triethylamin bei versetzt. Die Suspension wurde nach Agitation für 24 h bei Raumtemperatur wie üblich aufgearbeitet. Das erhaltene Harz wurde in 50 ml THF suspendiert, mit einer Lösung aus 10 mg (0.017 mmol) Pd(dba)2, 10 mg (0.38 mmol) PPh3 in 5 ml THF versetzt und nach 10 min mit 500 mg (2.53 mmol) Dibenzylamin in THF versetzt. Nach 24 h wurde wie üblich aufgearbeitet und das Harz analog der bei Verbindung 13-ortho beschriebenen Vorschrift gespalten. Das saure Filtrat wurde auf Wasser gegeben, zunächst mit Ether extrahiert. Nach Alkalisierung der wäßrige Phase (Natronlauge) und Extraktion mit Ether ergaben sich nach Entfernen des Lösungsmittels 31 mg (41%) 11 als gelbes Öl. Die Identifikation erfolgte durch Vergleich mit einer authentischen Probe und Vergleich der spektroskopischen Daten.



Beispiel 17 2-Benzophenoncarbonsäureethylester (8)

Eine Suspension aus 500 mg (0.30 mmol, 80% Beladung, 0.24 mmol) 7-para-I in 10 mL THF wurde bei -78°C mit 0.35 mL (2.35 M in Hexan, 0.8 mmol) nBuLi versetzt und für 45 min agitiert. Nach Zugabe von 2 g Phtalsäurediethylester und Auftauen auf Raumtemperatur (12 h) wurde wie üblich aufgearbeitet und ergibt das Harz 17-para. Gemäß der bei Verbindung 4 beschriebenen Vorschrift wurden 0.200 g (0.12 mmol, 80% Beladung, 0.093 mmol) Harz 17-para umgesetzt und über Kieselgel filtriert. Es ergaben sich 8.5 mg (29%) als farbloses Öl. Die Identifikation erfolgte durch Vergleich mit einer authentischen Probe und Vergleich der spektroskopischen Daten.

Patentumfeld

Sogenannte "Traceless"-Abspaltungen (Abspaltung eines Produktes von einem Harz durch Substitution des Linkerfunktionalität durch ein Proton) wurden bisher basierend auf Siliziumfunktionaltäten (M. J. Plunkett, J. A. Ellman, J. Org. Chem. 1995, 60, 6006-6007; b) B. Chenera, J. A. Finkelstein, D. F. Veber, J. Am. Chem. Soc. 1995, 117, 11999-12000), Schwefel - (zum Beispiel: F. W. Forman, T. Sucholeiki, Tetrahedron Lett. 1995, 60, 523-528) und Phosphorlinker (I. Hughes, Tetrahedron Lett. 1996, 37, 7595-7598) beschrieben. Ein Linker mit Triazen- Funktionalität wird zwar von Nelson et al. (J. C. Nelson, J. K. Young, J. 5. Moore, J. Org. Chem. 1996, 61, 8160-8168) beschrieben, darin wird jedoch nicht, wie im oberen Sinne, "traceless" abgespalten, sondern unter Ausbildung einer Aryl-Iod-Bindung. Ein "traceless" Linker auf Triazen-Basis existiert bisher nicht.

Gegenüber den oben aufgeführten Alternativen, von denen nur Harze mit einem Silyl-Linker kommerziell erhältlich sind, zeichnet sich der in diesem Patent beschriebene Linker durch seine einfache Zugänglichkeit (aus Diazoniumsalzen in an sich bekannter Weise) aus. Seine Kompatibilität zu unterschiedlichen funktionellen Gruppen erlaubt ein breites Anwendungsspektrum, vor allem in Bezug auf die Bandbreite der am Harz durchzuführenden Reaktionstypen. Dabei sollte bemerkt werden, daß der Linker in extrem einfacher Weise darzustellen ist und insbesondere die Anzahl der zur Verfügung stehenden Edukte (Aniline bzw. aromatische Nitroverbindungen als deren Vorläufer) eine sehr große Anwendungsbreite ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von substituierten Aromaten oder Heterocyclylen mittels Synthese an Festphasen mit sekundärer Aminfunktion, dadurch gekennzeichnet, daß folgende Schritte enthalten sind:
    1. a) Kupplung der Festphase mit sekundärer Aminfunktion mit einem substituierten Aryldiazoniumsalz oder einem substituierte Heterocyclyldiazoniumsalz
    2. b) Reaktionen der an der synthetisierten Festphasen mit Triazen-Funktionalität gebundenen Aryle oder Heterocyclyle unter Erhalt der Triazen-Funktionalität
    3. c) Abspaltung der nach a) bis b) erhaltenen substituierten Aryle oder substituierte Heterocyclyle unter Austausch der Triazen-Funktion gegen ein Substituenten X aus der Gruppe von Wasserstoff, Deuterium oder Tritium in Gegenwart von Elektrophilen Verbindungen und Reduktionsmitteln oder Radikalquellen.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Festphase verwendete Aminfunktion solche aus der Gruppe von unsubstituierten und ein- oder mehrfach mit C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, NO2, SO2 -C1-10- Alkyl, Heterocyclyle, COOR1 oder COR1 substituierten Piperazinen, von unsubstituierten und ein- oder mehrfach mit C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, NO2, SO2-C1-10- Alkyl, Heterocyclyle, COOR1, COR1 oder CR1OR2 substituierten Pyrrolidinen oder unsubstituierten und ein- oder mehrfach mit C1-10-Alkyl, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Aryl, Heterocyclyle, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, NO2, SO2-C1-10- Alkyl, Halogene, COOR1, COR1, CONR1R2, NR1R2 substituierten Aryl (C1-2)alkylaminen und R1 und R2 gleich oder verschieden voneinander C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10- Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene bedeuten.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dadurch, daß Triazene der allgemeinen Formel 1, 2, 3 oder 4





    worin

    X C1-10-Alkyl, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Aryl, Heterocyclyle, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene, OR3, NR1R3, SR3, COOR3, COR3, C R1R2OR3, CONR1R3, NR1R3

    R1 und R2 gleich oder verschieden voneinander C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene

    R3 C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene, COOR1, COR1, CONR1R2, NR1R2

    Z Festphasenträger

    dargestellt werden.
  4. 4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Festphasenträger ausgewählt ist aus der Gruppe von quervernetztem Polystyrol, Propfcopolymeren aus quervernetztem Polystyrol mit langkettigen Makromolekülen oder derivatisierten Glasoberflächen.
  5. 5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Reaktionen aus der Gruppe von Reduktionen von nicht-konjugierten Alkenen zu Alkylen in Gegenwart von Palladium-Katalysatoren und Wasserstoff, Reduktionen von nicht-konjugierten Kohlenstoff-Heteroatom-Mehrfachbindungen, Reaktion von Kohlenstoff-Halogenbindungen zu Kohlenstoff- Wasserstoffbindungen, Reduktion von Nitrogruppen, Reduktion von Thiolen und Thioethern zu schwefelärmeren Verbindungen, Reduktion von Alkylestern zu sauerstoffärmeren Verbindungen, Reduktion von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylaldehyden, symmetrischen und gemischten Dialkenyl-, Dialkinyl-, Dialkyl-, Diaryl- und Arylalkyl-, Alkylalkenyl-, Alkylalkinyl-, Diheterocyclylketonen, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäuren, gemischten und symmetrischen Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäuralkyl-, -aryl-, -alkinyl-, -alkenylestern, Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylnitrilen und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäurehalogeniden zu sauerstoffärmeren Verbindungen, Reduktion von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylmethyliminen und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhydrazonen zu stickstoffärmeren Verbindungen, Nukleophiler Substitution von Alkenylalkyl-, Alkinylalkyl-, Aryl-, Heterocyclylalkyl-, alkylhalogeniden, Aryl-, Heterocyclylalkyl- und alkyloxysulfonaten, Trisaryl-, heterocyclylalkyl- und -alkylsilylhalogeniden mit Hydroxyalkyl-, aryl- und heterocyclylen, Thioalkyl-, Aryl- und Heterocyclylen, Aminoalkyl-, aryl- und heterocyclylen, gemischte Kupplung von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhalogeniden mit Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhalogeniden, gemischte Kupplung von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylhalogeniden mit Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylmetallorganylen (Kupplung nach Suzuki, Stille, Sonogashira und Negishi: F. Diederich, P. J. Stang, Hrsg., Metal-Catalyzed Cross Coupling Reactions, Wiley, VCH, 1998, ISBN3-527-2921-X und Zitate darin), Palladium-katalysierte Kupplung von Aryl-, Alkenyl- und Alkinylhalogenen und -perfluoralkylsulfonaten mit Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylalkenen und -alkinen (Kupplung nach Heck: F. Diederich, P. J. Stang, Hrsg., Metal-Catalyzed Cross Coupling Reactions, Wiley, VCH, 1998, ISBN3-527- 2921-X und Zitate darin), Palladium-katalysierte und unkatalysierte Substitution von aryl- und alkylsubstituierten Allylhalogeniden und -oxycarbonylalkylen und -oxycarbonylarylen mit 1,3- Dicarbonylalkanen und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclyl-substituierten Aryl- und Alkylmalonsäuredervaten und Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylaminen und in Gegenwart von Basen (Substitution nach Trost-Tsuji: B. M. Trost, Angew. Chem., Int. Ed. Engl. 1989, 28, 1173 und Zitate darin; B. M. Trost, D. L. Van Vranken, Chem. Rev. 1996, 96, 395 und Zitate darin), Oxidation von primären oder sekundären Alkoholfunktionen zu Carbonylfunktionen durch Pyridiniumchromat und Dimethylsulfoxid (Oxidation nach Swern), Addition von Halogenen, gemischten Halogenhalogeniden, Sauerstoff, Ozon, symmetrische und unsymmetrischen Diaryl-, dialkyl, -dihalo, symmetrischen oder gemischten -C1-alkylcarbonyloxyalkylcarbenen unter Bildung von β-Lactonen, Methylen (Reaktion nach Simmons- Smith), symmetrischen oder gemischten Diaryl-, Aryl, Dialkyl-, Dihalo-, Haloketenen, Halogenwasserstoff, Dihydroxyl in Gegenwart von Osmiumsalzen und Ferraten (Dihydroxylierung nach Sharpless) an nicht-konjugierte Kohlenstoffmehrfachbindungen, Cycloadditionen von konjugierten cisoiden-Dienen mit Alkenen und Alkinen (Diels-Alder-Reaktion), Eliminierung von Halogenwasserstoff in Gegenwart von Basen, Eliminierung von Dihalogen in Gegenwart von Zink, Eliminierung von Wasserstoff in Gegenwart von Palladium auf Kohlenstoff, Eliminierung von Aryl- und Alkyloxyhalogeniden, Eliminierung von Hydroxyhalogen, Eliminierung von Hydroxylamin, Eliminierung von Stickstoff, Desoxygenierung von Epoxiden, Eliminierung von Wasser, Eliminierung von Alkyl- und Arylsulfonsäuren, Eliminierung von Dihydroxyl, Eliminierung von Alkenyl-, Alkinyl-, Alkyl-, Aryl- und Heterocyclylcarbonsäuren, -thiocarbonsäuren und -dithiocarbonsäuren, Nukleophile Substitution von Aryl- und Heterocyclylhalogeniden und -oxysulfonylalkylen mit Hydroxyalkylen, arylen und -heterocyclylen, Thioalkylen, arylen und -heterocyclylen und Aminoalkylen, -arylen und -heterocyclylen, Umlagerung von Aryl-O-C1-alkenyl und Alkenyl-O-C1-alkenyl (Umlagerung nach Claisen), Reaktion von symmetrischen oder gemischten Triaryl- oder Trialkyloxyphosphonium-C1-alkylidenaryl, -C1- alkylidencarbonyloxyalkylen (Reaktion nach Wittig und Wittig-Horner), Reaktion von substituierten und unsubstituierten, symmetrischen und gemischten sekundären Diaryl-, Dialkyl-, Arylalkylaminen, Piperidinen, Pyrrolidinen, Piperazinen mit Arylaldehyden, Alkylaldehyden und Formaldehyd sowie substituierten Hydroxyarenen, Alkinen, Trialkylsilyloxycycloalkenen, Trialkylsilyloxyalkenen, Dialkylaminoalkenen, Dialkylaminocycloalkenen, Oxocycloalkane und Oxoalkane (Reaktion nach Mannich: N. Risch et al. Liebigs Ann. Chem. 1992, 233 und Zitate darin), Reaktion von symmetrischen und unsymmetrischen Tetraalkyl-, Trialkylaryl-, Dialkyldiaryl-, Alkyltriarylimmoniumionen sowie substituierten Hydroxyarenen, Alkinen, Trialkylsilyloxycycloalkenen, Trialkylsilyloxyalkenen, Dialkylaminoalkenen, Dialkylaminocycloalkenen, Oxocycloalkane und Oxoalkane (Reaktion nach Mannich: N. Risch et al. Liebigs Ann. Chem. 1992, 233 und Zitate darin), Gabriel-Synthese von Aminen, Vilsmeier-Reaktion, Hoffmann- Abbau, Titan-vermittelte Reaktion von Alkyl-C2- magnesiumhalogeniden mit symmetrischen und unsymmetrischen Diaryl-, Dialkyl-, Alkylarylformiden, -alkylamiden, -arylamiden (Cyclopropanierung nach Chaplinski et al., Angew. Chem. 1996, 108, 491-492; Synlett 1997, 111-114), Aminohydroxylierung nach Sharpless (B. Tao, G. Schlingloff, K. B. Sharpless, Tetrahedron Lett. 1998, 39, 2507 und zit. Lit.), Addition von Alkoholen, Thiolen, Cycanwasserstoff an Aldehyde und Ketone, Knoevenagel- Kondensation, Aldol-Reaktion, Leukart-Wallach-Reaktion, Strecker-Synthese, Addition von Boran, Diboran, symmetrischen und gemischten Dialkylboran, Alkylboran an nicht-konjugierte Alkene, Reaktion von metallierten Ketonen, Enaminen und Hydrazonen mit Alkylhalogeniden (Alkylierung), 1-Nitroalkenen (Addition nach Michael), symmetrischen und unsymmetrischen Aryl- und Alkysulfonylalkenen Addition nach Michael), symmetrischen und unsymmetrischen Alkyloxycarbonylalkenenen (Addition nach Michael), Reaktion von primären und symmetrischen und gemischten sekundären Aminen sowie Alkyl- und Arylaldehyden und symmetrischen und gemischten Dialkyl-, Diaryl- und Alkylarylketonen in Gegenwart von Reduktionsmitteln wie NaBH4 (reduktive Aminierung), an der Triazenverbindung ein oder mehrfach an unterschiedlichen Positionen der Triazenaryl oder Triazenheterocyclylverbindung gemäß Schritt b durchgeführt werden.
  6. 6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche gemäß 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Abspaltung der nunmehr modifizierten Aryl- und Heterocyclyle durch ein oder mehrere Elektrophile aus der Gruppe von Protonen, Deuteronen, Tritionen, C1-10-Alkylhalogenide, Metallsalzen, Trialkylsilylhalogenide, C1-10-Akylcarbonylhalogenide, symmetrische oder gemischte C1-10-Alkylcarbonsäureanhydride, Bortrihalogenide, symmetrische oder gemischte Tri-, Di oder Mono- C1-10-alkyl- oder -arylalumium, symmetrische oder gemischte Di oder Mono- C1-10-alkyl- oder -arylalumiummono- und -dihalogenide, Trihaloalumium-Verbindungen, symmetrische oder gemischte Tri-, Di oder Mono-C1-10-alkyl- oder -arylgallium, symmetrische oder gemischte Di oder Mono- C1-10-alkyl- oder -arylgalliummono- und -dihalogenide, Trihalogallium-Verbindungen sowie ein oder mehr Reduktionsmittel oder Radikalinitiatoren aus der Gruppe von Unterphosphorige Säure und deren Metallsalze, Phosphorige Säure und deren Metallsalze, Unterschweflige Säure und deren Metallsalze, Schwefelwasserstoff und deren Metallsalze, schweflige Säure und deren Metallsalze, salpetrige Säure und deren Metallsalze, Alpha-Teilchen, Cyclischen 4-10-gliedrige Ethern, Hydroxy-C1-10-alkyle, Ethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Polyethylenglycol (n = 5-10000), Thio-C1-10-alkyle, Dioxan, Wasserstoffperoxid, C1-10-Alkylperoxiden, Polysilane, symmetrischen oder gemischten Di-C1-10-alkylethern, Tri- C1-10-alkylsilanen, Dialkylsilane, Silane, Boran, Diboran, Boranate und ihre Metallsalze, Alan, Alanate und ihre Metallsalze, Alkalimetallen, Erdalkalimetallen, Zinn, Blei, Palladium, Schwefel, Iodwasserstoff, symmetrische oder gemischte Tri-C1-10-alkylstannane, Wasserstoff, Azobisisobutyronitril, Hydrochinon, Photonen der Wellenlänge 150-450 nm, Ultraschall, Mikrowellenstrahlung die angebundene Triazengruppe durch ein Wasserstoff- Deuterium- oder Tritiumatom ersetzt wird.
  7. 7. Eine Festphase Z dadurch gekennzeichnet, daß an diese über ein Stickstoffatom eine Benzylrest und eine Diazenylarylgruppierung oder Diazenylhetarylgruppierung angebunden ist, die an allen Kohlenstoffatome einfach oder mehrfach mit X gleich C1-10-Alkyl, C1-10-Alkenyl, C1-10- Alkinyl, Aryl, Heterocyclyle, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, NO2, SO&sub2;-C1-10-Alkyl, Halogene, OR3, NR1R3, SR3, COOR3, COR3, CR1R2OR3, CONR1R3, NR1R3; R1 und R2 gleich oder verschieden voneinander C1-10-Alkyl, Aryl, C1-0-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10- Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene

    R3 C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene, COOR1, COR1, CONR1R2, NR1R2; Z Festphasenträger substituiert ist.

    (Struktur 1)





  8. 8. Eine Festphase Z dadurch gekennzeichnet, daß an diese über ein Stickstoffatom eine Piperidinyl-Ndiazenylarylgruppierung oder -diazenylhetarylgruppierung angebunden ist, die an allen Kohlenstoffatome einfach oder mehrfach mit X gleich C1-10-Alkyl, C1-10-Alkenyl, C1-10- Alkinyl, Aryl, Heterocyclyle, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene, OR3, NR1R3, SR3, COOR3, COR3, CR1R2OR3, CONR1R3, NR1R3; R1 und R2 gleich oder verschieden voneinander C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10- Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene

    R3 C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene, COOR1, COR1, CONR1R2, NR1R2; Z Festphasenträger substituiert ist.

    (Struktur 2)





  9. 9. Eine Festphase Z dadurch gekennzeichnet, daß an diese eine Pyrrolidinyl-Ndiazenylarylgruppierung oder -diazenylhetarylgruppierung angebunden ist, die an allen Kohlenstoffatomen einfach oder mehrfach mit X gleich C1-10- Alkyl, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Aryl, Heterocyclyle, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene, OR3, NR1R3, SR3, COOR3, COR3, CR1R2OR3, CONR1R3, NR1R3; R1 und R2 gleich oder verschieden voneinander C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10- Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10- Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene

    R3 C1-10-Alkyl, Aryl, C1-10-Alkyl-O-C1-10-Alkyl, Wasserstoff, Deuterium, Tritium, C1-10-Alkenyl, C1-10-Alkinyl, Heterocyclyle, NO2, SO2-C1-10-Alkyl, Halogene, COOR1, COR1, CONR1R2, NR1R2; Z Festphasenträger substituiert ist.

    (Struktur 3, 4)











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