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Dokumentenidentifikation DE19936623A1 20.04.2000
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Abtastung von Vorlagen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Heuer, Axel, 24253 Fahren, DE;
Suhr, Holger, 24149 Kiel, DE
DE-Anmeldedatum 04.08.1999
DE-Aktenzeichen 19936623
Offenlegungstag 20.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2000
IPC-Hauptklasse H04N 1/06
IPC-Nebenklasse G02B 26/10   G03F 1/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur punkt- und zeilenweisen Abtastung einer auf einer Abtasttrommel (1) aufgespannten Vorlage (5). Zur bildpunktweisen Beleuchtung der Vorlage (5) wird in einem Lichtleiter (7) ein Lichtfleck (8') erzeugt und als Beleuchtungsfleck (12) auf die Vorlage (5) abgebildet. Der Lichtleiter (7) ist zwecks Änderung des Abbildungsmaßstabs des Beleuchtungsfelcks (12) mittels eines Stellantriebs (23a) verschiebbar angeordnet. Zur Einstellung der Beleuchtung wird die Leuchtdichte (B) des Beleuchtungsflecks (12) mit dem optoelektronischen Abtastorgan (15) gemessen. In einem Rechner (23b) werden in Abhängigkeit von der gemessenen Leuchtdichte (B) Steuersignale für den Stellantrieb (23a) erzeugt. Zur Einstellung der optimalen Beleuchtung der Vorlage (5) wird der Abbildungsmaßstab des Beleuchtungsflecks (12) durch Verschieben des Lichtleiters (7) derart geändert, daß die gemessene Leuchtdichte (B) des Beleuchtungsflecks (12) maximal ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der elektronischen Reproduktionstechnik und betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur bildpunkt- und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von auf einer Abtasttrommel aufgespannten Vorlagen. Eine solche Trommelabtastvorrichtung, nachfolgend Trommelscanner genannt, kann zur Abtastung von schwarzweißen oder farbigen Vorlagen in Auflicht und/oder Durchlicht ausgebildet sein.

Ein Trommelscanner zur Abtastung von Durchsichtsvorlagen besteht beispielsweise aus einer rotierenden transparenten Abtasttrommel, auf die eine abzutastende Durchsichtsvorlage aufgespannt ist, einer Lichtquelle zur bildpunktweisen Beleuchtung der Durchsichtsvorlage und aus einem Abtastorgan mit einem Abtastobjektiv, einer Abtastblende und einem optoelektronischen Wandler zur Umwandlung des von der Durchsichtsvorlage durchgelassenen Abtastlichts in ein Bildsignal, welches die Helligkeitswerte der abgetasteten Bildpunkte repräsentiert.

Das zur bildpunktweisen Beleuchtung der Durchsichtsbildvorlage benötigte Licht wird beispielsweise von einer sich außerhalb der Abtasttrommel befindlichen Lichtquelle durch einen Lichtleiter in den hohlzylinderförmigen Innenraum der Abtasttrommel transportiert und dort mittels eines Anpassungsobjektivs und eines Umlenkspiegels als Beleuchtungsfleck auf die Durchsichtsvorlage abgebildet. Das mit dem Bildinhalt der Durchsichtsvorlage modulierte Abtastlicht gelangt durch das Abtastobjektiv in das außerhalb der Abtasttrommel befindliche Abtastorgan und wird dort durch optoelektronische Wandlung in ein Bildsignal umgesetzt.

Das Abtastorgan einerseits und die optischen Elemente andererseits sind jeweils an einem Arm eines u-förmigen Vorschubsupports befestigt, wobei der die optischen Elemente tragende Arm stirnseitig in die Abtasttrommel hineinragt.

Zur flächenhaften Abtastung der Durchsichtsvorlage bewegt sich der Vorschubsupport in Achsrichtung der rotierenden Abtasttrommel.

Um Vorlagen mit unterschiedlichen Formaten abtasten zu können, gehören in üblicher Weise zum Lieferumfang eines Trommelscanners Abtasttrommeln mit unterschiedlichen Durchmessern, die je nach Format der abzutastenden Vorlage in den Trommelscanner eingespannt werden.

Um eine gute Abtastqualität zu erzielen, ist eine optimale Beleuchtung der Vorlagen, insbesondere bei Verwendung von Abtasttrommeln mit unterschiedlichen Durchmessern, erforderlich. Zur optimalen Einstellung der Größe des Beleuchtungsflecks auf der jeweiligen Vorlage sind bei einem herkömmlichen Trommelscanner an dem Vorschubsupport Linsensysteme manuell auszutauschen, um die unterschiedlichen radialen Abstände zwischen dem zentralen Arm des Vorschubsupports und der Mantelfläche der jeweiligen Abtasttrommel auszugleichen, was relativ aufwendig ist.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur bildpunkt- und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von auf Abtasttrommeln aufgespannten Vorlagen derart zu verbessern, daß eine optimale bildpunktweise Beleuchtung der Vorlagen, insbesondere bei Verwendung von Abtasttrommeln mit unterschiedlichen Durchmessern, in einfacher Weise und weitestgehend selbsttätig erreicht wird.

Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs i und bezüglich der Vorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs ? gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau eines Trommelscanners mit einer,

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für die Vorrichtungen zur axialen Verschiebung eines Lichtleiters und zur radialen Verschiebung eines Abtastobjektivs sowie die Positionierung des Lichtleiters und des Abtastobjektivs bei Verwendung einer Abtasttrommel mit kleinem Durchmesser und

Fig. 3 die Positionierung des Lichtleiters und des Abtastobjektivs bei Verwendung einer Abtasttrommel mit großem Durchmesser.

Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Trommelscanners. Eine transparente Abtasttrommel (1) mit beispielsweise senkrechter Drehachse (2) ist mittels einer Spannvorrichtung (3) an einen Rotationsantrieb (4) gekoppelt. Die Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) kann auch waagerecht oder in einem beliebigen Winkel zur Standfläche des Trommelscanners angeordnet sein.

Auf der Abtasttrommel (1) ist eine Durchsichtsvorlage (5) montiert. Zur Abtastung von Durchsichtsvorlagen (5) unterschiedlicher Formate werden mit Hilfe der Spannvorrichtung (3) Abtasttrommeln (1) mit unterschiedlichen Durchmessern in den Trommelscanner eingespannt. Die Spannvorrichtung (3) ist beispielsweise nach DE-GM 296 23 523 und der Rotationsantrieb nach DE-OS 196 01 524 aufgebaut.

Zur bildpunktweisen Beleuchtung der Durchsichtsvorlage (5) ist in dem hohlzylinderförmigen Innenraum der Abtasttrommel (1) eine Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) vorgesehen, die von einer sich außerhalb der Abtasttrommel (1) befindlichen Lichtquelle (6) gespeist wird. Ein von der Lichtquelle (6) erzeugter Lichtstrahl wird durch einen Lichtleiter (7) in die Beleuchtungseinrichtung transportiert und tritt durch eine Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) in Richtung der Drehachse (2) aus. Der ausgetretene Lichtstrahl (9) wird mittels eines Anpassungsobjektivs (10) in der Drehachse (2) und eines unter 45° zur Drehachse (2) angeordneten Umlenkspiegels (11) in radialer Richtung auf die Durchsichtsvorlage (5) abgelenkt, wodurch ein Lichtfleck (8') in der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) als Beleuchtungsfleck (12) auf die Durchsichtsvorlage (5) abgebildet wird.

Das von der Durchsichtsvorlage (5) durchgelassene und mit den Helligkeitswerten der abgetasteten Bildpunkte modulierte Abtastlicht (13) gelangt durch ein Abtastobjektiv (14) in ein außerhalb der Abtasttrommel (1) befindliches Abtastorgan (15) mit einer Abtastblende (16) und einem nicht dargestellten optoelektronischen Wandler, wobei Beleuchtungsfleck (12) und Abtastobjektiv (14) auf der radial zur Abtasttrommel (1) verlaufenden optischen Achse (15') des Abtastorgans (15) liegen.

In dem Abtastorgan (15) wird das Abtastlicht (13) mittels des optoelektronischen Wandlers in ein Bildsignal B zur Weiterverarbeitung umgewandelt. Abtastorgan (15) und Lichtquelle (6) sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel baulich vereinigt. Abtastobjektiv (14), Abtastorgan (15) und Lichtquelle (6) bewegen sich zur flächenhaften Vorlagenabtastung axial an der rotierenden Abtasttrommel (1) entlang.

Damit der Beleuchtungsfleck (12) bei der flächenhaften Vorlagenabtastung stets in der optischen Achse (15') des Abtastorgans (15) liegt, muß mindestens der Umlenkspiegel (11), im Ausführungsbeispiel die Beleuchtungseinrichtung mit Lichtleiter (7), Anpassungsobjektivs (10) und Umlenkspiegel (11), synchron mit dem Abtastobjektiv (14) und dem Abtastorgan (15) in Achsrichtung mitgeführt werden. Dazu ist ein u-förmiger Vorschubsupport (17) mit einem Innenarm (18) und einem Außenarm (19) vorhanden, der bei der Vorlagenabtastung von einem Vorschubantrieb (20) mit Hilfe einer Spindel (21) und eines am Vorschubsupport (17) befindlichen Mutternsegmentes (22) in Achsrichtung der Abtasttrommel (1) bewegt wird. Der Innenarm (18) des Vorschubsupports (17) ist durch den Rotationsantrieb (4) geführt, ragt stirnseitig in die Abtasttrommel (1) hinein und erstreckt sich entlang der Drehachse (2). Der Innenarm (18) trägt die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11). Der parallel zum Innenarm verlaufende Außenarm (19) des Vorschubsupports (17) trägt das Abtastobjektiv (14), das Abtastorgan (15) und die Lichtquelle (6).

Zur Abtastung von Aufsichtsvorlagen ist eine in Fig. 1 nicht dargestellte Auflichtbeleuchtung vorhanden, die einen entsprechenden Beleuchtungsfleck (12) auf der Aufsichtsvorlage erzeugt. In diesem Fall wird das von der abzutastenden Aufsichtsvorlage reflektierte, modulierte Abtastlicht (13) in dem Abtastorgan (15) in eine Bildsignal B umgesetzt.

Werden in den Trommelscanner Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern eingespannt, ändern sich der Abstand zwischen dem Umlenkspiegel (11) und der auf der Abtasttrommel (1) montierten Durchsichtsvorlage (5) sowie der Abstand zwischen der Durchsichtsvorlage (5) und der Abtastblende (16) in dem Abtastorgan (15). In diesem Fall müssen die Größe des Beleuchtungsflecks (12) auf der Durchsichtsvorlage (5) und die Fokussierung des von der Durchsichtsvorlage (5) kommenden Abtastlichts (13) auf die Abtastblende (16) korrigiert werden.

Die Größenkorrektur des Beleuchtungsflecks (12) auf der Durchsichtsvorlage (5) bei Verwendung von Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern erfolgt in vorteilhafter Weise durch eine automatische Änderung des Abbildungsmaßstabes, mit dem der Lichtfleck (8') der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) als Beleuchtungsfleck (12) auf der Durchsichtsvorlage (5) abgebildet wird. Die Änderung des Abbildungsmaßstabes wird durch Änderung des Abstandes zwischen der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) und dem ortsfest an dem Innenarm (18) befestigten Anpassungsobjektiv (10) erreicht. Vorzugsweise wird der Lichtleiter (7) auf dem Innenarm (18) in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommeln (1) mittels eines Stellantriebs (23a) in axiale Arbeitspositionen Ak und Ag verschoben, die durch den Durchmesser der jeweils verwendeten Abtasttrommel (1, 1') vorgegeben sind.

Die Nachkorrektur der Fokussierung des Abtastlichts (13) auf die Abtastblende (16) im Abtastorgan (15) erfolgt durch Änderung des radialen Abstandes zwischen der Mantelfläche der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') und dem Abtastobjektiv (14) durch Verschieben des Abtastobjektivs (14) in radiale Arbeitspositionen Bk und Bg, die durch den Durchmesser der jeweils verwendeten Abtasttrommel (1, 1') vorgegeben sind.

Die optimale bildpunktweise Beleuchtung der jeweils abzutastenden Vorlagen, insbesondere bei Verwendung von Abtasttrommeln mit unterschiedlichen Durchmessern, wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Größe des Beleuchtungsflecks (12) auf der abzutastenden Vorlage (5) durch Verschieben der Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) mittels des Stellantriebs (23a) geändert und laufend die Leuchtdichte im Beleuchtungsfleck (12) mit dem Abtastorgan (15) gemessen wird, wobei das Bildsignal B ein Maß für die Leuchtdichte im Belichtungsfleck (12) ist, wobei Schwankungen der Dicke der abzutastenden Vorlagen (5) oder des Durchmessers der verwendeten Abtasttrommel (1, 1') zu berücksichtigen sind.

In bevorzugter Weise erfolgt die Ermittlung der optimalen Beleuchtung über eine automatische Steuerung. Der Stellantrieb (23a) verschiebt schrittweise den Lichtleiter (7). Bei jedem Schritt wird die Leuchtdichte des Beleuchtungsflecks (12) mit dem Abtastorgan (15) gemessen und das Bildsignal B einem Rechner (23b) zugeführt. In dem Rechner (23b) wird der funktionelle Zusammenhang zwischen den gemessenen Leuchtdichtewerten und der Anzahl von Verschiebeschritten des Lichtleiters (7) aufgenommen. Die optimale Beleuchtung ist dann erreicht, wenn die Größe des Beleuchtungsflecks (12) ein Minimum und die gemessenen Leuchtdichte in dem Beleuchtungsfleck (12) ein Maximum ist. Anhand der aufgenommenen Funktion wird die zum maximalen Leuchtdichtewert gehörende Anzahl von Verschiebeschritten festgestellt und als Steuersignal S an den Stellantrieb (23a) zur entsprechenden Verschiebung des Lichtleiters (7) übermittelt.

Durch die gesteuerte Verschiebung des Lichtleiters (7) wird in bevorzugter Weise sowohl die Größe des Beleuchtungsflecks (12) als auch die optimale Ausleuchtung bei Verwendung von Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern eingestellt. Es liegt im Rahmen der Erfindung die gesteuerte Verschiebung des Lichtleiters (7) zur Beleuchtungsanpassung auch bei Verwendung einer Abtasttrommel mit festem Durchmesser und bei Abtastung von Durchsichts- und Aufsichtsvorlagen zu verwenden.

Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Vorrichtungen zur axialen Verschiebung des Lichtleiters (7) an dem Innenarm (18) und zur radialen Verschiebung des Abtastobjektivs (14) am Außenarm (19) des Vorschubsupports (17), sowie die Positionierung des Lichtleiters und des Abtastobjektivs bei Verwendung einer Abtasttrommel (1) mit kleinem Durchmesser.

Der Endbereich des Lichtleiters (7) mit der Lichtaustrittsfläche (8) ist von einer zylinderförmige Lichtleiterfassung (24) umhüllt, die in dem hohlzylinderförmigen Innenarm (18) des Vorschubsupports (17) gleitend gelagert ist. Zwischen einem Rezeß (25) an der Innenwand des Innenarmes (18) und der Lichtleiterfassung (24) ist eine Druckfeder (26) angeordnet. An der Lichtleiterfassung (24) ist ein radialer Finger (27) angebracht, der über ein in Richtung des Innenarmes (18) verlaufendes Zugseil (28) mit dem steuerbaren Stellantrieb (23a) verbunden ist. Der Stellantrieb (23a) ist beispielsweise ein Schrittmotor, der eine Seilrolle antreibt. Der Stellantrieb (23a) ist vorzugsweise an dem Vorschubsupport (17) angebracht. Mittels des steuerbaren Stellantriebs (23a) und des Zugseiles (28) wird die Lichtleiterfassung (24) und damit die Lichtaustrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) automatisch gegen die Kraft der Druckfeder (26) in eine der beiden axialen Arbeitspositionen Ak oder Ag entsprechend dem Durchmesser der momentan benutzen Abtasttrommel (1, 1'), im dargestellten Beispiel in die axiale Arbeitsposition Ak für die Abtasttrommel (1) mit kleinem Durchmesser, verschoben und dort fixiert.

Das Abtastobjektiv (14) ist auf einer Objektivhalterung (30) montiert, die mittels Führungen (31) auf eine der beiden radialen Arbeitspositionen Bk oder Bg entsprechend dem Durchmesser der momentan verwendeten Abtasttrommel (1, 1'), im dargestellten Beispiel in die radiale Arbeitsposition Bk für die Abtasttrommel (1) mit kleinem Durchmesser, mittels eines nicht dargestellten Stellantriebs verschoben und dort fixiert wird.

Fig. 3 zeigt die Positionierung des Lichtleiters (7) und des Abtastobjektivs (14) bei Verwendung einer Abtasttrommel (1') mit großem Durchmesser. In diesem Fall wird die Austrittsfläche (8) des Lichtleiters (7) in die axiale Arbeitsposition Ag und die Objektivhalterung (30) mit dem Abtastobjektiv (14) in die radiale Arbeitsposition Bg verschoben.

Aus den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, daß in vorteilhafter Weise bei unterschiedlichen Durchmessern der Abtasttrommeln (1, 1') jeweils eine optimale Größe des Beleuchtungsflecks (12) und eine optimale Fokussierung des Abtastlichts (13) auf das Abtastorgan (15) erreicht wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur punkt- und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von Vorlagen, bei dem
    1. - die Vorlage (5) auf einer Abtasttrommel (1) aufgespannt ist,
    2. - zur bildpunktweisen Beleuchtung der Vorlage (5) ein Lichtfleck (8') erzeugt und als Beleuchtungsfleck (12) auf die Vorlage (5) abgebildet wird,
    3. - das mit dem Inhalt der Vorlage (5) modulierte Abtastlicht (13) mittels eines Abtastobjektivs (14) fokussiert und in einem optoelektronischen Abtastorgan (15) in ein Bildsignal umgewandelt wird und
    4. - Beleuchtungsfleck (12), Abtastobjektiv (14) und Abtastorgan (15) zur flächenhaften Abtastung der Vorlage (5) eine Vorschubbewegung in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) ausführen, dadurch gekennzeichnet, daß
    5. - die Leuchtdichte (B) des Beleuchtungsflecks (12) gemessen wird und
    6. - die Beleuchtung der Vorlage (5) durch Änderung des Abbildungsmaßstabs, mit dem der Lichtfleck (8') als Beleuchtungsfleck (12) auf die Vorlage (5) abgebildet wird, in Abhängigkeit von der gemessenen Leuchtdichte (B) eingestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der optimalen Beleuchtung der Vorlage (5) der Abbildungsmaßstab derart geändert wird, daß die gemessene Leuchtdichte (B) des Beleuchtungsflecks (12) maximal ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtdichte (B) des Beleuchtungsflecks (12) mit dem optoelektronischen Abtastorgan (15) gemessen wird.
  4. 4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - der Lichtfleck (8') am Lichtaustrittsfenster (8) eines Lichtleiters (7) erzeugt wird,
    2. - der Lichtfleck (8') mittels eines Anpassungsobjektivs (10) als Beleuchtungsfleck (12) auf die Vorlage (5) abgebildet wird und
    3. - der Abbildungsmaßstab des Beleuchtungsflecks (12) durch Verschieben des Lichtleiters (7) gegenüber dem Anpassungsobjektiv (10) geändert wird.
  5. 5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die gemessenen Leuchtdichtewerte (B) in Steuersignale (S) für einen Stellantrieb (23a) umgesetzt werden und
    2. - der Stellantrieb (23a) die Verschiebung des Lichtleiters (7) bewirkt.
  6. 6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - der Lichtleiter (7) schrittweise verschoben wird,
    2. - nach jedem Schritt der jeweilige Leuchtdichtewert (B) des Beleuchtungsflecks (12) gemessen wird,
    3. - der Zusammenhang zwischen den gemessenen Leuchtdichtewerten (B) und der jeweiligen Anzahl von durchgeführten Verschiebeschritten des Lichtleiters (7) als Funktion ermittelt wird,
    4. - anhand der Funktion die zu dem maximalen Leuchtdichtewert (B) gehörende Anzahl von Verschiebeschritten festgestellt wird und
    5. - der Lichtleiter (7) zur optimalen Beleuchtungseinstellung die festgestellte Anzahl von Verschiebeschritten ausführt.
  7. 7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet werden,
    2. - der Lichtleiter (7) in eine durch den Durchmesser der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') bestimmte axiale Arbeitsposition (Ak, Ag) in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommeln (1, 1') verschoben wird und
    3. - die Abbildung des Lichtflecks (8') als Beleuchtungsfleck (12) auf die jeweilige Abtasttrommel (1, 1') mittels eines Umlenkspiegels (11) erfolgt.
  8. 8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierung des Abtastlichts (13) auf das Abtastorgan (15) bei Verwendung von Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern durch Verschieben des Abtastobjektivs (14) in Richtung der optischen Achse (15') des Abtastorgans (15) in eine durch den Durchmesser der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') bestimmte radiale Arbeitsposition (Bk, Bg) korrigiert wird.
  9. 9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Abtasttrommeln (1, 1') zur Abtastung von Durchsichtsvorlagen (5) transparent ausgebildet sind,
    2. - der Lichtfleck (8') innerhalb der jeweiligen Abtasttrommel (1,1') erzeugt wird und
    3. - die Abtastung der Durchsichtsvorlage (5) mittels des außerhalb der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') angeordneten Abtastorgans (15) erfolgt.
  10. 10. Vorrichtung zur punkt-und zeilenweisen, optoelektronischen Abtastung von Vorlagen, bestehend aus
    1. - einer Abtasttrommel (1) zum Aufspannen einer abzutastenden Vorlage (5),
    2. - einer Beleuchtungseinrichtung zur Erzeugung eines Beleuchtungsflecks (12) auf der Vorlage (5) durch Abbildung eines Lichtflecks (8') auf die Vorlage (5),
    3. - einem Abtastobjektiv (14),
    4. - einem Abtastorgan (15) zur Umwandlung des mit dem Inhalt der Vorlage (5) modulierten und mittels des Abtastobjektivs (14) fokussierten Abtastlichts (13) in ein Bildsignal und
    5. - einem Vorschubsupport (17), an dem die Beleuchtungseinrichtung zur Erzeugung des Lichtflecks (8'), das Abtastobjektiv (14) und das Abtastorgan (15) angeordnet sind, wobei der Vorschubsupport (17) zur flächenhaften Abtastung der Vorlage (5) eine Vorschubbewegung in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß
    6. - die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) derart ausgebildet ist, daß die Größe des Beleuchtungsflecks (12) über den Abbildungsmaßstab des Beleuchtungsflecks (12) veränderbar ist,
    7. - eine Meßvorrichtung (15) zur Messung der Leuchtdichte (B) des Beleuchtungsflecks (12) vorgesehen ist und
    8. - mit der Meßvorrichtung (15) und der Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) verbundene Mittel (23a, 23b) vorhanden sind, welche den Abbildungsmaßstab des Beleuchtungsflecks (12) in Abhängigkeit von der gemessenen Leuchtdichte (B) ändern.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Meßvorrichtung (15) das Abtastorgan verwendet wird.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Abtasttrommel (1) zur Abtastung von Durchsichtsvorlagen (5) transparent ausgebildet sind,
    2. - der in Richtung der Drehachse (2) der Abtasttrommel (1) verschiebbare Vorschubsupport (17) zwei parallel zur Drehachse verlaufende Arme (18, 19) aufweist, von denen ein Arm (18) mittig von der Stirnseite in die Abtasttrommel (1) hineinragt,
    3. - der eine Arm (19) das Abtastobjektiv (14) und das Abtastorgan (15) und der andere Arm (18) die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) zur Erzeugung des Beleuchtungsflecks (12) trägt,
    4. - die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) aus einem auf der Drehachse (2) liegenden Anpassungsobjektiv (10), einem quer zur Drehachse (2) orientierten Umlenkspiegel (11) und einem Lichtleiter (7) mit einer Lichtaustrittsfläche (8) besteht,
    5. - mindestens ein Teilstück des Lichtleiters (7) im Bereich der Lichtaustrittsfläche (8) an dem die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) tragenden Arm (18) gegenüber dem Anpassungsobjektiv (10) in Richtung der Drehachse (2) mittels einer Verschiebevorrichtung (26, 27, 28) verschiebbar gelagert ist,
    6. - die Verschiebevorrichtung (26, 27, 28) mit einem Stellantrieb (23a) verbunden ist und
    7. - eine mit der Meßvorrichtung (15) und dem Stellantrieb (23a) verbunden Stufe (23b) vorgesehen ist, welche die gemessenen Leuchtdichtewerte (B) in Steuersignale (S) für den Stellantrieb (23a) umsetzt.
  13. 13. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet werden und
    2. - die mit dem Stellantrieb (23a) verbundene Verschiebevorrichtung (26, 27, 28) den Lichtleiter (7) auf durch den Durchmesser der jeweils verwendeten Abtasttrommel (1, 1') vorgegebene axiale Arbeitspositionen (Ak, Ag) zwecks Änderung Abbildungsmaßstabes des Beleuchtungsflecks (12) verschiebt.
  14. 14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (3a) an dem Vorschubsupport (17) angebracht ist.
  15. 15. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - ein Endbereich des Lichtleiters (7) an der Lichtaustrittsfläche (8) von einer zylindrischen Lichtleiterfassung (24) umhüllt ist,
    2. - zumindest der den Lichtleiter (7) tragende Arm (18) des Vorschubsupports (17) bereichsweise hohlzylinderförmig ausgebildet ist,
    3. - die Lichtleiterfassung (24) in dem hohlzylinderförmigen Innenraum des Armes (18) gleitend gelagert ist und
    4. - die Lichtleiterfassung (24) über die Verschiebevorrichtung (26, 27, 28) mit dem Stellantrieb (23a) verbunden ist, wodurch der Lichtleiter (7) in die axialen Arbeitspositionen (Ak, Ag) verschiebbar ist.
  16. 16. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) tragende Arm (18) des Vorschubsupports (17) als Innenarm stirnseitig in die jeweilige Abtasttrommel (1, 1') hineinragt.
  17. 17. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die jeweilige Abtasttrommel (1, 1') mittels einer Spannvorrichtung (3) in die Vorrichtung einspannbar ist,
    2. - die Spannvorrichtung (3) durch einen Rotationsantrieb (4) rotatorisch antreibbar ist und
    3. - der Innenarm (18) des Vorschubsupports (17) durch den Rotationsantrieb (3) und die Spannvorrichtung (3) in die Abtasttrommel (1, 1') geführt ist.
  18. 18. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung (7, 8, 10, 11) über den Lichtleiter (7) von einer an dem Vorschubsupport (17) befindlichen Lichtquelle (6) gespeist wird.
  19. 19. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - das Abtastobjektiv (14) auf einer in Richtung der optischen Achse (15') verschiebbar gelagerten Objektivhalterung (30) montiert ist und
    2. - die Objektivhalterung (30) mit dem Abtastobjektiv (14) zur Korrektur der Fokussierung des Abtastlichts (13) auf das Abtastorgan (15) bei Verwendung von Abtasttrommeln (1, 1') mit unterschiedlichen Durchmessern in eine durch den Durchmesser der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') bestimmte radiale Arbeitsposition (Bk, Bg) verschiebbar wird.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Objekthalterung (30) mittels eines Stellantriebs verschiebbar ist.
  21. 21. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (2) der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') unter einem beliebigen Winkel zur Standfläche der Abtastvorrichtung ausgerichtet ist.
  22. 22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (2) der jeweiligen Abtasttrommel (1, 1') senkrecht zur Standfläche der Abtastvorrichtung ausgerichtet ist.






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