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Dokumentenidentifikation DE69603545T2 04.05.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0745531
Titel Vorrichtung zum Einhaken einer Last unter einem, an einem Flugzeug befestigten, Lastträger
Anmelder Aérospatiale Société Nationale Industrielle, Paris, FR
Erfinder Bertin, Philippe, 91360 Epinay-sur-Orge, FR;
Cervera, Remi, 75014 Paris, FR
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69603545
Vertragsstaaten BE, DE, ES, GB, IT, NL
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 29.05.1996
EP-Aktenzeichen 964011548
EP-Offenlegungsdatum 04.12.1996
EP date of grant 04.08.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.05.2000
IPC-Hauptklasse B64D 7/08
IPC-Nebenklasse F42B 25/00   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufhängen bzw. Einhaken von Lasten wie Bomben, Raketen, Tanks, Gondeln etc. unter einem Lastträger eines Flugzeugs.

Noch genauer betrifft die Erfindung eine Einhakvorrichtung, die bei Gierbewegungen einen Halt für die Lasten gewährleistet, die an den Lastträgern aufgehängt sind, mit dem die Jagdflugzeuge ausgerüstet sind.

Stand der Technik

Wie in Fig. 1 sehr schematisch dargestellt, sind Jagdflugzeuge üblicherweise mit wenigstens einem Lastträger 10 ausgerüstet, der die Aufnahme verschiedener Arten von Lasten wie Bomben, Raketen, Tanks, Gondeln, etc. ermöglicht.

Jeder Lastträger 10 ist mit mehreren Einhaksystemen (z. B. drei) versehen, die in der Richtung gegeneinander versetzt sind, die durch die Flugrichtung des Flugzeugs definiert wird.

Das mittlere Einhaksystem 12 ist für eine Einzellast 14 mit großen Abmessungen bestimmt, z. B. eine große Bombe.

Die Einhaksysteme vorn 16 und hinten 18 sind hingegen für zwei kleine Lasten bestimmt, z. B. kleine Bomben an demselben Lastträger 10.

Die Einhaksysteme 12, 16 und 18 haben üblicherweise eine vergleichbare Struktur. Noch genauer sind die Einhaksysteme 16 und 18 genau gleich und unterscheiden sich vom mittleren Einhaksystem 12 nur durch ihre Größe.

In der Fig. 2 sieht man im Sonderfall des mittleren Einhaksystems 12, dass jedes der den Lastträger 10 ausrüstenden Einhaksysteme zwei identische Sitze 20 umfasst, die in der Flugrichtung des Flugzeugs gegeneinander versetzt sind. Der Dimensionierungsunterschied zwischen dem mittleren Einhaksystem 12 und dem vorderen 16 und hinteren 18 Einhaksystem beruht auf dem Abstand zwischen den Sitzen 20 und der Größe dieser Sitze, die im Falle des mittleren Einhaksystems höher sind als im Falle des vorderen und hinteren Einhaksystems.

Der Abstand zwischen den Sitzen 20 ist standardisiert. Folglich sind alle Lasten 14, die an den Lastträgern 10 der Jagdflugzeuge aufgehängt werden, mit zwei Eingreiforganen bzw. Aufhängeinrichtungen ausgestattet, die üblicherweise durch Ringe 22 gebildet werden, die aus dieser Last nach oben herausstehen. Die beiden Ringe 22 befinden sich beiderseits einer vertikalen Ebene, die durch den Schwerpunkt der Last verläuft.

Der Abstand zwischen den Ringen 22 hängt von der Größe der Last 14 ab. Wenn es sich also um eine Last mit großen Abmessungen handelt, die am mittleren Einhaksystem aufgehängt werden soll, ist der Abstand zwischen diesen Ringen derselbe wie der Abstand zwischen den Sitzen 20 dieses mittleren Einhaksystems. Wenn es sich hingegen um eine kleine Last 14 handelt die an dem vorderen Einhaksystem 16 oder hinteren Einhaksystem 18 aufgehängt werden soll, ist der Abstand zwischen diesen Ringen 22 kleiner und entspricht dem zwischen den Sitzen 20 des vorderen und des hinteren Einhaksystems.

Zudem sind die Formen und Abmessungen der Ringe 22 standardisiert, sodass diese Ringe unterschiedslos in den Sitzen 20 eines angepassten Einhaksystems aufgenommen werden können.

Um die Funktion des Einhakens der Last 14 zu erfüllen, wenn ihre beiden Ringe 22 in den Sitzen 20 eines geeigneten Einhaksystems aufgenommen werden, umfasst jedes der Einhaksysteme 12, 16 und 18 zudem zwei Hakene 24, die zwischen einer versenkten Stellung, dargestellt in der Fig. 2, und einer Einhakstellung schwenken können, in der die Haken den oberen Teil jedes der Sitze 20 durchqueren. Wenn die Ringe 22 einer Last 14 in den Sitzen 20 aufgenommen werden, sichert diese letzere Stellung der Haken 24 die Aufgängung der Last.

Das Schwenken der Haken 24 zwischen ihrer versenkten Stellung und ihrer eingehakten Stellung erfolgt z. B. mittels eines Schlüssels.

Diese standardisierten Aufhäng- bzw. Einhakvorrichtungen der Lasten 14 sind einfache und zuverlässige Vorrichtungen, die im allgemeinen zufriedenstellend funktionieren. Die Tatsache jedoch, dass eine Last nur an zwei relativ nahe beieinander liegenden Punkten aufgehängt ist, kann zu Gierschwingungen führen, die umso sprübarer werden, je größer die Länge der Last ist.

Darstellung der Erfindung

Die Erfindung hat genau eine Aufhängvorrichtung von Lasten zum Gegenstand, bei der die verschiedenen Elemente benutzt werden, um auf besonders einfache und leicht anzuwendende Art einen Halt der Lasten bei Gierbewegungen zu gewährleisten.

Erfindungskonform wird dieses Ergebnis durch eine Aufhängvorrichtung von Lasten unter dem Lastenträger eines Flugzeugs erzielt, wobei diese Vorrichtung wenigstens zwei Einhaksysteme, die an gemäß der Flugrichtung des Flugzeugs versetzten Stellen unter den Lastträger montiert sind, und wenigstens ein auf eine Last montierbares Eingreiforgan umfasse, wobei jedes der Einhaksysteme umfaßt:

- wenigstens einen Sitz zur Aufnahme eines Eingreiforgans;

- einen Haken zum Eingreifen in ein in dem Sitz aufgenommenes Eingreiforgan;

dabei ist dieser Einhakvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass sie außerdem eine Gierbewegungshalteinrichtung der Lasten umfaßt, eingefügt zwischen einem nichtbenutzten Einhaksystem und einer Last, die an einem anderen Einhaksystem aufgehängt ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung umfassen die Gierbewegungshalteinrichtungen eine herausnehmbare Vorrichtung, die in einen nichtbenutzten Sitz des Einhaksystems eingesetzt werden kann, um in ein Loch einzudringen, das in der an dem anderen Einhaksystem aufgehängten Last ausgebildet ist.

Bei dieser Ausführungsform umfasst die herausnehmbare Vorrichtung einen Finger, der aus dem Lasträger nach unten vorsteht, wenn diese herausnehmbare Vorrichtung sich in dem Sitz befindet.

Vorzugsweise umfasst die herausnehmbare Vorrichtung dann Blockiereinrichtungen dieser Vorrichtung in dem Sitz.

Die herausnehmbare Vorrichtung kann dann einen Fuß umfassen, der in dem Sitz aufgenommen wird, wobei die Blockiereinrichtungen ein Blockierstück, das gleitend in den Fuß eingebaut ist, sodass es gegen eine Seitenwand des Sitzes gepreßt werden kann, und Steuereinrichtungen einer Gleitbewegung des Blockierstücks in dem Fuß umfassen.

Diese Einrichtungen zum Steuern einer Gleitbewegung des Blockierstücks umfassen z. B. eine in den Finger geschraubte Schraube und ein keilförmiges Teil, das sich mit der Schraube parallelverschiebt und in dem Fuß gegen Drehung blockiert ist, wobei dieses keilförmige Teil sich auf dem Blockierstück abstützt.

Die herausnehmbare Vorrichtung kann ein weiteres Eingreiforgan umfassen, in das der Haken eingreifen kann, um die herausnehmbare Vorrichtung in dem Sitz zu blockieren.

In einer zweiten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Gierbewegungshalteinrichtung einen Finger, der aus der Last nach oben vorstehen kann, um in den Sitz des nichtbenutzten Einhaksystems einzudringen, wenn die Last an dem anderen Einhaksystem aufgehängt wird.

Der Finger kann dann ggf. an der Last festgemacht werden, z. B. mittels demontierbarer Befestigungseinrichtungen oder beweglich zwischen einer versenkten Stellung und einer herausstehenden Stellung.

Wenn der Finger beweglich ist, kann er derart schwenkbar in die Last montiert sein, dass er beim Abwerfen der Last durch aerodynamischen Effekt automatisch in seine versenkte Stellung gebracht wird.

Die Beweglichkeit des Fingers zwischen seiner vorstehenden Stellung und seiner versenkten Stellung kann auch durch Betätigungseinrichtungen realisiert werden, die in die Last montiert sein können.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Nun werden als nicht einschränkende Beispiele zwei Ausführungsformen der Erfindung beschrieben, bezogen auf die beigefügten Zeichnungen:

- die Fig. 1, schon beschrieben, ist eine schematische Seitenansicht eines Jagdflugzeugs, ausgestatte mit einem Lastträger, dessen mittleres Einhaksystem auf traditionelle Weise für das Aufhängen einer Last mit großen Abmessungen benutzt wird;

- die Fig. 2, schon beschrieben, ist eine Seitenansicht im vergrößerten Maßstab, die - partiell geschnitten - das mittlere Einhaksystem, mit dem der Lastträger der Fig. 1 ausgerüstet ist, und die Ringe darstellt, mit denen eine Last versehen ist, die an diesem Lastträger aufgehängt werden soll;

- die Fig. 3 ist eine Seitenansicht, die schematisch eine Last zeigt, die an einem Lasträger eines Jagdflugzeugs mit Hilfe einer Einhakvorrichtung nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung aufgehängt ist;

- die Fig. 4 ist eine Schnittansicht gemäß der Linie IV-IV der Fig. 3, die detaillierter die herausnehmbare Vorrichtung zeigt, die bei dieser Ausführungsform der Erfindung verwendet wird, um den Gierbewegungshalt der Lasten sicherzustellen; und

- die Fig. 5 ist eine partielle Längsschnittansicht, die einen schwenkbar auf eine Last montierten Finger darstellt, gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.

Detaillierte Darstellung von Ausführungsarten

Bei der in Fig. 3 schematisch dargestellten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Aufhängvorrichtung zunächst alle Standardelemente der bekannten Vorrichtungen.

So ist der Lastträger 10 wie üblich mit einem mittleren Einhaksystem 12, einem vorderen Einhaksystem 16 und einem hinteren Einhaksystem 18 ausgerüstet. Zudem ist jedes dieser Einhaksysteme 12, 16 und 18 auf die übliche Art, wie beschrieben mit Bezug auf die Fig. 2 realisiert, d. h. dass es zwei in einer der Flugrichtung des Flugzeugs entsprechenden Richtung versetzte Sitze 20 sowie Haken 24 umfasst, die in Ringe 22 eingreifen können, welche auf das zentrale Oberteil einer Last 14 montiert sind, wenn diese Ringe in die beiden Sitze des entsprechenden Einhaksystems eingeführt worden sind.

Erfindungskonform werden diese üblichen Elemente der existierenden Aufhängvorrichtungen durch das Hinzufügen zusätzlicher Einrichtungen vervollständigt, die der Last 14 einen Gierbewegungshalt verleihen.

Bei der in den Fig. 2 und 3 dargestellten bevorzugten Ausführungsform umfassen diese Gierbewegungshalteinrichtungen hauptsächlich eine herausnehmbare Vorrichtung 26, die in einen der Sitze 20 der nicht zum Aufhängen der Last 14 benutzten Einhaksysteme montiert werden kann. Bei dem in der Fig. 3 gezeigten Beispiel, wo die Last 14 am mittleren Einhaksystem 12 aufgehängt ist, kann die herausnehmbare Gierbewegungshaltvorrichtung 26 entweder in einen der beiden Sitze 20 des vorderen Einhaksystems 16 montiert werden, so wie dargestellt, oder in einen der beiden Sitze des hinteren Einhaksystems 18.

Wenn die herausnehmbare Vorrichtung 26 in einen Sitz 20 eines nichtbenutzten Einhaksystems montiert wird, steht ein Finger 28 dieser herausnehmbaren Vorrichtung nach unten so vor, dass er in ein zu diesem Zweck in der Last 14 vorgesehenes Loch 30 eindringt, wenn diese letztere an einem anderen Einhaksystem aufgehängt ist.

Die Befestigung der herausnehmbaren Vorrichtung 26 in einem Sitz 20 eines nichtbenutzten Einhaksystems kann mittels des Hakens 24 dieses Sitzes 20 erfolgen, indem man dem oberen Teil dir herausnehmbaren Vorrichtung 26 eine Form verleiht, die mit der des Rings 22 identisch ist. Jedoch ist diese Lösung meist nicht geeignet, da die bei zahlreichen Jagdflugzeugen vorhandenen Sicherheitssysteme es nicht zulassen, den Haken des mittleren Einhaksystems 12 und des vorderen 16 und hinteren 18 Einhaksystems gleichzeitig in die Einhakstellung zu bringen.

Daher wird nun mit Bezug auf die Fig. 4 eine Ausführungsform der herausnehmbaren Vorrichtung 26 beschrieben, bei der das Anbringen dieser Vorrichtung 26 in einem der Sitze 20 durch Blockiereinrichtungen erfolgt, die zu der herausnehmbaren Vorrichtung gehören.

Bei dieser Ausführungsform ist der Finger 28 der herausnehmbaren Vorrichtung 26 nach oben durch einen Fuß 32 verlängert, der in der Draufsicht eine rechteckige Form aufweist, komplementär zu der Form der Sitze 20. Dieser Fuß 32 wird nach unten durch eine Randleiste 34 begrenzt, die sich auf der Unterseite des Lastträgers 10 abstützt, wenn der Fuß in den Sitz 20 montiert wird. Der Finger 28, der im wesentlichen die Form eines Zylinders aufweist, ist dann vertikal nach unten gerichtet, um in das Loch 30 einzudringen, wenn die Last an einem der anderen Einhaksysteme aufgehängt wird, mit denen der Lastträger 10 ausgerüstet ist. Um sein Eindringen in das Loch 30 zu erleichtern, umfasst der Finger 28 vorteilhafterweise an seinem unteren Ende einen im wesentlichen kugelförmigen Wulst 36.

Die Ferse 32 der herausnehmbaren Vorrichtung 26 umfasst seitlich über der Randleiste 34 eine Aussparung 38. Ein Blockierstück 40 ist gleitend in diese Aussparung 38 des Fußes 32 montiert. Das Entweichen des Blockierstücks 40 wird durch einen Stift 52 verhindert, der in dem Fuß 32 befestigt ist und einen horizontalen Schlitz 54 durchquert, der in dem Teil 40 vorgesehen ist. Wenn der Fuß 32 in einen Sitz 20 montiert wird, kann das Blockierstück 40 sich unter der Wirkung von Betätigungseinrichtungen, die in der Folge beschrieben werden, in einer im wesentlichen horizontalen Richtung verschieben.

Diese Betätigungseinrichtungen der Gleitbewegung des Blockierstücks 40 umfassen hauptsächlich eine kopflose Schraube 42, die in ein Gewindeloch 44 geschraubt ist, das den Finger 28 längs seiner Achse durchquert und in der Aussparung 38 mündet. Die untere Ende der Schraube 42, das sich ungefähr in Höhe der Unterseite des Fingers 28 befindet, umfasst ein Vertiefung (nicht dargestellt). Diese Vertiefung ermöglicht einem Operator, die Schraube 42 mit Hilfe eines geeigneten Werkzeugs hinein- oder herauszuschrauben.

An seinem oberen, in der Aussparung 38 befindlichen Ende umfasst die Schraube 42 einen Bereich mit einem reduzierten Durchmesser, auf den ein keilförmiges Teil 46 montiert ist. Dieses Teil 46 wirkt mit der hinteren Wand und den Seitenwänden der Aussparung 38 zusammen, sodass es gegen Drehung blockiert ist. Außerdem ist es praktisch spielfrei montiert, sodass sich dieses Teil 46 zusammen mit der Schraube 42 parallelverschiebt.

Die gegen das Blockierstück 40 gewandte Fläche 48 des Teils 46 ist in Bezug au die Achse der Schraube 42 geneigt, sodass sich das obere Ende der Fläche 48 näher als ihr unteres Ende bei der Achse der Schraube 42 befindet.

Diese Fläche 48 des keilförmigen Teils 46 ist in Kontakt mit einer komplementären, dem Ende der Aussparung 38 zugewandten Fläche 50 des Blockierstücks 40.

Dank der soeben beschriebenen Anordnung hat das Hineinschrauben der Schraube 42 die Wirkung, das keilförmige Teil 46 in der Aussparung 38 nach oben zu verschieben, was eine horizontale Verschiebung des Blockierstücks 40 nach außen zur Folge hat. Das aus der Schraube 42, dem keilförmigen Teil 46 und dem Blockierstück 40 bestehende System bildet also Blockiereinrichtungen, mit deren Hilfe der Fuß 32 der herausnehmbaren Vorrichtung 26 in einem der Sitze 20 der verschiedenen Einhaksysteme blockiert werden kann, mit denen die Lastträger der Jagdflugzeuge ausgestattet sind.

Wie beispielartig dargestellt in der Fig. 3, geht also dem Aufhängen einer Last 14 am mittleren Einhaksystem 12 eines Lastträgers 10 erfindungsgemäß die Montage der herausnehmbaren Vorrichtung 26 in einen Sitz 20 eines der nichtbenutzten Einhaksysteme voraus, z. B. des vorderen Einhaksystems 16. Wenn die Last 14 anschließend an dem mittleren Einhaksystem 12 aufgehängt wird, dringt der Finger 28 der herausnehmbaren Vorrichtung 26 in das Loch 30 ein, das in der Last 14 vorgesehen ist, sodass ein Gierbewegungshalt dieser Last sichergestellt ist.

Wie schon erwähnt, kann die herausnehmbare Vorrichtung 26 in einen Sitz 20 des einen oder anderen nichtbenutzten Einhaksystems montiert werden. Übrigens können die Einrichtungen, mit denen die herausnehmbare Vorrichtung 26 in diesen Sitz montiert wird, anders sein als die oben mit Bezug auf die Fig. 4 beschriebenen Einrichtungen.

In der Fig. 5 ist beispielartig eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die von der Ausführungsform der Fig. 3 und 4 hauptsächlich durch die Tatsache abweicht, dass der Gierbewegungshalt der Last, anstatt durch eine in einen Sitz 20 eines Einhaksystems montierte Vorrichtung, durch einen in die Last montierten Finger 56 sichergestellt wird, der nach oben herausstehen kann. Wenn die Last 14 an einem der Einhaksysteme aufgehängt wird, mit denen der Lastträger eines Flugzeugs ausgestattet ist, dringt dieser Finger 56 in einen der Sitze 20 eines nichtbenutzten Einhaksystems dieses Lastträgers ein. Die Funktion des Gierbewegungshalts der Last 14 ist also sichergestellt.

Der Finger 56 kann ein feststehender Finger sein, direkt auf der Last realisiert, während ihrer Herstellung, oder auf letzterer durch geeignete Befestigungseinrichtungen festgemacht, z. B. durch das Hineinschrauben des Fingers in ein in dieser Last vorgesehenes Gewindeloch.

Wenn die Last für den Abwurf bestimmt ist, ist es vorteilhaft, den Finger 56 so zu realisieren, dass er sich zwischen einer ausgeschwenkten Stellung, in der er die Gierbewegungshalt-Funktion erfüllt, und einer versenkten Stellung bewegen kann, die er nach dem Abwurf der Last einnimmt.

Bei der in der Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist der Finger 56 in seiner versenkten Stellung mit Volllinien dargestellt und in seiner ausgeschwenkten Stellung mit strichpunktierten Linien. In diesem Fall erfolgt die Bewegung des Fingers zwischen seinen beiden Stellungen durch ein Schwenken um eine Achse 58, die in Bezug auf die Last 14 quergerichtet ist.

Der Übergang aus der ausgeschwenkten Stellung in die versenkte Stellt erfolgt automatisch durch aerodynamischen Effekt, sobald die Last abgeworfen wird, denn die Umgebungsluft wirkt sofort auf den vorstehenden Finger 56 ein und schlägt ihn nach hinten, wobei er um seine Achse 58 schwenkt. In der versenkten Stellung, die er dann einnimmt, befindet sich der Finger 56 ganz in einem in der Last 14 ausgebildeten Hohlraum 60. Eine Aussparung 62, die den Hohlraum 60 nach hinten verlängert, ermöglicht dem Operator, den Finger 56 in seine ausgeschwenkte Stellung zu bringen, wenn er die Last 14 unter das Flugzeug montiert.

Bei der in der Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind Indexierungseinrichtungen vorgesehen, um den Finger 56 in seiner ausgeschwenkten und seiner versenkten Stellung zu halten. Diese Indexierungseinrichtungen umfassen eine Kugel 64, die durch eine Feder 66 gegen eine Oberfläche 68 mit kreisförmigem Querschnitt gedrückt wird, ausgebildet auf dem Finger 56. Sie umfassen auch zwei Kerben 70 und 72, vorgesehen in dieser Oberfläche 68, in die sich die Kugel 64 setzen kann, jeweils in der versenkten Stellung und in der ausgeschwenkten Stellung des Fingers 56.

Festzustellen ist, dass als Variante der Finger 56 zwischen seiner ausgeschwenkten Stellung und seiner versenkten Stellung durch Betätigungseinrichtungen wie z. B. eine in die Last montierte pyrotechnische Vorrichtung betätigt werden kann. Die Schwenkbewegung kann dann durch eine Verschiebung des Fingers in einer im wesentlichen radialen Richtung oder durch irgendeine andere Bewegung ersetzt werden.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Einhaken einer Last (14) unter einem an einem Flugzeug befestigten Lastträger (10), wobei diese Vorrichtung wenigstens zwei Einhaksysteme (12, 16, 18) umfaßt, geeignet an gemäß dem Kurs des Flugzeugs versetzten Stellen unter den Lastträger montiert zu werden, und wenigstens ein an eine Last (14) montierbares Eingreiforgan (22), wobei jedes der Einhaksysteme (12, 14, 16) umfaßt:

- wenigstens einen Sitz (20) zur Aufnahme eines Eingreiforgans;

- einen Haken (24) zum Eingriff in ein in dem Sitz aufgenommenes Eingreiforgan;

dabei ist dieser Einhakvorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem eine Gierbewegungs-Halteeinrichtung (26) der Lasten umfaßt, eingefügt zwischen ein nichtbenutztes Einhaksystem (12, 16, 18) und eine Last (14), die an einem anderen Einhaksystem aufgehängt ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gierbewegungs-Halteeinrichtungen eine herausnehmbare Vorrichtung (26) umfassen, die in einen nichtbenutzten Sitz (20) des Einhaksystems (12, 16, 18) eingesetzt werden kann und in ein Loch (30) eindringt, das in der an dem anderen Einhaksystem aufgehängten Last (14) ausgebildet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die herausnehmbare Vorrichtung (26) einen Finger (28) umfaßt, der aus dem Lasträger (10) nach unten vorsteht, wenn diese herausnehmbare Vorrichtung sich in dem Sitz befindet.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die herausnehmbare Vorrichtung (26) Blockiereinrichtungen (42, 46, 40) dieser Vorrichtung in dem Sitz umfaßt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die herausnehmbare Vorrichtung (26) einen Fuß (32) zur Aufnahme in dem Sitz umfaßt und die Blockiereinrichtungen ein Blockierstück (40), das gleitend in den Fuß eingebaut ist, so daß es gegen eine Seitenwand des Sitzes gepreßt werden kann, und Steuereinrichtungen (42, 46) einer Gleitbewegung des Blockierstücks in dem Fuß.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 und 5 kombiniert, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtungen der Gleitbewegung des Blockierstücks (40) eine in den Finger (28) geschraubte Schraube (42) und ein keilförmiges Teil (46) umfassen, das sich mit der Schraube (42) parallelverschiebt und gegen Drehung in dem Fuß (32) arretiert ist, wobei dieses keilförmige Teil sich auf dem Blockierstück abstützt.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die herausnehmbare Vorrichtung (26) ein anderes bzw. weiteres Eingreiforgan umfaßt, in das der Haken (24) eingreifen kann, um die herausnehmbare Vorrichtung in dem Sitz (20) zu blockieren.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gierbewegungs-Halteeinrichtungen einen Finger (56) umfassen, der aus der Last (14) nach oben vorstehen kann, um in den Sitz (20) des nichtbenutzten Einhaksystems (12, 16, 18) einzudringen, wenn die Last (14) an dem anderen Einhaksystem aufgehängt ist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (56) an der Last (14) festgemacht werden kann mittels demontierbarer Befestigungseinrichtungen.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (56) beweglich ist zwischen einer versenkten Stellung und einer herausstehenden Stellung.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (56) derart schwenkbar in die Last (14) montiert sein kann, daß er beim Abwerfen der Last durch aerodynamischen Effekt automatisch in seine versenkte Stellung gebracht wird.

12. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch geeignete, in die Last montierte Betätigungseinrichtungen, um den Finger (56) zwischen seiner vorstehenden Stellung und seiner versenkten Stellung zu bewegen.







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