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Dokumentenidentifikation DE69604796T2 31.05.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0821721
Titel SCHONENDE SCHEUERMITTELZUSAMMENSETZUNGEN FÜR HARTE OBERFLÄCHEN
Anmelder The Procter & Gamble Co., Cincinnati, Ohio, US
Erfinder ORMEROD, Raleigh, Clair, IV, Middletown, OH 45044, US
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69604796
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 27.03.1996
EP-Aktenzeichen 969124767
WO-Anmeldetag 27.03.1996
PCT-Aktenzeichen US9604182
WO-Veröffentlichungsnummer 9633256
WO-Veröffentlichungsdatum 24.10.1996
EP-Offenlegungsdatum 04.02.1998
EP date of grant 20.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2000
IPC-Hauptklasse C11D 3/10
IPC-Nebenklasse C11D 1/37   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft feste, vorzugsweise bleichmittelhaltige, abrasive Scheuermittel. Es bestand eine steigende Nachfrage für Scheuermittelzusammensetzungen, welche zur schonenden Reinigung von harten Oberflächen angepaßt sind. Diese Zusammensetzungen sollten, wenn sie für den Einzelhandelsverbauchsgütermarkt gedacht sind, ihre Bleichwirksamkeit während üblichen Zeiträumen der Lagerung und des Gebrauchs beibehalten. Ein außerordentlich schwieriges Problem bei der Bereitstellung von Reinigungsmittelzusammensetzungen zur wirksamen Reinigung von harten Oberflächen für eine Vielzahl von Aufgaben. Einige Mittel, die entwickelt wurden, um die abrasive Reinigung zu fördern, neigen dazu, sich auf den harten Oberflächen abzulagern, welche gereinigt werden, wodurch ein unansehnlicher Film oder Schleier zurückbleibt. Somit besteht ein anhaltender Bedarf für Scheuermittelprodukte für harte Oberflächen, welche chemisch und physikalisch stabil sind und welche in der Lage sind, eine Vielzahl von Oberflächen schonend zu reinigen und eine Vielzahl von Schmutzstoffen wirksam zu reinigen.

Die JP-A-1006095 betrifft eine granulatförmige Waschmittelzusammensetzung mit hoher spezifischer Dichte, umfassend α-Sulfofettsäureestersalz, Carbonat und Bicarbonat.

US-3715314 betrifft eine abrasive Scheuermittelzusammensetzung, bestehend aus einem wasserunlöslichen silicatischen Scheuermittel, einem organischen Detergens, einem Buildersalz und Calciumoxid.

Es wurde überraschenderweise festgestellt, daß durch die Kombination von bestimmten wasserlöslichen anorganischen Salzen eine wirksame Reinigung einer Vielzahl von Schmutzstoffen bei guter Oberflächenschonung erzielt werden kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegenden Scheuermittelzusammensetzungen für harte Oberflächen umfassen:

A. 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 4 Gew.-% und stärker bevorzugt 0,5 bis 3 Gew.-% bleichmittelstabiles Waschmitteltensid, vorzugsweise anionisches Waschmitteltensid, wie nachstehend beschrieben;

B. 10 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise 50 bis 99 Gew.-% und stärker bevorzugt 90 bis 99 Gew.-% Scheuermittel/Alkalinitätsmaterial, bei dem es sich um eine Mischung aus wasserlöslichen Carbonat- und Bicarbonatsalzen, vorzugsweise Alkalimetall- und stärker bevorzugt Natriumsalzen, handelt, wobei das Verhältnis von Carbonat zu Bicarbonat 0,3 : 1 bis 10 : 1, vorzugsweise 0,3 : 1 bis 1 : 1 und stärker bevorzugt 0,4 : 1 bis 0,65 : 1 beträgt;

C. 0 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis Gew.-3% und stärker bevorzugt 0,7 bis 1,5 Gew.-% eines Bleichmittels, vorzugsweise eines Hypochloridbleichmittels; und

D. 0 bis 10 Gew.-% Puffermittel, Wasser und/oder kleinere Bestandteile.

Das bleichmittelstabile Tensid ist vorzugsweise eine Mischung aus entweder einem wasserlöslichen Paraffinsulfonat-Waschmitteltensid oder Alkylbenzolsulfonat- Waschmitteltensid mit Alkylsulfatsalz-Waschmitteltensid, wobei die Waschmitteltenside 8 bis 18 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe enthalten.

Das Scheuermittelmaterial umfaßt wasserlösliches Bicarbonat mit einem Teilchendurchmesser, bei dem 50 bis 100%, vorzugsweise 80 bis 100%, stärker bevorzugt 95 bis 100% der Teilchen innerhalb des Bereichs von 30 bis 100 um, vorzugsweise 45 bis 90 um, liegen. Der Anteil an Carbonat beträgt 10 bis 70 Gew.-%.

Das Bleichmittel kann jede aktive Chlorbleichmittelverbindung sein, welche eine Hypochloridverbindung in wäßriger Lösung erzeugt.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Die erfindungsgemäßen Scheuermittelzusammensetzungen enthalten ein bleichmittelstabiles Waschmitteltensid; die spezifische Carbonat/Bicarbonat-Scheuermittel/- Alkalinitätsquelle; vorzugsweise ein Hypochloridbleichmittel; und wahlweise ein zusätzliches Puffermittel und/oder kleinere Bestandteile. Jede dieser Zusammensetzungskomponenten und die Zusammensetzungsherstellung werden nachstehend ausführlich besprochen.

A. Bleichmittelstabiles Tensid

0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 4 Gew.-%, stärker bevorzugt 1,7 bis 3 Gew.-%, der vorliegenden Zusammensetzungen umfassen eine bleichmittelstabile Tensidverbindung. Solche Tenside sind in Scheuermitteln wie denen der vorliegenden Erfindung erforderlich, um solche Zusammensetzungen zur Entfernung von Schmutz und Flecken von harten Oberflächen wirksam zu machen. Das zur Verwendung in den vorliegenden Zusammensetzungen ausgewählte Tensid sollte gegen einen chemischen Abbau und eine Oxidation durch das stark aktive Chlorbleichmittel, welches auch vorzugsweise vorliegt, stabil sein. Demgemäß enthalten erfindungsgemäße Tensidmaterialien vorzugsweise keine Funktionalitäten (wie Etherbindungen, Nichtsättigung, irgendwelche aromatische Strukturen oder Hydroxylgruppen), welche für eine Oxidation durch die Hypochloridverbindung zugänglich sind, welche vorzugsweise in den vorliegenden Zusammensetzungen vorliegt. So werden viele der herkömmlicherweise verwendeten Tensidmateria lien gemäß dem Stand der Technik, z. B. Olefinsulfonate, Alkylglycerylethersulfonate, Alkylethersulfate und ethoxylierte nichtionische Tenside, vorzugsweise in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umgangen.

Bleichmittelstabile Tenside, welche gegen eine Hypochloridoxidation besonders resistent sind, teilen sich in zwei Hauptgruppen auf. Eine solche Klasse von bleichmittelstabilen Tensiden sind die wasserlöslichen Alkylsulfate mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 8 bis 16 Kohlenstoffatomen, in der Alkylgruppe. Alkylsulfate sind die wasserlöslichen Salze von sulfatisierten Fettalkoholen. Sie werden aus natürlichen oder synthetischen Fettalkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 8 bis 16 Kohlenstoffatomen, hergestellt. Natürliche Fettalkohole schließen solche ein, welche durch Reduzieren der Glyceride von natürlich vorkommenden Fetten und Ölen hergestellt werden. Fettalkohole können auch synthetisch hergestellt werden, zum Beispiel durch das Oxo-Verfahren. Beispiele geeigneter Alkohole, welche bei der Alkylsulfatherstellung verwendet werden können, schließen Decyl-, Lauryl-, Myristyl-, Palmityl- und Stearylalkohole und die Mischungen von Fettalkoholen, welche durch Reduzieren der Glyceride von Talg- und Kokosnußöl abgeleitet wurden, ein.

Spezifische Beispiele von Alkylsulfatsalzen, welche in den vorliegenden Reinigungszusammensetzungen verwendet werden können, schließen Natriumlaurylalkylsulfat, Natriumstearylalkylsulfat, Natriumpalmitylalkylsulfat, Natriumdecylsulfat, Natriummyristylalkylsulfat, Kaliumlaurylalkylsulfat, Kaliumstearylalkylsulfat, Kaliumdecylsulfat, Kaliumpalmitylalkylsulfat, Kaliummyristylalkylsulfat, Natriumdodecylsulfat, Kaliumdodecylsulfat, Kaliumtalgalkylsulfat, Natriumtalgalkylsulfat, Natriumkokosnußalkylsulfat, Kaliumkokosnußalkylsulfat und Mischungen dieser Tenside ein. Besonders bevorzugte Alkylsulfate sind Natriumkokosnußalkylsulfat, Kaliumkokosnußalkylsulfat, Kaliumlaurylalkylsulfat und Natriumlaurylalkylsulfat.

Eine zweite Klasse von bleichmittelstabilen Tensidmaterialien, welche erfindungsgemäß verwendet werden können, sind die wasserlöslichen Sulfonattenside. Diese Materialien haben die allgemeine Formel: R-SO&sub3;M, worin R eine Alkyl- oder Alkylbenzolgruppe mit 8 bis 18, vorzugsweise 10 bis 16, Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe ist.

Beispiele von geeigneten Sulfonatverbindungen dieses Typs umfassen: Natrium- C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub6;-alkylbenzolsulfonat und Natrium-C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub6;-paraffinsulfonat.

Das Verhältnis von Sulfat- zu Sulfonat-Waschmitteltensid beträgt 0,15 : 1 bis 10 : 1, vorzugsweise 0,15 : 1 bis 5 : 1, stärker bevorzugt 0,25 : 1 bis 1 : 1.

Andere bleichmittelstabile Waschmitteltenside schließen ein einfach-langkettiges Aminoxid-Waschmitteltensid mit einer langen Alkylkette mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 10 bis 16 Kohlenstoffatomen und stärker bevorzugt 10 bis 14 Koh lenstoffatomen ein. Die anderen zwei Gruppen sind kurzkettig, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltend, stärker bevorzugt Methylgruppen.

Die Haupteinschränkung ist, daß das Tensid nicht mit einem vorhandenen Bleichmittel reagiert. Dies ist kein Problem, wenn das Tensid geschützt ist oder wenn das Bleichmittel geschützt ist, nicht vorliegt oder nicht sehr reaktionsfähig ist.

B. Carbonat/Bicarbonat-Scheuermittel/Alkalinitätsmaterial

Die Zusammensetzungen enthalten 10 bis 99%, vorzugsweise 50 bis 99% und stärker bevorzugt 90 bis 99% einer Mischung aus wasserlöslichen Carbonat- und Bicarbonatsalzen, vorzugsweise Alkalimetall- und stärker bevorzugt Natriumsalzen, wobei das Verhältnis von Carbonat zu Bicarbonat 0,3 : 1 bis 10 : 1, vorzugsweise 0,3 : 1 -bis 1 : 1 und stärker bevorzugt 0,4 : 1 bis 0,65 : 1 beträgt. Das Scheuermittelmaterial umfaßt wasserlösliches Bicarbonat mit einem Teilchendurchmesser, bei dem 50 bis 100%, vorzugsweise 80 bis 100%, stärker bevorzugt 95 bis 100%, der Teilchen innerhalb des Bereichs von 30 bis 100 um, vorzugsweise 45 bis 90 um, liegen. Das Scheuermittelmaterial umfaßt auch wasserlösliche Carbonatsalze. Die Teilchengröße für dieses Material kann eine sein, bei der 50 bis 100%, vorzugsweise 75 bis 95%, stärker bevorzugt 80 bis 95%, der Teilchen innerhalb des Bereichs von 20 bis 100 um, vorzugsweise 20 bis 75 um, stärker bevorzugt 20 bis 60 um, liegen.

Die Verhältnisse und/oder Mengen des Carbonats und Bicarbonats sind für das Vorsehen einer Kombination von Oberflächenschonung und wirksamer Reinigung bei einer Vielzahl von Schmutzstoffen essentiell. Der Anteil an Carbonat muß mindestens 10%, vorzugsweise mindestens 15% und stärker bevorzugt mindestens 25% betragen, um den gewünschten Reinigungsgrad bei fettigem Seifenschaumschmutz vorzusehen. In ähnlicher Weise kann der Anteil an Carbonat nicht mehr als 70%, vorzugsweise nicht mehr als 50% und stärker bevorzugt nicht mehr als 40% betragen, um den gewünschten Grad an Reservealkalinität oberhalb einem pH von 9,5 zur Verfügung zu haben.

Überraschenderweise ist die richtige Teilchengröße von Bicarbonat für eine gute Oberflächenschonung essentiell. Wenn die Teilchengröße mehr als 100 um beträgt, wird die Oberflächenschonung beeinträchtigt. Andererseits, wenn man die übliche Größe von Bicarbonat, welches verkauft wird, mit einer Teilchengröße von 25 um verwendet, wird die Reinigungswirksamkeit ernstlich beeinflußt. Wie hier verwendet, sind alle Teilchengrößen Gewichtsmittel, wenn nicht anders angegeben. Die Teilchengröße des Carbonats ist nicht so entscheidend, da die normale Teilchengröße von 50 um ausreichend ist.

Die Natriumsalze des Bicarbonats und Carbonats werden bevorzugt, aber andere Salze, wie Kalium- und/oder Lithiumsalze, können verwendet werden.

C. Bleichmittel

0 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% und stärker bevorzugt 0,7 bis 1,5 Gew.-% der vorliegenden Zusammensetzungen umfassen ein Bleichmittel, vorzugsweise des Typs, welcher eine Hypochloridverbindung in wäßriger Lösung erzeugt. Das Hypochloridion wird chemisch durch die Formel OCl&supmin; wiedergegeben. Das Hypochloridion ist ein starkes Oxidationsmittel und aus diesem Grund werden Materialien, welche diese Verbindung erzeugen, als leistungsfähige Bleichmittel angesehen. Die Stärke einer wäßrigen Lösung, welche ein Hypochloridion enthält, wird im Hinblick auf das verfügbare Chlor gemessen. Dies ist die Oxidationsstärke der Lösung, welche durch die Fähigkeit der Lösung, Iod aus einer angesäuerten Iodidlösung freizusetzen, gemessen wird. Ein Hypochloridion hat die Oxidationsstärke von zwei Atomen Chlor, d. h. einem Molekül Chlorgas.

Bei niedrigen pH-Werten enthalten wäßrige Lösungen, welche durch Lösen von Hypochlorid erzeugenden Verbindungen gebildet wurden, aktives Chlor, zum Teil in Form von Hypochlorsäuregruppen und zum Teil in Form von Hypochloridionen. Bei pH- Werten oberhalb 10, d. h. bei pH-Werten der vorliegenden Zusammensetzungen, liegt im wesentlichen das ganze aktive Chlor in Form von Hypochloridionen vor.

Solche Bleichmittel, welche eine Hypochloridverbindung in wäßriger Lösung erzeugen, schließen Alkalimetall- und Erdallcalimetallhypochloride, Hypochloridadditionsprodukte, Chloramine, Chlorimine, Chloramide und Chlorimide ein. Spezifische Beispiele von Verbindungen dieses Typs schließen Natriumhypochlorid, Kaliumhypochlorid, monobasisches Calciumhypochlorid, dibasisches Magnesiumhypochlorid, chloriertes Trinatriumphosphatdodecahydrat, Kaliumdichlorisocyanurat, Natriumdichlorisocyanurat, 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhydantoin, N-Chlorsulfamid, Chloramin T, Dichloramin T, Chloramin B und Dichloramin B ein. Ein bevorzugtes Bleichmittel zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ist Natriumdichlorcyanurat.

Die meisten der oben beschriebenen, Hypochlorid erzeugenden Bleichmittel sind in fester oder konzentrierter Form erhältlich und werden während der Synthese der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Wasser gelöst. Einige der obigen Materialien sind als wäßrige Lösungen erhältlich.

Andere Bleichmittel können verwendet werden, wenn die Kosten und/oder Wirksamkeit beeinträchtigt werden können. Beispielsweise ist es möglich, aktiviertes Peroxid als Bleichmittelmaterial zu verwenden.

D. Wahlweises zusätzliches Puffermittel und kleinere Bestandteile 1. Zusätzliches Puffermittel

0 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0 bis 5 Gew.-% und stärker bevorzugt 0 bis 3 Gew.-% zusätzliches Puffermittel können verwendet werden. Die vorliegenden Zusammensetzungen können ein zusätzliches anorganisches Puffermittel umfassen, welches in der Lage ist, den pH der Zusammensetzung innerhalb des Bereichs von 8,5 bis 11, vorzugsweise 9 bis 9,5, zu halten. Die Aufrechterhaltung des pH der Zusammensetzung innerhalb dieses Bereichs dient dazu, die Leistungsfähigkeit der Zusammensetzung zu steigern.

Jegliches bleichmittelstabile Material oder Mischungen von Materialien, welche die Wirkung haben, den pH der Zusammensetzung innerhalb des gewünschten Bereichs zu verändern und ihn dort aufrechtzuerhalten, kann erfindungsgemäß als das zusätzliche Puffermittel verwendet werden. Solche Materialien können zum Beispiel verschiedene wasserlösliche anorganische Salze wie die Sesquicarbonate, Silicate, Pyrophosphate, Phosphate, Tetraborate und Mischungen hiervon einschließen. Beispiele von Materialien, welche entweder allein oder in Kombination hier als Puffermittel verwendet werden können, schließen Natriumsesquicarbonat, Natriumsilicat, Tetrakaliumpyrophosphat, Trinatriumphosphat, wasserfreies Natriumtetraborat, Natriumtetraboratpentahydrat und Natriumtetraboratdecahydrat ein. Bevorzugte Puffermittel zur erfindungsgemäßen Verwendung sind Nichtphosphate.

Wie nachstehend besprochen wird, wird besonders bevorzugt, in den vorliegenden Zusammensetzungen ein Material einzuschließen, welches als ein Waschmittelbuilder wirksam ist, d. h. ein Material, welches die freie Calcium- und/oder Magnesiumionenkonzentration in einer tensidhaltigen wäßrigen Lösung verringert. Einige der oben beschriebenen Materialien der zusätzlichen Puffermittelkomponente dienen zusätzlich als Buildermaterialien. Solche Verbindungen wie die Phosphate, insbesondere die kondensierten Phosphate wie Pyrophosphate und Tripolyphosphate, und die Polycarboxylate, wie Citrate, Succinate, etc., sind von diesem Typ. Andere Puffermittelkomponenten, wie die Silicate und Tetraborate, erfüllen keine Builderfunktion. Da das Vorhandensein eines Builders in den vorliegenden Zusammensetzungen besonders wünschenswert ist, wird bevorzugt, daß das zusätzliche Puffermittel mindestens eine Verbindung enthält, welche in der Lage ist, als ein Builder wirksam zu sein, d. h. den Gehalt an freien Calcium- und/oder Magnesiumionen einer wäßrigen Lösung, welche solche Ionen enthält, verringern kann.

2. Wahlweise Materialien

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Komponenten können die vorliegenden Scheuermittelzusammensetzungen wahlweise andere nicht essentielle Materialien enthalten, um ihre Leistungsfähigkeit, Stabilität oder ihr ästhetisches Aussehen zu verbessern. Solche Materialien schließen wahlweise Schaumhemmstoffe, nicht puffernde Builderverbindungen, Farbstoffe und Parfüm ein. Schaumhemmstoffe sind insbesondere zur Verbesserung der Erleichterung des Abspülens und der als Endergebnis erhaltenen Sandigkeit nützlich. Fettsäuren, Silicate und stark verzweigte Polymere einschließlich auch fein verteilten Kunststoffmaterialien können als Schaumhemmstoffe verwendet werden.

Obwohl, wie oben angegeben, einige der vorstehend beschriebenen Puffermittel als Builderverbindungen wirksam sind, ist es möglich, andere bleichmittelstabile Builderverbindungen zuzugeben, welche entweder allein oder in Kombination mit anderen Salzen nicht innerhalb des gewünschten pH-Bereichs puffern, welcher für das Puffermittel erforderlich ist. Typisch für diese wahlweisen Builderverbindungen, welche nicht notwendigerweise innerhalb des essentiellen pH-Bereichs puffern, sind bestimmte Hexametaphosphate und Polyphosphate. Spezifische Beispiele solcher wahlweisen Puffermaterialien schließen Natriumtripolyphosphat, Kaliumtripolyphosphat und Kaliumhexametaphosphat ein. Herkömmliche Farbstoffe und Duftstoffe können zu den vorliegenden Zusammensetzungen ebenfalls zugegeben werden, um ihr ästhetisches Aussehen und/oder ihre Verbraucherakzeptanz zu verbessern. Diese Materialien sollten natürlich solche Farbstoff und Parfümvarietäten sein, welche gegen einen Abbau durch stark aktive Chlorbleichmittel besonders stabil sind. Falls vorhanden, umfassen die oben beschriebenen wahlweisen Materialien im allgemeinen nicht mehr als 5 Gew.-% der gesamten Zusammensetzung.

Herstellung der Zusammensetzung

Die erfindungsgemäßen Scheuermittelzusammensetzungen können hergestellt werden durch Zusammenmischen der oben beschriebenen essentiellen und wahlweisen Komponenten in den geeigneten Konzentrationen in beliebiger Reihenfolge durch beliebige herkömmliche Mittel, welche normalerweise verwenden werden, um teilchenförmige Mischungen zu bilden.

Es ist jedoch auch wünschenswert, die Zusammensetzungen unter Verwendung von Teilchen, welche als Teil eines Vormischungsschritts gebildet werden, zusammenzumischen. Es wird besonders bevorzugt, das Tensid mit anorganischen Salzen zu Teilchen vorzuformen.

Die Erfindung umfaßt auch ein Verfahren zum Reinigen einer harten Oberfläche, umfassend das Aufragen einer wirksamen Menge der hier offenbarten Zusammensetzung auf die harte Oberfläche mit einer wirksamen Menge an Wasser und Scheuern der Oberfläche mit einem Reinigungshilfsmittel. Geeignete Reinigungshilfsmittel sind die auf dem Fachgebiet bekannten, wie Tücher, Schwämme, ungewebte Textilien, Papierhandtücher, etc.

Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzusammensetzungen werden durch die folgenden Beispiele veranschaulicht. Alle Teile, Verhältnisse und Prozentangaben sind auf das Gewicht bezogen, und alle numerischen Begrenzungen sind ungefähre Angaben innerhalb der normalen Grenzen der analytischen Bestimmung, wenn nicht anders angegeben.

Beispiel I

Eine Waschmittelvormischung der folgenden Zusammensetzung wird hergestellt.

Ziel (Teile)

Lineares Na-Alkyl-(C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub4;)-benzolsulfonat (NaLAS) 1,30

Soda-Asche 25,00

Na-Acetat 1,52

Na-C&sub8;&submin;&sub1;&sub6;-Alkylsulfat (NaAs) 0,86

Wasser 0,22

Andere kleinere Bestandteile 0,10

Vormischung, Teile insgesamt 29,00

Eine solche Vormischung wird wie folgt in einem Reaktionsschneckenmischer bei folgender Reihenfolge der Zugabe hergestellt.

Ausgangsmaterial (zugegeben) Teile

Soda-Asche 26,20

HLAS/Essigsäure 2,38

NaAs 0,91

Es tritt ein Verlust von 0,49 Teilen CO&sub2; auf und die Mischung weist einen Feuchtigkeitsgehalt von 0,76% auf.

Ein Scheuermittel für harte Oberflächen der folgenden Zusammensetzung wird in einem Hauptmischungsschneckenmischer hergestellt.

Reihenfolge der Zugabe Teile der Zusammensetzung

Natriumbicarbonat 69,64

Waschmittelvormischung 29,00

Natriumdichlorcyanurat (NaDCC) 1,01

Feuchtigkeit (NaDCC) 0,15

Parfüm 0,20

Endprodukt, Teile 100,00

Eine solche Zusammensetzung zeigt einen vernachlässigbaren Bleichmittel- und/oder Tensidabbau über einen Lagerungszeitraum von 6 Wochen. Eine solche Zusammensetzung ist insbesondere zur Entfernung von Flecken und Schmutz von harten Oberflächen wirksam und hinterläßt keinen wahrnehmbaren Film, nachdem die Zusammensetzung verwendet und die harte Oberfläche abgespült wurde.

Zusammensetzungen mit im wesentlichen ähnlichen physikalischen, chemischen und Leistungseigenschaften werden erzielt, wenn in der Zusammensetzung von Beispiel I das Natriumdichlorisocyanurat-Bleichmittel durch 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhydantoin, N-Chlorsulfamid, Chloramin T, Dichloramin T, Chloramin B oder Dichloramin B in Mengen ersetzt wird, welche ausreichend sind, um eine äquivalente Menge an verfügbarem Chlor vorzusehen.

Beispiel II Die Zusammensetzung wird durch Trockenmischen hergestellt.

Die Leistungsfähigkeit dieser Produkte wird unter Verwendung der folgenden Tests bewertet.

Schmutzentfernungsleistung

Die Schmutzentfernungsleistung wird durch zwei Tests gemessen.

Fettier Seifenschaum-Test

Der fettige Seifenschaum-Test ist für im Badezimmer vorkommenden Seifenschaum/Körperschmutz repräsentativ. Die erforderliche(n) Vorrichtung/Materialien sind wie folgt: 1. Cherokee-Porzellanplatten (7,62 cm · 38,1 cm) (3" · 15"); 2. Haushaltsmischgerät; 3. Preval-Sprühvorrichtung; 4. Ofen; 5. Belüftungsabzug; 6. Straight Line Washability-Vorrichtung; und 7. Flocel-Celluloseschwämme, geschnitten auf eine Größe von 9,53 cm · 4,76 cm (3 3/4" · 1 7/8") im nassen Zustand. Der Schmutz ist eine Mischung aus Lampenruß, Calciumstearat und künstlichem Körperschmutz (ABS).

Eine saubere Platte wird mit Isopropylalkohol vor dem Beschmutzen vorgereinigt und mit einem Papierhandtuch trockengerieben. Der Ofen wird auf 180ºC vorgewärmt. Unter dem Abzug wird jede Platte mit einer Schmutzlösung durch eine Hin- und Zurückbewegung besprüht. Jeder "Durchgang" entspricht einem vollständigen Schmutzauftrag. Nach 8 Durchgängen wird die Platte um 180 Grad gedreht. Die Platte wird in 8 weiteren Durchgängen für insgesamt 16 Sprühaufträge besprüht.

Die beschmutzten Platten werden horizontal auf ein einzelnes Ofengestell gelegt, welches so nahe wie möglich in der Mitte des Ofens positioniert ist, und für 20 Minuten gebacken. Das Zeitmeßgerät wird nach dem Einbringen der Platten in den vorgewärmten Ofen gestartet. Nach Ende der Backzeit werden die Platten aus dem Ofen genommen und man läßt sie abkühlen. Wenn die Platten kalt sind, können sie für den Leistungstest verwendet werden.

Die beschmutzte Platte wird in die Scheuervorrichtung gelegt. Die Schwämme werden mit 8 mmol C²&spplus;/l (80ºF) Leitungswasser befeuchtet und vollständig ausgewrungen. Schwämme mit ungefähr gleichem Gewicht und Griff werden für den Test ausgewählt. Nach Auswahl der Schwämme werden sie in einem 2000 ml-Becherglas mit 8 mmol Ca²&spplus;/l (80ºF) Leitungswasser bis zum Gebrauch belassen. Das Produkt zur Wegeinstellung (Kontrollprodukt) ist immer das erste getestete Produkt.

Der Schwammträger wird über dem Bereich auf der Platte zentriert, welcher getestet werden soll. 2 g des Produkts werden auf den Bereich zusammen mit 1 ml Wasser direkt aufgetragen, wobei eine Paste hergestellt wird, um den gesamten Schwammbereich zu bedecken. Man läßt die Paste 10 Sekunden einweichen. Dann wird der feuchte (18 bis 22 g schwere) Schwamm in eine Haltevorrichtung (1300 g) gelegt, in den Träger eingebracht und die Scheuervorrichtung gestartet.

Die Reinigungskontrolle beträgt 80% Reinheit. Diese Anzahl der Wege wird für alle Produkte in dem Test für diese bestimmte Platte verwendet. Weg # muß für jede Platte getrennt bestimmt werden. Der getestete Bereich wird sofort mit 8 mmol Ca²&spplus;/l (80ºF) Wasser vorsichtig abgespült, so daß der nicht getestete Teil der Platte nicht befeuchtet wird. Die Platte wird mit einem Papierhandtuch trockengetupft.

Unter Verwendung einer absoluten Bewertungsskala (0-6) und 3 sachkundigen Fachmännern werden drei Wiederholungsversuche jeder Behandlung bewertet. Die Bewertungen werden in ein Standardcomputerprogramm eingegeben, um die Signifikanz zu bestimmen.

Hartnäckiger fettiger Küchenschmutz (natürlich gealterter Küchenschmutz oder "KD"-Schmutz)

Die erforderliche(n) Vorrichtung/Materialien sind: 1. 4 Cherokee-Porzellanplatten (7,62 cm · 38,1 cm) (3" · 15"); 2. Haushaltsmischgerät; 3. KD-Schmutz; 5. Aluminiumfolie; 6. Straight Line Washability-Vorrichtung; und 7. Flocel-Celluloseschwämme, geschnitten auf eine Größe von 9,53 cm · 4,76 cm (3 3/4" · 1 7/8" inch) (im nassen Zustand). KD-Schmutz umfaßt Crisco-Öl und Feststoffteilchen/Fettschmutz Gew./Ruß.

Jede saubere Platte wird mit Isopropylalkohol vor dem Beschmutzen vorgereinigt und mit einem Papierhandtuch trockengerieben. 1,25 g KD-Schmutz werden auf einem Stück Aluminiumfolie abgewogen, und der Schmutz wird auf der Folie ausgebreitet, so daß er gleichmäßig verteilt ist. Wenn immer eine Walze verwendet wird, muß die Walze mit etwa 1 Teelöffel des Schmutzes gleichmäßig gesättigt werden. Die Malerwalze wird durch Rollen in dem verteilten KD-Schmutz gleichmäßig mit Schmutz bedeckt. Der Schmutz wird auf die Platten gerollt bis ein gleichmäßiger Schmutzüberzug auf jeder Platte erzielt ist. Die beschmutzten Platten werden auf eine flache Oberfläche bei Umgebungstemperatur und 40-50% Feuchtigkeit gelegt und 6 bis 10 Tage altern gelassen.

Die beschmutzte Platte wird in die Scheuervorrichtung gelegt. Die Schwämme werden mit 8 mmol Ca²&spplus;/l (80ºF) Leitungswasser befeuchtet und vollständig ausgewrungen. Schwämme mit etwa gleichem Gewicht und Griff werden für den Test ausgewählt. Nach Auswahl der Schwämme werden sie in einem 2000 ml-Becherglas mit 8 mmol Ca²&spplus;/l (80ºF) Leitungswasser bis zum Gebrauch belassen. Das Produkt zur Wegeinstellung (Kontrollprodukt) ist immer das erste getestete Produkt. Ein Schwamm wird ausgewählt und ausgedrückt bis er gerade feucht ist. Der Schwamm wird auf eine Waage gelegt und 2 g/2 ml Produkt werden auf dem Schwamm abgewogen. Auf das Produkt werden 2 ml Wasser gespritzt, um eine Paste herzustellen, wenn Pulver verwendet werden. Das Produkt wird auf dem mittleren Drittel des Schwammes gleichmäßig verteilt. Der Schwamm wird in die Schwammhaltevorrichtung, welche etwa 300 g wiegt, in die Transportvorrichtung gelegt und die Vorrichtung gestartet. Die für einen bestimmten Test verwendete Anzahl von Wegen wird dadurch bestimmt, daß die Oberfläche mit dem Wegeinstellungsprodukt gereinigt wird, bis sie zu etwa 80% sauber ist. Die restlichen Produkte in dem Test werden dann in der gleichen Anzahl von Wegen verwendet. Die Anzahl der für einen bestimmten Test erforderlichen Wege kann in Abhängigkeit von der Gruppe der verwendeten Produkte und der Schmutzhartnäckigkeit variieren. Der getestete Bereich wird sofort nach dem Scheuern vorsichtig abgespült, so daß der nicht getestete Teil der Platte nicht befeuchtet wird. Die Platte wird mit einem Papierhandtuch trockengetupft.

Bewertungsverfahren

Unter Verwendung einer absoluten Bewertungsskala (0-6) und 3 sachkundigen Fachmännern werden drei Wiederholungsversuche jeder Behandlung bewertet. Die Bewertungen werden in das "Absolute Production Capsule"-Standardcomputerprogramm eingegeben, um die Signifikanz zu bestimmen.

Bewertung der Oberflächenschonung

Dieser Test wird verwendet, um die relative Schonung von Oberflächen von Testprodukten über einen längeren Anwendungszeitraum zu bestimmen. Die Vorrichtung umfaßt: 1. Gardner-Straight Line-Washability-Vorrichtung; 2. Testplatten; und 3. Schwamm. Die Testplatten werden in Stücke von 7,62 cm · 40,64 cm (3" · 16") geschnitten und in die Gardner-Vorrichtung eingeführt. Diese Vorrichtung wurde entwickelt, um die auf Oberflächen während der Reinigung ausgeübte Scheuerwirkung zu simulieren. Die Vorrichtung besteht aus einer Bodenplatte zur Aufnahme der zu scheuernden Platten; einer Transportvorrichtung, welche sich über die Platte hin und her bewegt, und einer Schwammhaltevorrichtung, welche beschwert ist, um einen konstanten Druck auszuüben. Eine vorherbestimmte Menge an Wasser und Produkt wird auf den Schwamm aufgetragen und über das mittlere 1/3 des Schwamms gleichmäßig verteilt. Der Schwamm wird dann in die Schwammhaltevorrichtung und dann in die Transportvorrichtung gelegt. Der automatische Zähler der Vorrichtung wird dann auf die vorherbestimmte Anzahl von Wegen (50) eingestellt. Nach 50 Wegen wird der Schwamm ausgespült und Wasser und Produkt werden auf die andere Seite des Schwamms für eine weitere 50 Wege-Behandlung aufgetragen und dann wird der Schwamm verworfen. Die Platte wird nach allen 100 Wegen gespült. Eine Transportvorrichtung wird verwendet, welche einen Druck von 7 g/cm² ausübt. Es werden 2 g Produkt auf einem Schwamm verwendet, welcher 35 g wiegt (Schwamm + Wasser). Wenn die Platten nicht behandelt werden, werden sie nur gespült und der Schwamm wird zur Bestimmung der Wirkung des Wassers nur mit Wasser befeuchtet.

Zur Bewertung werden die Testplatten unter Verwendung einer Standardbewertungsskala von 0-4 visuell bewertet. Die Behandlungen werden auf den Platten gemäß dem Randomisierungsdiagramm randomisiert: 0 = Gleich; 1 = Ich denke, diese ist beschädigt/verfärbt; 2 = Ich weiß, diese ist beschädigt/verfärbt; 3 = Ich weiß, diese weist viele Beschädigungen/Verfärbungen auf; und 4 = Ich weiß, diese weist sehr viele Beschädigungen/Verfärbungen auf. Die visuellen Bewertungs- und Glanzablesungen werden zu Beginn und nach 200, 400, 800, 1200 und 1600 Wegen genommen. Die visuelle Bewertung verwendet ein SAS-Statistikprogramm, welches absolute Bewertungen akzeptiert und einen Mittelwert und einen kleinsten signifikanten Unterschied berechnet.

Als Endergebnis erhaltene Sandigkeit

Dieses Spülverfahren simuliert das aus dem Spülen mit dem Scheuermittel resultierende Endergebnis für den Verbraucher. Ein Hauptfaktor beim Abspülen von pulverförmigen Reinigungsmitteln ist der durch diese Produkte hinterlassene Sand/Film. Deshalb ist dieses Testverfahren auf den sandigen Rückstand ausgerichtet, welcher nach Abspülen des Produkts von einer schwarzen Keramikfliese mit Wasser zurückbleibt.

Die notwendige(n) Vorrichtung/Materialien sind: 1. 10,16 cm · 10,16 cm (4" · 4") große, schwarze Keramikfliesen (es werden schwarze Fliesen verwendet, um die Produktrückstandsunterschiede besser zu sehen); 2. Flocel-Celluloseschwämme, geschnitten in 5,08 cm · 5,08 cm · 2,2 cm (2 · 2 · 7/8 inch) große Stücke (im nassen Zustand); 3. 2000 ml-Becherglas; und 4. Waage.

Jede Fliese wird mit Isopropylalkohol vor der Verwendung vorgereinigt und mit einem Papierhandtuch trockengerieben. Die Schwämme werden mit 8 mmol Ca²&spplus;/l (118ºF) Leitungswasser befeuchtet und vollständig ausgewrungen. Schwämme mit etwa gleichem Gewicht und Griff werden für den Test ausgewählt. Die Schwämme werden in ein 2000 ml-Becherglas mit 8 mmol Ca²&spplus;/l (118ºF) Leitungswasser bis zum Gebrauch gelegt. Ein Schwamm wird ausgewählt, überschüssiges Wasser wird ausgewrungen, der Schwamm wird auf die Waage gelegt und 2 g Produkt und 2 ml Wasser werden zugegeben. Es wird eine Produktpaste hergestellt und über die gesamte Oberfläche verteilt. Das Produkt wird mit dem Schwamm mit gleichmäßigem Druck auf die Oberfläche aufgetragen. Es werden 4 Wege nach oben und 4 Wege nach unten ausgeführt. Die Fliese wird um 30º geneigt. Die Fliese wird mit unterschiedlichen Mengen (10-20-40 ml) von 8 mmol Ca²&spplus;/l (118ºF) Leitungswasser gespült. Das Wasser wird mit einer Spritze über den oberen Teil der Fliese geleitet, um die Wassermenge und die Richtung über die gesamte Oberfläche besser zu kontrollieren. Unterschiedliche Mengen von Wasser werden verwendet, um verschiedene Grade des Spülens durch die Verbraucher zu simulieren, z. B. Wassermenge/Druck und Prozent der gespülten Fläche. Die Begrenzungen werden auf etwa ein Minimum von einer Spülung über die Oberfläche und ein Maximum, welches der Anzahl von Spülungen entspricht, die erforderlich ist, um die Fliese mit dem besser abspülbaren Produkt vollständig zu reinigen, eingestellt. Man läßt die Fliesen an der Luft trocken oder verwendet vorsichtig einen Föhn.

Die Testplatten werden unter Verwendung einer Bewertungsskala von 0-6 visuell bewertet. Die Behandlungen werden auf den Platten gemäß dem Randomisierungsdiagramm randomisiert, worin: 0 = kein Sand/Film; 1 = Ich denke, diese weist einen Sand/Film auf; 2 = Ich weiß, diese weist einen Sand/Film auf; 3 = Ich weiß, diese weist viel Sand/Film auf; 4 = Ich weiß, diese weist sehr viel Sand/Film auf; 5 = Ich weiß, diese weist sehr viel mehr Sand/Film auf; und 6 = Ich weiß, diese wurde nicht vollständig gereinigt Die visuellen Bewertungen werden in ein SAS-Statistikprogramm eingegeben, welches absolute Bewertungen akzeptiert und einen Mittelwert berechnet, um Signifikanzen zu bestimmen.


Anspruch[de]

1. Feste Scheuermittelzusammensetzung für harte Oberflächen, umfassend:

A. 0,5 bis 5 Gew.-% bleichmittelstabiles Tensid, vorzugsweise gewählt aus der Gruppe, bestehend aus wasserlösliches Paraffinsulfonat-Waschmitteltensid; wasserlösliches Alkylbenzolsulfonat-Waschmitteltensid; Alkylsulfat- Waschmitteltensid und Mischungen hiervon, weiter vorzugsweise eine Mischung aus entweder einem wasserlöslichem Paraffinsulfonat-Waschmitteltensid oder Alkylbenzolsulfonat-Waschmitteltensid mit Alkylsulfat- Waschmitteltensidsalz, wobei 8 bis 18 Kohlenstoffatome in den Alkylgruppen vorliegen;

B. 10 bis 99, vorzugsweise 90 bis 99 Gew.-% Scheuermittel/Alkalinitätsmaterial, bei dem es sich um eine Mischung aus wasserlöslichen Carbonat- und Bicarbonatsalzen handelt, wobei das Verhältnis von Carbonat zu Bicarbonat 0,3 : 1 bis 10 : 1, vorzugsweise 0,4 : 1 bis 0,65 : 1 liegt, wobei die Bicarbonatsalze eine Teilchengröße aufweisen, bei der 50 bis 100% einen Durchmesser von 30 bis 100 um aufweisen, wobei vorzugsweise 80 bis 100%, vorzugsweise 95 bis 100%, innerhalb des Bereichs von 45 um bis 90 um liegen; wobei der Anteil an Carbonat 10 bis 70 Gew.-% beträgt;

C. 0 bis 4 Gew.-% eines Bleichmittels; und

D. 0 bis 10 Gew.-% Puffermittel und/oder kleinere Bestandteile.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Alkylsulfat-Tensid aus der Gruppe gewählt ist, bestehend aus Natriumlaurylalkylsulfat, Natriumstearylalkylsulfat, Natriumpalmitylalkylsulfat, Natriumdecylsulfat, Natriummyristylalkylsulfat, Kaliumlaurylalkylsulfat, Kaliumstearylalkylsulfat, Kaliumdecylsulfat, Kaliumpalmitylalkylsulfat, Kaliummyristylalkylsulfat, Natriumdodecylsulfat, Kaliumdodecylsulfat, Kaliumtalgalkylsulfat, Natriumtalgalkylsulfat, Natriumkokosnußalkylsulfat, Kaliumkokosnußalkylsulfat und Mischungen hiervon.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, enthaltend Alkylbenzolsulfonat mit 10 bis 14 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.

4. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1-3, enthaltend zusätzliches Puffermittel, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Natriummetasilicat, Trinatriumphosphat, Tetrakaliumpyrophosphat und Mischungen hiervon.

5. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, wobei das Bleichmittel aus der Gruppe gewählt ist, bestehend aus Kaliumdichlorisocyanurat, Natriumdichlorisocyanurat, 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhydantoin, N-Chlorsulfamid, Chloramine T, Dichloramine T, Chloramine B, Dichloramine B und Mischungen hiervon, vorzugsweise Natriumdichlorisocyanurat.

6. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, enthaltend wasserlösliches Alkylsulfat mit 8 bis 15 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.

7. Feste Scheuermittelzusammensetzung für harte Oberflächen, umfassend:

A. 0,5 bis 3 Gew.-% bleichmittelstabiles Tensid;

B. 90 bis 99 Gew.-% Scheuermittel/Alkalinitätsmaterial, bei dem es sich um eine Mischung aus wasserlöslichen Carbonat- und Bicarbonatsalzen handelt, wobei das Verhältnis von Carbonat zu Bicarbonat 0,4 : 1 bis 0,65 : 1 beträgt, das Bicarbonatsalz eine Teilchengröße aufweist, bei der 95 bis 100% einen Durchmesser von 45 bis 90 um besitzen, wobei der Anteil an Carbonat 10 bis 70 Gew.-% beträgt;

C. 0,5 bis 3 Gew.-% eines Bleichmittels; und

D. 0 bis 5 Gew.-% Puffermittel und/oder kleinere Bestandteile.

8. Verfahren zum Reinigen einer harten Oberfläche, umfassend das Aufbringen einer wirksamen Menge der Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1-7 auf die harte Oberfläche mit einer wirksamen Menge an Wasser und Scheuern der Oberfläche mit einem Reinigungshilfsmittel.







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