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Dokumentenidentifikation EP0889782 31.05.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0889782
Titel DRUCKVERFAHREN ZUM BEDRUCKEN EINES TRÄGERMATERIALS
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder LINK, Robert, D-83278 Traunstein, DE;
WIEDEMER, Manfred, D-85737 Ismaning, DE;
HEINZL, Joachim, D-81549 München, DE
DE-Aktenzeichen 59701516
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 13.03.1997
EP-Aktenzeichen 979180205
WO-Anmeldetag 13.03.1997
PCT-Aktenzeichen DE9700508
WO-Veröffentlichungsnummer 9736746
WO-Veröffentlichungsdatum 09.10.1997
EP-Offenlegungsdatum 13.01.1999
EP date of grant 26.04.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2000
IPC-Hauptklasse B41F 7/24
IPC-Nebenklasse B41F 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Druckverfahren zum Erzeugen eines Druckbildes auf einem Trägermaterial, bei dem ein Druckträger bereit gestellt wird, dessen Oberfläche entsprechend der Struktur des zu druckenden Druckbildes mit Wasserdampf beaufschlagt wird.

Bei bekannten Druckverfahren, wie dem Offset-Druckverfahren, sind auf der Oberfläche eines Druckträgers, beispielsweise einer Druckplatte, einem Druckband oder einer Druckvorlage, partiell druckende, dem zu druckenden Druckbild entsprechende Bereiche ausgebildet, die während des Druckvorganges mit Farbe eingefärbt werden und anschließend das Trägermaterial mit der Farbe bedrucken. Zur Ausbildung dieser partiell druckenden Bereiche sind verschiedene Verfahren bekannt. Beispielsweise das DIRECT-IMAGING-Verfahren von der Firma Heidelberger Druckmaschinen, bei dem auf einer silikonbeschichteten Folie durch partielles Wegbrennen der Silikonschicht eine Druckvorlage erstellt wird, deren silikonfreie Stellen die Farbe während des Druckvorganges aufnehmen und das Trägermaterial bedrucken. Bei einem anderen bekannten Verfahren werden auf dem Druckträger hydrophobe und hydrophile Bereiche entsprechend der Struktur des zu druckenden Druckbildes erzeugt. Vor dem Auftragen von Farbe auf dem Druckträger wird durch Verwendung von Auftragswalzen bzw. Sprühvorrichtungen zunächst ein dünner Feuchtigkeitsfilm auf den Druckträger aufgebracht, der die hydrophilen Bereiche des Druckträgers benetzt. Anschließend wird mit Hilfe einer Farbwalze Farbe auf die Oberfläche des Druckträgers aufgebracht, die jedoch ausschließlich die nicht mit einem Feuchtigkeitsfilm bedeckten Bereiche benutzt. Nach dem Einfärben des Druckträgers wird schließlich das eingefärbte Druckbild auf das Trägermaterial übertragen.

Aus der US-A-3 072 049 sowie der US-A-2 002 815 sind Druckvorrichtungen bekannt, die jeweils nach einem Druckverfahren arbeiten, bei dem zum Erzeugen des dünnen Feuchtigkeitsfilms auf der Oberfläche des Druckträgers anstelle der Verwendung von Auftragswalzen oder Sprühvorrichtungen Wasserdampf auf die hydrophilen Bereiche des Druckträgers gebracht wird. Auch hier ist die Oberfläche des Druckträgers, die mit Wasserdampf beaufschlagt wird, entsprechend den Strukturen des zu druckenden Druckbildes in hydrophobe und hydrophile Bereiche untergliedert.

Den zuvor beschriebenen Druckverfahren ist allen gemeinsam, daß ein Druckträger verwendet werden muß, auf dessen Oberfläche entsprechend den Strukturen des zu druckenden Druckbildes erhabene und ebene oder hydrophobe und hydrophile Bereiche ausgebildet sind.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein flexibles Druckverfahren bereitzustellen, bei dem auf einfache Weise das zu druckende Druckbild verändert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Druckverfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Durch die Erfindung wird ein Druckverfahren bereit gestellt, bei dem die Oberfläche des Druckträgers selektiv und partiell derart mit Wasserdampf beaufschlagt wird, daß sich auf der Oberfläche ein partieller, das Druckbild ergebender Wasserfilm ausbildet. Bei Einsatz dieses Druckverfahrens kann auf die Verwendung eines Druckträgers, auf dessen Oberfläche hydrophile und hydrophobe Bereiche ausgebildet sind, verzichtet werden, so daß zusätzliche Arbeitsschritte entfallen. Anstelle der chemisch vorbehandelten Druckträger verwendet das Druckverfahren mit selektiver Wasserbenutzung einen Druckträger mit gleichmäßiger Oberfläche, auf die der das Druckbild ergebende Wasserfilm aufgebracht wird. Dadurch ist es möglich, innerhalb eines Druckvorganges die Druckvorlage zu ändern, so daß das Druckverfahren mit sehr hoher Flexibilität arbeitet.

Bei einer weiteren Ausführungsform dieses Druckverfahrens wird ferner die Verwendung eines Zwischenträgers, beispielsweise eines Gummituches oder einer Walze mit gummierter Oberfläche, vorgeschlagen, der sich an die verschiedenen verwendeten Trägermaterialien anpaßt.

Zum selektiven und partiellen Beaufschlagen der Oberfläche des Druckträgers mit Wasserdampf wird bei einer Weiterbildung des Verfahrens ein mit Wasser angefeuchtetes Gewebeband der Oberfläche des Druckträgers gegenüberliegend angeordnet, das mit Hilfe einer Strahlungsquelle, beispielsweise einem Laser mit Ablenkung- und Fokussierungsoptik, Hochtemperaturlampen oder Laserdioden-Arrays, und/oder einer Wärmequelle, wie Heizelementen, Thermokämmen oder Mikrowellenelementen, an Stellen entsprechend dem Druckbild selektiv erhitzt wird. Auf diese Weise wird an der der Oberfläche des Druckträgers zugewandten Seite des Gewebebandes an den entsprechend erhitzten Stellen Wasser als Dampf austreten, der an der Oberfläche des Druckträgers kondensiert. Um das Gewebeband mit Wasser zu befeuchten, wird es in einer kontinuierlichen Bewegung, beispielsweise durch ein Walzensystem und/oder einer. Sprühvorrichtung geführt. Selbstverständlich ist es auch denkbar, das Gewebeband durch ein Wasserbad hindurchzubewegen, wobei das Gewebeband aufgrund Kapillarwirkung Wasser aufnimmt.

Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird anstelle eines angefeuchteten Gewebebandes gegenüber der Oberfläche des Druckträges eine Bedampfungseinrichtung mit einem Wasservorrat angeordnet. Die Bedampfungseinrichtung hat eine Vielzahl mit Wasser gefüllte Vertiefungen, in denen jeweils mindestens ein Heizelement vorgesehen ist, das unabhängig von den anderen Heizelementen betätigt werden kann. Durch Anlegen von Impulsen werden die Heizelemente selektiv aktiviert, so daß das in der Vertiefung befindliche Wasser verdampft wird und auf dem darüberliegenden Druckträger kondensiert. Durch Variation der Höhe der zugeführten Energie kann die Dampfmenge definiert geändert werden. Ferner besteht die Möglichkeit, den entstehenden Wasserfilm punktuell in seiner Stärke zu gestalten.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Oberfläche des Druckträgers rasterartig und zeilenweise mit Dampf beaufschlagt wird, wodurch ein kontinuierliches Abarbeiten der die Druckmaschine ansteuernden Druckdaten ermöglicht wird.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1
eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zum selektiven und partiellen Bedampfen der Oberfläche eines Druckträgers,
Fig. 2
eine Druckeinrichtung, bei der die Vorrichtung nach Figur 1 eingesetzt wird, und
Fig. 3
eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung, die zum selektiven und partiellen Bedampfen der Oberfläche des in Figur 2 gezeigten Druckträgers verwendbar ist.

Figur 1 beschreibt eine erste Ausführungsform einer Bedampfungseinrichtung 70 zum selektiven Bedampfen des Druckbandes 72 einer Druckeinrichtung 74 (vgl. Figur 2). Die Bedampfungseinrichtung 70 hat ein in Bewegungsrichtung des Druckbandes 72 angetriebenes, parallel mit geringem Abstand zum Druckband 72 angeordnetes Gewebeband 76, das durch ein Walzensystem (nicht dargestellt) kontinuierlich mit Wasser befeuchtet wird. Auf der dem Druckband 72 abgewandten Seite des Gewebebandes 76 ist eine sich annähernd über die gesamte Breite des Druckbandes 72, quer zu dessen Bewegungsrichtung erstreckende Heizeinrichtung (nicht dargestellt) vorgesehen. Diese Heizeinrichtung hat eine Vielzahl, in dessen Längsrichtung nebeneinander in einer Zeile angeordnete Strahlenquellen 78, die selektiv und unabhängig voneinander aktiviert werden können.

Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung der Druckeinrichtung 74, bei der die in Figur 1 beschriebene.erste Ausführungsform der Bedampfungseinrichtung 70 eingesetzt wird. Die Druckeinrichtung 74 hat eine angetriebene, sich im Uhrzeigersinn drehende Förderwalze 80, die in Figur 2 links dargestellt ist, sowie eine etwa auf gleicher Höhe angeordnete, in Figur 2 rechts dargestellte Druckerwalze 82, deren Achse parallel zur Achse der Förderwalze 80 verläuft. Etwa mittig zu der Förderwalze 80 und der Druckwalze 82 ist unterhalb von diesen eine parallel verlaufende Umlenkwalze 84 vorgesehen. Das Druckband 72 ist über die Förderwalze 80, die Druckwalze 82 und die Umlenkwalze 84 herumgeführt.

Oberhalb der Förderwalze 80 und der Druckwalze 82 ist etwa mittig zwischen diesen beiden die in Figur 1 beschriebene Bedampfungseinrichtung 70 angeordnet. In Transportrichtung des Druckbandes 72 gesehen nach der Bedampfungseinrichtung 70 ist im Bereich der Druckwalze 82 eine Färbestation 86 vorgesehen. Diese Färbestation 86 hat eine am Druckband 72 anliegende Farbwalze 88, die gegen die Druckwalze 82 vorgespannt ist. Eine unter Vorspannung an der Farbwalze 88 anliegende Versorgungswalze 90, die in einem mit Farbe gefüllten Farbbehälter 92 eintaucht, versorgt die Farbwalze 88 mit Farbe. Unmittelbar nach der Färbestation 86 ist die Umdruckstelle 94 vorgesehen, an der-eine Gegendruckwalze 96 unter Vorspannung am Druckband 72 anliegend gegen die Druckwalze 82 vorgespannt ist. Die Gegendruckwalze 96 und das auf der Druckwalze 82 anliegende Druckband 72 bilden einen Transportspalt 98, durch den das Trägermaterial 100 hindurchbewegt wird.

In Transportrichtung des Druckbandes 72 gesehen nach der Umdruckstelle 94 ist schließlich im Bereich der Umlenkwalze 84 eine Reinigungsvorrichtung 102 angeordnet. Die Reinigungseinrichtung 102 hat eine unter Vorspannung am Druckband 72 anliegende Abstreiflippe 104 und eine nachfolgend angeordnete Reinigungsbürste 106, die zum Entfernen von Wasser und Farbresten auf der Druckseite des Druckbandes 72 dienen.

Sobald die Druckeinrichtung 74 aktiviert wird, beginnen die Strahlungsquellen 78 der Heizeinrichtung das mit Wasser angefeuchtete Gewebeband 76 selektiv und partiell zu erhitzen, wodurch das im Gewebeband 76 gespeicherte Wasser verdampft und sich auf der dem Gewebeband 76 zugewandten Seite des Druckbandes 72 niederschlägt. Auf diese Weise wird auf der Oberfläche des Druckbandes 72 ein partieller, das Druckbild wiedergebender Wasserfilm ausgebildet. Das so befeuchtete Druckband 72 wird der Färbestation 86 zugeführt, in der die Farbwalze 88 Farbe auf die Oberfläche des Druckbandes 72 aufträgt. Dabei werden die nicht mit Wasser benetzten Bereiche eingefärbt, während das Wasser auf den mit Wasser benetzten Bereichen ein Einfärben dieser Bereiche verhindert. Nach dem Einfärben des Druckbandes 72 bewegt sich der eingefärbte Abschnitt des Druckbandes 72 in die Umdruckstelle 94, in der durch die Wirkung der Gegendruckwalze 96 das eingefärbte Druckbild direkt auf das Trägermaterial 100 gedruckt wird.

Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Bedampfungseinrichtung 120, die anstelle der Bedampfungseinrichtung 70 bei der in Figur 2 dargestellten Druckeinrichtung 74 verwendet werden kann. Die Bedampfungseinrichtung 120 hat eine sich quer zur Transportrichtung des Druckbandes 72 über dessen gesamte Breite erstreckende Heizleiste 122. Die Heizleiste 122 hat in ihrer Längsrichtung eine Vielzahl nebeneinander in einer Zeile angeordnete zylinderförmige Vertiefungen 124, die jeweils an ihrer geschlossenen Stirnseite ein Heizelement 126 haben und deren jeweilige offene Stirnfläche dem Druckband 72 zugewandt ist. Durch selektives Aktivieren der Heizelemente 126 wird das in der jeweiligen Vertiefung 124 befindliche Wasser so stark erhitzt, daß es verdampft und sich auf der der Heizleiste 122 zugewandten Seite des Druckbandes 72 niederschlägt, so daß ein partieller, das Druckbild wiedergebender Wasserfilm ausgebildet wird. Anschließend wird das so benetzte Band 72, wie oben bereits beschrieben, in gleicher Weise durch die Färbestation 86 und die Umdruckstelle 94 gefördert, um das Trägermaterial 100 zu bedrucken.


Anspruch[de]
  1. Druckverfahren zum Erzeugen eines Druckbildes auf einem Trägermaterial, bei dem ein Druckträger (72) bereitgestellt wird, dessen Oberfläche an Stellen entsprechend Strukturen des zu druckenden Druckbildes mit Wasserdampf beaufschlagt wird, der sich an diesen Stellen als Wasserfilm niederschlägt, bei dem auf die Oberfläche Farbe aufgetragen wird, die an den nicht benetzten Stellen anhaftet und die von den benetzten Stellen nicht angenommen wird, und bei dem die Farbe von dort auf das Trägermaterial (100) gedruckt wird.
  2. Druckverfahren nach Anspruch 1, bei dem die Farbe nach dem Auftragen auf die Oberfläche zunächst auf einen Zwischenträger übertragen und von dort auf das Trägermaterial (100) gedruckt wird.
  3. Druckverfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem ein mit Wasser angefeuchtetes Gewebeband (76) der Oberfläche des Druckträgers (12) gegenüberliegend angeordnet wird, und bei dem das Gewebeband (76) mit hilfe einer Strahlungsquelle (78) und/oder einer Wärmequelle an Stellen entsprechend dem Druckbild selektiv erhitzt wird.
  4. Druckverfahren nach Anspruch 3, bei dem das Gewebeband (76) in einer kontinuierlichen Bewegung durch ein Walzensystem und/oder eine Sprühvorrichtung mit Wasser befeuchtet wird.
  5. Druckverfahren nach Anspruch 1, bei dem gegenüber der Oberfläche des Druckträgers (72) eine Bedampfungseinrichtung (120) mit einem Wasservorrat angeordnet wird, und bei dem die Bedampfungseinrichtung (120) eine Vielzahl von mit Wasser gefüllten Vertiefungen (124) hat, in denen jeweils mindestens ein Heizelement (126) vorgesehen ist, wobei die Heizelemente (126) entsprechend dem Druckbild selektiv erhitzt werden.
  6. Druckverfahren nach einem der Anspruch 1 bis 5, bei dem die Oberfläche des Druckträgers (72) rasterartig zeilenweise mit Dampf beaufschlagt wird.
  7. Vorrichtung zur Durchführung des Druckverfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem bewegbaren Druckträger (72), dessen Oberfläche mit einem Wasserfilm benetzbar ist,
    • einer nahe der Oberfläche des Druckträgers angeordneten Bedampfungseinrichtung (70, 120), die die Oberfläche entsprechend Strukturen des zu druckenden Druckbildes derart mit Wasserdampf beaufschlagt, daß sich auf der Oberfläche ein partieller, das Druckbild wiedergebender Wasserfilm ausbildet, und mit
    • einer nahe der Oberfläche des Druckträgers (72) in dessen Bewegungsrichtung gesehen nach der Bedampfungseinrichtung (70, 120) angeordneten Färbestation (86) zum Auftragen von Farbe auf die Oberfläche.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, mit einem der Färbestation (86) nachfolgend angeordneten, das eingefärbte Druckbild aufnehmenden Zwischenträger, der das Trägermaterial (100) bedruckt.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, mit einer in Bewegungsrichtung des Druckträgers (72) gesehen vor der Bedampfungseinrichtung (70, 120) angeordnete Reinigungsvorrichtung (102) zum Reinigen der Oberfläche von Wasser- und Farbresten.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, bei der der Druckträger ein über mindestens zwei Walzen (80, 82) geführtes Gewebeband (72) ist, wobei mindestens eine der Walzen (80) antreibbar ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, bei der der Druckträger eine antreibbare Druckwalze ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, bei der die Bedampfungseinrichtung (70) ein mit geringem Abstand an der Oberfläche des Druckträgers vorbeigeführtes, angefeuchtetes Gewebeband (76) ist, das durch eine nahe dem Gewebeband angeordnete Strahlungsquelle (78) und/oder Wärmequelle selektiv partiell erhitzbar ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, bei der die Bedampfungseinrichtung (120) eine sich quer zur Bewegungsrichtung des Druckträgers erstreckende Heizleiste (122) mit einer Vielzahl von mit Wasser gefüllten Vertiefungen (124) ist, wobei in jeder Vertiefung (124) ein Heizelement (126) vorgesehen ist.
Anspruch[en]
  1. Printing process for producing a printed image on a carrier material, in which a print carrier (72) is provided whose surface has water vapour applied to it at points corresponding to structures in the printing image to be printed, this water vapour being deposited at these points as a film of water, in which ink is applied to the surface, adheres to the unwetted points and is not picked up by the wetted points, and in which the ink is printed from there onto the carrier material (100).
  2. Printing process according to Claim 1, in which, after being applied to the surface, the ink is first transferred to an intermediate carrier and from there is printed onto the carrier material (100).
  3. Printing process according to Claim 1 or 2, in which a fabric belt (76) moistened with water is arranged opposite the surface of the print carrier (72), and in which the fabric belt (76) is selectively heated at points corresponding to the printing image with the aid of a radiation source (78) and/or a heat source.
  4. Printing process according to Claim 3, in which the fabric belt (76) is moistened with water by a roll system and/or a spraying device in a continuous movement.
  5. Printing process according to Claim 1, in which a damping device (120) with a water supply is arranged opposite the surface of the print carrier (72), and in which the damping device (120) has a large number of depressions (124) filled with water, in which at least one heating element (126) is provided in each case, the heating elements (126) being heated selectively in accordance with the printing image.
  6. Printing process according to one of Claims 1 to 5, in which the surface of the print carrier (72) has steam applied to it line by line in the manner of a grid.
  7. Apparatus for carrying out the printing process according to one of Claims 1 to 6, having a movable print carrier (72), whose surface can be wetted by a water film,
    • a damping device (70, 120) which is arranged close to the surface of the print carrier and applies water vapour to the surface in accordance with structures of the printing image to be printed in such a way that a partial water film reproducing the printing image is formed on the surface, and having
    • an inking station (86) which is arranged close to the surface of the print carrier (72) and, as viewed in the direction of movement of the latter, downstream of the damping device (70, 120), for applying ink to the surface.
  8. Apparatus according to Claim 7, having an intermediate carrier which is arranged such that it follows the inking station (86), picks up the inked printing image and prints the carrier material (100).
  9. Apparatus according to Claim 7 or 8, having a cleaning apparatus (102), arranged upstream of the damping device (70, 120) as viewed in the direction of movement of the print carrier (72), for cleaning the surface of residues of water and ink.
  10. Apparatus according to Claim 7, 8 or 9, in which the print carrier is a fabric belt (72) led over at least two rolls (80, 82), it being possible for at least one of the rolls (80) to be driven.
  11. Apparatus according to Claim 7, 8 or 9, in which the print carrier is a printing roll which can be driven.
  12. Apparatus according to one of Claims 7 to 11, in which the damping device (70) is a moistened fabric belt (76) which is led past at a short distance from the surface of the print carrier and which can be heated partially and selectively by a radiation source (78) and/or heat source arranged close to the fabric belt.
  13. Apparatus according to one of Claims 7 to 11, in which the damping device (120) is a heating strip (122) extending transversely with respect to the direction of movement of the print carrier and having a large number of depressions (124) filled with water, a heating element (126) being provided in each depression (124).
Anspruch[fr]
  1. Procédé d'impression pour produire une image d'impression sur une matière support, dans lequel on prépare un support d'impression (72) dont la surface est chargée, aux endroits qui correspondent à des structures de l'image d'impression à imprimer, avec de la vapeur d'eau qui se condense à ces endroits pour former un film d'eau, dans lequel on dépose, sur la surface, de l'encre qui adhère aux endroits non mouillés et qui n'est pas acceptée par les endroits mouillés, et dans lequel l'encre est reportée de là sur la matière support (100).
  2. Procédé d'impression selon la revendication 1, dans lequel, après avoir été déposée sur la surface, l'encre est tout d'abord transférée à un support intermédiaire et, de là, pressée sur la matière support (100).
  3. Procédé d'impression selon la revendication 1 ou 2, dans lequel une bande de tissu (76) mouillée avec de l'eau est disposée en regard de la surface du support d'impression (72), et dans lequel la bande de tissu (76) est sélectivement chauffée à l'aide d'une source de rayonnement (78) et/ou d'une source de chaleur à des endroits qui correspondent à l'image d'impression.
  4. Procédé d'impression selon la revendication 3, dans lequel la bande de tissu (76) est mouillée avec de l'eau selon un mouvement continu par un système de rouleaux et/ou un dispositif de pulvérisation.
  5. Procédé d'impression selon la revendication 1, dans lequel, en regard de la surface du support d'impression (72), est disposé un dispositif de vaporisation (120) comprenant une réserve d'eau, et dans lequel le dispositif de vaporisation (120) présente une pluralité d'évidements (124) remplis d'eau, dans chacun desquels est prévu au moins un élément chauffant (126), les éléments chauffants (126) étant chauffés sélectivement d'une façon qui correspond à l'image d'impression.
  6. Procédé d'impression selon une des revendications 1 à 5, dans lequel la surface du support d'impression (72) est chargée avec de la vapeur selon une trame, ligne par ligne.
  7. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon une des revendications 1 à 6, comprenant :
    • un support d'impression mobile (72), dont la surface peut être mouillée avec un film d'eau,
    • un dispositif de vaporisation (70, 120) disposé au voisinage de la surface du support d'impression, et qui charge la surface avec de la vapeur d'eau, d'une façon qui correspond à des structures de l'image d'impression à imprimer, de telle manière qu'il se forme sur la surface un film d'eau partiel qui reproduit l'image d'impression, et
    • une station d'encrage (86) destinée à déposer de l'encre sur la surface, et qui est disposée au voisinage de la surface du support d'impression (72), en aval du dispositif de vaporisation (70, 120), par référence au sens du mouvement de ce support.
  8. Dispositif selon la revendication 7, comprenant un support intermédiaire, disposé à la suite de la station d'encrage (86), qui reçoit l'image d'impression encrée, et qui imprime la matière support (100).
  9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, comprenant un dispositif de nettoyage (102) destiné à nettoyer la surface des résidus d'eau et d'encre, et qui est disposé en amont du dispositif de vaporisation (70, 120), par référence au sens du mouvement du support d'impression (72).
  10. Dispositif selon la revendication 7, 8 ou 9, dans lequel le support d'impression est une bande de tissu (72) qui passe sur au moins deux rouleaux (80, 82), au moins un des rouleaux (80) pouvant être entraîné.
  11. Dispositif selon la revendication 7, 8 ou 9, dans lequel le support d'impression est un rouleau d'impression pouvant être entraîné.
  12. Dispositif selon une des revendications 7 à 11, dans lequel le dispositif de vaporisation (70) est une bande de tissu (76) mouillée, qui passe à petite distance de la surface du support d'impression, et qui peut être chauffée partiellement, sélectivement, par une source de rayonnement (78) et/ou une source de chaleur, placée(s) au voisinage de la bande de tissu.
  13. Dispositif selon une des revendications 7 à 11, dans lequel le dispositif de vaporisation (120) est une barrette chauffante (122) qui s'étend transversalement à la direction du mouvement du support d'impression, et qui comprend une pluralité d'évidements (124) remplis d'eau, un élément chauffant (126) étant prévu dans chaque évidement (124).






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