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Dokumentenidentifikation DE19856314A1 08.06.2000
Titel Aufnahmevorrichtung für elektrische Geräte in Kraftfahrzeugen
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Treichel, Frank, 38448 Wolfsburg, DE;
Grabow, Franz-Hellmut, 38442 Wolfsburg, DE
DE-Anmeldedatum 07.12.1998
DE-Aktenzeichen 19856314
Offenlegungstag 08.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2000
IPC-Hauptklasse B60R 11/06
IPC-Nebenklasse B60R 7/04   H05K 11/02   B60R 13/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Aufnahmevorrichtung (4) für zumindest ein elektrisches Gerät (3) in Kraftfahrzeugen, welche mit der Kraftfahrzeugkarosserie oder einem Innenausstattungsteil direkt oder indirekt verbindbar ist.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß die Aufnahmevorrichtung (4) zumindest teilweise aus einem geschäumten Leicht- bzw. Weichkunststoff besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aufnahmevorrichtung für zumindest ein elektrisches Gerät im Kraftfahrzeug, welche mit der Kraftfahrzeugkarosserie oder einem Innenausstattungsteil direkt oder indirekt verbindbar ist, gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Neben der Anordnung und Unterbringung der im Fahrzeug bereits vorgesehenen Gerätschaften bedarf es vielfach der Möglichkeit, weitere Geräte im Fahrzeug, welche u. U. auf spezielle Ausstattungen hin nachrüstbar sind, anzuordnen. So werden beispielsweise Werkzeuge im Kraftfahrzeug in Werkzeugkisten untergebracht, die entweder lose in den Kofferraum gestellt oder ggf. auch vergurtet befestigt werden.

Hierzu sind aus dem Stand der Technik eine Reihe von Möglichkeiten angegeben. So ist aus der DE 195 21 592 C1 eine Aufnahmevorrichtung für Geräte im Fahrgastraum eines Kraftfahrzeuges bekannt, in welche im Sinne von Einschubschächten Geräte eingebracht werden können. In diesem Falle betrifft dies jedoch die Vorsehung einer Aufnahmevorrichtung für Geräte im Fahrgastraum selbst, d. h. vorzugsweise in dem Bereich der Armaturentafel.

Darüber hinaus sind vielfach Vorrichtungen bekannt, welche, wie oben bereits ausgeführt, im Gepäckraum bzw. im Kofferraum des Fahrzeuges untergebracht werden können, hierzu zählen transportable Gehäuse, in denen beispielsweise Werkzeug mitgeführt werden kann. So ist aus der DE 40 33 401 A1 eine transportable Befestigungsbox beispielsweise für Reservekraftstoffkanister bekannt. Eine solche transportable Befestigungsbox für diesen Anwendungsfall ist auch nur ausschließlich hierfür zu verwenden, da sie größenmäßig auch ausschließlich für diesen Verwendungszweck appliziert ist.

Überdies ist aus der DE 29 61 0627 U1 ein Halteelement für die Unterbringung beispielsweise des Warndreiecks bekannt.

Aus der G 82 09 667.8 ist ein Kunststoffbehälter für die Unterbringung im Kraftfahrzeug bekannt, welcher eine entsprechende Ablagenunterteilung zur Unterbringung von Werkzeug und diversen Kleinteilen dient.

Aus der G 87 09 064.3 ist eine verschließbare Box bekannt, welche zur Aufnahme von Zubehörteilen im Kraftfahrzeug dient.

Des weiteren ist es bekannt, im Kofferraum von Kraftfahrzeugen elektrische Geräte, wie CD- Wechsler oder Navigationsrechner, in mit der Kraftfahrzeugkarosserie oder einem Ausstattungsteil direkt oder indirekt verbundenen Aufnahmevorrichtungen aus Metall oder einem relativ harten Kunststoff unterzubringen.

Insbesondere bei einer formschlüssigen Befestigung der elektrischen Geräte in der Aufnahmevorrichtung ist bei dem Einschub der Geräte in die Aufnahmevorrichtung oft ein erheblicher Kraftaufwand erforderlich, auch besteht dabei eine erhebliche Verletzungsgefahr für die montierende Person.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Aufnahmevorrichtung für elektrische Geräte im Kraftfahrzeug zu schaffen, bei der der Kraftaufwand als auch das Verletzungsrisiko für die montierende Person bei der Montage der elektrischen Geräte zu der Aufnahmevorrichtung reduziert ist.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen dargestellt.

Gemäß der Erfindung besteht die Aufnahmevorrichtung zumindest teilweise aus einem Leicht- bzw. Weichkunststoff.

Nach einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist der verwendete Leicht- bzw. Weichkunststoff ein geschäumter Kunststoff. Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Neopolen P herausgestellt, das ein hohes Energieaufnahmevermögen, verbunden mit einem sehr guten Polster- und Rückstellverhalten, hat.

Hierbei war im wesentlichen das Hemmnis zu überwinden, daß Teilgehäuse aus besagtem Leicht- oder Weichkunststoff zumeist keinen festen Halt für elektrische Geräte bzw. eine entsprechende dauerhafte ortsfeste Fixierung des Gerätes ermöglichen.

Nach einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung erfolgt die Befestigung sowohl der Aufnahmevorrichtung an der Kraftfahrzeugkarosserie oder dem Innenausstattungsteil, als auch des zumindest einem elektrischen Gerätes in der Aufnahmevorrichtung über eine lösbare Verbindung.

Als lösbare Befestigung für die Aufnahmevorrichtung ist dabei eine Schraubverbindung mit einer in die Aufnahmevorrichtung eingegossenen Gewindebuchse denkbar, welche zusätzlich gegenüber der Aufnahmevorrichtung verdrehgesichert ist.

Die elektrischen Geräte können über Formschluß, beispielsweise eine Konturierung der Aufnahmevorrichtung, in dieser gehalten werden.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausbildung ist vorgesehen, daß der Leicht- bzw. Weichkunststoff innerhalb der Aufnahmevorrichtung unterschiedliche Dichten aufweist.

Für die Bereiche der Befestigung der Aufnahmevorrichtung im Kraftfahrzeug kann beispielsweise eine höhere Dichte vorgesehen sein. Im Bereich der elektrischen Geräte sollte der Kunststoff der Aufnahmevorrichtung eine geringere Dichte für eine höhere Dämpfung aufweisen. Dies hat beispielsweise bei CD-Wechslern den Vorteil, daß Fahrbahnunebenheiten nicht auf das Gerät übertragen werden und ein sogenanntes "Springen" der CD's vermieden wird.

Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Oberfläche der Aufnahmevorrichtung beschichtet, wodurch Designanpassungen möglich sind. Besonders eignet sich dazu ein sogenanntes "Beflocken" der Oberfläche.

Neben der Aufnahme für elektrische Geräte kann zusätzlich in der Aufnahmevorrichtung auch Stauraum für weitere Zubehörteile, wie Warndreieck oder Bordwerkzeug, vorgesehen sein.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einen Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer im Kofferraum eines Fahrzeuges angeordneten Aufnahmevorrichtung und

Fig. 2 eine Befestigungsmöglichkeit der Aufnahmeeinrichtung.

Die Abbildung zeigt den Einbau eines CD-Wechslers 3 in eine erfindungsgemäße Aufnahmevorrichtung 4 im Kraftfahrzeug 1. Die besagte Aufnahmevorrichtung 4 als solche entspricht einem teilweise offenen und somit bezeichneten Teilgehäuse, bestehend aus einem Leicht- bzw. Weichkunststoff. Dieser Leicht- bzw. Weichkunststoff hat den Vorteil, einfach herstellbar zu sein und überdies auch im Hinblick auf Kraftstoffeinsparung moderner Fahrzeuge aufgrund des kleinen Gewichtes nicht nennenswert zur Erhöhung des gesamten Fahrzeuggewichtes beizutragen. In diesem Sinne entspricht die erfindungsgemäße Aufnahmevorrichtung einer Ausführung im Leichtbau. Hierbei ist wesentlich, daß durch die Verwendung spezieller Befestigungselemente zur Fixierung der Aufnahmeeinrichtung 4 im Kraftfahrzeug, wie sie in Fig. 2 dargestellt sind, sowie auch deren Plazierung dazu beiträgt, daß ein solcher Leicht- bzw. Weichkunststoff überhaupt für die Anordnung eines elektrischen bzw. elektronischen Gerätes im Fahrzeug geeignet ist. Nach dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wird am Befestigungsort in die Aufnahmevorrichtung 4, die nur andeutungsweise dargestellt ist, eine Gewindebuchse 5 eingegossen. Zur Verdrehsicherung weist die Gewindebuchse eine über ihren Umfang verteilte und sich in radialer Richtung erstreckende Verzahnung 5a auf. In den Innendurchmesser der Buchse 5 ist ein Gewinde 6 für die Schraubverbindung eingeschnitten.

Es zeigt sich, daß insbesondere die Plazierung eines CD-Wechslers 3 überaus vorteilhaft mit Hilfe einer solchen erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung erfolgen kann. Dabei ist zu erkennen, daß die Aufnahmevorrichtung in der Heckpartie des Fahrzeuges in einen entsprechend von innen einzusehenden Hohlraum 2 der Kotflügelpartie eingebracht ist. Dieser Hohlraum 2 ist vom Kofferraum aus zugänglich, so daß das Gerät auch nachträglich eingebaut werden kann. Gleiches gilt natürlich auch für die Aufnahmevorrichtung als solches, wenn ein entsprechender Stauraum oder eine Öffnung dafür gegeben ist.

Für die Plazierung des CD-Wechslers weist die Aufnahmevorrichtung 4 eine dem Gerät angepaßte Konturierung mit einem Einschubfach auf. Zur weiteren Befestigung des CD- Wechslers kann dieser zusätzlich über Schraubverbindungen 3a in der Aufnahmevorrichtung fixiert sein.

Auf diese Weise ist es auf einfache Weise möglich einen CD-Wechsler an einem günstigen Ort innerhalb des Fahrzeuges und vor allem auch außerhalb des Armaturentafelbereiches, der ohnehin knapp bemessen ist, anzuordnen. Im übrigen wird der CD-Wechsler dabei in einer Partie des Heckbereiches bzw. des Stauraumbereiches des Fahrzeuges plaziert, in dem er auch bei Beladung des Fahrzeuges als solches nicht weiter stört.

Weitergehend können Hohlräume weiterer Art vorgesehen sein, die zur Aufnahme weitergehender Teile, wie Zubehör und dergleichen mehr, dienen können. BEZUGSZEICHENLISTE 1 Kraftfahrzeug

2 Hohlraum

3 elektrisches Gerät

3a Schraubverbindung

4 Aufnahmevorrichtung

5 Gewindebuchse

6 Gewinde


Anspruch[de]
  1. 1. Aufnahmevorrichtung für zumindest ein elektrisches Gerät im Kraftfahrzeug, welches mit der Kraftfahrzeugkarosserie oder mit einem Innenausstattungsteil direkt oder indirekt verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung (4) zumindest teilweise aus einem Leicht- bzw. Weichkunststoff besteht.
  2. 2. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leicht- bzw. Weichkunststoff ein geschäumter Kunststoff ist.
  3. 3. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Leicht- bzw. Weichkunststoff Neopolen ist.
  4. 4. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung sowohl der Aufnahmevorrichtung (4) an der Kraftfahrzeugkarosserie oder dem Innenausstattungsteil, als auch des zumindest einen elektrischen Gerätes (3) in der Aufnahmevorrichtung (4) über eine lösbare Verbindung erfolgt.
  5. 5. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der Aufnahmevorrichtung (4) an der Kraftfahrzeugkarosserie oder dem Innenausstattungsteil zumindest über eine Schraubverbindung mit in die Aufnahmevorrichtung (4) eingegossener Gewindebuchse (5) erfolgt.
  6. 6. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebuchse (5) gegenüber der Aufnahmevorrichtung (4) verdrehgesichert ist.
  7. 7. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung des zumindest einen elektrischen Gerätes (3) in der Aufnahmevorrichtung (4) wenigstens über Formschluß erfolgt.
  8. 8. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Leicht- bzw. Weichkunststoff innerhalb der Aufnahmevorrichtung (4) unterschiedliche Dichten aufweist.
  9. 9. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Leicht- bzw. Weichkunststoff in Bereichen der Befestigung der Aufnahmevorrichtung (4) an der Kraftfahrzeugkarosserie oder an dem Innenausstattungsteil eine höhere Dichte besitzt.
  10. 10. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Leicht- bzw. Weichkunststoff in Bereichen des zumindest einen elektrischen Gerätes (3) in der Aufnahmevorrichtung (4) eine geringere Dichte aufweist.
  11. 11. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Aufnahmevorrichtung beschichtet ist.
  12. 12. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine elektrische Gerät (3) ein CD-Abspielgerät, ein CD-Wechsler, ein Navigationsrechner, ein Verstärker eines Audiogerätes oder ein Kraftfahrzeug- Steuergerät ist.
  13. 13. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung (4) weitere Konturierungen zur Aufnahme von Zubehörteilen aufweist.






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