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Dokumentenidentifikation DE19851807A1 15.06.2000
Titel Dampfsperrbahn
Anmelder CWW-GERKO Akustik GmbH & Co. KG, 67547 Worms, DE
Erfinder Simonis, Udo, Dr., 63549 Ronneburg, DE;
Korte, Leo, 65779 Kelkheim, DE
Vertreter Schlagwein, U., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 61231 Bad Nauheim
DE-Anmeldedatum 11.11.1998
DE-Aktenzeichen 19851807
Offenlegungstag 15.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.06.2000
IPC-Hauptklasse B32B 7/12
IPC-Nebenklasse E04B 1/64   
Zusammenfassung Bei einer Dampfsperrbahn mit einer Dampfsperrfolie (1) sind Streifen mit kaltselbstklebender Masse durch eine vollflächige Klebeschicht (2) auf der Dampfsperrfolie (1) und nichtklebende, begehbare Streifen jeweils durch eine streifenförmige Folienauflage (4, 5) auf der Klebeschicht (2) gebildet. Die streifenförmige Folienauflage (4, 5) ist so dünn, dass sie nicht von der Klebeschicht (2) abziehbar ist. Um zwei Dampfsperrfolien (1) jedoch im Überlappungsbereich miteinander über die volle Breite verkleben zu können, entfernt man die Folienauflage (4, 5) durch Zersetzen derselben mittels Hitze.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dampfsperrbahn mit einer Dampfsperrfolie, welche auf ihrer der Wärmeisolation zugewandten Seite abwechselnd Streifen von kaltselbstklebender Masse zum Verkleben mit der Wärmeisolation und nicht klebende, begehbare Streifen aufweist.

Dampfsperrbahnen der vorstehenden Art sind allgemein bekannt und gebräuchlich. Sie werden beispielsweise bei Stahltrapez-Blechdächern und Flachdächern als unterste Schicht vollflächig aufgeklebt. Zusätzlich zu der Funktion einer Dampfsperre haben Dampfsperrbahnen die Funktion einer Notabdichtung, durch welche eine Undichtigkeit des Daches selbst dann verhindert wird, wenn Wasser infolge eines Defektes der äußeren Dichtfolie bis in die Wärmeisolation eindringen kann. Auf ihrer der Wärmeisolation zugewandten Seite weisen die Dampfsperrbahnen mit Abstand zueinander verlaufende Streifen mit kaltselbstklebender Masse auf, durch welche die Wärmeisolation mit der Dampfsperrbahn verklebt wird. Die Bereiche zwischen den Streifen mit kaltselbstklebender Masse sind erforderlich, damit die Dampfsperrbahn zum Aufbringen der Wärmeisolation begehbar ist.

Da die Wärmeisolation eine unregelmäßige Oberfläche hat, muss die Schicht aus kaltselbstklebender Masse verhältnismäßig dick sein; in der Praxis ist etwa eine Dicke von 1 mm erforderlich. Diese relativ dicken Streifen aus kaltselbstklebender Masse führen im Verbindungsbereich zwischen den Dampfsperrbahnen, wo sich diese geringfügig überlappen, zu Dichtigkeitsproblemen, weil die obere Dampfsperrbahn auf den erhabenen Streifen aufliegt und deshalb nicht zuverlässig gegenüber den begehbaren Bereichen an den Seiten der Streifen abdichtet, weil die oben liegende Dampfsperrbahn nicht immer der durch die Streifen mit plötzlichen Sprüngen wechselnden Kontur der darunter liegenden Dampfsperrbahn folgen kann. Durch solche Undichtigkeiten kommt es zu einem Eindringen von Dampf in die Wärmeisolation, wodurch sich die Isolationswirkung verschlechtert. Ist die oberste Dachfolie durch einen Defekt undicht, dann vermag von außen eindringendes Wasser die Dampfsperrfolie zu passieren und in das Gebäude unterhalb des Daches einzudringen.

In der Praxis kann man diesen Nachteil dadurch vermeiden, dass man im Überlappungsbereich auf die untere Dampfsperrbahn eine Klebstoffraupe aufbringt, auf welcher dann die obere Dampfsperrbahn aufliegt. Eine solche Vorgehensweise ist jedoch mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Dampfsperrbahn der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass Undichtigkeiten im Überlappungsbereich mit möglichst geringem Aufwand zuverlässig vermieden werden können, so dass die Dampfsperrbahn zuverlässig als Notabdichtung dienen kann.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Streifen mit kaltselbstklebender Masse durch eine vollflächige Klebeschicht auf der Dampfsperrfolie und die nicht klebenden, begehbaren Streifen jeweils durch eine streifenförmige Folienauflage auf der Klebeschicht gebildet sind.

Bei einer solchen Dampfsperrbahn hat die Klebeschicht über die gesamte Fläche der Dampfsperrbahn gleiche Dicke. Die zur Bildung der begehbaren Streifen notwendigen streifenförmigen Folienauflagen können eine äußerst geringe Dicke haben, so dass Undichtigkeiten infolge von Dickesprüngen vermieden werden.

Man könnte die Folienauflagen zur Erzeugung der begehbaren Streifen als übliche Trennschichtfolie von 0,07 mm Dicke ausbilden und diese Folie beim Verlegen jeweils abziehen, bevor man die Isolation auf die Dampfsperrbahn aufbringt. Die Isolation würde dann entgegen der bisherigen Praxis nicht nur in streifenförmigen Bereichen, sondern vollflächig mit der Dampfsperrbahn verklebt. Auch im Überlappungsbereich ergäbe sich dann eine Verklebung über die volle Breite der Dampfsperrbahn, ohne dass hierzu eine quer verlaufende Klebstoffraupe aufgetragen werden muss. Besonders einfach ist jedoch die Dampfsperrbahn zu verlegen, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die streifenförmige Folienauflage durch eine nicht abziehbare, dünne, durch Hitze zersetzbare Folie gebildet ist. Bei einer solchen Dampfsperrbahn braucht man die Randbereiche der Dampfsperrbahn im Überlappungsbereich lediglich mit einer Flamme kurz zu erhitzen, um die Folienauflage in diesem Bereich zu zerstören und dadurch im Überlappungsbereich über die gesamte Breite der Dampfsperrfolie eine selbstklebende Beschichtung zu erreichen.

Die Streifen mit kaltselbstklebender Masse müssen mit einem abziehbaren Folienstreifen abgedeckt sein, damit die Klebekraft nicht durch Verschmutzung oder UV-Lichteinstrahlung vermindert wird. Das Abziehen dieser Folienstreifen ist besonders bequem zu bewerkstelligen, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung die Folienstreifen zu beiden Seiten hin geringfügig über die Folienauflagen ragen.

Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist in der Zeichnung schematisch ein Querschnitt durch eine Dampfsperrbahn nach der Erfindung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Die Zeichnung zeigt eine für Dampfsperrbahnen übliche Dampfsperrfolie 1, welche meist aus mit Polyäthylen kaschiertem Aluminium besteht. Diese Dampfsperrfolie 1 ist auf beiden Seiten mit einer Klebeschicht 2, 3 versehen, welche aus einer kaltselbstklebenden Masse besteht. Die obere Klebeschicht 2 hat dabei eine Dicke von 1 mm, während die Dicke der unteren Klebeschicht 0,8 mm beträgt.

Die untere Klebeschicht 3 wird von einer üblichen 0,07 mm dicken Trennschichtfolie 8 aus Polyäthylen abgedeckt und dient zum Verkleben der Dampfsperrbahn mit einer Betonfläche. Sie wird vor dem Verkleben der Klebeschicht 3 abgezogen. Auf der oberen Klebeschicht 2 sind streifenförmige Folienauflagen 4, 5 aus 0,007 mm dickem Polyäthylen aufgebracht, wodurch die aufgeklebte Dampfsperrbahn in diesen Bereichen begehbar wird.

Die Bereiche zwischen den Folienauflagen 4, 5 auf der Klebeschicht 2 sind durch 0,07 mm dicke Folienstreifen 6, 7 abgedeckt. Diese Folienstreifen 6, 7 ragen zu beiden Seiten hin geringfügig über die Folienauflagen 4, 5.

Wenn man die erfindungsgemäße Dampfsperrbahn auf eine Dachfläche verlegt hat, dann kann man die Folienauflagen 4, 5 betreten, um die Isolation zu montieren. Hierzu zieht man die Folienstreifen 6, 7 von der Klebeschicht 2 ab, so dass Klebeschichtstreifen entstehen, durch welche die Isolation mit der Dampfsperrbahn verklebt wird. Dort wo sich am Ende einer Dampfsperrbahn diese mit der nächstfolgenden Dampfsperrbahn überlappt, entfernt man die Folienauflage 4, 5 durch Hitze mit einer offenen Flamme, so dass es im Überlappungsbereich zu einem Verkleben über die volle Breite der beiden Dampfsperrfolien kommt. Bezugszeichenliste 1 Dampfsperrfolie

2 Klebeschicht

3 Klebeschicht

4 Folienauflage

5 Folienauflage

6 Folienstreifen

7 Folienstreifen

8 Trennschichtfolie


Anspruch[de]
  1. 1. Dampfsperrbahn mit einer Dampfsperrfolie, welche auf ihrer der Wärmeisolation zugewandten Seite abwechselnd Streifen von kaltselbstklebender Masse zum Verkleben mit der Wärmeisolation und nicht klebende, begehbare Streifen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen mit kaltselbstklebender Masse durch eine vollflächige Klebeschicht (2) auf der Dampfsperrfolie (1) und die nicht klebenden, begehbaren Streifen jeweils durch eine streifenförmige Folienauflage (4, 5) auf der Klebeschicht (2) gebildet sind.
  2. 2. Dampfsperrbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die streifenförmige Folienauflage (4, 5) durch eine nicht abziehbare, dünne, durch Hitze zersetzbare Folie gebildet ist.
  3. 3. Dampfsperrbahn nach den Ansprüchen 1 oder 2, bei der die Streifen mit selbstklebender Masse durch einen abziehbaren Folienstreifen abgedeckt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienstreifen (6, 7) zu beiden Seiten hin geringfügig über die Folienauflagen (4, 5) ragen.






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