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Dokumentenidentifikation DE69605233T2 15.06.2000
EP-Veröffentlichungsnummer 0739730
Titel Flexographische Druckmaschine
Anmelder Mitsubishi Jukogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Baba, Yasuyuki, c/o Mihara Machinery Work, Mihara-shi, Hiroshima-ken, JP;
Okamoto, Arifumi, c/o Mihara Machinery Works, Mihara-shi, Hiroshima-ken, JP;
Niuchi, Kunio, c/o Mihara Machinery Works, Mihara-shi, Hiroshima-ken, JP
Vertreter Henkel, Feiler & Hänzel, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69605233
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 26.03.1996
EP-Aktenzeichen 961048071
EP-Offenlegungsdatum 30.10.1996
EP date of grant 24.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.06.2000
IPC-Hauptklasse B41F 31/02
IPC-Nebenklasse B41F 5/24   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG: Gebiet der Erfindung:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine flexographische Druckmaschine zur Verwendung in einer Wellpappkarton-Herstellungsmaschine etc., beispielsweise eine flexographische Druckmaschine vom Vordrucktyp, bei der Tintenauftragswalzen etc. unter einer Bahnlauflinie (sheet path line)vorgesehen sind.

Beschreibung des Standes der Technik:

Fig. 2 ist eine Seitenansicht zur Darstellung einer flexographischen Druckmaschine vom Vordrucktyp im Stand der Technik und die Fig. 3(a) und (b) sind Seitenansichten zur Darstellung eines anfänglichen Bearbeitungsteils einer gewöhnlichen Wellpappkarton-Herstellungsmaschine im Stand der Technik.

Übrigens ist eine flexographische Druckmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 im Dokument FR-A- 1535541 beschrieben.

In einer gewöhnlichen Wellpappkarton- Herstellungsmaschine nach dem Stand der Technik gemäß den Fig. 3(a), (b) werden auf einem Tisch einer Papierzuführeinheit 13 gestapelte Wellpappelagen 4 nacheinander zur stromabwärtigen Seite hin herausgenommen, um zu einer Druckeinheit (flexographischer Drucker) 14 übertragen zu werden, und nachdem dort ein gewünschter Druckvorgang ausgeführt wurde, wird die Lage 4 über eine Papierabzugseinheit 15, eine Formschneideinheit 16 und eine Beleimungseinheit (in der Figur nicht dargestellt) gefördert und an einer Falteinheit (in der Figur nicht dargestellt) zur Schachtel- bzw. Kartonherstellung gefaltet und ferner zu einer Ausstoß-Gegenhalteeinheit (in der Figur nicht dargestellt) übertragen, um dort als Endbearbeitungsteil gestapelt zu werden.

In der Druckeinheit 14 ist ein flexographischer Drucker vom Oberdrucktyp gemäß Fig. 3(a) vorgesehen, bei dem Tintenauftragswalzen (eine Gummiwalze 1 und eine Aniloxwalze 2) sowie Druckzylinder 3a, 3b mit jeweils um deren Außenumfangsfläche gelegten Druckformen 6a, 6b, sind auf der Oberseite der Bahnlauflinie, auf der die (zu bedruckende) Wellpappenbahn 4 läuft, vorgesehen sind, oder ein flexographischer Drucker vom Oberdrucktyp gemäß Fig. 3(b), bei dem Tintenauftragswalzen (eine Gummiwalze 1 und eine Aniloxwalze 2) sowie Druckzylinder 3a, 3b mit Druckformen 6a bzw. 6b, die um deren Außenumfangsfläche gelegt sind, an der Unterseite der Bahnlauflinie vorgesehen sind, auf der die (zu bedruckende) Wellpappenbahn 4 läuft.

Bezugsziffern 7, 7 der Fig. 3(a) und (b) bezeichnen Andrückwalzen, die unmittelbar unter oder unmittelbar über den Druckzylindern 3a, 3b vorgesehen sind, wobei es eine Funktion der Andrückwalzen ist, auf die zwischen den Druckformen 6a, 6b und den Andrückwalzen zugeführte Wellpappenbahn 4 eine gewünschte Druckkraft auszuüben, ebenso wie es eine Funktion derselben ist, die Wellpappenbahn 4 eingeklemmt zu tragen und zu transportieren.

In dem flexographischen Drucker vom Oberdrucktyp (oder dem flexographischen Drucker vom Unterdrucktyp) wird in den Spaltabschnitt der Tintenauftragswalzen (der Gummiwalze 1 und der Aniloxwalze 2) gelieferte Tinte 5a, 5b über die Aniloxwalze 2 auf die Außenumfangsfläche der Druckzylinder 3a, 3b gelegten Druckformen 6a, 6b übertragen, und wird des weiteren auf die Oberfläche der zwischen den Druckzylindern 3a, 3b und den Andrückwalzen 7, 7 laufenden Wellpappenbahn 4 übertragen, so daß ein Druckvorgang ausgeführt wird.

Auf der nachgeschalteten Seite der Druckeinheit 14 sind ein Zugkranz 17 und eine Zugwalze 18 zum Übertragen der Wellpappenbahn 4 zur nachgeschalteten Seite mit einer gewünschten Zeiteinstellung vorgesehen. Die Zugwalze 18 ist eine massive Walze mit einer Länge entsprechend der lateralen Länge in Breitenrichtung der Wellpappenbahn 4, und der Zugkranz 17 ist eine Mehrzahl ringartiger Kränze, die in der Axialrichtung einer Welle 19 bewegbar und an einer gewünschten Stelle positionierbar sind.

Ein eine Verbindung herstellender Förderer 15a an der Papierabzugseinheit 15 hat als Funktion, einen gewissen Abstand zwischen den Wellpappenlagen vorzusehen, bevor die Lagen dem nächsten Prozeß unterworfen werden (Formschneidprozeß) so daß die gedruckte Lage bzw. Bahn getrocknet wird.

Die Formschneideinheit 16 ist aus einem Amboßzylinder 20 und einem Messerzylinder 23 mit einem über eine Schneidplatte 21 an dessen Oberfläche befestigten Schneidmesser 22, wobei ein Formschneidvorgang auf eine gewünschte Form ausgeführt wird, während die durchlaufende Wellpappenbahn 4 zwischen beiden Zylindern 20, 23 geführt und transportiert wird. Der Messerzylinder 23 ist gewöhnlich auf der Umkehrseite der zu bedruckenden Fläche vorgesehen, d. h. im Fall eines flexographischen Druckers vom Oberdrucktyp gemäß Fig. 3(a) auf der Unterseite der Bahnlauflinie, und zwar zum Zweck einer Genauigkeit des Formschneidprozesses von Handlöchern etc. und eines guten Aussehens.

Bei der Wellpappkarton-Herstellungsmaschine, wie sie in den Fig. 3(a), (b) gezeigt ist, gibt es folgende Nachteile:

Im Fall einer Wellpappkarton-Herstellungsmaschine, bei der ein flexographischer Drucker vom Oberdrucktyp an der Druckeinheit 14 gemäß Fig. 3(a) vorgesehen ist, sind Schneidabfälle von Handlöchern schwer aufzusammeln, so daß sie auf die laufende Wellpappenbahn 4 gelangen können und zur nachgeschalteten Seite übertragen werden können, um dort verschiedene Störungen bei der weiteren Bearbeitung zu verursachen.

Im Fall einer Wellpappkarton-Herstellungsmaschine, bei der ein flexographischer Druck vom Unterdrucktyp an der Druckstation 14 gemäß Fig. 3(b) vorgesehen ist, werden Schneidabfälle für gewöhnlich von der Wellpappenbahn 4 nach unten gestoßen und ein solcher Mangel, daß sie auf die Wellpappenbahn 4 gelangen und auf die nachgeschaltete Seite übertragen werden, tritt nicht auf.

Als weiteres Problem ergibt sich jedoch gemäß Fig. 2, da die Tintenauftragswalzen (die Gummiwalze 1 und die Aniloxwalze 2) unterhalb der Bahnlauflinie vorgesehen sind, obwohl eine Tintenauftragswalzen-Abdeckung 8 vorgesehen ist, daß Papierstäube oder Schneidabfälle leicht durch einen Spalt zwischen der Tintenauftragswalzenabdeckung 8 und dem Druckzylinder 3 in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung 8 gelangen, so daß sie an den Außenumfangsflächen der Gummiwalze 1 oder der Aniloxwalze 2 haften, oder daß sie sich mit der in den Spaltabschnitt der Gummiwalze 1 und der Aniloxwalze 2 gelieferten Tinte vermischen, was zu Problemen insofern führt, als ein Teil vorkommt, bei dem kein Tintenauftrag auf der Druckfläche stattgefunden hat, oder bei dem zu viel Tinte 5 auf einen Teil der Druckfläche gegeben wurde, so daß eine Ungleichmäßigkeit der Tintenauftragsmenge (ungleichmäßige Verteilung der Tintendichte) auftritt.

Da ferner die Druckbehinderung aufgrund der Ungleichmäßigkeit eines solchen Tintenauftragvorgangs leicht zu wiederholten Malen an den nacheinander zugeführten Wellpappenlagen aufzutreten pflegt, gibt es viele Fälle, in denen fortlaufend fehlerhaft gedruckte Papiere hergestellt werden.

Diese Probleme pflegen bei flexographischen Druckern vom Unterdrucktyp strukturell aufzutreten, beim flexographischen Drucker vom Oberdrucktyp jedoch besteht auch die Möglichkeit, daß ein solches Problem wegen gestreuten Papierstäuben auftritt. Daher ist eine Gegenmaßnahme gegen eine solche durch die Ungleichmäßigkeit des Tintenauftragvorgangs verursachte Behinderung des Druckvorgangs erwünscht.

ABRISS DER ERFINDUNG:

Angesichts der vorgenannten Probleme beim Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen flexographischen Drucker bereitzustellen, der die Ungleichmäßigkeit des Tintenauftragvorgangs (ungleichmäßige Verteilung der Tintendichte) beseitigen kann, so daß ein Hochqualitätsdruck ermöglicht wird und eine Reinigungszeit der Tintenauftragswalzen verkürzt werden kann, um eine Arbeitsrate (Produktivität) des Druckers zu verbessern.

Um die obige Aufgabe zu erfüllen, umfaßt eine flexographische Druckmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung, bei der in einem Walzenspaltabschnitt von aus einer Gummiwalze und einer Aniloxwalze bestehenden Tintenauftragswalzen eingebrachte Farbtinte über die Aniloxwalze auf eine um die Außenumfangsfläche eines Druckzylinders angebrachte Druckplatte übertragen wird und weiter auf die Oberfläche einer zwischen dem Druckzylinder und einer Druckwalze durchlaufenden Bahn bzw. Lage übertragen wird, wodurch ein Druckvorgang ausgeführt wird, eine die Tintenauftragswalzen umgebende und einen Spalt zwischen sich selbst und dem Druckzylinder bildende Tintenauftragswalzen- Abdeckung sowie eine Einrichtung zum Bilden statischen Drucks zum Zuführen von Luft in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung während des Druckvorgangs und zum Bilden eines geringfügig höheren statischen Drucks als der des Umfangsbereichs innerhalb der Tintenauftragswalzen-Abdeckung.

In der flexographischen Druckpresse gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Einrichtung zum Bilden statischen Drucks aus einem an der Tintenauftragswalzen- Abdeckung vorgesehenen und mit der Innenseite der Tintenauftragswalzen-Abdeckung verbundenen Druckbehälter, einem an dem Lufteinlaß des Druckbehälters vorgesehenen Filter sowie einer innerhalb des Druckbehälters an der Innenseite des Filters vorgesehenen Druckluft- Zuführeinrichtung bestehen.

Die Druckluft-Zuführeinrichtung kann ein Lüfter, ein Gebläse oder ein Kompressor sein.

In der flexographischen Druckpresse gemäß der vorliegenden Erfindung, die wie oben erwähnt zusammengesetzt sein kann, wird in den Spaltabschnitt von aus der Gummiwalze und der Aniloxwalze bestehenden Tintenauftragswalzen eingebrachte Tinte über die Aniloxwalze auf die um die Außenumfangsfläche des Druckzylinders aufgebrachte Druckform übertragen, und weiter auf die Fläche der zwischen dem Druckzylinder und der Andrückwalze laufenden Bahn bzw. Lage übertragen, wodurch ein Druckvorgang ausgeführt wird. Während der Druckvorgang ausgeführt wird, wird Luft in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung über eine Statikdruck- Bildungseinrichtung geblasen, beispielsweise eine Statikdruck-Bildungseinrichtung, die aus einem Druckbehälter, einem Filter und einer Druckluft-Zuführeinrichtung, z. B. einem Lüfter, einem Gebläse, einem Kompressor etc., besteht, wobei ein geringfügig höherer statischer Druck als der des Umfangsbereichs innerhalb der Tintenauftragswalzen-Abdeckung gebildet wird. Dadurch wird die Luft von einem Spalt zwischen der Tintenauftragswalzen-Abdeckung und dem Druckzylinder von der Tintenauftragswalzen-Abdeckung nach außen ausgestoßen, und durch einen dadurch bewirkten dynamischen Druck werden Papierstäube, Papierabfälle oder andere verstreute Stäube etc. daran gehindert, in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung einzutreten, womit deren Anhaften an der Außenumfangsfläche der Gummiwalze oder der Aniloxwalze ebenso wie deren Durchmischung mit in den Spaltabschnitt der Gummiwalze und der Aniloxwalze eingebrachter Tinte etc. verhindert werden kann.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN:

In den beigefügten Zeichnungen zeigen:

Fig. 1(a) eine Seitenansicht zur Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform einer flexographischen Druckmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung und Fig. 1(b) eine Vorderansicht im Längsschnitt längs Linie A-A in der Pfeilrichtung von Fig. 1(a),

Fig. 2(a) eine vergrößerte Seitenansicht zur Darstellung einer flexographischen Druckmaschine (flexographischer Drucker vom Unterdrucktyp) im Stand der Technik, und Fig. 2(b) eine Vorderansicht des in der Pfeilrichtung B von Fig. 2(a) betrachteten Teils,

Fig. 3(a) eine Seitenansicht zur Darstellung einer flexographischen Druckmaschine (flexographischer Drucker vom Oberdrucktyp), die auf eine Druckeinheit einer Wellpappkarton- Herstellungsmaschine im Stand der Technik angewandt ist und Fig. 3(b) eine Seitenansicht zur Darstellung eines flexographischen Druckers (flexographischer Drucker vom Unterdrucktyp), der auf eine Druckeinheit derselben angewandt ist.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN:

Eine flexographische Druckmaschine (flexographischer Drucker vom Unterdrucktyp) gemäß der vorliegenden Erfindung ist auf der Basis einer bevorzugten Ausführungsform gemäß den Fig. 1(a), (b) beschrieben. In Fig. 1(a) bezeichnet die Bezugsziffer 1 eine Gummiwalze (Tintenauftragswalze), die Bezugsziffer 2 bezeichnet eine Aniloxwalze (Tintenauftragswalze), die Bezugsziffer 3 bezeichnet einen Druckzylinder, die Bezugsziffer 4 bezeichnet eine Wellpappenlage bzw. -bahn, die Bezugsziffer 5 bezeichnet. Tinte, die Bezugsziffer 6 bezeichnet eine um die Außenumfangsfläche des Druckzylinders 3 aufgebrachte Druckform, die Bezugsziffer 7 bezeichnet eine Andrückwalze, die unmittelbar oberhalb des Druckzylinders 3 vorgesehen ist, die Bezugsziffer 8 bezeichnet eine Tintenauftragswalzen- Abdeckung (Kasten), die Bezugsziffer 9 bezeichnet einen an der Tintenauftragswalzenabdeckung 8 vorgesehenen Druckbehälter, die Bezugsziffer 10 bezeichnet ein am Öffnungsabschnitt des äußeren Endes des Druckbehälters 9 vorgesehenes Filter, die Bezugsziffer 11 bezeichnet einen innerhalb des Druckbehälters 9 an der Innenseite des Filters 10 vorgesehenen Lüfter, und die Bezugsziffer 12 bezeichnet eine Be-/Entlüftungsöffnung von der Innenseite des Druckbehälters 9 an der Innenseite des Lüfters 11 zur Innenseite der Tintenauftragswalzen-Abdeckung 8.

In den Fig. 1(a), (b) bezeichnet Bezugsziffer 17 einen auf der nachgeschalteten Seite des Druckzylinders 3 und der Andrückwalze 7 angeordneten Zugkranz, die Bezugsziffer 19 bezeichnet eine Welle des Zugkranzes 17, und die Bezugsziffer 18 bezeichnet eine unmittelbar oberhalb des Zugkranzes 17 angeordnete Zugwalze.

Als nächstes werden Funktionen des flexographischen Druckers (flexographischer Drucker vom Unterdrucktyp) gemäß Fig. 1(a), (b) konkret beschrieben.

Die in den Spaltabschnitt eines Paars aus der Gummiwalze 1 und der Aniloxwalze 2 bestehenden Tintenauftragswalzen eingebrachte Tinte 5 wird auf die um die Außenumfangsfläche des Druckzylinders 3 aufgebrachte Druckform 6 übertragen, und wird weiter auf die Oberfläche der zwischen dem Druckzylinder 3 und der Andrückwalze 7 eintretenden Wellpappenlage 4 übertragen, und es wird ein gewünschter Druckvorgang ausgeführt.

Dabei wird reine Luft durch das Filter 10 des Druckbehälters 9 aufgenommen und wird, indem sie durch den Lüfter 11 und die Be-/Entlüftungsöffnung 12 hindurchgeht, in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung 8 geblasen, so daß ein geringfügig höherer statischer Druck P&sub1; als ein Druck P&sub2; des Umfangsbereichs innerhalb der Tintenauftragswalzen-Abdeckung gebildet wird. Somit wird die Luft von einem Spalt zwischen der Tintenauftragswalzen-Abdeckung 8 und dem Druckzylinder 3 von der Tintenauftragswalzen-Abdeckung 8 nach außen ausgestoßen, und durch einen dadurch bewirkten dynamischen Druck wird verhindert, daß Papierstäube, Papierabfälle oder andere sich verteilende Stäube etc. in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung 8 eintreten, und dadurch kann ihr Anhaften an der Außenumfangsfläche der Gummiwalze 1 oder der Aniloxwalze 2 oder ihr Durchmischen mit der in den Spaltabschnitt der Gummiwalze 1 und der Aniloxwalze 2 eingebrachten Tinte 5 verhindert werden.

Übrigens kann die Belüftungsöffnung 12, die am unteren Endabschnitt des Druckbehälters 9 vorgesehen ist, funktional ein entlang der Axialrichtung des Druckzylinders 3 vorgesehener Schlitz sein. Als Drucklufteinrichtung kann dabei ein Gebläse oder ein Kompressor etc. anstelle des Lüfters 11 verwendet werden. Außerdem ist eine flexographische Druckmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung auch auf einen flexographischen Drucker vom Oberdrucktyp anwendbar.

Bei dem flexographischen Drucker gemäß der vorliegenden Erfindung wird in den Spaltabschnitt der aus der Gummiwalze und der Aniloxwalze bestehenden Tintenauftragswalzen eingebrachte Tinte auf die um die Außenumfangsfläche des Druckzylinders aufgebrachte Druckform übertragen, und des weiteren auf eine Fläche einer zwischen dem Druckzylinder und der Andruckwalze durchlaufenden Lage übertragen, wodurch ein Druckvorgang ausgeführt wird. Während der Ausführung des Druckvorgangs wird Luft über eine Erzeugungseinrichtung statischen Drucks, beispielsweise eine aus einem Druckbehälter, einem Filter und einer Druckluftzuführeinrichtung, wie z. B. einem Lüfter, einem Gebläse, einem Kompressor etc. bestehenden Erzeugungseinrichtung statischen Drucks in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung geblasen, und es wird innerhalb der Tintenauftragswalzen-Abdeckung ein geringfügig höherer statischer Druck als der des Umfangbereichs gebildet. Dadurch wird die Luft von einem Spalt zwischen der Tintenauftragswalzen-Abdeckung und dem Druckzylinder von der Tintenauftragswalzen-Abdeckung nach außen ausgestoßen, und durch einen dadurch bewirkten dynamischen Druck wird verhindert, daß Papierstäube, Papierabfälle oder verstreute Stäube etc. in die Tintenauftragswalzen-Abdeckung eintreten, womit ihr Anhaften an der Außenumfangsfläche der Gummiwalze oder der Aniloxwalze ebenso wie ihre Durchmischung mit der in den Spaltabschnitt der Gummiwalze und der Aniloxwalze eingebrachten Tinte etc. verhindert werden kann; damit wird eine Ungleichmäßigkeit des Tintenauftragvorgangs am Druckteil beseitigt und es kann ein Hochqualitätsdruck ausgeführt werden.

Wie schon erwähnt, kann außerdem verhindert werden, daß Papierstäube, Papierabfälle, andere verstreute Stäube etc. in die Tintenauftragswalzenabdeckung eintreten und an der Außenumfangsfläche der Gummiwalze und der Aniloxwalze haften, ebenso wie deren Durchmischung mit der in den Spaltabschnitt der Gummiwalze und der Aniloxwalze eingebrachten Tinte, wodurch eine Reinigungszeit der Tintenauftragswalzen etc. verkürzt und die Arbeitsrate (Produktivität) des Druckers verbessert werden kann.

Es ist zwar die bevorzugte Form der vorliegenden Erfindung beschrieben worden, Abwandlungen hierzu sind jedoch dem Fachmann innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden erfinderischen Konzepte ersichtlich, die durch die folgenden Ansprüche umrissen werden.


Anspruch[de]

1. Flexographische Druckmaschine, bei der in einen Walzenspaltabschnitt von aus einer Gummiwalze (1) und einer Aniloxwalze (2) bestehenden Tintenauftragswalzen eingebrachte Farbtinte (5) über die Aniloxwalze (2) auf eine um die Außenumfangsfläche eines Druckzylinders (3) angebrachte Druckplatte (6) übertragen wird und weiter auf die Oberfläche einer zwischen dem Druckzylinder (3) und einer Druckwalze (7) durchlaufenden Bahn bzw. Lage übertragen wird, wodurch ein Druckvorgang ausgeführt wird, eine die Tintenauftragswalzen (1, 2) umgebende und einen Spalt zwischen sich selbst und dem Druckzylinder (3) bildende Tintenauftragswalzen-Abdeckung (8) umfassend,

gekennzeichnet durch

eine Einrichtung (9, 10, 11) zum Bilden statischen Drucks zum Zuführen von Luft in die Tintenauftragswalzen- Abdeckung (8) während des Druckvorgangs und zum Bilden eines geringfügig höheren statischen Drucks als der des Umfangsbereichs innerhalb der Tintenauftragswalzen-Abdeckung (8).

2. Flexographische Druckpresse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bilden statischen Drucks aus einem an der Tintenauftragswalzen-Abdeckung (8) vorgesehenen und mit der Innenseite der Tintenauftragswalzen- Abdeckung (8) verbundenen Druckbehälter (9), einem an dem Lufteinlaß des Druckbehälters (9) vorgesehenen Filter (10) und einer innerhalb des Druckbehälters (9) an der Innenseite des Filters (10) vorgesehenen Druckluft-Zuführeinrichtung (11) besteht.

3. Flexographische Druckpresse gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft-Zuführeinrichtung (11) ein Lüfter, ein Gebläse oder ein Kompressor ist.







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